Der FC St. Pauli geht mit einem Song-Contest auf die Suche nach einer neuen Stadionhymne. Der Beginn zeigt: Dieser Wettbewerb hat Potenzial und birgt Überraschungen.
(Titelfoto: Stefan Groenveld)
Seit fast zwei Wochen läuft der SPSC, der „Sankt Pauli Song Contest“. Seit dem 22. September können fertige Songs, Demos oder musikalische Skizzen eingereicht werden, um an diesem Contest teilzunehmen. Das Gewinnerlied wird fortan die neue Stadionhymne des FC St. Pauli sein. Der Song Contest wird und wurde von nicht wenigen Fans des FC St. Pauli zum Start durchaus auch argwöhnisch begleitet. Doch es zeigt sich bereits jetzt mehr und mehr, dass die Suche nach einer neuen Stadionhymne durchaus Spaß machen könnte. Das ist auch gar nicht so verwunderlich. Denn klar, da sind sicher auch viele Songs dabei, die man sich nicht in die eigene Playlist packt. Vielmehr dürfte dieser Song-Contest vielen aufzeigen, wie divers der Musikgeschmack rund um den FC St. Pauli ist.
Hunderte Einreichungen für den SPSC
Jedenfalls ist das Feedback auf den SPSC riesengroß. Die Anzahl an Rückmeldungen ist trotz der gerade einmal weniger als zwei Wochen offenen Einreichungsphase bemerkenswert. Der FC St. Pauli erklärte auf unsere Anfrage, dass man bereits „hunderte Vorschläge“ erhalten habe unter denen sich auch „eine bemerkenswerte Anzahl eigener bzw. neuer Songs und Skizzen“ befinde. Zwar befinde sich unter den Einreichungen, weil eben alle Vorschläge einreichen können, natürlich auch musikalisches Material, das so überhaupt nicht zum FC St. Pauli passt (sei es aus politischen Gründen oder weil die Songs mit anderen, rund um den FCSP nicht sehr beliebten Clubs Verbindung stehen). Doch diese machen unter den vielen Vorschlägen nur einen Bruchteil unter allen Einreichungen aus, so der FCSP.
Der SPSC ist ein Wettbewerb, bei dem am Ende ein Song als neue Stadionhymne stehen soll. Wie es mit solchen Wettbewerben so ist, wird am Ende höchstwahrscheinlich ein Song gewinnen, der nicht von allen übereinstimmend gemocht werden wird. Blöd wäre es, wenn sich am Ende ein Song durchsetzt, der polarisiert. Dieses potenziell große Problem ist auch dem Macher des Millernstrain-Blogs aufgefallen. Er hatte dem Verein vorgeschlagen, dass jede stimmberechtigte Person im Finale des SPSC nicht nur eine Stimme abgeben kann, sondern unterschiedliche Punktzahlen vergibt. So gewinnt nicht der Song, der am Ende die meisten Einzelstimmen erhält (der aber im Zweifel vom einem Viertel geliebt und drei Vierteln gehasst wird), sondern es gewinnt der Song mit den meisten Punkten, der vielleicht nicht bei den meisten auf Platz eins landen würde, aber mit dem die meisten leben können. Ein klassischer Kompromiss also. Der Verein hat angekündigt, diesen Vorschlag vom Millernstrain-Blog im Finale umzusetzen.
Was macht eine gute Stadionhymne aus?
Und damit zu der Frage, was eine gute Stadionhymne eigentlich ausmacht. Auch hier driften die Meinungen naturgemäß weit auseinander, weil die (emotionale) Vorbereitung auf ein Spiel des FC St. Pauli völlig unterschiedlich ist. Einige wünschen sich einen Song, der belebt und motiviert, der im guten Sinn anzündet. Andere bevorzugen ruhigere Songs, die eine hohe Mitsing-Quote besitzen, damit ein Gänsehaut-Moment entsteht. Dann sollte der Song natürlich für viele auf keinen Fall die üblichen Platitüden beinhalten, vor allem, wenn sie einfach aneinandergeklatscht wirken. Andere wiederum werden von so manch abgedroschener Zeile voll und ganz abgeholt. Einig dürften sich hingegen einzig alle darüber sein, dass die neue Stadionhymne authentisch sein muss. Geschrieben, gespielt und gesungen von Personen, die Gleiches problemlos auch für den VfL Hintertutzingen oder das 25-jährige Bestehen des Handwerksmeisterbetriebs zusammenbasteln würden, nein, das geht auf keinen Fall.
Für mich persönlich ist das Tempo eines Songs eher nicht entscheidend, solange der Text für die meisten „mitsingbar“ ist. Für mich ist die „Mitsingbarkeit“ tatsächlich das wichtigste Kriterium. Wovon hängt die Mitsingbarkeit ab? Tempo, Eingängigkeit und Authentizität. Ist der Gesang zu schnell, dann haut das mit dem Mitsingen vieler Kehlen einfach nicht hin, dann wird das eher ein Klanggewitter als ein klar hörbares gemeinsames Singen. Dann sollte Text und Rhythmus natürlich eingängig sein. Ist der Text zu komplex, verweigern sich viele Hirne, ihn zu behalten. Sind nicht harmonische Rhythmuswechsel im Gesang, in der einen Zeile ein oder zwei Silben mehr reingequetscht und woanders eine unerwartete Pause drin, dann wird die „Mitsingbarkeit“ davon beeinflusst.
