SC Freiburg vs. FC St. Pauli 2:1 – Eine Frage der Sichtweise

SC Freiburg vs. FC St. Pauli 2:1 – Eine Frage der Sichtweise

Deutlich verändert agierte der FC St. Pauli in Freiburg, konnte in einem Spiel mit zwei Extremphasen eine Niederlage aber trotzdem nicht vermeiden.
(Titelfoto: Daniela Porcelli/Getty Images/via OneFootball)

Wie nahe Licht und Schatten in einem Fußballspiel beeinander liegen können, zeigte sich in der 69. Minute. In dem Moment nämlich, als der FC St. Pauli mit seinem ersten Torschuss der Partie den 1:2-Anschlusstreffer erzielte. Vorher fand das Team von Alexander Blessin offensiv nicht statt – danach fand der SC Freiburg offensiv nicht mehr statt. An einer verdienten Niederlage für den FCSP änderte dieser Wendepunkt des Spiels allerdings nichts.

Die Aufstellung

FC St. Pauli muss länger auf Manos Saliakas verzichten

Drei personelle Wechsel gab es in der Startelf des FC St. Pauli: Auf der rechten Abwehrseite begann Arkadiusz Pyrka anstelle von Manos Saliakas. Und das wird leistungsunabhängig wohl in nächster Zeit auch erstmal so bleiben. Der Verein erklärte noch vor Anpfiff, dass Saliakas sich eine „Verletzung an den Adduktoren“ zugezogen habe und erst einmal ausfallen werde. Gute Besserung, Manos!
Neben Pyrka kamen auch Connor Metcalfe und Martijn Kaars neu in die Startelf, Danel Sinani und Dapo Afolayan mussten draußen bleiben.

Auch der SC Freiburg vollzog drei Wechsel in der Startelf: Christian Günter (seit Sonntag Rekordspieler der Freiburger – herzlichen Glückwunsch!), Yuito Suzuki und Philipp Treu kamen anstelle von Derry Scherhant, Lukas Kübler und Jordy Makengo auf den Platz. Je nachdem, auf welcher Position man Jan-Niklas Beste einordnen möchte (rechter Schienenspieler oder Rechtsaußen) agierte der SCF entweder in einem 3-4-2-1 oder 4-2-3-1.

Aufstellung bei der Partie SC Freiburg gegen FC St. Pauli SCF: Atubolu - Treu, Ginter, Lienhart, Günter - Eggestein, Manzambi - Beste, Suzuki, Grifo - Adamu FCSP: Vasilj - Pyrka, Wahl, Smith, Mets, Oppie - Metcalfe, Sands, Fujita, Pereira Lage - Kaars
Aufstellung bei der Partie SC Freiburg gegen FC St. Pauli
SCF: Atubolu – Treu, Ginter, Lienhart, Günter – Eggestein, Manzambi – Beste, Suzuki, Grifo – Adamu
FCSP: Vasilj – Pyrka, Wahl, Smith, Mets, Oppie – Metcalfe, Sands, Fujita, Pereira Lage – Kaars

FC St. Pauli ohne Offensive, SC Freiburg (fast) ohne Ideen

Alexander Blessin hatte auf der Pressekonferenz vor der Partie angekündigt, dass der FC St. Pauli sich nun wieder vermehrt auf die „Basics“ konzentrieren werde. Er meinte damit, dass das Team einen viel klareren Fokus auf die defensiven Aufgaben legen möchte, sowohl in Sachen Matchplan, als auch in Sachen Spielvorbereitung. Und genau das war am Sonntag in Freiburg auch klar erkennbar – mit allen Vor- und Nachteilen, die so ein Fokus mit sich bringt.

Tiefes 5-4-1 ist stabil(er), doch Freiburg ist nicht chancenlos

Bei Freiburger Ballbesitz zog sich der FC St. Pauli in ein tiefes 5-4-1 zurück. Genau diese Formation und genau dieser Fokus dürfte vermutlich dazu geführt haben, dass Connor Metcalfe erstmals in dieser Saison in der Startelf gestanden hat, und zwar rechts außen. Weil er eben schon etwas stärker als andere Spieler auf dieser Position in Sachen Defensivarbeit ist. Der FCSP fand sich also sehr, sehr tief ein in diesem 5-4-1. Die gegnerischen Innenverteidiger verspürten bei Ballbesitz überhaupt keinen Druck. Sogar Sechser Eggestein konnte relativ frei von Gegnerdruck agieren. Was wie ein Problem klingt, musste nicht unbedingt eines sein, vielleicht sogar besonders gegen den SC Freiburg nicht.

Denn in der bisherigen Saison hatte das Team von Trainer Julian Schuster schon einige Male gezeigt, dass es ihnen gar nicht mal so leicht fällt, gegen tiefstehende Gegner Lösungen zu finden. Kleine spekulative Einheit: Das ist aus der Ferne betrachtet vielleicht eines der großen Probleme, die der SCF in dieser Saison hat. Denn die Freiburger werden spätestens seit dieser Saison nicht mehr unterschätzt, dafür haben sie in den letzten Jahren einfach zu gut gespielt. Das führt dazu, dass gegnerische Teams eben nicht mehr mit mutigen Offensiv-Konzepten gegen sie agieren, sondern viele sich erstmal auf die Defensive konzentrieren. Diesen Status hat der SC Freiburg im internationalen Fußball noch nicht erlangt, was erklären könnte, warum das Team in der Europa League bisher sehr erfolgreich unterwegs ist, während es in der Bundesliga deutlich schleppender läuft.

Freiburg kontrolliert die Partie

Zurück zum Spiel: Der FC St. Pauli stand also in einem tiefen 5-4-1 gegen die Freiburger, erwartete den Gegner weit in der eigenen Hälfte. So tief, dass ich bereits in den ersten Minuten dachte, dass das Alexander Blessin nicht gefallen kann. Denn der FCSP verteidigte auf einer Linie, die der FCSP-Cheftrainer in der Vorsaison immer als „zu tief“ bezeichnet hatte. Zu tief, um aus eigenen Ballgewinnen schnell umschalten zu können, weil der Abstand zum gegnerischen Tor einfach viel zu groß war. Zu tief, um dann nicht doch unglücklich Chancen zuzulassen.

Aber der SC Freiburg tat sich schwer damit. Zumindest ist das die Sicht durch die FCSP-Brille. Durch die Brille der Freiburger betrachtet würde es sicher eher anders gedeutet werden: Der SC Freiburg agierte sehr konzentriert und geduldig gegen tiefstehende Gäste, ging nicht zu sehr ins Risiko, um nicht ausgekontert zu werden. Und sorgte so dafür, dass man selbst offensiv zwar kein Feuerwerk abbrennen konnte, aber zu einigen Chancen kam und defensiv nichts, wirklich überhaupt nichts anbrennen ließ.

