Ganz! Hamburg! Will den Derbysieg!

Hamburger Stadtderby! In der neueren Zeit erst das Zweite überhaupt am Millerntor, außerdem das erste am Millerntor überhaupt in der 2.Liga.
Ein Spiel wie jedes andere? Nein, sicher nicht. Daher Zeit für uns, auch auf dieses Spiel zu blicken – aus zwei Blickwinkeln. Der fußballerisch, taktischen Sicht von Tim und auf das Drumherum von Maik.

Nachtrag: Wer das zusätzlich auf die Ohren haben will: Michael sprach im VdS-Gespräch mit Guido und Christian, ihrerseits „Nachbarn“.

Fußball (Tim)

Wagen wir einmal einen Blick in die große Glaskugel. Das ist auch Neuland für mich, da ich mir bisher immer Spiele ansah und diese beschrieb. Hier nun also ein Versuch die taktischen Grundformationen des FCSP und hsv gegenüber zu stellen und zu überlegen, was sich daraus für ein Spiel entwickeln könnte:

Beim hsv dreht sich aus taktischer Sicht alles um eine Frage: Rücken die Außenverteidiger beim Spielaufbau ein oder nicht? Die Antwort auf diese Frage wird davon abhängen, ob Narey beim hsv wieder auf der Außenbahn verteidigen wird. Vieles spricht dafür, dass er es nicht tun und der hsv zu seinem Stamm-Duo Sakai/Santos zurückkehren wird. Das liegt auch daran, dass Mangala nach seiner Sperre und der in seiner Abwesenheit spielerisch dürftigen Leistung gegen Fürth, zurückkehren wird (das ist aus FCSP-Sicht sehr schlecht). Tun sie dies, so rücken die Außenverteidiger beim eigenen Spielaufbau in den Sechserraum und schaffen auf der Außenbahn Platz. Dieser Raum wird dann vornehmlich vom Duo Jatta/Hwang besetzt. Letzterer wird jedoch aufgrund einer Oberschenkel-Verletzung für’s Derby ausfallen (hier bitte einen Seufzer der Erleichterung einfügen). Man muss kein Prophet sein (obwohl ich mit diesem Text genau das versuche), um die These aufzustellen, dass es wohl Narey sein wird, der die freie Position von Hwang besetzt (obwohl auch Özcan und Ito Kandidaten wären). Das ist dann irgendwie als 4-1-3-2 zu beschreiben, wenn man gezwungen werden würde, es als fixe Formation auszudrücken (die Rückmeldungen zu diesem Text verweisen eher auf ein 4-1-4-1, mit Hunt im Mittelfeld oder ein 4-3-3, wenn das Außen-Duo auch als Stürmer betrachtet werden). Ziel des hsv ist es, im Zentrum eine Überzahl zu generieren und daraus die Außenspieler in gute Positionen und an den Ball zu bringen. Zusätzlich steht der hsv bei Ballverlust recht sicher, da die Außenverteidiger im Zentrum positioniert sind. Es wurde also etwas mehr Gleichgewicht unter der Regie von Hannes Wolf im Vergleich zu dem Spiel unter Titz geschaffen, als die Außenverteidiger quasi als Außenstürmer positioniert waren und die Rückverteidigung das Prädikat mangelhaft mehr als verdiente. Trotzdem zeigt die Leistungskurve der letzten Wochen beim hsv steil nach unten und das Gefälle der Leistungen wird nur noch vom Gefälle der Stimmung im Umfeld übertroffen.

Die Formation des FCSP wird sich vermutlich nicht großartig ändern im Vergleich zu den letzten Spielen. Im nominellen 4-2-3-1 wird nur der gesperrte Zehir ersetzt werden. Ob direkt durch Buchtmann oder ob es zu größerem Positionsgeschiebe kommen wird, verbleibt jedoch unklar. Denn sicher ist es für Umschaltsituationen gut, wenn es nicht zwei Linksfüßler im Zentrum geben würde,da der FCSP damit etwas weniger ausrechenbar wird in der Eröffnung der Umschaltsituationen. Aber da das hier ja ein Blick in die Glaskugel ist, lege ich mich fest und sage, dass Buchtmann Zehir positionsgetreu ersetzen wird. Da diese Formation gegen Ingolstadt nur so semi, aber gegen das auf Ballbesitz ausgelegte Spiel des SC Paderborn recht gut funktionierte, gibt es auch wenig Anlass sie gegen den hsv grundsätzlich über Bord zu werfen. Es sind aber die Feinjustierungen, die angepasst werden müssen.

