Verein am Wochenende 39/2019

Beginnen wir ausnahmsweise mit den Profis, die in dieser Rubrik ja doch eher selten Erwähnung finden, dieses Wochenende aber keinen eigenen Bericht bekommen werden.
Ein 1:1 in Nürnberg wäre wohl sowohl vor der Saison als auch vor dem Spiel von den meisten akzeptiert worden. Nach einer Halbzeitführung ist das natürlich immer etwas ärgerlich, in Anbetracht der Großchance in der Nachspielzeit auch – wenn man aber die Nürnberger Chancen inkl. Pfostenschuss anschaut, so kann man den Punkt wohl durchaus als gerecht ansehen. Und überhaupt: Auswärts ’nen Punkt, zuhause gewinnen – grundsätzlich gute Taktik für obere Tabellenregionen.
Sechs Spiele ohne Niederlage, davon eben drei Heimsiege und drei Auswärtsremis. Nach der anfänglich doch erheblichen Kritik an Team und Trainerteam hat sich zuletzt dann doch eine positive Grundstimmung breit gemacht, die mit dem Heimsieg gegen Holstein Kiel ihren Anfang nahm. Remember Wechselgesang und das Tor von Conteh, gell?
Es wird. Man hat seit vielen Jahren endlich mal wieder das Gefühl, dass da auf dem Platz eine Idee vorgegeben und umgesetzt wird, wie man selber aktiv Fußball spielen will.
Jetzt die Länderspielpause, weiter an der für Luhukays System noch teilweise fehlenden Fitness arbeiten, hoffentlich weiter die Langzeitverletzten zurück ans Team führen – und dann sollte uns allen der Weg zu 40 Punkten nicht mehr weit erscheinen.
Noch ein Wort zum ersten Tor: Danke, VAR.
Ohne diesen hätte der Schiedsrichter hier die Entscheidung des Assistenten übernommen und sofort abgepfiffen. Mit VAR konnte er hier noch kurz abwarten und die (falsche) Abseitsentscheidung überprüfen lassen – zu unserem Glück und gerechterweise. Und solange der Schiedsrichter nicht abpfeift, muss man halt weiterspielen – was die Nürnberger allerdings auch getan haben, half nur nichts.
Weiter geht es zunächst am Freitag um 18.30h mit dem Testspiel gegen Werder am Millerntor. Denkt dabei außerdem gerne an die Gelegenheit, Euch als Stammzellenspender registrieren zu lassen.
In der Liga gastiert dann am 19.10.(!) Darmstadt 98 am Millerntor.
Mehr zum Spiel in Nürnberg bei Kleiner Tod.

Die U23 hatte mit dem Heimsieg am letzten Wochenende ja etwas Luft zum Atmen geholt und wollte dies natürlich gegen die sehr stark gestartete U23 aus Kiel ausbauen.
Vor 109 Zuschauern gelang dies trotz unfassbarem Chancenplus nicht – und ausgrechnet der Ex-Kiezkicker Laurynas Kulikas traf dann auch noch zum 0:1-Endstand.
Weiterhin nur neun Punkte und damit mitten in der Abstiegszone.
Man wächst ja mit den Herausforderungen, besser werden kann es also nächsten Samstag um 13.00h bei Wolfsburg II.

Das Blindenfußball-Team lud als amtierender Vizemeister wieder zum „Keep your mind wide Open“-Turnier am Borgweg. Bei diesem Turnier steht sicherlich das Miteinander und die tolle Atmosphäre untereinander im Vordergrund, gerade mit den internationalen Gästen – aber wenn man dann am Ende den Turniersieg einfährt, so ist das natürlich auch noch zusätzlich schön.
Nach Siegen gegen MTV Stuttgart (4:1) und Avoy Brno (5:0) reichte im letzten Spiel gegen Zvezda Moskau dann ein torloses Unentschieden.
Fotos vom Tag 1 & 2 gibt es bei Stefan Groenveld auf Facebook.

Die U19 wollte den nächsten Schritt nach Berlin zum Pokalfinale machen – und scheiterte beim VfL Bochum. Zwei rote Karten und eine 1:2-Niederlage standen am Ende im Spielbericht. Ärgerlich, auf ein Neues in der nächsten Saison.
Das nächste Punktspiel findet erst in zwei Wochen statt, dann geht es am Sachsenweg gegen den Niendorfer TSV.

Die U17 spielte ersatzgeschwächt zuhause gegen den Tabellenvorletzten, Hallescher FC.
Nach einer torlosen ersten Hälfte erzielten Bleron Ademi (47.) und Justin Seven (60.) die 2:0-Führung, der Anschlusstreffer der Gäste (73.) änderte nichts mehr am Heimsieg.
Zwölf Punkte aus acht Spielen, vier Siege und vier Niederlagen – gesunder Mittelfeldplatz.
Auch hier geht es erst in zwei Wochen weiter, auswärts bei Hertha BSC.