Bei Freiburger Ballbesitz gab es viele Bewegungen innerhalb des Heimteams. Grifo und Günter tauschten öfter die Positionen, Grifo löste auch gerne mal seine Position auf und begab sich in den rechten offensiven Halbraum. Auf der anderen Seite agierte vor allem Treu sehr flexibel, mal als klassischer Rechtsverteidiger, mal in den defensiven und offensiven Halbräumen, mal (nur wenn Beste da nicht zugegen war) auf der rechten offensiven Außenbahn. Die Innenverteidiger Lienhart und Ginter zogen sehr weit auseinander, zwischen ihnen fiel Eggestein nicht ganz, aber zumindest etwas zurück, sodass sie zu Dritt den initialen Aufbau gestalten konnten. Manzambi hingegen war viel aktiver in den Offensivbewegungen, löste seine Position immer wieder auf und rückte vor (auch mal auf die Außenbahn). Suzuki schwamm irgendwo zwischen rechtem Halbraum und der Neuner-Position herum.

Vertikale Ideen des FC St. Pauli klappen nicht

All diese Bewegungen des SC Freiburg ließen das Team des FC St. Pauli nicht von seiner Idee, dem tiefen 5-4-1, abbringen. Aus dieser Formation gelang es dem FCSP aber überhaupt nicht, nach vorne auch nur irgendwas zustande zu bringen. Wenn das Team mal längere Ballbesitzphasen hatte, versuchte man es meist mit vertikalen und tiefen Bällen über die Außenbahnen. Oppie schob dabei oft die Außenbahn hoch, Pyrka etwas seltener. Angekommen sind diese Pässe allerdings kaum, was sowohl an den Pässen selbst, aber auch an den Laufwegen lag. Ünerhaupt nichts ging zudem durch das Zentrum, wo Kaars weder in der Luft (0/3), noch am Boden (0/5) einen einzigen Zweikampf für sich entscheiden konnte.

Das geduldige Aufbauspiel der Freiburger und das tiefe 5-4-1 des FC St. Pauli führten dazu, dass der SCF in der ersten Hälfte einen hohen Ballbesitz-Anteil hatte, sich daraus aber keine Vielzahl an Torgelegenheiten erspielen konnte. In den ersten 40 Minuten kam der SC Freiburg aus dem Spiel heraus zu genau zwei Torabschlüssen, also ziemlich wenig. Diese beiden hatten es aber in sich und waren in der Entstehung sehr ähnlich: Aus dem Halbfeld wurde ein diagonaler Ball auf einen einlaufenden Spieler aus dem Halbraum gespielt, jeweils im Rücken des sich auf die ballnahe Seite bewegenden Smith. Doch sowohl Beste (14. Minute), als auch Suzuki (28.) scheiterten an Vasilj.

Erneut führt individueller Fehler zu frühem Gegentreffer

Dem FC St. Pauli gelang es also mit dem tiefen 5-4-1 (und dem starken Fokus darauf), dem Gegner etwas weniger Torgelegenheiten zu geben, als es zuletzt der Fall gewesen ist. Was aber nicht abgestellt werden konnte, sind die individuellen Fehler. Und diese Serie ist inzwischen schon bedenklich: Zum dritten Mal in Folge sorgte Vasilj mit einer Unsicherheit dafür, dass der Gegner mit 1:0 in Führung geht. Gegen Frankfurt glitt ihm eine eigentlich ungefährliche Flanke durch die Finger, gegen Mönchengladbach spielte er einen fatalen Fehlpass und nun faustete er eine Eckballflanke nicht weg, sondern klärte sie nur unzureichend, direkt vor die Füße des freien Suzuki, der zur Freiburger Führung einschob. Das Gegentor in Freiburg ist sicher keines, bei dem Vasilj die alleinige Fehlerquelle ist, es gesellt sich aber zu den letzten beiden Patzern – was es nicht besser macht, im Gegenteil.

Diese Fehler sind schwerwiegend, besonders für den FC St. Pauli. Denn Andreas Bornemann hatte vor ein paar Wochen relativ genau erklärt, wie man als Team in der Bundesliga erfolgreich sein möchte: So lange wie möglich das 0:0 halten und dann, wenn der Gegner unruhig und damit risikoreicher wird, soll offensiv, wo vorher nur Nadelstiche gesetzt werden sollten, deutlich aktiver agiert werden.
Wenn dann aber der Gegner das 0:1 erzielt, dann wird es nichts mit dem skizzierten Matchplan. Dann muss der FC St. Pauli bereits früher aktiver werden, kann sich nicht mehr vorwiegend auf das Verteidigen konzentrieren. Bei all der Kritik an der komplett fehlenden Offensive darf nicht vergessen werden: Ein Punktgewinn in Freiburg, ein dreckiges, wie auch immer erarbeitetes 0:0, wäre für den FC St. Pauli ein sehr gutes Ergebnis gewesen. Der sehr defensive Ansatz ist daher schon verständlich, insbesondere aufgrund der letzten Wochen.

FC St. Pauli gelingt keinerlei Entlastung

Doch die Wahrscheinlichkeit erfolgreicher Defensivarbeit hängt auch sehr direkt mit der Qualität der eigenen Offensivaktionen zusammen, Stichwort Entlastung. Wenn Welle um Welle auf das eigene Team zurollt, dann wird es auch irgendwann für den Kopf schwer, diese Wellen zu verteidigen.
Am Sonntag fehlten dem FC St. Pauli aber schon die Nadelstiche, von wirklicher Entlastung fehlte jede Spur. Der SC Freiburg spielte in der ersten Halbzeit 192 erfolgreiche Pässe in der Spielfeldhälfte des FC St. Pauli, der FCSP kam nur auf schmale 37 in der gegnerischen Hälfte. Erst in der 43. Minute hatte das Team das erste Mal überhaupt einen Ballkontakt im gegnerischen Strafraum. Zu diesem Zeitpunkt war der SC Freiburg aber bereits in Führung. Offensiv völlig ungefährlich, defensiv nicht durchgehend stabil – es war sicher stabiler als in den Spielen zuvor, aber selbst durch die FCSP-Brille muss festgestellt werden: Das war viel zu wenig vom FC St. Pauli in der ersten Halbzeit.

Die zweite Halbzeit begann unverändert und trotzdem hätte sie beschissener nicht starten können: Eine Flanke aus dem Halbfeld erreicht den völlig blanken Beste am zweiten Pfosten. Der bringt den Querpass, Vasilj klärt, allerdings genau in die Füße von Maximilian Eggestein. Der ist mitten im FCSP-Strafraum völlig alleine, weil die komplette FCSP-Innenverteidigung einen Meter vor der Torlinie gegen sich selbst verteidigt, alle achten auf den Ball, nicht auf die Gegenspieler. Auch Sands achtet auf den Ball, nicht auf den Rückraum – so kannst du nicht verteidigen!

