Adam Dźwigała spricht über Eric Smiths Verletzung, seine Rolle im Team des FC St. Pauli und die letzten Spiele der Saison.
Foto: Stefan Groenveld
Der FC St. Pauli trainierte an diesem Dienstagmittag nur mit einer kleinen Runde von Spielern. Die einen waren noch mit den Nationalmannschaften auf Reise, die anderen fehlten aufgrund von Verletzungen. Ein Lichtblick ist allerdings zu melden: Karol Mets war wieder vollständig im Training und dabei hochmotiviert. Kein anderer freute sich so sehr wie er, wenn sein Team im Abschlussspiel ein Tor erzielte. Lars Ritzka und Tomoya Andō hatten im Training die Laufschuhe an. Während Ando noch einzelne Runden um den Platz lief, machte Ritzka einige intensive Sprints. Es ist also eher unwahrscheinlich, die beiden am Sonntag gegen Union Berlin auf dem Platz zu sehen. Auch bei Mets ist es durch den Trainingsrückstand noch unklar.
Wer definitiv am Sonntag dem FC St. Pauli verletzungsbedingt fehlen wird, ist Eric Smith. Dieser musste vorzeitig von seine Reise mit der schwedischen Nationalmannschaft nach Hamburg zurückkehren – aufgrund einer muskulären Verletzung in der Wade. Dabei reiht er sich in die lange Liste der Verletzten im Team des FC St. Pauli ein. Mit Smith, Andō, Saliakas, Ritzka und Mets (zwar verletzungsfrei, aber mit Trainingsrückstand) fehlt dem Team eine ganze Fünfer-Abwehrkette. Ins Licht für einen möglichen Startelf-Einsatz rückt dadurch Adam Dźwigała. Dieser stellte sich nach dem Training den Fragen der Medienvertreter*innen. Auch für David Nemeth wird ein Einsatz nach langer Verletzung in dieser Situation wahrscheinlicher. Dieser war ja bereits letzte Woche in der Medienrunde.
Adam Dźwigała zur Smith-Verletzung und zu seiner Rolle im Team
„Er ist sehr wichtig für uns“, antworte Dźwigała auf die Frage, wie sehr Smiths Ausfall eine Auswirkung auf die Mannschaft haben wird. „Wir kennen alle seine Qualität am Ball und wie er die Bälle spielen kann. Wir werden einen anderen Plan haben und was anderes ausprobieren müssen“, sagte Dźwigała weiter. Aber Verletzungen gehörten zum professionellen Fußball nun mal dazu: „Wir sind darauf vorbereitet, die Saison ist lang und Verletzungen normal. Jeder Spieler wartet auf seine Chance. Für manche Spieler, die nicht so viel spielen, ist das eine Chance, in dieser Liga zu spielen.“ Auch für Adam Dźwigała ist es eine Chance wieder zum Spielen zu kommen.
Als Spieler, der immer wieder Lücken durch Ausfälle füllt, gibt er im Training und in seinen Einsätzen in Spielen immer einhundert Prozent. Mit der Rolle als „Lückenfüller“ kann er gut umgehen: „Logischerweise ist in der Startelf zu spielen das, was jeder Spieler will, aber wir haben viel Konkurrenz im Team. Ich kenne meine Rolle, ich muss für alle meine Einsätze kämpfen, was ich auch tue. Ich nutze die Zeit, wenn ich die Chance habe zu spielen.“ Trotzdem kann es frustrierend sein, so Dźwigała: „Wir sind Profis, wir müssen wissen, wie wir damit umgehen und die Entscheidung akzeptieren. Aber natürlich, wenn du in einem Spiel gut spielst, hofft man auf den nächsten Einsatz. Wenn du dann aber wieder auf der Bank bist, ist es kein gutes Gefühl. Aber damit müssen wir klarkommen.“
Blick auf Union und die verbleibenden Spieltage
Am Ostersonntag steht das Auswärtsspiel beim 1. FC Union Berlin an, gegen die wir im Hinspiel mit 0:1 unterlagen. Aktuell ist Union Berlin mit 31 Punkten auf Platz 9. Beide Teams können also in dieser engen Tabellensituation sehr gut die Punkte gebrauchen. Wir natürlich noch mehr, ein einfaches Spiel wird es für uns allerdings nicht. Auch Adam Dźwigała erwartet ein intensives Spiel: „Union spielt einen sehr körperlichen Fußball. Wie wir auch, haben sie in den letzten Spielen viel investiert. Nach der Länderspielpause werden wir alles dafür geben, für dieses Spiel bereit zu sein.“, so Dźwigała. „Wir werden dort antreten und an uns glauben, dass wir sie besiegen können.“ Zu Unions Spielweise sagte Dzwigala außerdem: „Sie spielen defensiv sehr gut und sind sehr kompakt und aggressiv. Wir werden aber unseren Plan für das Spiel haben und unser Bestes geben.“
An den letzten Spieltagen wird jeder Punkt zählen. Das kann ganz schön Druck auslösen, doch die Mannschaft kommt damit zurecht, so Dźwigała. Er blickt mit Spannung auf die letzten Spieltage: „Wir wissen, dass wir gegen direkte Gegner spielen, die genauso darum kämpfen, in der Bundesliga zu bleiben. Das macht die Spiele für die Fans aber attraktiver und wir kommen mit dem Druck gut klar.“ Weiter führte er aus: „Wir haben unser Ziel vor Augen, auf das wir uns fokussieren. Jedes Spiel wird interessant und die nächsten Spiele sind alle sehr sehr wichtig.“ Als Dienstältester in der Mannschaft blickt er am liebsten zwar auf den Aufstieg zurück, doch mit dem Blick nach vorne ist der Klassenerhalt nun das klare Ziel. Auf die Frage warum der FC St. Pauli in der Liga bleiben wird, sagte Dźwigała: „Weil wir alles auf dem Platz geben.“
So wie wir auf den Rängen.
Immer weiter vor!
// Nina
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