Wie wird es bei Ballbesitz hsv aussehen?

Meine Vermutung für den Spielaufbau des hsv. Die Außenverteidiger rücken ins Zentrum und erhöhen den Druck auf die Zentrumsspieler des FCSP. Es wird versucht über das Zentrum die Außenspieler in 1-gegen-1 Situationen zu bringen.

Durch das Einrücken der Außenverteidiger ins Zentrum beim hsv werden gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe geschlagen: Zum einen gibt es die bereits vorher erwähnte gute Position in der Rückverteidigung. Bei Ballverlust ist das Zentrum immer ausreichend besetzt, sodass das gegnerische Team gezwungen ist, den Angriff über Außen zu eröffnen bzw. die Positionierung für ein schnelles Gegenpressing sind gegeben. Zusätzlich bleibt der Druck auf die gegnerischen Ketten hoch: Durch die Positionierung der äußeren Mittelfelder fehlt es dem hsv im Spiel dann nicht an Breite. Im Gegenteil: Durch das Einrücken der Außenverteidiger wird sogar eher ein direkter Passweg ins äußere Mittelfeld frei (und bei Ballbesitz auf der eigenen Seite können die Außenverteidiger mit rüberschieben). Dieser Passweg müsste jeweils im 4-4-2 des FCSP von den äußeren Mittelfeldern zugestellt werden. Das ist besonders wichtig, da diese Grundstaffelung des hsv alle Spieler in der letzten Kette des FCSP binden wird. Auf die äußeren Mittelfelder des FCSP wird es gegen dieses System in der Defensive wirklich ankommen. Denn zusätzlich müssen sie nämlich auch ein Auge auf die hsv-Außenverteidiger haben und diese ggf. attackieren, da andernfalls ein Übergewicht des hsv im Zentrum entsteht und durchs Zentrum sollte ein gegnerisches Team niemals aufbauen dürfen. Hier wird es viel auf das gut getimte Verschieben des FCSP-Kollektivs bzw. auf das kluge Verlagern des Spiels seitens des hsv ankommen, in welche Richtung das Pendel ausschlägt. Der Druck wird also groß und es dürfte auch häufig zu Situationen kommen, in denen unsere Außenverteidiger in ein 1-gegen-1 gezwungen werden. Mit vermutlich Jatta und Narey wird der hsv hier massivste Geschwindigkeit aufbieten (hier ist der hsv im Vorteil, wenngleich ich das Duell Kalla vs. Jatta, sofern er mal auf die linke Seite wechselt, mit Freude erwarte). Auch kommt es wieder auf die äußeren Mittelfelder des FCSP an, denn sie müssen schnellstmöglich hinter den Ball kommen, da die Innenverteidiger meist im Zentrum gebunden sein werden (mit Sobota und Myaichi hat der FCSP zwei taktisch sehr disziplinierte Spieler auf diesen Positionen – es gibt also auch aus defensiver Sicht gute Argumente Møller-Dæhli ins Zentrum zu ziehen). Interessant werden auch die Rollen von Holtby und Hunt im Spiel des hsv sein, da diese sich relativ frei bei Ballbesitz im Zentrum bewegen können und so Buchtmann, und Knoll, aber auch unsere Innenverteidiger immer wieder aus ihrer Grundformation locken werden. Lässt Hunt sich bei eigenem Spielaufbau ins Mittelfeld zurückfallen, so entsteht nämlich nominell eine Überzahl, die, rein theoretisch, ausgenutzt werden kann. Hier kommt es darauf an, wie Knoll auf das tiefe Anbieten von Holtby reagieren wird bzw. wie gut sich Hunt im Rücken von Buchtmann Räume erlaufen kann und umgekehrt. Auf dem Papier erkenne ich hier einen leichten Vorteil für den hsv. Trotzdem: Wenn es ums Ausspielen der Systeme geht, hat sich der FCSP in den letzten Wochen eindeutig besser geschlagen.

Und bei Ballbesitz FCSP?

Beim Spiel des FCSP wird es zuallererst auf die Art und Position der Ballgewinne ankommen. Werden die Bälle vornehmlich auf den Außenbahnen gewonnen, so ergeben sich nicht sonderlich viele gute Optionen für ein schnelles Umschaltspiel, da der hsv gut positioniert ist. Gewinnt der FCSP die Bälle jedoch im Zentrum, so sind es wieder die äußeren Mittelfelder, die für die Entstehung der Kontersituation sorgen können, indem sie sich schnell für tiefe Läufe positionieren. Grundsätzlich wird der hsv vermutlich ein rechthohes Pressing spielen. Das kennt unser Team schon und es gab vom FCSP nur eine einzige Antwort darauf: lange Bälle, zweite Bälle.

