TSG Hoffenheim vs. FC St. Pauli 0:1 – Überstehen, Aufdrehen, Punkte mitnehmen

TSG Hoffenheim vs. FC St. Pauli 0:1 – Überstehen, Aufdrehen, Punkte mitnehmen

Der FC St. Pauli feiert einen überraschenden, aber nicht unverdienten Sieg gegen die TSG Hoffenheim – weil es gelang, die kritische Anfangsphase zu überstehen und Lösungen gegen das Hoffenheimer Pressing zu präsentieren.
(Titelfoto: Sebastian Widmann/Getty Images/via OneFootball)

Wir müssen das an dieser Stelle mal richtig einordnen, damit wir erkennen können, wie ungewöhnlich das ist, was wir vom FC St. Pauli ab der 30. Minute in Sinsheim auf dem Rasen zu sehen bekamen. Da reist der Tabellensechzehnte zum Tabellendritten. Das bis dahin zweitschwächste Auswärtsteam der Bundesliga reist zu einem Gegner, der die letzten acht Heimspiele (oft in überzeugender Manier) gewinnen konnte. Und in der ersten Phase der Partie lief das Spiel in genau die Richtung, die man aufgrund der Konstellation erwarten konnte: Hoffenheim hatte viele Chancen, der FCSP Probleme. Doch der FC St. Pauli überstand diese Phase – und dann drehte sich alles…

Die Aufstellung

Am Donnerstag auf der Pressekonferenz hatte sich Alexander Blessin noch positiv geäußert, doch Tomoya Andō wurde nicht fit für das Hoffenheim-Spiel. Der FCSP-Cheftrainer rechnet aber damit, dass Andō kommende Woche wieder dabei sein kann. Durch den Ausfall rückte Eric Smith eine Position nach hinten, James Sands kam auf der Sechs neu in die Startelf.
Weiter vorne gab es eine personelle Veränderung, die zu erwarten war: Mathias Pereira Lage ersetzte Martijn Kaars in der Offensive. Im Kader des FC St. Pauli fehlte Matti Rasmussen, bei dem nun erstmal ein MRT gemacht werden muss, Ausfallzeit ungewiss. Dafür war Connor Metcalfe erstmals nach wochenlanger Pause wieder mit dabei.

Bei der TSG Hoffenheim gab es hingegen keine personellen Veränderungen in der Startelf. TSG-Trainer Christian Ilzer vertraute denselben elf Spielern, die auch in der Vorwoche gegen Köln (2:2) von Beginn an auf dem Platz standen. Zudem stand Offensivspieler Tim Lemperle erstmals nach ein paar Spielen Pause wieder im Kader. Ilhas Bebou und Max Moerstedt fehlten hingegen.

Erwartete Aufstellung TSG Hoffenheim - FC St. Pauli TSG: Baumann - Coufal, Hajdari, Kabak, Hranáč - Burger, Avdullahu, Prömel - Kramarić, Asllani, Touré FCSP: Vasilj - Wahl, Smith, Mets - Saliakas, Sands, Irvine, Pyrka - Fujita, Sinani, Pereira Lage
Aufstellung TSG Hoffenheim – FC St. Pauli
TSG: Baumann – Coufal, Hajdari, Kabak, Hranáč – Burger, Avdullahu, Prömel – Kramarić, Asllani, Touré
FCSP: Vasilj – Wahl, Smith, Mets – Saliakas, Sands, Irvine, Pyrka – Fujita, Sinani, Pereira Lage

Welle überstehen, dann aufdrehen

Die Partie startete so, als hätte der Barkeeper den ersten Drink des Abends wie den letzten gemixt. Statt gemütlich in das Spiel reinzugleiten, erstmal etwas Ruhe und Ballsicherheit zu haben, sich anzuschauen, was der Gegner vorhat, ging es sofort wild zu. Innerhalb weniger Minuten wusste man kaum noch, wo oben und unten ist, so viele Chancen gab es und das auf beiden Seiten. Das klare Übergewicht hatte in dieser Anfangsphase aber die TSG Hoffenheim. Zu Spielbeginn gelang es der TSG, sich aus geordneten Aufbausituationen Chancen zu erspielen. Der FC St. Pauli machte etwas zu wenig Druck auf die gegnerische Innenverteidigung, die diese Freiheit vornehmlich für Diagonalpässe nach vorne nutzte. Asllani kam so kurz nach Anpfiff zu einer guten Gelegenheit.

