Lage am Millerntor – 26. Mai 2026

Lage am Millerntor – 26. Mai 2026

Es ist nicht alles schlecht beim FC St. Pauli: Die 1. Frauen gewann den Hamburger Pokal! Ansonsten war viel los seit Freitag, gehen wir es an. Die Lage am Dienstag.

FC St. Pauli

Rasenfunk

Tim war in der Saisonabschlussfolge des Rasenfunk zu Gast.
Alles was Ihr über den FC St. Pauli 2025/26 wissen wollt – in 1h38m: „Der Abstieg war eingepreist“

Alexander Blessin

Wir äußern uns hier ja nicht zu Transfergerüchten. (Disclaimer: Dass es tatsächlich Personen gab, die diese Amoura-Story vor ein paar Wochen ernstgenommen haben, tut mir leid. Dies lag nicht in meiner Absicht. Ich hatte aber gedacht, die Replik auf das seitens Wolfsburg unmittelbar zuvor gestreute Wahl-Gerücht in Zeiten des Abstiegskampfes wäre offensichtlich.)

Die Trainerdiskussion allerdings ist ja kein Gerücht, sondern diese hat der Verein spätestens mit der Medienrunde am letzten Donnerstag selbst befeuert. Der FCSP steht zu Blessin, wünschte sich laut Bornemann aber eine zeitnahe Lösung, eigentlich bis Ende der letzten Woche. Blessin selbst wollte in sich gehen und nachschauen, ob er zu 100% wieder die Energie hat, den Weg in die 2. Liga mitzugehen. Eine berechtigte Reflektierphase nach zwei sehr intensiven Jahren, finde ich – die aber natürlich auch nicht ewig dauern darf.

Ein stillschweigendes „Weiter so“ aber wird es nicht geben. Eine Trennung hingegen bedarf ohnehin einer Kommunikation. Der FC St. Pauli und Alexander Blessin aber sind jetzt in der eher ungewöhnlichen Situation, so oder so, trotz bestehendem Vertrag, auch im Falle eines weiteren gemeinsamen Weges diesen kommunizieren zu müssen. Nicht nur die letzte Woche ist vorbei, auch Pfingsten ist vorüber – lange dürfte es also nun nicht mehr dauern. Auch, weil sowohl die aktuellen Spieler als auch eventuelle Neuverpflichtungen sicher gerne wissen wollen, wer sie denn nächste Saison trainiert.

Saisonfazit

Ich hatte letzte Woche einfach nur die rilrec.de Seite aufgerufen und mit großem Bedauern zur Kenntnis genommen, dass der „Millerntrain“-Button aus der Navigation verschwunden ist. Da Maks vorher schon mal angedeutet hatte, gegebenenfalls keine Energie mehr für Berichte zu finden, hab ich das dann nicht mehr weiter hinterfragt. Doch er hat noch einen Bericht geschrieben, über den ich erst jetzt stolperte, den ich aber auf gar keinen Fall hier auslassen möchte. Millernstrain – Saisonfazit

Jackson Irvine

Ich bin des Themas so leid und wünsche mir tatsächlich einfach nur, dass es bald vorbei ist. Nein, ich will das gar nicht diskutieren, es ist alles gesagt – wahrscheinlich auch schon von jeder und jedem. Und ob es noch einen weiteren Artikel mit der ein oder anderen Ungenauigkeit dazu gebraucht hatte, weiß ich auch nicht so recht.
Ja, ein akustisch deutlich vernehmbarer Teil am Millerntor bezeichnet ihn weiterhin als „Fußballgott“, ich weiß. Ich wünsche ihm eine verletzungsfreie WM und ihm und uns allen dann einen Transfer, zu einem Club seiner Wahl.

James Sands

Die nächste noch unklare Personalie: Der Leihvertrag läuft aus, James Sands steht noch bis Jahresende 2028 in New York unter Vertrag. Seine Reha absolvierte er in Hamburg, war zuletzt zumindest auch schon wieder für Laufeinheiten an der Kollaustraße zu finden.
Eine offizielle Verabschiedung blieb bisher aus – gibt es also noch Hoffnung auf eine erneute Leihe? Die MOPO bezeichnet die Chance auf einen Verbleib als „nur bedingt realistisch“, dieser Einschätzung würde ich mich anschließen. Ganz ausgeschlossen ist im Fußball aber ja bekanntlich nichts.

