Thees #10: Außer Lilly hat sich niemand gemeldet

Thees #10: Außer Lilly hat sich niemand gemeldet

He’s back! Schreibblockade? Besseres zu tun? Neues Buch über die Toten Hosen? Kein Bock mehr auf einen FC St. Pauli ohne den Trainer, der doch sein Letzter sein sollte?
Egal – die neue Kolumne von Thees Uhlmann ist da.

Liebe St Pauli Fans! Wenige von Euch werden sich gewundert haben, warum ich so lange nichts mehr geschrieben habe, aber ich erzähle es Euch trotzdem.

Traubich

Wisst Ihr was? Ich war traurig. Und aus irgendeinem Grund sagt man in meiner Familie nicht „Ich war traurig!“, sondern man sagt „traubich“!
Ich weiß noch, wie mein Opa in HH-Stellingen beerdigt wurde. Wir gingen danach zum Leichenschmaus in das FALK-HOTEL an der Kieler Straße. Mein Vater weinte am Grab und ich war noch so klein, dass ich nicht wusste was Trauer ist und ich wusste auch nicht, dass Erwachsene auch heulen können und ich fragte ihn, warum er weint und er sagte: „Ich bin traubich!“
Alter, da können wir jetzt hinfahren zum Friedhof und ich würde das Grab finden.

Das mit dem „traubich“, ich glaube, das geht zurück auf so Kindersprache von meinem Bruder und mir, die wir früher benutzt haben.

„Oah Duut“ heißt „großes Schiff“ und „Luftkreiser“ heißt „Helikopter“.
Meine echt superere Tochter hat zum Beispiel immer „Zwingerlinge“ gesagt, statt „Zwillinge“. Und sie hat „Fernseherturm“ gesagt, anstatt „Fernsehturm“. Ich finde beides näher an der Realität irgendwie, aber sicher werden alle Eltern, die das hier lesen, ähnliche Sachen haben. Lieben wir!  Schreibt doch in die Kommies, wo Eure Kids was gesagt haben, was falsch, aber genial war.
Und in diesem Blut der Familie Uhlmann sagen wir seit 1981 nicht „Gänsemarkt“.
Wir sagen „Entenplatz“!

Ich war einfach traubich. Ich habe immer noch keine Ahnung von Fußball, ich habe immer noch nur sieben Sachen, die mich interessieren. Und davon sind meine Mutter und meine Tochter und Bier schon drei. Viel bleibt da nicht. Und St. Pauli ist eine andere davon.

Aufnahme aus meinen Hirn, wenn ich mich nicht für St. Pauli interessiere.
Es ist schon groß, aber auch ein wenig überdimensioniert!

Es liegt nicht daran, dass Schulle der erste Promi war, der mir jemals eine E-Mail geschrieben hat. Auch nicht daran, dass ich einen halben Song darüber geschrieben habe, dass ein Typ, den ich kenne, Trainer meines Lieblingsfußballclub geworden ist.

Sieben Sachen sind genug

Es lag einfach daran, dass ich eine gewisse Zeit so glücklich war, weil alle diese sieben Sachen, für die ich mich interessiere, ineinander gegriffen haben. Und das war eine schöne Zeit. Vielleicht so schön, wie es sein kann für jemanden, der seit über 30 Jahren nur sieben Sachen hat für die er sich interessiert.

Okay, ich versuche jetzt mal einen Satz. So Golo Mann-mässig.
„Während mich meine Tochter in einer Diskussion besiegte, nachdem ich mit meiner Mutter telefonierte und wir uns sagten, dass wir das eigentlich ganz super finden, stellte ich fest, dass niemand so viele Konzerte während Corona spielte, wie wir, plante ich einen Besuch der „Wonder Walls“ Ausstellung in Düsseldorf und als in diesem Moment Marcus anrief und sagte: „Wir haben einen neuen Song fertig!“ sagte ich: „Das finde ich gut! Ich liebe Eure Band“ worauf er fortfuhr, dass ich morgen vorbei zukommen habe bei ihm, weil dann St Pauli spielen würde und die gewinnen würden und wir dann Bier und Weisswein trinken bis wir weinen, aber nicht weil wir traubich sind, sondern weil wir uns freuen, dass wir leben.“
Lass kurz durchzählen… ja, sind sieben.

