{:de}Der FC St. Pauli vor dem Saisonstart{:}{:en}FC St. Pauli before the start of the season{:}

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Das (kurze) Warten hat ein Ende: Am Samstag startet der FC St. Pauli mit dem Heimspiel gegen den 1. FC Nürnberg in die Saison 2022/23. Vielleicht noch etwas größer als sonst dürften vor dem Start die Fragezeichen zur Leistungsfähigkeit des Kaders sein.
(Titelbild: Peter Böhmer)

Müsste der FC St. Pauli ähnlich wortreich garniert werden, wie die 2. Bundesliga es Jahr für Jahr kurz vor Saisonstart immer wieder erfährt („Die spannendste / beste / emotionalste / wildeste / schönste / suchteuchwasauste zweite Liga aller Zeiten“) könnte die Wahl auf den „talentiertesten FC St. Pauli aller Zeiten“ fallen. Denn wohl noch nie war die Dichte an Spielern mit Entwicklungspotenzial so hoch wie im aktuellen Kader.

Potenzial vorhanden

Zwar unterscheiden sich die bisher sechs Neuzugänge des FC St. Pauli teils massiv voneinander, aber alle eint, dass ihnen großes bis sehr großes Entwicklungspotenzial attestiert wird. Besonders bei David Nemeth und Johannes Eggestein könnte dies in fast ungeahnte Höhen führen. Aber auch Manolis Saliakas, David Otto, Connor Metcalfe und Carlo Boukhalfa ist zuzutrauen, dass sie noch einmal einen Schritt nach vorne machen können.

Zudem befanden sich auch vor diesen Transfers gleich eine ganze Reihe von Spielern im Kader, die ebenfalls noch (gehöriges) Entwicklungspotenzial besitzen. Das ist besonders in der Offensive mit Etienne Amenyido, aber vor allem Lukas Daschner und Igor Matanović der Fall.
Der FC St. Pauli ist also ein Team voll von Spielern, die bereits konkurrenzfähig in der zweiten Liga sind, die aber teilweise auch noch sehr viel besser werden können. Es handelt sich um das wohl talentierteste Team der gesamten Liga. Aber reicht das? Vor allem für die eigenen Ansprüche? Welche sind das überhaupt?

Daenemark, Tondern, 01.07.2022, Fussball Testspiel, Silkeborg IF - FC St. Pauli im BankParken Igor Matanovic (FC St. Pauli)
Auf Igor Matanovic dürfte eine sehr viel gewichtigere Rolle zukommen, als noch in der Vorsaison.
(c) Peter Böhmer

Leistungsträger (noch) nicht da?

Für Erfolg reicht Talent allein natürlich nicht. Das Talent muss entwickelt werden. Und dafür müssen möglichst optimale Gegebenheiten geschaffen werden. Diese Gegebenheiten sind für den einen, dass sie einfach ins kalte Wasser springen müssen und sich da freischwimmen. Für andere braucht es aber Spieler um sie herum, die ihnen in gewissen Phasen Halt geben. Daniel-Kofi Kyereh hat bereits in seiner ersten Saison beim FC St. Pauli tolle Leistungen gezeigt, blieb aber sehr viel häufiger blass, vor allem dann, wenn es sportlich nicht lief. Erst in seiner zweiten Saison wurde er zu einem dauerhaften Leistungsträger, der in den Spielen oft den Unterschied ausmachte.

Das Beispiel Kyereh zeigt, dass einige Talente eine stabile Achse im Team benötigen, an der sie sich orientieren, hochziehen und hinter der sie sich vielleicht auch mal verstecken können. Diese Achse ist im Kader des FC St. Pauli nicht mehr so stark ausgeprägt, wie noch in der Vorsaison. Guido Burgstaller fehlt vorne, Kyereh auch und ein erfahrener Innenverteidiger dürfte dem Kader in Sachen Achsenbildung auch weiterhelfen.

How to develop a team (fast)?

Es gibt keinen Kyereh-Ersatz, aber es gibt Wege, ihn zu ersetzen.

Nun ist aber auch klar, dass solche Spieler, die sofort Teil einer Achse werden können, für Zweitligisten meist nicht erschwinglich sind. Das Beispiel Kyereh zeigt: So einen Spieler kann der FC St. Pauli nicht verpflichten, er muss sich innerhalb des Teams entwickeln. Ja, Guido Burgstaller ist da ein Gegenbeispiel. Aber erinnert ihr euch noch an das letzte „Führungsspieler aus der 1.Liga“-Experiment namens Sami Allagui? Da gibt es also keine Garantie drauf.

