{:de}Es gibt kein‘ Fußball ohne Leiden…{:}{:en}There’s no footy without suffering…{:}

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Es gibt kein‘ Fußball ohne Leiden,
Wenn Du ein St.Paulianer bist.
Ich glaub‘ so wird es immer bleiben,
Dass man nur zweiter Sieger ist.

Doch wir woll’n Fußball ohne Leiden,
Auch wenn wir zu St.Pauli steh’n.
Und trotzdem werden wir stets bleiben,
zu keiner and’ren Mannschaft geh’n.

Dudududududu, dudu…

freie Interpretation eines Welthits, FCSP Fanszene in den 90ern

Tragik ist wie Liebe, ohne Happy End.
Doch eines ist wirklich sicher: Dass die Tragik St.Pauli kennt“

(Das hier ist Fußball, Thees Uhlmann)

Solche und viele weitere Texte gibt es zuhauf im Fußball, in der Fanszene des FCSP dürften Niederlagen vielleicht etwas mehr „prägend“ gewesen sein als bei anderen – einfach, weil das Gegenstück dazu (rauschende Feiern nach Titeln oder europäischen Triumphen) weiterhin fehlt und ein paar Aufstiege und Derbysiege ausreichen müssen.
(Titelbild: Stefan Groenveld)
(Und ja, wir sollten momentan eher Aufbauendes schreiben statt Euch noch weiter runterzuziehen… aber das kommt noch und bis dahin könnt Ihr auch den Artikel mit den schönsten späten Siegtreffern lesen oder anschauen.) Hier jetzt zunächst die Texte dazu, unten drunter folgen im Verlauf des Tages dann auch die YouTube- und Podcast-Version. seht Ihr jetzt auch die YouTube und Podcast-Version.

29.Juni 1991, 1:3 gegen Stuttgarter Kickers (Relegation, Entscheidungsspiel)
Die Mutter aller Niederlagen. Und ein Bericht von Wolfgang Biereichel im NDR, der es besser beschreibt als alle Worte es könnten. Gönnt Euch die paar Minuten, aber habt ein Taschentuch griffbereit.

6.Mai 1994, 1:2 gegen Wuppertal (2.Bundesliga, 32.Spieltag)
Drei Jahre später – und gleichzeitig damit der Beginn der Niederlagen, die die Autoren dieses Textes live miterlebt haben.
Noch in der Woche zuvor war ein 1:1 beim VfL Bochum noch gefeiert worden, für mich (Maik) ein prägendes Erlebnis meiner Fankarriere, die bis dahin (Wohnort- und Altersbedingt) noch beim SV Werder stattgefunden hatte. Doch an jenem Freitag im Ruhrstadion wurde der Punkt beim Tabellenführer Bochum wie die Meisterschaft gefeiert, Tausende feierten im Gästeblock noch lange nach Abpfiff den Punkt durch Marcus Marins Ausgleichstreffer, der Platz 2 sicherte und (am Ende des Wochenendes) fünf Punkte Vorsprung auf die Nicht-Aufstiegsplätze bedeuten sollte, wohlgemerkt noch zu Zeiten, als es nur zwei Punkte pro Sieg gab.
Es folgte an einem Freitag das Heimspiel gegen den Wuppertaler SV, seinerseits tief im Abstiegskampf und der FCSP hatte ewig nicht mehr zuhause verloren.
In der Vorsaison hatte ein gewisser Markus Aerdken noch für Braun-Weiß gestürmt, traf in 28 Spielen (häufig eingewechselt) allerdings nur fünfmal. Dieser Aerdken traf nun in dieser Saison für Wuppertal – und zwar ebenfalls fünfmal in seinen nur elf Einsätzen, am Saisonende stieg der Wuppertaler SV ab.
An diesem Abend am Millerntor, übrigens Erscheinungsdatum der 6.Ausgabe des ÜBERSTEIGER, traf Aerdken aber – und zwar gleich doppelt. Seinem 1:0 in der 9.Minute ließ er in der 47.Minute das 2:0 folgen – und einen Jubellauf inkl Knierutscher bis vor die Trainerbank des FCSP und einem lauten „Seppo, Du Scheißer!“ mit zwei erhobenen Mittelfingern. Dies wurde für den verwarnten Aerdken vom Schiedsrichter mit einer Gelb-Roten Karte gewürdigt.
Es folgte ein Sturmlauf in Braun-Weiß, außer dem Anschluss durch Jens Scharping (72.) fiel aber kein Tor mehr und am Saisonende stand man dann eben nur auf Platz 4.

(c) Stefan Groenveld

12.November 1996, 4:5 (n.E.) bei Energie Cottbus (DFB-Pokal, Viertelfinale)
Wer bei St.Pauli an den DFB-Pokal denkt, kommt zwangsläufig zur „Bokal“-Saison – und natürlich zu vielen, vielen peinlichen Auftritten bei unterklassigen Vereinen.
Der vielleicht Ärgerlichste davon ereignete sich 1996, allerdings nicht wie sonst immer in Runde 1 oder 2, sondern im Viertelfinale.
Nach oben erwähntem Aerdtken-Trauma war man in der Folgesaison durch das 5:0 gegen den FC Homburg (dies ist eine eigene Geschichte wert) in das Oberhaus zurückgekehrt und hatte die Klasse auch gehalten, nach Siegen bei Rot-Weiß Oberhausen (4:1), Borussia Neunkirchen (3:1) und gegen die SpVgg Unterhaching (1:0) hatte uns das Losglück den FC Energie aus Cottbus beschert.
Wer in alten ÜBERSTEIGERn blättert wird dabei in Nr.24 einen Artikel finden, der belegt, dass es sogar ein Heimspiel gewesen wäre – wenn man nicht eben einen Drittligisten (damals noch: Regionalliga) gezogen hätte.
Cottbus war ungeschlagener Tabellenführer, hatte zuvor die Stuttgarter Kickers (1:0), den VfL Wolfsburg (1:0) und den MSV Duisburg (i.E.) besiegt. Das Spiel endete 0:0 und es ging ins Elfmeterschießen.
Cottbus begann und nach drei verwandelten Schüssen vergab Christian Springer als Erster. Als vierter Schütze vergab aber auch der Cottbusser Sven Benken, so dass es weiterging. Scharping, Trulsen, Sobotzik und Michael Bochtler hatten so ein 4:4 für Braun-Weiß herausgeholt, Mike Jesse traf den 6.Strafstoß für Cottbus und Matthias Scherz vergab den anschließenden für Braun-Weiß – das Ende aller Träume von Europa.
Energie gelang anschließend tatsächlich dann auch noch ein 3:0-Erfolg gegen den KSC, erst im Finale gegen den VfB Stuttgart gab es dann eine Niederlage.