Weiter, voran, immer weiter

Sowohl Mathias Pereira Lage als auch Abdoulie Ceesay haben sich bei den Fans für die Unterstützung in der abgelaufenen Saison bedankt und schauen voraus auf die kommenden Aufgaben in der 2. Liga.

Neues von den Alten

Timo Schultz ist bekanntlich mit dem VfL Osnabrück in die 2. Bundesliga aufgestiegen. Wie er das gemacht hat, erzählt er im „From Coach to Coach“-Podcast (1h17m). Einige Bezüge zum FCSP gibt es natürlich auch.

Im Berner Wankdorf feierte der FC St. Gallen den ersten Pokalsieg seit 1969. Lukas Daschner und Carlo Boukhalfa standen in der Startelf, Daschner war am 1:0 beteiligt. Betim Fazlij hatte zuletzt nach seinem Kreuzbandriss immerhin schon mal wieder Kurzeinsätze gehabt und saß auf der Bank.
Das Finale war dabei durchaus ein Spiegelbild der Pokalsaison, denn es ging gegen Zweitligist FC Stade Lausanne Ouchy, nachdem man zuvor gegen einen Amateurverein und drei Zweitligisten gespielt hatte, dabei sogar zwei Mal ein Elfmeterschießen benötigte. Lediglich im Viertelfinale gegen den FC Basel hatte man gegen einen Erstligisten antreten müssen. Am Sonntag gab es nun ein 3:0, welches durch eine Rote Karte für den Torhüter von St. Gallen in der 44. Minute beim Stand von 1:0 spannender wurde, als man es hätte machen müssen.

Apropos Pokalsieger: Nach vier Jahren beim SC Freiburg und insgesamt leider nur 18 Spielen für die Profis endet für Daniel-Kofi Kyereh die Zeit im Breisgau. Der auslaufende Vertrag mit dem 30-jährigen wird nicht verlängert. // Instagram

Lage der Liga

Relegation 1. Liga vs. 2. Liga

Der Name Joakim Maehle dürfte bei Fans des SC Paderborn auf ewig mit einem leichten Schmunzeln und beim VfL Wolfsburg mit dem erste Bundesliga-Abstieg der Vereinsgeschichte verbunden sein. Im Relegations-Rückspiel siegte der SCP mit 2:1 (1:1, 1:1) nach Verlängerung und kehrt damit für eine dritte Saison nach 2014/15 und 2019/20 ins Oberhaus zurück.

Dabei hatte es für die Wölfe so gut begonnen, denn schon in der 3. Minute ging man durch Dženan Pejčinović in Führung. Gleichzeitig war dies der letzte ernstzunehmende Abschluss bis zur Nachspielzeit der Verlängerung. Bedingt auch durch besagten Maehle, der sich für Ballwegschlagen direkt an der Trainerbank in der 12. Minute Gelb abholte und zwei Minuten später für ein Foul auf Kniehöhe Gelb-Rot sah. Dies veränderte das Spiel natürlich komplett. Paderborn kam am Ende auf 39 Torschüsse, 19 Ecken und einen xG-Wert von 3,47 zu 0,44. Der Ausgleich fiel durch Filip Bilbija (39.) nach einem verlängerten Einwurf, den Siegtreffer erzielte Laurin Curda in der 100. Minute. // Highlights

Für den FC St. Pauli bedeutet das in der kommenden Saison einen erneuten Ausflug in die Autostadt. Im TV-Ranking der 2. Liga liegen wir damit hinter Wolfsburg und Heidenheim nur auf Rang 3 und somit ganz grob 1,5 Millionen Euro schlechter als wenn Wolfsburg die Klasse gehalten hätte.

Relegation 2. Liga vs 3. Liga

Heute um 20.30h wird dann der letzte freie Platz in der 2. Liga vergeben.
Das Hinspiel konnte Rot Weiss Essen durch einen sehenswerten Freistoß in den Winkel mit 1:0 (0:0) gewinnen, am Abend will die SpVgg Fürth am Ronhof das Ding drehen und doch noch in der 2. Liga verbleiben. Dass das Kleeblatt Heimsiege unter Druck kann, ist ja seit dem letzten Zweitligaspieltag bekannt.

FC St. Pauli von 1910 e. V.

Hamburger Pokal

Die 1. Frauen des FCSP hat die Niederlage aus dem Vorjahr abgehakt und zum dritten Mal in vier Jahren den Hamburger Pokal geholt. Dies gelang durch ein sehr souveränes 3:0 (2:0) gegen den Oberliga-Meister und Regionalliga-Aufsteiger Walddörfer SV vor 3007 Zuschauenden an der Hoheluft.