Für mich ist auch klar, dass eine Stadionhymne nicht ohne eine gehörige Portion Schmalz – mal recht direkt, mal verklausierter formuliert – auskommt. Die Liebe zu einem Fußballclub ist eine rein emotionale Bindung, Schmalz gehört dazu. Es ist aber die Frage, ob es authentisch ist oder wie eine Aneinanderreihung der üblichen Phrasen („Wirst niemals untergehen“; „Werden immer zu Dir stehen“; und das ganze Herz/Liebe-Gedöns). Und btw: Wer behauptet, dass so ruhige Songs mit schmalzigen Zeilen wie „Solange ich lebe, werde ich bei Dir sein“ („While I own my room on this earth – I will be with you“) im Stadion keine Gänsehaut erzeugen und ein Publikum anzünden können, hat noch nie mitbekommen, wie „Sunshine On Leith“ nach einigen Spielen der Hibs vom Stadion intoniert wird. Den Song finde ich eigentlich völlig ungeeignet für eine Stadionhymne. Wird dieser aber im Stadion derart zelebriert, dann wirkt es wie Züngeln mit der Starkstromleitung und motiviert extrem. Sowieso gibt es ehrlich gesagt eine ganze Reihe von Stadionhymnen anderer Clubs, die schmalzig sind, aber durchaus akzeptabel, wie Nina kürzlich aufzeigte.
Ein Hit braucht Eingängigkeit und etwas Neues
Zurück von der subjektiven Einstellung hin zu der Frage, was eine gute Stadionhymne eigentlich ausmacht. Was ist dazu notwendig, dass Musik auf möglichst viel Gegenliebe stößt? Dazu gibt es natürlich eine Reihe wissenschaftlicher Studien. Wie wichtig der „Mitsing-Faktor“ ist, haben Jakubowski et al . (2017) beschrieben. Die Melodie sollte möglichst eingängig sein, vor allem sollte der Song nicht zu langsam sein und eine „Pop-typische“ Struktur besitzen, dann ist der „Mitsing-Faktor“ beziehungsweise das „Ohrwurm-Potenzial“ besonders groß. Ebenfalls entscheidend ist eine vertraute Harmonik, wie Kramarz, 2014 beschrieben hat. Laut der Studie gibt es tatsächlich Akkordfolgen, die besonders erfolgreich sind, bestehend aus den Akkorden F, C, Am und G (wer ab und an mal auf der Gitarre rumklimpert, wird wissen, dass mit diesen vier Akkorden sehr, sehr viele erfolgreiche Songs nachgespielt werden können). Zudem sei ein „mitreißender Rhythmus“ ein weiteres entscheidendes Merkmal erfolgreicher Musik. Natürlich ist auch der Zeitgeist wichtig, er beeinflusst den Geschmack ganz erheblich (Gibt es den perfekten Song?; arte). Ebenfalls entscheidend ist die Eingängigkeit des Textes. Melvill-Smith et al. 2022 haben gezeigt: Je leichter Texte zu verstehen und von den Zuhörenden zu verarbeiten sind – etwa durch klare Sprache und viele Reime – desto wahrscheinlicher erreicht ein Song eine hohe Chartplatzierung. Ein weiterer Faktor, der Songs wahrscheinlicher zu Hits werden lässt: Er sollte Ähnlichkeiten zu aktuell erfolgreicher Musik besitzen, aber auch anders sein. Ähnlich genug, um verständlich und anschlussfähig zu sein. aber unterschiedlich genug, um herauszustechen. Askin und Mauskapf (2017) nennen diese Erfolgsformel „optimal differentiation“.
So viel zur Wissenschaft, die zwar vermutlich nicht sonderlich viel hilft bei der Suche nach einer neuen Stadionhymne, aber eben erklären könnte, warum sich viele nach neuer Musik im Kosmos des FC St. Pauli sehnen. Weil diese eben mehr dem aktuellen Zeitgeist entspricht. Doch egal, welcher Song im Rahmen des SPSC nun aufploppt, ihm fehlt ein entscheidendes Detail: Denn zur vorherigen Hymne bestand (teilweise besteht sie noch) eine emotionale Bindung. Nicht aufgrund der Musik, sondern weil „Das Herz von St. Pauli“ eben jahrelang die Stadionhymne gewesen ist. Das erzeugt eine emotionale Bindung, die es vielen schwermacht, sich von ihr zu lösen. Zumal kein anderer Song so eine Bindung bieten kann. Denn egal welcher Song diesen Contest nun gewinnt, er wird diese Bindung zumindest noch nicht bieten. Aber vielleicht ist genau deshalb der jetzige Song-Contest das richtige Instrument. Weil sich dadurch zumindest eine erste emotionale Bindung aufbauen kann. Klar, der Text des Songs und das Genre können auch Bindung schaffen, weil man sich selbst oder seine Verbundenheit zum FC St. Pauli in den Zeilen wiederfindet oder weil man das Genre einfach mag. Aber einen Song auch wirklich auf das Level von DER Stadionhymne zu bekommen, das wird, trotz des womöglich guten Starts durch diesen Contest, vermutlich einige Zeit dauern. Entsprechend kann nicht erwartet werden, dass der SPSC nun einen Song hervorbringt, der von Anfang an volle Begeisterung hervorruft. Vielmehr ist er der Startpunkt für die Entwicklung einer Hymne, die Einigung darauf, welcher Song sich dahin entwickeln soll.
FCSP-Fanszene ist divers. Auch in Sachen Musikgeschmack
Die Fanszene des FC St. Pauli ist divers. Sie besteht nicht allein aus der Bezugsgruppe, mit der man am Wochenende im Stadion steht. Und auch nicht allein aus der, mit der man sich unter der Woche im Fanladen trifft. Diese Diversität ist großartig. Aber sie sorgt auch dafür, dass sich die Ansprüche an eine Hymne nicht einfach so auf ein Genre und eine Art des Liedes runterbrechen lassen. Es ist davon auszugehen, dass aktuell Songs aus vielen unterschiedlichen Musikrichtungen eingereicht werden. Was für die einen zu langsam ist, finden andere genau richtig. Was die einen zu kitschig finden, trifft andere genau ins Herz. Mal Gröl-Punk, mal Singer/Songwriter, vielleicht was Elektronisches, vielleicht was mit viel Sprechgesang – alles ist möglich und alle werden dadurch aufgefordert, auch mal ihren eigenen musikalischen Horizont zu verlassen. Dieser Song-Contest wird auch eine Probe für die Gesundheit der Diskussionskultur rund um den FC St. Pauli sein, so viel ist sicher.