Nur wenige Momente später meldete sich aber auch der FC St. Pauli in dieser Partie an, als Sinanis Schuss stark von TSG-Torhüter Baumann zur Ecke pariert wurde. Der Szene war ein langer Ball von Hauke Wahl vorausgegangen. Davon sollte es in dieser Partie mehrere geben, es war ganz offensichtlich einer der Wege, wie der FCSP sich Chancen ausrechnete (er sollte damit Recht behalten).
Als der FC St. Pauli dann erstmals in der Partie etwas höher presste, wurde das fast direkt bestraft. Hoffenheim – im Spielaufbau entweder in einem 4-6 oder 3-1-6 formiert (je nachdem, ob sich Avdullahu fallen ließ oder nicht) – spielte sich gekonnte über die linke Seite durch, Karol Mets klärte in höchster Not zur Ecke.

Zehn Minuten wie ein Fiebertraum – aber ohne Tore

Wieder nur wenige Momente später wurde die FCSP-Innenverteidigung durch einen langen Ball von Kabak ausgehebelt, TSG-Angreifer Kramarić war frei durch. Nikola Vasilj wollte diesen Ball erlaufen, entschied sich aber auf halbem Wege für das Gegenteil, rutschte dann zudem noch aus. Doch so unglücklich, wie er in den Sekundebruchteilen davor aussah, so sicher parierte er nicht nur den gelupften Ball von Kramarić, sondern auch den Nachschuss von Prömel. Weniger als eine Minute danach hatte die TSG noch drei weitere Male ihr Glück versucht.

Doch Zeit zum Durchatmen blieb nicht: Direkt im Anschluss an die vielen Abschlüsse der Hoffenheimer tauchte plötzlich Saliakas rechts im TSG-Strafraum auf. Sein Schussversuch wurde noch entscheidend geblockt. Zu diesem Zeitpunkt, dass Schuss-Verhältnis lautete 6-3, waren gerade einmal zehn Minuten gespielt. Wow! Und wenn man daran denkt, wie schnell das Spiel in Leverkusen für den FC St. Pauli vorbei gewesen ist, so darf rückblickend wirklich einmal tief durchgeatmet werden, dass der FCSP diese Anfangsphase unbeschadet überstand.

Vasilj legt auf, um dann stark parieren zu können 😉

Erst nach dieser Anfangsphase sortierte sich das Spiel etwas, wurden die Muster klarer. Gegen den Ball sortierte sich der FCSP in einem tiefen 5-4-1 und mit jeder weiteren Spielminute gelang es besser, die TSG-Offensive zu kontrollieren. Gleichzeitig wurden die Offensivansätze des FCSP wirksamer. Ein Element waren die langen Bälle, die das Team immer wieder in Aufbaumomenten einstreute, wodurch es das Spiel auf zweite Bälle forcierte oder aber die TSG-Innenverteidigung in Laufduelle zwang. Bevor sich ein weiteres Element des FCSP-Offensivspiels entscheidend zeigte, hielt Vasilj erst zweimal klasse nach einer TSG-Ecke, ehe er für eine weitere Großchance der TSG sorgte: Im Aufbau spielte er einen schwachen Pass, genau in die Füße von Prömel, der dann aber mit seinem Abschluss am glänzend reagierenden FCSP-Schlussmann scheiterte. Da der TSG-Mittelfeldspieler mit seinem Bein unglücklich die Nase von Vasilj traf, gab es eine längere Behandlungspause – und danach war die Phase des FC St. Pauli gekommen.

Bereits in den Minuten vor der verletzungsbedingten Unterbrechung gab es vielversprechende Elemente im Spiel des FC St. Pauli zu sehen. Blessin hatte vor der Partie erklärt, dass man aufpassen müsse, sich im eigenen Aufbauspiel aufgrund des aggressiven Pressings der Hoffenheimer nicht selbst in größte Not zu bringen (siehe die von Vasilj eingeleitete Chance). Doch das bedeutete nicht, dass der FCSP sämtliche Bälle stumpf nach vorne pöhlte. Je länger die erste Hälfte andauerte, umso öfter gelang es dem FC St. Pauli, sich nach vorne zu kombinieren. Und während es Mitte der ersten Hälfte noch sehr fehlerbehaftete Versuche waren, so waren es zum Ende des ersten Abschnitts spielerisch sehr ansprechende Angriffssequenzen, die man vom FCSP zu sehen bekam.

