Holstein Kiel vs. FC St. Pauli 2:2 – zugekokster Flummi

Holstein Kiel vs. FC St. Pauli 2:2 – zugekokster Flummi

Ein wildes Spiel zwischen dem FC St. Pauli und Holstein Kiel endet mit 2:2 – weil der FCSP erst etwas Glück hatte und dann die Entscheidung verpasste.
(Titelfoto: Stefan Groenveld)

Es gibt so Spiele, bei denen ist die Vorfreude etwas größer als sonst. Auswärts in Kiel, das mag ich immer besonders gerne. Weil es immer so wahnsinnig intensive Partien sind. Und da aktuell auf beiden Seiten Trainer sind, die einen Fokus auf Offensivaktionen legen und bereit sind ins Risiko zu gehen, konnte auch für diesen noch immer sehr heißen Freitagabend eine intensive Partie erwartet werden. Enttäuscht wurde man nicht, wenn man mit dieser Erwartung an das Spiel herangegangen war. Etwas enttäuscht dürfte aber der FC St. Pauli sein. Weil er es trotz 2:0-Führung nicht schaffte, die Partie zu gewinnen.
Seit dieser Saison könnt Ihr beim MillernTon Noten von 1 bis 10 für die Spieler vergeben (1 für „Der hat diesen Sport ganz sicher in seinem ganzen Leben noch nie betrieben und ist allergisch gegen Bälle“; 10 für „Ich war damals im Stadion und habe das Privileg genossen, ihn spielen zu sehen. Nie war ich glücklicher.“). Am besten macht Ihr das, bevor Ihr diesen Spielbericht gelesen habt: Hier entlang.

Die Aufstellung

FC St. Paulis Trainer Marcel Rapp entschied sich dafür, die gleichen elf Spieler starten zu lassen wie zum Saisonauftakt gegen Fürth. Zwar konnte aufgrund des Kieler Spielstils und auch aufgrund von Rapps Aussagen auf der Pressekonferenz vor dem Spiel vermutet werden, dass Ricky-Jade Jones starten würde, doch Rapp erklärte nach der Partie, dass er mit dem Spiel von Taichi Hara gegen Fürth zufrieden gewesen sei und dieser es entsprechend verdient hatte zu spielen. Noch eine Überraschung hatte der Kader des FC St. Pauli parat: Neuzugang Dimitar Mitov stand direkt im Kader. Auch hier hatte Rapp auf der Pressekonferenz anderes verlauten lassen.

Auch Kiels Trainer Tim Walter ließ seine Startelf unverändert. Mit Takahashi und Tolkien fanden sich aber zwei neue Spieler im Spieltagskader wieder. Kiel agierte in einem 4-3-3 mit einem klaren Sechser und zwei offensiven Außenbahnspielern und den zu erwartenden Rotationen im eigenen Ballbesitzspiel. Damit hatte der FC St. Pauli vor allem in der ersten Hälfte Probleme.

Kiel macht das Spiel, St. Pauli die Tore

Im Spiel gegen die SpVgg Fürth hatte der FC St. Pauli viel Ballbesitz und konnte die Partie größtenteils kontrollieren. Nun hatte Marcel Rapp bereits vor der Partie angekündigt, dass es gegen Kiel wahrscheinlich nicht mehr so viel Ballbesitz geben werde. So kam es dann auch, am Ende hatte der FC St. Pauli einen Ballbesitzanteil von gerade einmal 35 Prozent. Doch wenngleich dem FCSP in dieser Partie durchaus auch mal längere Ballbesitzphasen gutgetan hätten, so war es auch Teil der Spielidee, eben nicht so viel den Ball zu haben beziehungsweise recht zielstrebig den Weg nach vorne zu suchen.

Es wurde dem FC St. Pauli aber von den Kielern auch nicht so leicht gemacht, den Ball in den eigenen Reihen zu halten. Die FCSP-Spieler wurden fast über das gesamte Spiel hinweg hoch angelaufen. Zudem sorgte das 4-3-3 der Kieler dafür, dass die Innenverteidiger des FC St. Pauli immer einen direkten Gegenspieler vor der Nase hatten. Entsprechend unruhig war das Spiel, ruhige Aufbauphasen des FCSP gab es nicht oder nur ganz selten zu sehen.

