Lage am Millerntor – 8.März 2021

Lage am Millerntor – 8.März 2021

Ein Punkt beim erfolgreichsten Team des Kalenderjahres 2021 ist absolut in Ordnung, insbesondere wenn man den in der Vergangenheit oft erlebten Spannungsabfall nach einem Derbysieg mit einbezieht. Elf Punkte nach oben, zehn Punkte nach unten – mehr Mittelmaß geht kaum. Wie schön sich das anfühlt, wenn man zur Jahreswende noch acht Punkte hatte…

FCSP News

0:0 in Karlsruhe

Kein Spiel, welches in die Geschichte der 2.Liga eingehen wird. Aber das dritte Spiel „zu Null“ in dieser Saison und ein Punkt beim anderen formstarken Team der Liga, was natürlich absolut okay ist.
Alle weitere im Spielbericht vom Samstag oder beim Kleinen Tod.
Heute ist dann trainingsfrei, ab Morgen geht der Blick gen Paderborn.

Guido Burgstaller war am Sonntag im NDR-Sportclub bei Valeska Homburg zu Gast. (8min)

Lage der Liga

Das Duell der beiden Aufstiegskandidaten am Samstag konnte der VfL Bochum (jetzt 48 Punkte) bei der SpVgg Fürth (43P) mit 2:1 (1:1) für sich entscheiden, was zumindest bis heute Abend die Tabellenführung bedeutet. Im Montagsspiel sind dann die anderen beiden Vertreter der Top4 gefordert, der Vizestadtmeister (42P) versucht gegen Holstein Kiel (45P) den Anschluss nicht zu verlieren.
Im Abstiegskampf verloren die Würzburger Kickers (15P) bereits am Freitag mit 1:2 (0:0) gegen den 1.FC Heidenheim. Ein Gegentor nach Ecke, ein Eigentor – so steigt man dann wohl ab.
Im direkten Aufeinandertreffen zwischen Eintracht Braunschweig (jetzt 24P) und dem SV Sandhausen (21P) sah es lange danach aus, dass sich beide Teams weiterhin punktgleich weiterbewegen werden – ehe Felix Kroos in der 91.Minute die Gastgeber per direktem Freistoß aus 20 Metern in den Winkel zum 1:0-Sieg schoss. Sandhausen dezimierte sich danach noch, Aleksandr Zhirov sah in der 95.Minute für Nachtreten die Rote Karte.
Der coronabedingt spielfreie VfL Osnabrück (22P) steht damit jetzt auf dem Relegationsrang.

Happy Birthday

Alles Gute zum 25.Geburtstag, Daniel-Kofi Kyereh!

(Photo by Christian Charisius – Pool/Getty Images via OneFootball)

Neues von den Alten

Wie Ihr mit fließendem Koreanisch diesem Artikel entnehmen könnt, spielt Boris Tashchy ab sofort für den südkoreanischen Erstligisten FC Pohang Steelers – ansonsten geht es auch über seinen Instagram Account:

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Apropos Geburtstag von Derbytorschützen und Instagram: Alles Gute nachträglich, Dimitrios Diamantakos!
Die Torte kommt übrigens nicht von Emmas Konditorei…