FREIBURG IM BREISGAU, GERMANY - NOVEMBER 09: Louis Oppie of St Pauli celebrates scoring his team's first goal during the Bundesliga match between SC Freiburg and FC St. Pauli at Europa-Park Stadion on November 09, 2025 in Freiburg im Breisgau, Germany. (Photo by Daniela Porcelli/Getty Images)
Louis Oppie jubelt über den ersten Treffer des FC St. Pauli seit dem 5. Spieltag. Für Punkte hat es gegen den SC Freiburg allerdings nicht gereicht.
(Photo by Daniela Porcelli/Getty Images/via OneFootball)

Verwaltet Freiburg schlecht oder wird St. Pauli stärker?

Was dann passierte, dürfte je nach Sichtweise unterschiedlich interpretiert werden. Auf der einen Seite stand der FC St. Pauli weiterhin kompakt im 5-4-1 und ließ nicht zu, dass der SC Freiburg die Führung noch weiter ausbauen konnte. Ein Auseinanderfallen, wie es noch gegen Mönchengladbach der Fall gewesen ist, war nicht zu erkennen. Das ist positiv, aber auch wieder die Sicht durch die FCSP-Brille. Aus neutraler Sicht dürfte es eher der Eindruck gewesen sein, dass der FC St. Pauli den Rückstand sicher verteidigte. Und durch die SCF-Brille dürfte man eher erkannt haben, dass die Freiburger sich nun in eine Art Verwaltungsmodus begaben. Das siebte Spiel in 21 Tagen verlangt das.

Und lange Zeit deutete nichts darauf hin, dass dieser Verwaltungsmodus für den SC Freiburg ein Problem werden würde. Es lief bereits die 69. Minute, der FC St. Pauli hatte bis dahin weiterhin keinen einzigen Torabschluss zustandegebracht, als der eingewechselte Makengo auf der eigenen linken Seite einen folgenschweren Fehlpass spielte. In der Folge flankte Pereira Lage von der rechten Seite ins Zentrum. Dort konnte Beste nicht klären, spielte den Ball stattdessen direkt in die Füße von Metcalfe. Der war hellwach und legte den Ball smart nach links raus zu Oppie, der mit eingelaufen war (wie sich Blessin das immer wünscht) und mit dem ersten FCSP-Torschuss der Partie den ersten Treffer des FC St. Pauli seit sehr, sehr langer Zeit erzielte.

Plötzlich ist der FC St. Pauli spielbestimmend

Wie sehr Tore ein Fußballspiel verändern können, zeigte sich direkt im Anschluss. Plötzlich spielte nur noch der FC St. Pauli, während der SC Freiburg kaum mehr wirklich entlasten konnte. Das Torschuss-Verhältnis in den ersten 69 Spielminuten beträgt 8:0 für den SCF, in den letzten rund 27 Minuten beträgt es 7:0 für den FCSP. Plötzlich war das Momentum voll auf Seiten der Gäste. Und kurz vor Schlusspfiff hatte Jackson Irvine auch noch eine wirklich große Chance, tatsächlich noch den Ausgleich zu erzielen. Angesichts des klaren Übergewichts der letzten Spielminuten wäre das sicher nicht unverdient. Wenn aber das gesamte Spiel betrachtet wird, dann wäre ein Punktgewinn schon sehr glücklich gewesen. Aber das wäre mir und natürlich auch dem FC St. Pauli natürlich herzlich egal gewesen.

„Mut kommt nicht von alleine, das muss man sich hart erarbeiten.“

Der Ausgleich gelang nicht und so steht der FC St. Pauli zum siebten Mal in Folge in der Bundesliga ohne Punkte da. Trotzdem kann dieses Spiel als Schritt nach vorne (wenn man es denn bildlich machen möchte, dann eher ein Schritt nach hinten) betrachtet werden. Denn immerhin ist der FCSP nach dem 0:2 nicht so auseinandergefallen wie zuletzt, konnte sogar fast zurückkommen. Oder doch nicht? Auch hier ist es wieder eine Frage der Sichtweise: Hat sich der FCSP in dieses Spiel zurückgekämpft? Zumindest hat er nicht nachgelassen, nicht aufgegeben. Welche Rolle haben die Einwechslungen von Jackson Irvine (Blessin: „Jacko hat uns sehr gut getan.“) und Abdoulie Ceesay dabei gespielt? Welche Rolle das von Eric Smith nachher bescheinigte hohe Risiko, das der FCSP gegen Spielende (samt Umstellung auf Viererkette) ging? Oder hat der SC Freiburg durch einen eigenen Fehler und durch den eigenen Verwaltungsmodus den ansonsten mausetoten FC St. Pauli zurück ins Spiel geholt? Der SC Freiburg hätte sich jedenfalls über einen späten Ausgleichtreffer nicht beschweren dürfen, hätte sich dann aber sicher auf an die eigene Nase fassen müssen.

Klar, verlieren ist immer scheiße und muss sich auch scheiße anfühlen, wenn man erfolgreich sein möchte. Und inzwischen befinden wir uns eigentlich in einer Situation, in der das „Wie“ nicht mehr wichtig ist, Hauptsache es wird gepunktet. Trotzdem ist diese 1:2-Niederlage des FC St. Pauli in Freiburg vielleicht etwas anders einzuordnen. Blessin erklärte nach Abpfiff in Hinblick auf die fehlende Offensivpower: „Der Mut kommt nicht von alleine, das muss man sich hart erarbeiten. Es ist ein Prozess, den wir eingeleitet haben, wo wir den Fokus verschoben haben. Dass wir in einigen Momenten noch besser und aggressiver spielen können, ist klar. Aber da würden wir den zweiten Schritt vor dem ersten gehen.“
Wie erfolgreich der erste Schritt dieses Prozesses gewesen ist, das ist, ja, ihr wisst es schon, eine Frage der Sichtweise.

