Der FC St. Pauli empfängt den Hamburger SV zur 113. Stadtmeisterschaft, dessen Mannschaft nur noch wenig mit dem schwachen Team aus dem Hinspiel zu tun hat.
(Titelfoto: Stefan Groenveld)
Das Derby steht an. Entsprechend ist rund um das Millerntor eine gewisse Anspannung nicht zu verhehlen. Was den FC St. Pauli da genau für ein Gegner auf dem Platz erwartet und wie die Saison des HSV bisher verlaufen ist, könnt ihr im „Vor dem Spiel“-Gespräch hören, in dem sich Yannick mit Lasse vom Podcast „Volksparkgeflüster“ unterhalten hat (natürlich auch über die „Causa Kuntz“).
Was uns da neben dem Platz erwartet, genauer gesagt im Gästeblock, hat Nina im Artikel: „Hamburger SV – Verein und Fanszene“ herausgearbeitet.
Zudem empfehle ich immer gerne den ausführlichen Blick auf die Historie dieses Duells: „The Story So Far: Hamburger Stadtmeisterschaft“
FC St. Pauli: Wer kann spielen, wer fehlt?
Drei Spieler werden dem FC St. Pauli im Derby definitiv fehlen: David Nemeth, Andréas Hountondji und Connor Metcalfe. Bei Hountondji klang Blessin unter der Woche recht positiv, was den Heilungsverlauf angeht. Er erklärte, dass diese Woche noch eine MRT anstehe: „Da können wir sehen, wie der Heilungsprozess in den letzten drei Wochen gelaufen ist. Ich habe ein gutes Gefühl, er hat keine Schmerzen mehr.“ Bei Metcalfe ist die Situation leider unklar. Der 26-jährige hat Knieprobleme, es handelt sich laut Blessin zwar nicht um eine strukturelle Verletzung, allerdings könne man nicht ganz herleiten, woher die Schmerzen kommen. Entsprechend ist nicht ganz klar, wann Metcalfe wieder einsatzbereit ist.
Irvine vor überraschender Kader-Rückkehr
Drei weitere Spieler, die in Dortmund gefehlt haben, werden nun aber wieder dabei sein. Danel Sinani konnte nach überstandenen Wadenproblemen wieder voll trainieren. Ben Voll hat seine Grippe auskuriert und wird wieder Teil des Kaders sein. Und dann gab es noch die durchaus überraschende Nachricht, dass aller Voraussicht nach auch Jackson Irvine wieder mit an Bord sein wird. Zwar befinde man sich noch „in der Testphase“, wie Alexander Blessin betonte, aber der FCSP-Cheftrainer geht davon aus, dass der Kapitän einen Kaderplatz einnehmen wird.
Hamburger SV: Wer kann spielen, wer fehlt?
Dem HSV werden für das Derby nur zwei Spieler fehlen. Innenverteidiger Guilherme Ramos steht kurz vor einem Wechsel und Yussuf Poulsen befindet sich nach einer erneuten Verletzung im Reha-Prozess. Alle andere Spieler sind theoretisch einsatzbereit.
Das sah letzte Woche noch ganz anders aus, der HSV freut sich vor dem Derby über viele Rückkehrer: Allen voran dürften jene von Albert Sambi Lokonga und Daniel Elfadli Auswirkungen auf die Startelf haben. Innenverteidiger Warmed Omari, der eine schwere Sprunggelenksverletzung überstanden hat, ist laut Trainer Merlin Polzin eine Option für Freitag, sicher aber nur für den Kader, nicht für die Startelf. Auch die beiden Offensivspieler Fabio Baldé und Anssi Suhonen sind nach Erkrankungen wieder zurück.
Was hat der HSV zu bieten?
Der Saisonstart des Hamburger SV war alles andere als gut. Was aber angesichts der Vorbereitung auch zu erwarten gewesen ist, hatte der HSV schließlich eine ganze Reihe von Vorbereitungsspielen teils deutlich verloren. Der Ligaauftakt gegen Mönchengladbach endete 0:0 und wurde insgesamt positiv bewertet. Da ahnten viele aber noch nicht, dass sich die Fohlen in dieser Zeit in einem kompletten Loch befanden. Am zweiten Spieltag kam dann der FC St. Pauli ins Volksparkstadion und zerlegte den HSV nach allen Regeln der Kunst, hätte deutlich höher als „nur“ 2:0 gewinnen müssen. Das wird dieses Mal, so viel können wir vorwegnehmen, nicht so eine deutliche Angelegenheit.

