Lage am Millerntor – 27. April 2026

Lage am Millerntor – 27. April 2026

Der FC St. Pauli verliert in Heidenheim, die U23 steht nach der Niederlage gegen 96 mit einem Bein in der Oberliga. Aber: es gab auch gute Nachrichten, u.a. von der 1. Frauen und vom Basketball. Die Lage am Montag.

FC St. Pauli

1. FC Heidenheim

Sprechen wir das Offensichtliche aus: Wenn man in so einer Saisonphase und bei dieser Tabellenkonstellation 2:0 beim Tabellenletzten verliert, steigt man im Fall der Fälle zu Recht ab.
Ebenso gilt: Noch sind wir nicht abgestiegen. Also weiter.

Beginnen wir die Aufarbeitung, zunächst einmal die spätabendliche Schreibtherapie von Tim in Form eines Kommentars:

Nicht viel angenehmer zu lesen (eher im Gegenteil) dann der Spielbericht, veröffentlicht am frühen Sonntag:
„Auf allen Ebenen nicht genug“

Aber wie schon eingangs geschrieben, aufgeben wäre jetzt ja auch Quatsch. Immerhin stehen wir noch auf einem Relegationsrang und Wolfsburg spielt auch nicht gerade die Sterne vom Himmel. Und überhaupt: Nirgends stehen so viele sich übergebende Pferde vor Apotheken wie im Fußball (siehe „Zu guter Letzt“). Schauen wir also noch darauf, was Nike im Stimmen und Statistiken-Artikel zusammengetragen hat:
„Es gilt jetzt, uns zusammenzuraufen und neu zu fokussieren“ – so nämlich!

Weitere Links
  • Highlights: Sportschau
  • Bericht: Millernstrain
    (Ich verbleibe mit der Hoffnung, dass ein Heimsieg am Sonntag auch wieder Spaß am Schreiben bereitet, sodass ich auch nächste Woche wieder verlinken kann. Und auch wenn nicht: Beste Grüße!)
  • Bericht: Übersteiger
  • Bericht und Fotos: fcstpauli.com
  • Stimmen zum Spiel: fcstpauli.com

Abdoulie Ceesay

Schon vor dem Wochenende hatte Abdoulie Ceesay der Seite BuliNews.com ein Interview gegeben. Themen waren unter anderem seine überschaubare Einsatzzeit in den eineinhalb Jahren beim FCSP, der große Unterschied zwischen Profifußball in Estland und der Bundesliga und seiner persönlichen Anpassung an dieses Level.

Lage der Liga

Freitag
Samstag
Sonntag
Die Tabelle

„Auswärtsniederlagen beim Tabellenletzten“. Sollte es dafür jemals einen Eintrag in einem Lexikon geben, darf daneben gerne das Vereinswappen des FC St. Pauli als Symbolbild platziert werden.
Was oftmals einfach nur frustrierend und ärgerlich ist, war dieses Mal ein echter Tiefschlag, in einer Saisonphase, in der man sowas kaum noch reparieren kann. Statt den 1. FC Heidenheim in die 2. Liga zu verabschieden, hat man sich selbst mit einer Schuhlänge bereits in diese begeben. Der FCH ist nun nur noch vier Punkte weg, auch Wolfsburg ist bis auf einen Punkt herangerückt.
Good news hingegen von oben: Sowohl der HSV als auch der 1. FC Köln blieben in „nur“ fünf Punkten Entfernung. Dies ist bei nur noch drei Spielen allerdings leider auch ne ganze Menge.

FC St. Pauli von 1910 e. V.

Regionalliga Nord (m/w)

1. Frauen mit 3:1-Sieg gegen SC Victoria

Tabellarisch immens wichtig, für den Kopf sowieso. Die 1. Frauen holen einen Sieg im Sechs-Punkte-Spiel gegen den SC Victoria und gewinnen verdient mit 3:1 (1:0). Lediglich eine kurze Schwächephase in der zweiten Hälfte leistete man sich, in dieser fiel auch der zwischenzeitliche Ausgleich. Doch durch die Tore von Madeline Gieseler (14. Minute, bei ihrem Startelfdebüt), Linnea Taube (67.) und Linda Preuß (89.) konnten die Punkte fünf, sechs und sieben aus den letzten drei Spielen eingefahren werden. Detaillierter Spielbericht des Teams folgt.

