Lage am Millerntor – 31. August 2026

Lage am Millerntor – 31. August 2026

Der FC St. Pauli verliert gegen den 1. FC Kaiserslautern, die 1. Frauen holt einen Punkt in Wolfsburg, die U23 einen gegen Phönix Lübeck und die U19 scheitert im Pokal. Die Lage am Montag.

FC St. Pauli

1:2 gegen den 1. FC Kaiserslautern

Notenvergabe

Einmal kurz vorab: Unsere Notenvergabe ist online. Wer an dieser zwischen 0.00h und 6.20h teilnehmen wollte, wird festgestellt haben, dass da noch die Aufstellung von letzter Woche hinterlegt war.
Mea culpa, mein Fehler – ich war wohl gestern zu frustriert, um da nochmal dran zu denken, die zu aktualisieren. Die eine bis dahin trotzdem abgegebene Antwort hab ich entsprechend gelöscht.
Bis heute um Mitternacht könnt Ihr noch abstimmen.

Fehlstart

„Fehlstart perfekt“ ist die Überschrift des Artikels, den Nike und Tim gestern schon recht schnell nach Abpfiff fertiggestellt haben, inklusive einiger Statements aus der Mixed Zone.
Die Detailanalyse folgt auch noch, braucht aber noch etwas Zeit.

Schiedsrichter

Alte Regel: Wenn man verliert, gibt es Schiedsrichter-Diskussionen, insbesondere bei Heimspielen.
Ich möchte hier auch für gestern keine Ausnahme davon machen, sondern über Eric Weisbach sprechen. Der hat nämlich aus meiner Sicht eine tadellose Leistung gezeigt. Klare (großzügige) Linie, klare Ansprachen, gute Vergabe der persönlichen Strafen, Zeitspiel durch frühzeitiges Anpfeifen bei Ecken und Einwürfen unterbunden – hat mir sehr gut gefallen.
Darf man auch mal sagen, insbesondere nach Niederlagen.

Weitere Links

Lage der Liga

Freitag
  • VfL Bochum – VfL Osnabrück 0:1 (0:1) // Sportschau-Highlights
    Daniel-Kofi Kyereh gab sein Comeback im Profifußball. Abgesehen von wenigen Einsätzen für Freiburg II hatte er zuletzt im Februar 2023 auf dem Feld gestanden. Und wie es sich für solch ein positives Ereignis gehört, konnte er dies für sich und die weiteren ehemaligen Kiezkicker Robin Meißner und Trainer Timo Schultz auch mit einem 0:1 (0:1)-Auswärtssieg vergolden.
  • Eintracht Braunschweig – Hertha BSC 3:5 (2:2) // Sportschau-Highlights
    Bevor wir zum wilden Samstag kommen, bot auch der Freitag hier schon ausreichend Spektakel. Besonderes Augenmerk möchte ich bei den Highlights auf den Braunschweiger Torjubel zum zwischenzeitlichen 2:0 legen (2m35s), wo im Hintergrund ein Fotograf steht, der zunächst (sicher unabsichtlich) etwas Speichel ausscheidet und dann auch noch einen Berufstipp zur Mutter des Torschützen platziert. Auch fußballerisch lohnen sich die knapp acht Minuten aber, es sind einige Kuriositäten dabei.
Samstag

Wilder Samstag. Ohne es überprüft zu haben, behaupte ich jetzt einfach mal: Torreichster Samstag in der 2. Liga aller Zeiten (zumindest im Schnitt pro Spiel). 27 Tore in nur vier Spielen.

