Hansa Rostock – FC St. Pauli: Alte Liebe rostet nicht

Hansa Rostock – FC St. Pauli: Alte Liebe rostet nicht

Dass die Beziehung zwischen dem FC St. Pauli und Hansa Rostock (k)eine Lovestory ist, hatten wir ja schon mal. Eine persönliche „Ambivalenz“ im Blick auf den FCH gibt es dementsprechend auch für unseren Gastautoren.
Titelbild: Peter Böhmer

Gastartikel und Erlebnisbericht von Finn de Rella

Die Meinungen zum FC Hansa Rostock dürften in der braunweißen Welt nicht allzu weit auseinander driften. Mein Verhältnis zum FCH würde ich dennoch als ambivalent bezeichnen. Das im Zusammenhang dieser Begegnung nicht selten verwendete Sprichwort „Alte Liebe rostet nicht“ ist für mich mehr als ein Hinweis auf Spielplatz-Pyroshows oder schlechte NDR-Filme. In diesem Blog-Beitrag versuche ich, der Sache auf den Grund zu gehen.

Um besagte Ambivalenz verstehen zu können, muss ich zwei Dinge vorausschicken. Im Jahr der Wende 1989 geboren, wuchs ich im unmittelbaren Grenzgebiet Westdeutschlands zur ehemaligen DDR auf. Keine zehn Kilometer musste ich zurücklegen, um die Grenze nach Nordwestmecklenburg zu passieren. Zugegeben: Aus dem halben Jahr von meiner Geburt bis zum Mauerfall habe ich logischerweise keinerlei Erinnerungen ans geteilte Deutschland. Die Mauer in den Köpfen existierte in den Folgejahren dennoch – womöglich war diese sogar weitaus höher und unüberwindbarer, als es die tatsächliche Grenze trotz zielsicherer Wachposten jemals hätte sein können.

Vielleicht ist es gerade die räumliche Nähe zum ehemaligen Osten, die uns Wessis uns noch einmal mehr von denen da drüben abgrenzen ließ.
Lasst es mich mal ganz plakativ darstellen: der Terminus „Ossi“ war für mich als westlich sozialisiertes Kind und auch noch als Jugendlicher in etwa gleichbedeutend mit „Idiot“ oder ähnlichen Begriffen, die einem Menschen wahlweise Intelligenz oder Bildung absprechen. „Ossi“ war stets der, den man aufgrund seiner vermeintlichen Blödheit, die mit dem Dialekt auch auditiv unterstrichen wurde, belächelte. Ab an die Ostsee ins Salzwassä!

Ostseestadion: Mein erstes Mal

Knapp vier Jahre bevor ich erstmals am Millerntor war, besuchte ich im November 1999 das alte Ostseestadion. Zu Gast war der Hamburger SV, die Partie endete 3:3. Es war ein Geschenk meines Patenonkels, der bei Parchim Ferienwohnungen besaß, in denen unsere Eltern mit uns Kindern ziemlich oft Urlaub machten und wir so Land und Leute besser kennen zu lernen Gelegenheit hatten. Herzlich waren sie, diese Ossis. Weitaus herzlicher, als wir im „freien Westen“. Und das trotz völlig heruntergekommener Landstriche und Graubeton-Wüsten. Aber hier leben – nein danke! Zurück ins alte „OS“ – das war mal ein Bauwerk! Man saß auf Beton, der sich bereits nach oben wölbte. Aus den Betontraversen spross das Unkraut. Auf dem Weg zum Stadion, dessen markante und bis heute konservierten Flutlichtmasten schon von weitem den Weg zum Tempel ebneten, fiel mir, gerade zehn Jahre alt, ein besoffener Hansa-Fan rückwärts vor die Füße. Neben dieser kurzen Sequenz blieben mir vor allem die Gerüche in Erinnerung: Bier, Glühwein, Bratfett! Je näher wir dem Ort des Geschehens kamen und je enger es wurde, desto nervöser wurde mein Vater, seinen Sprössling zielsicher und möglichst unbeschadet durch die wabernden Massen zu geleiten. Die Stimmung im ausverkauften Ostseestadion war genial, die FC-Hansa-Hymne der Puhdys kann ich noch heute textsicher mitgrölen. Und wenn jemals eine Vereinshymne besser sein könnte als jene der Puhdys – tja dann kann die Antwort höchstens „Hansa forever“ heißen.