In der Tabelle bedeutet dieser Sieg alles leider keine Entwarnung, die anderen Ergebnisse aber machen ihn umso wichtiger. Ziemlich überraschend gewann nämlich der TSV Barmke mit 4:3 gegen den SV Henstedt-Ulzburg, Werder II holt zudem bei ATS Buntentor zumindest ein Unentschieden.
Somit steht der FCSP mit 19 Punkten zwar auf Rang 8, Werder (17), Barmke (17) und Victoria (16) sind aber noch in Reichweite und belegen bereits zwei Abstiegsplätze.

Weiter geht es am kommenden Sonntag. Gegen den Tabellenletzten SV Hastenbeck wird erstmals eine neue Spielstätte aufgesucht. Es geht um 13.00h an die frühere Heimat der U23, den Sternschanzenpark. Grund hierfür ist natürlich das Profispiel gegen Mainz um 15.30h, aufgrund dessen die FeldArena nicht nutzbar ist.

U23 verliert mit 0:1 gegen Hannover 96 II

Fußballfans und Aberglaube, ist ja so ne Sache.
Als ich zuletzt aufgrund terminlicher Nöte statt eines Auswärtsspiels der Profis ersatzweise nur die U23 live schauen konnte, gewannen wir im DFB-Pokal bei Borussia Mönchengladbach und ich erfreute mich am Ticker. Dies wollte ich wiederholen, sattelte also das Rad und fuhr nach Norderstedt.
Neben mir versammelten sich noch 99 weitere Unentwegte im Edmund-Plambeck-Sportpark – und so einige dürften sich gefragt haben, ob das tatsächlich eine gute Idee für den Samstagnachmittag gewesen war.

Am Ende stand eine verdiente 0:1 (0:1)-Niederlage gegen Hannover 96 II, bei der die Gäste insgesamt auch mehr vom Spiel hatten. In der zweiten Halbzeit gab es immerhin zwei Großchancen für den FCSP, von der aber leider keine verwandelt wurde.
Tabellarisch zwar eine Katastrophe mittelschweren Ausmaßes, die aufgrund der Niederlagen von Altona 93 (1:3 bei Drochtersen/Assel), Eintracht Norderstedt (0:2 beim Bremer SV) und BW Lohne (0:4 gegen Meppen) aber auch noch schlimmer hätte ausfallen können. Das Team, welches man allerdings eigentlich noch überholen wollte, der HSC Hannover, gewann mit 1:0 gegen den VfB Lübeck und hat so jetzt vier Punkte Vorsprung. Etwas dichter ist somit nun der eigene Vermieter gerückt, Eintracht Norderstedt hat „nur“ drei Punkte (und sechs Tore) Vorsprung.
Jetzt sind es noch vier Partien – was immerhin auch ein gutes Zeichen ist. Denn sowohl Norderstedt als auch der HSC haben nur noch drei Spiele. Komplettes „Do or Die“-Spiel bereits am kommenden Samstag, da geht es zum punktgleichen Altona 93 an die Adolf-Jäger-Kampfbahn.

Handball

44:23 (21:12) lautete der Endstand beim letzten Ligaspiel der 1. Männer in der Oberliga gegen HT Norderstedt. Damit ging man zwar für eine Nacht wieder an die Tabellenspitze, am Sonntag aber machte der Ahrensburger TSV erwartungsgemäß Meisterschaft und Aufstieg mit einem Heimsieg gegen Quickborn klar, der FCSP beendet die Saison als Zweiter.

Die Durchführungsbestimmungen der Oberliga geben jetzt Entscheidungsspiele gegen einen Vertreter aus Schleswig-Holstein her, um den letzten freien Platz in der Regionalliga auszuspielen. In Schleswig-Holstein allerdings stehen noch zwei Spieltage aus, aktuell läuft es auf ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen TSV Weddingstedt und der HSG Holsteinische Schweiz raus.
Zumindest wurde mir der Wunsch der 1. Männer bestätigt, aufsteigen zu wollen. Ob dies jetzt einfach passiert oder man dafür nochmal spielen muss, werden wir hier berichten.

Schach

Es gibt noch Wettbewerbe, in denen der FC Bayern München trotz Teilnahme nicht gewinnt, fantastisch. Glückwunsch also an den SC Viernheim, der mit 15 Siegen aus 15 Spielen absolut souverän Deutscher Meister wurde. Der FC St. Pauli rutschte am Ende noch auf Rang 12 (von 16 ab) der Klassenerhalt stand ja aber schon frühzeitig fest. Am Abschlußwochenende in Berlin gab es drei Niederlagen, gegen den Hamburger SK (1.0 zu 7.0), SV Deggendorf (3.0 zu 5.0) und eben Bayern München (1.5 zu 6.5).
Mit dem zweiten Klassenerhalt in Serie aber hat man etwas erreicht, was die Fußballer noch vor sich haben… // SchachBundesliga.de

Basketball

Was für ein Tag, gestern in der Buda-Hölle!
Den Tag eröffneten die 2. Herren, die den Aufstieg aus der Bezirks- in die Stadtliga eintüteten. Nach weiteren Spielen der 3. Herren (Kreisliga) und 2. Damen (Bezirksliga), die abteilungsuntypisch einfach noch ein weiteres Jahr in der gleichen Liga bleiben, kam es dann zum Spiel des Tages.