  • 1. FC Heidenheim – Dynamo Dresden 5:3 (0:1) // Sportschau-Highlights
    Besonders wild war es dabei in Heidenheim. Sieben Tore in der zweiten Halbzeit, Gelb-Rot, erneute Gästeführung in Unterzahl, Eigentor direkt für Zeiglers Videoarchiv und vier Tore ab der 87. Minute. Alles drin.
  • Karlsruher SC – VfL Wolfsburg 2:5 (2:3)// Sportschau-Highlights
    Unverstanden fühlt sich Fabian Reese, der bei seinem Ex-Klub (der ja zudem auch eine Fanfreundschaft mit der Hertha pflegt) konsequent ausgepfiffen wurde. „Wenn ich mal ganz ehrlich sein darf: Ich bin zwar kein blutjunger Fußballer mehr, sondern 28 Jahre alt – aber ich glaube, jeder sollte sich mal hinterfragen, wenn man von 30.000 Menschen ausgepfiffen wird, was das mit einem macht.“
    Wahrscheinlich war aber genau das wohl die Absicht jener 30.000, nehme ich zumindest an. Und das muss man dann eben auch akzeptieren, wenn man vorher bei Hertha stets betont wie toll alles ist, und dann doch trotz weiterer Angebote nach Wolfsburg wechselt und von den „Werten“ dieses Vereins oder Konzerns schwärmt.
  • Energie Cottbus – SpVgg Fürth 3:4 (1:1) // Sportschau-Highlights
    Felix Klaus hat jetzt von den sieben Fürther Toren fünf selbst erzielt und ein zusätzliches Eigentor erzwungen.
  • 1. FC Nürnberg – Arminia Bielefeld 4:1 (3:0) // Sportschau-Highlights
Sonntag
  • Darmstadt 98 – Hannover 96 0:1 (0:0) // Sportschau-Highlights
    Eine Rote Karte für eine „Handspiel-Notbremse“ ist immer noch ungewöhnlich – aber hier auch völlig korrekt. Übeltäter Aleksandar Vukotic verschätzte sich in der 20. Minute, Pichler wäre sonst durch gewesen. Aus meiner Sicht eine völlig unstrittige und korrekte Entscheidung, so bitter sie auch sein mag. Doch damit nicht genug, ein weiteres Handspiel brachte 96 den Sieg, denn nach VAR-Eingriff gab es auch noch einen Elfmeter zum einzigen Tor des Tages (Gindorf, 57.).
  • 1. FC Magdeburg – Holstein Kiel 2:0 (0:0) // Sportschau-Highlights
  • FC St. Pauli – 1. FC Kaiserslautern 1:2 (0:1) // Sportschau-Highlights
Die Tabelle

Juhu, Relegationsplatz!
Okay, etwas anders als erhofft, vielleicht… aber es ist ja noch Zeit, zum Glück.
Und im Ernst: Der 1. FC Nürnberg und Hertha BSC sind perfekt gestartet und haben bereits drei Siege auf dem Konto.
Die bisher noch punktlosen Teams vom VfL Osnabrück und Hannover 96 konnten hingegen ihren ersten Saisonsieg einfahren, neues Schlusslicht mit nur einem Punkt ist nun Darmstadt 98.

FC St. Pauli von 1910 e. V.

Regionalliga Nord (m/w)

1. Frauen beim VfL Wolfsburg

Ein Punkt bei Zweitliga-Absteiger VfL Wolfsburg II ist sicher nichts, wofür man sich schämen muss. Ein torloses Unentschieden bringt den zweiten Punkt im zweiten Spiel.
Im Idealfall soll jetzt am kommenden Wochenende der erste Saisonsieg her – um 13.30h geht es am Sonntag gegen Holstein Kiel. Das Team von der Förde ist allerdings bereits mit zwei Siegen gestartet.

U23 gegen Phönix Lübeck

Rückstand, Führung, Unentschieden. So der Spielverlauf der U23 gegen Phönix Lübeck gestern vor 131 Zuschauenden in Norderstedt.
Den Pausenrückstand konnte Wissou Kaba in der 51. Minute ausgleichen, Ammon Moser brachte die U23 dann in der 73. Minute sogar in Führung, doch in der 83. Minute musste man noch den Gegentreffer zum 2:2 (0:1)-Endstand hinnehmen.

DFB-Nachwuchsligen

A-Jugend: DFB-Pokal

Bitteres Ausscheiden für die U19 im DFB-Pokal: Gegen den sehr stark in die Saison gestarteten 1. FC Köln führte man gestern durch ein Tor von Jesper Becker (13.) lange mit 1:0. „Lange“ bedeutet hier, dass erst in der vierten Minute der Nachspielzeit noch der Kölner Ausgleich fiel und es so in die Verlängerung ging.
Hier erzielte der Effzeh in der 110. Minute dann den Siegtreffer zum 1:2 (1:0) n. V.