Von Kieler Druck beeindruckt

Durch das 4-3-3 der Kieler hatten die FCSP-Innenverteidiger also quasi Dauerdruck. Auch im Mittelfeldzentrum (drei Kieler gegen zwei St. Pauli-Spieler) gab es so gut wie keinen Raum. Dafür aber auf den Außenbahnen. Doch es gelang dem FC St. Pauli im ruhigen Spielaufbau im gesamten Spiel kaum mal, diese zu erreichen, vor allem nicht über Verlagerungen. Schade, dass das nicht klappte, denn oft waren die ballfernen Seiten wirklich komplett verwaist. Doch der Druck auf die Innenverteidiger war zu groß, um die Verlagerungen zu spielen, wie Marcel Rapp nach Abpfiff erklärte: „Weil Kiel hoch gepresst hat, war es für uns schwer, aus der Seite herauszukommen. Das hätten wir aber auch ein bisschen besser machen können.“

Doch der FC St. Pauli kam trotzdem zu Torchancen, sehr guten sogar (und das auch aus Aufbausituationen, wenn diese schnell abliefen). Die erste gab es aber nach einem Fehler der Kieler in der dritten Minute, als Kaars frei durch war und alleine auf Kiel-Torhüter Weiner zulief. Er habe vor dem Abschluss keinen guten Kontakt gehabt und dann Probleme bekommen, erklärte der FCSP-Angreifer nach der Partie. Sein schwacher Abschluss aus ähnlicher Position wie im Spiel gegen Fürth landete bei Weiner.

Die Chance von Kaars war der erste Abschluss der Partie. Die folgenden neun kamen alle von Holstein Kiel. Die Kieler hatten nämlich in den ersten 30 Spielminuten das Heft des Handelns in der Hand. Tim Walter sprach im Anschluss der Partie davon, dass der FCSP mannorientiert verteidigt habe. Doch das ist nicht ganz richtig. Denn gegen den „Walter-Ball“ agierte der FC St. Pauli mit einer Mischung aus Raum- und Manndeckung. Nur gegen einige Spieler und in einigen Spielfeldzonen wurde mannorientiert verteidigt. Ein Extrem-Beispiel dazu gab es in der 65. Minute, als Kiels Innenverteidiger David Zec ganz „Walter-Ball“-like seine Position hinten auflöste und plötzlich als Mittelstürmer agierte, eng verfolgt von: Martijn Kaars, der sich plötzlich neben Marcus Mathisen in der Innenverteidigung befand. Also doch mannorientiert?

Nein. Denn in vielen Szenen, vor allem auf den Außenbahnen, konnte gut beobachtet werden, wie Gegenspieler übergeben und nicht allzu eng bewacht wurden, die FCSP-Spieler eher Räume abdeckten. Zwar kam es durchaus vor, dass David Nemeth plötzlich gegen einen Kieler an dessen eigenem Strafraum verteidigte, doch oft wurde diese Aufgabe eher weitergereicht. Der FC St. Pauli spielte also nur teilweise mannorientiert. Gerade in der ersten Hälfte hätte es aber durchaus das ein oder andere Mal etwas mannorientierter sein dürfen oder zumindest so, dass das Team die defensiven Halbräume gut im Griff hat.

Zu tief, zu reaktiv

Damit zurück zum Kieler Offensivspiel und ihren neun Torabschlüssen, die es in den ersten 30 Minuten gab. Der FC St. Pauli presste gegen Kiel zwar initial sehr hoch, doch wenn es Kiel gelang. die erste Pressinglinie zu überspielen, dann fiel das Team von Marcel Rapp schnell tief (was ja grundsätzlich richtig ist). Allerdings war es in einigen Szenen zu tief und auch nicht aktiv genug, um im Mittelfeld den notwendigen Druck zu erzeugen. Denn dort hat Kiel aufgrund seiner 4-3-3-Formation eine nominelle Überzahl gegen die Doppelsechs des FC St. Pauli. Diese konnte nur dadurch ausgeglichen werden, dass FCSP-Innenverteidiger auf die gegnerischen Achter beziehungsweise auf die Spieler vorschoben, die sich in dem Moment im Achterraum befanden. Das passierte besonders in der ersten Hälfte des ersten Abschnitts nicht zuverlässig. Ein ums andere Mal hatte Kiel damit im offensiven Halbraum für kurze oder längere Momente eine Überzahlsituation oder die Spieler konnten dort aufdrehen. Erst die Trinkpause brachte eine spürbare Verbesserung. Rapp: „Vor der Trinkpause waren wir ein bisschen zu tief. Deswegen war immer ein Kieler auf der Achterposition frei. Das haben wir dann angepasst und es wurde dann besser.“