Immer weiter vor!
// Tim

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50 thoughts on “SC Freiburg vs. FC St. Pauli 2:1 – Eine Frage der Sichtweise

  1. Im Leistungssport bleibt nur wenig Platz für Dankbarkeit. Das ist eklig, das ist unschön, das ist notwendig. Vasilj hat sich absolut qualifiziert, vorerst den Bankplatz einzunehmen bis zur Winterpause. Wir haben keinen Raum für Fehler und meiner bescheidenen Meinung nach ist drei Mal hintereinander patzen, das TW-Äquivalent zu einmal als Feldspieler zu passiv nach hinten verteidigen bzw. 5 Minuten zu spät zur Besprechung kommen.
    Wer Mut von seiner Mannschaft will, muss auch mutige Entscheidungen treffen wollen. Das sehe ich aber nicht. Es sind die immer gleichen außer Form geratenen Spieler in der Startelf. Ja, Sands sagt, die Mannschaft stünde hinter dem Trainer. Gilt das aber auch für diejenigen außerhalb des 16-Mann-Kaders? Was denkt der unberücksichtigte Teil des Kaders wohl darüber, dass die Verantwortlichen sich hinter Plattitüden verstecken à la „Wir sind ein anderer Verein [und führen daher keine Trainerdiskussion].“
    Der Totpunkt ist erreicht. Wir waren erneut Aufbaugegner für eine Mannschaft, die die letzten 5 Spiele nicht gewinnen konnte und das obwohl die einzige Vorgabe zu sein schien, den Bus zu parken und auf Verdacht den Ball zu unseren Wandspieler (!) MPL als Flanke zu schicken, damit er Steil-Klatsch-Momente (?!?!) schafft.
    Also bitte. Wir stehen schlechter da, als letzte Saison zum gleichen Zeitpunkt und die war von dem Glück geprägt, dass sich genug andere gefunden haben, die noch weniger gepunktet haben. Ich erwarte von den Verantwortlichen eine ehrliche Auseinandersetzung mit der Lage. In meiner Rechnung ist keine Möglichkeit zur Weiterbeschäftigung von Alex mehr gegeben – furchtbar aber alternativlos.

  2. Jacko hat sehr gut getan. Diese Sichtweise teile ich das es Gestern trotz Niederlage, ein anderes Gesicht wie gegen die TSG und BMG war. Noch ist nicht alles verloren und auch diese Trainerfrage die häufig zu lesen ist verstehe ich nicht. Alex und Andreas haben immer betont das es ums Überleben geht. Mehr noch als es letzte Saison war. Ich glaube an die Jungs an alle im Verein.
    🤎🤍 Immer weiter vor!

  3. Es mag alles so sein,aber anzuschauen, gute Unterhaltung ist das nicht. Wenn das der Fussball des FC in der Bundesliga ist, kündige ich meine Abos
    Einfach frustrierend und langweilig.

    1. Trainer kommen,Trainer gehen. Spieler kommen,Spieler gehen. Was bleibt, ist der FC. St. Pauli und das wofür er steht.
      Gehe mal (bei allem Frust) in dich. Wenn nicht, die Bayern haben zu wenig Mitglieder.

    2. Lustig wie du das so sagen kannst. Ich war in Sandhausen dabei als wir der Mannschaft damals den Rücken zugewandt hatten. Und bin immernoch hier. Hier geht es um Liebe, Leidenschaft und vielleicht auch Wut. In guten wie in schlechten Zeiten.

      Forza 🤎🤍

  4. Nach 7 Niederlagen in Folge ist die Zeit der Ausreden vorbei. Warum werden Pereira Lage und Kaars immer wieder aufgestellt, obwohl sie noch kein einziges Tor erzielt haben? Warum wird Afolayan 90 min. schmoren gelassen?

    Gegen Union Endspiel, dann Bayern. Es wird ganz eng für Alex Blessin.

    1. Kritik an den torlosen Offensivspielern wäre dann angemessen, wenn sie dauernd Gelegenheiten liegenlassen würden. Das ist aber offensichtlich nicht der Fall. Kaars macht es zugegeben nicht besser als seine Kollegen, schlechter aber eben auch nicht. Das Problem unserer Offensivschwäche sitzt wortwörtlich tiefer. Dass Kaars in einem Spiel kaum zu Abschlüssen kommt liegt tatsächlich zu einem nicht unbeachtlichen Teil gar nicht an ihm selbst.

  5. Meiner Meinung nach gehen 50% des ersten Gegentores nicht auf Nikola – die gesamte Zuordnung der Defensive hat bei dem Eckball nicht gepasst: Kaars ist noch am Nähesten beim Torschützen, hat ihn aber nicht im Auge, und verliert sogar seinen eigenen Gegenspieler. Suzuki ist also komplett blank, ebenso wie zwei weitere an der Strafraumkante im Rückraum. Und im Strafraum stehen drei (!) Spieler von uns ohne Gegnerzuordnung. Ich hab unser Defensivverhalten bei Eckbällen noch nie beobachtet, aber verteidigen wir da jetzt im Raum, ohne feste Gegenspieler??? Auf jeden Fall darf der Rückraum niemals so blank sein, von daher ist es nicht nur Nikolas schuld.

    1. Danke für deinen Kommentar: Sicher kann Vasilj den Ball besser rausfausten, aber wieso Suzuki da völlig blank steht ist mit Sicherheit nicht dem Torwart anzulasten.

  6. Was war das denn gestern. Wir brauchen 69 Minuten für den 1. Torschuss. Sorry, das reicht vielleicht für die 2. Liga aber nicht für mehr.
    Das Problem nach 7 Niederlagen in Folge dürfte doch jetzt auch dem allerletzten klar sein. Der Fisch fängt am Kopf an zu stinken.

    1. Wen meinst Du jetzt damit, Oke oder ist Born (oder -emann) ausreichend?
      Das zweite Jahr ist immer das Schwerste und das machen wir halt gerade durch. Vielleicht hätten wir das Derby auch einfach nicht gewinnen dürfen (Derbyfluch). Ich gehe noch von einer Trendwende (auch ohne Trainerwechsel) aus. Wenn nicht gehe ich mit den Jungs auch wieder in Liga 2.

  7. Dass das Team nach dem 0:2 nicht auseinander fiel, ist aus meiner Sicht eine Mindestanforderung an eine Bundesligamannschaft. Die haben wir erfüllt. Applaus.
    Ansonsten war das eher ein Murmeltagspiel. Wir stehen tief drin, haben diesmal nicht mal ansatzweise eine Offensivaktion, machen irgendwann den Fehler (was bei dieser Taktik beinahe zwangsläufig in der Bundesliga passieren muss), und kommen MAL WIEDER völlig apathisch aus der Halbzeit raus. 0:2, Ende vom Lied. Am besten gefiel mir im Bericht die Bemerkung, dass der FCSP nun den Rückstand verteidigt hat.
    Natürlich wird man jetzt sagen, dass es ja Freiburg war, und dass man sie in den letzten Minuten besser bespielen konnte (apropos: Dafür, dass die noch am Donnerstag in Nizza gespielt haben, war deren Laufleistung außerordentlich gut), aber letztlich sind es nicht unbedingt die Punkte, die man holen muss. Mannschaft stand weitgehend stabil, also ist ein Fortschritt zu erkennen.
    Nun gut. In zwei Wochen kommt Union. Ich gehe davon aus, dass das schon die Punkte sind, die man holen sollte, wenn man vom Klassenerhalt träumen will. Die haben auch nicht gerne den Ball, und wir müssen mehr ins Risiko, wenn wir gewinnen wollen. Ich bin jetzt nach den Darbietungen der letzten Wochen gespannt, welches erkennbare Offensivkonzept der Trainer mit dem Team in den nächsten zwei Wochen erarbeitet, das zumindest den Schimmer einer Hoffnung auf einen Sieg aufleuchten lässt. Vielleicht kommt da mehr herum, als drölfundneunzig Flanken aus dem Halbfeld in die Arme des Torwarts. Vielleicht kriegen wir es sogar hin, nicht in der Halbzeit in Tiefschlaf zu fallen, oder etwas mehr Zug nach Vorne zu entwickeln, ohne dass die defensive Stabilität gleichzeitig sofort flöten geht. Wäre ja wünschenswert.