Der Vorteil, den es beim FCSP gibt: Spielerentwicklung ist eine Stärke des Trainerteams! Das haben die letzten beiden Jahre gezeigt, in denen nicht nur Kyereh, sondern z.B. auch Paqarada, Medić und sogar „ausgelernte“ Spieler wie Burgstaller und Ziereis große Schritte gemacht haben.
Damit diese These aber wirklich belastbar ist, müssen in der kommenden Saison auch weitere Spieler signifikante Schritte nach vorne machen.

Deutschland, Hamburg, 12.06.2022, Training FC St. Pauli auf den Trainingsplaetzen an der Kollaustrasse Trainer Timo Schultz (FC St. Pauli) gibt Anweisungen
Timo Schultz hat auf dem Trainingsplatz in Sachen Talententwicklung einiges zu tun.
(c) Peter Böhmer

Neues Teamgefüge

Durch den Abgang vieler älterer Spieler wird sich also die Führungsstruktur des FC St. Pauli ändern. Einen ersten Geschmack dieser Veränderung gab es bereits bei der Bekanntgabe des neuen Mannschaftsrates: Bis auf Leart Paqarada ist er mit Eric Smith, Marcel Hartel, Jackson Irvine und Luca Zander neu besetzt worden – Kunststück, alle anderen Spieler aus dem Rat der Vorsaison sind nicht mehr da. Genau auf die Spieler im Rat wird es jetzt ankommen, wenn es darum geht eine neue Achse zu bilden. Sie müssen jetzt aus dem Schatten der ehemaligen Führungsspieler treten und mehr Verantwortung übernehmen. Ein Schritt, der allen fünf zuzutrauen ist.

Ein Käfig voller Potenzial und eine neu zu bildene Achse/Teamstruktur. Beides, das Potenzial und die Struktur, sollte sich bestenfalls schnellstmöglich entwickeln. Aber es ist weit realistischer, dass sich beides erst im Laufe der Saison entwickelt.

Personalsorgen

Gerade auf den Positionen, wo im Vergleich zur Vorsaison zahlenmäßig Spieler fehlen, gibt es kurz vor dem Saisonstart des FC St. Pauli Verletzungssorgen. In der Innenverteidigung haben mit Philipp Ziereis und James Lawrence zwei Spieler den Club verlassen und mit David Nemeth ist bisher erst einer hinzugekommen. Nemeth fällt zum Start mit einer Muskelverletzung aus, Marcel Beifus ist im ersten Spiel gesperrt und auch Adam Dźwigała ist verletzungsgeplagt – die Situation in der Innenverteidigung des FC St. Pauli ist wenige Tage vor dem Saisonstart äußerst prekär.

Gleiches, wenn auch in abgeschwächter Form, gilt für die Offensive: Denn auf die vier Abgänge (Burgstaller, Kyereh, Dittgen, Makienok) wurde bisher mit drei (zwei) Neuzugängen reagiert (Eggestein, Otto und mit Abstrichen Boukhalfa). Als sich dann Etienne Amenyido vor wenigen Wochen eine Muskelverletzung zuzog, wurde die Situation auch hier besonders prekär. Die kurze Zeit später kommunizierte Verpflichtung von David Otto hat die Personalsituation in der Offensive etwas entspannen lassen.

Eigentlich ist der FCSP ziemlich gut durch die Sommervorbereitung gekommen. Abgesehen von Nikola Vasilj, der den Saisonstart verpassen wird, gab es aber ausschließlich Verletzungen von Spielern auf Positionen, die ohnehin dünner besetzt sind, als noch in der Vorsaison. Zum Saisonstart sind auch deshalb die Erwartungen etwas gedämpft.

