Noch zwei Tage, bis der FC St. Pauli zum Spiel bei Hannover 96 antritt. Mathias Rasmussen muss sich zu seiner Geburtsstadt äußern und in England ist finanziell alles in der Krise. Die Lage am Donnerstag.
FC St. Pauli
Mathias Rasmussen
Wenn eine Geschichte so durch die Fußballmedien getrieben wird wie der Platzverweis für Michael Olise beim CL-Spiel in Stavanger, dann fragt man am Folgetag natürlich Spieler, die einigermaßen in Verbindung zu Beteiligten steht, nach ihrer Meinung dazu. So geschehen gestern in der Medienrunde des FC St. Pauli, als Mathias Rasmussen zunächst mal seine persönliche Meinung zu Stavangers „Provokateur“ Zlatko Tripic erzählen musste, da beide in der gleichen norwegischen Stadt (Lyngdal) aufgewachsen sind. // Abendblatt // MOPO
Spannender aus FCSP-Sicht aber natürlich, was er denn zur aktuellen Saison in Braun-Weiß zu sagen hatte. Und hier sieht er den FC St. Pauli durchaus auf einem guten Weg. Ein holpriger Start sei aufgrund des Umbruchs im Sommer durchaus mit eingeplant gewesen. Auch über das uneingeschränkte Vertrauen des Trainers freut Rasmussen sich sehr, dies war insbesondere auf seinen letzten Stationen vorher nicht mehr der Fall. Und ja, in Hannover soll nun auch der erste Auswärtssieg der Saison her. // fcstpauli.com
FC St. Pauli von 1910 e. V.
Schach
Die neue Schach Bundesliga-Saison läuft bereits. Der FC St. Pauli weist Magnus Carlsen zwar weiterhin als Teilnehmenden aus, angetreten ist dieser allerdings noch nicht. Doch auch ohne ihn hat man einen vielversprechenden Kader zusammen, die Auftaktpartie gegen den MSA Zugzwang in München konnte man mit 4,5 zu 3,5 gewinnen.
Im „Derby“ gegen den Hamburger SK 4:4 – und damit nicht genug Ausgeglichenheit, alle acht Einzel endeten mit einem Remis. Und auch die Partie gegen Bayern München endete 4:4, sodass der FCSP nach drei Spieltagen immerhin schon vier Punkte aufweisen kann.
Ab morgen startet zudem der „Europäische Club Cup“ in Montenegro, bei dem der FCSP auch mit einem Team teilnimmt.
Fanszene-News
R.I.P., Moni!
Ach, scheiße… mach es gut, Moni! // Facebook
St. Depri
Heute Abend, Fanladen, 19.30h: St. Depri Themenabend.
Roland Thiel referiert zum Thema „Autismus-Spektrum Störungen“.
Song Contest
Der FC St. Pauli gab gestern bekannt, dass sich der Zeitplan für den FCSP Song Contest aufgrund der Vielzahl an Einreichungen leicht nach hinten verschiebt – um mehr Zeit zu haben, die zur Wahl stehenden Songs auch wirklich alle anzuhören.
- ab 19. Oktober (Montag): Alle zugelassenen Songs anhören
- 30. Oktober – 1. November: Erste Abstimmungsrunde – 25 Songs kommen weiter
- 2. – 12. November: Überprüfung der verbliebenen Songs
- 13. – 15. November: Zweite Abstimmungsrunde – fünf Songs kommen ins Finale
- 20. / 21. November: Finale
- Ab dem 23. November: Bekanntgabe des Gewinnersongs
Da bietet es sich natürlich an, dass Ihr auch ab und an mal wieder einen Blick auf Tims Überblick zum „SPSC“ schaut, in dem am Artikelende auch immer noch jeden Tag neue eingereichte Songs erscheinen.