Drei Neuzugänge aus der Kategorie „internationale Klasse“
Denn der Hamburger SV hat sich nicht nur stabilisiert, sondern im Verlauf der Hinrunde eine spielerisch durchaus positive Entwicklung genommen. Maßgeblich daran beteiligt sind drei Spieler, die zum Zeitpunkt der letzten Stadtmeisterschaft noch nicht Teil des Teams gewesen sind: Luka Vušković, Albert Sambi Lokonga und Fábio Vieira sind spät im Sommer zum HSV gewechselt – und alle drei bedeuten einen extremen Qualitätszugewinn, wie unter anderem Alexander Blessin erklärt: „Vušković ist nicht nur im 1-gegen-1 gut, sondern trägt auch im Aufbauspiel dazu bei, dass die Struktur besser geworden ist.“ Bezogen auf Vieira und Lokonga, erklärte der FCSP-Cheftrainer: „Sie schwimmen ganz gut in den Positionen, sind sehr ballsicher. Lokonga hat guten Speed in seinen Aktionen. Vieira kann ein Spiel lesen, ist gut für tiefe Bälle. Da müssen wir schon aufpassen, dass sie nicht zu viel Raum bekommen, weil sie da gute Entscheidungen treffen.“
Doch es sind nicht nur die Einzelspieler, die dafür gesorgt haben, dass der Hamburger SV im Verlauf der Hinrunde besser geworden ist. Das Team hat im letzten halben Jahr eine deutliche Entwicklung im spielerischen Bereich hingelegt, vor allem in Ballbesitzphasen. Zum einen ist ein deutlich kompromissloseres Verfahren zu erkennen: Wenn der Gegnerdruck im Aufbauspiel zu groß wird, dann wird nicht mehr (wie noch zu Zweitliga-Zeiten) auf Gedeih und Verderb versucht trotzdem das eigene Spiel durchzubringen, sondern viel öfter der lange Ball gewählt (diesen Prozess hat übrigens auch der FC St. Pauli in der Vorsaison durchgemacht). Doch auch wenn der HSV öfter lange Bälle in sein Spiel einstreut, so sind die Abläufe bei Ballbesitz klar erkennbar und durchaus besonders.
Auflösungserscheinungen in der Innenverteidigung und „Dompé-Fokus“
Nominell agiert der HSV in einem 3-4-3. Im Spielaufbau verändert sich diese Formation hin zu einem 4-2-3-1. Es gibt also ein paar Rotationen. Die ungewöhnlichste ist das Auflösen einer Innenverteidiger-Position. Anders als zum Beispiel Eric Smith beim FC St. Pauli oder wie es auch viele andere zentrale Innenverteidiger in einer Fünferkette machen, löst der HSV nicht die zentrale, sondern die rechte Innenverteidiger-Position auf. Dort spielte zuletzt Nicolás Capaldo, der dann entsprechend bei Ballbesitz ins defensive Mittelfeld vorschob, manchmal auch in den offensiven rechten Halbraum. Dadurch wird zum einen Raum für die verbliebenen Innenverteidiger geschaffen, aber es führt auch dazu, dass sich einer der beiden Spieler auf der HSV-Doppelsechs nach vorne lösen kann. Das ist entweder Lokonga oder Vieira, je nachdem, wer neben Remberg auf dem Platz steht.
Zudem schieben in einigen Phasen auch die beiden Außenverteidiger des HSV weit mit nach vorne. Allerdings nicht synchron. Denn während der Rechtsverteidiger zumeist die Seite hält, also weiterhin an der Außenlinie unterwegs ist, schiebt der Linksverteidiger (meist Muheim) oft in den offensiven linken Halbraum. Das führt dazu, dass der HSV ein klares Ungleichgewicht im Aufbauspiel hat. Die rechte Seite ist oft überladen, während es auf der linken Seite meist nur einen Spieler gibt. Das hat System, denn der Spieler auf links ist Jean-Luc Dompé – nur drei Spieler der Bundesliga gehen häufiger ins Dribbling als er. Er soll in direkte Duelle gebracht werden, die er dann leider auch relativ oft gewinnt. Dieser „Dompé-Fokus“ spiegelt sich auch in anderen Zahlen wieder: Der Hamburger SV schlägt die viertmeisten Flanken der Liga, deutlich mehr über die Seite des 30-jährigen Flügelspielers (153-116 Flanken) und hat dabei leider eine bemerkenswert hohe Genauigkeit: Über 38 Prozent der Flanken kommen beim Mitspieler an, das ist die drittbeste Quote der Liga.