B-Jugend

Rückstand, Führung, Rückstand, Unentschieden.
Am Ende stand bei Holstein Kiel auch für die U17 ein Punkt, beim 3:3 (2:2) durchlief man dabei ein stetes Auf und Ab.
Mit sechs Punkten aus vier Spielen liegt man jetzt im sehr breiten Mittelfeld der Tabelle.

Fanszene-News

USP

Die Aufarbeitung bei USP zu den in der Sommerpause gemeldeten übergriffigen Vorfällen dauert nach wie vor an. Am Freitag gab es dazu nun eine längere Stellungnahme, die zeigen dürfte, dass man diesen Prozess sehr gewissenhaft führt – in dem Wissen, dass dies für Gruppen anderer Verein ein gefundenes Fressen der Häme ist.
Davon lässt man sich aber nicht abhalten, sondern handelt in der Absicht, die Strukturen dauerhaft besser zu gestalten. // USP

Stadionhymne

Der schon etwas länger von einigen geforderte Song-Contest wird Realität, genauere Infos dazu folgen hoffentlich zeitnah. Da das Ergebnis der Stadionumfrage aber mit der klaren Dreiviertelmehrheit auch einen neuen festen Song forderte, gibt es nun eine Zwischenlösung als Kompromiss mit sogar zwei Songs. „Das hier ist Fußball“ von Thees Uhlmann und „Diamonds“ von Rihanna werden nun vorerst gespielt.
Und klar, „Das Herz von St. Pauli“ ist als einziges Lied vom Songcontest von vornherein ausgeschlossen – weil man das Lied von einem Texter mit NS-Vergangenheit nicht in einem Stadion spielen will, in dem „Kein Fußball den Faschisten“ in großen Lettern auf den Tribünen prangt. // fcstpauli.com

Auf der Gegengeraden war mit der Tapete „Du willst das Herz? Wir wollen Antifaschismus!“ jedenfalls ein klares Statement zu lesen. Auch Stefan Groenveld findet die passenden Worte: „Der Mann, der diese Zeilen geschrieben hat, war Kriegsberichterstatter und verfasste für NS-Propagandamedien menschenverachtende Texte. Wer das Lied heute zurückwill, will es in Kenntnis dieser Tatsache. Das ist der Skandal — nicht, dass ein Lied verschwindet, sondern dass sein Verschwinden immer noch verhandelt wird.“
Ich hoffe, dass der Contest nun schnell auf die Beine gestellt wird – und für mich persönlich kann es dann eigentlich nur L.A.K. mit „Mehr als Fußball“ als Sieger geben. (Ja, der Wahlkampf startet früh…)

Döntjes

Regionalliga-Watch

Regionalliga Nord

Immerhin noch 1921 Zuschauende verloren sich am Samstag an der Lübecker Lohmühle, um den strauchelnden VfB Lübeck im Heimspiel gegen SV Drochtersen/Assel zu sehen. Die rivalisierenden Fangruppen der Marzipanstädter verfolgen das Spiel weiterhin auf getrennten Tribünen.
Doch als wäre das nicht schon alles schlimm genug, kommt nun auch noch sportlich ein Desaster nach dem Anderen hinzu, aktuell liegt man mit zwei Punkten aus sechs Spielen auf dem letzten Tabellenplatz.

Auf der Sonnenseite der Tabelle stehen mit dem VfB Oldenburg und Weiche Flensburg zwei Teams mit je 16 Punkten aus sechs Partien, der VfB zerlegte am Samstag vor 2609 Zuschauenden den gut in die Saison gestarteten Aufsteiger ETV mit 7:3.

Regionalliga Nordost

„Elf?!?“
Falls Ihr nicht ganz so viel Zeit für den kompletten Spielbericht zwischen Chemnitz und Jena habt, scrollt gerne zum Interview mit Jenas Trainer Marco Grote vor, der mit der Nachspielzeit nicht ganz einverstanden war – vorsichtig formuliert.

