Lage am Millerntor – 10. Juli 2024

Lage am Millerntor – 10. Juli 2024

Bergfest in der ersten Trainingswoche des FC St. Pauli, eine Vertragsverlängerung, Maskottchen, Testspielabsageforderung und englische Härte. Die Lage am Mittwoch.

FCSP-News

Kollaustraße

Der gestrige Trainingstag zeigte vor allem, dass die Mehrzahl der Spieler den Ausgang des gestrigen EM-Halbfinals korrekt vorhersagte – auch wenn einer sich enthielt und schon auf heute schaute: (Instagram)

Für heute, morgen (Donnerstag) und Freitag sind weitere Einheiten für jeweils 11.00h angesetzt, ehe dann am Samstag das erste Testspiel gegen den Bremer SV ansteht.

Manolis Saliakas

Der Zauber von Vertragsverlängerungen verliert doch einiges an seiner Wirkung, wenn man weder die bisherige noch die zukünftige Laufzeit kennt. Nichtsdestotrotz ist davon auszugehen, dass der Vertrag von Manolis Saliakas bisher noch mindestens bis zum Sommer 2025 lief und jetzt mindestens bis 2026 oder eben auch noch länger laufen wird. Sprich: Bei einem eventuellen Wechsel im nächsten Sommer würden wir zumindest eine Ablösesumme erhalten.

Und bevor das jetzt zu emotionslos klingt: Yeah, freut mich sehr!
Alle Infos: fcstpauli.com

Lage der Liga

Als gestern die Meldung „DFL terminiert Spieltage 1 und 2 der 2. Bundesliga“ an mir vorüberzog, zuckte ich wirklich nur kurz. Ich weiß ja, dass wir inzwischen in der 1. Liga spielen und die Spieltage 1 bis 5 dort erst nächste Woche terminiert werden sollen.
Um sich aber nochmal zu vergegenwärtigen, in welcher Liga wir da ab sofort mitspielen, hier mal die (laut Ablösesumme) Top-Transfers bisher: (Daten gemäß Transfermarkt.de)

  1. Michael Olise, 53 Mio. € Ablöse, Bayern München (von Crystal Palace)
  2. Hiroki Ito, 23,5 Mio. €, Bayern München (vom VfB Stuttgart)
  3. Waldemar Anton, 22,5 Mio. €, Borussia Dortmund (vom VfB Stuttgart)
  4. Aleix García, 18 Mio. €, Bayer Leverkusen (vom FC Girona)
  5. Hugo Ekitiké, 16,5 Mio. €, Eintracht Frankfurt (von Paris St. Germain)
  6. Jeanuël Belocian, 15 Mio. €, Bayer Leverkusen (von Stade Rennes)
  7. Kamil Grabara, 13,5 Mio. €, VfL Wolfsburg (vom FC Kopenhagen)
  8. Bryan Zaragoza, 13 Mio. €, FC Bayern München (vom FC Granada)
  9. Can Uzun, 11 Mio. €, Eintracht Frankfurt (vom 1. FC Nürnberg)
  10. Maarten Vandevordt, 10 Mio. €, RaBa Leipzig (vom KRC Genk)
  11. Assan Ouédraogo, 10 Mio. €, RaBa Leipzig (von Schalke 04)

Namen wie Mohamed Amoura (von Union St. Gilloise nach Wolfsburg) oder Robin Koch (von Leeds nach Frankfurt) fehlen da sogar noch, trotz teils höherem Marktwert, weil sie ablösefrei wechselten oder nur ausgeliehen sind.
Während Leverkusen also 33 Millionen Euro ausgegeben (Einnahmen: 2,55 Mio €) und der VfB Stuttgart knapp 47 Millionen eingenommen hat (Ausgaben: 16 Mio €), kann der finanzielle Liga-Primus Bayern hier mit 94,4 Mio € Ausgaben und 12,5 Mio € Einnahmen vorweisen.
Immerhin sportlich spielen wir ab sofort mit diesen Vereinen in einer Liga. Wirklich.