In den rund zwei Wochen nach Einreichungsphase ist schon einiges passiert. Na klar, Songs, die bereits vorher im FCSP-Kosmos kursierten, sind sicher ins Postfach des FC St. Pauli eingegangen. Dazu zählt zum Beispiel „Mehr als Fußball“, wahlweise in der Version von L.A.K. oder aber in jener von Brigade Helbing – ich lehne mich nicht so weit aus dem Fenster, wenn ich schreibe, dass dieses Lied gute Chancen hat, weit vorne zu landen beim SPSC. Auch „Das hier ist Fußball“ von Thees Uhlmann gehört zu den Favoriten, wenngleich sich an der aktuellen Version eine Art Diskussion entbrannt hat, welches Tempo für Stadionhymnen passend ist. Auch „We Love FC St. Pauli“ von LE FLY ist einer dieser Songs, die rund um den FCSP bereits einige Bekanntheit haben. Im Stadion war letzte Saison auch „St. Pauli“ von Deine Cousine zu hören. Tief in der Fanszene verankert ist Sibbe, der mit seinem Song „Wochenendbeziehung“ eine authentische Liebeserklärung liefert. Es gibt noch etliche weitere Songs aus dem FCSP-Kosmos. Swearing at Motorists haben „St. Pauli ‚til I die“ geschrieben und auch dieser könnte es unter die Top25 schaffen. Sowieso ist die Wahrscheinlichkeit recht hoch, dass all jene aufgezählten Songs es auch mindestens unter die besten 25 schaffen.
Neue Songs erreichen den FCSP-Kosmos
Aber es gibt auch neues Songs: Auf einem Konzert im Clubheim zu Beginn der Länderspielpause haben ZSK bereits eine erste Version ihres Songs „Ich liebe dich FC St. Pauli“ gespielt. Nun haben sie diesen Song, zusammen mit Jule (Harbour Rebels), leicht verändert veröffentlicht. Der Song nimmt im Refrain die Melodie von „Diamonds“ auf und hat – egal ob die Musik und Text geschmacklich passen oder nicht – reichlich Mitsing-Potenzial.
Zudem hat der Singer-Songwriter Marlo Grosshardt letzte Woche in einer Insta-Story eine erste Version seines Beitrages zum Song-Contest präsentiert und spätestens zu diesem Zeitpunkt zeigte sich für einige: Der SPSC hat auch positive Überraschungen parat. Es ist ebenfalls eine authentische Liebeserklärung an den FC St. Pauli. Nun ist diese mindestens etwas weiter, denn am Montag präsentierte Grosshardt auf Instagram eine aktuelle Version des Songs, dessen Titel womöglich „Da wo die Elbe fließt“ lautet.
Beide Songs sind zu den Mitfavoriten zu zählen.
Euch fehlen Songs in dieser Aufzählung? Ihr habt etwas anderes, vielleicht sogar etwas eigenes eingereicht? Dann schreibt es in die Kommentare, lasst es uns wissen! Dieser Artikel wird laufend aktualisiert (vielleicht basteln wir auch eine Übersicht, in der wir die Songs auflisten), damit wir bereits vor Ende der Einreichungsfrist ein recht umfassendes Bild liefern können.
- Henner Henningson – Niemand siegt am Millerntor (manchmal nicht mal wir)
- Lassie Singers – Hamburg
- Übersee – Himmel von St. Pauli
- Heny Urban – St. Pauli Immer vereint
- Rantanplan – Millerntor Roar
- Flutlichtkommitee – Die einzige Möglichkeit
- Die Ostsibirischen Schnarchschnecken – We Love St. Pauli
- Liedfett – Herzlich willkommen im Club
- ottomatisch – Mein Kiez
- Rubberslime – Sankt Pauli leuchtet nur hier
- Witte – Von wegen Westerland
- Kay Rosenbach & Kollegen – Der wertvollste Club der Liga
- Kapsel & Freunde – Alle zusamm
- Fettes Brot & Millerntorstadion – Schwule Mädchen Sankt Pauli (CSD-Truck Edit 2026)
- Sven Brux – St. Pauli international (Skizze)
- beletage – kein Titel (Demo)
- Turbolenzen – Wir sehen uns im Flutlicht
- Lana und das Bolzinferno – Sankt Pauli
- Norma – Im Takt von St. Pauli
- Ottos Apfel – 1910 (wurde in überarbeiteter Version eingereicht)
Noch zwei Wochen lang können Songs und Ideen für Songs eingereicht werden. Wenn man überlegt, welche Musiker*innen sich dem FC St. Pauli verbunden fühlen, dann kann vermutet werden, dass da noch mehr neues Song-Material kommen wird in den nächsten Tagen. Darauf dürfen wir gespannt sein.
Einige finden sicher alles doof an diesem Contest. Für die eine oder den anderen dürfte es aber bereits jetzt auch positive Seiten geben. Weil den FCSP-Kosmos neue Songs erreichen. Von Leuten, die vielleicht ganz ähnlich fühlen wie man selbst. Weil bereits längst veröffentlichte Songs die Aufmerksamkeit bekommen, die sie verdient haben. Der St. Pauli Song-Contest ist für Fans und Verein vor allem die Chance, endlich mal wieder gemeinsam neue Wege zu beschreiten, mit der endlich die seit mehr als 18 Monaten schwelende Hymnendiskussion beendet wird. Das allein ist doch schon eine gute Aussicht. Und auch wenn der Musikgeschmack natürlich individuell ist, so gibt es aktuell für alle FCSP-Fans die Möglichkeit, sich mehr als sonst mit musikalischen Liebeserklärungen an Verein und Viertel zu befassen. Ist doch eigentlich ganz schön, oder?