Aber St Pauli gewann einfach nicht mehr. Tim Ecksteen schrobte nach jedem Spiel über acht DinA4-Seiten “xG Wert von 143, aber trotzdem nicht gewonnen.“ Gefühlt 25x. Ich hatte mich so wohl gefühlt in meinen sieben Sachen, aber dann wurde eben einfach Schulle gefeuert.
Ich habe nie das Fachliche angezweifelt, aber mein Herz war einfach kaputt. Keine Power mehr.

Für eine kurze Zeit war ich im absoluten FC St.Pauli Zustand der Komplettheit. Und ich spreche jetzt zu den ganzen 29.000, die sich seit Jahren in dieses schöne Stadion quälen und zu den ganzen Fans am Äther und an der Röhre, häufig war das nicht in den letzten 3-4 Dekaden. Gott, wie lange das alles schon ist. Das macht einem ja Angst.

Nächster Halt „St. Pauli – Bitte spüren Sie nichts!“

Und dann kam das Schlimmste.
Weihnachtsfeier GHvC. Ich mit dem Zug B-HH Hbf und dann mit der Gelben zur Feldstrasse zum GHvC und eine Station vor der Feldstrasse ist die U-Bahnhaltestelle „St. Pauli“ und ich spürte einfach… nichts.

Egal in welcher Liga, egal, wie alles immer war, ich bin immer durch diese U-Bahnstation gefahren und habe gedacht: „Hier ist das!“ Und in meinem Kopf ist das „ist“ am stärksten betont. „Hier ist das, was mich ausmacht! Hier ist meine Geschichte, hier ist mein Erlebtes, hier werde ich jubeln und wütend sein. Hier sind meine Freunde und 100 Leute, die ich wegen dem hier kennengelernt hab!“

Und ich spürte einfach nichts. Schaute aus dem Fenster und mein Puls ging nicht nach oben und mein Herz sackte nicht nach unten, was, wie ihr alle wisst, auch schon häufig vorgekommen ist, wenn man diese U-Bahnhaltestelle sieht.
„Du bist raus!“ dachte ich.

Hier noch mal gesagt, das war kein fachliche Enttäuschung. Das war eher eine sturmreif geschossene Beziehung, in der das Lieblingsrestaurant in dem man sein erstes Date hatte jetzt auch noch zugemacht wurde und da jetzt ein „Schweinske“ drin ist. Junge, ist das ist krummer Vergleich, aber raffen tut das trotzdem irgendwie jeder, was ich meine.

„Ich bin raus bei St. Pauli!“, meinte ich zu Reimer und Marcus bei der Weihnachtsfeier und Reimer meinte: „Quatsch bist Du. Ich mein, was willst Du machen? Ist halt Scheiße, weiß ich jetzt auch nicht!“, aber er sagte den Satz so warm und kümmernd zu mir, dass ich das auch nicht vergessen werde.
Und Wiebusch, wenn ich mich richtig erinnere sagte: „Als ob!“

„Thees, mach mal Daumen hoch auf dem Foto. Damit sieht man immer intelligenter aus, als ohne!“ – „ALS OB!“

Das ist so super, wenn der das sagt, weil das nämlich eigentlich daher kommt, dass er mit seinem Sohn einmal Tagesschau geschaut hat und es um Ursula von der Leyen ging und sein Sohn dann meinte: „Als ob die Ursula heißt!“

Junge, da haben wir gelacht. Und ehrlich gesagt, lache ich jetzt auch gerade um 4:46h am 31. März 2023, aber ich darf nicht so laut lachen, weil hier OFFENSICHTLICH NOCH GEPENNT WIRD.
Wiebusch also so: „Als ob!“ und ich sagte: „Nuääääh!“ und alle, die mal beim GHvC gearbeitet haben, wissen genau, wie sich dieses „Nuäääh!“ anhört. Hallo Malek, Frauke und Simon. Renke arbeitet auch beim GHvC, aber der ist HSV`er und liest das hier natürlich nicht. Der guckt „der Sievi“! Aber an den natürlich auch schöne Grüße. Also an beide.

