FC St. Pauli – SV Werder Bremen 1:1 – (k)ein Foul, (k)ein Handspiel, ein Punkt

FC St. Pauli – SV Werder Bremen 1:1 – (k)ein Foul, (k)ein Handspiel, ein Punkt

Der FC St. Pauli holt einen Punkt gegen Werder Bremen. Dieses Ergebnis ist, gemessen am Spielverlauf, sicher gerecht. Das Wort Gerechtigkeit dürfte aber beim Zustandekommen des zweiten Tores nicht unbedingt als erstes genannt werden. Was genau dieser Punkt wert ist, müssen dann die nächsten Partien zeigen.
(Titelbild: Stefan Groenveld, von dem es ein paar weitere Bilder zu sehen gibt)

Kurz nach Spielende haben wir bereits einen Artikel zum Spiel veröffentlicht, bei dem ich noch nicht richtig einordnen konnte, was ich von diesem Unentschieden halten soll.

Die Aufstellung

Mit einigem Stirnrunzeln habe ich eine Stunde vor Anpfiff die Aufstellung gelesen. Kein nomineller Rechtsverteidiger stand auf dem Platz. Stattdessen kam Philipp Ziereis in der Defensive wieder ins Team. Luca Zander stand, wie die anderen beiden nominellen Rechtsverteidiger, nicht im Kader. Und da auch Adam Dźwigała nur auf der Bank saß, war ich etwas verwirrt, wer denn nun auf der Rechtsverteidiger-Position auflaufen würde oder ob es sich sogar um eine Dreierkette handeln würde und der ebenfalls neu ins Team gerückte Etienne Amenyido (für Simon Makienok) als rechter Flügelverteidiger zum Einsatz kommen würde.

Bereits die Aufwärmphase, als Marcel Beifus Flanke um Flanke von rechts zu Amenyido im Zentrum schlug, gab Aufschluss. Timo Schultz sagte im Anschluss an die Partie zur Aufstellung von Beifus als Rechtsverteidiger zuerst, dass sich Luca Zander wenige Stunden vor dem Spiel krank gemeldet hatte und erklärte dann, dass Adam Dźwigała in der Trainingswoche nur ein einziges Mal voll trainieren konnte. Zudem sei er sich sicher gewesen, dass Beifus seinen Job gut machen würde. Ich denke, dass man das unterstreichen kann (evtl. abgesehen von einer einzigen Situation). Schultz verriet auch, dass es sich bei der Verletzung von Beifus um etwas am linken Knöchel handeln soll. Die Auswechslung von ihm sei aber so oder so geplant gewesen.

Auch bei Werder Bremen gab es einige Veränderungen bzw. Rückkehrer in die erste Elf: Mit Marco Friedl und Milos Veljkovic kehrten zwei enorm wichtige Abwehrspieler zurück in das Team (sie verdrängten Ilia Gruev und Anthony Jung). Auch Flügelverteidiger Mitchell Weiser stand nach seiner Verletzung erstmals wieder in der Startelf (für Mbom). Zudem ersetzte Leonardo Bittencourt im Mittelfeld Niklas Schmidt.

Werbung
Aufstellung beim Spiel FC St. Pauli gegen SV Werder Bremen, 09.04.2022, 2. Bundesliga, Saison 21/22
Aufstellung beim Spiel FC St. Pauli gegen Werder Bremen.

Breitziehen statt Aufeinanderhocken

Im Vorbericht hatte ich zwei Szenarien skizziert, wie der FC St. Pauli gegen die Dreierkette von Werder Bremen in der Offensivreihe spielen könnte: Entweder mit langen Bällen auf Simon Makienok, um den sich dann die Mitspieler gut positionieren oder aber mit drei Angreifern, die stark in die Breite ziehen, um maximalen horizontalen Druck auf die gegnerische Dreierkette zu erzeugen. Timo Schultz erklärte auf der PK nach dem Spiel, warum die Entscheidung auf Amenyido und damit auf breitziehende Angreifer gefallen ist:

„Wir haben damit gerechnet, dass die Bremer mit einer Dreierkette spielen. Etienne ist da mit seinem Tiefgang prädestiniert für, um zwischen die Dreierkettenspieler rein zu gehen. Zudem wussten wir, dass wir in vorderster Verteidigungslinie mit drei Mann verteidigen müssen gegen vier Bremer, die das Spiel eröffnen wollen. Da bietet Simon sich natürlich nicht so an. Er ist eher ein Zielspieler, der das Zentrum hält.“

Timo Schultz zur Aufstellung von Etienne Amenyido und der dazugehörigen Taktik.