Die 1. Herren spielten in einem echten Endspiel gegen die punktgleiche BG Harburg-Hittfeld – der Sieger steigt in die Regionalliga auf. Die knallvolle Halle gab alles, am Ende stand ein 84:72-Heimsieg, der tatsächlich im vierten Jahr des Bestehen des Teams den vierten Aufstieg sicherte.
Wahnsinn, herzlichen Glückwunsch! Nächste Saison also Regionalliga!
Zum Abschluss des Tages spielte dann noch die 1. Damen, deren Aufstieg in die Oberliga schon feststand. Mit einem 56:34 gegen TSG Bergedorf wurde aber auch noch die Meisterschaft der Stadtliga eingetütet. Auch hier herzlichen Glückwunsch und viel Erfolg in der Oberliga!

Rugby

Im Derby beim Hamburger RC gab es am Samstag eine 32:20 (12:05)-Niederlage für die 1. Herren. Damit schließt man die aus sieben Teams bestehende und nach der Ligareform neu formierte 2. Bundesliga Nord/Ost auf Rang 4 ab.

Hamburg Marathon

Hier könnte jetzt eine kurze Notiz zu einem Fabel-Weltrekord in London stehen – aber bleiben wir doch lieber bei uns. Über 100 Menschen liefen gestern laut offizieller Ergebnisliste mit verschiedenen Benennungen für den FC St. Pauli beim Hamburg Marathon mit, viele weitere auch beim Halbmarathon oder in der Staffel. Großen Respekt an alle, die überhaupt den Aufwand der Vorbereitung auf sich nehmen, riesigen Glückwunsch an alle, die die Strecke dann erfolgreich beenden können.

Stellvertretend für viele weitere, die dies gestern geschafft haben, sei hier Anke Kleinemeier erwähnt, die wir in unserer Monatssendung zum „Lauf gegen Rechts“ zu Gast hatten, die die Strecke in 4h20m14s bewältigte und damit Platz 24 in ihrer Altersklasse belegte. Auch Thorsten Visbal, seit langem in der Fanszene aktiv, beendete den Lauf in grandiosen 3h53m53s. Und schließlich sei noch Medienchef Patrick Gensing genannt, der bereits nach 3h31m12s die Ziellinie überquerte.

Patrick Gensing (FC St. Pauli) beim Hamburg Marathon am 26.04.2026. // (c) Andreas Tolksdorf
Patrick Gensing (FC St. Pauli) beim Hamburg Marathon am 26.04.2026. // (c) Andreas Tolksdorf

Fanszene-News

Ständiger Fan-Ausschuss

Die Infos des StFA für das erste Quartal sind erschienen. Bezüglich des beim letzten Mal veröffentlichten respektlosen Umgangs mit dem Fanräume-Saal, erhofft man sich nach der großen Anzahl an Reaktionen Besserung. Dieses Mal wird das Thema Becherwürfe aufgegriffen, außerdem wird auführlich auf die IMK und die Stadionverbotsrichtlinie eingegangen. // Fanladen

Döntjes

2. Liga-Watch

Aufatmen im Tabellenkeller: Wichtige Siege im Abstiegskampf für Fortuna Düsseldorf (3:1 gegen Dresden), Eintracht Braunschweig (2:0 beim 1. FC Kaiserslautern), Arminia Bielefeld (3:2 bei Preußen Münster), Holstein Kiel (1:0 bei Hertha BSC) und den VfL Bochum (2:1 gegen Fürth).
Doch wo Freud ist, ist meist auch Leid: Preußen Münster (28 Punkte) hat als Tabellenletzter jetzt fünf Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz. Diesen belegt aktuell der 1. FC Magdeburg, punktgleich mit der SpVgg Fürth, die somit knapp unterm Strich steht.

An der Tabellenspitze steht Schalke 04 kurz vor der Rückkehr ins Oberhaus. Beim Tabellenzweiten SC Paderborn drehten die Knappen einen 2:0-Rückstand noch in einen 2:3-Auswärtssieg und haben drei Spieltage vor Schluss sieben Punkte Vorsprung auf Hannover 96, welches aktuell den Relegationsrang belegt.