Nicht nur die Verlagerungen auf Dompé sind ein wichtiges Stil-Element des HSV, es sind allgemein die Spielverlagerungen. Oft versucht der HSV auch über die Außenverteidiger, wenn diese etwas tiefer im Aufbau beteiligt sind, den direkten Pass ins Offensivzentrum, um dann von dort Lokonga/Vieira einzubinden und in die Verlagerung zu kommen.
Wie also gegen dieses Ungleichgewicht und den Fokus auf Spielverlagerungen verteidigen? Ebenfalls die eine Seite überladen und dann Gefahr laufen, dass Dompé zu viel Platz hat? Oder eine Unterzahl auf der eigenen linken Seite riskieren? Blessin möchte dem HSV diese Aufbauvariante nehmen, ist aber auch Realist: „Wir müssen versuchen, das (die Spielverlagerung auf Dompé, A.d.R.) zu unterbinden. Aber über 90 Minuten werden wir es nicht verhindern können. Wir müssen schauen, wie wir eine Stabilität hinbekommen, dass wir solche Sachen verteidigen können auf der Außenposition, aber auch im Zentrum, in der Box.“
Anfällige Defensive, egal wie gepresst wird
Während der HSV zum Saisonstart noch sehr wenig Torgefahr erzeugte, hat sich das inzwischen geändert. trotzdem holt der HSV aus seinen Gelegenheiten eher wenig heraus, worauf man im Winter auch mit der Verpflichtung von Josh Downs reagierte.
Weiterhin Bestand hat eine gewisse Anfälligkeit in der Defensive (das Team hat die sechstmeisten Schüsse der Bundesliga zugelassen). Das Team von Polzin wählt im Abwehrverhalten eine Mischung aus intensiven Phasen mit hohem, mannorientiertem Anlaufverhalten und einem Fokus auf Mittelfeldpressing im 5-3-2, wobei immer der ballferne offensive Außenbahnspieler ins Mittelfeld zurückschiebt, der ballnahe sich hingegen auf einer Höhe mit dem Mittelstürmer in vorderster Reihe befindet.
In beiden Phasen hat der HSV in dieser Saison schon Erfolge, aber auch Probleme gehabt. Im Hinspiel gab es nur Probleme. Da kam der FC St. Pauli sowohl mit dem hohen Anlaufen, als auch mit dem tieferen Pressing gut zurecht. Das Mittelfeldpressing des HSV ist eigentlich etwas zu passiv, der Gegner kann sich ganz gut „warmlaufen“ und es ist dem Polzin-Team in dieser Saison bisher nur selten gelungen, in so einer tiefen Formation eine solche Kompaktheit zu erzeugen, wie es zum Beispiel der FCSP schafft. Zudem widerspricht dieses Verhalten eigentlich den Fähigkeiten der Spieler. Capaldo und Elfadli sind als Innenverteidiger prädestiniert für aktive Verteidigungsarbeit und mutiges Hochschieben, sämtliche Außenbahnspieler sind temporeich, konnten aber nur selten überzeugen, wenn es darum geht, die Räume für die Gegner eng zu halten – das schreit förmlich nach einer aktiveren Verteidigungsweise.
Auswärts fehlt Energie
Doch das hohe Verteidigen kann, auch wenn es den Spielern eigentlich eher zusagen sollte, für den HSV auch ein massives Problem sein. Das beste Beispiel gab es im Hinspiel. Dort streute der FC St. Pauli nämlich in solchen Phasen immer wieder lange Bälle ein und schickte Torunarigha in Lauf-Duelle mit Hountondji – der Innenverteidiger und alle weiteren, die es mit dem HSV halten, dürften sich mit Grausen an diese Zweikämpfe erinnern.
Wie der HSV nun gegen den FC St. Pauli in der Defensive arbeiten möchte, ist natürlich nicht ganz klar. Wir werden sicher beide Varianten zu sehen bekommen. Für Alexander Blessin und seine Entscheidung, wer in diesem Spiel starten wird, dürfte es aber von großer Wichtigkeit sein, wie der HSV primär pressen möchte.