FCSP-Matchplan geht auf

Denn der FC St. Pauli schien sich von den stark aufspielenden Hoffenheimern nicht beeindrucken zu lassen. In der Phase ab der 30. Minute, also nach der verletzungsbedingten Unterbrechung, bis zum Halbzeitpfiff übernahm der FCSP das Spiel fast komplett, Hoffenheim wurde plötzlich im eigenen Stadion schwindelig gespielt. Dabei waren die meisten Aktionen des FC St. Pauli keineswegs makellos zu Ende gespielt. In etlichen Szenen fehlte die Genauigkeit der letzten Aktion. Erst legte sich Fujita den Ball in einer Szene zu weit vor, dann passierte gleiches Pereira Lage, ehe dieser kurz danach in aussichtsreicher Situation einen Querpass nur zum TSG-Verteidiger spielte. Dann traf Fujita den Ball am rechten Fünfereck nicht richtig und als sei es nicht genug gewesen, durfte Irvine nach einer Ecke noch zum „Jackson Classic“ ansetzen (= in der Bundesliga völlig frei aus rund elf Metern zum Abschluss kommen und diesen nicht auf das Tor zu bringen).

Die meisten dieser Szenen hatten eine ähnliche Entstehungsgeschichte: Der FC St. Pauli löste sich aus dem Hoffenheimer Pressing nicht mit langen Bällen. Vielmehr versuchte es das Team mit vielen „Steil-Klatsch“-Momenten, Pässe nach vorne wurden mit einem Kontakt abgelegt, sodass ein aufgedrehter Spieler an den Ball kam und erneut einen Pass nach vorne spielen konnte. Mit diesem Muster versuchte sich der FCSP oft direkt nach Ballgewinn nach vorne zu spielen. Mit einem Fokus darauf, den Ball schnellstmöglich auf die Außenbahn zu spielen, in den Rücken der zumeist weit aufgerückten Außenverteidiger der TSG Hoffenheim.

SINSHEIM, GERMANY - FEBRUARY 28: Mathias Pereira Lage of FC St. Pauli scores his team's first goal under pressure from Vladimir Coufal of TSG 1899 Hoffenheim during the Bundesliga match between TSG Hoffenheim and FC St. Pauli at PreZero-Arena on February 28, 2026 in Sinsheim, Germany. (Photo by Sebastian Widmann/Getty Images)
Mathias Pereira Lage nimmt Maß und erzielt per Kopf das 1:0 für den FC St. Pauli gegen die TSG Hoffenheim. Für den 29-jährigen ist es der erste Bundesliga-Treffer. Wie schön, dass es auch gleich der Siegtreffer war!
(Sebastian Widmann/Getty Images/via OneFootball)

Traumflanke bringt nicht unverdiente Führung

Dieser Matchplan ging auf. Denn in der dritten Minute der Nachspielzeit der ersten Hälfte gab es genau so eine Situation: Pyrka fing einen Pass von Gegenspieler Coufal ab, spielte direkt nach vorne zu Pereira Lage, der den Ball zu Irvine abtropfen ließ. Der FCSP-Kapitän spielte direkt wieder nach vorne zu Sinani, der mit einem Kontakt den Ball zu Sands zurückspielte. Sands versuchte dann, den inzwischen auf links durchgestarteten Pyrka anzuspielen, der Passversuch misslang. Doch die folgende Klärungsaktion von Touré misslang ebenso, sodass Sands wieder an den Ball kam und auf Fujita legte. Auf der PK vor der Partie wurde Blessin gefragt, ob Sands besonders für die Partie gegen Hoffenheim wichtig sei, wegen seiner Stärken bei der Aufnahme von zweiten Bällen (und damit ein wichtiges Gegengewicht zu den Hoffenheimern sein könnte). Sands stand in der Startelf und war der Spieler auf dem Platz, der die meisten Pässe abgefangen und die zweitmeisten Bälle zurückerobert hat. Er untermauerte damit seine Wichtigkeit für den FCSP (wenn er doch nur Spitznamen mögen würde, dann würde ich ihn nun gerne „Second Ball“-Jimmy nennen).