Der lange Ball – Eigentlich von mir verhasst, aber durch die erfolgreiche Praktizierung des FCSP entwickelt sich ganz langsam ein zartes Pflänzchen der Zuneigung meinerseits.

Ja, ich bin auch kein Fan dieses Systems und ich habe mich schon fürchterlich darüber aufgeregt als Darmstadt es geradezu in Perfektion ausführte und damit durch die Ligen flog. Doch es ist ein weiter Weg, um gegen ein hohes Pressing einen geordneten Spielaufbau zu gestalten. Diesen Weg hat der FCSP in den letzten Jahren immer wieder versucht zu beschreiten. Vor allem mit Hoogma in der Innenverteidigung gibt es nun jemanden, der auch eine gewisse Pressingresistenz aufweist und unter Druck eine gute Spieleröffnung zustande bekommen kann. Ich lege mich trotzdem darauf fest, dass der FCSP es im Spiel gegen den hsv nicht versuchen wird und eher die Variante „geordnetes Chaos“ wählt. Denn die Bälle werden keineswegs einfach nur nach vorne gedroschen (gut, dass wird es sicher auch geben, siehe die vielen, vielen Klärungen vs. Union vor wenigen Wochen). In Erwartung eines langen Balles wird Alex Meier zum Zielspieler (und idealerweise ist er das auch am Ende des Angriffs). Um ihn herum werden sich einige Spieler postieren. Møller-Dæhli wird vorrücken und auf eine Verlängerung warten, während sich die äußeren Mittelfelder, leicht hinter Meier, rechts und links positionieren werden. Alles in Erwartung des zweiten Balles, der dann die eigentliche Spieleröffnung darstellt. Gelangt der zweite Ball in die Füße des FCSP kann aufgrund der engen Staffelung direkt versucht werden auf der Außenbahn eine 1-gegen-1 Situation zu erschaffen. Für den Fall des Ballverlustes stehen die beiden Sechser eng im Rückraum. Das müssen sie auch, da die äußeren Mittelfelder des hsv sich bei solchen Situationen meist in den Achter-Raum bewegen. Ohnehin wird der Raum bei langen Bällen maximal verengt. Wir werden viele Situationen sehen, bei denen alle 20 Feldspieler sich auf einem Feld der Größe 25×25 Metern oder noch enger befinden. Die Variante mit langen Bällen sorgt zwar in der Offensive eher für eine Art Auswürfeln, ob ein Angriff zustande kommt oder nicht, in der Defensive gibt sie aber enorme Sicherheit, da sie wenig Raum für gegnerische Umschaltsituationen bietet.

Es ist davon auszugehen, dass vor allem zu Beginn der hsv nicht das ganz große Risiko im Spielaufbau gehen wird. Wer sich an das Hinspiel erinnert, der wird unweigerlich daran denken, dass auch der FCSP damals das Risiko komplett vermieden und selbst bei guten Umschaltsituationen das Nachrücken mit mehreren Spielern vermieden hat (wir werden sehen, ob einer der Sechser bei den Angriffen mit einrückt in die Offensive oder lieber absichert).

Aber dafür ist es halt auch einfach zu wichtig das Spiel: Es ist das Derby. Es geht um den Aufstieg. Und viel wichtiger: Um die Stadtmeisterschaft.

//Tim

P.S. Vermutlich wird alles ganz anders kommen und es wird Allagui spielen. Aber dann werde sicher nicht nur ich, sondern auch der hsv überrascht sein. Falls ihr mehr zur taktischen Ausrichtung des hsv wissen wollt, empfehle ich die Wörter ‚hsv‘, ‚taktisch‘ und ‚Tobias Escher‘ zusammenhängend in ne Suchleiste einzutippen (sorry, aber ich weigere mich die Seite hier direkt zu verlinken – aus Gründen)

Drumherum (Maik)

Sonntag also. 10.März 2019
Wir werden dann 2.944 Tage Derbysieger sein und es besteht die Möglichkeit, dass diese Serie endet. Nahezu immer, seit der FC St.Pauli nennenswerte Zuschauerzahlen hat, wäre dies sogar die absolut wahrscheinliche Prognose für den Spielausgang gewesen.
Wir, der Underdog, der kleine Zeckenverein. Stadtteil und so. Mäßiger Zweitligist.