Was ebenfalls extrem wichtig sein könnte: Der Hamburger SV spielt auswärts. Das Millerntor ist sowieso zuletzt alles andere als ein gutes Pflaster für den HSV gewesen, aus den letzten fünf Partien gab es genau einen Punkt. Zudem scheint der HSV in dieser Saison eine äußerst markante Auswärtsschwäche zu haben. 15 der bisher geholten 17 Zähler gab es in Heimspielen. Auswärts kommt der HSV in acht Spielen auf gerade einmal zwei Unentschieden (jeweils 0:0 bei Union und Mönchengladbach) und 4:18 Tore. Warum das so ist? Alexander Blessin hat eine Vermutung: „Der HSV ist im Volksparkstadion ne kleine Macht mit den Fans im Background. Da kriegen sie einfach eine andere Energie auf den Platz.“ Entsprechend ist der Auftrag an Spieler und Fans des FC St. Pauli ziemlich klar: „Wir wollen ihnen diese Energie nehmen – durch unsere Energie, durch unsere Heimfans.“
Mögliche Aufstellung
HSV: Lokonga-Rückkehr in die Startelf
Da weder Capaldo noch Vušković uns den Gefallen getan haben, gegen Mönchengladbach ihre fünfte Gelbe Karte zu sehen, wird der HSV in der Innenverteidigung wieder mit seinem Stamm-Trio (Elfadli kehrt zurück) auflaufen. Auf den Außenverteidiger-Positionen ist links Miro Muheim gesetzt, zumindest auf der rechten Seite gibt es ein kleines Fragezeichen. Zuletzt startete dort tatsächlich Bakery Jatta, was schon deutlich macht, wie hoch die Spieler auf dieser Position im Offensiv-Verhalten schieben (und auch erklärt, warum der HSV die defensive Kompaktheit besonders auf Außen nicht immer hinbekommt).
Vor Jatta dürfte Fábio Vieira spielen, der bei Ballbesitz aber dann oft eher den Weg in den offensiven Halbraum suchen dürfte. Das aber nur, wenn Albert Sambi Lokonga direkt wieder in die Startelf rückt (sonst spielt Vieira auf der Lokonga-Position). Dann dürfte der HSV mit zwei schwimmenden Zehnern im Offensivspiel agieren, Vieira und Lokonga – und ich muss ehrlich gestehen, dass dieses Personal eigentlich zu gut ist, um bei einem Abstiegskandidaten der Bundesliga zu kicken. Was ja aber nicht bedeutet, dass sie teilweise dann doch so spielen, sonst hätte der HSV ja bereits deutlich mehr Zähler auf dem Konto.

// (c) Stefan Groenveld
FC St. Pauli: Ist Andō schon bereit? Wer beginnt ganz vorne?
Ein vielversprechendes Bundesliga-Debüt hat Tomoya Andō im Trikot des FC St. Pauli in Dortmund hingelegt. Ein derart gutes Debüt, dass man sich unweigerlich nicht mehr fragen muss, ob, sondern wann er das erste Mal in der Startelf stehen wird. „Ich glaube, er ist sehr nah dran“, erklärte Alexander Blessin auf die Frage, wie wahrscheinlich ein Startelf-Einsatz von Andō ist. Aber es gibt Gründe, die dafür sprechen, dass er noch nicht nah genug dran ist, allen voran die Kommunikation. Andō spricht weder fließend Englisch noch Deutsch, was auf dem Platz ein Problem sein könnte. Blessin dazu: „Im Training hat er viele intrinsische Momente, wo ich sage, das bekommt er hin. Aber im Verbund ist es natürlich die Sache, in der Drucksituation, im Derby – das sind genau die Fragen, die wir uns in den nächsten 24 bis 48 Stunden noch stellen.“ Klingt für mich so, als wenn das Derby noch etwas zu früh für Andō kommt und erneut Adam Dźwigała von Beginn an spielen wird (im Hinspiel tat er das auch und traf zum 1:0). Stand jetzt dürfte es aber nur eine Frage von Tagen, maximal Wochen sein, bis Andō in der Startelf steht.