Freitag, 19.April 2002, 0:4 im „Heimspiel“ im Volkspark (1.Bundesliga, 32.Spieltag)
Das Erstligajahr steuerte nach vielversprechendem Beginn auf ein schlimmes Ende zu und die 1:2 Niederlage beim bis dato Tabellenletzten, 1.FC Köln in der Vorwoche hatte die Situation noch verschlimmert.
Noch war aber rechnerisch alles möglich… ein Derbysieg am 32.Spieltag wäre aber schon wichtig.
Dementsprechend feuerten auch die Medien aus allen Rohren und Thomas Meggle tat sein Übriges: „Den HSV schlagen wir auch auf dem Mond!“ war seine vollmundige Ansage.
Und tatsächlich, das Spiel begann mit einem überlegenen FCSP und nach einer Viertelstunde foulte Jörg Albertz Ugur Inceman und es gab Elfmeter für Braun-Weiß vor der Kurve des HSV.
Thomas Meggle selbst schritt zur Tat… und verschoss, Pieckenhagen konnte halten.
Der Anfang vom Ende, wenig später fiel das 1:0 für den HSV und wir gingen 0:4 baden. Der Spott ergoss sich nach den großen Versprechungen vorher natürlich in Kübeln über Braun-Weiß, insbesondere natürlich über Meggle.
Das eine ziemlich aufwendige Choreo kurz vorm Spiel wegen Bedenken beim Brandschutz in Teilen abgesagt werden musste, passte da leider nur ins Bild.

Freitag, 23.August 2002, 0:6 beim VfB Lübeck (2.Bundesliga, 3.Spieltag)
Nur wenige Monate später, der Abstieg war inzwischen besiegelt, gab es eine noch viel unwürdigere Klatsche, die von vielen wohl bis heute als die größte Schmach in der eigenen Fankarriere betrachtet wird.
Eine 0:4-Niederlage in Frankfurt und ein 1:4 gegen LR Ahlen (nach Pausenführung!) ließen nichts gutes für den Rest der Saison erahnen, aber dieses 0:6 beim VfB Lübeck war ein Tiefschlag.
Der Verein hatte zuvor Dietmar Demuth entlassen, was nicht bei allen auf Zustimmung stieß – und mit dieser desolaten Leistung gab es dann einen ziemlichen Riss zwischen Verein und Fans, von dem man sich nur sehr langsam erholte.
Sechs zu Null! An der Lohmühle! Bei diesen Trotteln… mannmannmann, ich (Maik) könnte mich schon wieder aufregen. Das war der Tiefpunkt, auch wenn es Ligatechnisch noch weiter runtergehen sollte.

(c) Stefan Groenveld

14.03.2004, 0:1 bei HSV II (Regionalliga Nord, 22.Spieltag)
Die ultimative Demütigung. Nachdem das erste Hinspiel gegen deren Zweitvertretung am Millerntor zur Erleichterung aller noch 3:0 gewonnen wurde, ging es jetzt erstmals zu denen… und es wurde ein Albtraum. Gut 11.000 Menschen im Volkspark, deren Herz zu etwa 9/11 Braun-Weiß schlug, mussten mit ansehen, wie Marco Gruszka nach einer knappen Stunde ein Eigentor unterlief und der Hamburger Unparteiische Norbert Grudzinski kurz vor der Pause zunächst (bestimmt zurecht) Christopher Fernandez vom Platz stellte, kurz darauf aber (natürlich unberechtigt) Robert Palikuca ebenfalls duschen schickte. Der Kicker schrieb später bei beiden Platzverweisen von „völlig überzogen“, ich habe die Szenen dazu leider(?) komplett verdrängt.
Das Spiel blieb jedenfalls ein einziges Elend und wir gingen mit einer 0:1-Niederlage nach Hause. Die Folgewoche dürfte für die meisten ein einziger schwarzer Fleck gewesen sein, insbesondere in Büros mit sozialen Kontakten außerhalb von Braun-Weiß.

12.12.2008, 0-1 beim FSV Frankfurt (2. Bundesliga, 17. Spieltag)
Ich (Tim) hatte eine böse Serie was Auswärtsspiele betrifft. Den Anfang machte eine Fahrt nach Gütersloh (Sonderzug 97/98), da gab es immerhin nen Punkt nach einem späten Elfmeter durch Jens Scharping. Es folgte eine 13 Spiele währende Serie von Auswärtsniederlagen mit meiner Anwesenheit. Erst der 1-0 Auswärtssieg in Hannover in der 1.Liga, also im Jahre 2010 sollte diese Serie beenden. Den Tiefpunkt dieser Serie bildete das Spiel beim FSV Frankfurt. Wir hatten mit 27 Punkten nach 16 Spielen Kontakt zu den Aufstiegsplätzen, der FSV hatte satte 11 Spiele in Folge nicht gewonnen und war mit mageren zehn Punkten ganz am Ende der Tabelle zu finden. In all meiner Naivität Grund genug also voller Vorfreude in den Bus nach Frankfurt zu steigen. Ein Sieg war fest eingeplant. (Anm. Maik: Hahahaha… ja, durch diese Naivität mussten wir alle mal durch.)
Ich hätte aber sechs Stunden vor Beginn der Fahrt stutzig werden müssen. Denn mein Mitfahrer meldete sich von der Weihnachtsfeier seines Studiengangs mit den Worten: „Komm rum, is‘ ne mega Party“. Entsprechend kam er leicht verspätet früh morgens zum Bus getorkelt. Wie alle anderen hatte er auch ne Tüte mit, doch statt der üblichen Verpflegung, die in all den Tüten der anderen Mitfahrer war, war seine komplett leer, es handelte sich um eine Kotztüte. Und während mein Mitfahrer also die gesamte Hinfahrt damit verbrachte sich darauf zu konzentrieren seinen Mageninhalt auch dort zu behalten, lernte ich andere Mitfahrer im Bus kennen: Den Fanclub FC Halligalli. Ich möchte da nicht ins Detail gehen, aber ein heutiges Mitglied des Aufsichtsrats des FCSP konnte sich nur mit Mühe unter Kontrolle halten während der Rückfahrt.
Die Stimmung im Bus auf der Rückfahrt hing natürlich auch mit dem vorher eingefahrenen Ergebnis im Stadion zusammen. Wir verloren das Spiel mit 1-0. Das Tor fiel in der 88. Minute durch eine kurz ausgeführte Ecke. Keine drei Minuten vorher hatte Frankfurt mit der gleichen Variante bereits eine Großchance. Ein Erkenntnisgewinn seitens des FCSP, ob der Methode der Frankfurter, war im Stadion nicht auszumachen. Was habe ich geschimpft. Ohnehin war das Stadion ein Witz. Das Spiel fand in der Commerzbank-Arena statt. Und mit 7.700 Zuschauern war das Stadion zu beschaulichen 15% ausgelastet. Und dann mussten viele AuswärtsfahrerInnen auch noch im Dezember ihre Schuhe vor dem Einlass ausziehen und auf Socken ins Stadion. Ich habe selten etwas trostloseres erlebt und muss gestehen, dass mich diese Auswärtsfahrt auf Jahre abgeschreckt hat, weiter als bis nach Paderborn zu fahren.

