{:de}1. FC Nürnberg – FC St. Pauli 1:2 – (ich liebe diese) Taktikanalyse{:}{:en}1. FC Nürnberg – FC St. Pauli 1:2 – (I love this) tactical analysis{:}

{:de}1. FC Nürnberg – FC St. Pauli 1:2 – (ich liebe diese) Taktikanalyse{:}{:en}1. FC Nürnberg – FC St. Pauli 1:2 – (I love this) tactical analysis{:}

{:de}

Der FC St. Pauli gewinnt beim 1. FC Nürnberg und das hochverdient. Was am Sonntag zwischen Minute 15 und 65 im Max-Morlock-Stadion passiert ist, war eine der besten Vorstellungen des FCSP diese Saison. Einzig den Vorwurf, dass es am Ende noch einmal spannend wurde, muss er sich gefallen lassen. Durch den Sieg konnte nicht nur Gegner Nürnberg überholt sondern allgemein der Abstand zur Abstiegszone deutlich erhöht werden.
(Titelbild: Peter Böhmer)

Die Aufstellungen

(Sämtliche Statistiken von WyScout)
Im Gegensatz zu meiner Erwartung startete der FC St. Pauli unverändert in die Partie. Das bedeutete dann, dass Philipp Ziereis auch gegen Nürnberg begann und nicht Tore Reginiussen sein Debüt in der Startformation feierte.

Ich hatte vermutet, dass der FCSP mit Reginiussen startet, um der Physis von Manuel Schäffler etwas besser entgegen zu wirken. Allerdings startete auf Seiten des FCN nicht Schäffler sondern Schleusener im Sturmzentrum. Passte also ganz gut, über 80% gewonnene Duelle am Boden und in der Luft von Philipp Ziereis bestätigten das.
Zusätzlich startete der FCN im Vergleich zur Vorwoche auf der rechten Abwehrseite mit Knothe statt Valentini. Ansonsten gab es keine Überraschungen in der Startelf.

Gegen Mutlosigkeit kannst Du auch in Unterzahl erfolgreich pressen

An einen geordneten Spielaufbau war nicht zu denken. Beide Teams setzten auf sehr hohes Pressing und das zeigte bei beiden Wirkung: Es gab quasi keine geordneten Positionsangriffe sondern eigentlich nur Umschaltmomente, den Kampf um zweite Bälle und Standard-Situationen.

Beide Teams pressten hoch, aber jeweils sehr unterschiedlich:
Der FCN ließ immer ein wenig Raum zum Spieler, der gepresst werden sollte und lief diesen erst mit vollem Tempo an, wenn dieser den Ball erhielt. Grundsätzlich rückte ein Mittelfeldspieler vor, sodass im 4-4-2 angelaufen wurde, wobei die äußeren Mittelfelder die Außenverteidiger des FCSP konsequent anliefen. So erzwangen die Nürnberger viele lange Bälle im Aufbau des FCSP.

Auf der anderen Seite war es eher ein Zustellen des FC St. Pauli als ein aggressives Anlaufen. Burgstaller und Marmoush stellten den Raum vor den Innenverteidigern zu und liefen diese moderat an. Entscheidend war, und das wunderte mich schon sehr, das Daniel-Kofi Kyereh die Nürnberger Doppelsechs im Raum alleine zustellte. Die Nürnberger Innenverteidiger spielten das Duo Geis und Krauß (der etwas höher als Geis stand) einfach nicht an. Zum einen, da sie sich im Deckungsschatten von Burgstaller/Marmoush befanden, aber auch, da Kyereh in deren Nähe Zugriff hätte haben können. „Hätte haben können“… Ihr merkt, dass es einen echten Vorteil für Nürnberg hätte geben können, wenn die IV es mutiger gespielt und die Doppelsechs mehr Initiative gezeigt hätte. So aber konnte der FCSP mit drei Spielern vier Spieler des FCN zustellen.

Auf der Außenbahn pressten, wie schon gegen Heidenheim, Becker und Zalazar auf die beiden Nürnberger Außenverteidiger. Während im Zentrum die Räume eher zugestellt wurden, wurden die Außenverteidiger aggressiv angelaufen.
Auch die beiden FCSP-Außenverteidiger gingen im Defensivverhalten die Wege ihrer Gegenspieler konsequent mit, selbst wenn das bedeutete, dass sie ihre Position in der Viererkette klar verlassen mussten. Das konnten sie sich aber auch leisten, da der FCSP hinten in Überzahl stand, weil sie weiter vorne eben trotz Unterzahl alles unter Kontrolle hatten.