Deutschland, Hamburg, 28.06.2022, FC St. Pauli offizieller Fototermin 2022/23 auf den Trainingsplaetzen an der Kollaustrasse Mannschaftsfoto FC St. Pauli 2022 - 2023 Hinterste Reihe (v.l.n.r.): Dominik Koerner (Physiotherapeut), Frederik Bokelmann (Physiotherapeut), Luca Zander, Eric Smith, Jakov Medic, Igor Matanovic, David Nemeth, Etienne Amenyido, Ole Marschall (Spielanalyst), Florian Lechner (Osteopath) 3. Reihe (v.l.n.r.): Alexander Blase (Physiotherapeut), James Morgan (Leiter Physiotherapie, Rehabilitation und Praevention), Christopher Avevor, Carlo Boukhalfa, Jackson Irvine, Lukas Daschner, Johannes Eggestein, Leart Paqarada, Jonas Woemmel (Teammanager), Marko Knoop (Torwarttrainer) 2. Reihe (v.l.n.r.): Thorge Duewer (Zeugwart), Dr. Sebastian Schneider, Dr. Volker Carrero (Mannschaftsarzt), Afeez Aremu, Manolis Saliakas, Marcel Hartel, Connor Metcalfe, Marcel Beifus, Adam Dźwigała, Fabian Huerzeler (Co-Trainer), Loic Fave (Co-Trainer), Timo Schultz (Cheftrainer) Vordere Reihe (v.l.n.r.): Andreas Kreft (Zeugwart), Siegmar Krahl (Zeugwart), Niklas Jessen, Jannes Wieckhoff, Dennis Smarsch, Nikola Vasilj, Sören Ahlers, Franz Roggow, Lars Ritzka, Christoph Hainc Scheller (Athletiktrainer), Karim Rashwan (Athletiktrainer)
Ein Käfig voller Talente?
(c) Peter Böhmer

Lehren aus der Rückrunde?

Nicht nur beim Personal, auch bei der Spieltaktik dürfte es zur neuen Saison ein paar Veränderungen geben. Das ist auch notwendig, damit das Team besser auf die jeweiligen Gegner und deren Pläne reagieren kann und damit selbst die größten Stärken des Kaders am besten zum Tragen kommen. Mit Spannung erwarte ich daher das Spiel am Samstag allein schon aufgrund der taktischen Veränderungen, die sich bei den Testspielen des FC St. Pauli bereits erkennen ließen:

  • Das Team agierte sehr viel mutiger im Pressing und versuchte den Gegner früher zu stören, spielt also vermehrt Angriffspressing
  • Die beiden Außenverteidiger agierten deutlich höher, als noch in der Vorsaison. Erste „Ausläufer“ dieser Spielweise waren bereits am Ende der letzten Saison zu erkennen.
  • Die klassische Zehnerposition, so wie sie Daniel-Kofi Kyereh interpretierte, verabschiedet sich womöglich, da zum Beispiel Boukhalfa und Daschner diese Position (ganz) anders spielen. Somit muss teilweise die Formation eher in ein 4-3-3 umgetauft werden, was dann den Abschied von der lange gespielten Mittelfeldraute bedeuten würde.

Was dürfen wir erwarten?

Tja. Wie bereits zu Beginn dieses Artikels erwähnt, sind die Fragezeichen um die Leistungsfähigkeit des FC St. Pauli zum Saisonstart 22/23 etwas größer, als in vielen anderen Jahren. Aufgrund des doch relativ großen Umbruchs und dem zweifelsohne vorhandenen, aber noch auszuschöpfenden Potenzial vieler Spieler, könnte es sehr gut tun, wenn zum Start ein wenig auf die Bremse bei der Erwartungshaltung getreten wird.

Natürlich kann es auch ganz anders ausgehen, wenn sowohl Achse als auch Potenzial sehr viel früher gebildet bzw. abgerufen werden. Aber eine so magische Hinrunde wie in der Vorsaison wäre zwar wünschenswert, ist jedoch nicht zu erwarten (bei der Rückrunde könnte das dann aber anders aussehen). Aktuell ist beim FC St. Pauli Vertrauen in den Entwicklungsprozess gefragt.

// Tim

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The (short) wait is over: On Saturday, FC St. Pauli will kick off the 2022/23 season with a home match against 1. FC Nürnberg. Perhaps even bigger than usual are the question marks about the squad’s performance before the start.
(Cover picture: Peter Böhmer)

If FC St. Pauli had to be garnished in a similarly eloquent way as the 2nd Bundesliga is year after year shortly before the start of the season („The most exciting / best / most emotional / wildest / most beautiful / most sought-after second division of all time“), the choice could fall on „the most talented FC St. Pauli of all time“. The density of players with development potential has probably never been as high as in the current squad.

Potential present

Although the six newcomers to FC St. Pauli so far differ greatly from each other, they all have great to very great development potential. Especially in the case of David Nemeth and Johannes Eggestein, this could lead to almost undreamed-of heights. But Manolis Saliakas, David Otto, Connor Metcalfe and Carlo Boukhalfa can also be expected to take another step forward.

Moreover, even before these transfers, there were several players in the squad who also still have (considerable) development potential. This is especially the case in the offensive with Etienne Amenyido, but above all Lukas Daschner and Igor Matanović.