Regionalliga Bayern

4:0? „Ganz gefährliches Ergebnis“, wissen wir von Ewald Lienen.
Die DJK Vilzing verspielte dies in der Regionalliga Bayern bei Wacker Burghausen mit vier Gegentoren in nur 21 Minuten – und konnte dann doch noch 5:4 gewinnen. Doppeltorschütze Erol Özbay sah bei Vilzing der 89. Minute noch die Rote Karte, der erneute Ausgleich fiel aber nicht mehr. // Wacker Burghausen

Oberliga-Watch

In der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar muss nachgemessen werden.
Tabellenführer TuS Koblenz unterlag nach vier Siegen zum Auftakt zumindest in der Höhe überraschend am Samstag mit 5:1 beim TSV 1881 Gau-Odernheim. Noch am gleichen Tag aber kam die Meldung des Vereins, dass man gegen die Spielwertung Protest einlegt, da die Mindestbreite des Spielfeldes nicht den Vorgaben des Regional-Verbands Südwest entspräche. Diese solle normalerweise 68 Meter betragen, Ausnahmen könnten im Bereich von 60 bis 75 Metern bewilligt werden, so die TuS. Eine erste „Lasermessung“ vor Ort hätte aber nur 52 Meter betragen. Außerdem hätte man schon im Vorfeld des Spiels Bedenken geäußert und die TSV Gau-Odernheim hätte von einer Mindestbreite von 60 Metern gesprochen.
Dies könnte demnächst eine sehr interessante Platzbegehung geben.

Zu guter Letzt

Rocco Reitz erzielt in seinem ersten Spiel für seinen neuen Brauseclub ein Tor gegen seinen Ex- und Ausbildungsverein, Borussia Mönchengladbach. Er hebt, wie medienerprobte Profis das anscheinen so lernen, beim Jubeln entschuldigend die Arme – und macht dann irgendwie doch alles falsch. // Instagram

Forza St. Pauli!
// Maik

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39 thoughts on “Lage am Millerntor – 31. August 2026

  1. Sehr geile Entscheidungen, die zum Thema Stadionhymne gefallen sind.

    Ich finde die Idee einen Contest zu starten (aus dem natürlich „Mehr als Fußball“ als Sieger hervorgehen wird 😉) hervorragend. Auch dass man die Lücke jetzt mit einem Interims-Lied stopft und Diamonds als festen Bestandteil des Vorprogramms etablieren will finde ich großartig.

    Klar, Diamonds entspricht nicht meinem persönlichen Musikgeschmack und es ist meiner Ansicht nach auch nicht als Hymne geeignet, aber eine weitere Möglichkeit zum Einsingen zu haben ist sehr begrüßenswert.

    Ich übe derweil schon mal ein bisschen lautstark mittugröhlen.

    🎵Ich hab Sankt Pauli in meinem Herzen tätowiert.🎶

  2. Ich fand es echt krass, wie Diamonds auf der Gegengerade ausgepfiffen wurde. Sehr schade, dass eine explizit als Kompromiss eingeführte Übergangslösung, die laut Meinung vieler besser ist als das, was davor lief, so aufgenommen wurde. Ich fürchte, Teile der Generation Ü50, die ja sehr start repräsentiert ist, tun sich ziemlich schwer damit, ihre Deutungshoheit abzugeben oder auch nur zu teilen. Für eine sich progressiv gebende Kurve ist das, wie das eiserne Festhalten am „Herz“, ganz schön konservativ.

    1. P.s. Für den Songcontest müsst ihr, Mario und Mike, euch trotzdem auf herbe Schlappen gefasst machen, denn an Vicky Leandros wird es weniger Vorbeikommen geben als an Bene Pliquett am 16.02.2011!

      1. Puh… in dem Fall vertraue ich der demokratischen Mehrheit dann doch 😉
        Ich singe „Ich liebe das Leben“ wirklich gerne mit, aber dann doch eher in passenden Einzelsituationen nach Spielen, als als fest installierte Hymne vor Anpfiff 🙂

        1. Dem schließe ich mich an – sollte wider erwarten ein anderer Song gewinnen, werde ich den eben so wenig scheiße finden wie damals Bene Pliquett, der ja sportlich auch nur noch dadurch aufgefallen ist, dass er am Pfosten geleckt hat.