Fanszene-News

Conexion & Die letzten Nacken proudly present:

Für alle, die an jenem Freitag nicht schon auf dem Weg nach Norwich sind, gibt es einen wichtigen Eintrag im Kalender:

Antirepressionskosten-Soliparty von Conexion und Die letzten Nacken.
Freitag, 2. August 2024, 21.00h, Fanräume
80er & 90er, Trash und Dancefloor, Tombola, Soli-Schnaps & Remmidemmi

Döntjes

Toni statt Werdi

Maskottchen im Fußball. Schwieriges Thema.
In meiner Jugend beim SV Werder Bremen gab es „Pico“. Eine Heidschnucke (und von vielen mit dem Kölner Geißbock verwechselt), benannt nach dem Bremer Meisterspieler aus den 60ern, Pico Schütz. Einfach nur so da, noch gänzlich ohne Ausverkauf im Merchandise.
Werder brachte in den 90ern dann die Möwe „Werdi“ hervor, die allerdings von den Fans klar abgestraft und schnell wieder eingemottet wurde – bevor sie Jahre später in ähnlicher Form als Kackmöwe in der Fanszene unserer Nachbarn Wiederauferstehung feierte.

Laut RTL (Instagram) hat Werder nun aber ein Revival der Möwe geplant, modisch etwas zeitgemäßer und statt „Werdi“ heißt sie „Toni“. Wohl weniger aufgrund von Kroos, eher wegen Ailton – aber so genau weiß man das auch noch nicht. Der Verein hat dies dem Sender bereits bestätigt, die offizielle Präsentation erfolgt demnach aber erst am 11. August beim „Tach der Fans“.

Babelsberg und die Testspiele

Immer wenn man denkt, man hat beim eigenen Verein nun mal wieder etwas Sinnvolles erreicht, kommt irgendjemand um die Ecke und zeigt auf, dass man selbst nur nicht dumm genug gedacht hat.
Könnte eins zu eins ein Erlebnisbericht aus Zusammenhängen rund um den FC St. Pauli sein, ist hier konkret aber auf den SV Babelsberg 03 bezogen.

Dort hatte die Mitgliederversammlung erst Ende Juni beschlossen, dem Verein künftige Vorbereitungsspiele gegen Union und Hertha im KarLi zu untersagen, weil dies für alle Beteiligten mit viel Stress verbunden ist. Heute Abend (19.00h) findet daher voraussichtlich zum vorerst letzten Mal ein Spiel gegen die Hertha statt.

Nun aber wurde ein Testspiel bei RaBa Leipzig geplant – was verständlicherweise auf noch weniger Gegenliebe in der eigenen Fanszene stieß. Zwar soll das Spiel nicht im KarLi sondern in Leipzig stattfinden, die Art und Weise der (Nicht-) Kommunikation aber sorgte ebenfalls für Verstimmung. Zuvor hatte die Fanszene von Rot-Weiß Erfurt bereits für eine Absage eines Testspiels gegen Leipzig gesorgt, dies fordert nun auch die Fanszene von Babelsberg (Instagram) – die ansonsten mit Erfurt wenig gemein haben dürfte.

Zu guter Letzt

„Immer wichtig für Schiedsrichter*innen, den Charakter eines Spiels gut einschätzen zu können und überharte Zweikämpfe frühzeitig zu unterbinden. Dies erleichtert die Spielführung im weiteren Verlauf extrem.“
Ja… oder so ähnlich. // Instagram

Forza St. Pauli!
// Maik

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4 thoughts on “Lage am Millerntor – 10. Juli 2024

  1. Was für ein Knochenbrecherkick da ganz unten. Und sowas läßt ein Schiri teilweise laufen? Puh…

    Danke für das „Immerhin sportlich spielen wir ab sofort mit diesen Vereinen in einer Liga“ – paßt perfekt zum Morgenkaffee.

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