Der FC St. Pauli reist morgen nach Darmstadt, im Clubheim fand eine Veranstaltung zu 50+1 und den 1. Frauen statt und in Usbekistan fallen Traumtore. Die Lage am Donnerstag.
FC St. Pauli
Darmstadt 98
Beginnen wir mit dem „Vor dem Spiel“-Gespräch, das Casche mit Matthias vom Kickschuh-Blog führte.
Auch die Pressekonferenz fand bereits statt, rekordverdächtige 17 Minuten investierte Marcel Rapp gestern in die Fragen der anwesenden Medienvertreter*innen. // YouTube
Der Trainingskader hat im Vergleich zur Vorwoche keine Veränderungen, es gibt also keine neuen Verletzungen. Ob Spieler wie Marcus Mathisen oder Rony Jansson, die ja schon länger wieder im Training sind, auch Kandidaten für den Spieltagskader sind, wird sich zeigen.
Stimmen vor dem Spiel
Louis Oppie und Mathias Rasmussen haben sich im Vereins-TV (6m33s) zum morgigen Spiel bei den Lilien geäußert und blicken dabei natürlich auch nochmal kurz auf das Spiel in Hannover zurück.
FC St. Pauli von 1910 e. V.
FCSP-Stammtisch
Das sehr empfehlenswerte Format des „FCSP-Stammtisch“, wo der Verein in zwar öffentlicher, aber doch intimer Atmosphäre des Clubheims vereinsinterne und allgemeine Themen bespricht, hatte gestern Abend eine Neuauflage. Auch diese war wieder gut besucht und dürfte inhaltlich die Anwesenden schlauer gemacht haben.
50+1
Oke Göttlich, neben seiner Funktion als FCSP-Präsident ja auch in den obersten Gremien der Bundesliga (formerly known as DFL) und DFB, erläuterte zunächst einmal die aktuelle Situation. Diese besagt nach dem Urteil des Bundeskartellamts, dass 50+1 zwar grundsätzlich umsetzbar ist, aber eben für alle gleiche Voraussetzungen gelten müssen. Dieses beißt sich aktuell noch mit den etablierten Ausnahmen Wolfsburg (VW) und Leverkusen (Bayer), sowie den in den nächsten Jahren möglichen weiteren Ausnahmen Leipzig (Red Bull) und Hannover (KIND-Hörgeräte).
Am 3. Dezember findet die nächste DFL-Versammlung statt, hier soll ein Meinungsbild unter den Vereinen eingeholt werden. Großes Ziel müsste sein, eine gemeinsame Lösung zu finden, die auch von jenen vier Vereinen akzeptiert wird und diese Ausnahmen dauerhaft abschafft, gleichzeitig aber verhindert, dass diese dagegen klagen. Umgekehrt muss es natürlich die „gleicheren“ Voraussetzungen schaffen, damit man die Vorgaben des Kartellamtes erfüllt.
Konkrete Ideen dazu, wie ein solcher goldener Kompromiss aussehen könnte, gab es aber auch an diesem Abend nicht. Es bleibt also spannend.
Zukunft der 1. Frauen
Hanna Obersteller befasste sich mit dem Beschluss der Abteilung Fußball Frauen und Mädchen, wonach die 1. Frauen aus der Abteilungsstruktur herausgelöst wurde und das Präsidium damit beauftragt wurde, die Weichen für eine Professionalisierung des Teams zu stellen. Dabei wurde zunächst die bisher herrschende Abteilungsautonomie erläutert, die eine Grenze des Leistbaren mit sich brachte.
Langfristig soll der Weg (mindestens) in die 2. Liga gehen, dafür wäre aber wahrscheinlich schon ein Investment in Millionenhöhe nötig – und die Gründung einer eigenen Gesellschaft, in welcher konkreten Form auch immer. Hierfür bräuchte es dann auch einen strategischen Partner. Nein, natürlich keinen externen Investor aus der Golf-Region oder Russland, sondern eine möglichst St. Paulianische Lösung. Laut Obersteller könnte dies beispielsweise die Genossenschaft sein, konkrete Entscheidungen gibt es nach der kurzen Zeit aber noch nicht. Auch eG-Vorstand Miriam Wolframm war vor Ort und bekräftigte die generelle Bereitschaft dazu. Dies bedürfe aber natürlich noch Gesprächen und Beschlüssen der Mitgliederversammlungen von Genossenschaft und Verein.
Die konkrete, aktuelle Herausforderung für die kommende Saison ist der Spielort für die (sofern man sich sportlich qualifiziert) neue 3. Liga. Sowohl die FeldArena als auch die angedachte Alternativen der Wendenstraße und der Platz an der Sternschanze dürften den nötigen Vorgaben (insbesondere in Bezug auf Platzlänge) nicht entsprechen und einer Ausnahmeregelung bedürfen. Wichtig sei aber, so Göttlich, dass man jetzt nach vorne schaue und sich nicht daran stört, dass die Situation um beispielsweise die Trainingsmöglichkeiten nicht ideal ist. Man müsse sie eben verbessern, sei es kurz- oder zumindest mittelfristig.
Döntjes
SC Freiburg: Repressionen in Monaco
Der „Traum von Europa“, der sich für uns ja irgendwann vielleicht noch erfüllen könnte, verkommt fantechnisch immer mehr zum Albtraum. Aktuellstes Beispiel ist das heutige Spiel des SC Freiburg bei AS Monaco. Erste Erlasse der monegassischen Behörden konnten gestern Abend zwar auf einer Sicherheitsbesprechung nach Intervention des SCF zwar noch abgeschwächt werden. Eine 30-minütige Blocksperre und das Verbot des Tragens von Fankleidung außerhalb des Stadion sind dann aber doch eher Dinge, die man bei einem deutlich brisanteren Spiel erwarten würde, als es Monaco – Freiburg jetzt vom Klang her ist. // scfreiburg.com
Zu guter Letzt
Bobur Farhodov spielt für ein Universitätsteam in Usbekistan – und ganz vielleicht hat er da ja auch die Chance, zumindest die Wahl zum Tor des Monats zu gewinnen. // Instagram
Forza St. Pauli!
// Maik
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