        2. Hoffentlich kommt nicht noch jemand mit ähnlich rührseligen Vorschlägen und möchte „Griechischer Wein“ oder „Die kleine Kneipe hören“
          Ich kann nicht gerade behaupten, dass ich der demokratischen Mehrheit vertraue aber vielleicht hat die FCSP Mehrheit ja genug Bauchgefühl um zu erkennen das ein Schlagermove- Song nicht wirklich zum FCSP- und schon gar nicht als Stadionhymne passt.
          Sonst werden wir noch mit Clubs aus dem Pott und Umgebung verwechselt…

    2. Meiner Meinung nach sollte man die Reaktion auf das Abspielen des Rihanna-Songs nicht überbewerten. Auspfeifen müsste man das jetzt nicht zwingend, aber anscheinend war es vielen wichtig ihre Meinung dazu kundzutun. Es wurde im Übrigen auch nicht nur auf der Gegengeraden so reagiert, auf der Nord habe ich das das teilweise auch wahrnehmen können und meiner Meinung auch auch etwas von der Haupt, aber da bin ich mir nicht ganz sicher.
      Es hat, zumindest was ich so in meinem Umfeld dazu mitbekomme, auch gar nicht nur etwas mit dem Festhalten am HvSP zu tun. Den meisten Leuten im meinem Umfeld, und da sind etliche fernab der 50, fehlt schlichtweg bei dem Song der Bezug zu unserem Klub, dem Sport, dem Viertel usw. Und das ist dann für mich auch legitim, geht mir genau so. Wie gesagt, ob man deswegen jetzt unbedingt pfeifen muss sei mal dahin gestellt. Anscheinend hatten viele ihr „DAGEGEN“ Pappschild vergessen oder nicht durch den Einlass bekommen. 🙂

      1. Da bin ich ja dabei, dass bei Diamonds der Bezug zum FC St. Pauli fehlt. Aber soweit ich die Veröffentlichung des Vereins verstanden habe, soll es ja genau deswegen nicht als neue Hymne , sondern als festes Lied zum Einsingen etabliert werden und das ist meiner Meinung nach eine sehr gute Lösung.

        Ich bin mir darum sicher, dass die Pfiffe mit der Zeit verstummen.

        1. Das denke ich auch. Es scheint bei vielen einfach noch als Vorschlag für die neue Hymne wahrgenommen zu werden, und wird vermutlich deswegen auch so massiv abgelehnt. Vielleicht sollte man daher von Vereinsseite, wenn unsere Annahme stimmt, das Ganze nochmal etwas klarer bzw. anders kommunizieren.

      2. Danke euch beiden für die Einordnung! Ich wollte auch nicht zu sehr auf eine Stadionbesuchergeneration einprügeln – ich hoffe, das ist nicht falsch angekommen. Allen steht natürlich ihr Geschmack zu, und ich freu mich einfach drauf, wenn irgendein Stück ein paar Spieltage gelaufen ist, und man sich plötzlich gar nicht mehr vorstellen kann, dass es jemals was geileres gab als das, was wir dann zusammen singen.

    3. Sorry, aber Diamonds ist ein US mainstream Pop Song, ich kann überhaupt nicht nachvollziehen was der mit unserem Verein zu tun haben soll.
      Von daher: bitte laut auspfeifen (kann ich leider nicht…)

      1. Also wenn Rührseligkeit ein Ausschlusskriterium ist, hätten unsere letzten beiden Hymnen auch nicht stattfinden dürfen (die eine ein Pop-Song, die andere basierend auf einem Schlager). Aber ich denke, das Für und Wider einzelner Lieder auszuklamüsern ist unmöglich, subjektiver Geschmack usw. Das wollte ich mit meinem „Vorschlag“ auch nicht lostreten, und die Umfrage hat ja schon gezeigt, dass Ich liebe das Leben höchstens Außenseiterchancen hat. Ich wünsch mir einfach Offenheit für was Neues, gerne auch was außerhalb der 80er-Punk-Schublade und gerne was von einer Frau gesungenes.

