Lage am Millerntor – 15. August 2022

Lage am Millerntor – 15. August 2022

Football is back! Spätestens mit der Wiederaufnahme des Spielbetriebs in den Junioren-Bundesligen füllt sich die Montagslage von selbst. Außerdem: Der FC St. Pauli besiegt Magdeburg und die Blindenfußballerinnen gewinnen ein internationales Turnier in Wien.

FCSP News

3:0 gegen den 1. FC Magdeburg

Das war gestern schon in großen Teilen des Spiels ein Klassenunterschied, der mit dem Endergebnis fast unter Wert abgebildet wurde. Lediglich in den ersten fünf Minuten nach der Pause wackelte man mal kurz, überstand dies aber mit Smarsch und Aluminium – das Glück des Tüchtigen.
So waren sich beide Trainer einig, dass der Sieg völlig verdient war – und St. Pauli gelingt mit sieben Punkten aus vier Spielen ein “okayer” Saisonstart.

Paqarada und Hartel mit Bierbauchjubel als Protest gegen die Alkoholrepression // (c) Peter Böhmer

Marcel Hartel trifft und verkündet

Was hat der letzte Saison noch an Dingern versiebt, man erinnere sich u.a. an das Auswärtsspiel in Sandhausen. Umso schöner, dass er jetzt trifft und so viel Selbstvertrauen hat, dies auch im Vorfeld schon im Familienkreis zu besprechen – denn im Januar steht Nachwuchs an im Hause Hartel und am Samstag besprach er mit seiner Frau, dass er im Falle eines Torerfolgs dies dann auch entsprechend kommunizieren würde. Gesagt, getan.
(Zur in der Bildunterschrift erwähnten Getränkeproblematik dann mehr in den Fanszene News.)

Lage der Liga

Alles Wichtige, inkl. Links zu den Video-Highlights der einzelnen Spiele: Wie immer im Spieltagsartikel, inkl. aller Links zu den Sportschau Highlights.
Zusammenfassung: Vier Teams mit neun Punkten an der Spitze, zwei mit null Punkten am Tabellenende und der FCSP mit sieben Punkten auf Platz 7.

Fanszene News

Getränke-Situation

Ich gebe zu: Ob es bei einem Spiel Vollbier gibt, ist mir herzlich egal. Mein letztes bei einem Heimspiel erworbenes Bier dürfte einige Jahre her sein und solange wir diesen Getränkepartner haben, wird sich das wohl auch nicht ändern.
Nichts desto trotz erkenne ich natürlich an, dass es für viele andere dazu gehört und dann alkoholfreies Bier keine Alternative darstellt. Wenn dann aufgrund polizeilicher Verfügung der Bierausschank verboten wird, für “die Innenräume der Hospitality-Bereiche” aber eine Ausnahme gewährt wird, erzeugt das natürlich auch bei mir komplettes Kopfschütteln. Und auch wenn der Verein über die Ausnahme sicher froh ist und diese ja auch beantragen muss, so richtet sich dieses Unverständnis weniger gegen ihn, als vielmehr gegen die Ordnungsstelle, die solche hanebüchenen Unterschiede überhaupt erst herstellt.

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Was aber sehr wohl ein Kritikpunkt am Verein (und natürlich auch am Caterer) ist, ist folgender:
Der alkoholfreie Getränkestand der Weiß-Braunen Kaffeetrinker*innen war gestern geschlossen – ohne Ankündigung und offensichtlich auch ohne Vorab-Info an den Fanclub selbst, der sich ja nun mit viel Engagement eben dafür eingesetzt hatte, diese Möglichkeit anbieten zu können.
Noch schlimmer zweifelsohne, dass dann an sämtlichen Getränkeständen irgendwann das Wasser ausverkauft war – die Temperaturen kamen ja nun nicht überraschend und genug vergleichbare Situationen der Vorjahre sollten doch eigentlich vorhanden sein. // Facebook

Polizei

Es ist offensichtlich, dass die Pandemie ein großes Loch in die Überstunden-Konten der Polizei gerissen hat und jetzt landesweit irgendwelche Quatschaktionen gegen Fußballfans gefahren werden müssen, um das wieder anzupassen. Prominentestes Beispiel war letztes Wochenende die Aktion in Wolfsburg gegen anreisende Werder-Fans, für die inzwischen (zumindest in dieser Form) sogar das niedersächsische Innenministerium “nicht die notwendigen Voraussetzungen” gegeben sah.