Der große Druck der Kieler ließ dann auch nach in der ersten Hälfte, das Spiel wurde wieder etwas ausgeglichener. Und mitten in dieser Kieler Druckphase fiel auch das 1:0 für den FCSP: Einen Ballgewinn leitete Rasmussen blitzschnell weiter auf Hrgota, der einen Steilpass in Richtung Kaars und Hara spielte. Hara stand im Moment des Passes im passiven Abseits, die Szene lief weiter und Kiel schenkte Kaars dann die zweite große Möglichkeit, weil Nekic mit seiner Klärungsaktion Mitspieler Sekine traf, von dem der Ball in den Lauf des FCSP-Angreifers prallte. Dieses Mal machte Kaars es besser, schob zum 1:0 für den FC St. Pauli ein und stellte den Spielverlauf damit gewissermaßen auf den Kopf.

Kiel, Deutschland, 14.08.2026, Holsteinstadion, Holstein Kiel - FC St. Pauli Arek Pyrka und Louis Oppie freuen sich über den Treffer des FC St. Pauli zum zwischenzeitlichen 2:0 gegen Holstein Kiel. Titelfoto: Stefan Groenveld
Arek Pyrka wird zu Recht von Louis Oppie gefeiert. Der Rechtsverteidiger des FC St. Pauli zeigte gegen Holstein Kiel eine starke Leistung.
// (c) Stefan Groenveld

Gegenpressing sitzt, Hara erzielt Premierentreffer

In den letzten 20 Minuten der ersten Halbzeit war das Spiel dann genau so wild, wie man es auch vor Anpfiff erwarten konnte. Beide Teams versuchten nach Ballgewinnen zumeist schnell nach vorne zu spielen. Die Ballverlust-Quote war dabei sehr hoch, das Gegenpressing intensiv, was ordentlich Chaos auf dem Platz erzeugte. Der FC St. Pauli war im Ballbesitz weiterhin unter Kieler Dauerdruck, wollte aber auch ganz bewusst nicht übermäßig lange Ballbesitzphasen haben, so Rapp. „Wir wollten die Angriffe schnell zu Ende spielen, weil die Räume da sind. Da brauchen wir nicht noch zehn Extra-Pässe spielen, um nach vorne zu kommen. Das war schon ein Teil der Idee.“ Trotzdem, so der FCSP-Cheftrainer, hätte er sich gewünscht, dass sein Team auch ab und an mal etwas mehr Ruhe ins Spiel bringt.

Aber Ruhe gab es an diesem Freitagabend bis auf kurze Ausnahmen nicht, auf keiner der beiden Spielfeldseiten. Den Schlusspunkt einer intensiven ersten Hälfte setzte der FC St. Pauli, als er in Person von Hara auf 2:0 erhöhte, was sich angesichts von 13-5 Abschlüssen (xG: 1,2 zu 1,5) in den ersten 45 Minuten nicht so richtig verdient anfühlte (aber natürlich scheißegal war). Der Treffer geht zwar offiziell auf das Konto von Hara und das freut mich natürlich sehr für ihn. Doch entscheidend war das Gegenpressing-Verhalten von Pyrka, der nach einem Ballverlust auf der rechten Seite am Strafraum nachsetzte, sich den Ball in kürzester Zeit zurückholte und dann auf Hara querlegte.
Sowieso Pyrka – Wahnsinn, was der abgeliefert hat gegen Kiel: 10 von 12 Defensivzweikämpfen hat er gewonnen, alle drei Dribblings. Kein Wunder, dass Offensivspieler Bernhardsson, einer der besten Spieler im Kieler Kader, zur zweiten Hälfte die Seite gewechselt hatte, weg von Pyrka – und von dort dann leider an beiden Kieler Treffern entscheidend beteiligt war. Womit wir im zweiten Abschnitt gelandet sind.