Nach dem Spiel gab zudem Kim Koschmieder das Ende ihrer Tätigkeit als Trainerin beim FCSP bekannt. Jan-Philipp Kalla und Dennis Dreke werden dementsprechend nächste Saison das Team weiterhin betreuen. Diese beinhaltet dank des Pokalsieges auch wieder eine Teilnahme am DFB-Pokal beziehungsweise zunächst einmal an den Play-offs vor der 1. Runde. Diese sollen am Wochenende um den 16. August gespielt werden, Details zur Auslosung folgen.
Vorher muss aber noch geklärt werden, in welcher Liga man denn dann spielt – und für die Regionalliga braucht es am kommenden Sonntag noch einen Punkt in der FeldArena gegen den TSV Barmke.

NOlympia?

Noch bis Sonntag sind die Hamburger*innen aufgefordert, beim Referendum ihre Stimme für oder gegen eine Olympiabewerbung abgeben.
Es gibt wirklich sehr viel zu bedenken – einiges davon habe ich hier zusammengesammelt.

2. Frauen

Vewe Kotjipati spielt für die 2. Frauen des FCSP und ist „nebenbei“ Nationalspielerin von Namibia. Und so gibt es jetzt in „The Namibian“ einen Artikel über die 33-jährige Kindergärtnerin, die auch schon für Gladbach und Bielefeld gespielt hat.

Fanszene-News

Dauerkarten

Beim Aufstieg in die 1. Liga vor zwei Jahren hatte der FCSP die Preise um etwa 12% erhöht, letzte Saison waren die Preise gleich geblieben – und so ist es auch jetzt, trotz Abstieg. Der günstigste Stehplatz (Süd/Nord) kostet also weiterhin 213€ (Vollzahler*innen), der günstigste Sitzplatz 456€. Beim Fankurventicket Süd kommt ein „Südkurvensoli“-Euro für den Fanladen und die organisierenden Gruppen hinzu. Die Zusagen für das Fankurventicket sollen in dieser Woche verschickt werden.
Vom 8. Juni bis 26. Juni (18.00h) kann man vom Vorkaufsrecht Gebrauch machen. Der Preis gilt für die digitale Karte, für 10€ zusätzlich kann man auch eine Plastikkarte erhalten.
// fcstpauli.com: Dauerkarte / Fankurventicket

Fanclub-Turnier

Am Samstag fand in entspannter Atmosphäre und bei bestem Wetter das Fanclub-Turnier am Millerntor statt. Eine Ergebnis-Liste liegt mir nicht vor, aber die wird der Fanclub-Sprecher*innen-Rat sicher noch nachreichen.

Döntjes

Merke: Ein Wochenende mit lauter Entscheidungs- und Pokalendspielen bietet so viele Geschichten, dass man den Montag nicht als Feiertag auslassen sollte. Ich bitte also um Entschuldigung dafür, dass das hier nur eine grobe Auswahl ist.

Tag der Amateure

Am Samstag fanden fast alle Landespokalfinals statt, in den meisten Fällen qualifizierten sich die jeweiligen Sieger damit für den DFB-Pokal. Die große „Wohin kann es in der 1. Runde gehen?“-Übersicht bastel ich dann kurz vor der Auslosung, die am 6. Juni stattfindet. Aus Hamburger Sicht natürlich besonders interessant, dass der HEBC sich zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte für den DFB-Pokal qualifizierte – zuletzt war man bei der allerersten Ausgabe 1935 dabei, wo man allerdings in der 1. Runde gleich 7:0 gegen den ETV unterlag.
Die Spiele um 11.30h: (angegeben jeweils die Liga der noch aktuellen Saison).

  • Baden: VfR Mannheim (OL) – Waldhof Mannheim (3.) 0:3 (0:1)
  • Berlin: VSG Altglienicke (RL) – BFC Dynamo (RL) 2:1 n.V. (1:1)
  • Brandenburg: Energie Cottbus (3.) – VfB Krieshow (OL) 1:2 (0:1)
  • Bremen: SV Hemelingen (OL) – Leher TS (OL) 2:1 (1:0)
  • Hamburg: Vorwärts Wacker (OL) – HEBC (OL) 1:5 (0:2)
  • Schleswig-Holstein: SV Todesfelde (OL) – Phönix Lübeck (RL) 1:4 (0:2)
  • Thüringen: Carl Zeiss Jena (RL) – ZFC Meuselwitz (RL) 1:0 (1:0)

13.30h:

  • Mecklenburg-Vorpommern: SV Pastow (VL) – Hansa Rostock (3.) 0:3 (0:1)
  • Niedersachsen: Lüneburger SK (OL) – TuS Bersenbrück (OL) 10:9 n.E. (0:3, 3:3)
  • Rheinland: TuS Koblenz (OL) – Eintracht Trier (RL) 0:1 (0:0)
  • Sachsen-Anhalt: Germania Halberstadt (OL) – Hallescher FC (RL) 0:4 (0:4)
  • Südbaden: Bahlinger SC (RL) – FC 08 Villingen (OL) 1:0 (0:0)
  • Südwest: Schott Mainz (RL) – FK Pirmasens (OL) 2:1 (1:1)

15.30h:

  • Mittelrhein: Fortuna Köln (RL) – Viktoria Köln (3.) 5:6 n.E. (0:0, 0:0)
  • Niederrhein: MSV Duisburg (3.) – FC St. Tönies (OL) 4:1 (2:0)
  • Sachsen: FSV Zwickau (RL) – Erzgebirge Aue (3.) 0:2 (0:1)
  • Württemberg: Stuttgarter Kickers (RL) – SG Sonnenhof-Großaspach (RL) 1:4 (0:1)

16.30h:

  • Bayern: Würzburger Kickers (RL) – 1860 München (3.) 5:3 n.E. (0:1, 1:1)
  • Hessen: SV Wehen Wiesbaden (3.) – Barockstadt Fulda-Lehnerz (4.) 2:1 (1:0)
  • Saarland: 1. FC Saarbrücken (3.) – FC Homburg (RL) 4:2 (0:1)
  • Westfalen: SC Verl (3.) – Sportfreunde Lotte (RL) 3:0 (2:0)

Portugal: Zweitligist im Europapokal

Der Pokal im Portugal hat erstmals einen Titelträger, der nicht aus der 1. Liga kommt. Uniao Torreense kommt aus der Küstenstadt Torres Vedras in der Provinz Estremadura und gewann als als erster Zweitligist den portugiesischen Pokal.
2088 Zuschauende wohnten dem letzten Ligaspiel im Campo Manuel Marques bei, immerhin schon 2232 waren es beim Hinspiel um den Aufstieg in die 1. Liga. Deutliche weniger als beim Pokalfinale gegen Sporting, wobei da auch die Mehrzahl es eher mit den Grün-Weißen hielten. Doch Uniao Torreense gewann mit 2:1 nach Verlängerung und spielt nun nächste Saison im Europapokal. // Highlights
Ob sie dies tatsächlich als Zweitligist tun, entscheidet sich am Donnerstag, wenn bei Casa Pia AC das Rückspiel der Relegation ansteht. Das Hinspiel endete 0:0.

Standard Liege vs Charleroi

Einen Sieg gegen RSC Charleroi hätte es für Standard Lüttich gebraucht, um ein Finalspiel gegen den RSC Anderlecht um die Teilnahme an der Conference League zu erreichen. Doch nachdem es lange 0:0 stand, sorgten Gegentore in den Minuten 75 und 86 für eine 0:2-Niederlage und ein vorzeitiges Saisonende.
Dies allein hätte hier trotz Ultra-Freundschaft vielleicht nicht unbedingt zur Erwähnung geführt, doch anschließend eskalierte es „etwas“. Zunächst feierten die Spieler von Charleroi mit einer kleinen Schwenkfahne / einem Banner vorm Gästeblock, welches den Spielern dann von einem Liege-Fan entrissen wurde, der damit zurück in den Heimbereich wollte. Anschließend viel weiteres Gerenne von beiden Seiten, viel Pyro, viel Polizei. // YouTube

Fan von Hansa Rostock nach Sturz in Saarbrücken verstorben

Alte Regel: Niemand sollte zum Fußball gehen und dort zu Tode kommen. Für einen Fan von Hansa Rostock gilt dies leider nicht mehr, nach einem Sturz beim letzten Ligaspiel beim 1. FC Saarbrücken ist er seinen Verletzungen Ende der Woche erlegen.
Unser Beileid gilt allen, die ihm nahe standen. // 1. FC Saarbrücken