Und trotzdem. Nachhaltig kleben blieb ich dort mitnichten. Rostock lag für mich schließlich im Ausland und deren Publikum vermochte es nicht, den Wunsch eines baldigen Wiedersehens auszulösen. Zwar wurde dem Volksparkstadion zu jener Zeit noch wesentlich öfter ein Besuch abgestattet. Kleben blieb ich aber erst am Millerntor im Jahre 2003. (Gastartikel von Finn zu 20 Jahre USP)

Der Abstieg in die Regionalliga wurde besiegelt, es ging für vier lange Jahre herunter in die damalige 3. Liga. Und Hansa? Hat sich nunmehr seit einigen Jahren in der Bundesliga etabliert und mit Jari Litmanen meinen Lieblingsspieler aus FIFA 99 an den Ostseestrand gelotst.

Die Neuzeit

Schnitt – wir springen ins Jahr 2008! Der FC St. Pauli stieg voriges Jahr auf und ist endlich wieder Zweitligist. Hansa Rostock hingegen hat seine besten Jahre hinter sich und stieg ab in die 2. Liga. Was das hieß, war klar: Sankt Pauli trifft erstmals nach sechs Jahren wieder auf Hansa Rostock. Für mich, der sich mittlerweile in der Fanszene des FCSP festgefahren hat, das erste Aufeinandertreffen mit dem unbekannten Feind, gegen den es letztmals in der Bundesliga 2001/02 ging. Man musste sich seinerzeit auf die alten Geschichten verlassen, die ältere St. Paulianer aus den Neunzigern und vom bis dato letzten Duell in der Saison 2001/02 zu erzählen hatten. Denn schon damals war das Spiel für beide Seiten ein besonderes. Als Empfehlung sei euch eine kurzweiliger NDR-Bericht über die Rivalität auf YouTube verlinkt, in dem Protagonisten beider Seiten zu Wort kommen.

Die Erwartungen an die Duelle mit Hansa in der Saison 2008/09 waren riesig. Die gesamte Fanszene war wie elektrisiert auf das Kräftemessen mit dem FCH. In beiden Fanszenen hatte sich seit 2002 eine Menge getan. Die Ultrà-Kultur hielt deutschlandweit in immer mehr Stadien Einzug. Im Jahr 2001 gründeten sich die Suptras Rostock beim FC Hansa, ein Jahr später folgte am Millerntor die Gründung von Ultrà Sankt Pauli. Beide Gruppen bestehen noch heute und dürfen zweifelsohne als renommiert und arriviert betrachtet werden.

Viele blaue Schals, auf den meisten steht "Scheiss St. Pauli". Davor ein junger Mann auf dem Zaun mit Megaphon.
„Eis St. Pauli!“
// (c) Martin Rose / Bongarts / Getty Images via OneFootball

Rostock Away, 2008

USP war im Sommer 2008 bereits sechs Jahre alt, stampfte zuvor die selbstverwaltete Südkurve aus dem Boden und erfreute sich eines immer größer werdenden Umfelds, zu dem auch ich mich zählte. „Alle nach Rostock!“ war überall im Viertel zu lesen, als das Auswärtsspiel am Freitagabend, den 26. September 2008, näher rückte. Der Fanladen hatte einen Sonderzug organisiert und die Vorfreude auf Rostock war unglaublich groß. Mit meinen damals 19 Lenzen befand ich mich nun ohnehin in einer Phase der permanenten Zündung. Die zu erwartende Action war viel mehr Triebfeder meiner freudigen Erwartung, als ein womöglich ansehnliches Fußballspiel.