// Tim
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Hey Tim, das ist nicht so ganz fair, nutzt du etwa eure Plattform um deine persönlichen musikalischen Favoriten zu pushen?
Ein Schelm, wer Böses dabei denkt, ich würd`s aber auch tun 😉
Mach ich hiermit auch:
Leider kenne ich die Lassie Singers nicht persönlich sonst würde ich sie anbetteln eine überarbeitete Version ins Rennen zu schicken, aus 30000 Kehlen „Jesus liebt Dich“ zu hören würde mich wohl jedesmal zum lachen bringen. https://youtu.be/SQYwtnewEiI?si=uBEhulImhce8JMyV
Ich fühle mich ein wenig ertappt, weil ich natürlich Favoriten habe. Aber es ist ganz und gar nicht meine Absicht gewesen das zu tun. Wir haben intern sehr lange darüber diskutiert, ob ich überhaupt auf einzelne Songs eingehe. Einen Artikel über diesen Contest zu schreiben, ohne auch nur einen einzigen Song zu erwähnen, finde ich aber auch nicht passend. Grosshardt und ZSK bekommen in anderen Medien die Berichterstattung exklusiv. Selbst wenn einer der beiden Songs mein Favorit wäre, so sollen andere Songs trotzdem ihren Platz hier bekommen. Letztlich wird Musik von jeder/jedem individuell empfunden. Ob Musik gefällt oder nicht, ist rein subjektiv Und dies ist ein Blog, der bekanntlich vieles ist, aber sicher nicht immer objektiv 😉
Also ja, ich habe Songs (Plural, ich könnte mich mit mehr als einem Song arrangieren), die mir besser als andere gefallen.
Aber ich möchte natürlich allen Songs Platz hier auf dieser Plattform bieten
Kein Problem, danke für Deine tolle Arbeit und wir lieben es alle, Songs um den FC St.Pauli zu erkunden. 🤎🤍💯
Ganz ehrlich war das aber auch mein Gefühl, als ich diesen Artikel las, denn die Songs, die hier (möglichst frühzeitig) erwähnt werden, werden es naturgemäß nun beim Voting leichter haben, unter die meistgewählten zu gelangen. Alleine aufgrund der Reichweite. Alleine dadurch, dass „man sie schon mal gehört hat“ erscheinen sie anderen dann als stadiontauglicher, hymnentauglicher als der vielleicht genauso gute Song, den man sich vor dem Voting dann eben nicht anhört, weil „den habe ich schon mal im Millernton in diesem Zusammenhang gehört, den wähle ich jetzt, und höre mir die 200 anderen Songs dann gar nicht erst an, weil ist viel zu viel Zeitaufwand“ viele leiten wird.
Songs, die sich keiner Öffentlichkeitsarbeit vorab bedienen (können) werden jedenfalls vermutlich dann weitestgehend chancenlos sein. Sei es, weil die Ersteller der Songs keine breite Öffentlichkeitsarbeit machen können, sei es, weil sie soziale Medien (vielleicht auch aus Altersgründen) nicht für sich nutzen.
Da hilft es dann auch nicht, wenn du schreibst, diese Liste „laufend zu ergänzen“ – das tue ich mit meinem Artikel, der die komplette Diskussion rund um dhvsp und wie es zum Songcontest kam auch (https://www.kiezkicker.de/kiezkicker/2025/ist-das-herz-von-st-pauli-noch-singbar/) – aber man sieht auch, dass spätere Ergänzungen (logischerweise) weniger Aufmerksamkeit erhalten. Alles, was du später ergänzt, wird weniger Chancen beim Songcontest haben, unter die am häufigsten gewünschten 25 zu kommen – und was gar nicht mehrere Wochen vorher bereits aufgelistet wird (aus welchen Gründen auch immer) wird aller Voraussicht nach dann eben auch nicht gewählt werden, ganz egal, wie gut der Song ist.
Und ja, klar, andere Songeinreicher haben vielleicht noch ganz andere Möglichkeiten, „ihren“ Song zu pushen, klar.
Insofern hätte ich es tatsächlich besser gefunden, wenn hier nur über den Umstand berichtet worden wäre, wie der aktuelle Stand ist (und die Info, die beinhaltet, dass es viele neue Songs zum entdecken geben wird und es hunderte Einreichungen gibt, finde ich durchaus als solche schon berichtenswert genug) – aber eben ohne bereits einer (zum Glück) recht großen Leserschaft bereits vorab einige Songs aus diesen hunderten vorab zu präsentieren.
In meiner idealen Welt klicken alle anderen und ich mich demnächst durch hunderte Songs und wähle daraus meinen Favoriten aus – ohne bereits gemeinsam mit vielen anderen eine „Vorabauswahl“ präsentiert bekommen zu haben. Ja, ideale Welt, ich weiß… aber ihr hättet es hier ein bisschen mehr rosarot machen können als ihr es mit diesem Artikel getan habt.
Also ich möchte den MillernTon nicht künstlich kleinmachen. Aber 1. lief der Großteil der eingangs erwähnten Songs bereits im Stadion (letzte Saison, teils auch bei Aufstiegsfeiern, etc.). Es würde mich sehr wundern, wenn mehr als zehn Prozent der Leserschaft von den in den Absätzen (nicht in der Liste) erwähnten Songs einen nicht kannten. Und 2. wird hier der Einfluss des MillernTon meiner Meinung nach überschätzt.
