Lage am Millerntor – 16. Juli 2026

Lage am Millerntor – 16. Juli 2026

Der FC St. Pauli bereitet sich auf das Trainingslager vor, der Trainer war in der Medienrunde und für Girondins Bordeaux verkürzen sich die Reisewege. Die Lage am Donnerstag.

FC St. Pauli

Kollaustraße

Es ist trainingsfrei, die Koffer werden gepackt.
Morgen geht es, wie schon die letzten Jahre, wieder nach Flachau im Salzburger Land, wo bis zum 25. Juli das Trainingslager absolviert wird, inklusive zweier Testspiele.

Marcel Rapp

Gestern war nicht nur das letzte Training vorm Trainingslager, es gab im Anschluss auch noch eine kleine Medienrunde mit Cheftrainer Marcel Rapp. „Ich habe einen guten Eindruck. Alle ziehen gut mit, wir haben wenig verletzte Spieler. Wir steigern die Intensität jetzt von Woche zu Woche und kriegen immer mehr Inhalte unter“ sagte er zu den ersten vier Wochen der Vorbereitung.
In Hinblick auf die Leistungsfähigkeit seines Teams ließ er durch die Blume wissen, dass man zum Saisonstart noch nicht auf dem finalen Level sein werde: „Das erste Spiel ist nicht das Pokalfinale, sondern der Start von einer langen Saison. Aber wir werden gut vorbereitet sein.“
Dementsprechend steht Folgendes auf dem Trainingsplan: „Verbessern. Das verbessern, was wir jetzt angestoßen haben. Gegen den Ball sind wir gut dabei, trotzdem gibt es immer Feinheiten, die wir besser machen müssen. Das hat man in den Spielen auch gesehen. Unser Spiel mit dem Ball muss im Detail besser werden. Es geht jetzt darum, die Dinge, die wir angestoßen haben, besser zu machen.“

„Brutal“

Wann sich die Formation konkretisieren werde, wollte Rapp sich noch nicht entlocken lassen, denn „vielleicht holen wir noch kurz vor knapp irgendeinen brutalen Spieler, der irgendwas besonders gut kann. Wir versuchen natürlich die beste Formation für die Spieler, die wir haben, zu finden. Aber wir halten uns das völlig offen.“ Mit „brutal“ dürfte hier wohl nicht das Level an körperlicher Gewalt sondern eher die hohe Qualität gemeint gewesen sein – nur bevor da jetzt jemand reißerische Insta-Kacheln draus bastelt. Und selbst mit dieser Einschränkung ist auch noch an das Wort „vielleicht“ im Satz zu erinnern.

Zu einem möglichen Abgängen von Manolis Saliakas befragt, sagte er: „Er ist hier. Was in der Zeitung steht, interessiert mich nicht. Ich gehe davon aus, dass er mit ins Trainingslager fährt.“
Auch zu den WM-Fahrern und einem eventuellen Transfer von Joel Fujita hat er einen klar pragmatischen Ansatz: „Ich gehe davon aus: Die kommen alle zurück. Bis Andreas zu mir kommt und sagt: Hier will einer gehen und wir lassen ihn gehen. Aber genauso gut könnte es sein, dass wir Verträge verlängern. Ich trainiere die Jungs und erwarte sie alle zurück. Trotzdem haben wir auch ’ne Scouting-Abteilung, wo ich mir sicher bin, dass wir für alle Spieler einen Plan B haben.“

Fanszene-News

St. Depri

Heute (19.30h, Fanladen) findet der nächste St. Depri Themenabend statt.
Mit Psychotherapeutin Lisa Bossmann geht es um das Thema „Depressionen bewältigen – wie kann ich mir helfen?“. Und auch wenn der Titel ein (Teil 2) im Namen trägt, ist kein Vorwissen aus Oktober 2025 von Teil 1 zwingend nötig. // Facebook

Tickets Fürth (H)

Die ersten Heimspieltickets gehen nächste Woche Donnerstag in den Verkauf, bis dahin sollten dann auch die Zu- und Absagen für Dauer- und Saisonkarten verschickt worden sein. // fcstpauli.com
Wie schon in der vergangenen Saison werde ich alle Verkaufstermine für Heim- und Auswärtsspiele auch in den Kalender eintragen, verweise aber auch wieder darauf, dass ich dafür keine Garantie übernehme. In der abgelaufenen Saison hab ich aber (glaube ich) auch nur ein Spiel vergessen – diese Saison hoffe ich auf eine Null.

Döntjes

Girondins Bordeaux

Wisst Ihr, was der SV Frisia 03 Risum-Lindholm und der sechsmalige französische Meister Girondins Bordeaux kommende Saison gemein haben?
Korrekt, die Ligahöhe. Während die sechste Liga (in dem Fall: Landesliga) für den schleswig-holsteinischen Amateurklub relativer Alltag ist, ist für Bordeaux ein neuer Tiefpunkt erreicht.
2024 ging es nach finanziellen Problemen in die 4. Liga, wo im Stade Atlantique immer noch etwa 10.000 Menschen die Spiele verfolgten. In der abgelaufenen Saison scheiterte man als Zweiter nur knapp am Aufstieg in die dritte Liga.
Doch statt in Liga 3 (oder zumindest weiterhin Liga 4) geht es nun in der neuen Saison (voraussichtlich) in Liga 6 weiter, da die französische Finanzaufsicht nun die Zahlungsunfähigkeit feststellte und den Verein somit aus allen nationalen Wettbewerben ausschloss. // kicker

Zu guter Letzt

Das gucke ich jetzt den ganzen Tag, bis er endlich rein geht… // Instagram

Forza St. Pauli!
// Maik

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