VAR-Ärger

Ich sag mal so: Fabian Reese wird kein Freund des VAR mehr. Aktueller Grund dafür sind zwei Entscheidungen am Sonntag im Spiel von Hertha BSC gegen Holstein Kiel. Es begann schon in der 2. Minute, als Kiels Führungstreffer aufgrund eines Fuß-Abseits im Vorfeld bei einem Pass nach außen vom VAR einkassiert wurde. Knapp… aber so ist die Regel.
Noch knapper dann ein Zehenspitzenabseits in der Nachspielzeit der 1. Hälfte. Was daran allerdingsnoch diskutabler ist, war der Zeitpunkt. Denn diese sehr knappe Abseitsstellung ereignete sich bei einer Flanke, die per Kopf klar nach außen geklärt wurde. Erst im weiteren Verlauf kam es dann zu weiteren Angriffsbemühungen und einem Torschuss, nach dem es dann zum gepfiffenen Foulspiel und dem Strafstoß kam. Die Begründung hierbei lautet, dass es sich um keine kontrollierte Abwehraktion gehandelt habe. Puh… // Highlights

Auch aus Karlsruhe kam keine Liebe für den VAR. Zunächst hätte dort gerne Hannover 96 einen Strafstoß bekommen – dem klaren Handspiel (welches in realer Geschwindigkeit nur schwer zu erkennen war und das daher auch nicht geahndet wurde) ging allerdings eine Abseitsstellung voraus, kein Elfer. Den hätte dann der KSC einige Minuten später gerne für ein Foul an Wanitzek gehabt, die Pfeife blieb aber stumm und der VAR griff nicht ein.
Am meisten Ärger (zumindest in meiner (sehr kleinen) KSC-Bezugsgruppe) verursachte dann aber eine Szene, als das Spiel beim Stand von 1:2 und mit quasi abgelaufener Nachspielzeit eh schon durch war. Zunächst greift der VAR bei einem Foul von KSC-Keeper Bernat ein und entscheidet auf Elfmeter. Doch damit nicht genug: Bernat hält den Strafstoß, mit inzwischen längst abgelaufener Nachspielzeit läuft noch ein Konter… und dann meldet sich der VAR nachträglich erneut und lässt den Elfmeter wiederholen, weil Bernat die Linie zu früh verlassen hatte. Ein „Finale Entscheidung: Abpfiff!“ wäre hier die nicht ganz regelgerechte aber dennoch vielleicht „fußballerische“ Entscheidung gewesen. // Highlights

Stadionverbote Dynamo

Wie der MDR berichtet, hat Dynamo Dresden nach den Vorfällen beim Heimspiel gegen Hertha BSC jetzt als ersten Schritt der Aufarbeitung 69 Stadionverbote ausgesprochen. Von den 214 Personen, die die Polizei aus beiden Fanlagern als an den Auseinandersetzungen beteiligt identifiziert hätte, kommen 120 aus Dresden und eben diese 69 wurden als Stadiongänger identifiziert. (Ich frage mich schon, was die anderen 51 denn so machen und warum man deren Stadionbesuch offenbar für eher nicht wahrscheinlich hält, aber das ist vielleicht auch nicht mein Problem.)

3. Liga-Watch

Was im „Neues von den Alten“-Bereich an mir komplett vorbeigegangen war: Khvicha Shubitidze ist inzwischen Interimstrainer bei Erzgebirge Aue. In dieser Funktion musste er am Samstag den jetzt auch rechnerisch feststehenden Abstieg zur Kenntnis nehmen. Aue steigt zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte in die 4. Liga ab.
Mit acht Punkten Rückstand steht der rechnersiche Abstieg für den TSV Havelse und den SSV Ulm unmittelbar bevor. Havelse sprang diesem mit kuriosem Last-Minute-Siegtreffer gegen Stuttgart II noch gerade so von der Schippe.

Oben verloren sowohl der MSV Duisburg (3:1 in Aachen) als auch Hansa Rostock (2:5 gegen Regensburg), sowie einigermaßen sensationell auch Rot Weiss Essen, trotz früher Führung an der Hafenstraße gegen den 1. FC Saarbrücken (1:2). Nutznießer dieser Ausrutscher ist in erster Linie Energie Cottbus, das damit auf Rang 2 sprang.
Noch weiter oben steht der VfL Osnabrück mit Timo Schultz und Robin Meißner. Nach dem 2:1 (0:1) gegen den SC Verl mit emotionalem Siegtreffer in der Nachspielzeit, steht der VfL mit neun Punkten Vorsprung bei nur noch drei Spielen vor der erneuten Rückkehr in die 2. Liga.