Aufstieg in die Premier League

„Spygate“ hat England beschäftigt, der FC Middlesbrough durfte statt Southampton im Finale antreten – und verlor in der Nachspielzeit mit 1:0 gegen Hull City.
Das Team rettete sich letzte Saison nur aufgrund der besseren Tordifferenz vor dem Abstieg in die 3. Liga, kam am letzten Spieltag der aktuellen Saison noch im letzten Moment auf den sechsten Platz und schaffte jetzt als erstes Team seit 2010 wieder den Aufstieg von diesem Tabellenplatz aus – stilecht mit einem Treffer in Minute 90+5.// Highlights

Abstieg aus der Premier League

Die zwischendurch mal durchaus realistischen Hoffnungen der Katastrophen-Touristen, die auf einen Abstieg von Tottenham lagen, haben sich am Ende nicht erfüllt. Die Spurs retteten sich mit einem 1:0 gegen Everton am letzten Spieltag. Leidtragender ist damit West Ham, das trotz eines 3:0 gegen Leeds United in die Championship absteigt.
West Ham, aktuell Mieter im Londoner Olympiastadion und mit einem Zuschauer*innenschnitt von über 62.000 ist aber auch kein Leichtgewicht. Der Abstieg kommt aber natürlich auch die Hammers teuer zu stehen, die 2023 noch die Conference League gewannen. Wie The Athletic (€) berichtet, muss der Verein von Niklas Füllkrug etwa 200 Millionen USD an Transfererlösen erzielen. Die Zahl fällt so exakt bei der BBC zwar nicht, das finanzielle Desaster für den Verein wird aber auch dort deutlich.

Und ein letzter Abschnitt zur Premier League: Der AFC Sunderland (wir erinnern uns an hämische „We saw you cryin‘ on Netflix!“-Gesänge gegnerischer Fans) hat Chelsea mit 2:1 besiegt und zieht damit in die Europa League ein. Auch Fabian Hürzeler mit Brighton ist nächstes Jahr in Europa dabei. Zwar verpasste man selbst durch die 0:3-Niederlage gegen Manchester United die Europa League, da Brentford aber in Liverpool nicht gewann (1:1), spielt man immerhin in der Conference League.

Schwere Körperverletzung durch Pyrotechnik

Der Gebrauch von Pyrotechnik durch Fans in Fußballstadien ist offiziell verboten. Fanszenen arbeiten seit Jahren daran, dieses Verbot zu lockern, doch Gespräche enden immer wieder ergebnislos.
Wenig hilfreich ist dann natürlich, wenn es (auch wenn dies immer noch ein absoluter Ausnahmefall ist) tatsächlich zu schweren Verletzungen kommt. So soll es am letzten Bundesligaspieltag bei der Partie zwischen Eintracht Frankfurt und dem VfB Stuttgart mindestens zwei schwere Verletzungen gegeben haben. Eine Frau erlitt demnach schwere Verbrennungen durch eine Fackel und musste operiert werden, eine weitere Frau zog sich durch einen Feuerwerkskörper Gesichtsverletzungen zu, außerdem soll es noch einen dritten Geschädigten geben. Die Staatsanwaltschaft ermittelt.
Wir äußern uns hier regelmäßig positiv für eine Legalisierung von Pyrotechnik, von dieser Grundhaltung gehe ich auch nicht ab. Ein sachgemäßer Umgang damit ist aber natürlich eine Voraussetzung und jede verletzte Person selbstverständlich eine zuviel. // kicker

Dukla Prag mit drei Eigentoren zum Abstieg

Die Tschechische Liga verfolge ich jetzt auch nicht jedes Wochenende so richtig intensiv. Das Abstiegsfinale am Samstag aber entbehrte nicht einer gewissen Dramatik. Dunkla Prag brauchte am letzten Spieltag der Abstiegsrunde unbedingt einen Heimsieg gegen das punktgleiche Banik Ostrau, um den Abstiegsplatz noch an die Gäste weiterreichen zu können.
Man erzielte drei Tore, der Gegner keines – doch da es sich um drei Eigentore(!) handelte, geht es für den Hauptstadtklub tatsächlich in die 2. Liga. // Highlights

1860 mal wieder in Finanznöten

Bleibt der TSV Havelse doch in der 3. Liga? Dies ist zumindest nicht mehr gänzlich auszuschließen, denn der erste sportliche Absteiger aus der 3. Liga würde profitieren, wenn beim TSV 1860 München mal wieder die Lichter ausgehen.
Dort soll es die Notwendigkeit eines Liquiditätsnachweises in Höhe von 2,7 Millionen Euro geben, der bis Anfang Juni erbracht werden muss. Das Verpassen des DFB-Pokals durch die Niederlage im Bayern-Pokal gegen Würzburg war sicher zudem auch nicht hilfreich. // kicker

Was für ein Pfosten?!