Jedoch: Thetimes, they are a-changin‘!

Es kann gut sein, dass es Sonntag eine Heimniederlage gibt. „Absolut wahrscheinlich“ ist das allerdings nicht mehr. Ich weiß nicht genau, ob man bei diesem Duell – angesichts der unterschiedlichen Etats – im Vorfeld des Spiels von „auf Augenhöhe“ sprechen kann, auf dem Platz wird dies jedoch ganz sicher so sein.
Klar, individuelle Qualität und so… geschenkt, der Sonntag wird im Kopf und im Herzen entschieden, und da bin ich guter Dinge. Kann trotzdem schief gehen, klar, glaub ich aber nicht.

Und selbst wenn: Dann spielen wir nächstes Jahr wenigstens wieder in getrennten Ligen, kann ich auch gut mit leben, auch wenn es natürlich noch schöner wäre, wenn wir in Liga 1 und die… naja, wofür es dann eben lizenztechnisch bei denen noch reichen wird.
Und allein schon für meine ausgeprägte Neugier auf noch nicht Dagewesenes wünsche ich mir, dass wir diese Chance ergreifen und den Aufstieg packen. Ohne den Nachbarn. Ich würde wirklich gerne sehen, wie die ein weiteres Jahr 2.Liga anpacken, mit der neuen Anleihe und all den bereits verkauften Anteilen der eigenen Seele. Eine ähnliche Faszination, wie beim Beobachten des Absturzes von Kaiserslautern, Braunschweig oder 1860 – nennt es Katastrophentourismus. Auch wenn ich nicht glaube, dass Hamburg und seine diversen Gönner tatsächlich einen Lizenzentzug des HSV zulassen würden.
Definitiv aber ist der Etat schon dieses Jahr auf Kante genäht (nebenbei, Buchtipp: „Der Abstieg“ von Tobias Escher und Daniel Jovanov. Ich gehe fest davon aus, dass es in der Buchhandlung Eurer Wahl im Bundle mit einer riesigen Portion Popcorn verkauft wird) und es dürfte interessant sein zu sehen, wie man die nächste Saison überhaupt noch finanziert bekommen will.

Aber zurück zu uns: Ich gehörte viele Jahr auch zu der „Ach, ist in Liga 2 ja doch ganz okay„-Fraktion, die sich zwar nicht wirklich gegen einen Aufstieg sträubte, diesen aber eben auch nicht mit vollem Elan herbeiführen wollte. Doch neben dem (für mich) schon immer ausschlaggebenden Argument, dass man aus der 1.Liga (sportlich) nicht in die 3.Liga absteigen kann und man somit eben quasi ein Jahr Puffer bekommt, profitiert man eben von dem (mindestens) einen Jahr in Liga 1 auch in den Folgejahren aufgrund der TV-Tabelle.
Natürlich sollte Geld nicht das ausschlaggebende Argument sein, gerade für den FC St.Pauli, aber es erleichtert eben doch vieles. Auch bei uns spielen die Kicker nicht, weil wir so schön singen, klar. Und hier folge ich inzwischen auch der Argumentation des Vereins, dass man das Transportieren der eigenen Werte in gesellschaftlichen und politischen Themen als Verein eben im Oberhaus nochmal mit mehr medialer Wirkmacht aussenden kann, als ein „mäßiger Zweitligist“.

Der MagischeFC Blog hat schon einiges geschrieben, was ich daher hier nicht wiederholen muss. Das Stadion muss brennen (jaja, Grüße an Herrn Beuth) und wer bei Abpfiff und am nächsten Morgen nicht heiser ist, hat irgendwas falsch gemacht.

Was natürlich auch klar ist: Das Spiel ist wegweisend. Bei einem Sieg rutscht alles eng zusammen, sowohl für den Nachbarn als auch für uns und Union ist dann von Platz 2 bis 4 alles realistisch – und das Kopfkino in Stellingen dürfte bei diesem Gedanken eben aufgrund nackter Existenzangst deutlich hektischer aussehen, als es im Falle der Niederlage bei uns der Fall wäre.
Bei einem Unentschieden bliebe erst mal alles beim Alten – sowohl tabellarisch, als auch, was die dann weiter geltende Stadtmeisterschaft angeht. 2.944 Tage, wie oben erwähnt. And counting…
Und bei einer Niederlage? Okay… dann ist der direkte Aufstiegsplatz wohl weg, lediglich die Relegation dürfte noch möglich sein. Unschön, große Scheiße und die Tage danach werden von schlechter Laune geprägt sein.
Aber: Leben geht weiter, immerhin gehört dann auch weiterhin der Verein uns und auch die nächste Saison werden wir mit dem Selbstwertgefühl angehen können, dass unser Verein die einzige Möglichkeit ist und wir nicht abhängig von den Launen eines älteren Herren mit zumindest fragwürdigem Kommunikationsgebahren sind.