Umschalten, zweiter Ball, Standard, Umschalten, zweiter Ball, Standard, Umschalten,…

Was zu Beginn noch ausgeglichen erschien, wurde ab etwa der 10., spätestens ab der 15. Spielminute eine recht einseitige Angelegenheit: Der FC St. Pauli kam viel besser ins Umschalten, dem FCN gelang fast nichts, vor allem aufgrund besserer Zweikampfführung und dem gefühlt sicheren Gewinnen zweiter Bälle des FCSP.
Und wenn der FCN mal Bälle gewinnen konnte, dann gab es entweder eine gelbe Karte für den FCSP (Ziereis und Lawrence) oder es war Eric Smith bei dem der Angriff endete. Eine wahnsinnige Halbzeit von Smith. Unglaublich was da der wegbürstete und dadurch dafür sorgte, dass alle Spieler vor ihm ins Risiko gehen konnten und somit mehr und mehr Chancen erhielten.
In seinen 51 Minuten auf dem Spielfeld hat Eric Smith genau Null Offensiv-Aktionen aufs Tableau von WyScout gebracht. Stattdessen hat er, wie schon gegen Sandhausen, mehr als drei Viertel seiner Zweikämpfe gewonnen und hat bei fünf Duellen um freie Bälle auch fünf Bälle gewonnen. Über die Außenmikrofone war nach Spielende hörbar, dass der Verdacht auf eine Gehirnerschütterung bei ihm besteht. Ich wünsche, für den FCSP nicht ganz uneigennützig, beste und schnelle Genesung.

50 Minuten die „Rückversicherung“ des FCSP-Offensivspiels: Eric Smith
(Sebastian Widmann/Getty Images/via OneFootball)

Beeindruckende 16 Torschüsse feuerte der FC St. Pauli allein in der ersten Halbzeit auf das Nürnberger Tor. Den ersten Hochkaräter vergab Leart Paqarada freistehend nach schöner Vorarbeuit durch Kyereh (23.).
Fünf Zeigerumdrehungen später klärte der FCN einen Standard unzureichend (nicht die letzte unglückliche Aktion von Mühl), der zweite Ball prallte zu Burgstaller, der ihn per Aufsetzer an die Latte setzte. Die beim FCSP ausgemachte Kopfballschwäche zeigte sich nicht nur defensiv (einmal mehr fiel das Gegentor durch einen Kopfball) sondern auch als Philipp Ziereis vollkommen freistehend den Ball per Kopf drüber setzte (31.).
Richtig gut wurde es dann in der 38.Minute als Guido Burgstaller bei einer klasse Kombination des FCSP den Ball per Hacke jedoch nicht an FCN-Torwart Mathenia vorbeibringen konnte.
Bereits in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit war es dann ein zweiter Ball den der FCSP in Person von Omar Marmoush an Guido Burgstaller weiterleiten konnte (Lukas Mühl klärte unzureichend) und den dieser absolut sehenswert aus 16 Metern halbrechter Position mit dem Außenrist in den linken Winkel schlenzte. Hatte ich letzte Woche geschrieben, dass alle fünf Tore von Burgstaller sich gegenseitig an Hässlichkeit überbieten? Ja, hatte ich. Wenn ich damit in irgendeiner Art und Weise etwas getriggert haben sollte, dann hat es ja funktioniert und wir gehen den nächsten Schritt: Guido Burgstaller trifft ja immer nur einmal pro Spiel. Mehr kann er nicht!

Zeitweise stand mir ziemlich der Mund offen, ob der Qualität, der immensen Kreativität und des hohen Tempos zu dem die Offensiv-Abteilung des FCSP fähig ist. Mag sein, dass die Nürnberger Seite das anders bewertet, aber ich bin der Meinung, dass Du das als Zweitligist ohnehin nur ganz, ganz schwer über die volle Spielzeit verteidigen kannst. Der FC St. Pauli hat es unter Timo Schultz und mit den Neuzugängen geschafft eine Spielweise zu entwickeln, bei der offensiv, egal ob der Gegner tief, hoch, quer, rautenförmig, im Quadrat hoch 3 oder der sechsten Dezimalwurzel verteidigt, immer was zu gehen scheint. Das ist großartig!