  8. Moin, vielen Dank für wie immer sachliche Einordnung der Lage. Das braun-weiße Herz schmerzt seit Wochen und wäre gestern fast gebrochen, wenn das Spiel wieder torlos geblieben wäre. Die Länderspielpause kann, ja muss in jeder Hinsicht an allen Belangen genutzt werden.

  9. Danke Tim für eine gelungene Mischung aus „schön reden“ und erforderlicher und berechtigter Kritik.
    Jacksons Einwechselung hat gezeigt, woran es uns fehlt – Führungsspieler auf dem Platz. Spieler, die Initiative und Verantwortung übernehmen und die anderen mitreißen können. Außer Jacko haben wir da nur Wahl und mit Abstrichen vielleicht noch Mets. Das war es und die Abgänge von Eggestein, Treu, vermutlich auch Albers und Boukhalfa wiegen da schwerer als sportlich.

    Ansonsten aber fehlt mir absolut ein erkennbares Konzept, wie wir eigentlich Tore erzielen wollen – außer per Zufall.
    Wenn wir tief stehen und schnell kontern wollen, haben wir de facto einen Offnsivspieler auf dem Platz, der seine Stärken eigentlich im 16er hat und Geschwindigkeit sitzt auf der Bank. Wo wir mit Rückstand Tore schießen müssen, versuchen wir nicht, diesen Stürmer im 16er in Abschlusspositionen zu bringen, sondern wechseln ihn aus.

    Die Teamzusammenstellung und der Beginn der Saison ließen eine Idee, ein Konzept erkennen. Das haben wir irgendwann aufgegeben – warum auch immer – und mittlerweile ist das alles diffus und es scheint, dass kein Glaube mehr an eigene Ideen und Möglichkeiten vorhanden ist.
    Kämen die ganzen Plattitüden und Durchhalteparolen, verbunden mit schon verzweifelt wirkenden Personaländerungen bei anderen Vereinen, würde jeder davon sprechen, dass das Ganze in der Sackgasse steckt und der Trainer am Ende seines Lateins ist.

    Wir brauchen dringend irgendeinen Impuls für das Team und einen Plan, an den dann alle glauben.
    Mit lauter 0:0 halten wir nicht die Klasse. Wenn wir mit 11 Spielern 30 m vor dem eigenen Tor stehen, schießen wir keine Tore.

  10. Trotz der Umstellung habe ich keine defensive Stabilität erkennen können. Freiburg hatte immer freie Spieler (fehlende Mannorientiering) und einige Chancen in zentraler Position. Das Team war sehr diszipliniert (5er Kette) und wirkte extrem verunsichert: keine Absprachen, kein übergeben, kein Druck auf den Gegenspieler (siehe 2:0). ABER: Bitte wie verteidigt man Ecken??? Alle am 5er und Gegenspieler im Rückraum schießen lassen? Das ist Kreisklasse. Ich hoffe wir halten zusammen und am Trainer fest, aber diese taktischen Anweisungen müssen hinterfragt werden! Forza

  11. Nie wird das schlappe Spiel an sich bemängelt, dabei kann jeder sehen, daß die Spieler platt sind. Langsam am Körper und im Kopf. Die alten Herren hinten fangen an, der Rest hinkt kraftlos hinterher. Die Zahlen der 1. Halbzeit waren der sichtbare Ausdruck. In jeder Kategorie Null positiv. Die ganze üppige Systemanalyse ist BlaBla.

  12. Zwei Ergänzungen zur Analyse noch von mir (Reihe vier im Gästeblock):
    Die ersten sechs Ecken von Freiburg empfand ich aufgrund des starken Abwehrverhaltens von St. Pauli als relativ harmlos. Aufgrund der zunehmenden höheren Taktung der Ecken war mir jedoch klar, dass dies nicht endlich so gut gehen konnte – die siebte Ecke war dann auch die eine zu viel. Vor dem Gästeblock sah man gut, wie die Ecken entstanden. Bei den meisten Ecken setzte sich der aggressivere Stil der Freiburger Spieler durch und führte zu eben diesen Ecken. Hier können/müssen Fujita und Oppie in der körperbetonten Spielweise durchaus noch zulegen.
    Für mich sah es so aus, als ob St. Pauli die Halbzeitpause für eine klare Ansprache genutzt hat. Freiburg stand schon lange bereit, als St. Pauli endlich kam. Und in den ersten fünf Minuten der zweiten Halbzeit sah ich auch eine Aggressivität beim Anlaufen der gegnerischen Spieler und beim sich gegenseitigen Pushen, die ich in der ersten Halbzeit nur in Ansätzen gesehen hatte. Leider verpuffte dies dann sehr schnell mit dem 2:0.
    Nach dem 2:1 habe ich dann (aus Reihe vier!) keine Taktik mehr erkannt – weder bei den Freiburgern noch bei St. Pauli :-). Das Spiel wurde einfach wild, St. Pauli wollte mehr und Freiburg konnte nicht mehr. Schade, dass es mit dem Tor dann doch nicht mehr geklappt hat.

  13. Eine Woche Krisentraining und dann stellen sie sich 70 Minuten wie das Kaninchen vor der Schlange in die eigene Hälfte?
    Spieler, die nicht! bundesligatauglich sind, wie Kaars oder Matcalfie, Cassie werden immer wieder aufgestellt.
    Irvine hätte zur Halbzeit kommen müssen.
    Unser Torspieler hat vergangene Saison überperformt.