Das Warm-Up zum Spiel beginnt spätestens am Samstagnachmittag Freitag, wenn die Fünfte Herren um 19.30h in der Feldarena Farmsen empfängt.
Samstag um 13.00h spielt die U19 auf dem Weg zur Meisterschaft am Königskinderweg (Verlegung zum Brummerskamp noch möglich) gegen Hannover 96.
Um 17.00h könnt Ihr den 1.Frauen beim Kampf um den Klassenerhalt in der Regionalliga helfen, es geht in der Feldarena gegen den TuS Büppel Walddörfer SV.
Um 20.00h kann man sich dann entweder zum Handball begeben, wo die 1.Frauen in der Halle Budapester Straße ihr Oberliga-Heimspiel gegen SG Wilhelmsburg bestreitet. Oder Ihr begebt Euch ins 1910 e.V.-Museum, wo die Millerntor Brigade ihre Record-Release-Party feiert.
Zum Ausklingen kann man dann natürlich u.a. ins Jolly Roger und sich gedanklich schon mal mit einem Kaltgetränk ausmalen, wie Alex Meier in der 93.Minute zu einem völlig unberechtigten Handelfmeter antritt. Dieser wird gehalten, muss aber wiederholt werden.
Die Wiederholung geht an den Pfosten, von dort springt der Ball an den Rücken von Pollersbeck oder Mickel, kullert langsam Richtung Torlinie und verweilt dort, bis Lewis Holtby ihn im Klärungsversuch Pierre-Michel Lasogga ins Gesicht ballert, von wo er dann beschwingt zum umjubelten Derbysiegtor ins Tor hoppelt.
Oder so ähnlich. Vielleicht stupst ihn Schnecke auch noch über die Linie, die Vision ist an dieser Stelle etwas unklar.

Am Spieltag sollte man das Dammtor dann weitläufig umgehen, ab 09.00h trifft sich der Nachbar dort zum Fanmarsch.
Und zu den Tickets hat der Verein ja schon alles geschrieben, was es zu wissen gilt.

Also: Rausgehen, warmmachen, weghauen. // Maik

10 thoughts on “Ganz! Hamburg! Will den Derbysieg!

  1. Die üblichen Verdächtigen says:

    Eine kleine Richtigstellung: Die 1. Frauen spielen am Samstag um 17 Uhr im anderen Hamburger Derby gegen den Walddörfer SV, das Spiel gegen TuS Büppel ist am 17. März um 13 Uhr auswärts in Büppel.

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  2. Trapper Seitenberg says:

    Noch eine Anmerkung, Tim: Die anfänglich problematische Defensive unter Titz wurde bereits unter demselben Trainer verbessert. Dies ging aber zulasten jeglicher Torgefahr, also der Offensive. Das ist, ein Blick auf das Torverhältnis belegt dies eindeutig, das Kernproblem des HSV: Das Umschaltspiel von Defensive zur Offensive (wenn schnell, dann meist zu unpräzise), sowie die mangelhafte Kreativität des Mittelfeldes ohne Hunt aus dem Positionsspiel. Beide Außen, egal ob Hwang/Jatta, Jatta/Narey oder einer von denen mit Ito, erzielen zu wenig Tore. Auch hat sich Arp bisher nicht als treffsicherer Konkurrent von Lasogga nachdrücklich in Stellung bringen können. Da Lasogga läuferisch nicht der Schnellste ist, ist es meist nur Narey, der bei schnellen Gegenstößen selbst zum erfolgreichen Abschluss kommt. Lasogga bräuchte von der Mittellinie mindestens 4-5 m Vorsprung, ansonsten würde er von den meisten Verteidigern mühelos abgelaufen.

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    1. Tim says:

      Danke für die tieferen Einblicke in die Ausrichtung. Ja, unter Titz wurde gegen Ende das Fußballspielen komplett eingestellt 😉

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  3. Jens says:

    Wunderbarer Doppelartikel, vielen Dank!
    Insbesondere die Vision gefällt 🙂

    Zur Taktik / Fußball: Muss mich erstmal wieder dran gewöhnen, aber meine Begeisterung darüber hab ich ja schon kundgetan!

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