Leihspieler Watch

Während Maximilian Franzke beim 1.FC Magdeburg (1:1 gegen Mannheim) weiterhin verletzt fehlte und Marvin Senger beim 1.FC Kaiserslautern (1:2 bei Hansa Rostock in der 96.Minute nach Halbzeitführung) auf der Bank saß, war Ersin Zehir als einziger Kiezkicker schon Samstag in der 3.Liga im Einsatz. In der 68.Minute wurde er für den VfB Lübeck beim Stand von 0:1 gegen Viktoria Köln eingewechselt, in der 74.Min fiel das 0:2 und das 1:2 in der 78.Min war dann zu wenig. Auch, weil ein Schuss von Zehir in der Nachspielzeit nicht den Weg ins Tor fand. Aktuell wäre es gut möglich, dass alle drei am Saisonende einen Abstieg erleben werden.
Am Sonntag war dann der SV Wehen Wiesbaden bei Bayern II im Einsatz, eigentlich mit Florian Carstens und Kevin Lankford, die am Saisonende eher noch auf die Aufstiegsfeier hoffen. Kevin Lankford aber hat sich einen Muskelfaserriss zugezogen und fällt somit erst mal aus. Gute Besserung! Und vielleicht fällt auch die Aufstiegsfeier aus, denn durch ein Eigentor von Keeper Boss (24.) und einen weiteren Gegentreffer in der 94.Min verliert der SVWW die Partie mit 2:0 und liegt nun mit drei Punkten Rückstand auf den Relegationsrang erst mal wieder im Hintertreffen. Florian Carstens spielte in der Innenverteidigung durch.
Montag beschließt dann Türkgücü München mit Yiyoung Park den Spieltag beim FC Ingolstadt, durchaus auch ein wichtiges Spiel für die Aufstiegsplätze.
Jakub Bednarczyk war bei Zaglebie Lubin zum zweiten Mal in Folge nicht im Kader.

Leihspieler Watch 2020/21

SpielerSpieltageEinsätzeStartelfToreAssistGelbG/RRot
Yiyoung Park
(Türkgücü München)
38282200100
Ersin Zehir
(VfB Lübeck)
363022641000
Florian Carstens
(SV Wehen-Wiesbaden)
38292810611
Maximilian Franzke
(1.FC Magdeburg)
348611000
Jakub Bednarczyk
(Zaglebie Lubin)
288300000
Kevin Lankford
(SV Wehen-Wiesbaden)
18161123200
Marvin Senger
(1.FC Kaiserslautern)
1615810200

Fanszene News

Frauenfußball gibt es nicht

Kleiner Reminder: Heute, 19.00h, Live-Talk mit dem Thema „Frauenfußball gibt es nicht. Es gibt nur Fußball – und Frauen, die Fußball spielen.“, mit aktuellen und ehemaligen Spielerinnen des FCSP (Facebook).

Lauf gegen Rechts

Der 10.Lauf gegen Rechts findet digital statt, die Anmeldung ist ab sofort möglich. Für 15€ gibt es außerdem ein T-Shirt. Alle Infos und Anmeldung:
FCSP Marathon

Döntjes

„Welche Frauenbilder wollen wir?“

In einem Interview bei Neues Deutschland spricht Helen Breit („Unsere Kurve“) über Fußball, Fan-Dasein, die Pandemie und den Anteil von Frauen in der Kurve und in Führungspositionen im Fußball. Sie kommt dabei auch auf den FCSP zu sprechen und hat zu einer Quote, die wir ja auf der nächsten MV beschließen können, eine ähnliche Meinung wie unsere Aufsichtsratsvorsitzende Sandra Schwedler (sinngemäß): Schön wäre es, wenn es keine Quote braucht. Die Erfahrung zeigt aber, dass sich ohne auch nichts ändert.
Das ganze Interview: Neues-Deutschland.de

Banner bei Geisterspiel geklaut, Gruppierung löst sich auf

KAS Eupen ist jetzt nicht der Verein, den man weltweit kennen muss, der belgische Erstligist dürfte den meisten im FCSP-Umfeld in jüngerer Vergangenheit insbesondere deshalb aufgefallen sein, weil Robin Himmelmann dorthin gewechselt ist.
Skyman saß am Samstag auf der Bank, das Heimspiel gegen Leuven endete 3:3 – und nach dem Spiel entwendeten Unbekannte das Banner der deutschsprachigen Ultra-Gruppierung der Eupener, „Zebras Eupen 2002“.
Ich bin ganz ehrlich, ich habe diese „Man hat unser Banner geklaut, wir müssen uns auflösen!“-Geschichte bei Ultras noch nie ganz verstanden, muss ich aber ja auch nicht. Die Zebras zumindest sehen dies als alternativlos an, wie sie auf ihrer Facebook-Seite bekannt gaben.
Da ließe sich jetzt eine ganze Menge zu schreiben, ich beschränke mich mal auf das Wichtigste:

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  • Ich bin sehr froh, dass die Fanszene des FCSP bei Geisterspielen bewusst auf jedwede Art von Fanclub-Bannern verzichtet.
  • So albern ich persönlich die „Banner geklaut = Auflösung“ Geschichte bei Ultras auch finde, so konsequent wird hier zumindest verfahren.
  • Ein Banner bei einem Geisterspiel zu entwenden zeugt vielleicht von einer gewissen Cleverness, dürfte aber auch ziemlich klar unter das fallen, was heutzutage gerne als „Ehrenlos“ bezeichnet wird.