Bis auf die legendäre Pinkelpause in Bad Kleinen können wir uns die Sonderzugfahrt schenken und direkt zum Wesentlichen kommen. Der Zug hatte gerade am Bahnhof Parkstraße gehalten, die Insassen sich zum Mob formiert, da ging es schon los. Alles, was nicht niet- und nagelfest war, regnete aus den angrenzenden Vorgärten auf uns herab. Steine, Flaschen, ja sogar Dreiräder wurden durch die Luft geschleudert. Den steilen Aufgang hin zur direkten Konfrontation wagten nicht wenige, die Schwerkraft verhinderte jedoch einen Schlagabtausch – vorerst.

Die etwa 50 Hanseaten aus den Gärten wurden mit Ausnahme des Capos (der sollte die Massen ruhig stellen, siehe „Blickfang Ultrà“ Ausgabe Dezember 2008) direkt einkassiert und erst spät nach dem Spiel wieder freigelassen. Unser Mob marschierte derweil selbstbewusst von der Parkstraße bis zum Ostseestadion. Dass wir seither in Shuttlebussen eskortiert werden oder aber, wie ein Jahr später, im abgeriegelten Polizeikessel herumtrotten, dürfte nicht zuletzt im Fanmarsch 2008 begründet liegen. Wir waren keinen Meter gegangen, da flog bereits die erste aus der Verankerung gerissene Mülltonne auf einen pöbelnden Hansa-Fan. Ein paar Meter weiter flogen die Fäuste vor der „Klause des Westens“. Den gesamten Marsch entlang war die Luft zum Schneiden. Schwadronieren Medien landauf landab von „bürgerkriegsähnlichen Zuständen“ – hier hätten sie ihre Berechtigung gehabt. Ein Kilometer lang absolute Freakshow mit einem Witz von Polizeibegleitung. Ich fühlte mich in diesem Mob unverwundbar und wahrscheinlich ging es allen, die damals dabei waren, sehr ähnlich. Nicht zuletzt der in der damaligen Gazzetta D’Ultrà erschienene Bericht vom Spiel bestätigte das in emotionaler Wortwahl. Zu den Geschehnissen hieß es damals unter anderem: „Niemand mehr in diesem kalten Land fickt die Fans des FC Sankt Pauli! Niemand!“

Seinen vorläufigen Höhepunkt fand der Tag schließlich direkt vor dem Stadion. Als der braun-weiße Mob zur Eishalle einbog, warteten hinter dem Gitterzaun (damals noch ohne Sichtschutz) hunderte Hansa-Fans. Sankt Pauli rannte drauf zu und es entwickelte sich eine einzige Flugshow von Wurfgeschossen aller Art, die immer wieder hin und her und her und hin über die Zäune flogen. Es war ein Moment puristischer Fußball-Poesie: Da steht dieses vom Flutlicht beleuchtete Ostseestadion vor dem malerischen Sonnenuntergang an jenem milden Freitag im Spätsommer, dessen Abendhimmel von tausenden umherfliegenden Flugobjekten garniert wird. Überall klirrt und klatscht es, dazu Geschrei. Locker über 15 Minuten zog sich dieses wilde Spektakel, ehe die Polizei schaltete, die Action beendete und die beiden Streithähne schließlich ins Stadion entließ.

Rostocker Fans auf der Tribüne in der Nähe des Gästeblocks. Die Polizei versucht, diese zurückzudrängen.
Rostock, Ostseestadion, 26. September 2008 – in der Nähe des Gästeblocks.
// (c) Stuart Franklin/Bongarts/Getty Images via OneFootball

Auf dem Rasen wurde Hansa Rostock seiner Favoritenrolle gerecht und gewann das Spiel verdient mit 3:0. Auf Hansa-Seite gab es die „Wann? Wo? Wie viele?“-Tapete in unsere Richtung, welche zur Fortführung der Action nach Spielende einlud. Nach Abpfiff machten sich rund 50 Mecklenburger von der Südtribüne auf in Richtung Gästeblock, um an der Plexiglasscheibe ungestört Nettigkeiten auszutauschen. Auch hier lohnt sich ein Blick in den damaligen Gazzetta-Spielbericht – auch wenn die folgenden Formulierungen heutzutage so wohl nicht mehr abgedruckt werden würden. Als zeitgeschichtliches Dokument seien sie der Vollständigkeit halber hier dennoch zitiert, weil sie die damalige Gefühlslage für mein Empfinden authentisch abbilden.