Because maybe…

Ich besuchte also diese Wonder Walls Ausstellung in Düsseldorf und ging vorher noch mit Carla am schönen Rhein spazieren. In irgendeinem Plastikverschlag eines Restaurants am Fluss lief das Spiel Nürnberg gegen St. Pauli. Ich erkannte das an den Vereinslogos, die auf dem TV eingeblendet waren und ich spürte einfach nichts.

Das war geil. Die Glückseligkeit meines Sonntagsgefühls war nicht mehr abhängig vom Ergebnis eines Fußballvereins. Mein Gott, ist das ein schönes Gefühl. Das könnt Ihr Euch gar nicht vorstellen. Absolut befreiend.

Die Ausstellung war nun wirklich eine der besten zehn Sachen, die ich in den letzten zehn Jahren in Deutschland gesehen habe, aber dazu an anderer Stelle noch mal mehr. Ich schaute nicht auf mein Handy in der Ausstellung wegen der Aufstellung, genoss einfach die Kunst und die Liebe zur Kunst, die sich in Sammellust manifestiert.
Musste dann danach noch schnell mit dem ICE aus Düsseldorf wieder nach B, schaute im Zug auf mein Handy.

Wiebusch schrieb: „Alter, wir haben gewonnen!“
Und ich schrieb: „Mir egal. Ich war im Museum!“
Und er so: „Als ob Du im Museum warst!“

Ich bei der „Wonder Walls“ Ausstellung.
DAS IST DOCH KEINE KUNST! DAS IST DOCH NUR SPIELZEUG!!!
Im Vordergrund muss eine pupen.

Tage vor dem H96 Spiel traf ich Freund Knut in einer Spitzengaststätte in Berlin. Der ist so DSC mässig unterwegs. Wir haben gebiert und ich erzählte ihm von meinen Problemen. Es ist ja nicht so, dass St. Pauli mein einziges Problem wäre. Hehe.
Er erzählte von seinem Kind und seinem Haus und wie super das alles ist und ich dachte: „Irgendwie schöner, als sich für Fußball zu interessieren!“
Er wollte auch noch zu dem Spiel, wegen einem Freund von H96.

„Gegen Hannover zu gewinnen ist nie schlecht!“, dachte ich, aber ich dachte auch: „Mensch, jetzt ist er drei Stunden später bei seiner Familie und jetzt hat H96 auch noch verloren.“ Richtig abgefuckt in my brain.
Nach Kaiserslautern dachte ich: „Im Stile einer Spitzenmannschaft!“

Okay, das habe ich nicht gedacht, denn dann würde ich ja vorgaukeln, dass ich irgendeine Ahnung von Fußek habe, aber ich dachte: „Jetzt steigen die auf keinen Fall mehr ab und 300 Leute, die ich kenne müssen keine Angst mehr haben!“

Das ist ein gutes Gefühl, wenn man sowas denkt.
So sollten viel mehr Leute denken.
„Schau, ich hatte schon immer Recht!“ ist hingegen ein frivoler Gedanke von Langeweilern. Da war ich in Wien, als ich das gedacht habe.

Mit zehn beste Fußballaufkleber, die ich je gesehen habe. Und dann ist der auch noch vom Hockey!
Geil, dass auf den Trikots mein Name steht!

Tristan und Isolde Betterov

Wiebusch hatte mich eingeladen, ob wir zusammen zum Betterov Konzert wollten ins Ü&G. Und dieser Betterov ist ja nun mal mit Tristan Brusch zusammen mit am geilsten zur Zeit an Mucke. Checken Sie das mal aus.
Junge, ist das auch schon wieder ein Schweinedeutsch.

Nachmittags war das Spiel gegen Magdeburg und Marcus sagte: „Und dann schauen wir erstmal das Spiel zusammen!“ So richtig pädagogisch hat der das auch einfach gemeint.