Mit der Aufstellung von Amenyido war also klar, dass bei Ballbesitz St. Pauli Kyereh, Burgstaller und Amenyido ganz vorne eine Reihe bilden, die sehr breit zieht. Aber wie schon im Hinspiel möchte ich behaupten, dass das auch im Rückspiel nicht so richtig gut funktioniert hat. Auch deshalb nicht, weil mit Dittgen der Spieler mit dem größten Tiefgang im Kader gefehlt hat.
Was aber sehr viel besser klappte, und was u.a. auch aufgrund der breitziehenden Offensive zustande gekommen ist, war das Pressingverhalten bzw. das Unterbinden des Bremer Spielaufbaus.

Eigentlich muss das Pressing des FC St. Pauli als mangelhaft bezeichnet werden. Denn bei Ballbesitz und defensivem Aufbau von Werder Bremen stellten sich die drei offensiven Spieler vier Bremern entgegen. Gerade der Sechserraum von Nicolai Rapp wurde nur spärlich besetzt, wenn aggressiv angelaufen wurde. Diesen Raum konnte Werder aber (noch) nicht nutzen, weil sie es sehr träge ausspielten bzw. der FCSP es sehr konzentriert machte und sehr diszipliniert die Abstände untereinander gering hielt. Und anscheinend ist es auch eine Personalfrage, wie dann die zweite Halbzeit zeigte.

Weiter vorne versuchte Werder Bremen die Außenverteidiger des FC St. Pauli aus ihrer Position zu locken, um diese Räume dann zu nutzen. Die Flügelverteidiger positionierten sich nicht ganz so hoch, aber dafür ganz konsequent weit außen, sodass die FCSP-Spieler vor die Entscheidung gestellt wurden, ob sie diese mit dem Achter oder dem Außenverteidiger anlaufen. Immer, wirklich immer dann, wenn Paqarada oder Beifus die Bremer Flügelverteidiger anliefen, sprinteten Bittencourt und Schmid auf die offensive Außenbahn und versuchten hinter den Außenverteidigern den Raum zu nutzen. Aber auch darauf war der FCSP gut eingestellt und es passierte sehr häufig, dass Irvine oder Hartel die Wege ihrer Gegenspieler mitgingen. Wirklich nutzen konnte Werder den Raum auf Außen also nicht.

Aufbauspiel des SV Werder Bremen im Spiel gegen den FC St. Pauli, 09.04.2022, 2. Bundesliga, 21/22
Aufbauspiel Werder Bremen:
Die Spieler des FC St. Pauli zogen vorne nicht selten sehr breit. Meist hatte Kyereh Gegenspieler Rapp im Auge, aber nicht selten kümmerte sich auch der ballfernste Spieler um ihn.
Weiter hinten wurde die Mannorientierung von Irvine und Hartel auf die Probe gestellt, da Bittencourt und Schmid häufig nach ganz außen zogen.

Der FC St. Pauli erspielte sich in der ersten Halbzeit gleich eine ganze Reihe von vielversprechenden Situationen, weil es dem Team häufig gelang im zentralen Mittelfeld den Ball zu gewinnen. Afeez Aremu stach erneut mit einer beeindruckenden Defensiv-Leistung hervor (sieben Pässe abgefangen, 67% Zweikampfquote), sorgte aber ebenso wieder bei eigenem Ballbesitz für Schweißperlen auf der Stirn (eine Passquote von nur 72% ist als Sechser eigentlich untragbar – sechs(!) Ballverluste in der eigenen Hälfte).
Vielversprechende Situationen für den FC St. Pauli also, aber man scheiterte recht konstant an eigenen Unzulänglichkeiten. Viele Momente in der Offensive wurden aufgrund eigener Fehler schnell wieder beendet. Unrühmlicher „König“ der Ballverluste ist Etienne Amenyido gewesen, der nur sechs von 28 Duellen für sich entscheiden konnte und dem auch sonst anzumerken war, dass er länger keine Spielpraxis hatte (nur fünfmal angespielt, nur zwei erfolgreiche Pässe im Angriffsdrittel, gar keine progressiven Läufe).