Darin heißt es: „Einige von uns haben sich blutige Hände geholt oder ein Wurfgeschoss abgekriegt, sicher. Doch unvergesslich bleiben die Bilder. Die brennende Steinar-Jacke, die über den Zaun auf die Rostocker segelt. Der geglückte Schlag in die eben noch feixende Nazi-Fratze. Der entsetzte Gesichtsausdruck einer anderen Nase, als ihm klar wurde, dass das was gerade seine Visage herunterläuft kein Lübzer Pils, sondern Sankt Paulianischer Urin ist.“

Auf der Straße ließen Hansa-Fans bis zur Abfahrt unseres Sonderzuges nichts unversucht, nochmal an uns heran zu kommen. Als Ersatzgegner musste schließlich die Polizei herhalten, was ein enormes Medienecho hervorrief.

Sako, Hoilett, Deniz Naki und die persönliche Ambivalenz

Einer unspektakulären Rückfahrt folgte im März 2009 ein sportlich denkwürdiges Rückspiel (3:2 nach 0:2) und im selben Jahr eine ähnlich spektakuläre Auswärtsfahrt (Naki), ehe anschließend zumindest in Hamburg vorerst nichts mehr sein sollte, wie es war. Doch darum soll es in diesem Beitrag nicht mehr gehen. Viel mehr gilt es, abschließend abermals den Bogen zu spannen zur eingangs erwähnten Ambivalenz meinerseits zum FC Hansa, der für mich persönlich das weitaus größere Feindbild darstellt als der HSV. Es gibt für mich im Grunde nichts Schöneres, als in Rostock die Gästekurve zu betreten und von allen Seiten ohrenbetäubende Hassgesänge entgegen zu nehmen. Wenn von allen Tribünen ein geharnischtes „Scheiß St. Pauli“ durchs Ostseestadion knallt und der pure Hass spürbar wird, schließe ich die Augen, atme tief ein und könnte glücklicher nicht sein. Es kann in diesem Moment keinen schöneren Ort geben, als die braun-weiße Gästekurve.

Neidlos anzuerkennen gilt es überdies, wie sehr Hansa-Insignien den Raum zwischen Hamburg und Berlin – und somit im Groben das Einzugsgebiet des gesamten Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern und darüber hinaus – beherrschen. Dabei ist es egal, aus welcher Richtung man die Grenze zu MV passiert und ob du dich auf Autobahnen oder Landstraßen fortbewegst. Dass du dich im Feindesland befindest, schreit dir jeder Laternenpfahl, jede Ampel und jeder Stromkasten lauthals ins Gesicht. Keine 50 Meter vergehen, in denen nicht blau-weiß-rote Farbe, Aufkleber oder wahlweise aufwendige Graffiti die Landschaft „verschönern“. Mag das Dorf noch so klein und unbedeutend sein – hier prangen noch an jeder gottverlassenen Scheune Hansa-Glorifizierungen oder eben stumpfer „Pauli-Hass“. Hier kommt dem FCH natürlich zu Gute, im Einzugsgebiet weitestgehend konkurrenzlos unterwegs zu sein, weil die nächste ernstzunehmende Fanszene außerhalb eines rund 200 Kilometer großen Radius beheimatet ist.

Neben der räumlichen Nähe zur Hansa-Zone, die persönliche Berührungspunkte unausweichlich machte, sind es doch vor allem zwei Begegnungen, die mich nachhaltig prägten.
Geburtsvorbereitungskurs 2011 – im Fahrstuhl zum Kreißsaal steht mir plötzlich ein Hansa-Hauer vom alten Schlag wie er im Buche steht gegenüber. Glatze, North Face, Bauchtasche mit HRO-Greif, Joggä und New Balance. Nach anfänglichem Beäugen und innerer Ablehnung stand die baldige Erkenntnis, dass auch da drüben unglaublich herzliche Menschen ihr Unwesen treiben. Wie es der Zufall wollte, teilten sich unsere Frauen das Krankenhauszimmer, unsere Töchter gingen in denselben Kindergarten, auf das selbe Gymnasium und schließlich in die selbe Klasse. Noch dazu trugen wir zeitweise dasselbe Trikot im Amateurfußball und standen gemeinsam auf dem Platz.
Und schließlich heiratete meine Schwester einen Ossi, dessen bester Kumpel nun ausgerechnet Hansa-Ultrà der ersten Stunde sein musste, sowie einer jener erwähnten 50 Inhaftierten von der Parkstraße 2008 war. Nach anfänglichen „Startschwierigkeiten“ entwickelte sich auch hier ein von gegenseitiger Wertschätzung geprägtes Verhältnis, bei dem am Ende die Erkenntnis steht:
„Hass hat immer auch etwas mit Respekt zu tun!“