Wie bereits geschrieben, möchten wir alle Songs sammeln und ggf. noch eine Extra-Artikel dazu machen. Ich verstehe, dass in der rosaroten Welt alle völlig „unbefleckt“ an diesen Contest rangehen sollten. Aber das entspricht nicht ansatzweise der Realität bzw. wie eine Berichterstattung zu diesem Song-Contest möglich ist (bitte nicht vergessen, dass wir kein Vereinsorgan sind), was für eine breitere Masse von Interesse ist. Schau Dir an, wie andere Medien mit dem Thema umgehen, da werden Interviews mit einzelnen Interpreten geführt und alle anderen Songs finden überhaupt keinen Platz. Hier gibt es diesen Platz vielleicht erst nach Veröffentlichung des Artikels, aber immerhin gibt es ihn.
Also: Ja, wir haben da auch drüber nachgedacht, ob wir einzelne Songs erwähnen. Nein, wir halten unseren Einfluss durch diesen Artikel nicht für derart groß, dass Songs, die hier nicht aufgelistet werden „gar keine Chance“ haben, wie Du schreibst.
Das sehe ich als Leser auch ein wenig anders. Klar: Aus großer Reichweite wächst große Verantwortung, aber zum einen wurde das Kind durch die Erfindung von Social Media eh schon in den Brunnen geschubst und zum anderen erhoffe ich mir während eines solchen Events als Leser schon, dass auch der Millernton meine Gier nach neuem Songmaterial, Gerüchten und Spekulationen befriedigt.
Und so lange hier noch keine repräsentativen Forsa-Umfragen veröffentlicht werden können, finde ich die subjektiv objektive Berichterstattung auch sehr unterhaltsam.
Was die Fairness angeht: Jo, wenn jemand bei Instagram 247 Tsd Abonennten hat, dann hat er eh einen Vorteil bei der Abstimmung. Ganz egal, was der Millernton schreibt.
Wenn ich mir jedoch was wünschen dürfte, dann wäre dass, dass nicht dieser Artikel aktualisiert wird, sondern dass es in regelmäßigen Abständen neue Artikel gibt.
Die Aufmerksamkeit von Lesern auf aktualisierte Artikel zu erhalten funktioniert erfahrungsgemäß bei WordPress nicht wirklich gut.
Das war von meiner Seite auch nur rein im Sinne eines sportlichen Wettkampfs gemeint.
Zumal ich mit den meisten erwähnten Songs sowieso mitgehen kann.
Es bleibt spannend…
Ich hätte da noch eine Idee: man könnte nachher die Top 15 der Songs (inklusive neuer Hymne) auf Vinyl pressen… nur mal so in den Raum gesagt 😎
Boah Leute, ich bin ja schon wieder heiß wie Frittenfett.
Ohne Scheiß: Dass so eine verpennte Socke wie ich um acht Uhr nachts zum Telefon greift und angespannt einen Blog-Artikel aufsaugt, erlebt man sonst eigentlich nur im Dezember bei der Veröffentlichung des neuen Millernton-Adventskalender-Rätsels.
Aber dieser Song Contest hat mich mittlerweile sowas von angezündet.
Also ich persönlich wünsche mir ja einen mitreißenden Song, der das Stadion vor dem Spiel anzündet, einen extrem hohen Mitsing-Faktor besitzt und die Härchen an Arm und Rücken wie Blitzableiter abstehen lässt.
Ich habe von Musik genauso wenig Ahnung wie vom Fußball, aber ich glaube, so eine schöne treibende E-Gitarre, mittleres Tempo, eingängiger Text und der Hinweis, dass man sich beim letzten Besuch im Tattoostudio die inneren Organe mit Liebesbotschaften über den magischen FC hat bemalen lassen, wären da schon meiner Meinung nach die beste Option.
Dass die Mitsingbarkeit eines Liedes vom Tempo abhängt, ist natürlich Quatsch und wissenschaftlich längst widerlegt.
Sowohl durch Beweis durch Gegenbeispiel (sucht euch einfach eine Gruppe alter Säcke, holt die „Zu spät“ von Canalterror raus, macht das zweite Lied von der B-Seite an und guckt, was passiert), als auch durch vollständige Induktion (Eisgekühlter Bommerlunder).
Aber egal. Ich bin mir mittlerweile absolut sicher, dass wir eine großartige Hymne finden werden. Denn auch wenn ich musikalisch eigentlich sehr intolerant bin, habe ich bisher noch keinen einzigen Beitrag gehört, den ich so richtig scheiße fand. Im Gegenteil: Eigentlich haben alle Einreichungen, die bisher öffentlich wurden, Potenzial.
Ich freu mich jedenfalls wie Bolle.
Toller Kommentar. Da denken wir absolut gleich! Finde auch, der Song Contest holt das beste aus uns allen und der Musikszene um den Verein raus.
Warte, hattest Du nicht sogar die Idee?! 😄🙏🤎🤍💯
Vielen Dank, aber ich glaube, dass ziemlich viele diese Idee hatten. Darum würde ich das nur sehr ungern für mich reklamieren, nur weil ich das irgendwann mal in irgendeinem Kommentar geschrieben habe.
Das ist eine sehr wichtige Änderung der Abstimmungslogik, um einen gemeinsamen Nenner zu finden und damit die Chancen auf Akzeptanz zu erhöhen. Danke, dass ihr euch dafür eingesetzt habt!
Den Dank leiten wir gerne an den Millernstrain-Blog weiter. Denn von dort wurde die Anfrage an den Verein gestellt. Ich habe das im Text nochmal deutlicher herausgehoben.
Danke für die Klarstellung. Ich habe es nämlich auch nicht gerafft.
Ist für ältere Menschen wie mich aber schwer durch die ganzen Millerntalks und -trains durchzublicken.
Das wäre aber sehr schade gewesen, weil ich so einen weiteren lesenswerten Blog-Artikel verpasst hätte.
