Es ist nicht alles schlecht beim FC St. Pauli: Die 1. Frauen gewinnen 4:0 gegen den SV Hastenbeck und nähern sich dem Klassenerhalt. Der Bericht des Teams.
Titelfoto: @eddy.photogr
Heimspiel im Sternschanzenpark
Aufgrund des Profispiels am Millerntor und weil die Partie gegen den SV Hastenbeck ja schon mal verlegt worden war, mussten wir umziehen und hatten somit ein Heimspiel an ungewohnter Stelle, im Sternschanzenpark. Alteingesessenen Fans des FCSP ist dies als ehemalige Spielstätte der Amateure wohl noch ein Begriff.
Für die Zuschauenden war das sicher auch ganz nett, unsere überragenden Spielzüge mal aus der Höhe von zwei, drei Stufen bewundern zu können – auch wenn die meisten sich die Höhe dann doch wieder selbst nahmen, weil auf den Stufen gesessen wurde.
Die Frage, ob das hier dauerhaft als Heimspielstätte taugt, würden wir wohl vorsichtig mit einem „Zumindest aktuell eher nicht“ beantworten, da auch drumherum alles noch sehr provisorisch war. Den Catering-Verkauf mussten wir dieses Mal ausfallen lassen, dies ließe sich aber sicher kurzfristig regeln. Unangenehmer für uns da schon eher das fehlende warme Wasser in den Containern, sodass wir warten mussten, bis das Schiri-Gespann fertig war, um dann in deren Kabine zu wechseln. Klar, auch das ließe sich lösen und wo der Bus der Gäste parkt, kann uns ja auch eher egal sein.
Nicht wegdiskutieren aber lassen sich die Platzverhältnisse auf diesem knüppelharten Geläuf. Und nein, wir sind ja auch aus der FeldArena schon nicht sonderlich verwöhnt.
„Die Tabelle“ hing mal wieder ausgedruckt in der Kabine, dies hatte sich schon in den letzten Wochen als kleine Motivationsspitze ausgezahlt. Da das Nachholspiel an diesem eigentlich freien Wochenende das einzige in der Liga war, waren wir von keinen anderen Ergebnissen abhängig und wussten, dass im Falle eines Sieges der Sprung auf Rang 7 sicher wäre.
Außerdem hatten wir natürlich auch aus dem Hinspiel noch eine Rechnung offen.
Lazarett
Es ist soweit, wir könnten tatsächlich ein Elf-gegen-Elf aus „Verletzt gegen Gesund“ formen, wobei Letztere glücklicherweise auch immer noch Einwechselspielerinnen haben. So kommen immerhin auch immer mal wieder Spielerinnen aus der Zweiten zu Regionalliga-Einsätzen. Danke an Zoe, die gestern bei uns aushalf.
Trotzdem sind die vielen Verletzungen natürlich eine bittere Entwicklung für uns und wir hoffen ganz stark, dass sich das spätestens nach der Sommerpause wieder deutlich anders darstellt. Weiterhin einen guten Heilungsverlauf an euch alle!

Das Spiel
Die Geschichte des Spiels ist schnell und einfach erzählt. Das Wort „Klassenunterschied“ mag hart klingen, aber Hastenbeck kam im gesamten Spiel nicht gefährlich vor unser Tor und normalerweise hätte das Ergebnis noch höher ausfallen müssen.
Den ersten Treffer gab es zur Beruhigung der Nerven auch schon in der dritten Minute. Aksana wurde vor dem Strafraum gelegt und AnSo verwandelte den Freistoß sehenswert aus zentraler Position in den rechten Winkel. Die frühe 1:0-Führung, die nur vier Minuten später nach Doppelpass von Janice und Alessa und doppeltem Abschluss von Alessa auf 2:0 erhöht werden konnte. Wenn man ganz ehrlich ist, war die Partie da bereits entschieden.
Es dauerte aber bis zur 63. Minute, ehe dann Janice aus zentraler Position auf Neele durchsteckte, die frei durch war und der Torhüterin mit einem Abschluss aus 16 Metern flach unten links keine Chance ließ – 3:0, spätestens jetzt die Vorentscheidung.
Zehn Minuten vor Schluss traf auch Lina aus ähnlicher Position an nahezu die gleiche Stelle im Netz. 4:0, drei Punkte, Platz 7!

Nächste Woche nach Bremen!
Bei fünf Punkten Vorsprung und nur noch drei Spielen sieht es jetzt zunächst einmal entspannt aus. Dies haben wir uns in den letzten Wochen ja auch endlich mal mit den zum Spiel passenden Ergebnissen verdient. Angesichts des Restprogramms der anderen Teams da unten und weil auch der TSV Barmke noch ein Nachholspiel gegen Hastenbeck hat, sind wir aber noch lange nicht durch.
Am kommenden Sonntag geht es nach Bremen, bei ATS Buntentor würden wir um 13 Uhr gerne die nächsten drei Punkte einfahren.
Ach ja, und dann deckt Ihr Euch ja bitte alle noch mit Karten für das Pokalfinale ein. Die Hoheluft hat ja bekanntlich auch Stufen. // Instagram
// FC St. Pauli 1. Frauen
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