James Sands eroberte den Ball jedenfalls zurück und fand mit seinem Kopfball Fujita. Der drehte sich um seinen Gegenspieler herum und währenddessen hatte Saliakas bereits erkannt, dass Außenverteidiger Touré (der oft eher die Rolle eines offensiven Außen bekleidete) deutlich zu hoch positioniert war und sich bereits in dessen Rücken abgesetzt. Fujita schickte ihn die rechte Seite runter und Saliakas schlug aus vollem Lauf und voller Drehung eine dermaßen perfekte Flanke, deren vollkommende Schönheit mich derart betörte, dass ich sie mir bereits zwanzigmal angeschaut habe. Im Strafraum hatte sich derweil Pereira Lage im Rücken des anderen TSG-Außenverteidigers Coufal davongeschlichen und köpfte den Ball wuchtig ins Tor der Hoffenheimer ein. BÄM! Die Führung kam nicht überraschend, vielmehr war sie zu diesem Zeitpunkt nicht einmal unverdient, weil der FCSP in den Minuten vor der Pause einfach das bessere Team gewesen ist.

Der FC St. Pauli rettet die Führung

So ging es in die zweite Halbzeit mit einem völlig klaren Ziel: Diese knappe Führung irgendwie über die Zeit zu bringen. Und das ohne Karol Mets, der aufgrund von Wadenproblemen rausmusste und durch Lars Ritzka ersetzt wurde (nicht durch Dźwigała, weil Ritzka als Linksfuß besser auf die Mets-Position passte, wie Blessin später erklärte). Während Vasilj in der ersten Hälfte zwar alles parierte, was auf sein Tor zuflog, aber in zwei Szenen eben auch direkt daran beteiligt war, dass es überhaupt zu Hoffenheimer Torabschlüssen kam, war er in dieser zweiten Hälfte sowas wie der Ruhepol des FC St. Pauli, fing einige Flanken ab und strahlte große Sicherheit aus.

Die TSG Hoffenheim konnte sich in der zweiten Halbzeit zwar oft in der Hälfte des FC St. Pauli festsetzen, allerdings nicht mehr die Wucht entfalten wie noch zu Beginn der ersten Halbzeit. Vielmehr gelang es dem FC St. Pauli nun besser, das initiale Aufbauspiel der Hoffenheimer zu stören. Das Team formierte sich nun viel öfter in einem klaren 5-2-3 und sorgte dadurch vermutlich für genug Druck auf die äußeren Innenverteidiger, die dann viel seltener Diagonalbälle schlugen. Trotzdem war es natürlich ein Tanz auf der Rasierklinge: Nach der Hälfte des zweiten Abschnitts kam die TSG bereits wieder auf 13 Ballkontakte im FCSP-Strafraum, in den 90 Minuten sollten es insgesamt 41 sein – ein wirklich hoher Wert. Nur gebracht hat es Hoffenheim wenig, kam das Team von Trainer Christian Ilzer doch besonders im zweiten Abschnitt nur selten zu klaren Gelegenheiten aus dem Spiel heraus.

St. Pauli bleibt giftig, aber Glück für Sinani

In der 70. Minute hatte der FC St. Pauli dann sicher auch ein wenig Glück. Denn der bereits Gelb-vorbelastete Danel Sinani ging mit viel Ellenbogen und wenig Kopf in ein Luftduell mit Innenverteidiger Hranáč. Ich will gar nicht wissen, wie sehr ich mich über die Szene aufgeregt hätte, wenn die Situation genau umgekehrt gewesen wäre. Aber irgendwie war dieser Zweikampf auch Ausdruck der Giftigkeit des FC St. Pauli. Denn die Präsenz in den direkten Duellen dürfte einer der Schlüssel in diesem Spiel gewesen sein. Mehr als 60 Prozent der Bodenzweikämpfe gingen an den FCSP, ein starker Wert.