    1. sorry, ich kann’s nicht mehr hören/lesen: Irvine als retter unserer großen krise, er hat, wie schon vor seiner verletzung, das gefühlt 100. tor nicht gemacht.
      wir haben ein ordentliches spiel gemacht: defensiv begonnen um konzentration und fehlerminimierung bemüht dann fingen wir uns durch einen individuellen fehler ( typisch für mannschaften in unserer situation) das 1:0.
      trotzdem hat die mannschaft weiter gut verteidigt, das war der matchplan.
      in der 2. hz fangen wir uns früh das 2:0, scheiße genug aber passiert, wichtiger aber: die mannschaft fällt nicht auseinander sondern fängt an druck aufzubauen weil freiburg langsam die kraft ausgeht, auch das ist teil des matchplans gewesen.
      das es am ende nicht zum unentschieden reicht ist scheiße aber kein weltuntergang.
      die power und auch geilen spielzüge der letzten 20-30 minuten hätte ich nicht mehr erwartet und lassen auf eine intakte mannschaft schließen.
      wir haben zwar 7 mal verloren aber nur 2 mal richtig scheiße gespielt.
      geduld, das wird…

  14. Was ist hier nur los. Letzte Saison fehlte uns nur die nötige offensive Durchschlagskraft, aber wir haben hinten gut gestanden und einen guten Spielaufbau mit gutem Kombinationsspiel gehabt. Das ließ sich auch gut anschauen. Die ersten 3 Spiele mal ausgeklammert, ist nur die verbesserungswürdige offensive Durchschlagskraft geblieben. Wir stehen weit hinten und lassen den Gegner schalten und walten, haben kein gutes Kombinationsspiel mehr und versuchen einfach jeden Ball so schnell wie möglich nach vorne zu dreschen. Das sieht Scheiße aus und kann doch auch nicht die neue Taktik sein?
    Ich sehe auch kein Pressing mehr. Keiner läuft mal nen gegenerischen Spieler an. Die können sich ganz entspannt den Ball solange hin- und herschieben bis sich eine Situation bietet und ein gefährlicher Ball gespielt werden kann. Und dann wird es immer gleich brandgefährlich.
    Und zwischen den Ketten können die Gegner sich auch frei bewegen. Tut mir leid, aber so geht das doch nicht. Man kann doch nicht nur stur in der Kette bleiben. Man muss doch auch schauen was der Gegner macht und sich nicht blind drauf verlassen dass die anderen das schon übernehmen. Ganz besonders auffällig ist das bei unserer Doppelsechs. Da gibt es in jedem Spiel Situationen in denen vor der Abwehr der Gegner blank ist und zu nem guten Abschluß kommt. Warum wird da nicht hinterhergegangen? Ich finde man hat gestern eine deutliche Änderung gesehen, als Jackson rein gekommen ist. Da war einfach eine andere Präsenz im Zentrum. Auch beim Rückwärtsverteidigen. Sands und Fujita sind sich da einfach zu ähnlich, so leid es mir tut, aber es sollte nur einer von beiden spielen. Nicht beide gleichzeitig.
    Ich bin auch ein großer Fan wieder zurück zu den Basics zu gehen. Aber dann bitte nicht nur den Bus parken sondern zu denen von letzter Saison. Dann wird das auch wieder. Forza

  15. Es ist mehr als schade, dass Jackson nicht von Beginn an als Kapitän in der Startelf stand. Ich bin mir sicher, daß Spiel wäre anders ausgegangen. Wenn er dann nach 60 Minuten platt ist, hätte man ihn problemlos auswechseln können!

  16. „🎵… nur noch 90 Minuten, dann sind die Punkte fort🎵“
    Ich fand gestern nicht alles schlecht. Auch wenn wir noch weit davon weg sind, dass alles gut ist.
    Aber dafür habe ich eine Frage:
    Es wurde im Block vor und während dem Spiel ein Lied angestimmt, das ich nicht kannte. Leider hat man in N15 den Text nicht verstanden.
    Im Refrain ging es darum, dass die Kurve bebt und dass die die Kurve lebt.
    „🎵Siehst Du die Kurve sie bebt
    (…)
    Hörst Du die Kurve sie lebt.
    Fußballclub Sankt Pauli.🎵“
    Kann vielleicht jemand hier den Texf posten, damit ich beim nächsten Spiel textsicher bin?

    1. Hier hörst du das Lied:

      https://youtu.be/PYNUFPHKXog?t=67

      Text:
      DIE FREAKS SIND IN EXTASE:

      Kämpft weiter!
      Voran, immer weiter!
      Schießt unser nächstes Tor!
      Für Sankt Pauli,
      Für deine Treue Garde,
      Die Freaks sind in Extase,
      Sing‘ für dich im Chor!

      Hörst du die Kurve, sie bebt,
      Sie gibt ihr Herz für dich, Sankt Pauli!
      Siehst du die Kurve, sie lebt,
      Fußballclub Sankt Pauli!

  17. Ich finde es richtig und wichtig von Tim, die Patzerserie unseres Torwarts jeweils für das erste Gegentor der Spiele deutlich anzusprechen und auch die katastrophalen Konsequenzen für den Matchplan aufzeigen. Es ist wirklich sehr, sehr traurig. Aber hilft ja nix. Es scheint aber iwie wirklich so, als würde sich die coole Socke Vasilj zur Zeit wirklich unsicher sein. Wenigstens seine Körpersprache bleibt ruhig, das freut mich! und, hilft ja leider auch nix, immer weiter… Forza fcsp 🤎🤍❤️

  18. Spieler spielen weil Sie Erfolg wollen.
    Das ist ganz klar zu viel Unruhe im Verein und vor allem ist finde ich Alex mittendrin.
    Durch seine trotz aktionen und das kritikunfähige Verhalten, 7 Spiele in Folge es ändert sich nichts.
    Die Spieler Spieler ganz klar gegen Blessin und seine Taktik, aber al Spieler weiß man auch, dass dadurch eine Reaktion erwartet wird, vom Verein!
    Je länger es dauert, desto frustrierter wird ein Spieler. Gestern konnte man sehen, was Jacko für einen Einfluss haben kann, das muss die Mannschaft immer mal wieder zeigen, dass Sie es können, aber man sollte diese Länder spielpause für die Trennung nutzen. Und ich denke dass es auch kommt. Forza st.pauli!

  19. Ich glaube dass es innerhalb der Mannschaft Probleme gibt, die nicht, oder nur schwer zu lösen sind (Irvine z.B.)

    Die Taktik in Freiburg konnte nicht aufgehen. 10 Spieler verteidigten und Kaars sollte was vorne im Sturm alleine machen ? Als der FCSP endlich ein paar Strafraumzsenen hatte, war der Stürmer der Tore schießen kann, nicht mehr im Spiel. Afolayan wurde gar nicht eingewechselt. Da stimmt einiges nicht.