FC St. Pauli verpasst Entscheidung

Eine Sache ist mir positiv aufgefallen in dieser Partie. Es war jene, die Kieler Fans zur Weißglut trieb: Einige Kieler Umschaltmomente wurden durch Fouls beendet, ehe sie richtig gefährlich werden konnten. Rasmussen und Fujita sahen beide Gelb für taktische Fouls. Auch Hrgota hatte zwei Szenen, in denen er mit Fouls Konter unterband. Würden das die Gegner machen, ich würde mich auch richtig aufregen. Aber für das Team ist es ungemein wichtig gewesen und gegen Fürth fehlte es unter anderem genau an solchen Szenen.

Kein Umschaltmoment, sondern ein Einwurf war es, den Holstein Kiel zum 1:2-Anschlusstreffer nutzen konnte. Auf der rechten Seite verteidigte der FCSP etwas zu lasch, Bernhardsson kam so zu einer Flanke, die lang und länger wurde. Länger als Ben Voll sie vermutet hatte, sonst wäre er nicht drunter durchgeflogen, sondern im Tor geblieben. Phil Harres stieg, leicht aufgestützt, im Kopfballduell am höchsten und nickte den Ball ins Tor. Ein unnötiger Treffer, weil er in einer Phase fiel, in der Kiel nicht so sehr drückte wie noch in der ersten Halbzeit.

Kiel schafft den Anschluss, St. Pauli wird besser

Es war bereits vor diesem Gegentor klar, dass Holstein Kiel mit ziemlicher Wucht aus der Kabine kommen würde. Und es war auch klar, dass Kiel bis zum Spielende nicht nachlassen würde. Auch wenn es in den letzten Gastspielen an der Ostsee für den FC St. Pauli immer gut ausgegangen war, so waren es immer Spiele, die Spitz auf Knopf standen, zumeist weil Kiel trotz Rückstand einfach nicht nachgelassen hat. Im Gegenteil: Aus irgendeinem Grund schafft es Holstein Kiel, in so einer Partie drinzubleiben und es war zu erwarten, dass ein Anschlusstreffer nochmal ganz andere Kräfte beim Heimteam freisetzen kann.

Doch dieses Mal war es anders. Zwar rannte Kiel nach dem 1:2 weiter an, doch der FC St. Pauli ließ sich nicht aus dem Konzept bringen. Vielmehr hatte er in den Minuten nach diesem Gegentreffer seine beste Phase der Partie. Was zum einen an gut ausgespielten Ballbesitzphasen lag. Rapp erklärte nach Abpfiff, dass sein Team einige der Szenen so ausspielte, wie es im Training einstudiert wurde. In der 62. Minute kombinierte sich der FCSP über rechts nach vorne, sodass Rasmussen von dort eine Flanke an den zweiten Pfosten schlug. Dort waren Oppie und Kaars einschussbereit. Kaars nahm den Kopfball, konnte aber nicht genug Druck auf den Ball bringen. Doch auch dieser wenig druckvolle Kopfball verlangte von Kiels Torwart Weiner einen großartigen Reflex, um nicht im Kieler Tor zu landen. Kurz danach war es Pyrka, der am eigenen Strafraum einen Ball gewann, dann zu einem langen Dribbling ansetzte und 25 Meter vor dem Kieler Tor Kaars ins Spiel brachte, dessen Linksschuss dann erneut von Weiner pariert wurde. In dieser Phase war der FC St. Pauli dem dritten Treffer sehr, sehr nah.

Ruhe mit Smith, Aufreger mit Balzi

Der FC St. Pauli wurde aber auch besser, weil mit Eric Smith mehr Ruhe auf den Platz einkehrte. Der 29-jährige hat dem Team mit seiner Ballsicherheit gutgetan. Endlich gelang es auch mal, dem Kieler Pressing länger standzuhalten. Endlich hatte der FC St. Pauli mal längere Ballbesitzphasen und damit auch etwas Zeit zum Durchatmen in diesem Spiel, das ansonsten wie ein Flummi auf Koks in einem Trampolin-Park umherschoss.