Rückrunde 2010/2011
Meine Güte, das war definitiv das Grauen. Aus den letzten zwölf Spielen in der 1.Liga holte der FCSP nur einen einzigen Punkt. Und selbst dieser Punkt ist so etwas wie die schmerzhafteste Niederlage gewesen (wird in diesem Text gesondert behandelt). Quasi eine Niederlage epischen Ausmaßes. Mit dieser Serie war dann auch der Derbyfluch geboren.

19. März 2011, 1-2 gegen Eintracht Frankfurt (1. Bundesliga, 27. Spieltag)
Nicht nur, dass die Eintracht ein direkter Konkurrent gegen den Abstieg war (sie stiegen am Ende auch mit ab), wir erwischten Sie zudem in einer großen Krise: In den letzten neun zuvor Spielen erzielten die Hessen genau ein Tor und holten beim 0:0 in Freiburg ihren einzigen Punkt. Und dann kamen wir. FC St. Pauli aka Mutter Theresa und halfen wieder auf die Beine. Bis zum Führungstor durch Gekas nach einem lachhaften Elfmeterpfiff, pfiffen die Heimfans gnadenlos eine völlig verunsicherte Mannschaft aus. Zwar brachte Takyi uns vor der Pause wieder ins Spiel, aber das langte nicht, da wir einfach die schlechtere von zwei sehr schlechten Mannschaften an diesem Tag waren. Auf der Rückfahrt fuhr der Fanladen-Bus mit dem ich (flippa) unterwegs war, nach der ersten Raststätte eine halbe Stunde in die falsche Richtung. Der arme Busfahrer hat alles abgekriegt.

16. April 2011, 2-2 gegen VfL Wolfsburg (1. Bundesliga, 30. Spieltag)
Ausgerechnet der einzige Punkt nach dem Derbysieg fällt in die Kategorie „Kackspiele“. Drei Spieltage nach dem Desaster gegen die Frankfurter, ging es wieder zu einem direkten Konkurrenten – nach Wolfsburg. Die Mannschaft, welche ca. 1,5  Jahre vorher die Meisterschale holte, lag punktgleich mit uns auf Platz 16. Zwei Punkte bis zum rettenden Ufer. Ein Sieg hier und heute war nicht nur möglich, sondern unabdingbar. Diego legte in Minute 39 auf Mandzukic und brachte damit die Scheiße ins Rollen. Doch entgegen der aktuellen Gewohnheit kamen wir stark aus der Pause und drehten durch Naki und Lehmann die Partie in Halbzeit zwei. Jetzt war hier was drin! Wir waren deutlich besser, die Heimmannschaft nahm nicht am Spiel teil und viele Fans verließen bereits das Stadion, ehe der eingewechselte Polak in der 89. Minute nach einer Ecke(!) ausglich und damit die Scheiße in den Ventilator warf. Meine (flippa) nächste Erinnerung an diesen Tag sind die aufsteigenden Tränen der Frustration auf dem Rückweg, als irgendjemand nach endloser Stille im Bus doch noch Musik anmachte und ausgerechnet Thees´ zitternde Stimme uns berieselte.

(c) Stefan Groenveld

17. Oktober 2011, 1-3 gegen Fortuna Düsseldorf (2. Bundesliga, 11.Spieltag)
Na, sollen wir Euren Blutdruck mal etwas in die Höhe treiben? Ein einziger Name wird bei vielen reichen: Sascha Rösler. Dieser Montagabend am Millerntor hat das Team von Fortuna Düsseldorf in FCSP-Fankreisen bis heute zu einem der unbeliebstesten gemacht. Was 1 Schauspielertruppe das Team von Norbert Meier (sic!) damals war. Und während der Autor dieser Zeilen mit hohem Blutdruck zu kämpfen hat, gibt es für Euch einen Spielverlauf:
Der FC St. Pauli geht durch ein Tor von Max Kruse früh in Führung (nach toller Hackenvorlage von Fin Bartels, war der Ball für F95-Torwart Ratajczak absolut haltbar). Die Fortuna, zu diesem Zeitpunkt bereits seit 18 Pflichtspielen ungeschlagen, glich durch einen gewisser Andreas „Lumpi“ Lambertz noch vor der Pause aus. Nach Wiederanpfiff war Fortuna besser, aber Schachten hätte den FCSP durchaus in Führung bringen können (traf nur den Pfosten). Stattdessen legte Lambertz noch einen nach.
In Führung liegend wurde Fortuna wirklich übel mitgespielt. Die fiesen und gemeinen St.Paulianer spielten auch wirklich richtig unfair. In! Jedem! Einzelnen! Zweikampf! Zumindest war das die Sicht der Düsseldorfer. Und das musste immer wieder intensiv Schiedsrichter Günter Perl bewusst gemacht werden. Mit Erfolg, denn Markus Thorandt wurde mit Gelb-Rot vom Platz gestellt. Wie blanker Hohn erscheint da die Bewertung des kicker für Perl (Note 1,5: „Machte in einem hektischen und umkämpften Spiel fast alles richtig“ – ein weiterer Hinweis darauf, dass Objektivität nicht die höchste Priorität in diesem Artikel hat ;)). Letztendlich erzielte Beister das dritte Tor für Düsseldorf und gewann schließlich das Spiel.
Schauen wir uns die Fakten mal an: Aufgrund ihrer beeindruckenden Leistungen wurden Oliver Fink und Thomas Bröker das Angebot unterbreitet, bei Alarm für Cobra11 mitzuspielen. Wenn ihr im Duden das Wort Lamentieren eingebt, dann erscheint ein Teamfoto von Fortuna Düsseldorf. Im Schiedsrichter-Fachjargon wird sogar der Begriff „Abröslern“ dafür genutzt.
Alter, ich hab schon wieder Hals!!! Schnell weiter zum nächsten Spiel!