  20. Das Spiel in Freiburg, war vielleicht ein kleiner (winziger) Schritt, aber von echter Reaktion war wenig zu sehen! Weiterhin viel zu bieder und brav. Mir fehlt die Power irgendwie…
    Ich denke auch, dass es in der Mannschaft nicht mehr stimmt. Irgendetwas lässt sie nicht als Einheit auftreten. Zu viele Neue? Zu viele Nebengeräusche? Zu selbstsicherer Trainer? Der Mentalcoach wurde ja mal promt entlassen!!! Warum? Dass Blessin seine Sondergeschichte mit Dapo austrägt ist auch merkwürdig…
    Und trotzdem halte ich Blessin für einen guten und den richtigen Trainer, der aber lernfähig werden sollte.
    Aber man sieht auch, wieviel Einfluss Jackson immernoch zu haben schient. Ab seiner Einwechslung lief es…. anders.
    Aber wenn man mal generell die beiden Bundelsiga-Saisons und die direkten Spiele z.B. von Hoffenheim und Freiburg vergleicht, fällt auf: letzte Saison bei den Siegen, sind wir jeweils MEHR als der Gegner und 120Km gelaufen. Dieses Jahr deutlich unter 120Km und weniger als die Gegner… Vielleicht auch ein Anhaltspunkt. Allerdings fehlten diese Sasion auch die Pferdelungen Jackson und Treu….

  21. Tim, ich fand, dass Ewald im 16er-Podcast nach dem Gladbach-Spiel den Finger ziemlich „gut“ in die Wunde gelegt hat. Hinten mit Geschwindigkeitsproblemen (insbesondere Mets kam sehr schlecht weg), vorne zu harmlos, ideenlos und vor allem auch ungenau. Ewald fragte sich (verkürzt gesprochen), wie wir mit diesem Ansatz jemals ein Tor schießen wollen.

    Wie siehst Du das?

  22. jackson kann helfen, wenn er gesund u fit ist. viele äußerungen hier u aus der mannschaft/dem trainerteam lassen bei mir fast den eindruck entstehen, mit jackson wird alles wieder gut sein.
    ich halte diesen fokus für bedenklich u gefährlich. das erzeugt enormen druck u was is, wenn er wieder ausfallen würde (fußballgott bewahre)? melden wir uns dann wegen chancenlosigkeit von der ersten bundesliga ab?

    1. Also wenn Jacko wieder durchspielen kann, können wir uns endlich wieder der Problematik mit den internationalen Wettbewerben widmen. Dann werden wir sicherlich alles gewinnen und wir kommen unter die top fünf.
      ChoooChoooo!
      (Ironie aus)

  23. Nach dem Debakel gegen das Schlusslicht aus Mönchengladbach folgte nun ein Offenbarungseid in Freiburg. Natürlich kann man dort verlieren. Aber es ist eben auch ein vorläufiger Höhepunkt an Harmlosigkeit. Also eher ein Tiefpunkt. Viel schlimmer kann die Situation nicht mehr werden. Leider ist das anders als im Volksmund nicht automatisch gleichbedeutend damit, dass es wieder bergauf geht.
    Inzwischen frage ich mich, ob der Klassenerhalt in der letzten Saison und die teils mehr als ordentlichen Leistungen nicht doch noch ein gutes Stück Erbe von Hürzeler waren und wir nun den „reinen Blessin“ erleben. Keine Ahnung.
    Aber um die Attribute harmlos, planlos, mutlos, hoffnungslos kommt man wohl nicht herum. Zahnlos, kopflos… die anatomischen Defizite sind auch kaum abzustreiten. Herzlos vielleicht auch noch? Im Moment jedenfalls hat kein Herz auf Sankt Pauli seine Heimat.
    Was die Spieler in die Mikrofone sagen, ist für mich nicht so recht aussagekräftig. Wie sagt ein gewisser Otto R. aus B.? „Wichtig ist auf dem Platz!“ Aber ist dort noch eine Mannschaft zu sehen, die ihrem Übungsleiter, seiner Taktik, seiner Aufstellung und seinem Plan noch (ver)traut, mit ihnen dei Wende zu schaffen? Falls nicht, spielt sie vielleicht unbeabsichtigt aber dennoch zwangsläufig gegen den Trainer.
    Die Schwachpunkte der Mannschaft bzw. der Niederlagenserie fallen größtenteils in die Kompetenzbereiche der sportlichen Leitung. Weder Verletzungspech noch gravierende Schiedsrichterfehler können hier als ursächlich herangezogen werden. Die taktische Umstellung inkl. die entsprechende Kaderumstellung folgten Blessins Vorstellungen und müssen aktuell als gescheitert angesehen werden. Für die erneute Rolle rückwärts ist der Kader eigentlich nur bedingt geeignet. Dazu kommt das persönliche Problem, das Blessin mit Afolayan zu haben scheint.
    Und Irvine? Für zwei Australien-Länderspiele soll die Fitness reichen, aber beim FC St. Pauli, der einen Leader auf dem Platz so dringend braucht wie der Verdurstende in der Wüste das Wasser, da langt es nur für 20 Minuten?
    Nach dem Tiepunkt gegen Gladbach habe ich geschrieben, dass für eine Entlassung eines Trainers folgende Aussagen getätigt werden können müssen:
    1. Der Trainer hat den Absturz (mit-)verursacht bzw. (mit) zu verantworten.
    2. Ohne diesen Trainer ist eine Kehrtwende wahrscheinlicher.
    An 1. führt für mich kein Weg mehr vorbei. Bei 2. verdichten sich die Anzeichen, dass es stattdessen immer weiter bergab geht. Aber da muss ich auf Bornemann vertrauen.
    Eines ist aber klar: So wie jetzt steigt man nicht nur ab. So wird man sang- und klanglos durchgereicht und blamiert den Club bis auf die Knochen.

    1. „blamiert den Club bis auf die Knochen.“
      Für mich ist das Quatsch, wir sind immer noch der FC St. Pauli. Der Underdog, das Team (in wechselnder Besetzung) was immer mal wieder grandiose Niederlagen einsteckt, um dann wieder (manchmal Jahr später) solide zurückzukehren. Es gehört dazu, es ist ärgerlich, aber es gehört dazu – und es hält uns nicht ab, dabei zu bleiben.
      Kann sein, dass ein Trainerwechsel hilft, kann sein, dass es total in die Hose geht. Aber blamieren wird uns auch eine „sang- und klangloser“ Abstieg nicht, weil es nicht die 1.Liga ist, die uns ausmacht.

      1. Natürlich wird er das. Clubs mit weit aus weniger Mitteln schaffen es, eine Offensive auf die Beine zu stellen. Die fangen sich zwar viele Gegentore, das tun wir aber grad auch, eben ohne Output vorne. Nichtstun kann nicht die Devise sein, dafür muss man niemanden bezahlen.

        1. Hier ging es nicht um Offensive, Taktik, Aufstellung etc. – sondern einzig um die Feststellung „blamiert den Club bis auf die Knochen.“
          Und der FC St.Pauli hat schon viel derberes geschafft, als eventuell sang- und klanglos abzusteigen. Einfach mal Kirche im Dorf lassen. Ärgern kann man sich trotzdem, Veränderung fordern genauso.

