„Wir werden unser Herz auf dem Platz lassen, um den Klassenerhalt zu sichern“

„Wir werden unser Herz auf dem Platz lassen, um den Klassenerhalt zu sichern“

Der FC St. Pauli steckt tief in der Abstiegskrise. Arkadiusz Pyrka stellte sich den Fragen der Medienvertreter*innen.
Titelfoto: Stefan Groenveld

Der FC St. Pauli verliert erneut, das Wetter ist schlecht, die Stimmung betrübt. Nun gibt es vor den letzten beiden Saisonspielen erneute Verletzungen bei Karol Mets und Manolis Saliakas. Auch Jannik Robatsch wird dem FC St. Pauli wegen einer Verletzung erstmal nicht mehr zu Verfügung stehen. Ersterer sollte heute eigentlich vor die Mikros in der Medienrunde, stattdessen stellte sich Arkadiusz Pyrka erneut den Fragen der Medienvertreter*innen.

Frühe Fehler beseitigen

Zu den vergangenen Spielen gegen Heidenheim und Mainz 05 räumte Pyrka ein, dass die Mannschaft früh einen Fehler gemacht habe und danach einfach nicht mehr ins Spiel fand: „Wir haben in den letzten Spielen einfache und frühe Fehler gemacht. Das tötet das Spiel, denn wenn du am Anfang einen Fehler machst, verlierst du etwas an Energie. Das müssen wir in den nächsten Spielen beseitigen und ab den ersten Minuten fokussiert sein.“

Es sind nur noch zwei Ligaspiele zu spielen. Die Chance zumindest wieder auf einen Relegationsplatz zu kommen ist nicht gering, aber viel verändern kann man in der kurzen Zeit nicht mehr. So sieht es auch Pyrka: „Wir können jetzt nicht alles verändern. Es sind nur noch zwei Spiele aber ich denke, dass wir in der gleichen Struktur bleiben sollten wie vorher und ab der ersten Minute fokussiert sein.“ Auch mental habe sich trotz direktem Abstiegsplatz bei Pyrka nicht viel verändert. Der Glaube sei noch da. Das Spiel gegen Leipzig werde dennoch schwer und auch Wolfsburg sehr wichtig. Auch Bayern drückt er in dem Zuge die Daumen: „Ich glaube heute werden sie gegen PSG gewinnen und auch danach gegen Wolfsburg. Fingers crossed.“

Optimismus hochhalten

Bevor wir hier alles weiter schlechtreden, gibt es heute auch eine gute Nachricht zu verkünden: In großen Teilen des Trainings war auch Ricky-Jade Jones wieder dabei. Und dieser sorgt auch für gute Stimmung im Training. Auf die Frage ob Jones‘ Optimismus der Mannschaft helfen kann, sagte Pyrka: „Natürlich. Wir brauchen alle in dieser Situation und wir müssen zusammenhalten.“ Auch Pyrkas eigener Optimismus ist noch groß: „Natürlich ist dieser noch groß, weil wir alle daran glauben, dass wir noch in dieser Liga bleiben können. Das ist sehr wichtig für uns und wir müssen alles tun was wir können, um die Klasse zu halten.“

Pyrka selbst kennt den Kampf gegen den Abstieg bereits aus der polnischen Liga: „Wir haben gekämpft, um in der Liga zu bleiben. Es ist also nicht ganz was neues für mich und ich habe schon Erfahrungen in Abstiegskämpfen.“ Der 23-jährige ist im Team gesetzt, seine Stärken: Stabilität und Selbstbewusstsein. Aber er ist auch selbstkritisch. Denn die vergangen Spiele schaue sich Pyrka nochmals zweimal an um seine Fehler aber auch seine guten Aktionen zu analysieren. Nicht immer leicht: „Ja, es ist manchmal hart aber ich muss es machen, damit ich mich verbessern kann.“

Nichts zu verlieren?

Wenn man auf den 1. FC Heidenheim schaut, dann wirkt es so als würde die „Nichts zu verlieren“-Attitüde der Heidenheimer gerade aufgehen. Aber kann das auch für den FC St. Pauli funktionieren? Das sieht Pyrka nicht so, denn es gibt was zu verlieren und das würde den Abstieg bedeuten. „Ich glaube nicht, dass wir nichts zu verlieren haben. Wir müssen gewinnen und natürlichen glauben wir daran, dass wir gegen Leipzig und danach Wolfsburg gewinnen können.“ Und auch in der Tabelle steht Pyrka lieber höher als jetzt: „Wir werden alles tun, um vor Wolfsburg zu stehen und wir werden unser Herz auf dem Platz lassen, um den Klassenerhalt zu sichern.“ Weiter sagte Pyrka: „Es ist egal, auf welchem Tabellenplatz wir jetzt stehen, es ist wichtig auf welchem Tabellenplatz wir am Ende der Saison stehen.“

Und um selbst noch meinen Frust abzulassen: Eines sehe ich genau wie Pyrka, denn wir haben was zu verlieren. Umso wichtiger ist es, dass die Spieler sich in den letzten beiden Spielen endlich daran halten, was sie selbst immer predigen: Daran zu glauben zu gewinnen. In den letzten Wochen ist nirgends wo anders so oft das Wort „believe“ gefallen wie beim FC St. Pauli. Das möchte ich am Samstag endlich auf dem Platz sehen. Denn eines ist klar: Die Fans tun alles in ihrer Macht stehende, den Glauben hochzuhalten. Die Mannschaft muss es noch beweisen.

Immer weiter vor!
// Nina

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