29. April 2012, 0-1 bei Dynamo Dresden (2. Bundesliga, 33. Spieltag)
In Saison 1 nach dem Abstieg aus der Bundesliga holperte es doch ziemlich mit einer Mannschaft, die sich namentlich fantastisch las: Kruse, Boll, Zambrano, Ebbers, Bruns, Bartels und Sobiech sind nur einige Namen. Trotzdem krebste man durch eine mittelmäßige Rückrunde zwischen Platz 4-6 herum. Allerdings war die Aufstiegschance immer noch real, denn zwar waren Frankfurt und Fürth bereits enteilt, doch Düsseldorf (Platz 3) durchwatete aktuell ein ähnliches Tief an Kackfußball. Nachdem wir souverän die Kogge zuhause gen dritte Liga versenkt hatten (3:0, Ebbers, Ebbers, Bartels), fuhren zwei Sonderzüge voll beladen mit Hoffnung nach Dresden. Bei über 30 Grad empfingen uns Teile des Heimanhangs wie gewohnt mit geistigem Dünnschiss in Form von dummen Spruchbändern und Hitlergrüßen, doch die Meldung über das Führungstor der Fürther gegen Düsseldorf brachte den Fokus schnell auf den Platz. Dresden, mit 41 Punkten in der totalen Gleichgültigkeit der Liga unterwegs, hatte an diesem Tag jedoch ausreichend Motivation uns den Aufstieg zu versauen. Es klappte.
Nach einem kolossalen Scheißkick unserer Truppe, bei dem Dynamo mauerte ohne Ende, verabschiedete uns das gesamte Stadion mit „Schade Pauli, alles ist vorbei!“, angefeuert vom Stadionsprecher. Denkt man zurück an die Großchancen zum Ausgleich, dann platzt einem endgültig die Hutschnur beim Blick auf die Abschlusstabelle: Punktgleich mit Düsseldorf. Ich (flippa) geh dann jetzt kotzen.

(c) Stefan Groenveld

11. April 2014, 2-3 gegen Kaiserslautern (2. Bundesliga, 30. Spieltag)
Ohne jetzt zu dick aufzutragen war das sicher eine der Niederlagen, die den FCSP nachhaltig beeinflusst hat und noch lange negative Nachwirkungen gezeigt hat. Die Ausgangslage vor diesem Spiel war ziemlich gut. Nach einem 3-2 Sieg in Sandhausen hatte der damals von Roland Vrabec trainierte FCSP drei Punkte Rückstand zu Platz drei (Paderborn) und vier auf Platz 2 (Fürth). Fünf Spieltage vor Schluss war also noch alles drin. Am Freitagabend kam der FCK ans Millerntor, der mit 44 Punkten (zwei weniger als der FCSP) ebenfalls noch etwas Kontakt zu den Spitzenplätzen hatte. Die frühe Führung des FCSP durch Verhoek glich Lakic noch vor der Pause aus. Schlimmer noch: Der FCK ging in der 2.Halbzeit durch ein Tor von Karl in Führung. Bei diesem Gegentor kugelte sich Tschauner die Schulter aus. Sie wurde sichtbar für alle noch auf dem Spielfeld wieder eingerenkt, führte aber später dazu, dass Robin Himmelmann zu seinem 2. Einsatz in der 2. Bundesliga kam. In der 89. Minute glich Florian Kringe aus und der FCSP setzte nun alles auf die Karte Sieg. Es hagelte Chancen hüben wie drüben (und einen Platzverweis für Lauterns Orban). Letztlich war es Ruben Jenssen, der den Ball in der 97. Minute sehenswert volley vor dem Gästeblock ins Tor knallte.
Ich werde das Bild, wie der FCK-Block implodierte nie vergessen. Dort war der Traum vom Aufstieg ob des späten Sieges weiter lebendig (am Ende fehlten ihnen aber doch sechs Punkte auf Fürth, die dann in der Relegation gegen den hsv verloren). Beim FCSP hingegen war nach dieser Niederlage merklich die Luft raus und es wurde danach kein Spiel mehr gewonnen. Zum Saisonabschluss verabschiedete man Fabian Boll (und auch Fin Bartels) und irgendwie wirkte es so, als wenn die Chemie zwischen Trainer Vrabec und dem Team nicht mehr so wirklich stimmte. Dies merkte auch Sportdirektor Rachid Azzouzi, allerdings erst nachdem in der folgenden Saison bereits vier Spieltage absolviert waren. Das war wohl zu spät. Und die folgende Entscheidung, dass Thomas Meggle auf die Trainerbank passe, war wohl ebenfalls nicht richtig zu dem Zeitpunkt. Es folgte ein grauenvolles Restjahr an dessen Ende bekanntlich Azzouzi entlassen wurde und Ewald Lienen das Ruder übernahm und der FCSP sich erst am letzten Spieltag trotz 0-1 Niederlage in Darmstadt rettete. Wie das wohl alles ausgesehen hätte, wenn nicht der FCK sondern der FCSP in der Schlussphase 13 Monate vorher das Siegtor erzielt hätte…

Ein Ort des Vergessens für den FCSP: Die Voith-Arena in Heidenheim.

1-2, 0-2, 0-2, 1-3, 0-3, 0-1
Nein, keine wirre Zahlenkombination. Es sind sechs Ergebnisse von Auswärtsspielen des FCSP. Aus Sicht des FCSP. Ergebnisse, die keine andere Deutung zulassen, als das der Ort Heidenheim an der Brenz nicht viel weniger als der Vorhof zur Hölle sind. Sechs Mal ist der FC St. Pauli dort angetreten, sechs Mal gab es genau 0 Punkte zu holen. Die Voith-Arena in Heidenheim steht damit als Symbol für Spiele in Sandhausen/Aalen/Ingolstadt, also für Orte zu denen wir die Punkte gefühlt immer direkt per Post hinsenden könnten.
Der Unterschied von Heidenheim zu den anderen Orten: Hier hat der FCSP wirklich noch nie auch nur ein einziges Pünktchen geholt. Gruselig. Und die Chronik des Schauderns kann tatsächlich sehr gut an einer einzigen Person festgemacht werden: Marc Schnatterer, der, wenn der FCSP in Heidenheim antritt, als Kryptonit für den FCSP bezeichnet werden kann. In jedem der sechs Spiele war Schnatterer an mindestens einem Tor beteiligt (insgesamt 4 Tore und 4 Vorlagen). Marc „Chucky“ Schnatterer ist es also, das personifizierte Böse, das immer wiederkehrende Baby von Rosemarie, ein apokalyptischer Reiter. Vermutlich werden wir erst dort punkten, wenn… wie alt ist Schnatterer noch gleich?