Werbung

FCSP intensiv, SVW effizient

Das war dann schon frustrierend, wenn man es vor allem mit der Gegenseite verglich: Werder Bremen spielte eine eher schwache Halbzeit, hatte aber sicherlich die zwingenderen Torchancen, weil sie die wenigen Optionen, die sich ihnen boten, fast immer in einen Torabschluss umwandelten. Nagelt mich nicht darauf fest, aber das ist dann schon im Stile eines Liga-Primus, wie das Team Chancen kreierte, obwohl das eigene Spiel eigentlich überhaupt nicht lief.

So stand es also lange 0:0, trotz eines sehr mitreißenden Fußballspiels, welches dann aber in der 41. Minute zum ersten Mal den Scheinwerfer gen Schiedsrichter Florian Badstübner richtete: Guido Burgstaller kam links im Strafraum an den Ball und legte diesen an Mitchell Weiser vorbei, der sein Bein stehen ließ. Es gab einen ganz klaren Kontakt und in der Folge kam Burgstaller zu Fall. Ich schreibe bewusst nicht, dass Burgstaller aufgrund des Kontakts zu Fall kam, denn das ist vermutlich die Argumentations-Punchline, die auch Badstübner in der Szene verwendet, wenn er erklären muss, warum er nicht auf Elfmeter für den FC St. Pauli entschied. „Der Kontakt war da, aber es reichte nicht um Burgstaller zu Fall zu bringen.“, oder so.

Ich persönlich sehe das ein wenig anders und würde schon behaupten, dass Burgstaller mindestens aus dem Tritt kam durch den Kontakt. Er fällt dann sicherlich etwas plump zu Boden, aber sein Oberkörper kippte bereits vorher nach vorne und der Bewegungsablauf war merklich gestört. Für mich persönlich ist das ein klarer Elfmeter, den man allein schon aufgrund der Dämlichkeit von Mitchell Weiser geben muss, weil er überhaupt das Bein so plump stehen ließ. Elfmeter wegen Dummheit sozusagen, aber nicht nur aufgrund der Aktion im Strafraum (denn mir fällt da noch ein anderer Grund ein).
Bevor man sich aber so richtig in Rage bringen konnte, erzielte der FC St. Pauli das 1:0 – das war aus meiner Sicht durchaus verdient, weil der FCSP einfach die bessere Spielanlage hatte und sich dadurch häufiger in gute Situationen bringen konnte (wenngleich oft die Abschlüsse fehlten).

HAMBURG, GERMANY - APRIL 09: Daniel-Kofi Kyereh (R) of FC St. Pauli scores his sides first goal during the Second Bundesliga match between FC St. Pauli and SV Werder Bremen at Millerntor Stadium on April 09, 2022 in Hamburg, Germany.
BÄM!
(Cathrin Mueller/Getty Images/via OneFootball)

Die Wende lautet Gruev

In der ersten Halbzeit hatte Werder Probleme im Spielaufbau und konnte daher keinen Dauerdruck entfachen, so wie es in anderen Spielen der Fall war. Zur zweiten Halbzeit brachte Ole Werner Ilia Gruev für Nicolai Rapp auf der Sechserposition ins Spiel. Gruev ist von Timo Schultz auf der Pressekonferenz vor dem Spiel als die „spielstarke“ Variante des SVW auf dieser Position bezeichnet worden. So kam es dann auch: Mit Gruev, der viel häufiger in engen Situationen angespielt wurde als Rapp, konnte Werder die erste Pressinglinie des FCSP leichter überspielen. So kam Werder viel besser ins Spiel und der FCSP verlor den Zugriff, musste sehr viel häufiger reagieren im Pressing und konnte nicht mehr den gewünschten Druck erzeugen und gewann die Bälle nun in weniger aussichtsreichen Positionen für Umschaltmomente. Klingt simpel, aber manchmal sind es so einfache Dinge, die das Pendel in die eine oder andere Richtung ausschlagen lassen.