Für Entlastung konnte der FC St. Pauli in dieser zweiten Hälfte dann aber fast gar nicht mehr sorgen. Insgesamt spielte das Team überhaupt nur noch 66 erfolgreiche Pässe. Deutlich zu wenig, um den Hoffenheimer Offensivbemühungen durch eigenen Ballbesitz Wind aus den Segeln zu nehmen. Ein Highlight des zweiten Abschnitts war sicher die Revanche von Fujita, der in der 79. Minute auf der linken Seite (auch weil es an Unterstützung mangelte) zum Dribbling ansetzte und vier TSG-Spieler aussteigen ließ, dabei Kabak tunnelte (nachdem er selbst in der ersten Hälfte getunnelt worden war). Symptomatisch dann aber, dass Fujita sich kurz nach dem Beinschuss den Ball zu weit vorlegte und somit eine aussichtsreiche Kontersituationen verpuffte.

SINSHEIM, GERMANY - FEBRUARY 28: Nikola Vasilj of FC St.Pauli holds the ball in his arms during the Bundesliga match between TSG Hoffenheim and FC St. Pauli at PreZero-Arena on February 28, 2026 in Sinsheim, Germany. (Photo by Sebastian Widmann/Getty Images)
Schiefe Nase, trotzdem da – Torwart-Hexer Nikola!
Nikola Vasilj hatte großen Anteil daran, dass der FC St. Pauli drei Punkte aus dem Kraichgau mitnehmen konnte.
(Sebastian Widmann/Getty Images/via OneFootball)

Vasilj, Vasilj, Vasilj, Vasilj

So wurde es natürlich noch kribbelig für den FC St. Pauli, was bei so einem Spielstand völlig klar ist, je länger die Partie dauert. Der TSG Hoffenheim gelang es zwar nicht, aus dem laufenden Spiel heraus zu Großchancen zu kommen, dafür stand der FCSP zu kompakt und stabil. Aber nach Standardsituationen gab es zwei Szenen, die hätten bestraft werden können. Beide Male war aber Vasilj auf dem Posten: Einen wuchtigen Kopfball von Kabak lenkte er noch an die Latte (80. Minute) und in der Nachspielzeit parierte er den Kopfball von Asllani (90.+2). Und zwei Minuten nachdem Vasilj den Kopfball pariert hatte, war es dann auch endlich vollbracht. Endlich, endlich, endlich schafft es der FC St. Pauli, auswärts ein Ergebnis über die Zeit zu bringen. Kein später Gegentreffer, der am Ende dafür sorgt, dass man wieder mit leeren Händen dasteht. Nein, der FCSP kehrt mit drei Punkten im Gepäck aus dem Kraichgau zurück. Fühlt sich das gut an, ey!

Schockwellen in Richtung Konkurrenz

Und der Blick auf die anderen Ergebnisse zeigt, wie wichtig dieser Auswärtserfolg ist: Denn neben dem FC St. Pauli gewannen auch Werder Bremen und Borussia Mönchengladbach ihre Partien, Mainz konnte in Leverkusen punkten, Wolfsburg ist erst am Sonntag im Einsatz. Eine Niederlage in Hoffenheim hätte also dafür gesorgt, dass der FCSP wieder deutlich schlechter in der Tabelle gestanden hätte. Nun sind im Abstiegskampf aber viele Clubs enger zusammengerückt. Gerne begrüßen wir endgültig den 1. FC Köln und – sollte er am Sonntag gegen RaBa Leipzig nicht für eine Überraschung sorgen – auch der HSV ist nur noch drei Zähler vom FC St. Pauli entfernt. Vor nicht einmal zwei Wochen waren es acht.

Noch wichtiger ist dieser Auswärtserfolg aber für die Köpfe. Denn er hat gezeigt, dass der FC St. Pauli in dieser Saison viel erreichen kann, wenn er mutig bleibt. Es lohnt sich, schwierige Phasen zu überstehen, es lohnt sich, mutig zu bleiben. Denn das wird belohnt, so wie jetzt in Hoffenheim. 23 Punkte nach 24 Spielen sind übrigens mehr als zum gleichen Zeitpunkt in der Vorsaison (damals hatte man 21 Zähler). Während viele, die es mit anderen Clubs halten, gehofft haben dürften, dass beim FCSP in dieser Saisonphase so langsam aber sicher die Lichter ausgeknipst werden (wie es in Heidenheim der Fall ist), passiert genau das Gegenteil: Der FC St. Pauli ist voll da. So muss es nun weitergehen, dann ist alles drin.

Immer weiter vor!
// Tim

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