FC St. Pauli is a team full of already competitive players in the second division, but some of them can also become much better. It is probably the most talented team in the entire league. But is that enough? Especially for their demands? What are they at all?

Daenemark, Tondern, 01.07.2022, Fussball Testspiel, Silkeborg IF - FC St. Pauli im BankParken Igor Matanovic (FC St. Pauli)
Igor Matanovic is likely to play a much more important role than he did in the previous season.
(c) Peter Böhmer

Top performers not (yet) there?

Of course, talent alone is not enough for success. Talent must be developed. And for that, the best possible conditions must be created. For some, these conditions are that they simply have to jump into the deep end and swim free. Others, however, need players around them who give them support in certain phases. Daniel-Kofi Kyereh already showed great performances in his first season at FC St. Pauli, but remained pale much more often, especially when things were not going well from a sporting point of view. It was only in his second season that he became a permanent performer who often made the difference in matches.

The example of Kyereh shows that some talents need a stable axis in the team to which they can orientate themselves, pull themselves up and behind which they can perhaps also hide at times. This axis is no longer as pronounced in the FC St. Pauli squad as it was in the previous season. Guido Burgstaller is missing up front, Kyereh too, and an experienced centre-back should also help the squad in terms of axis formation.

How to develop a team (fast)?

There is no Kyereh replacement, but there are ways to replace him.

But it is also clear that such players, who can immediately become part of an axis, are usually not affordable for second-division clubs. The example of Kyereh shows: FC St. Pauli cannot sign such players, they have to develop within the team. Yes, Guido Burgstaller is a counter-example. But do you remember the last „leading player from the first division“ experiment called Sami Allagui? So there’s no guarantee of that.

The advantage that exists at FCSP: Player development is a strength of the coaching team! This has been shown in the last two years, when not only Kyereh, but also Paqarada, Medić, and even „trained“ players like Burgstaller and Ziereis have made great strides.
But for this thesis to be truly resilient, more players will also have to make significant steps forward in the coming season.

Deutschland, Hamburg, 12.06.2022, Training FC St. Pauli auf den Trainingsplaetzen an der Kollaustrasse Trainer Timo Schultz (FC St. Pauli) gibt Anweisungen
Timo Schultz has a lot to do on the training pitch in terms of talent development.
(c) Peter Böhmer

A new team structure

So, with the departure of many older players, the management structure of FC St. Pauli will change. The first taste of this change was already given when the new team council was announced: With the exception of Leart Paqarada, it has been filled with Eric Smith, Marcel Hartel, Jackson Irvine and Luca Zander – a feat, all the other players from the council of the previous season are no longer there. It is precisely the players on the council who will now matter when it comes to forming a new axis. They must now step out of the shadow of the former leading players and take on more responsibility. This is a step that all five of them can be expected to take.

A cage full of potential and a newly formed axis/team structure. Both, the potential and the structure, should develop as quickly as possible at best. But it is far more realistic for both to develop only in the course of the season.

Staffing worries

Especially in the positions where players are missing in numbers compared to the pre-season, there are injury concerns shortly before the start of the season for FC St. Pauli. In central defence, Philipp Ziereis and James Lawrence are two players who have left the club and David Nemeth is just one of the newcomers. Nemeth is out for the start with a muscle injury, Marcel Beifus is suspended for the first game and Adam Dźwigała is also plagued by injury – the situation in FC St. Pauli’s central defence is extremely precarious just a few days before the start of the season.

The same, albeit in a weakened form, applies to the offensive: because the four departures (Burgstaller, Kyereh, Dittgen, Makienok) have so far been responded to with three (two) new arrivals (Eggestein, Otto and, to a lesser extent, Boukhalfa). When Etienne Amenyido suffered a muscle injury a few weeks ago, the situation became particularly precarious. The signing of David Otto, which was announced a short time later, eased the personnel situation in the offensive line somewhat.

Actually, FCSP got through the summer preparation pretty well. Apart from Nikola Vasilj, who will miss the start of the season, there were only injuries to players in positions that are already thinner than in the previous season. This is another reason why expectations are somewhat subdued at the start of the season.