So wirklich Druck konnte Werder aber auch nicht erzeugen. Denn in den tieferen Bereichen verteidigte der FCSP weiterhin konsequent und gut. In dieser Phase machte sich dann auch wieder der Einsatz von Jackson Irvine bezahlt, der acht von neun Defensiv-Duellen gewann und ebenso viele Pässe abfing, wie Aremu. Dann aber kam die 58. Minute…

Werbung

Der große Hand-Tunnel-Trick

Der Bremer Felix Agu bekam auf der linken Seite den Ball und wurde direkt von Marcel Beifus unter Druck gesetzt. Er möchte innen an ihm vorbeiziehen und spielte den Ball, mehr schlecht als recht, in die entsprechende Richtung. Der Ball bewegte sich dann aber plötzlich durch die Beine von Beifus. Agu hatte den Ball mit der Hand gespielt und ihm damit eine deutliche und entscheidende Richtungsänderung mitgegeben. Der Bremer zog dadurch an Beifus vorbei, spielte auf Bittencourt, welcher an den zweiten Pfosten zu Schmid flankte, der von dort ins Zentrum zu Füllkrug ablegte, welcher zum 1:1 einschoß – Scheiße.

Beifus beschwerte sich direkt nach dem Zweikampf, also noch während des laufenden Spiels lautstark beim Schiedsrichter über das Handspiel. Von einigen Seiten wurde ihm vorgeworfen, dass er aufhörte zu spielen. Das sehe ich auch so, dass man da nicht einfach aufhören sollte. Aber ich möchte mal die These in den Raum stellen, dass er gar nicht mehr so großen Einfluss auf den weiteren Verlauf hätte nehmen können, da Agu bereits Meter gemacht hatte. Und wenn man mal ehrlich ist, dann ist das viel größere Problem in der Situation, dass Füllkrug komplett blank zwei Meter vor dem Tor auftaucht.

HAMBURG, GERMANY - APRIL 09: Niclas Fuellkrug (C) of Werder Bremen celebrates after scoring his sides first goal during the Second Bundesliga match between FC St. Pauli and SV Werder Bremen at Millerntor Stadium on April 09, 2022 in Hamburg, Germany.
So’n Shiet.
(Cathrin Mueller/Getty Images/via OneFootball)

Aber zurück zum Handspiel und damit wieder den Scheinwerfer gen Florian Badstübner: Der Schiedsrichter gab das Tor und bewertete die Situation um Agus Handspiel anscheinend anders, als viele (alle?) im Stadion und vor den Bildschirmen. Und auch anders als die Video-Assistenten in Köln. Denn kurze Zeit nach dem Treffer ging Badstübner in die Review-Area, um sich das Handspiel von Agu noch einmal anzuschauen. Aber allein die Zeit, die er in jener Review-Area verbrachte, ist schon blanker Hohn: Fünf Sekunden (habe extra nochmal die Zeit gestoppt) oder besser gesagt eine halbe Zeitlupe (aus der falschen Perspektive!) schienen ihm auszureichen, um sich bestätigt zu fühlen. Bei einer Entscheidung, die er weltexklusiv haben dürfte. Eine unerklärliche Fehlentscheidung.

Doch bei aller Kritik, die diese Szene verdient hat: Wenn man sich den Spielverlauf und auch die ersten Minuten der zweiten Halbzeit anschaut, dann ist das Tor für Bremen nicht unverdient gewesen. Bevor also der Schiedsrichter für zwei verlorene Punkte haftbar gemacht wird, muss sich der FCSP erst einmal damit befassen, warum sie in der zweiten Halbzeit den Zugriff auf das Bremer Spiel verloren haben. Sowieso gehen viele der Worte gen Badstübner in den Sozialen Medien viel zu weit. Er hat eine brutale Fehlentscheidung getroffen, ja. Aber vor ein paar Wochen haben wir uns alle noch köstlich über Tim Walter und seine Schiedsrichter-Kritik amüsiert (übrigens im Spiel gegen Bremen) und jetzt sind viele selbst sogar noch weit darunter im Wording.

Ein gerechtes, aber nicht hilfreiches Unentschieden?

Mit dem Tor folgte eine etwas längere Druckphase von Bremen. Erst in der Schlussphase konnte er FCSP das Spiel wieder offener gestalten und hatte am Ende noch einige Hochkaräter. Doch weder Burgstaller, noch Matanović sind aktuell in solch bestechender Form, dass da ne Kugel auch einfach mal reinkullert. Aber auch Werder Bremen hatte gleich mehrere Chancen auf den Siegtreffer. Ein gerechtes Unentschieden also, welches keinem der beiden Team so wirklich weiter zu helfen scheint.