  3. Das Auspfeifen von „Diamonds“ fand ich auch voll daneben aber ich war überrascht das Thees „Das hier ist Fußball“ doch ganz gut klappt, wurde auf der Nord ordentlich mitgesungen. Vielleicht sollt Thees einmal den Song etwas anpassen und optimistischer und etwas schneller umschreiben, dann wärs passend und deutlich „hymnischer“ als (sorry) euer Favorit von LAK, wie soll den ein Stadion zusammen singen? Und Vickys ist ein Abschiedslied, schön aber aber als Anfangshymne auch völlig unpassend

    1. Ein von 27.000 geschrienes „Ich hab St. Pauli in meinem Herzen tätowiert!“ sollte jeden Gegner automatisch dazu bringen, die drei Punkte kampflos abzugeben.
      Meine Meinung.

    2. Das Auspfeifen ist natürlich respektlos, aber ich würde dem Ganzen ein bisschen Zeit geben. Auch wenn es nicht mein Musikstil ist, bin ich mir sicher, dass der Funke da bald überspringt.

      Aber wieso man „Mehr als Fußball“ nicht mitsingen können soll, entzieht sich meiner Vorstellungskraft.

      Das geht doch runter wie Butter. Alleine wenn ich mir vorstelle wie laut das wäre, wenn das Stadion gemeinsam artikuliert, was jeder einzelne in seinem Herzen tätowiert hat, da bekomme ich jetzt schon Gänsehaut.

    3. Ein letzter Beitrag zu „Ich liebe das Leben“: Die Zeile „Verzweifelt auf ein Feuer hofft, wo es nur noch glimmt“ bezieht halt auch all diejenigen ein, die unter dem Artikel von gestern das Ende unseres geliebten magischen FC herbeigeschrieben haben. Die einigende Kraft dieses Songs solltet ihr bedenken 😉

    4. Ich war auch überrascht, dass der Thees Song tatsächlich nicht so scheiße funktioniert, wie ich es erwartet hatte.
      Aber am besten finde ich von „Le Fly – We love St.Pauli“. Allerdings eher mit dem Drive der 2024er Version, welche natürlich mit verändertem Text eingespielt werden müsste.
      Das Schöne an diesem Song ist, dass man Teile des Songs mit Wechselgesängen zwischen den Kurven ausgestalten könnte. Außerdem ist es ein Musikstil auf den sich wahrscheinlich viele einigen könnten. Und besser mitgrölen als den LAK Song kann man ihn allemal 🙂

      1. Den Wechselgesang von „Mehr als Fußball“ habe ich schon seit Monaten vor dem geistigen Ohr.

        Süd: „🎶Tätowiert🎵“

        Stadion: „🎵In meinem Herzen tätowiert🎶

        Süd: „🎵Tätowiert🎶“

        Das würde einfach so abgehen. Ich bin mir sicher. ☝️

        1. So sehr ich Deine Kommentare hier schätze und bei den meisten auch mitgehe, hier kommen wir nicht zusammen 😉
          Ich finde den LAK Song wirklich gut, aber aus meiner Sicht ist das Tempo nicht so hymnentauglich.

          1. Sorry, aber das Argument kann ich leider nicht zählen lassen. Warst du mal in Darmstadt im Stadion als „Allez Les Bleus“ gespielt wurde? Das Ding ist doppelt so schnell wie „Mehr als Fußball“ und funktioniert trotzdem.

            1. Ich glaube schon dass etwas mehr Zeit für Worte dem Lied fürs Stadion gut tun würden. Also die Musik leicht umschreiben wäre perfekt für mich.

  4. Moin und ich bin auch kein Fan von Diamonds … wird wohl such nie die Stadionhymne werden ! Aber es als Lied vor dem Soiel auszupfeifen ? Krass ! Das hier ist Fussball fände ich „ sogar“ als Hymne geeignet … aber vielleicht mit Thees im Gepäckbals „ rockigere, punkige „ Version „ ?! Vicky Leandros möchte ich nach dem 3:0 Heimsieg gegen Hannover hören , wenn ich entgegen menen sonstigen Gepflogenheiten auch 3 Astra intus habe 😂👋🏾

  5. Ich Frage mich ob Thees Höhenangst hat… Wenn nicht kann man ihn doch mal auf nen Hubsteiger vor der GG hoch fahren lassen! Das hat es noch nie gegeben!!! xD