Clubheim: MillernTon-Quiz
„Die stärkste MillernTon-Quiz-Runde aller Zeiten!“ raunten Teilnehmende sich gestern Abend jeweils während der Bekanntgabe der einzelnen Runden-Ergebnisse zu. Kein Wunder, wollen wir doch diese Saison am Ende einen wunderbaren Wanderpokal überreichen. „Die Streber“ gehen da zumindest schon mal von der Pole Position aus ins Rennen. Vor allem aber „Die langen Neuner“ sollte man noch lange nicht abschreiben, wenn sie im Bereich „FCSP historisch“ vielleicht personelle Ausfälle nochmal besser kompensieren können.
- Die Streber // 57 Punkte
- Die langen Neuner // 52 Punkte
- Gruppo Schänke // 49,5 Punkte
- Gurkentruppe // 49 Punkte
11 Ricos sollt Ihr sein // 49 Punkte
Döntjes
England: Alle beklo… äh… Bankrott
Man weiß gar nicht wo man anfangen soll, wenn man den Artikel der Sportschau über die finanzielle Situation der englischen Fußballvereine liest.
- In der vergangenen Saison hätten 94 Prozent der 116 Vereine in den fünf höchsten Spielklassen Verluste gemacht.
- Mehr als ein Viertel aller Klubs könnten nicht länger als 30 Tage überleben, wenn ihre Eigentümer die finanzielle Unterstützung einstellen würden.
- Mehr als 60 Prozent der Vereine aus der English Football League (EFL) und der National League gelten demnach als technisch insolvent.
- 17 Vereine würden selbst ohne jegliche Zahlung von Spielergehältern Verluste machen.
- Die Mehrheit der Klubs sei finanziell nicht tragfähig, darunter 20 Prozent aus der Premier League.
- Während die Gesamteinnahmen der Vereine einen Rekord darstellten, stiegen die Schulden laut dem Bericht von rund 2,8 Milliarden Pfund (rund 3,3 Milliarden Euro) in der Saison 2020/21 auf 4,1 Milliarden Pfund (rund 4,8 Milliarden Euro) in der abgelaufenen Spielzeit 2025/26.
- Für die kommende Saison werden 5,1 Milliarden Pfund (rund 6 Milliarden Euro) erwartet. Rund drei Viertel der Schulden entfallen auf Premier-League-Klubs.
- Die durchschnittlichen Verluste der Premier-League-Vereine erhöhten sich in den vergangenen fünf Spielzeiten von 20 auf 44 Millionen Pfund pro Jahr (rund 52 Millionen Euro).
Jeder dieser Sätze ist für sich schon ein Offenbarungseid, in der Summe ist das einfach nur unfassbar.
Doch wenn deutsche Vereinsvertreter*innen nun wieder mal fordern sollten, sich für Investoren zu öffnen, um gegen dieses finanzielle Ungleichgewicht bestehen zu können, sollte man vielleicht dann doch lieber erst mal nach Norwegen gucken, wo Bayern und der BVB aus zwei CL-Partien in dieser Woche zusammen lediglich einen Punkt holten (Jaja, whataboutism at its best, mir fällt zum englischen Finanzgebaren aber einfach nichts mehr ein.)
Zu guter Letzt
Die Kacktore des Monats September stehen zur Wahl.
(Aufgrund der Bildrechte nur direkt auf YouTube verfügbar.)
Forza St. Pauli!
// Maik
Alle Beiträge beim MillernTon sind gratis. Wir freuen uns aber sehr, wenn Du uns unterstützt.
Das Verfassen von Kommentaren ist nur nach Registrierung möglich. Bitte bei Bedarf eine E-Mail mit Klarnamen und gewünschtem Username an Maik@MillernTon.de schicken.
MillernTon auf BlueSky // Mastodon // Facebook // Instagram // Threads // WhatsApp // YouTube
Moin, ich hätte da mal ein paar Fragen zum Contest.
