1. Frauen: 3:1-Sieg bei Hannover 96

1. Frauen: 3:1-Sieg bei Hannover 96

Die 1. Frauen des FC St. Pauli holt in der Eilenriede einen wichtigen Sieg im Abstiegskampf. Der Bericht des Teams zum 3:1 bei Hannover 96.
(Titelfoto: Archivbild von @eddy.photogr)

Trainingswoche und Anreise

Wir können die Tabelle natürlich auch lesen und wissen um unsere Situation. Ähnlich wie bei den Profis sprach auch Kalli bei uns von den „sieben Endspielen“, die noch anstanden. Das erste davon am Sonntag in Hannover, zum Glück mit einem nicht nur guten sondern auch hochverdienten Ende für uns. Doch der Reihe nach.

„Wir hatten uns viel vorgenommen“ – diesen Satz haben wir hier gefühlt in jedem zweiten Artikel verwendet, oft leider gefolgt von einem „aber es hat nicht sollen sein“.
Doch wir hatten in der Länderspielpause (oder Osterpause, je nach Sichtweise) ja in den beiden Pokalspielen nicht nur gewonnen, sondern auch gut gespielt, sehr souverän das Finale erreicht und uns somit auch wieder Selbstvertrauen erarbeitet.
Apropos Finale: 24. Mai, Hoheluft, kommt alle!

Für die Reise nach Hannover stand uns wieder der Bus der Profis zur Verfügung. Aufgrund der Erfahrungen der Vorjahre, wo wir uns für Hannover aufgrund eines Staus auch schon mal im Bus umziehen mussten, sind wir extra früh losgefahren und diesmal auch überpünktlich angekommen.
Gut gestärkt mit einem Snack, den in der Regel Chris für uns vorbereitet. Der war leider verhindert, weil er in der FeldArena gebraucht wurde. Dafür konnte Kalli ihm dann nach dem Spiel ein Foto mit dem Ergebnis schicken.

Geteiltes Foto, links ein Zettel mit der Spielpaarung und dem Wort "Verpflegung", rechts ein aus Mini-Salamis und Käsewürfeln gelegtes 3:2 auf einer Snackbox.

Für den letzten Motivationsschub sorgte dann Josie, die in der Kabine die Tabelle aushing. Natürlich inklusive dem Pfeil nach oben auf Rang 9, den wir mit einem Sieg erreichen konnten.
Danke, hat geklappt.

Das Spiel

Vielleicht hatte 96 einen nicht so guten Tag erwischt. Wir hingegen merkten von Beginn an, dass alles ineinander griff. Auf dem großen Kunstrasen standen wir defensiv gut und konnten viele Bälle erobern, fanden auch auch spielerische Lösungen im Spiel nach vorne.
Wir hatten früh die Kontrolle und erarbeiteten uns auch gute Chancen. Die Führung fiel nach einer guten Viertelstunde dann nach einer Ecke. Eigentlich waren es gefühlt sogar eher acht Ecken in Serie. Bei dieser stellten wir dann aber Torfrau und Fünfmeterraum zu. Der Ball kam zu Linni am Elfmeterpunkt, die sehenswert per Direktabnahme verwandelte. Ihr erstes Tor in der Regionalliga in ihrem 45. Spiel für uns. Allerdings hatte sie sie ja auch im Pokal schon getroffen.

Tor eins und einhundert

Von der Eins zur Einhundert: In der 38. Minute spielte Lotti den Ball vor dem Tor quer zu Hechti, die dann ENDLICH ihr 100. Regionalligator erzielte. „Endlich“ deswegen, weil sie als Stürmerin in dieser Saison einfach die Seuche hatte und der Ball nicht rein wollte. Ihr letztes Ligator hatte sie im März beim ETV erzielt – es war aber der März 2025. Umso größer war natürlich die Erleichterung, auch bei ihr:

„Es hat schon sehr an mir genagt, ich wurde natürlich mit der Zeit auch viel darauf angesprochen. Da muss man sich auch mental immer wieder aufbauen. Da haben mich die Mädels aber auch immer sehr supportet. Umso schöner, dass das jetzt endlich abgehakt ist.“

Julia Hechtenberg, FC St. Pauli, zu ihrem 100. Regionalligator

Wenn man uns in dieser ersten Hälfte einen Vorwurf machen wollte, dann (Story of Our Season) unsere Chancenverwertung. Hannover hätte sich auch zur Pause über ein 0:4 nicht beschweren dürfen.

Zweite Halbzeit

Doch wir legten nach Wiederanpfiff nach, mit einer Kopie des zweiten Tores. Nach einer knappen Stunde kam der Querpass dieses Mal von Hechti, Josie verwandelte zum 3:0. Thema durch, insbesondere aufgrund der bisher gezeigten Dominanz in unserem Spiel, oder?

Nee, denn „einfach“ können wir ja meistens nicht so gut. Also kassieren wir nur ein paar Minuten später das 3:1. Ganz vielleicht startete bei der ein oder anderen von uns in diesem Moment doch ein leichtes Kopfkino – aber nicht heute, nicht mit uns, nicht hier. Wir fingen uns wieder.
Auch dies ein Plus an Qualität, dass wir solche Rückschläge jetzt stabiler verarbeiten können.

Unterm Strich kann man sagen, dass wir sehr mutig aufgetreten sind und der Sieg auch in der Höhe verdient war, was auch unsere Gegnerinnen anerkannten. Bei besserer Chancenverwertung hätte der Sieg eher noch höher ausfallen können.

Weiter, immer weiter

Janice Hauschild im Teambus, vor ihr die aktuelle Ausgabe der 11Freunde.
Ob Anfield oder Eilenriede – einfach mal glücklich sein.

Doch wir sind ja noch lange nicht durch, es stehen noch sechs weitere Endspiele in der Liga an. Schon nächsten Sonntag folgt ein echtes Sechs-Punkte-Spiel, wenn wir bei Werder II antreten, die wir am Sonntag mit unserem Sieg auf einen Abstiegsplatz verdrängten.
Wir hoffen natürlich, dass Ihr uns wieder so zahlreich unterstützt wie schon in Hannover – und wir Euch und uns dann erneut mit einem Sieg belohnen können.
// FC St. Pauli 1. Frauen

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