Deutschland, Hamburg, 28.06.2022, FC St. Pauli offizieller Fototermin 2022/23 auf den Trainingsplaetzen an der Kollaustrasse Mannschaftsfoto FC St. Pauli 2022 - 2023 Hinterste Reihe (v.l.n.r.): Dominik Koerner (Physiotherapeut), Frederik Bokelmann (Physiotherapeut), Luca Zander, Eric Smith, Jakov Medic, Igor Matanovic, David Nemeth, Etienne Amenyido, Ole Marschall (Spielanalyst), Florian Lechner (Osteopath) 3. Reihe (v.l.n.r.): Alexander Blase (Physiotherapeut), James Morgan (Leiter Physiotherapie, Rehabilitation und Praevention), Christopher Avevor, Carlo Boukhalfa, Jackson Irvine, Lukas Daschner, Johannes Eggestein, Leart Paqarada, Jonas Woemmel (Teammanager), Marko Knoop (Torwarttrainer) 2. Reihe (v.l.n.r.): Thorge Duewer (Zeugwart), Dr. Sebastian Schneider, Dr. Volker Carrero (Mannschaftsarzt), Afeez Aremu, Manolis Saliakas, Marcel Hartel, Connor Metcalfe, Marcel Beifus, Adam Dźwigała, Fabian Huerzeler (Co-Trainer), Loic Fave (Co-Trainer), Timo Schultz (Cheftrainer) Vordere Reihe (v.l.n.r.): Andreas Kreft (Zeugwart), Siegmar Krahl (Zeugwart), Niklas Jessen, Jannes Wieckhoff, Dennis Smarsch, Nikola Vasilj, Sören Ahlers, Franz Roggow, Lars Ritzka, Christoph Hainc Scheller (Athletiktrainer), Karim Rashwan (Athletiktrainer)
A cage full of talent?
(c) Peter Böhmer

Lessons from the second half of the season?

There are likely to be a few changes not only in the personnel but also in the game tactics for the new season. This is also necessary so that the team can react better to the respective opponents and their plans, and so that even the greatest strengths of the squad can best come to bear. I am therefore eagerly awaiting Saturday’s match, if only because of the tactical changes that have already become apparent in FC St. Pauli’s test matches:

  • The team acted much more courageously in pressing and tried to disrupt the opponent earlier, thus playing more attacking pressing.
  • The two full-backs played much higher up the pitch than in the previous season. The first „offshoots“ of this style of play could already be seen at the end of last season.
  • The classic ten-man position, as interpreted by Daniel-Kofi Kyereh, may be on its way out, as Boukhalfa and Daschner, for example, play this position (completely) differently. This means that the formation will have to be changed to a 4-3-3, which would mean saying goodbye to the long-played midfield diamond.

What may we expect?

Well. As already mentioned at the beginning of this article, the question marks surrounding the performance of FC St. Pauli at the start of the 22/23 season are somewhat larger than in many other years. Due to the relatively large amount of upheaval and the undoubted potential of many players that still need to be tapped, it could do us a lot of good to put the brakes on expectations a little at the start.

Of course, it can also turn out quite differently if both the axis and the potential are formed or called up much earlier. But such a magical first half of the season as in the previous season would be desirable but is not to be expected (in the second half of the season, however, things could look different). At the moment, FC St. Pauli needs to have confidence in the development process.

//Tim (translation by Arne)

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One thought on “{:de}Der FC St. Pauli vor dem Saisonstart{:}{:en}FC St. Pauli before the start of the season{:}

  1. Ich finde den Schritt richtig und wichtig. Insbesondere die Abwehr war in den letzten Jahren geprägt von Unsicherheiten. Mit dem jetzigen Personal (Abstriche bei Beifus) sehe ich da eine deutliche Verbesserung. Ich sehe taktisch sogar noch ein 4-4-1-1 mit einer Doppelsechs, wenn man mal etwas stabiler rangehen möchte. Dafür spricht, dass man mit Irvine, Fazliji (sofern er kommt), Dzwigalla insgesamt 5 Spieler hat, die dort spielen könnten. Man ist taktisch auf jeden Fall viel variabler als in der letzten Saison und das war auch das Problem in der Rückrunde. Wir waren ausrechenbar. Das dürfte jetzt nicht mehr der Fall sein.

    Das Problem der mangelnden Erfahrung sehe ich auch nicht unbedingt. Mit der Achse Paqarada, Smith, Zander und Hartel, Boukhalfa, Irvine sehe ich das nicht. Und Eggestein ist ja auch nicht mehr ein blutjunger Anfänger. Zugegeben wenn überhaupt könnte man im Sturm noch etwas Abgebrühtheit gebrauchen. Da ist man scheinbar aber auch noch auf der Suche. Einen alternden Star benötigt dort allerdings niemand.

    Der HSV hat doch ein ähnliches Konzept (jung) in der letzten Saison gefahren. Wir sind da aus meiner Sicht sogar einen Schritt weiter, als der HSV in der Vorsaison.

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