Außenrist! AUSSENRIST!!!
(c) Peter Boehmer

2. Halbzeit – same, same, but different

Zur zweiten Halbzeit brachte der FCN Manuel Schäffler und Georg Margreitter für Krauß und Sörensen. Eine Umstellung der Formation gab es (vorerst) nicht, allerdings rückte Nürnberger nun auf die Doppelsechs neben Geis und Schleusener auf die linke Außenbahn.

Manuel Schäffler zeigte ein unauffälliges Spiel, aber eben auch, dass er ein richtig trauriges Persönchen ist. Erst knallte er seinen Ellenbogen Eric Smith an die Schläfe, dann tat er selbiges mit Sebastian Ohlsson und James Lawrence. Einzig bei dem Foul an Lawrence gab es einen Freistoß für den FCSP. Eine ganz schwache Leistung vom Schiedsrichter und besonders von Schäffler.
Und daher, weil ich so eine Spielweise richtig dreckig finde, haue ich gerne eine paar Statistiken von Schäffler raus: Kein Torschuss, keine Torschussvorlage, nur 4 von 8 Pässen erfolgreich, eine magere Ballberührung im Strafraum, ein einziges offensives Duell gewonnen… richtig schwach.

Während der 1. FC Nürnberg auch weiterhin ziemlich ungefährlich blieb, reihte sich beim FCSP Umschaltmoment an Konter an Überzahl im letzten Drittel an vorteilhaften Ballgewinn an Umschaltsituation. Auch in der 65. Minute waren Sebastian Ohlsson und Daniel-Kofi Kyereh schneller im Kopf als die gesamte Nürnberger Hintermannschaft und führten einen Einwurf schnell und tief aus – Lukas Mühl, bereits beim ersten Gegentor unglücklich, foulte Kyereh. Nach zuvor zwei schon grenzwertigen Situationen, bei denen der Ball im Nürnberger Strafraum von FCN-Spielern mit der Hand berührt wurde, gab es in der 65.Minute Elfmeter für den FCSP. Omar Marmoush (der für einen Stürmer schier unglaubliche 21 von 23 Pässen zum Mitspieler brachte) verwandelte und erhöhte auf das hochverdiente 2-0 aus Sicht des FCSP.

Tor und Vorlage, 91% Passquote – Omar Marmoush war nur schwer vom FCN zu stoppen.
(Sportfoto Zink/DaMa/imago images/via OneFootball)

2-0 – ein ganz gefährliches Ergebnis

Der FC St. Pauli hat ein richtig gutes Fußballspiel gezeigt, muss sich aber den Vorwurf gefallen lassen, nicht schon viel früher mit mehr als zwei Toren zu führen. Das es nach 65 Minuten nur zwei Tore waren, spiegelte den Spielverlauf nicht ansatzweise wieder.
Kurz nach dem 2-0 brachte FCN-Trainer Klauß mit Borkowski einen zweiten Stürmer ins Spiel und stellte damit von einem 4-2-3-1 auf ein 4-4-2 (flach) um. Dadurch ergaben sich für den FCSP problematischere Zuordnungen auf dem Spielfeld. Denn Dovedan links und Møller Dæhli rechts agierten nun aus tieferer Position mit guter Verbindung zu ihren Außenverteidigern. Diese Wege im Pressing konnten die FCSP-Außenverteidiger nicht mehr bedenkenlos mitgehen, da sie 1. relativ weit waren und 2. der FCSP zentral nun zwei Stürmer gegen sich hatte.

Womöglich aufgrund der Umstellung, aber vielleicht auch aufgrund der aufkommenden Müdigkeit ließ sich der FC St. Pauli tiefer in die eigene Hälfte drängen. Es kam was kommen musste: Zwischen Minute 73 und Spielende gaben die Nürnberger neun Torschüsse ab. Und direkt der erste saß, natürlich ein Kopfball. Schöne Scheiße.

Timo Schultz reagierte auf diese Umstellung genauso wie bereits in Hannover: Recht spät, aber immer noch in Führung liegend und daher nicht zu spät, stellte der FCSP auf ein 5-3-2 um. Dadurch konnten Ohlsson und Paqarada nun wieder sehr viel besser auf Møller Dæhli und Dovedan rausschieben und der FCSP wieder mehr Zugriff erzeugen. In der Folge hätten Matanović (87.) oder Dittgen (90.) das dritte Tor machen dürfen, wenn nicht sogar müssen.