Ich hatte auch mal darüber nachgedacht, dass es sinnvoll sein könnte eine „No Go“-Stimme einzuführen. Gerade aus der Erfahrung heraus, dass eine Hymne auch dann nicht funktioniert, wenn sie von einem erheblichen Teil des Stadions abgelehnt wird.
Aber das würde das ganze vermutlich viel zu kompliziert machen und auch Missbrauch Tür und Tor öffnen.
Von daher finde ich die Idee vom Millerntrain auch super.
Mein Song: St.Pauli Immer Vereint.
Könnt ihr auf Insta, YouTube, Facebook, TikTok hören. Wärt einer der ersten. Bin zwar nur ein einfacher Fan und habe deshalb keine Chance gegen die großen mit Labels, aber mit ein bisschen Unterstützung von den Fans, können wir es schaffen. Natürlich habe ich mir monatelang Kopf und Herz zerbrochen, über den perfekten Text und Song. Durfte am Samstag schon vor dem Stadion spielen, freut Euch auch auf Sonntag, und sagt mir, wie Ihr den Song findet: https://youtube.com/shorts/_jAAfWPaFx4?is=_-gogpsWI0xBbHHx
Da ich selbst aufgrund einer schweren Erkrankung nicht mehr singen kann hab ich meinen Vorschlag kurzerhand von befreundeten Musiker*innen umsetzen lassen: https://m.youtube.com/watch?v=QAl8Juvg0u0
Ich denke nicht, dass damit viele Stimmen im Contest abgeholt werden aber gute Vereinslieder kann man ja grundsätzlich nie genug haben.
Weltklasse!
Auf die 1!
Und ein Song, der schon länger in meiner Playliste steckt, aber für mich zu wenig Aufrufe hat (ja, der Text ist nicht sehr ausgefeilt, egal…): „We love St. Pauli“ von „Die Ostsibirischen Schnarchnasen“: https://open.spotify.com/intl-de/track/6nU1j72Ea3in01Vk35cwPk
Weißt Du, ob der eingereicht wurde oder wird?
Ich habe ihn eingereicht, ja.
Wie geil ist das denn bitte: Tolle Musiker*innen/Menschen aus allen Genre-Ecken machen sich auf und spitzen ihre Bleistifte. Manche sind schon bekannt, manche nicht. Was hier gerade für eine Dynamik entsteht, ist fantastisch. Ich hoffe man kann das würdigen, in den man ggf die Top 25 Songs alle auf Vinyl zieht und im Fanshop verkauft oder die Songs nacheinander nochmal im Stadion abspielt (irgendwann vor der dann eigentlichen Hymne)… oder/und ein großes Gruppenfoto mit allen Musiker*innen vor dem Heimspiel, bei dem der Siegersong das erste Mal gespielt wird.
Danke schon mal alle Künstler*innen. Ich werde von dem Siegersong sofort den Text auswendig lernen und im Stadion laut mitsingen… egal ob es der von mir gewählte Favorit ist oder nicht. Ich appelliere an alle, es genauso zu tun. Respektiert das Abstimmungsergebnis und ölt eure Stimmbänder!
St. Pauli ist so geil.
Also ich finde es cool, dass wir alle gemeinsam die Chance haben ein hübsches Lied für uns im Stadion zu finden, als Ausdruck unsere Werte und unsere Liebe zum magischen und einzigen Fussballverein🥰 Es gibt viele Bewerbungen und natürlich haben unsere Freude des MillernTon ihre favorisierten Vorschläge! Ich habe auch so meine Ideen und verfolge. Wie wäre es mit “Wehrt euch, leistet Widerstand”? ..oder einfach “Schrei nach Liebe” ..es sind Einwürfe zum Nachdenken. Ich hab natürlich auch meine Favoriten der bisherigen Vorschläge, aber ist es die begrenzende Region oder wichtiger die Werte miteinander und dem hübschen Fussballspiel? Was soll GEMEINSAM gelebt werden!? Also demokratisch und nicht alles perfekt, alles anders, hauptsache Zusammen!!!
Moin Tim, danke für deine umfassenden Ausführungen zum Song Contest und auch zur wissenschaftlichen Grundlage erfolgreicher Hymnen; sehr interessant und gut gelungen.
Ich würde gerne den Beitrag mit einbringen, mit dem ich mit meinem Band-Projekt „Kay Rosenbach & Kollegen“ an den Start gehe. Der Song heißt „Der wertvollste Club der Liga“ und ist zum Beispiel bei YouTube https://youtu.be/HZidUFeLBtE?is=LFgXnSAzg4k73ztg , aber auch bei Spotify, Tidal usw. zu finden.
Wir wären dir dankbar, wenn du den Song mit aufführen würdest!
Viele Grüße und viel Spaß
Kay
Moin Kay,
schönes Ding, direkt kleinen Wurm im Ohr.
Habe ich in die Liste aufgenommen.
Moin Tim,
danke für das Kompliment und das Aufnehmen in die Liste!
Viele Grüße
Kay
Moin,
wir von Übersee freuen uns riesig auf den Contest! Die Kreativität, die dieser Contest freigesetzt hat, ist schon jetzt atemberaubend. So viele neue tolle Songs zum Verein sind entstanden. Es wird sehr spannend, und wir hoffen, dass auch unser Song „Himmel von St.Pauli“ Anklang findet 🙂
Morgen erscheint er offiziell auf allen Streaming Plattformen. Hört ihn Euch schon jetzt an, wir freuen uns auf Euer Feedback!
Friedrich von Übersee
Der SPSC macht unerwartet viel Spaß! Anfangs war ich ja eher skeptisch, aber die neuen (und teilweise auch alte, lang nicht mehr gehörte und jetzt wieder ausgegrabene) Songs sind schon spannend, nicht zuletzt weil sie so unterschiedlich sind. So kann ich den beiden aktuell wohl prominentesten Songs auch jeweils was abgewinnen, egal ob eher Punkparty von ZSK oder „was für Herz“ von Marlo – find ich beide gut!