Bevor wir bei den Untere Herren-Teams auf das Ligawochenende blicken, schauen wir erst mal auf das vereinsinterne Pokalduell, welches unter der Woche stattfand. Die Fünfte traf im Heino-Gerstenberg-Pokal auf die Sechste, es berichtet Fünfte-Keeper Jannick:

FC Sankt Pauli VI – El cuarto Auténtico
Am frühen Donnerstagmorgen nämlich um 09:30 Uhr war Treffpunkt. Erinnerte doch stark an die Jugend zwischen 6-12 Jahren dieser Treffpunkt. Hellwach starteten wir gegen die Sechste in das Spiel jedoch gab es in der sechsten Minute einen Handelfmeter für die sechste Herren nach einem Einwurf. Das wirkte doch stark abgesprochen mit dieser Spielminute. Nick von der 6. ließ unserem Finn im Tor keine Chance und schon stand es 1:0 für die Heimmannschaft. Glücklicherweise haben wir uns davon nicht beeindrucken lassen und spielten weiter unseren Ball. In der 20. Minute schickte Sven unseren Kapitän Flo lang durch die Abwehr und folgerichtig entstand das 1:1. Danach waren wir weiter am Drücker ohne jedoch das Tor zu machen.
Zwischenzeitlich gab es eine Unterbrechung vom Schiedsrichtergespann, da etwas mit der Eckfahne nicht in Ordnung war. Da hätte sich die Heimmannschaft wirklich drum kümmern müssen!
In der 35. schlug Afram einen Diago den wir sonst in den Jahren zuvor nur von Jirka gesehen haben auf Ö(zgür) der den Ball gekonnt annimmt und eiskalt an Daniel vorbeischiebt zum 2:1. Die Sechste versuchte es immer wieder mit langen Bällen und wurde bei Ecken und Freistößen immer wieder gefährlich. Kurz vor dem Halbzeitpfiff zauberten sich Benno, Sven & Afram durch das Mittelfeld mit Übersteigern, Hacke und allem was dazu gehört, das I-Tüpfelchen in diesem Spielzug war dann Afram sein Schuss aus 17m, der den Weg ins Tor fand und wir mit 3:1 in die Halbzeit gingen. Die Sechste kam mit Wut im Bauch aus der Kabine und wollte das schnelle Anschlusstor erzielen – und nach drei Eckbällen infolge konnten wir uns befreien und einen fein ausgespielten Konter zum 4:1 ausspielen, diesmal traf Mo mit dem Kopf.
Wir wussten das die Sechste immer in der Lage ist ins Spiel zurückzukommen und keine zwei Minuten nach unserem 4:1 stocherte Nick für die Sechste zum 4:2 ein. Es ging nun Schlag auf Schlag und keine drei Minuten später war wieder Ö zur Stelle und schob schön zum 5:2 ein und feierte sein Tor mit einem Salto. Bei unserem Lazarett ist das immer ein kurzer Moment der Angst, dass er sich verletzt.
Nun wurde von beiden Seiten feinstes Kick & Rush angeboten und der Ball selten mehr als 20 Sekunden auf dem Boden gehalten, entsprechend kassierten wir in der 70. Minuten nach einer Flanke das 5:3 und wieder war es Nick der das Tor machte und man muss ehrlich sein, dieser Kopfball war schon ganz Nett anzusehen. Keine zwei Minuten später gab es einen Freistoß für die Sechste der den Weg ins Tor fand – glücklicherweise stand Olli, einer von unseren Drei Liebsten im Vorstand, „deutlich“ im Abseits. Die letzten 20 Minuten hatte die Sechste immer wieder die Chance ein Tor zu erzielen aber entweder war Finnair zur Stelle oder der Ball verfehlte das Gehäuse und wir haben es nicht geschafft unsere Konter in Ruhe zu Ende zu spielen.
Ein nicht unverdienter Sieg für uns, nachdem wir die erste Hälfte doch sehr gut gespielt haben. Jetzt heißt es für uns am Sonntag zu Hause den Tabellenzweiten Viktoria zu ärgern. Dann auch wieder mit der Heimbank. #since1986

An diesen Pokalsieg und den Ligasieg vom letzten Wochenende wollte die 5.Herren anknüpfen, verlor aber gegen Viktoria Harburg mit 1:2.
Die ersten Meldungen klangen leicht angepisst, mal gucken ob wir noch weitere Details zugeschickt bekommen.