Letztlich brachte der FC St. Pauli die knappe Führung über die Zeit. Auch weil der FCN zwar mehr vom Spiel, aber keine wirklich zwingenden Chancen hatte. Durchatmen. Trotz der recht deutlichen Probleme, die der FCSP in den letzten 30 Minuten bekam, geht der Sieg voll in Ordnung.

Drei Auswärtssiege in Folge!

Der FC St. Pauli gewinnt nach dem Sieg in Hannover und dem Sieg in Heidenheim auch in Nürnberg. Eine fast schon beängstigend schöne Serie. Durch den Sieg und die Ergebnisse auf den anderen Plätzen konnte nun ein kleines Polster von sieben Punkten auf den Abstiegsrelegationsplatz geschaffen werden.
Nach einem zuletzt aufgrund von defensiver Stabilität überzeugendem Sieg zuhause gegen Sandhausen, zeigte der FCSP, zumindest bis zur Schlussviertelstunde, diese Stabilität ebenfalls gegen Nürnberg, aber zeigte noch viel mehr, dass der FCSP in offensiven Umschaltmomenten wohl das beste Team der zweiten Liga ist.
Trotzdem: Mit nun 25 Punkten hat der FC St. Pauli zwar einige gesammelt, aber eine ähnliche Durststrecke wie in der Hinrunde könnte das Blatt ziemlich schnell wieder wenden. Nicht nachlassen jetzt!

Immer weiter vor!

// Tim

Alle Beiträge beim MillernTon sind gratis. Wir freuen uns aber sehr, wenn Du uns unterstützt.

MillernTon auf Threads // BlueSky // Mastodon // YouTube // Facebook // Instagram

{:}{:en}

The FC St. Pauli wins well-deserved at 1. FC Nuremberg. What happened between minutes 15 and 65 on Sunday in the Max-Morlock-Stadium was one of the best performances of the FCSP of this season. The FCSP is just to blame that it became a little exciting again shortly before the match ended. With this win, not just the opponent could be overtaken in the league’s table but in general, also the distance to the relegation ranks could be raised significantly.
(Cover picture: Peter Böhmer

The line-ups

(All following statistics sourced from WyScout)
Contrary to my expectations, the FCSP began the match with no changes in the line-up. This also meant that Philipp Ziereis also started against Nuremberg instead of Tore Reginiussen who couldn’t celebrate his début in the starting eleven.

I did expect the FCSP to start with Reginiussen to combat the physis of Manuel Schäffler a little bit better. However, at Nuremberg, not Schäffler but Schleusener started as a centre-forward. So this was a good fit, also confirmed by 80 percent of won duels at the ground and in the air by Philipp Ziereis.
Additionally, compared to the last match, the FCN began with Knothe instead of Valentini as a right wing-back. Other than that, there were no surprises in the starting eleven.

Against a lack of courage, you can also press successfully with one man down.

No chance for an orderly built-up play. Both teams chose to press highly and it proved to be effective on both sides: There were technically no ordered attacks against positions but actually just transition play moments, the fight for the second ball and set-pieces.

Both teams pressed highly, however, very differently:
The FCN always allowed a little space to the player who was supposed to be pressed against and was only attacking with full-speed when the respective player received the ball. In general, a midfielder was moving to the front so that they pressed in a 4-4-2 whereby the outer midfielders consistently attacked the wing-backs of the FCSP. By doing this, the Nuremberger’s enforced many long balls in the built-up of the FCSP.

On the other side, it was rather a blocking of the FC St. Pauli than aggressive attacking. Burgstaller and Marmoush blocked the space in front of the central defenders and attacked them moderately. The decisive factor, which rather took me by surprise, was that  Daniel-Kofi Kyereh was blocking both central defensive midfielders of Nuremberg at the same time and on his own. The central defenders of Nuremberg simply did not pass the ball to the duo of Geis and Krauß (who was positioned a little higher than Geis). First, because they were in the blocking shade of Burgstaller/Marmoush but also because Kyreh in the vicinity could have gotten hold of the ball. „Could have gotten“ … you realise that there could have been a real advantage for Nuremberg if the central defenders would have played with a little more courage and the central defending midfielders would have shown more initiative. However, by not doing so, the FCSP could block four players of the FCN with three players only.

Like against Heidenheim, Becker and Zalazar pressed against the opponent’s wing-backs on the flanks. While the centre spaces were rather blocked, the wing-backs were attacked aggressively.
Also, both FCSP wing-backs followed their opponents consistently when defending even if this meant that they clearly had to leave their respective position in the back four. But they could afford to do so as the FCSP outnumbered their opponent in the back because, even when outnumbered themselves in the front, they controlled the match there.