Die kleine Kapelle, mit der ich Musik mache, hat lustigerweise schon Monate vor dem SPSC einen St. Pauli-Song aufgenommen (und dafür spezielle Gäste rekrutieren können :-), wollten halt schön antizyklisch zum Abstieg mal was für die Stimmung tun und haben mit „Alle zusamm‘“ auch ne Botschaft gewählt, die wir nach den Querelen außerhalb des Platzes wichtig fanden.
Jetzt haben wir den Song natürlich auch eingereicht, auch wenn alles DIY und in puncto Professionalität nicht wirklich vergleichbar mit den Vorgenannten ist. Tata:
https://youtu.be/JhSsuZlDMDg?si=y5h_CSyEh90_Zg8z
Forza!
Ralf K. Von Kapsel
Moin Ralf,
den Song habe ich gerne in die Liste aufgenommen. Herrlich rotzig!
Viele Grüße,
Tim
So nun hat es der SPSC doch tatsächlich geschafft, dass ich hier wieder mitkommentieren möchte. Danke Tim, das habt ihr nun davon. :p
Als Einstieg gibt es direkt auch ne schöne Wall of Text.
Achtung, das hier soll jetzt als Beispiel dienen! Geschmack ist etwas sehr persönliches, also dies mein persönlicher, komplett subjektiver Eindruck. Es gibt in der Liste schon ein paar Songs mit denen ich etwas anfangen kann, andere wiederum haben aus meiner Sicht klare Schwächen. Und dabei finde ich den folgenden Song an sich sogar gut, der hat Drive, ist singbar.
Man nehme sich also den Song von Liedfett, überdecke das Video aus dem Stadion in St.Pauli Merch und achte nur auf den eigentlichen Liedtext nachdem der einleitende „We love St. Pauli“-Chant vom St.Pauli Chor vorbei ist. Wenn ich nur auf den Text achte, höre ich ne Hymne für Nürnberg (der Glubb) oder jeden anderen x-beliebigen „Club“ im Land. Ich sehe im Text absolut keinen klaren oder auch sonst nur angedeuteten Bezug zum FC St.Pauli im Text. Die Zeile von der Elbe bis Bayern oder wie auch immer die ging, könnte ebenso von jedem x-beliebigen Songschreiber zu einem Club in D kommen, dem nicht bewusst ist, oder es bewusst unter den Tisch fallen lässt, dass über der Elbe noch Schleswig-Holstein liegt, falls das Ziel eine komplette Lokalisierung von Nord nach Süd gewesen sein sollte. Den klaren Bezug zum Verein oder dem Viertel machen andere hier aufgeführte Einreichungen deutlich klarer ohne dabei in kitschige Phrasen abzurutschen.
Ein anderes Thema, das mir bei einem Song, auch hier nur beispielhaft der von Flutlicht-Kommitee, aufgefallen ist, sich textlich am Stadtnachbarn abarbeiten. Ich persönlich bin schon immer vom Fangesang über die „Volksparkba…“ genervt, weil mir der andere Club einfach komplett wumpe ist und ich mich beim Anfeuern meiner Mannschaft nicht an Unwichtigem abarbeiten möchte. Und während eines Spiels gegen Gegner XY, gibt es wirklich gerade nichts unwichtigeres als den Nachbarn. Dem Nachbarn dann in der eigenen Hymne Raum zu geben, ist für mich ein absolutes No-Go. Ein Eingeständnis, dass der Stachel tief sitzt. Kann man sonst gerne im Stadion spielen, aber als eigene Hymne würde es jeden Spieltag den Nachbarn wichtiger machen – mindestens als er für mich ist. Dann doch lieber noch eine (nicht geplante oder ernst gemeinte) Einreichung von meiner Seite „Ratsalad – FIIDC“. FIIDC steht für fuck it, i don’t care. 😉 Dies würde vor allem meiner nächsten Einschätzung zuwider laufen.
Während jemand aus unserem Fanclub Swearing at Motorists favorisiert, bin ich gegen nen Song in englischer Sprache. Auch wenn mittlerweile jedes Grundschulkind Englisch lernt, gibt es bestimmt noch ältere Semester bei uns im Stadion, die da eventuell auf der Strecke blieben, fänd ich ebenfalls suboptimal, weil wenig inklusiv gedacht.
Ich persönlich kann auch weder musikalisch noch sonst irgendwie etwas mit der Künstlerin Rihanna und ihren Diamanten anfangen. Das ist schlimmster Musikindustrie-Massen-Radio-Pop in Reinkultur.
Den Modus mit Punkteabstufungen finde ich großartig, da wird ein tragfähiger Konsens durchaus wahrscheinlicher. Fettes Danke dafür an M vom Millernstrain!
Was ich bisher noch nicht herausfinden konnte, es aber auch noch nicht wirklich mit großem zeitlichen Einsatz versucht habe, ist die Abstimmung eigentlich komplett offen oder wird für die Stimmabgabe mindestens ein Account bei Mein St.Pauli, eine Mitgliedsnummer oder ähnliches benötigt? Es wäre sonst doch ziemlich easy zu manipulieren, wenn die Abstimmung komplett offen wäre und sich irgendwelche Skript-Kiddies oder Fans fremder Vereine nen Spaß erlauben würden. Oder eben Künstler/Bands mit nationaler Reichweite (looking at you ZSK) ihre Fans mobilisiert bekommen, auch wenn diese niemals im Millerntor ein Spiel besucht haben oder jemals besuchen werden. Man stelle sich vor, die Abstimmung erreicht Rihanna und die teilt das einfach mal aus Spaß auf ihren (un)sozialen Medien Kanälen. Dann stimmen auf einmal zig Millionen Fans aus aller Welt dafür ab, weil hihi voll witzig.