Und ich so: „Nuääääh!“
Und er dann so: „Dann kannst du ja um den Block laufen!“ Macht dann natürlich auch keiner und gegen Magdeburg muss ja nun auch unter allen Umständen gewonnen werden.

Wurde dann auch. Wir schauten das Spiel dann in einer schönen Mischung aus Menschen, die ich sehr mag, zwischen zwölf und 60 und dann hab ich das nicht mehr ausgehalten ab der 80. Minute und hab so rumgestanden und gehibbelt vor dem Fernseher bei Marcus und Marcus sagte: „Da steht er ja wieder!“

Den Satz kannte ich vorher nur aus anderen Zusammenhängen. Hehe!
Nee, Wiebusch so: „Da steht er wieder!“
Und ich so: „Was soll man denn auch machen? Los jetzt!“

Und ich liebe das „Los jetzt!“ zu schreien. Egal, ob vor einem Konzert, bei einem Konzert, vor dem Ausgehen, am Tresen oder wenn meine Tochter trödelt.

Es ist ja ein vermeintlich (Alter, wie kann man 30 Sekunden überlegen, wie „Vermeintlich“ geschrieben wird um es dann doch nachzuschlagen. Ich mach das doch beruflich!) religiöser Ausruf. Ein Flehen an die Dinge. Der Anruf an eine höhere Macht, dass die Gunst gönnen soll. Und die Gunst gönnte. Die neue…

„Du bist wieder drin!“ schrie Wiebusch mich an.
„Alter, ich bin wieder drin!“ sagte ich und Marcus schüttelte mich wie ein Kokosnussbauer seine Palme schüttelt, damit die Frucht runterfällt.

Außer Lilly Blaudszun hat sich niemand gemeldet! Und die auch nur vorher

Der Auftritt von HRO war so unangenehm, dass noch nicht mal meine Freunde aus Mec-Pom sich danach gemeldet haben. Bester Moment des Spiels, wie HRO kurz vor der Pause die drei Dinger versiebt und Leart Paqarada danach einfach lachen muss im Strafraum. Für Sie 26 x mal auf sportschau.de nachgeschaut!

Paderborn dann bei Formi auf einem TV-Gerät geschaut, auf dem vermutlich noch nie ein „Saaaangt Pauley“ Spiel in der Einzelkonferenz gelaufen ist. Oder wie mein Freund Michael Pahl, der auch da war, mir vorher per SMS schrieb: „Es wird sich verboten anfühlen, wie unehelicher Sex im Schlafzimmer des Papstes. Bin dabei.“

"Wer will noch ein Bier?" Viele Grüße an Sven!
„Wer will noch ein Bier?“ Viele Grüße an Sven!

So reden wir über deinen Fernseher, Axel. Auch irgendwie schön.
Sandhaufen, von denen ich mir so sehr wünsche, dass sie nicht absteigen, schaute ich mit Malte und seinem 11-Jährigen Sohn Tilmann bei mir zu Hause. Leute, ich hab ein veganes Chilli gemacht, dass treibt den Mexikanern die Tränen der Rührung in die Augen. Ich machte einen Klecks saure Sahne drauf und sang: „Ich koche braun – weisses Essen. BRAUN WEISSES EEEEESSEN. Ich koche braun-weisses Essen!“

Wenn zu Dir ein 11-Jährige Berliner kommt, der St. Pauli Fan ist, dann musst Du abliefern. Alles andere ist purer Egoismus. Junge, das war ein schöner Nachmittag!

Danke, ne?

Ich möchte mich bei allen im Verein bedanken, die es geschafft haben uns so eine Rückrunde zu machen. Allen voran natürlich der Mannschaft und dem Trainerteam.

Ich möchte mich bei Timo Schultz bedanken für eine der schönsten Zeiten, die ich als St Pauli Fan je hatte.
(Es ist 5.43h und ich bekomme gerade eine Email vom MillernTon, dass Tim schon zu Regensburg den Vorbericht gegönnt hat. Völlig bizarr. Guten Morgen, mein Lieber! Soll ich Dir mal mein 5 Minuten Frühstücks-Porridge Gericht verraten?)
Ich möchte mich bei Oke und Borne bedanken. Ich weiß, wie das ist, wenn Sachen wirklich schwer sind, aber man sie dann macht.