10. März 2019, 0-4 zuhause gegen den hsv (2. Bundesliga, 25. Spieltag)
Puuh, boah… nee, es gibt Grenzen. Auch bei diesem Artikel!

In dieser Auflistung der Niederlagen dürfen natürlich die deutlichsten nicht fehlen. Vor allem die Heimniederlagen waren sehr schmerzhaft. Das 1-8 gegen Bayern München im Mai 2011 war von vielen als Party verstanden worden, der Abstieg war ja bereits (so gut wie) besiegelt. Ich persönlich (Tim) fand das ziemlich entwürdigend und habe mich sehr über den Auftritt auf dem Rasen, aber auch den auf den Rängen geschämt. Sehr wenige werden sich an das 0-5 zuhause gegen Köln aus der Saison 77/78 oder das 1-5 84/85 gegen Union Solingen erinnern. Das ist auch gut so und soll so bleiben.
In der Liste der höchsten Heimniederlagen folgen das 0-4 gegen Nürnberg im November 2015 (daran dürften sich schon mehr Leute erinnern) und die Heimniederlage gegen Ingolstadt mit gleichem Ergebnis (2017/2018). Besonders die letztgenannte tat richtig weh, da es bereits zur Halbzeit 0-4 stand und der FCI in der 2.Halbzeit merklich viele Gänge rausnahm. Und entsprechend war der FCSP mit diesem Ergebnis mehr als gut bedient. Und nicht einmal nachdem Ingolstadt das Ergebnis nur noch verwaltete, konnten wir auch nur annähernd zwingende Chancen erspielen. Das Spiel war daher in der 2. Halbzeit nicht viel weniger als eine Qual.

Ojeojeojeoje… wir beenden das hier lieber, bevor noch jemand weitere Tiefschläge ausgräbt. Zum Beispiel das 0-5 in Bielefeld 17/18 oder das 1-5 in Kaiserslaut… schnell weg hier!

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Podcast:

// flippa, Maik & Tim

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There’s no footy without suffering,
when you’re a St. Pauli supporter.
I think it’ll stay the way,
that we come second only.

But we’d like footy without suffering,
Even as a St.Pauli supporter.
However, we’ll stay put,
and won’t support any other team.

Dudududududu, dudu… 

free rendition of a world hit by the FCSP supporter’s scene during the 90ties

Tragic is like love but without a happy end.
But one thing is taken for granted: The tragic is familiar with St.Pauli “

 (Das hier ist Fußball, Thees Uhlmann

Such and many similar chants are pretty common in football, however, amongst the FCSP supporter’s crowd, getting defeated was probably a much more defining experience compared to others – simply because the opposite (heavy celebrations after winning a title or being triumphant in Europe) are lacking and a few promotions or wins in the derby have to do the trick instead.
(Cover picture by Stefan Groenveld)

(Yes, we should rather be supportive during these difficult times and avoid to add any more depressive mood… but we’ll do this later and until then, you could simply read  or  watch the article about the most beautiful late winning goals). So here’s the article first, later today we’ll add the youtube and podcast version (however, in German language only).

29. June 1991, 1:3 against the Stuttgarter Kickers (Play-offs, final)
The mother of all defeats. And a report of Wolfgang Biereichel broadcasted at NDR, which is better describing the loss than any other words could do. So, please watch the report, but keep a tissue close.

6. May 1994, 1:2 against Wuppertal (2. Bundesliga, matchday 32)
Three years later – and at the same time the start of those defeats which the author of this article was able to witness from inside the stadium. 
A week earlier, a 1:1 draw against VfL Bochum was greatly celebrated, which was a defining experience for my fan’s career which had been started (due to my age and my place of living back then) at SV Werder. But on this particular Friday in the Ruhrstadion, a point gained from the leader of the table was celebrated as if we’d just won the championship. Thousands did celebrate this point (which was scored through an equalizer scored by Marcus Marin) in the away stand even long after the final whistle because it secured the second position in the league’s table which also meant (after the matchday) a five-point distance to the ranks not eligible for the promotion. And frankly spoken this happened at a time when a winning team was only rewarded two points for a win.
A week later on a Friday’s night, the FCSP had a home match against the Wuppertaler SV which was itself fighting against relegation. And the FCSP did not lose a home match for ages.
During the previous season, a certain Markus Aerdken was still attacking for the boys in brown. However, in 28 matches (in which he mostly played as a substitute) he only scored five times. In this season, Aerdken managed to score another five goals (however in 11 appearances only), however, at the end of the season, the club was relegated.
But on this particular evening at the Millerntor, which was also the release day of the 6th edition of the ÜBERSTEIGER, Aerdken somehow managed to score again. Twice. After his 1:0 in the 9th minute, he also scored the 2:0 in the 47th minute and his goal celebration included a slide on his knees up to the manager’s bench of the FCSP where he screamed a „Seppo, Du Scheißer!“ (Seppo, you shithead!) with his two fuck fingers pointing towards the bench. For this performance, Aerdken gained another yellow card from the referee. 
What followed was a powerplay from the boys in brown but despite the 2-1 scored by Jens Scharping (72.), no more goals were scored and by the end of the season, the FCSP was only 4th in the table.