DFB verhindert Fanprojekt in Ingolstadt

Die Überschrift klingt jetzt böswilliger, als es vom DFB beabsichtigt ist, das Ergebnis ist aber das Gleiche.
In Ingolstadt gab es bisher noch kein Fanprojekt, dieses wurde aber zuletzt mit vereinten Kräften in die Wege geleitet – bis der DFB im Herbst 2020 einen „Reformprozess“ der Fanprojekte beschloss, mit dem gleichzeitig neue Fanprojekte bis Mitte 2022 unmöglich sind – und Ausnahmen lässt er nicht zu.
Detaillierter nachzulesen ist dies wahlweise in der gleich folgenden Tweetkette des Ingolstädter Fans Martin – oder hier im Beitrag bei WDR Sport Inside (9min)

Schiedsrichter-Entscheidungen

Am Wochenende sorgten in der 1.Bundesliga zwei Szenen für erhöhte Aufmerksamkeit:
Zunächst einmal die Notbremse von Wolfsburgs Otavio im Spiel bei der TSG Hoffenheim: (Twitter)

Ich gehe davon aus, dass die Entscheidung des Schiedsrichters hier wirklich unstrittig ist, alle „Ball gespielt“ oder „Da macht der Hoffenheimer aber auch mehr draus…“-Witze wurden am Wochenende auf Twitter bereits durchgespielt.
Was mich hier tatsächlich ratlos hinterlässt: Warum macht er das?!? Es steht 1:2, es läuft die 94.Minute – er verhindert damit zwar das 1:3, das wäre aber doch im Endeffekt auch egal gewesen. So fängt er sich auch noch eine Sperre ein und schadet seinem Team viel mehr. Auf Instagram entschuldigte er sich immerhin später und betonte, wie froh er sei, seinen Gegner nicht verletzt zu haben.

Der zweite Aufreger war dann das Kölner Ausgleichstor gegen den SV Werder. Bei einem hohen Ball in den Strafraum kommt Torwart Pavlenka heraus, kann den Ball aber nicht fangen und der Ausgleich fällt. Soweit die Fakten.
Unstrittig dürfte auch sein, dass der Kölner Angreifer, Emmanuel Dennis, mit seiner Hand oder seinem Arm die Hand oder den Arm von Pavlenka berührt und ihn somit entscheidend irritiert. Die Frage ist jetzt: Ist dies ein Foul oder nicht? (Twitter)

Für mich hingegen ist dies ein Foul. Würde ähnliches im Bereich der Beine passieren, wäre es wahrscheinlich weniger strittig, insbesondere wenn der Spieler dadurch zu Fall kommt. Fallen muss Pavlenka bei weggeschobenen Armen aber natürlich nicht, den Ball fangen kann er aber auch nicht mehr.
Unabhängig davon, wie man die Szene bewertet, ist es aber mal wieder erschreckend, wie schnell auf Social Media die jeweils andere Meinung niedergemacht und ins Lächerliche gezogen wird, wie unfehlbar und allwissend man selbst ist und wie ahnungslos und dumm alle anderen. Leider nimmt dieser Diskussionsstil in letzter Zeit zunehmend Überhand, nicht erst seit der Pandemie, aber gefühlt seitdem noch extremer.
Oder, wie Klaas Reese es formuliert: „Anstrengend“ (Twitter)

Zu guter Letzt

Bleiben wir beim Thema und schlagen den Bogen zum Weltfrauentag Feministischen Kampftag (Grüße an Elo):
(Twitter // Hands of God Shop)

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Bleibt gesund!
// Maik

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