Ich möchte mich bei Tim Ecksteen für ein nächtliches Telefonat unserer SMS-Gruppe bedanken. 
Ich möchte mich bei meinen ganzen Freunden und Freundinnen und meiner Tochter bedanken, die sich wirklich um mich gekümmert und nachgefragt haben in dieser komischen Zeit. Also wirklich, wirklich, wirklich jetzt!
Liebe Grüße an meine Frau Rainer G. Ott. Komm schnell wieder!

Ja, meine Liebe hat eine Delle bekommen, aber ich mag auch nicht, wenn es immer gut und schön sein soll. Ja, ich war an einem Punkt, den ich noch nicht kannte, aber irgendwie ist das auch gut zu wissen, dass man wieder umkehren kann.

Ich war weg, aber es ist ein gutes Gefühl wieder da zu sein.
Los jetzt!
// Thees

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24 thoughts on “Thees #10: Außer Lilly hat sich niemand gemeldet

  1. Schön kolumniert mal wieder, Thees!
    Übrigens war unsere (also dem FCSP seine) Hinrunde für mich bei den Spielverläufen in weiten Teilen so: Jemand kocht ein total leckeres veganes Chilli und ich schaue mit Begeisterung zu und freue mich auf das Essen und kurz vor Ende kommt ein Depp (vom Gegner) und schüttet saure Sahne (unvegan) in den Pott, was die ganze schöne Mahlzeit versaut und es für mich ungenießbar macht… *Zwinkersmiley*

  2. ich zitiere mal aus dem text eines liedes: „tragik ist wie liebe ohne happy end und eines ist wirklich sicher: dass die tragik st. pauli kennt! …“
    und weiter heißt es da: „manche hängen ihre fahnen in den erstbesten wind doch die liebe beweist sich erst, wenn der wind zunimmt und liebe ohne leiden hat noch niemand gesehn. …“
    aber, wem schreibe ich das!?
    ich glaube, die liebe zu seinem verein ist wie herpes: hat man sich erst einmal infiziert, bleibt der virus ein leben lang im köper….
    in diesem sinne: schön, daß du wieder drin bist!

  3. Becke- becke für Erdbeere,
    Hinnerk-Brötchen für Rosinenbrötchen( Funfact: beim Bäcker mal im vollen Ernst Hinnerkbrötchen bestellt und dann in fragende Augen geguckt. Declination: Hine- Rosine, Hinnerk – Rosinen

    1. Bei uns war‘s die „Elbvielfallomonie“. Ob mein Sohn das nun mit v oder f schreiben wollte weiß ich nicht. Und natürlich der „Liebe, gute Weinermann“.

      Ansonsten Danke, Thees. Ich gebe den Text mal meiner Frau zum Lesen, wenn sie heute zwischen 13:00 und 14:50 sehr angestrengt versucht „nix“ zu machen. Das „nix machen“ macht sie bei jedem Spiel seit Anfang des Jahres.
      Los jetzt!

  4. Welcome back, Thees. Ich hab dir ja damals gleich aus dem Stadion in Nürnberg geschrieben, du sollst zurück kommen. Grüße vom Sandhaufen – Team Tilman und Malte!
    Los jetzt!

  5. Einfach herrlich! Danke Thees, für diesen Beitrag und für das Grinsen in meinem Gesicht.

    Ich erinnere mich an Star Wurst und Musik aus dem Radiö…schön war’s.

  6. Och Thees… Dankeschön dafür! Es hat sich tatsächlich wie großer, trauriger, teeniemäßiger Liebeskummer angefühlt und ich dachte die ganze Zeit, dass sich das irgendwie nicht so recht gehört für uns kummergewohnte, erdige Kämpfer… und es tat trotzdem so weh. Und genau deswegen tröstlich, dass du ähnlich drauf warst und das auch so ganz ehrlich und offen sagst.
    Ist schön, dass die Betäubung endlich nachlässt und wir wieder singen und hoffen und richtig feiern können! Danke dir!