Meine bisherigen Favoriten, ohne Rangordnung, wer später von mir wieviel Punkte bekommen würde:
Brigade Helbing
Schnarchnasen
Kay Rosenbach und Kollegen
Rubberslime
Marlo Grosshardt
Ich warte ja sehnsüchtig auf einen Kommentar über eine Einreichung von Schrengg Schrengg & La La. Also Lasse, falls du dies hier liest, es ist noch Zeit! 😉
Möge am Ende der für den Großteil aller Teilnehmer*innen beste Song gewinnen und wieder ein gemeinsames Einsingen mit Gänsehaut-Feeling vorm Spiel ermöglichen.
Ahoi in die Runde,
ich würde ja Madsen bitten das Lied: “ Keiner“ mit dem sinnhaften Inhalt auf unseren 1.FC St. Pauli umzuschreiben.
Achso, eh es falsch verstanden wird! Wir folgen unserem Verein aber nicht den sozialen Medien.
Achso, eine Erklärung sollte schon sein. Wenn wir uns auf uns, unsere Gemeinsamkeit im Verein, und ja, auch die Glücklichen im Stadion, konzentrieren, leben wir Besonderheit . Kein Permanentes liken, Hervortun, oder ich bin Besonders weil ich FC St.Pauli-Fan bin. Nein, wir sind es und dürfen es mit Respekt sein. Wir möchten nicht die Welt verändern und verbessern. Nein, wir sind der FC St.Pauli von 1910 e.V.!
Hallo.
Ein kurzer Einwurf von meiner Seite (von der GG) zum Thema das „richtige“ Lied für den FCSP beim SPSC.
Zur Frage/ Feststellung/ Annahme von Tim: Ja, es stimmt, es fehlen in seiner Auflistung „definitiv“ noch zwei Lieder!
Ich habe zwei Lieder von Achim Reichel eingereicht.
Achim Reichel ist ein Hamburger Musiker mit einem starken FC St. Pauli bezug und hat einen meines Erachtens sehr gut zu uns passenden „Shanty“ frisch und modern interpretiert (Achim Reichel: Rolling Home/ https://youtu.be/kfk8c0LrztU?si=lsmt-Exb8uB-4fmn)
und schon im Jahr 1996 ein Lied für den FC St. Pauli komponiert (Achim Reichel: Song für den FC St. Pauli/ https://youtu.be/KDDmpwEYcjQ?si=s-k2myQOEOSHggKd).
Also meiner Meinung nach „müssen“ die beiden Lieder noch auf Tim s Liste, damit sie es auch unter die ersten 25 schaffen!
Moin Tim,
danke für eure spannende und sehr umfangreiche Auseinandersetzung mit dem Song Contest. Gerade der Punkt mit den Punktevergaben ist eine tolle Idee!
Wir werfen mit unserem Song ebenfalls einen kleinen Hut in den Ring. Vielleicht habt ihr ja Lust, auch unserem Beitrag eine Chance zu geben: https://youtu.be/nX7A0JXTcSA
Viele Grüße und danke für eure Arbeit
Sebastian
Moin Sebastian,
den Song habe ich sehr gerne in die Liste aufgenommen. Und jetzt alle: „Wir liiiiebn diiich – SANKT PAULEEE“ – sehr schön
Moin Tim,
vielen Dank! Echt schön zu sehen wie viele unterschiedliche Songs dabei rauskommen.
Hier noch einer über den ich gestern gestolpert bin und der noch oben in der Liste fehlt: https://youtu.be/ytakdM1QR8Y?si=i9ghmhubyoMNNtCD
Ah, danke für den Hinweis. Ich hatte das gestern nur in einem Ausschnitt auf Insta gesehen und mich gefragt, wann wohl der ganze Song veröffentlicht wird.
Moin, ich wollte mir gerade mal den Beitrag von Sven Brux anhören und hab festgestellt, dass der entsprechende Link in der Liste zum Song von „Lana und das Bolzinferno“ führt.
Moin,
da waren meine Strg-c/STRG-v-Skills wohl nicht gut genug. Ist jetzt angepasst.
Bist du sicher?
Mysteriös. Ich schwöre, dass ich da nach Deinem ersten Kommentar den Link eingefügt habe. Hat aber offensichtlich nicht geklappt. Jetzt aber.
Besten Dank!
Moin Tim und alle anderen,
mein Song „Astra links Mittelfinger rechts“ ist dabei und ab heute auf Streamingplatten zu hören! Freue mich über jedes Ohr (und die Aufnahme in die Liste)!
Grüße! Gunnar 🤎🤍❤️
https://open.spotify.com/track/5thT2nPlX0D8QJb33Wnw8p?si=R9CG9sbbSQm7bNjZlS8r_A&utm_source=copy-link
Moin Tim,
ich wusste auch noch einen Song von Jan Salander „Nur Auf St.Pauli“, ist auch eingereicht worden.
https://www.youtube.com/watch?v=5tqfA2gaN0M
Viel Spaß in Hannover und gut das der Rücken wieder hält.
Liebe Grüße von der Reihe vor Dir 😉
Ich bin komplett gespannt auf die offizielle Liste der eingereichten Songs und freue mich total alles anzuhören und hoffe ich schaffe es alles anzuhören und allen die gleiche Wertung zu ermöglichen. Es entscheidet sicher das Herz, ich bin voll total Kleinkind und bin gespannt 🤗🥰
Hab nichts mit dem Song zu tun, finde ihn aber mal einen sehr erfrischenden Beitrag, so langsam ist mir dann doch zu viel Sehnsucht, Heimat und Herz, das „Das Letzte, was wir brauchen“ von Florida Klaus