Alle bekloppt.
Der MSV Duisburg konnte am letzten Spieltag der 3. Liga das Heimspiel gegen Viktoria Köln nicht gewinnen, was für das Erreichen der Relegation sonst gereicht hätte. Besonders bitter dabei, eine Szene in der Nachspielzeit, als Bulic den Ball in 90+7 nur an den Pfosten bugsierte. Besagter Pfosten ist räumlich inzwischen nicht mehr im Stadion – sondern wurde offenbar von RWE-Fans entwendet, die dank des Duisburger Unentschiedens doch noch in die Relegation kamen. Und weil alles so herrlich bekloppt ist, präsentierte man diesen dann am Freitag mit der dazu passenden Tapete: „MSV: Aus der Traum. Euer Pfosten in unserem Kofferraum.“ Die Anlehnung an inhaltlich ähnliche Satzbauten dürftet Ihr selber hinbekommen, die Verwendung hier ist natürlich ungleich harmloser. // WAZ.de (€) / kicker

Preise beim DFB-Pokalfinale

Die Preiskategorien für das DFB-Pokalfinale der Männer klingen zwar nicht komplett fanfreundlich, aber mit einer Fan- und einer Familienkategorie zu je 45€ könnte man ja irgendwie sagen, dass das irgendwie auch okay ist – auch wenn man damit „Kein Zwanni für’n Steher“ mal locker um über 100% übersteigt.
Clevererweise hat man aber den Stadionplan mit den zu den Kategorien zugeordneten Blöcken lieber nicht mit veröffentlicht, sodass die Verteilung der Preise eher intransparent ist. Nicht ganz unwischtig, schließlich kosten die weiteren Kategroein (ohne VIP) 80€, 150€ und 195€.
Der Club Nr. 12 hat nun diese Kategorien nachgebaut – und das Ergebnis ist so, dass Gianni Infantino sicher anerkennend nicken wird. Sowohl Fan- als auch Familienbereich sind im Vergleich zu den restlichen Kategorien so winzig, dass sie eben gerade mal noch so überhaupt farblich auftauchen. Oder anders: Je zwei der insgesamt 169 Blöcken wurden beiden Fanlagern zugeteilt.

Zu guter Letzt

Letzter Spieltag in den Niederlanden, der FC Volendam braucht gegen den direkten Kontrahenten Telstar Velsen einen Heimsieg, um die Abstiegs-Relegation zu vermeiden. Die frühe Führung (2.) wird kurz vor der Pause ausgeglichen, bis kurz vor Schluss steht es 1:1, alles noch drin, aber es braucht ein Tor. Dieses aber schoss dann der Torhüter der Gäste, per Elfmeter. Ronald Koeman Junior – ja, genau der.
ESPN NL hat dies zum Anlass genommen, einfach mal alle Torwarttore der Eredivisie zusammenzuschneiden, beginnen mit jenem Strafstoß von Koeman Jr. // YouTube
(Und mal ehrlich: Was für eine unfassbar geile Bude ist denn das Ding von Martin Hansen? Das kommt aus einer Zeit vor der „Lage“.)

Forza St. Pauli!
// Maik

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One thought on “Lage am Millerntor – 26. Mai 2026

  1. Es tut mir leid, dass mein erster Kommentar nach der Einschränkung der Kommentarspalte dieses Thema behandeln muss, nur leider ist es für alle Seiten ein hoch emotionales.
    Das Irvine ein Vereinswechsel gewünscht wird finde ich sehr hart, wenn auch legitim, ist halt Eure Meinung. Ich vertrete eine völlig andere. Sowohl Fußballerisch, als auch Menschlich ist Jackson eine große Bereicherung für unseren Verein. Er hat nie jüdischen Menschen etwas schlechtes gewünscht. Zumindest habe ich davon nichts mitbekommen, belehrt mich gerne eines Besseren. Mir ist nur eine 1-Staatenlösung bekannt, wo Juden und Muslime friedlich zusammen leben.
    Leider musste ich doch minimal politisch werden, mehr werde ich hier nicht von mir geben zum Thema. Es wäre schön, wenn auch diese Meinung erlaubt ist. Wir müssen uns als eine Fanscene auch über solche Themen friedlich und respektvoll unterhalten können. Ich vertrete nicht die Meinung vom Millernton, aber ich habe sie zu respektieren. Spaltung fängt bei der Verrohung der Sprache an und endet gleichzeitig mit der Kommunikation…

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