(c) Stefan Groenveld

12. November 1996, 4:5 (after a penalty shootout.) at Energie Cottbus (DFB-Cup, Quarterfinals)
Whoever thinks about the DFB Cup and St.Pauli at the same time, is forcefully reminded of the legendary „Bokal“-Season – and of course of many, many embarrassing performances at lower division’s clubs.
The probably most annoying performance happened in 1996, but not as usual within the first or second round but in the quarterfinals.
After the already mentioned traumatic experience with Aerdtken, the FCSP got promoted to the top division in the following season after winning 5:0 against FC Homburg (which is worth another story) and also managed to stay in the division. After winning against Rot-Weiß Oberhausen (4:1), Borussia Neunkirchen (3:1) and against SpVgg Unterhaching (1:0) the draw now delivered a match against the FC Energie from Cottbus.
Whoever is browsing in old editions of the ÜBERSTEIGER will find out that this match would have even been a home match – if the draw would not have delivered to play against a third division club.
Cottbus was unbeaten head of the table and did beat the Stuttgarter Kickers (1:0), the VfL Wolfsburg (1:0) and the MSV Duisburg (after penalty shootout). The match ended with a 0-0 draw and went into a penalty shootout.
Cottbus started and after the first three penalties were scored, Christian Springer was the first to miss one. As shooting fourth, also Sven Benken of Cottbus missed so that the shootout continued. So, Scharping, Trulsen, Sobotzik and Michael Bochtler managed to score a 4:4 for the boys in brown in between, but while Mike Jesse scored the 6th penalty for Cottbus, Matthias Scherz missed and thus dreams of matches throughout Europe disappeared immediately.
Later, Energie also won 3-0 against the Karlsruher SC but eventually lost the final against the VfB Stuttgart. 

Friday, 19. April 2002, 0:4 in the „home match“ in the Volkspark (1.Bundesliga, matchday 32)
After a promising start, the year in the Bundesliga headed towards a horrible ending, the 1-2 loss against the last of the table (1.FC Cologne) a week earlier did deteriorate the situation further.
However, mathematically everything remained possible… but a win in the derby on matchday 32 would have been important for that.
Thus, the media were picking up on things accordingly and also Thomas Meggle added to it when he bravely announced: „We’ll beat the HSV even on the moon!“ 
And in fact, the match started with a highly dominant FCSP and after 15 minutes Jörg Albertz tackled Ugur Inceman which resulted in a penalty for the boys in brown in front of the HSV’s supporter’s terrace.
Thomas Meggle himself was kicking the penalty… and failed, HSV’s goalie Pieckenhagen could get hold of the ball.
This was the beginning of the end, later on, the HSV scored the 0:1 and when the match ended, we clearly lost by 0:4. After the great promises before, the mockery naturally poured out in tubs over brown and white, especially of course over Meggle.
It also fitted into the puzzle of that day that a very laborious tifo had to be cancelled shortly before the match started, due to health and safety concerns. 

Friday, 23. August 2002, 0:6 at the VfB Lübeck (2.Bundesliga, matchday 3)
Only a few months later, the relegation was clearly coped with, another huge and unworthy loss happened, which is up to the day perceived as the biggest shame to the fan career by many.
A 0:4-defeat in Frankfurt and another 1:4 against LR Ahlen (after a 1:0 lead at half time!) did not allow to expect anything good for the rest of the season but this 0:6 at the VfB Lübeck was a punishment.
Earlier, the club sacked Dietmar Demuth, which was not met with approval by everyone, and after this desolate performance, there was a considerable crack between the club and its fans which took a long time to recover from.
Six – nill! At the Lohmühle! By these suckers… omg, I (Maik) could start getting angry again straight away. This was the absolute low, even if we should reach even lower divisions soon.

(c) Stefan Groenveld

14.03.2004, 0:1 at HSV II (Regionalliga North, matchday 22)
The ultimate humiliation. After we could beat their second team by 3-0 at the Millerntor during the first leg which was a relieve for everyone, we now had to travel to their ground… and it became a nightmare. Approximately 11.000 spectators at the Volkspark, of which 9 of 11 hearts were clearly beating for brown and white, had to witness an own goal scored by Marco Gruszka after almost 60 minutes and also that the impartial referee from Hamburg named Norbert Grudzinski was sending Christopher Fernandez off (probably deserved) but shortly after that, he did the same with Robert Palikuca, which was of course undeserved. The Kicker magazine rated both sent offs as entirely exaggerated, however, for some reason I cannot remember the according situations.
Anyhow, the match remained a piece of crap and we had to return home with a 0-1 defeat. The following week may have been a single black mark for most, especially in offices with social contacts other than brown and white.

12. December 2008, 0-1 at FSV Frankfurt (2. Bundesliga, matchday 17)
I (Tim) did have a bad series with regards to away matches. My first away match was a trip to Gütersloh (chartered train 97/98), in which the FCSP did at least score a point through making use of a late penalty by Jens Scharping. But what followed was a 13 matches lasting series of away defeats under my attendance. It took up to 2010 until this series could get stopped by a 1-0 win in Hanover. The low amongst the matches of this series was the match at the FSV Frankfurt. After 16 matches with 27 points in the account, we were in close contact with the promotion positions while the FSV could not win a single match since 11 matches and was last of the table with lean 10 points. Thus, as part of my naivety, I embarked on a bus ride to Frankfurt with joyful anticipation. I certainly planned for a win. (Note from Maik: Hahahaha… yes, we all have to go through this phase of naivety)
But I should have started to worry already six hours before the bus actually departed. Because my travel mate contacted me from the Christmas party of his study subject with the words: „Come along, it’s a hell of a party“. Accordingly, he arrived a little late the next morning still staggering. Like everyone else, he carried a bag. But instead of the usual food supplies for such a trip which was part of any other bag, his bag was completely empty as it was supposed to be his barf bag. And while my travel mate was completely focusing on keeping the content of his stomach where it belonged for the entire outward journey, I started to make contact with every other travel mate on the bus: The fan club FC Halligalli. I don’t want to tell more than necessary but a current member of the supervisory board of the FCSP could almost not control theirself any longer during the return journey.
The mood within the bus during the return journey was of course also related to the match result. We lost the match with 1-0. The goal was scored after a shortly passed corner-ball in the 88th minute. Less than three minutes earlier, Frankfurt created a huge chance with the same kind of corner-ball. However, there was no lesson learned by the FCSP from this earlier set-piece. How much did I swear? The stadium was a complete joke anyway. The match happened in the Commerzbank-Arena. And with 7.700 spectators, the ground took a relaxed 15% of its load capacity only. And in the cold December, many of the away fans had to take off their shoes at the turnstiles and had to stand inside the stadium wearing their socks only. Seldom, I witnessed something more desolate than that and I have to confess that this away experience did scare me for years to drive further than to Paderborn.