  7. Komme jetzt zum Regensburg Spiel und habe eine Frage:Warum hält Medic beim Spielaufbau den Ball so übertrieben lange?Und verzögert ein schnelles Spiel?
    Im übrigen in den letzten Spielen auch schon.

  8. „Schmierig“ statt „schwierig“ habe ich immer gedacht und gesagt. Jetzt bin ich (auch) alt. Uns keine Kinder, die es mir gleich tun könnten. Aber St. Pauli walzt alles nieder, Mathilda! Die Rauten scheißen sich schon in die Hosen (wer?!). Ich freu mich. Liebe Grüße!

  9. „Abverredet“

    Ist aber – wie das andere auch – schon länger her 🙂 Was noch manchmal vorkommt sind unkorrekte Vergangenheitsformen bei Verben, aber das ist die Deutsche Sprache auch so unfassbar schwierig und unlogisch.

  10. Er geht – er ging. Er fleht – er fling, äh flehte. Er flieht – er floh, er steht – er sting, äh stehte, äh stand. Er sieht – er sing, äh siehte, äh soh, äh sand, äh sah 😂

  11. Uff. Sehr anstrengend zu lesen. Ich habe „Hinter all diesen Fenster“ geliebt und auch auf „Die sonnige Nacht“ lasse ich nichts kommen, aber mit seiner Art zu schreiben, werde ich einfach nicht warm.

  12. Klarer Fall von Modefan 😉 Ich muss aber selbst sagen, ich fremdle immer noch mit dem, was da ohne Schulle abgeht, obwohl ich bei jedem Heimspiel dabei bin und die auswärts vor dem Schirm verfolge. Ja, Timo fehlt mir immer noch und kein Rekordeinstandstrainer wird das jemals ändern können. Das kann doch nicht mehr mein FC St. Pauli sein: Gegen Sandhausen hätte man früher immer verloren. Da waren wir doch der perfekte Aufbaugegner! Gegen Regensburg, wo Platz 4 möglich war, erst recht – allein schon weil ich vor dem Spiel den Gedanken ausgesprochen hatte. Ich betrachte das alles mit durchaus wachsendem Wohlwollen. Aber das alte Feuer des Sozialromantikers brennt nicht mehr, vielleicht ist noch ne ordentliche Glut da, wie in einer immer noch gut funktionierenden Vernunftbeziehung, die mal voller Liebe war. Mit zwei Ausnahmen: Gehen eine eklige Lauterer Mannschaft wollte auch ich unbedingt gewinnen und gegen asigge Rostoggä erst recht. Alles andere soll sich gerne fügen – aber das ist doch nicht mehr mein St. Pauli mit der vollgeheulten Schulter. Obwohl: Dass das alles ohne Schulle passiert, ist wirklich zum Heulen.

  13. Bei uns heißt Harry Potter immer noch Henry Potter, auch wenn er noch nie etwas von ihm gesehen hat.
    Wenn ich ihn dann korrigiere sagt er:“ Papa du bist peinlich!“
    Ja, das stimmt. Was soll ich machen?

  14. Hi Thees, toller Text, trifft meinen Nagel des Lebens auf den Kopf.. das Hin und Her derLiebe zu Werten, FCSTP, Trainer und Freunde und Familie
    Danke, regt zum Nachdenken an.
    Bei uns: Mein jetzt 15-jähriger sagte immer Dwäto zum Berliner Fernsehturm (200 Tage gedauert es herauszufinden), Dadasda hat uns irre gemacht (Eltern zeigen auf tausend Dinge mit:“Meinst du das oder das?“, die es alle nicht waren) Kommt der große Bruder und sagt: Sie will Madagaskar gucken, ist doch klar. Bluffdangblong war der Luftballon und die Hubslade war die Schublade.
    Los jetzt, noch 6 Punkte und dann Hertha in der Relegation rauskegeln

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