  6. Diamonds ist natürlich keine Hymne, aber trotzdem wundere ich mich, so oft zu lesen – Kein Bezug zu St. Pauli. Was ist damit gemeint? Wenn (fast) ein ganzer Sonderzug dazu „Ich liebe dich Oh FC St.Pauli“ singt. Wenn es auf Partys der Fanszene genauso ist und alle es singen. Ist es meine Musik – nein. Kann ich damit gut leben? ja. Finde ich die Pfiffe unangenehm? Ja. Finde ich die Pfiffe im Kontext der aktuellen Debatte peinlich? Ja, sehr sogar, da sich diejenigen offensichtlich wenig mit der Fanszene und dem drumherum auseinandersetzen und jetzt wie bockige Kinder reagieren.

    1. Danke.
      Der Bezug ist für große Teile der aktiven Fanszene völlig klar.
      Wer hingegen nicht im Sonderzug fährt oder Fanszene-Partys besucht, versteht es nicht… sollte es dann aber zumindest akzeptieren und nicht auspfeifen, imho.

      1. Aber Maik, wie soll man dann sonst seine Gegenmeinung im Stadion kundtun?
        Sagt bzw. klatscht man nicht werden die Mitsinger als Mehrheit empfunden.
        Ich persönlich fand das Popsöngchen schon vorher nicht sonderlich hörenswert und kannte ihn nur weil ein schwuler Freund ihn als Klingelton hatte.
        Der geht allerdings auch zu Roland Kaiser ins Stadion, soviel vielleicht zum Musikgeschmack.
        Das Auspfeifen des Songs ist eine Meinungsäußerung der Menge im Stadion, das sollte niemanden beleidigen und ist legitim.
        Meine Meinung 🤷🏻‍♂️

        1. Aus wirklichen Interesse – warum war es dir wichtig in diesen Kontext die sexuelle Orientierung deines Freundes zu nennen? Was willst du dann im Zusammenhang mit der Erwähnung Schlager sagen?

          1. Das war mir nicht sonderlich wichtig, der Song ist in der schwulen Szene nur mittlerweile eine Hymne und ich kenne ihn daher. Mir war der Bezug zu Roland Kaiser eigentlich wichtiger um das künstlerische Niveau des Songs hervorzuheben.
            Bin im übrigen Fan von den Idles…

    2. Da ich das Argument gebracht habe, dass Diamonds meiner Meinung keinen Bezug zu St. Pauli hat, möchte ich das gerne erklären:

      Mir ist schon bewusst, welche Bedeutung Diamonds für die Fanszene hat. Ohne dabei gewesen zu sein, weiß ich auch, dass es im Sonderzug gesungen wurde und ich weiß auch, dass es letztes Jahr von allen Stadionliedern das lauteste war.

      Deshalb finde ich es ja auch gut, dass es im Stadion gespielt wird, nur eben nicht als Hymne.

      Mir geht es darum, dass das Lied von sich aus keinen St. Pauli-Bezug hat. Der St. Pauli-Bezug wurde dem Lied im Grunde übergestülpt. So ein bisschen wie bei Hells Bells und Song 2.

      Ich finde, dass wir jetzt die historische Chance haben etwas auszuwählen, bei dem Interpret, Komponist, Texter und Text einen Bezug zum FC St. Pauli hat. Auch aufgrund der Erfahrungen mit der letzten Hymne.

      Zu den Pfiffen habe ich weiter oben schon etwas geschrieben.

  7. Die böse Gegengerade hat gepfiffen. Buh!
    Ich stehe im Block C und habe diese Pfiffe bei Rihanna gar nicht wahrgenommen, vielleicht weil viele um mich herum lauthals mitgesungen haben?
    Und kann es sein das hier mit zweierlei Mass gemessen wird? Das gefühlt bei jeder sich bietenden Gelegenheit mit dem Finger auf die böse, vergreiste Gegengerade gezeigt wird während letzte Saison z.B. mehrfach Songs (darunter Thees) von der Süd niedergepfiffen, bzw. dann ein trotziges lautes Sankt Pauli drübergerufen wurde? Eventuell aus Sorge es könnte die neue Hymne werden? Damals wurde hier keine Diskussion eröffnet wie fies und gemein das ist.
    Niemanden hat es gejuckt, warum auch? Neben Tapeten gibt es kaum andere Möglichkeiten sich im Stadion auszudrücken. Es wäre gut wenn sich alle etwas entspannen würden. Wir werden schon eine Lösung finden mit der die große Mehrheit klar kommt.