Die Braun-Weisse Hilfe hatte sich zur Hamburger Problematik rund um die Heimspieltage bereits letzte Woche geäußert und dem wollte man offensichtlich nun auch seitens der Beamten Recht geben – anders ist die massive Präsenz im Stadtteil an diesem Tag kaum zu erklären. Jedes Haus an der Budapester Straße hatte mindestens mal seine*n persönliche Beamt*in, wenn nicht sogar eine eigene Wanne.
Nach dem Spiel scheint das dann, mangels echter Vorfälle, nochmal eine ganz eigene Wendung angenommen zu haben: // Twitter

Netzwerk Gegengerade

Morgen (Dienstag, 16. August, 19.10h), könnt Ihr Euch in den Fanräumen zum Vernetzungstreffen des “Netzwerk Gegengerade” einfinden.

FC St. Pauli von 1910 e. V.

Blindenfußballerinnen gewinnen “No Look Cup” in Wien

Erstes Vereinsturnier, erster Titel!
Das Blindenfußballerinnen-Team des FC St. Pauli hat erstmals an einem offiziellen Wettkampf teilgenommen und in den vier Spielen gegen Teams aus Schweden und Österreich mit vier Siegen und 13:0 Toren souverän den Turniersieg eingefahren.
Thoya Küster wurde außerdem Torschützenkönigin und als beste Spielerin des Turniers ausgezeichnet.

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Regionalliga Nord (m/w)

Niederlage für die U23 bei Werder Bremen

Nach dem Auftaktsieg bei Phönix Lübeck gab es gestern im zweiten Spiel dann die erste Niederlage:
Um 14.00h war Anstoß auf Platz 11 und 16 Sekunden(!) später führten die Gastgeber dann auch schon und erhöhten nach zwanzig Minuten auf 2:0. In der 2. Halbzeit kassierte John Posselt auch noch die Gelb-Rote Karte durch Schiedsrichter Timon Schulz.
Weiter geht es jetzt mit zwei Heimspielen in einer Woche: Mittwoch (18.30h) kommt Drochtersen/Assel (3 Spiele, 6 Punkte) nach Norderstedt, Sonntag (14.00h) geht es gegen Aufsteiger Blau-Weiß Lohne (1 Spiel, 0 Punkte).

1. Frauen mit dem nächsten Testspielsieg

5:1 (3:1) hieß es am Ende beim niedersächsischen Oberligisten SV Ahlerstedt/Ottendorf.
Nächstes Wochenende geht es dann zum Abschluss der Vorbereitung gegen den TSV Siems (FeldArena, 13.00h) und in ein Kurztrainingslager – danach wartet der Saisonstart. // Instagram

Junioren Bundesligen

A-Jugend Bundesliga

Die U19 machte es sich etwas schwerer als unbedingt nötig, denn beim 3:1 (2:1) am Samstag gegen Hansa Rostock waren die Gäste ab kurz nach Wiederbeginn in Unterzahl, die Kiezkicker machten aber den Sack nicht zu und kassierten zwischendurch beinahe sogar noch den Ausgleich.
Die anwesenden Rostocker Eltern machten dementsprechend auch das Schiedsrichter-Gespann alleinverantwortlich für die Niederlage, was dann doch an der Wahrheit ziemlich vorbei geht und teilweise eklatanter Regelunkenntnis (oder Frust) geschuldet war.
Die Tore erzielten Eric Moreira und Isma Baraze Adam in Hälfte eins, ehe Felix Blechschmidt in der 80. Minute dann endlich den 3:1-Endstand herstellte.
In der einfachen Runde, ohne Rückspiel, mit 17 Teams und sechs(!) Absteigern sind solche Siege aber sicher Gold wert – auch wenn die Hoffnung auf eine sorgenlose Saison in der oberen Tabellenhälfte sicher nicht ganz unbegründet ist.
Nächste Woche geht es zum Aufsteiger Berliner AK, der in Meppen mit 3:1 unterlag.