Und jetzt ist auch der ausformulierte Bericht dazu da, nochmals Danke an Jannick:

El cuarto Auténtico – Viktoria Harburg
Am gestrigen Sonntag hieß es unsere aufsteigende Form auf dem Platz gegen den Tabellenzweiten fortzusetzen. Wir starteten hellwach in die Partie und kamen direkt mit einem Freistoß aus 20m in die Partie. Den Freistoß von Benno konnte der Keeper nur mit größter Mühe entschärfen. Im direkten Gegenzug gab es einen Elfmeter gegen uns, was auch sehr gut ein Freistoß für uns hätte sein dürfen.
Viktoria ließ Finn keine Chance und ging in der 4. Minute in Führung, nicht ohne Protest unsererseits. Wir ließen uns von der Entscheidung nicht beirren und konnten nur eine Minute später den Ausgleich durch Björn erzielen. In der 18.Minute kombinierte sich Viktoria dann gut durch unsere Abwehr und erzielte das 1:2. Bis zur Halbzeit erspielten wir uns weitere Chancen ohne jedoch sehr zwingend zu sein oder Viktorias Keeper war zur Stelle. Wir begannen auch die zweite Halbzeit gut und wollten unbedingt den Ausgleich erzwingen.
Gefühlte 75% Ballbesitz und diverse Chancen zum Ausgleich reichten nicht um ihn zu erzielen bis zur 91. Minute. Marius erzielte den 2:2 Ausgleich, jedoch wollte der Linienrichter aus 45m Entfernung ein Handspiel erkannt haben und somit wurde das Tor aberkannt. Ein paar Sekunden später wurde ein Schuss aus 20m im Strafraum klar mit der Hand eines Viktorianers geblockt. Unser Dauerkartenultra sprach von Volleyball statt Fußball jedoch blieb der Pfiff aus und nach der Aktion ertönte der Abpfiff.
Die Spieler äußerten nach dem Abpfiff Ihren Unmut über einige Entscheidungen jedoch zu keinster Weise beleidigend oder schlimmer, daher kann Ich den öffentlichen Worten des Linienrichters nicht wirklich folgen. Aber dazu wird sich der Mannschaftsrat wohl noch separat zu äußern. Auf jeden Fall standen wir 15 Minuten nach Abpfiff mit den anderen beiden Unparteiischen zusammen und klönten nett zusammen, auch wenn einer von beiden dem falschen Verein in der Stadt zugewandt ist. Fazit: Wer der Tabellenzweite in der Tabelle ist war am gestrigen Tag definitiv nicht zu sehen. 

Immerhin einen Punkt gab es für die 6.Herren, wie uns Korrespondent Dennis berichtet:

Kurz nach Abpfiff unserer Ersten in Nürnberg begann dann auch um 16 Uhr das Spiel der Sechsten gegen die dritte Vertretung der Eintracht aus Lokstedt. Und der Beginn versprach Gutes für Sankt Pauli. Bereits nach 5 Minuten stand es 1:0. Der Ball landet im Strafraum der Gäste und beim Klärungsversuch durch den Innenverteidiger wird Jan angeschossen und der Ball prallt von ihm ins Tor.
In den darauf folgenden 20 Minuten spielte mit einigen wenigen Ausnahmen nur die Sechste. Was aber fehlte war das nächste Tor. Das aber leider nur bei Sankt Pauli, denn in der 27. schaffte Lokstedt den Ausgleich. Bis zur Halbzeit flachte das Spiel weitestgehend ab und bis auf einen scharfen Schuss durch den eingewechselten Erik passierte auch nicht mehr viel.
Nach der Pause kommt Lokstedt ein wenig besser aus der Kabine, schafft es zunächst aber auch nicht In Führung zu gehen. Das gilt leider zur bis zur 68. Minute. Aus einer guten Chance für Sankt Pauli wird ein schneller Konter, den die Eintracht zum 1:2 vollenden kann.
Das war aber dann der Weckruf für die Sechste. Sie übernahmen fast komplett das Spiel und erspielten sich Chancen über Chancen. Nur das Tor wollten sie nicht treffen. Selbst ein Geschenk des gegnerischen Torwarts, der den Ball nach einem Distanzschuss vor Nicks Füße abklatscht, konnte nicht genutzt werden. In der 81. gab es für Sankt Pauli einen Freistoß aus dem rechten Halbfeld. Dieser landete ca auf dem 11-Meter-Punkt und Zechi schaffte es dann den Ball endlich über die Linie zu drücken.
Bis zum Schlusspfiff erspielte sich Sankt Pauli noch mehrere Chancen, die allesamt teilweise nur knapp das Tor verfehlten. Allerdings ergab sich durch die sehr offensive Spielweise von Sankt Pauli noch ein gefährlicher Konter, der zum Glück in höchster Not von Toni, dem Torwart der Sechsten, erstklassig entschärft wurde .
Alles in allem ein Rückschlag im Rennen um den Wiederaufstieg und vom Spielverlauf her wäre auch definitiv mehr drinnen gewesen.
Nächste Woche geht es dann auswärts nach Eimsbüttel zur 3. der Alsterbrüder.

// Maik

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