Sankt Pauli und der FCH – alte Liebe rostet nicht!
// Gastartikel von Finn de Rella (BlueSky, Instagram, Twitter)

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11 thoughts on “Hansa Rostock – FC St. Pauli: Alte Liebe rostet nicht

  1. Tja, wie heißt es so treffend in einem Tocotronic-Song:

    Und alles was wir hassen
    seit dem ersten Tag
    wird uns niemals verlassen
    weil man es eigentlich ja mag

    🙂

  2. Als Hansafan muss ich gestehen: Toller Bericht!!

    Mein erstes Spiel in dieser Historie war auch das 2008 in Rostock.
    Das spätere Auf und Ab „zwischen uns“ habe ich dann auch live miterlebt und St Pauli immer leidenschaftlicher gehasst…

    Und heute zählen doch auch Paulianer zu meinen engeren Freunden.

    Viel Spaß im Ostseestadion bei eurer ersten Saisonniederlage 😘

  3. Dass hier ein Gastautor u.a. als eine Art lustige Anekdoten erzählt, wie Gewalt ausgeübt wird… Finde ich nicht so toll. Egal gegen wen…

    Das Ende des Textes ist dagegen eine sehr sympathische und schöne Wendung.

    1. Da bin ganz bei Dir und es ist in meinen Augen auch keine“Fußball-Poesie“. Es ist einfach nur dumm. Und der Grund, warum ich niemals mehr nach Rostock fahren würde, obwohl ich es gerne möchte. Das Prinzip der Gewaltfreiheit für das wir mal eingestanden sind, gilt schon lange nicht mehr auf St.Pauli und deshalb können wir auch nicht sagen, dass unsere Fanszene irgendwie besser wäre als irgendeine andere hier im Land. da können wir Becher spenden und Brunnen bauen so viel wir wollen.

      1. Es ist ja immer wieder Thema, daher hier einmal genauer nachgefragt:
        In welchem Jahrzehnt soll denn dieses „Prinzip der Gewaltfreiheit“ bei uns gegolten haben?

        Ende der 80er wurde Rechte am Millerntor aus der Kurve geprügelt – die gingen nämlich nicht freiwillig.
        Und seitdem gab und gibt es immer wieder Menschen, die sich auch körperlich gegen Rechte (jetzt halt von anderen Vereinen) wehren.
        Es mag aktuell aggressiver und aktiver von unserer Seite aus sein und dies ist auch ein Thema, welches man behandeln muss – aber „Gewaltfrei“ war diese Szene nie und das sollte sie imho auch nie sein.

        1. Ich mag Fußball und würde es am liebsten sehen, wenn sich die Randgruppen nicht im Stadion, sondern irgendwo anders gegenseitig die Fresse polieren. Das Heiligengeistfeld würde sich anbieten, aber bitte nicht, wenn gerade ein Heimspiel läuft.

          1. Was ja keine Antwort auf meine Frage ist… und wie schon erwähnt, wäre der FCSP dann heute nicht der gleiche Verein, wenn man Ende der 80er auf Gewalt verzichtet hätte.
            Klar, man kann sich immer was wünschen – aber die Realität komplett auszublenden hilft ja nicht.

  4. es ist schade dass dieser verein so durchsetzt von hools und faschos ist. ich kenne, genau wie du, viele sehr nette und politisch korrekte menschen, die diesem verein seit kindertagen anhängen. leider gehen die inzwischen alle nicht mehr ins stadion oder fahren auswärts, aus gründen….

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