Bericht von der Kollaustrasse, 26.01.2022

Bericht von der Kollaustrasse, 26.01.2022

Es ist weiterhin massiv räudig, was sich an Wetter präsentiert, wenn ich einmal wöchentlich an die Kollaustraße zum Training des FC St. Pauli fahre. Aber es nützt ja nix, daher hier mein Bericht vom Vormittags-Training des FCSP am Mittwoch.

Hamburg, 3°C, Nieselregen – Bestes Wetter, um an die Kollausstraße zu fahren und den Profis des FC St. Pauli beim Kicken zuzuschauen. Nachdem bereits am Dienstag das Training nach einem freien Wochenende aufgenommen wurde, gab es am Mittwoch gleich eine Doppelschicht. Ich habe mich für die Vormittagseinheit entschieden, in der Hoffnung, dass da ein bisschen mehr taktisch gearbeitet werden würde. Ohne euch die Lust an diesem Text nehmen zu wollen: Es war nass, kalt und das Training weit entfernt.

Beim letzten Trainingsbericht musste ich ernüchtert feststellen, dass das Team weiterhin auf dem hinteren Teil der großen Rasenfläche trainiert und das Entschlüsseln der Trainingsformen eine echte Schwierigkeit darstellt. Der vordere Teil des Rasens war damals in nicht sonderlich gutem Zustand. Nun ist er in gar keinem Zustand mehr, denn er wurde komplett abgetragen.

Ein neues Grün soll also her. Mal schauen, wie sich das die nächsten Tage und Wochen weiterentwickelt. Im weiteren Verlauf des Tages wurde bereits das neue Grün ausgetragen.

Zum Sportlichen: Die Gruppe an Spielern hat sich dann doch ein wenig ausgedünnt. Jackson Irvine (Länderspielreise), Afeez Aremu (Aufbautraining), die Langzeitverletzten Christopher Avevor (der zumindest an der Kollausstraße war und individuell trainierte), Jannes Wieckhoff, sowie Daniel-Kofi Kyereh (leichter Muskelfaserriss) fehlten aus bekannten Gründen. Ebenfalls nicht dabei war Ersatztorwart Sören Ahlers, der positiv auf das Coronavirus getestet wurde und Christopher Buchtmann, der krank ist (was immer das in diesen Zeiten bedeutet). Marcel Hartel und Eric Smith fehlten ebenfalls beim Training. Ich gehe hier mal von Belastungssteuerung als Grund für ihr Fehlen aus. Wie ich hörte, war die Trainingsgruppe am Vortag noch erheblich reduzierter (u.a. Medić und Amenyido pausierten neben Hartel und Smith).
Wieder mit an Bord war Igor Matanović, der seine Corona-Infektion überstanden zu haben scheint und einen großen Teil des Trainings mitmachte.

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So wärmte sich dann im kalten Hamburger Nieselregen eine insgesamt recht dünne Gruppe von „nur“ 19 Feldspielern auf (etwa 30min). Etwas später betraten drei Torhüter den Platz: Neben Nikola Vasilj und Dennis Smarsch war auch Jesper Heim Teil des Torwart-Trainings.
Nach dem Aufwärmen ging es dann an die erste intensive Übung: Die Gruppe wurde in zwei Teams unterteilt, die auf jeweils einem kleinen Feld im 4vs4 antraten und zusätzlich zwei Spieler dabei hatten, die immer beim ballführenden Team spielten. Runtergebrochen also das klassische 5vs2 mit höherer Intensität. Zudem waren nur jeweils zwei Kontakte erlaubt und es gab auch wieder die Möglichkeit nach einer gewissen Anzahl an Pässen auf kleine Tore zu schießen (Dauer etwa 30min).

Anschließend teilte sich das Team in drei Gruppen. Je zwei traten auf einem kleinen Feld mit großen Toren im 6vs6 (+Torwart) gegeneinander an. Die dritte Gruppe absolvierte in der Zwischenzeit Steigerungsläufe. Nach gut fünf Minuten intensivem Spiels wechselten die Gruppen, bis jedes Team zweimal auf dem Platz stand und einmal Steigerungsläufe hinter sich gebracht hatte. Nicht mehr dabei beim 6vs6 waren Etienne Amenyido und Igor Matanović, die etwas länger mit den Läufen beschäftigt waren und danach etwas früher das erste Training des Tages beendeten.

Eine gewisse Trostlosigkeit kann man diesem Kopfballpendel nicht absprechen.

Beendet hatten auch schon alle anfangs anwesenden Journalisten ihren Aufenthalt an der Kollaustraße. Es war einfach verdammt unangenehm das Wetter. Das dachten sich auch viele Spieler, die meist dick eingepackt das Training absolvierten. Allerdings waren auch einige Spieler in kurzer Hose am Start und ich haue die KurzeHose-Liste jetzt mal raus und ihr schaut, ob ihr damit was anfangen könnt: Philipp Ziereis, Luca Zander, Marcel Beifus, Simon Makienok und Niklas Jessen – ich empfinde Respekt, da meine Finger immer noch auftauen, während ich diese Zeilen hier schreibe.

Am Nachmittag stand noch eine weitere Einheit auf dem Programm. Vermutlich war das dann die taktisch interessante. Am Donnerstag wird ebenfalls noch einmal trainiert, bevor es dann am Freitag zum Testspiel gegen Holstein Kiel geht.
Nächste Woche schaue ich mir dann hoffentlich mal den neuen Rasen genauer an, hoffe auf einen wieder volleren Trainingsplatz und auf höhere Temperaturen.

//Tim

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One thought on “Bericht von der Kollaustrasse, 26.01.2022

  1. Tim, Du Held! Im Februar wird alles besser! Leg schon mal die kurzen Hosen parat 🙂
    Danke für den Bericht; wie käme ich nur morgens in den Tag ohne eure Worte?

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