Fast wäre Guillermo Balzi rausgeflogen bei diesem wilden Ritt, der Mitte der zweiten Halbzeit an Härte gewonnen hatte. Balzi hatte nämlich, bereits Gelb-verwarnt, die „tolle“ Idee, Tomoya Andō in einer völlig unwichtigen Szene in der 73. Minute vom Spielfeld zu checken. Ein Foul, für das es in vielen Fällen eine Gelbe Karte gibt, da Balzi keine Chance auf den Ball hatte. Schiedsrichter Max Burda beließ es bei einer Ermahnung und Holstein Kiel darf sich glücklich schätzen, diese Partie mit elf Spielern beenden zu dürfen.

Doch noch der Ausgleich

Der Kieler Druck hatte in der Schlussviertelstunde merklich nachgelassen. Der FC St. Pauli war zwar weit weg davon, die Partie richtig zu kontrollieren, aber Kiel kam nicht mehr zu Chancen (zwischen der 66. und 88. Minute hatte das Heimteam keinen einzigen Abschluss). Vielmehr hatte der FCSP sogar noch die Chance zur Entscheidung, doch Jones und Kaars verpassten eine Banks-Flanke denkbar knapp (82. Minute). So trudelte die Partie eigentlich dem Schlusspfiff entgegen. Erste vorsichtige Euphorie aufgrund des möglichen Auswärtssieges machte sich breit…

Kiel, Deutschland, 14.08.2026, Holsteinstadion, Holstein Kiel - FC St. Pauli Die Spieler des FC St. Pauli sind enttäuscht nach dem 2:2-Ausgleichstreffer von Holstein Kiel. Titelfoto: Stefan Groenveld
Kaum hatte man den Eindruck gewonnen, dass der FC St. Pauli die Partie in Kiel etwas kontrollieren kann, kam die Strafe in Form des 2:2-Ausgleichs.
// (c) Stefan Groenveld

Doch in der 88. Minute gelang es dem FC St. Pauli nicht, genug Druck auf die ballführenden Spieler zu erzeugen. Kiel konnte in der FCSP-Hälfte von der linken auf die rechte Seite verlagern, wo Bernhardsson dann zu viel Platz zur Flanke hatte. Erneut fand er Harres am zweiten Pfosten, der dieses Mal aber, leicht aufgestützt, nicht gen Tor köpfte, sondern den Ball klug für den eingewechselten Therkelsen ablegte, der zum 2:2-Ausgleich einschob.
Zwar hatte der FC St. Pauli im Anschluss noch drei Ecken in Folge und dabei auch noch einen nicht ungefährlichen Abschluss durch Oppie, doch es blieb beim Unentschieden.

So endet auch das zweite Saisonspiel des FC St. Pauli remis. Erneut schafft es das Team nicht, nach einer Führung zu gewinnen. Klar ist, dass ein 2:2 nach einer 2:0-Führung enttäuschend ist. Ich muss aber ehrlich zugeben, dass ich dieses Ergebnis vor Anpfiff für ganz okay befunden hätte. Mut macht erneut, dass der FCSP zu vielen Chancen gekommen ist und sich mit zwei Stürmer-Treffern belohnt hat. Das Offensivspiel, dieses Mal mehr über Konter als gegen Fürth, hat gefallen. Ausbaufähig ist hingegen die Arbeit gegen den Ball. Vor allem ist es wichtig, dass sich das Team keine „Auszeiten“ nimmt, in denen es nur reaktiv verteidigt. Es ist und bleibt also viel zu tun. Spaß hat das Spiel in Kiel trotzdem gemacht.

Immer weiter vor!
// Tim

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11 thoughts on “Holstein Kiel vs. FC St. Pauli 2:2 – zugekokster Flummi

  1. Gute Einschätzung!
    Ich finde wir brauchen noch Zeit. das dieser Rapp-Fußball zum erfolg führt. Es hat wie Tim beschrieben hat doch irgendwie Spaß gemacht das Spiel anzusehen! Arkadiusz Maschine Pyrka feier ich extrem! Was der Junge außen abreißt! Wahnsinn!
    Wir brauchen noch ein wenig Zeit aber ich denke das wird noch was werden!
    Danke ans Millernton-Team!
    Forza 🤎🤍

  2. Herzzerreißend, wie Smith mit dem Abstieg verlernt hat, wie man sprintet ❤️‍🩹

    Ansonsten… wird ne lange Saison gegen den Abstieg. Hoffe, wir sind jetzt alle eingenordet, wo wir stehen. Mit Glück vielleicht einstelliger Tabellenplatz.