B-Jugend Bundesliga

Gut gelaunte Gesichter auch bei der U17, die bei einem sehr einseitigen Spiel am Sonntag gegen Union Berlin allerdings erst fünf Minuten vor Schluss per Foulelfmeter zum 1:0 kam, Tom Politz verwandelte. Drei Punkte zum Saisonstart auch hier eine gute Grundlage.
Nächsten Samstag (11.30h, Hagenbeckstraße) geht es bereits ins Derby, der HSV hat mit einem 2:1-Erfolg bei Hertha BSC ebenfalls einen gelungenen Saisonstart zu verzeichnen.

Döntjes

VAR das kein Abseits?

Ich bleibe dabei: Ich mag den VAR.
Und doch gibt es auch mit ihm natürlich viel Diskussionsbedarf und nach wie vor passieren Fehler.
So geschehen am Freitag beim Bundesligaspiel zwischen dem SC Freiburg und Borussia Dortmund. Der BVB drehte das Spiel spät, begünstigt durch einen Torwartfehler – und das vorentscheidende 3:1 ist dann das, wo man einen VAR-Eingriff erwartet hätte, dieser aber nicht kam (Sportschau Highlights).
Youssoufa Moukoko stand beim Abschluss von Wolf klar im Abseits, berührt den Ball aber nicht. Die Frage ist also, ob er durch seine Position auch strafbar im Abseits stand und Torwart Flekken beeinflusste.
Für mich war dies eindeutig so, auch Collinas Erben teilte dies am Samstag so mit. // Twitter

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The Popcorn Saga: Hamburger SV & Hannover 96

Stellt Euch vor, es brennt so richtig – und dann ist die Mehrheit des Aufsichtsrates bei einer wegweisenden Sitzung nur digital zugeschaltet. Nun ja, muss jede*r selbst wissen.
Jedenfalls blieb am Freitag der ganz große Knall aus, Wüstefeld wurde nicht abgewählt und der HSV macht einfach weiter und hat jetzt auch noch Geld für Transfers – magisch! Leider hatten die undankbaren HSV-Fans in Bielefeld auch keine warmen Worte für KlauMiKü über, stattdessen war auf einem Banner “Kühne verpiss dich!” zu lesen – also wirklich (Zwinkersmiley bitte gedanklich einsetzen).

In Hannover hat sich jetzt zur Abwechslung mal wieder der e.V. zu Wort gemeldet und seine Vorwürfe gegen Martin Kind erneuert. Man habe versucht, einen konstruktiven und zielführenden Umgang zwischen allen Beteiligten umzusetzen, dies sei “leider nahezu vollumfänglich gescheitert”. Diese Woche trifft man sich vor Gericht. // Abendblatt (€€), Kicker (H96), Kicker (HSV)

Zu guter Letzt

Wenn man Montags noch nicht richtig wach ist… // Twitter

Forza St. Pauli!
// Maik

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4 thoughts on “Lage am Millerntor – 15. August 2022

  1. Moin,

    kleiner Feler bei Euch 😉

    B-Jugend Bundesliga
    Gut gelaunte Gesichter auch bei der U19, ……

    Macht weiter so
    Forza Millernton

  2. Moin,
    ich weiß nicht ob es hier wirklich passt, aber ich wollte mal etwas zur Causa Smarsch, grade nach dem gestrigen Spiel, sagen.
    Ich finde es nach wie vor gut, dass er gestern im Tor stand. Ich war auch in den letzten Wochen eher pro Smarsch. Allerdings hat mir das Spiel gegen Magdeburg dann doch ein bisschen das Dilemma gezeigt. (jetzt folgt subjektiver Text!)
    Einerseits hat er gut gehalten und mit guten Reflexen die Null ermöglicht (Pfosten als Beispiel). Auf der anderen Seite hatte er Unsicherheiten in der Strafraumbeherrschung und der Ballkontrolle und hat auch einigen knappen Dingern nur reaktionslos hinterher geschaut.
    Ich finde das zeigt die Ambivalenz von Dennis Smarsch.
    Ich hoffe die Neuverpflichtung bringt den nötigen Druck auf die Position um Nikolaj bestmöglich zu vertreten.
    Grüße
    Pete

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