Second leg 2010/2011
Holy cow, this was definitely cruelty. Out of the last twelve matches in the first division, the FCSP managed to score only one point, And even this particular point was something pretty similar to the most painful defeat (which will be specifically discussed further down). It was almost a defeat of epical size. And with this series, the  Derby-curse was born.

19. March 2011, 1-2 against Eintracht Frankfurt (1. Bundesliga, matchday 27)
It wasn’t simply that the Eintracht was a direct competitor in the fight against relegation (they were also relegated eventually), we also played against them during one of their biggest of crisis. In the previous nine matches, the team from Hesse was able to score one goal only and from a 0-0 draw against Freiburg their only point. And then we came. FC St. Pauli aka Mother Theresa which helped them to get back on their feet. Until they took the lead with Gekas scoring after a ridiculous penalty decision, the home supporters booed at a completely insecure team. Takyi, however, managed to bring us back into the game but it wasn’t enough as we were the worse of two very bad teams on this day. On our return journey, after a short break at the services, the bus in which I (flippa) was traveling was heading into the wrong direction for half an hour. The poor bus driver received all of our anger.

16. April 2011, 2-2 against VfL Wolfsburg (1. Bundesliga, matchday 30)
The only point of all after the win in the derby belongs to the category „crappy matches“. Three matchdays after the disastrous defeat against Frankfurt we had to travel to another direct competitor – to Wolfsburg. The team, which won the championship one and half years earlier was with the same amount of points at rank 16 in the table. Only two points away to reach the safe shores. So, a win here and today was not just possible but also mandatory. But in the 39th minute, Diego assisted Mandzukic and let the crap begin. But against the usual, we re-entered the pitch with more strength in the second half and turned the match thanks to Naki and Lehmann. So now there was something real on the table! We were the much better team, the home team barely participated in the match and many of their supporters had already departed from the stadium when the substituted Polak scored in the 89th minute after a corner-ball (!) and thus threw the crap into the fan. My (flippa) next remaining memories of this particular day are the tears of frustration that started to invade my eyes on our return journey when someone (after hours of total silence) started to switch on the stereo on the bus and of all things Thees´ trembling voice appeared. 

(c) Stefan Groenveld

17. October 2011, 1-3 against Fortuna Düsseldorf (2. Bundesliga, matchday 11) 
Hey, shall we raise your blood pressure a little bit? For many, to drop a single name here should be enough: Sascha Rösler. This Monday night at the Millerntor helped to make the team of Fortuna Düsseldorf one of the most unwelcomed. Just remember what sort of actor’s team the squad of Norbert Meier (sic!) was back then. And while the author of these lines has to fight his raised blood pressure, we shortly sum up the match for you: 
The FC St. Pauli took the lead after Max Kruse scored early (assisted greatly by Fin Bartel’s heel, so that F95-goalie Ratajczak had absolutely no chance). Fortuna, at this stage unbeaten since 18 competitive matches, was able to equalize by a guy called Andreas „Lumpi“ Lambertz even before the half time whistle. In the second half, Fortuna clearly was the better team, however, Schachten could have scored (but he somehow only hit the post). Instead, Lambertz scored another one.
And while already in the lead, Fortuna had to face an evil opponent. How unfair the nasty and mean lads of St. Pauli played since. In! Every! Single! Duel! At least, from a Düsseldorf’s perspective. And this had to be pointed out intensively to referee Günter Perl. And they somehow succeeded as Markus Thorandt was sent off the pitch after conceding his second yellow card. And the review of Perl in the kicker appeared as a pure mockery (he was rated a 1.5 out of 6 (where 6 is the worst) „In a hectically and hard-fought match, the ref did almost do everything right“ – just another hint that objectivity was not the highest priority in this article ;)). Eventually, Beister scored the third goal for Düsseldorf which eventually won the match. 
So let’s have a look at the facts: Due to their impressive performance, Oliver Fink and Thomas Bröker got the offer to join the cast of  Alarm für Cobra11 [a dodgy crime series which regularly airs in Germany’s private television]. If you type the word lament into the German Duden [like the Oxford Dictionary], a team picture of Fortuna Düsseldorf appears. And within the referee’s technical jargon the verb „to rösler“ is common for that. 
Dude, I get angry again!!! So, let’s quickly head to the next match!

29. April 2012, 0-1 at Dynamo Dresden (2. Bundesliga, matchday 33)
In the first season after being relegated again, it nevertheless was a bumpy road, even if the names of the squad provided a brilliant read on the paper: Kruse, Boll, Zambrano, Ebbers, Bruns, Bartels and Sobiech are only some of these names. Nevertheless, the mediocre second leg caused a 4th to 6th rank in the table only. However, the chances to get promoted again were still realistic although Frankfurt and Fürth were almost promoted already, as Düsseldorf (3rd position) had to go through a similar low of crappy football. After we successfully sank the Kogge [a special type of ship and the emblem’s motive of Rostock] at home into the third division (3:0, Ebbers, Ebbers, Bartels), two chartered trains embarked with loads of hope on their way to Dresden. At temperatures above 30 degrees, parts of the home supporters welcomed us with intellectual diarrhea, as usual, showing stupid banners and Nazi salutes, but the news about Fürth taking the lead against Düsseldorf let us quickly focus on the pitch again. With 41 points, Dresden was cruising around in the absolute indifference of the league’s table, however, on this particular day, they were sufficiently motivated to spoil our promotion. And they succeeded. 
After a colossally crappy match of our team in which Dynamo was defending like a stone wall, the entire stadium (cheered by the stadium announcer) said goodbye to us chanting: „Schade Pauli, alles ist vorbei!“ [Bummer, Pauli, it’s all over now] If you remember the realistic chances to equalize on that day, you instantly get angry again, especially if you take a look at the final table: we had the same amount of points as Düsseldorf. I (flippa) will go puking now.