Kaars oder Jones – der HSV entscheidet mit
Ebenfalls fraglich ist die Startelf-Besetzung der Mittelstürmer-Position. Hier kommen Martijn Kaars und Ricky-Jade Jones infrage. Sicher ist nur: Zu Beginn werden beide nicht auf dem Platz stehen, dafür war das Loblied auf Mathias Pereira Lage einfach zu laut, das Blessin auf der PK sang. Basierend auf den Eindrücken vom Dortmund-Spiel scheint Jones etwas besser in Form zu sein. Aber dass er deshalb auch starten wird, halte ich für unwahrscheinlich. Es sei denn, das Trainer-Team des FC St. Pauli rechnet mit einem hoch pressenden HSV. Diese Frage stellte sich Blessin am Mittwoch auf der PK: „Mal gucken, welche Möglichkeiten sie uns bieten. Wie hoch stehen sie? Werden sie relativ schnell in den tiefen Block fallen oder werden sie höher attackieren und versuchen, gut im Gegenpressing zu agieren und nach vorne zu verteidigen?“ Sollte der HSV oft hoch verteidigen, dann könnte Jones einen ähnlichen Impact auf die Partie haben, wie Hountondji im Hinspiel. Und dann hat er auch etwas die Nase vorn vor Kaars. Weil er etwas mehr Speed und Kopfballstärke besitzt, wie Blessin auf der PK erklärte – beides gute Argumente für einen Einsatz, wenn viele lange Bälle in Richtung deiner Position segeln.
Wenn ich mich festlegen müsste, dann würde ich aber darauf tippen, dass der HSV abwartender agiert. Weil das schnelle vertikale Spiel dem FC St. Pauli bisher in dieser Saison entgegenkommt, das ruhige Aufbauspiel eher nicht – diesen Gefallen wird ihm der HSV wohl nicht tun. Daher ist mit Kaars in der Startelf zu rechnen, der sich laut Blessin in den Räumen vorne etwas besser zurechtfindet und im Strafraum gefährlich ist: „Martijn ist sehr clever, sieht die offenen Möglichkeiten. Da hat er ein feines Gespür und Näschen. Was auch für Martijn spricht ist, seine Abschlussstärke. Wenn er in der Box zum Ball kommt und ein kurzes Zeitfenster hat, dann kann man davon ausgehen, dass das ne Riesen-Torchance ist, weil er da einfach einen guten Abschluss hat.“
„Genau der richtige Gegner“
Zuletzt gab es für den FC St. Pauli zwei unglückliche Niederlagen durch späte Gegentreffer, doch das ist nun egal! Das Derby sorgte sogar dafür, dass der Fokus schneller als üblich wieder auf das nächste Spiel gerichtet werden konnte. Blessin: „Bei einem anderen Gegner wären wir vielleicht noch ein, zwei Tage länger mit einer negativen Haltung rumgelaufen. Da haben wir jetzt keine Zeit für, weil wir wissen, wie wichtig das Spiel ist für unsere Fans, für uns als Mannschaft. Deswegen ging der Kopf gleich wieder hoch und der Fokus gleich auf dieses Spiel. Wir freuen uns alle darauf, es ist das nächste Highlight-Spiel. Es ist genau der richtige Gegner, der jetzt kommt.“
Die 113. Stadtmeisterschaft ist eine besondere. Oft begegneten sich beide Clubs zwar als Konkurrenten um die Krone Hamburgs, sportlich waren beide aber, obwohl in der gleichen Liga unterwegs, meist deutlich voneinander entfernt. Nun sind der FC St. Pauli und der HSV aber auch in der Tabelle direkte Konkurrenten. Nachdem sie in der 2. Liga bereits einige Male um den Aufstieg konkurrierten, geht es nun für beide darum, wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt in der Bundesliga zu sammeln. Das Derby ist also nicht nur eine Stadtmeisterschaft, sondern auch ein echtes Abstiegs-Duell, ein richtiges Sechs-Punkte-Spiel. Und wie wir wissen: Solche Spiele kann der FC St. Pauli – hoffentlich auch an diesem Freitag!
Forza!
// Tim
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Kleine Korinthe: der „Heilsbringer“ L. Vušković saß wenige Stunden nach der offiziellen Leihe im Hinspiel schon auf der Bank, war also Teil des Teams. Hat bekanntlich ja aber auch nicht geholfen.
Ach, stimmt, da war was – ich hatte nicht nochmal nachgeforscht, erinnerte mich nur, dass er im Stadion gewesen ist.
Anssi Suhonen ist letzte Woche zu Odense BK gewechselt und wird deswegen eher nicht im Derby zur Verfügung stehen… 😉