Regionalliga-Watch

Ein kurzer Überblick über die Aufsstiegssituation in die 3. Liga.
Beginnen wir mit den nach wie vor leider nötigen Aufsstiegsspielen, welche dieses Jahr die Vertreter der Regionalligen Nordost und Bayern bestreiten. Diese Spiele sind für den 21. Mai (Donnerstag) und 25. Mai (Montag) bereits terminiert, der Vertreter aus Nordost hat im Hinspiel Heimrecht.

Nordost

Im Osten sah es lange nach Lok Leipzig als sicherem Teilnehmer aus, allerdings schwächelte Lok zuletzt. Neben einer quasi sensationellen Heimniederlage gegen den Tabellenletzten Hertha Zehlendorf, der bis dahin in 17 Spielen gerade mal fünf Punkte eingesammelt hatte, gab es auch noch eine Niederlage im Derby bei Chemie und ein 0:0 gegen Halle. Am Wochenende allerdings fand man mit einem 1:0 beim BFC Dynamo zurück in die Spur.
Nutznießer hätte sonst Carl Zeiss Jena nach fünf Siegen in Serie sein können. Eine 4:1-Niederlage bei Magdeburg II allerdings bedeuten jetzt wieder fünf Punkte Rückstand bei nur noch drei Spielen.
(Kleiner Seitenblick: Babelsberg konnte sich mit einem 6:3 beim BFC Preußen etwas aus der Abstiegszone befreien.)

Bayern

Tabellenführer 1. FC Nürnberg II verzichtet auf den Aufstieg, um Platz 2 kämpfen die SpVgg Unterhaching und die Würzburger Kickers. Beide gewannen am Wochenende ihre Spiele, Unterhaching liegt drei Spieltage vor Ende noch einen Punkt vorne.

West

Fortuna Köln marschiert der Rückkehr in die 3. Liga entgegen. Zwar hat Rot-Weiß Oberhausen noch ein Nachholspiel, bei noch drei regulären Spieltagen dürfte dies aber angesichts von aktuell acht Punkten Rückstand trotzdem zu viel sein.

Südwest

Hier gab es wohl bereits am vorletzten Wochenende die Vorentscheidung. Spitzenreiter SG Sonnenhof Großaspach, gerade nach einigen Fahrstuhlfahrten erst wieder in die Regionalliga aufgestiegen, traf auf den Tabellenzweiten SGV Freiberg, bis dahin drei Punkte dahinter angesiedelt. 6000 Zuschauende sahen einen 4:0-Heimsieg. Sonnenhof-Großaspach gewann auch an diesem Wochenende in Balingen, während Freiburg gegen Mainz II unterlag.
Noch drei Spiele, neun Punkte Vorsprung – die SG S-G dürfte also wieder in die 3. Liga aufsteigen.

Nord

Der SV Meppen ist das einzige Team in den ersten vier Ligen beim Fußball der Männer, welches 2026 noch ungeschlagen ist. Das gestrige 4:0 bei BW Lohne bedeutet neun Punkte Vorsprung auf Drochtersen/Assel (und zwölf auf Oldenburg, das noch ein Nachholspiel hat). Die Feierlichkeiten sind also aktuell für nächsten Samstag angesetzt, wenn im Heimspiel gegen den Bremer SV ein Punkt zum Aufstieg reicht.

Zu guter Letzt

Die „National League“ ist die 5. Liga Englands, der Meister steigt nach 46 Spieltagen direkt in die „League Two“, die 4. Liga auf und ist somit offiziell zurück im Profifußball. Nach 45 Spieltagen lag der AFC Rochdale mit 105 Punkten knapp hinter York City FC (107) und der Spielplan sah ein direktes Aufeinandertreffen am letzten Spieltag vor.
Klare Ausgangslage für Rochdale: Nur ein Heimsieg bringt den Aufstieg, ansonsten würde es mit der Aufstiegsrunde weitergehen. Lange passierte nichts… doch in Minute 90+5 gelang dem AFC der umjubelte 1:0-Führungstreffer.

„Absolute Scenes!“, wie man im Englischen zu sagen pflegt. Platzsturm, das ganze Programm. Blöd nur: Die Nachspielzeit war noch nicht rum. Und so kam es, wie es kommen musste. Der Platz musste geleert werden, alle zurück auf die Tribünen, weiter ging es.
90. +13, Ausgleich durch York – die Gäste steigen auf, Rochdale muss nachsitzen. Und… ähm… „absolute scenes“, again. // YouTube, ihr könnt ruhig bei Minute 12 beginnen.

Forza St. Pauli!
// Maik

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