    1. Ich steh ja auch auf der Gegengerade, wollte die also nicht verpetzen oder mit dem Finger auf die zeigen. Es geht auch nicht um Fiesheit oder Gemeinheit, sondern das sich Wehren gegen Kompromisse und das Finden von Konsens. So habe ich es zumindest empfunden.
      Das zu kritisieren war quasi meine Art, für das zu plädieren, was du am Ende auch forderst. Entspannt bleiben, ergebnisoffen und kompromissbereit.

    2. Ich hab in Block D die Pfiffe sehr deutlich gehört, auch wenn ich nicht glaube dass es auch nur ansatzweise eine Mehrheit war. Die Sachen der Süd der letzten Saison hab ich dagegen nicht mit bekommen.

      Ich glaube insgesamt werden natürlich jetzt die contra-diamonds und pro-Herz Leute in einen Topf geworfen. Und da kommt dann halt viel Frustration über den scheiß der pro-Herz Leute auf socialmedia dazu.

    3. Ich stehe Block D Gegengerade und die Pfiffe und Buh-Rufe gegen Diamonds waren schon sehr deutlich. In meinem erweiterten Umkreis hatte es aber nichts mit der Forderung nach dem Herz-Lied zu tun sondern es sollte zum Ausdruck gebracht werden, dass dieses Lied bitte auf keinen Fall als neue Hymne platziert wird.
      Ob das nun „gut“ oder „doof“ war, sei mal dahingestellt.
      Ich hatte allerdings im Anschluss an „Das hier ist Fußball“ irgendwie das Gefühl, dass diese seit Monaten anhaltende Diskussion über eine Hymne (und gar keine Hymne ist echt nicht schön) so langsam die Fanszene ein wenig arg entzweit (vereinfachend „Ultras vs. Gegengerade“). Da sollte sich jeder im Kopf hinterfragen, ob es das wert ist.
      Vielleicht hat aber auch die in meinen Augen abenteuerliche Interpretation der Umfrage („Mehr als vier von fünf Befragten haben sich damit nicht für eine Rückkehr von „Das Herz von St. Pauli“ ausgesprochen.“), obwohl diese Frage gar nicht gestellt wurde, dazu beigetragen, dass die Atmosphäre im musikalischen Bereich etwas „giftig“ war.

      Ich plädiere ja für „Lustig, lustig, ihr lieben Brüder“ in der Version von LOS feat. Dicken vom guten alten Übersteiger-Sampler „Der FC St. Pauli ist schuld daß ich so bin“ aus dem Jahr 1998 🙂

  8. Moin und wie hier über eine evtl. Stadionhymne diekutieer finde ich gut !!! Offen .. offen und mit Respekt vor anderen Meinungen 🤗 … auch ich habe das „ Herz“ geliebt , aber es geht halt nicht mehr ! Ich kannte den Zusammenhang mit Auswärtsfahrt und Diamonds auch nicht ( Danke Mario und Maik ! ) … Ich hoffe wir finden ein Lied mit dem wir alle ( Süd, Gegengerade usw) leben und mitsingen können ! Ich bin misikalisch sehr offen … von Slime bis 🤔 Roland Kaiser höre ich vieles ! Deshalb möchte ichvRoland Kauser hier mal erwähnen und verteidigen ! Neben seinen diskutierenswürdigen Songs, die meist mit einem Augenzwingern was die Texte angehen gemeint sind, hat er auch Lieder wie „ Achtung und Respekt“ geschrueben mit einem echt guten Video dazu … er hat sich in Dresden hingestellt und eine Rede gegen Pegida gehalten ! Er hat im TV Morgenmagazin gesagt es gibt nicht nue Mönner und Frauen als Geschlecht , sondern auch Diverse ! Und es wird deshslb in den sozialen Medien aus der AFD Ecke aufs übelste beschimft ! Forza St Pauli

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