Werbung

Der FC St. Pauli holt also ein Unentschieden gegen den aktuellen Ligaprimus. Es war ein Duell auf Augenhöhe, aber ich muss ehrlich zugeben, dass ich das Gefühl hatte, dass sich der FCSP schon ziemlich strecken musste, um die Augenhöhe zu erreichen, während Werder eher ein wenig in die Hocke ging. Viele Ansätze des Kombinationsspiels des FC St. Pauli waren auch gegen Werder zu sehen. Aber zu selten schaffte es das Team über diese Ansätze hinaus. Und auf der anderen Seite zeigte Werder Bremen, wie man aus wesentlich weniger spielerischen Ansätzen viel mehr herausholt. Das ist einfach eine Qualität, die dem FCSP momentan fehlt. Alles ist ein wenig schwerer, alles muss hart erarbeitet werden. Ein Flow ist das nicht.

Am Abend konnte dann Nürnberg gegen Darmstadt 98 gewinnen. Dadurch bleibt der FC St. Pauli auf dem dritten Tabellenplatz, aber Nürnberg ist nun bis auf vier Punkte an den FCSP herangerückt. Das ist ein brutal enges Rennen und dürfte auch noch so weitergehen.
Damit sich der FC St. Pauli nicht Stück für Stück aus diesem Rennen verabschiedet, muss nun in der kommenden Woche bei Sandhausen bestenfalls gewonnen werden. Erst dann werden wir auch wissen, was genau dieser Punkt gegen Bremen jetzt wert ist. Danach folgen die direkten Duelle gegen Darmstadt und Nürnberg. Das Knistern kann ich bereits jetzt spüren. Machen wir es halt erst spannend und dann deutlich! Los, FC St. Pauli, Aufstieg! Jetzt!

Immer weiter vor!
// Tim

MillernTon auf Twitter // YouTube // Facebook // Instagram

Wenn Dir gefällt was wir hier tun, findest Du hier die Infos dazu, wie Du uns unterstützen kannst.

Sofern nicht anders markiert, stammen sämtliche Statistiken von Wyscout.

Werbung
Print Friendly, PDF & Email

12 thoughts on “FC St. Pauli – SV Werder Bremen 1:1 – (k)ein Foul, (k)ein Handspiel, ein Punkt

  1. Danke für den treffenden Bericht. Mich interessieren ja immer die Einschätzungen zu den einzelnen Spielern. Burgstaller, Matanovic sehe ich auch so. Vor 6 Monaten hätte er die Bude zum Schluss gemacht, Matanovic kommt diese Saison einfach nicht aus dem Quark. Aremu war in der 1. Halbzeit teilw. grauenvoll schlecht- Gegenteil zur Hinserie. Mein Held nach der Einwechselung: wieder mal Adam Dzwigala!

    1. Danke für die Rückmeldung.
      Da du nicht die einzige Person mit so einer Rückmeldung in letzter Zeit gewesen bist, werden wir vermutlich ab dem nächsten Spiel mal ein wenig was Neues probieren.

  2. Moin. Wieder einmal eine tolle Analyse. Aber Aremu hat einfach ängstlich gespielt. So wird das nichts. Auch Kofis dripplings finde ich teils Fragwürdig. Makeniok draußen zu lassen ist auch ein Fehler gewesen. Aremu ist zur Zeit nicht 2 Liga tauglich.

    1. Wenn ich mir seine Ballgewinne und seinen Pass vor dem 1:0 anschaue, dann würde ich ihm die Tauglichkeit nicht absprechen. Für mich ist er der Spieler im Kader, mit dem deutlich größten Potenzial, aber er ruft halt momenten nur die defeniven Skills ab. Kommt noch.

  3. Danke, wie immer Super-Analyse. Manchmal hilft es ja, ne Nacht drüber zu schlafen, und das ein- oder andere stellt sich anders dar,manches aber eben nicht.OK, here we go: Matanovic`Schuss war super, allerdings sein Verdaddeln von Überzahlsituationen ist und bleibt ein Ärgernis. Die Entscheidung zum Handspiel ist und bleibt eine Frechheit. Wie schlecht allerdings danach verteidigt wird…Burgi trifft das Tor nicht mehr, macht eigentlich alles richtig, stellt den Körper super rein, aber dann 3 Meter links vorbei, meine Güte, ohne seine Treffsicherheit wirds echt eng.So, das Glas ist halbVOLL, jeweils einen Punkt auf Heidenheim und D98 gut gemacht, gegenüber SVW nix verloren, immer noch die Chance selber in der Hand ein gewichtiges Wort mitzusprechen, allerdings, das hast Du schön formuliert: wir müssen uns im Moment aber mal so richtig strecken, um das erforderliche Niveau zu erreichen, und genau das sollten wir dann aber jetzt auch schnellstens in jedem Spiel hinkriegen…