(c) Stefan Groenveld

11. April 2014, 2-3 against Kaiserslautern (2. Bundesliga, matchday 30)
Without exaggeration, this was one of the defeats which had a lasting effect on the FCSP and which caused some negative aftermaths for a long time. The starting position before this match was considerably good. After a 3-2 win in Sandhausen, the FCSP, back then coached by Roland Vrabec, was three points in arrears to the third position (Paderborn) and four points to the second position (Fürth). So, five matchdays before the end of the season, the promotion was still possible. On a Friday evening, the FCK visited the Millerntor, they had 44 points themselves (two less than the FCSP) and were also still in reach of the promotion ranks. FCSP’s early lead scored by Verhoek was equalized by Lakic even before halftime. But it got worse: the FCK took the lead in the second half through a goal scored by Karl. And while trying to defend this goal, Tschauner dislocated his shoulder. Visible for everyone, the shoulder was put back in order straight at the pitch, however, later, Robin Himmelmann had to make his second appearance in the second division. In the 89th minute, Florian Kringe was able to equalize and the FCSP was clearly aiming for a win then. There were plenty of chances on both sides now (and Kaiserslautern’s Orban was even sent off the pitch). But eventually, it was Ruben Jenssen who managed to score a quite nice goal in the 97th minute by shooting the ball volley into the net in front of the away stand.
I will never forget the picture of the instantly imploding away stand. On their side, the dream of getting promoted was still alive due to this late win (eventually, they were lacking six points to Fürth who then lost in the playoffs against the hsv). Whereas on our side, the motivation was clearly gone after this defeat and no more matches were won afterwards. At the last match of the season, Fabian Boll received his farewell greetings (and also did Fin Bartels) but it somehow also appeared as if the chemistry between coach Vrabec and the team wasn’t right any longer. The same was realised by the director of sports Rachid Azzouzi, however, only after four matches of the subsequent season were already played. This was rather too late. And the following decision that Thomas Meggle would be the perfect fit for the manager’s bench was also not the right one at the time back then. What followed was a horrible rest of the year at which end Azzouzi was sacked and Ewald Lienen took over. The FCSP was only able to reach the save shores on the last matchday of the season even after losing 0-1 in Darmstadt on that day. How all of this would have turned out if not the FCK but the FCSP would have scored during the hectic end phase 13 months earlier…

A location not to remember for the FCSP: The Voith-Arena in Heidenheim.

1-2, 0-2, 0-2, 1-3, 0-3, 0-1
No, these are not random numbers. These are the results of six away matches of the FCSP. From the FCSP’s perspective. Results that do not allow for any other explanation than that the town Heidenheim located at the river Brenz is nothing less than the Forecourt to Hell. For six times already, the FC St. Pauli played in Heidenheim and six times, they gained exactly zero points there. The Voith-Arena in Heidenheim is thus a symbol for matches in Sandhausen/Aalen/Ingolstadt, so for locations to which we could alternatively simply send the points by mail.
The difference between Heidenheim and other locations: The FCSP never managed to score a single point there. Horrible. And the chronicles of shudder can be pinpointed to one single individual only: Marc Schnatterer, who, whenever the FCSP is playing in Heidenheim, can be named as Kryptonite for the FCSP. In every single match of all six games, Schnatterer was involved in at least one goal (in total he scored 4 goals and made 4 assists). So, Marc „Chucky“ Schnatterer is the one, the incarnate evil, the always returning baby of Rosemary, a horseman of the apocalypse. We probably might only score there again when.. how old is Schnatterer actually? 

10. March 2019, 0-4 at home against the hsv (2. Bundesliga, matchday 25)
Phew, ey… no, there are boundaries. Even in this article!

In this listing of losses, of course, the biggest ones must not miss. First and foremost, the defeats at home were quite painful. The 1-8 against Bayern Munich in May 2011 was mistaken by many as an occasion for a party as the relegation was almost signed and sealed. I (Tim) personally found that an embarrassing thing to happen and I felt ashamed for both the performance on the pitch as well as on the stands. Only a few will possibly remember the 0-5  defeat at home against Cologne in the season of 77/78 or the 1-5 in 84/85 against Union Solingen. But that’s okay and should stay like this.
In the list of the highest defeats at home, there’s the 0-4 against Nuremberg in November 2015 (that’s a date some more should still remember) and the defeat at home against Ingolstadt with the same result (2017/2018). Specifically, the latter one did hurt enormously as the score was 0-4 at half time already and the FCI did not invest much into the match during the second half. Thus, the FCSP was rather well served with this result. And even after Ingolstadt did just switch into defending mode, we were not able to create any promising chance. During the second half, this match was nothing less than torture.

Oh no… we rather end this article now before someone discovers some more of these embarrassing defeats. For example the 0-5 in Bielefeld 17/18 or the 1-5 in Kaiserslaut… let’s get out of here! 

// flippa, Maik & Tim (Translated by Arne)

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6 thoughts on “{:de}Es gibt kein‘ Fußball ohne Leiden…{:}{:en}There’s no footy without suffering…{:}

  1. „Das 1-8 gegen Bayern München im Mai 2011 war von vielen als Party verstanden worden, der Abstieg war ja bereits (so gut wie) besiegelt. Ich persönlich (Tim) fand das ziemlich entwürdigend und habe mich sehr über den Auftritt auf dem Rasen, aber auch den auf den Rängen geschämt.“

    Danke für diesen Satz. Dieses Spiel war für mich mit das Schlimmste, denn sowohl der Torjubel von Marcel Eger zum 1:5 als auch das Verhalten auf den Rängen waren nicht einem Abstieg und schon gar nicht einer 1:8, in Worten acht, Niederlage angemessen. Ich habe das 7:1 gegen Braunschweig gesehen, aber 8 Dinger kriegen ist entwürdigend.
    Diese Niederlage hatte mir gezeigt, dass das Gefühl für Sieg und Niederlage bei vielen Leuten, sorry aber vor allem auf der Gegengerade, nicht vorhanden ist.

    Welche ihr vergessen habt: 0:1 gegen Bayer Leverkusen II auf Nebenplatz der Bay-Arena.

    1. Uuuh, gegen die Zwote von Leverkusen waren schon immer die Heimspiele grausig. Aber auf einem Nebenplatz der Bay-Arena, ich mein, niemand möchte überhaupt schon in die Bay-Arena, das ist schon richtig shiddy

  2. @Tim: Bist du dir sicher, dass bei deinem Auswärtsniederlagendebutpunktgewinn in Gütersloh Scharping den Elfmeter geschossen hat? Ich meine, Scharping war gefoult worden und Sawitschew hat dann den Elfmeter geschossen und verwandelt.
    Allerdings habe ich auch gerade bei fussballdaten.de nachgeschaut und dort steht ebenfalls Scharping. Ich zweifele aber dennoch.

    1. Ganz ehrlich, als ich im Netz las, dass Scharping den Elfmeter versenkt hat, da hatte sich meine Vermutung bestätigt. Ob er das aber wirklich war, keine Ahnung. Wir waren ja alle damit beschäftigt uns hinzusetzen, weil der Gesang „Steht auf für den hsv!“ durch die Kurve schallte…

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