1. Wer entscheidet eigentlich welcher Song weiter kommt?
2. Hauptamtliche, Ehreamtliche, ein Gemisch aus beiden?
3. Sind überhaupt unabhängige, nur DK Besitzer im Gremium?
4. Wer hat das Gremium bestimmt?
Und es stellt sich für mich die Frage, ob es nicht sinnvoll wäre aus den DK-Besitzern Leute auszulosen, die in das Gremium als Unabhängige kommen. Diese sollten auch die Mehrheit haben, da es ja um „ihren“ Song geht.
Soweit meine Anmerkungen zu einem von oben bestimmten Prozess.
Andreas
Ich will das Rad ja nicht neu erfinden und verweise daher einfach auf den Artikel des Vereins (https://www.fcstpauli.com/news/st-pauli-song-contest-startet-am-22-september) und unseren ersten Artikel zum Thema (https://millernton.de/2026/09/16/st-pauli-song-contest-ein-eingestaendnis-endlich-ruhe-in-sicht/), da stehen eigentlich alle Antworten drin, inklusive wer was wann wie wählen darf.
Sonst müsstest Du Deine Frage nochmal spezifizieren.
Moin Maik,
soweit klar, aber wer bestimmt welcher der bestplazierten 25 dann zur Abstimmung kommen. ist mir bis jetzt nicht transparent. Andreas
Klingt für mich so, als ob Du mutmaßt, dass da noch mal eine Auswahl stattfindet. Aber das Grenium guckt doch nur, ob die Künstler das Lied auch freigeben und es andere Gründe (z.B. rechtliches) gegen das Lied gibt. Und falls es solche Gründe gibt, werden die den Künstlern auch mitgeteilt.
Hier findest Du die Auflistung der Abstimmungsberechtigten. https://www.fcstpauli.com/spsc
Es gibt drei Abstimmungsrunden.
In der ersten Runde stehen sämtliche eingereichten Songvorschläge zur Wahl, die die Zulassungskriterien erfüllen. Die 25 Songs mit den meisten Stimmen ziehen dann in die zweite Runde ein.
In der zweiten Runde stehen dann diese 25 Songs zur Wahl. Die 5 mit den meisten Stimmen, ziehen in das Finale ein.
Im Finale gibt es dann ein etwas anderes Abstimmungsprocedere, bei dem man seine Stimme noch gewichten kann.
Abstimmungsberechtigt sind in jeder der drei Abstimmungsrunden Mitglieder, die Kund*innen des Ticketing sind, Dauerkarten-Inhaber*innen des ViP-Ticketing. Auch Dauerkarten- und Saisonkarten-Inhaber*innen ohne Mein St. Pauli-Account sind abstimmungsberechtigt, müssen sich aber per Mail melden, damit sie den Abstimmungslink erhalten.
Also zu deiner Frage: Die Abstimmungsbrechtigten entscheiden darüber, welche Songs jeweils eine Runde weiterkommen. Das von dir angesprochene Gremium prüft lediglich die Zulässigkeit und etwaige rechtliche Aspekte. Da würde mich zum Beispiel interessieren, wie man mit dem Beitrag vom ZSK umgeht, der ja sehr deutliche Anleihen an Rihannsa „Diamonds“ beinhaltet, was urheberrechtlich vermutlich nicht ganz unproblematisch ist.
Angesichts der Zahlen aus England frage ich mich wo eigentlich das Interesse der Investoren herkommt, kann ja eigentlich nur Prestige sein, so ´ne art Hobby für gelangweilte Superreiche.
Ich habe die leise Hoffnung, dass das aktuelle Urteil im Fall ManCity eine Lawine ins rollen bringt die den ungehemmten, kapitalistischen Irrsinn wenigstens in der englischen Fußballliga aufhält.
Auf schlechte Presse und Zwangsabstiege dürften die Investoren wenig Bock haben.
Schon gut, man wird ja noch träumen dürfen…
DANKE allen!!! Alles klar. Das Gremium sortiert nur ob nach rechtlichen und mit den Richtlinien übereinstimmend.