Facebook Kommentare Bullshit-Bingo

MillernTon Lebensratgeber:
Es gibt Dinge, die sollte man nicht tun.

  • rostige Büroklammern unter den Fingernagel rammen
  • mit durchnässtem T-Shirt bei Minus 10 Grad eine Stunde draußen rumstehen
  • mit dem kleinen Zeh am Tischbein hängenbleiben
  • bei einer Ein-Tore-Führung kurz vor Schluß eine Live-Wette auf den eigenen Verein abschließen
  • mit Nazis reden (okayokay, jaja, auf das Setting kommt es an…)
  • die BILD lesen, weder im Print noch online
    Und: *trommelwirbel*
  • Kommentare auf der Facebook-Seite des FC St.Pauli lesen!

Ja, auch wir hätten gerne die ersten drei Ligaspiele alle gewonnen.
Ja, wir hätten Lübeck gerne 6:0 abgeschossen (auch wenn so ein eher glücklicher Sieg im Elfmeterschießen durchaus seinen Charme hat, in Anbetracht des Ärgers auf der Gegenseite).
Ja, eine Ausleihe von Coutinho zum FCSP wäre auch für uns okay gewesen.
Ja, wenn sich der Leroy Sané nicht so kurzfristig verletzt hätte, hätte seine Verpflichtung für Braun-Weiß auch unsere Zustimmung gefunden. (Auch wenn böse Menschen jetzt anmerken, dass er verletzt eh viel besser zu uns passen würde…)

Und mal ernsthaft: Es gibt natürlich Dinge, die man kritisieren kann. In diesem Verein, an der sportlichen Situation, an vielen anderen Dingen.
Aber sowohl der Ort als auch die Art und Weise sollte dann schon einigermaßen passen und vor allem konstruktiv sein und auch den Leitlinien des Vereins entsprechen.

Social Media ist ja grundsätzlich ne gute Sache und viele Menschen nutzen diese Medien auch sehr gut.
Aber: Viele halt auch nicht.
Und wenn man sich dann ab und an versehentlich doch in die Facebook-Kommentare des Vereins-Accounts verirrt, geht es einem oft so wie vielen Menschen bei einem Autounfall. Man kann nicht weggucken.
Unter nahezu jedem Posting finden sich “Kauft doch endlich mal neue Spieler!”-Postings, auch wenn dies weder die Aufgabe der Merchandise-Leute ist oder gar originäre Aufgabe des Präsidiums oder Aufsichtsrats.
Auch wenn es um politische Statements Selbstverständlichkeiten wie Statements gegen Homophobie oder für das Retten von Menschenleben geht, finden sich immer wieder User, die dies zum Anlass nehmen, die aktuelle sportliche Situation anzuprangern – als ob auch nur eine Spielerverpflichtung an einem Facebook-Post der Medienabteilung zu irgendwelchen Themen scheitern würde.

Bleiben also nur drei Optionen:

  • großflächig ignorieren (beste Option, unserer Meinung nach)
  • munter mitdiskutieren (eigentlich noch besser, aber viel zu ermüdend)
  • Bullshit Bingo! o/

Um Letzteres bat uns Leserin Dani, wir bedanken uns für diese Inspiration und wünschen viel Spaß.
Wer BINGO hat, spendet bitte 5,-€ an Seawatch und vermerkt dies als Kommentar auf unserer Facebook-Seite, dann wird sich bestimmt jemand dazu berufen fühlen dies entsprechend zu kommentieren und die Verpflichtung eines Spielers zu fordern. // Maik

(zum Vergrößern anklicken)

2 thoughts on “Facebook Kommentare Bullshit-Bingo

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