  3. Unterhaltsamer Fußball, wie erwartet und von Blessin Kritik erhofft. Gegen Schulle gibts dann vielleicht ein 5:4. Show vor Punkten: Für neutrales Publikum bestimmt grandios, für braun weiße Herzen eine Qual.

  4. Jaja, das Team muss so gut sein, dass der Schiri das Spiel nicht entscheidet. Wenn aber nach 2 Spieltagen ein nicht gegebener fälliger Elfmeter sowie eine nicht gegebene gelb-rote Karte zu unseren Ungunsten zu Buche steht, ist das schon sehr ärgerlich. Vor allem, wenn Jones 2 Minuten später die gelbe Karte für ein sehr ähnliches Foul sieht.
    Klar, die Chance auf das 3:1 war mehrfach da, genau wie die Möglichkeit, aus 3 Ecken in der Nachspielzeit 1 Tor zu erzielen.
    Sei’s drum. Spiel 2 war, die Abläufe betreffend, besser also Spiel 1, Hara trifft, die Innenverteidigung stand und spielte besser als letzte Woche. Ich blicke also optimistisch Richtung Heimspiel gegen Kaiserslautern.
    Und mea culpa, Arek kam in meiner Benotung zu schlecht weg 😬

  5. Leider muss ich bei den neuen „ Sprinteigenschaften „ von Eric Smith leider zustimmen ! Aber vielleicht ist er ja auch wirklich noch nicht wieder ganz fit ( WM Pause ) … auch Fujitas Spiel wirkt für mich wie Joberfüllung ohne Elan, Begeisterung und 100 Prozent Einsatz ! Aber gegen den Abstieg ist doch arg übertrieben und unrealistisch ! Wenn Cessay , Pereira Large und „ hoffentlich „ Connor haben wir in der Offensive einige Möglichkeiten ! Dann noch Gisli im Mittelfeld und Jansson in der Abwehr ! Wenn es sehr gut läuft m.E. eher Auf als Abstiegskampf ! Forza St Pauli

    1. Es ist leider offensichtlich, dass er einfach wegen seiner anfälligen Aduktoren kein Risiko gehen will und daher Sprinten einfach komplett vermeidet, um seinen Wechsel nicht zu gefährden.

  6. Moin,
    Aus meiner Sicht ein „gerechtes“ Unentschieden. Die Probleme der letzten Rückrunde wurden auch in die 2.Bundesliga übernommen: vorne werden gute Chancen nicht verwertet, im Mittelfeld kriegen sie das Zentrum nicht dicht und in der Innenverteidigung gibt es ständig „Wackler“ (teilweise mangelnde Geschwindigkeit, fehlende Kopfballstärke). Stark beide Außenbahnspieler. Für mich unverständlich, dass Mets nunmehr in Bochum aufläuft und bei uns eine große Lücke hinterlassen hat – auch von der mentalen Stärke.
    Es muss noch viel verbessert werden, um nicht in Abstiegsgefahr zu geraten.

    1. Meets ist wirklich schade , aber wird wohl vertragliche und damit Kohle verbundene Gründe zu haben ! Wir dürfen nicht vergessen das Abgänge wie Vasily, Wahl , Meets in Ihrer Karriere vielleicht noch icht „ soooo „ lukrative Verträge hatten und schon schauen und überlegen mussten was das Beste für sie und ihre Familie ist ?!

  7. Moin,
    Mets spielt jetzt bei Bochum, die haben sicher keinen höheren Etat als St.Pauli. Bei Vasily und Wahl und Sinani sind ihre neuen Vereine deutlich lukrativer – aber doch nicht Bochum.

  8. Arek war für mich eine 10, Eric leider weit davon entfernt. Ich konnte leider keinen positiven Beitrag durch seine Einwechslung erkennen. Er ist ein Held vergangener Tage, wenn wir etwas Geld bekommen können, darf er wegen meiner gehen.
    Lasst uns nicht vergessen, dass Therkelsen gar nicht auf dem Platz gewesen wäre wenn Balzi die hochverdiente gelb-rote Karte erhalten hätte.
    Leider zwei Punkte verloren.
    Weiter, immer weiter.

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