      2. Hallo Walter F.!
        Das kannst du natürlich gern anders sehen als ich, gar kein Problem. Aber eine Serie von Spielen, in denen man nicht nur deutlich schlechter ist als die Gegner, in denen man vielmahr sogar immer hilf- und planloser durch die Halbzeiten stolpert, in der der Mannschaft offenbar kein funktionierender Leitfaden mit aufs Feld gegeben wird und vor allem, weil es für mich gerade für uns als Underdog besonders schwer wiegt, nichtmal als kämpferische verschworene Einheit zu erkennen sind, das ist für mich schon blamabel.
        Es fehlt der Mannschaft doch deutlich erkennbar nicht (nur) individuelle Qualität. Ihr fehlt eine klare Ausrichtung, ein funktionierendes System und eine führende Hand, die Selbstvertrauen und Mentalität der Spieler fördert und nicht Einzelne diskreditiert und das Team hilflos auf dem Platz zurücklässt. Wenn der Trainer von den fehlenden Basics spricht, dann zeigt das leider sehr auf ihn selbst. Die Basics der Mannschaft zu födern und zu erhalten ist seine Aufgabe. Das und die erfolgreiche Führung der Kabine/des Teams sind dann die Basics eines Trainers. Auch diese Basics sind aktuell nicht erkennbar.
        Wir müssen übrigens auch nicht immer so tun, als wären wir nur die einzige Maus im Löwenkäfig.

  24. Ich denke wir sollten uns das Geld sparen und die Mannschaft gleich abmelden. Nächstes Jahr starten wir dann mit der U23 neu in der Oberliga und es gibt endlich wieder Dauerkarten für alle.
    Nur Gewinner!

  25. 70 Minuten waren wir tatsächlich mausetot. Zu lange, um in der ersten Liga über Wasser zu bleiben.70 Minuten habe ich mich gefragt, wie dieser Verein in dieser Liga überhaupt irgendwann einmal eigene Chancen kreieren soll. Zu tief sitzt noch die Angst vor Fehlern. Diese Angst lässt einen dann nur noch mehr Fehler machen. Die Verunsicherung war mit Händen zu greifen. Jackson hat für mich den Hauptunterschied gemacht. Auch dass die Aussen endlich nach Ballgewinnen mal mit nach vorne gehen. Da hatten die Breisgauer sogar noch Glück, die drei Punkte bei sich zu behalten.
    Ich bewundere die Gelassenheit, mit der alle Verantwortlichen die aktuelle Lage verkaufen. Aber vielleicht sehe ich diese Serie von 7 Niederlagen in Folge auch zu negativ. 😉 Dass wir zwei Punkte unter den anderen stehen, ärgert mich aber dann doch.
    Torschütze Oppie meinte, wir haben ja erst Spieltag 10 und dass man nun aber mal aufwachen sollte. Wow.

  26. Es ist so gekommen wie ich im Vorfeld befürchte hatte: alle Mann hinten rein und dann auf ein 0:0 hoffen, da muss man den Fußballgott schon arg in Anspruch nehmen…das ist weder ein Konzept noch ein Verteidigen. Und, Nosferatu, da bin ich ganz bei dir, Stürmer zu kritisieren, die keine verwertbaren Pässe aus dem offensiven Mittelfeld kriegen, (das es über weite Strecken so gut wie nicht gab) ist albern. Um wirkungsvoll zu verteidigen (und Umschalten) zu können muss eine Mannschaft über das ganze Feld gut gestaffelt stehen, was auch von Taktik und System des Gegners abhängt, überlässt man dem Gegner das Mittelfeld (wie gestern), ist es nur eine Frage der Zeit wann es klingelt. Aber wenn es dann zur Halbzeit 0:2 steht, dann spätestens sollte es doch vorbei sein mit dem „Fokus auf die Defensive“, oder? Wie kann man dann noch im Ernst einfach so weiterlaufen lassen…?
    Erst in der 59. wurde Hountondji für Kaars eingewechselt , war Kaars das Problem..? Es dauerte bis zur 69. Minute bis Jackson auf den Platz kam und mit ihm die Umstellung auf ein 3:4:3, genauer gesagt, ein 3:2:2:3, Fujita als 6er, Jackson auf der 8, beide Außenverteidiger weit vor. Die 6 und 8 harmonierten wunderbar, ein bisschen wie Toni Kross und Luca Modric…(keine Angst, ich bleibe auf dem Teppich). Jackson hatte eine Passquote Richtung 90%, gewann über 60% seiner Zweikämpfe und fing als letzter Mann hinter dem Sturm immer wieder die Bälle ab und brachte sie mit einer Ruhe wie kein 2. (!) wieder ins offensive Spiel, schoss fast ein Tor, gestikulierte, moderierte die Nebenleute…und DAS war es, was der Offensive (!) des Gegners den Hahn abdrehte!
    Wir müssen mit 3 Stürmern spielen, einer 6 und einer 8, Fujita und Jackson. Dazu eine 5er Kette, deren Mittelreihe (Außen und Center) sich mit Ball hochschieben, oder, je nach Taktik des Gegners, deren Außen weit in den Sturm aufrücken.
    Und wir brauchen Kontinuität im Sturm, die Defensive richtet sich vor allem am Ball/Gegner aus, der Sturm am Ball und den eigenen Laufwegen. Die Stürmer brauchen Kontinuität und Spielpraxis in in einer festen Besetzung.

  27. @Tim: Was sagst du denn zum Zweikampfverhalten? Bei Freiburg fällt mir wiederholt auf, wie clever die das über die gesamten 90 Minuten spielen. Selber gehen die immer hart in den Mann statt zum Ball, ziehen andersrum aber relativ viele Fouls – bis hin zur abschliessenden (geplanten?) Auswechslung von Beste nach angeblicher Verletzung. Dabei war nach wenigen Minuten klar, dass der Schiri das Spiel so mitmachen würde. Warum können wir als Mannschaft da nicht gegen halten oder sowas auch mal nutzen? Blessin sprach ja die Arschlochmentalität an – diese fehlt meiner Meinung nach in weiten Teilen der Mannschaft. Auch bei vielen Führungsspielern.

  28. Ich bin Freiburg Fan und gehe auf das Spiel vom Sonntag nicht ein. Ich kann nur sagen, Freiburg hat seit dem ersten Bundesligaaufstieg immer wieder solche Phasen mitgemacht, wie jetzt euer FC St. Pauli, auch mit Abstiegen, ohne den Trainer zu entlassen. Ihr seid so ein geiler Verein, geht durch dieses Tal der Tränen, es wird für Euch reichen, das hoffe ich nicht nur, nein davon bin ich überzeugt. Ich habe zwei tolle T-Shirts eures Clubs geschenkt bekommen und trage sie voller Stolz, egal auf welchem Platz der FCSP steht. Ich will euch nächste Saison wiedersehen und werde jedes Wochenende mit EUCH mitfiebern. Liebe Grüße aus dem Schwarzwald!

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