Transition, second ball, set-piece, transition, second ball, set-piece, transition…

What appeared rather balanced in the beginning started to become a pretty one-sided affair from minute ten onwards but definitely since the 15th minute: The FC St. Pauli improved their transition play, the FCN failed in many areas which was especially due to a better duel fighting and the felt safer wins of second balls of the FCSP.
And if the FCN managed to win a ball from time to time, then a player of the FCSP was booked (Ziereis and Lawrence) or there was  Eric Smith who stopped the attack. An incredible half of Smith. Unbelievably what he cleared there and thus ensured that all players in front of him could take high risks and thus elicited more chances.
In his 51 minutes on the pitch, Eric Smith scored exactly zero offensive actions into the panel of WyScout. Instead and similar to the match against Sandhausen, he won more than three-quarters of his duels and when fighting a duel for a free ball, he won five out of five balls. After the match, the ambiance mics revealed that he has a suspicion of a concussion. I wish him, maybe a little biased for the FCSP, the best and speedy recovery.

50 minutes the back insurance for the FCSP offensive play:  Eric Smith
(Sebastian Widmann/Getty Images/via OneFootball)

An impressing number of 16 shots on target were fired by the FC St. Pauli just during the first half. The first promising one was wasted by Leart Paqarada who was standing freely after the beautiful work of Kyereh (23.).
Five minutes later, the FCN cleared a set-piece insufficiently (not the very last unlucky action of Mühl), the second ball bounced back to Burgstaller who then kicked a bouncing ball against the bar. The analysed weakness of the FCSP with regards to headers did not only show in the defensive (again the conceded goal was shot through a header) but also when Philipp Ziereis shot above the bar after he was entirely free in the 31st minute.
It just turned brilliantly in the 38th minute, when Guido Burgstaller, however, failed to score with his heel against FCN-goalie Mathenia after an outstanding combination.
Already during injury time of the first half, it was a second ball for the FCSP which Omar Marmoush could forward to Guido Burgstaller (Lukas Mühl defended insufficiently) who then scooped the ball absolutely remarkably from 16 metres on a half-right position into the left angle with the outside of his instep. Did I write last week that every goal of Burgstaller is beating the previous ones with regards to ugliness? Well, I did. If I somehow triggered something by doing so, it worked out perfectly so let’s take the next step: Guido Burgstaller is only scoring once per match. Because he cannot do more! Partly, I was left with my mouth wide open due to the quality the tremendous creativity and the high speed of which the offensive department of the FCSP is capable. Possibly, the side of Nuremberg might judge differently but in my opinion, a second division club can barely defend something like that for the entire length of the match. The FC St. Pauli under head coach Timo Schultz together with the newly added players managed to develop a mode of play that always manages to elicit something, no matter if the opponent is defending high, deep, cross, in a diamond shape, in a square, by the power of three or in the sixth decimal root. This is awesome!

Outside of the instep! OUTSIDE OF THE INSTEP!!!
(c) Peter Boehmer

Second half – same, same, but different

For the second half, FCN substituted Manuel Schäffler and Georg Margreitter for Krauß and Sörensen. A change of formation did not happen (for now), however, Nuremberg moved their play more to the double six and the left outer flank now. 

Manuel Schäffler showed a discreet performance only but also, that he is a very sad and tiny personality. First, he rammed his elbow against Eric Smith’s temple, then he did the same against Sebastian Ohlsson and James Lawrence. But only after the foul against Lawrence, a free-kick resulted for the FCSP. A very weak performance of the referee and especially of Schäffler.
And because of the fact that I consider such a way to play as really dirty, I also publish some more statistics about Schäffler here: no shot at the target, no assist, only 4 out of 8 passes were successful, a very meagre ball handling in the box and he only won one offensive duel … very weak.

While the 1 FC Nuremberg remained rather weak, the FCSP lined transition play from counter attack to outnumbered situations on the last third to advantageous ball win to transition situation. Also in the 65th minute, Sebastian Ohlsson and Daniel-Kofi Kyereh were quicker in their brains than the entire Nuremberg defense and performed a throw in quick and deep – Lukas Mühl who was already unlucky at the first conceded goal, did foul  Kyereh. After two very borderline situations earlier in which players of Nuremberg touched the ball with their hands in their own box, the FCSP received a penalty kick in the 65th minute. Omar Marmoush (who managed to play an unbelievable number of 21 out of 23 passes successfully as a forward) scored and thus changed the result to the well-deserved 2-0 from an FCSP perspective.