    1. Jupp, dem ist nichts hinzu zu fügen. Ich hoffe, dass wir die Streckung hinbekommen. In so einer Phase ist es ja auch mal wichtig, dass Du Spiele gewinnst, die Du sonst nie gewinnst, also so richtig dreckig aus 0 Chancen drei Tore machen und so. In Sandhausen dann also… hoffentlich…

  4. So, und nun hat sich der Vorstadtclub endgültig verabschiedet, es bleiben noch 5 Clubs, wovon -hab ich jetzt erst gesehen- ja schon wieder 4 gegeneinander spielen..Also, was für ne Riesenchance nächstes weekend,ein Dreier muss her in Sandhausen und ab dafür!

  5. Moin Tim, schöne Analyse wie immer….

    Allerdings fand ich unser Spiel gestern nicht so gut wie Du. Wir sind leider sehr ausrechenbar geworden, seitdem wir unsere Offensivbemühungen über die rechte Außenverteidiger-Position nach der Hannover-Pleite quasi eingestellt haben. Aufbau über Paqa, den läuft der Gegner fast durchgehend hart an. Damit werden seine Diagonalpässe in die Spitze unter Druck gespielt, die kann der Gegner gut zustellen und es fehlen Anspielstationen für die Stürmer zum Prallenlassen. Es gibt kaum noch Aktionen über unsere rechte Seite, die den Gegner zwingen, sich zügig aus ihrem Abwehrverbund zu lösen. Dazu kommt dann mit Aremu ein Sechser, der zwar Zweikämpfe gewinnt, aber im Moment einfach zu viele Bälle in unserer Vorwärtsbewegung verliert. Bremen hat die Chancen daraus in der ersten Halbzeit zum Glück liegen lassen. Ich würde mir da mal Benatelli im Mittefeld wünschen, da er einfach ballsicherer ist und sich zentral immer als Anspielstation anbietet, Irvine dazu auf der Sechs.

    Das 1:0 kam für mich eher „aus dem Nichts“ heraus und fühlte sich glücklich an. Nach dem blöden 1:1 wirkte es auch so, als wenn wir früh mit einem Remis zufrieden waren. Ich hätte da gerne die letzten zusätzlichen Prozente gesehen, das Spiel gewinnen zu wollen. Ja, es kam noch die Phase um die 80.Minute, in der wir Druck aufgebaut haben, aber die letzten Minute waren doch wieder eher pro Werder.

    Mit dem Punkt kann und muss man leben, ich hoffe nur, dass wir in Sandhausen gegenhalten, denn die werden uns wie Rostock auf die Füße treten… Und hoffentlich rutscht Burgi endlich mal wieder einer ins Tor ab.

    1. Ich fand es in der ersten Halbzeit sehr gut, abgesehen von letzten Pässen, die fast gar nicht ankamen. Aber der FCSP hat gut die Räume im Mittelfeld bespielt und war schön griffig im Pressing. Das war in der zweiten Halbzeit etwas anders. Ja, Burgi, einfach mal wieder einen reinlümmeln. Das wirkt sicher wahre Wunder.

  6. Hi Tim, danke für deinen treffenden Bericht! Ich würd den Blick nochmal noch vorne richen und glaube, dass bei der jetzigen Konstellation der Punkt gegen Werder Gold wert sein könnte.
    Nach dem Lattenschuss von Duksch kurz vor Schluss bin ich froh, dass wir nicht mir leeren Händen aus dem Spiel gegangen sind. 1. Werder ist uns nicht enteilt. 2. Wir sind aus den Top5 die einzigen, die nicht in einem direkten Duell stehen. Je nach Ausgang der kommenden Partien (ich setze da einen Sieg von St. Pauli mal voraus) besteht die Möglichkeit, dass der Druck auf einigen Teams, oben dranzubleiben, bereits gehörig ist. Uns was Druck ausmacht, zeigt der Nachbar aus St. Ellingen immer wieder. Ich glaube daran, dass, wenn wir in Sandhausen gewinnen, wir mindestens 3. werden. LG Krille

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.