Goal and assist, 91% successful pass ratio – Omar Marmoush was only difficult to stop for the FCN.
(Sportfoto Zink/DaMa/imago images/via OneFootball)

2-0 – a very dangerous result

The FC St. Pauli showed a very good football match but is also to blame that they did not take the lead with more than two goals earlier. The fact that they were only in lead by two goals after 65 minutes does barely reflect the course of the match. 
Shortly after the 2-0, FCN head coach Klauß substituted with Borkowski a second forward and thus changed the formation from a 4-2-3-1 to a flat 4-4-2. This caused more problematic assignments on the pitch for the FCSP. Because Dovedan on the left and Møller Dæhli on the right now acted from deeper positions and with a good connection to their wing-backs. These routes when pressing could not be followed by the FCSP wing-backs without hesitation because first, they were rather long and second the FCSP now faced two forwards centrally.

Maybe due to the formation switch but maybe also due to the beginning exhaustion, the FC St. Pauli allowed getting pressed deeper into their own half. And so it happened what had to happen: Between minute 73 and the end of the match, Nuremberg shot on target nine times. And the very first attempt scored already, of course with a header. Beautiful crap.

Timo Schultz reacted to this switch in a similar way as he did in Hanover: rather late but still in the lead and thus not too late he switched the FCSP to a 5-3-2. By doing this, Ohlsson and Paqarada could move much better towards Møller Dæhli and Dovedan again and so the FCSP got more grip to the game again. Following on that, Matanović (87.) or Dittgen (90.) could have scored the third goal if they were not even supposed to do so.

Eventually, the FCSP managed to defend the lead till the end. Also because the FCN had more of the game, but no really compelling chances. Breathe. Even though the FCSP had some serious problems in the last 30 minutes of the match, the win is absolutely deserved.

Three away wins on the bounce!

After the wins in Hanover and Heidenheim, the FC St. Pauli also manages to win in Nuremberg. An almost frightening but beautiful series. Due to the win and the results from the other pitches, they created a little buffer of 7 points to the relegation play-off rank.
After a convincing win against Sandhausen due to defensive stability, the FCSP showed the same stability against Nuremberg, at least until the last 15 minutes. But they also showed that the FCSP is currently apparently the best team of the division with regards to offensive transition play moments.
Nevertheless: with 25 points in the books, the FC St Pauli collected some points but another dry spell such as in the first leg could turn the tides pretty quick again. Don’t slacken now!

Keep on pushing to the front!

// Tim (Translated by Arne)

MillernTon Twitter //
MillernTon YouTube //
MillernTon Facebook //MillernTon Instagram //

If you like what we do here, here you’ll find the information on how to support us.

{:}
Print Friendly, PDF & Email

8 thoughts on “{:de}1. FC Nürnberg – FC St. Pauli 1:2 – (ich liebe diese) Taktikanalyse{:}{:en}1. FC Nürnberg – FC St. Pauli 1:2 – (I love this) tactical analysis{:}

  1. Danke für die Schäffler-Schelte, seh ich genau so! Und ich oute mich jetzt mal als einer Derjenigen, die am Anfang genölt haben, warum wir „nur“ Nummer Zwei vom SVWW verpflichtet haben, nun aber wissen wir angesichts der Leistungen von Kofi warum!!

  2. Danke, Tim!

    Mich interessieren die Daten von Kofi, der für mich gestern mal wieder ein großartiges Spiel abgeliefert hat. Balleroberung, Pässe (und was für welche) im letzten Drittel zum Mitspieler, nahezu immer anspielbar. Geben die Daten das auch so her?
    Unabhängig davon muss ich die Passgenauigkeit erwähnen, mit der die Jungs mittlerweile den letzten Pass spielen. Klar, das ging gestern auch mal daneben, aber grade in den letzten Spielen, diese letzten Pässe in die Tiefe, in die Schnittstellen – das macht schon mächtig Spaß!

    Weiter, immer weiter…

    1. Ja, fünf „Interceptions“ sind sein zweithöchster Wert diese Saison. Seine Pässe hat er schon häufiger genauer an den Mitspieler gebracht, aber 100% Dribbel-Quote ist auch ganz ok und allgemein hat er ganz starke 2/3 seiner Offensivzweikämpfe gewonnen. Schon richtig gut.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert