Die Wege des FC St. Pauli und Jackson Irvine trennen sich. Es ist der einzige Ausweg aus einem Konflikt, der schon zu lange schwelt.
Ein Kommentar von Tim
Spätsommer 2024, Jackson Irvine hatte seinen Vertrag beim FCSP verlängert und es war eine Art Peak rund um seine Person erreicht. „Wie kann man ihn nicht lieben als Fan des FC St. Pauli?“, fragte ich im entsprechenden Artikel und das klingt zwar fürchterlich kitschig, aber war deswegen nicht weniger ernst gemeint. Damals war nicht vorstellbar, dass diese Beziehung derart in Schwierigkeiten geraten könnte. Aber sie ist es. So sehr, dass der nun verkündete Wechsel nach Japan einer Erlösung gleichkommt. Aus „für immer“ ist „endlich vorbei“ geworden. Weil an dieser Personalie seit einiger Zeit ein Konflikt offen zu Tage tritt, der Spaltungspotenzial besitzt.
Denn Jackson Irvine hat bei seinen Worten und Aktionen zum Thema Nahost-Konflikt darauf verzichtet, Wogen zu glätten. Vielmehr betonte er, dass er sich mit der Kritik an seinen Aktionen alleingelassen fühlt. Dieser Konflikt sorgte dafür, dass mehr und mehr ein Keil in die Fanszene des FCSP getrieben wurde. Fernab davon, ob man sich nun eher auf der Seite von Irvine oder nicht befunden haben mag, dürfte man sich einig sein: Seiner Rolle als Kapitän eines Fußballclubs, also als jemand, der für Zusammenhalt sorgen soll, ist er damit nicht gerecht geworden. Er hat damit eine Spaltung zugelassen. In dem Verein, zwischen den Fans, von dem/denen er vorgab, dass sie ihm so wichtig sind.
Weil mindestens eine Seite keinen Bock darauf hatte, auf die andere zuzugehen, ist dieser Konflikt nun ungelöst geblieben. Er wird durch den jetzt vollzogenen Wechsel einfach begraben. Man mag sagen, dass damit nun eine gute Lösung gefunden wurde. Es war aber auch die einzige, um diesen Konflikt mit Beteiligung Irvines zu beenden.
So bleiben nun zwei Lesarten des Endes von Jackson Irvine beim FC St. Pauli übrig. Die einen werden von nun an die Geschichte erzählen: „Jacko wurde aus dem Verein gemobbt und geekelt.“ Die anderen erzählen: „Jacko hat sich willentlich zum Posterboy von Antisemit*innen machen lassen. Und da er auf diese Abgrenzung bis zuletzt verzichtet, bleibt nur eine Schlussfolgerung: Weil er es nicht wollte. Deshalb musste er gehen.“
Zwischen diesen beiden Lesarten und Meinungen gibt es noch etliche weitere, in allen Formen, Farben und Abstufungen. Die skizzierten sind aber die lautesten, sie stehen sich unvereinbar gegenüber und deren Geschichten gehen auch jeweils auf. So haben die Hardliner gewissermaßen gewonnen, Schritte aufeinander zu sind rund um die Causa Irvine nun nicht mehr möglich. Ich finde es total traurig, dass es so endet.
Dieser Konflikt steht konträr zu den Äußerungen, in denen der FC St. Pauli an vielen Ecken und Enden den Zusammenhalt der Gesellschaft beschwört, auch immer wieder betont, wie wichtig es ist, auf andere Meinungen zuzugehen, sie auszuhalten. In diesem Fall scheint dem Verein das nicht geholfen zu haben/gelungen zu sein. Spätestens ab letztem Herbst war es nur noch ein „Aushalten“, weder Verein noch Irvine äußerten sich zu der Thematik, die Situation war insgesamt schwer zu ertragen. Und je länger sie andauerte, umso deutlicher wurde: Eine Annäherung wird es nicht mehr geben.
Was bei diesem Transfer nun viel zu kurz kommt, ist die sportliche Sichtweise. Sie ist zwischen lauten Meinungsäußerungen einfach zu leise. Daher ist es wichtig, sie einmal runterzuschreiben: Jackson Irvine war einer der Topverdiener beim FC St. Pauli, hat aber zuletzt sportlich nicht mehr an die Leistungen zwischen 2022 und 2024 anknüpfen können, auch weil er chronische Fußprobleme hat und seine Rolle als Führungsspieler (und Kapitän) nur noch bedingt wahrnahm und wahrnehmen konnte. Wenn man davon ausgeht, dass Irvine mit 33 Jahren nun auch in der 2. Liga nicht an das Niveau von damals herankommen kann, dann ist es für den FC St. Pauli die Optimallösung, ihn für eine Ablöse aus dem Vertrag zu bekommen. Es ist das deutlichste Zeichen, dass man beim FCSP nun den kompletten Neuanfang möchte. Sportchef Andreas Bornemann war sowieso nie bekannt dafür, dass er sonderlich viel Rücksicht auf emotionale Verflechtungen nimmt. Die Abgänge von Himmelmann, Makienok, Lawrence und Schultz unterstreichen das. Nun wurde die Zusammenarbeit mit Irvine ähnlich unemotional beendet – und auch aus sportlicher Sicht ist diese Entscheidung absolut nachvollziehbar.
So löst der Abgang von Jackson Irvine bei mir vor allem Erleichterung aus. Erleichterung darüber, dass diese Geschichte nun ein Ende hat. Aber er macht mich auch traurig. Denn aus sportlicher Sicht ist das Ende unter diesen Umständen für den FC St. Pauli zwar eine gute Sache. Dass es aber nicht gelungen ist den Konflikt zu lösen, ist beschissen. Es lässt verhärtete Fronten zurück und wann und ob sich dieser Keil, der in der letzten Zeit in die Fanszene getrieben wurde, lösen lässt, erscheint fraglich.
Das Ende der Zeit von Jackson Irvine beim FC St. Pauli war zwingend notwendig. Und mit dem jetzt vollzogenen Wechsel wurde die beste Möglichkeit gewählt. Weil sie die einzige war.
// Tim
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Ich sehe das diesmal nicht so wie Du ! Sportlich hat Jacko mit Schmerzen versucht im Abstiegskampf voranzugehen und im letzten WM Spiel für Australien ein starkes Spiel gemacht ! Warum sollte er also sportlich nicht wichtig bleiben für uns , auch in der 2 Liga ?! Die Palästina/Israel Geschichte wurde doch von aussen auf Jacko übertragen … von Rene Born , der dafür ja auch von mit einer Strafe von unserem Ehrenrat belegt wurde ! Jacko selbst hat sich im Israel Palästina Konflikt immer kritisch über diejenigen geäussert die sich nicht korrekt verhalten haben … gegenüber beiden ! Ich weiss nicht ob es stimmt das der Verein verlangt hat das Jacko sagen solte das Israel ein rechtmässiger Staat ist oder so ähnlich ?! Aufgrund der langen Zeit in dem Israel sich entwickelt und wie es behandelt wird sollte man den Stast so behandelt . Stimmen tut es aber nun mal nicht … kann jeder nachlesen … sie haben sich selbst als Staat ausgerufen und das – gerade im Siedlungsbau – interpretieet wie sie wollten ! Das war damals anders von den vereinten Nationen ( und Kolinialmächten gewollt ) die schon damals eine Zweistaatenlösung wollten , es dann aber so laufen liessen !
Sorry, aber soviel verdrehte Aspekte, das muss man erstmal schaffen.
„Sportlich hat Jacko mit Schmerzen versucht im Abstiegskampf voranzugehen…“
Für mich einer der Gründe für das Abstieg. Ist nicht allein Irvine anzurechnen, sondern zu großen Teil Blessin, aber er hätte so nicht spielen dürfen.
„…und im letzten WM Spiel für Australien ein starkes Spiel gemacht!“
WM habe ich nicht gesehen und kann daher nichts dazu sagen.
„Die Palästina/Israel Geschichte wurde doch von aussen auf Jacko übertragen…“
Absoluter Quatsch. Irvine und Pir sind in Strukturen verwickelt, die im Verein und überall aus bekannten Gründen abzulehnen sind. Darauf wurden sie von vielen Seiten hingewiesen und geblockt.
„…von Rene Born , der dafür ja auch von mit einer Strafe von unserem Ehrenrat belegt wurde!“
René ist der einzige im Verein, der sich wirklich gerade gemacht und die vereinsschädigenden wirtschaftlichen Aktivitäten von Irvine und Pir angesprochen hat. Dass ausgerechnet er als einziger sanktioniert wurde, ist bis heute eine Sauerei.
Jetzt muss ich doch hierauf antworten – Bei Rene Born ging es mit Sicherheit nicht um Palästina/Israel – da ging es um andere Dinge. Aber genau dies macht das ganze am Ende so schwierig.
Danke Tim, viel Zustimmung.
Mit Irvine hätte es auch keine Lösung des Konflikts gegeben. Er hat ja auch nicht alleine die Öl ins Feuer geschüttet. Hinzu kommen die privatwirtschaftlichen Interessen. Auch schwierig.
Und ja, Bornemann agiert sehr sachlich. Das finde ich für seine Position sehr passend. Wer jetzt ihn dafür verantwortlich machen will, dass das aus dem Ruder gelaufen ist, unterschlägt die Äußerungen von Irvine.
Und das Bornemann keine Tore in den letzten Spielzeiten geschossen hat, das ist echt ein Manko.
Aber die tollen Spieler, die er eingekauft hat, über die freuen sich alle.
Und einen wird er noch aus dem Hut zaubern. Darauf freue ich mich schon
Ich frage mich gerade einfach nur warum?
Vielen Dank, dass du noch einmal auf den sportlichen Aspekt kommst. Ich bin da eher bei dir (hatte ich im Abschied vorher auch kommentiert) Dreas 1910 sieht es hier anders. Ist für mich auch völlig OK. Nur leider war es fast gar nicht mehr möglich darüber sachlich zu diskutieren. Irvine stand in den Testspielen nicht im Kader – ein völlig normaler Vorgang (WM usw) die Kommentaspalten waren voll von Verschwörungen, dass das total unfair wäre.Bornemann äußert sich zu Irvine (im Sportkontext) und hat recht – Bornemann ist der Idiot und böse. Das Team bekommt einen Neuaufbau. Strukturen werden auch von Rapp hinterfragt – neuer Trainer normaler Vorgang- aber bitte nicht Irvine…Ich gebe in diesen Fällen Irvine nicht einmal die Schuld. Aber es hat sich um ihn herum etwas gebildet, was die Person über den sportlichen Erfolg stellt, weil das sportliche nicht mehr als Kriterium zählt.
Warum sollte ein gesunder Jackson uns in der 2. Liga nicht weiter helfen?
Bei der WM hat er es doch bewiesen oder was hast du gesehen Tim?
Politisch sollte man Meinungen aushalten. Dies scheint bei euch scheinbar nicht gegeben. Beim Verein selbst ja schon länger nicht mehr.
Den letzten Beweis lieferte ja Bornemann nach der berechtigten Kritik von Jackson. Nun ist er weg und der Verein kann sich weiter entwickeln zu einem Verein der Jasager.
Im übrigen ist es vielleicht richtig daß wir ohne Bornemann nicht aufgestiegen wären. Aber genau dieser Bornemann trägt auch die Schuld am Abstieg.
Antisemitismus ist keine Meinung.
Jackson ist kein Antisemit. Wenn es um den Staat Israel geht, werden Nationalismus, Zionismus und Antisemitismus oft miteinander vertauscht. Meiner Einschätzung nach stellt die gegenwärtige Ausprägung des israelischen Nationalismus eine Gefahr für die Sicherheit alle Menschen in der Region dar; zudem lassen sich glaubwürdige Vorwürfe wegen Kriegsverbrechen gegen ihn erheben. In dieser Ecke stufe ich Jackson auch ein.
Kritisiert wurde er für das Protegieren von eindeutigen Antisemiten, von denen er sich bis heute nicht distanziert hat.
Bei der Einschätzung zur aktuellen innenpolitischen Lage in Israel liegen wir alle gar nicht weit voreinander entfernt, aber darum ging es nie. Es wird nur mantraartig damit vermischt, was der Diskussion nicht förderlich ist.
Moin Discofox, danke das Du auf meinen Kommentar so sachlich reagiert hast ! Das finde ich hier klasse ! Das ich in meinen Gedanken in manchen falsch gelegen habe ( lt. Deiner Aussage ) gestehe ich gerne zu … weil ich ggf. nicht so viele oder nicht alle Fakten hatte wie Du ! Bei Rene Born ( den ich auch ein wenig kenne und in persönlichen Kontakten nichts negatives sagen kann ) … vielleicht hätte es mehr geholfen wenn sein Sozial Media Kommentar etwas sachlicher ausgefallen wäre ? Antisemitismus ist keine Meinung … 100 prozentige Zustimmung !!! Das heisst aber nicht das ich alles gut finden muss was der Staat Israel macht ! Forza St Pauli
Auch ich habe nicht alle Fakten und liege mit Sicherheit in vielen Punkten daneben. Es stellt sich allerdings bei mir das Gefühl ein, dass sich im Stadion und Vereinsumfeld viele nicht mit den Details befassen wollen (nicht auf dich bezogen). Es ist halt ein unbequemes Thema, aber dem müssen wir uns stellen. Bezüglich der Sachlichkeit gebe ich dir Recht, aber der Inhalt ist mir persönlich etwas wichtiger und da bin ich René sehr dankbar. Bezüglich der aktuellen Regierung Israels teilen wir wahrscheinlich fast alle die selbe Meinung und schauen hoffnungsvoll auf die anstehende Wahl. Noch mehr Bibi kann ich nicht ertragen.
Mehrmals wird angeschnitten, dass Jackson eine Spaltung zugelassen hat, sie gar durch seine Aussagen verstärkt hat. Ich persönlich sehe Jackson hier eher als einen Lautsprecher für die damalige (eventuell noch Heutige) Minderheitsmeinung. Die Mehrheitsmeinung war dagegen immer Laut und Stark. Free Palastine from Hamas Banner, Aufkündigung der Freundschaft zu Celtic, kaum Kritik an Israel uvm.. Auch Heute noch dürfte man sich deutlich gefährdeter fühlen im Stadion mit einem Banner Free Palastine, als mit einem Free Palastine from Hamas Banner. Für genau diese Teile der Fanszene, die sich auf die Seite von Palästina stellen und jede Form von Antisemitismus ablehnen, war Jackson eine Möglichkeit gehört zu werden. Nach den Hundersten Kriegsverbrechen Israels ist das Machtverhältnis verrutscht. Auch Pro Palästina Anhänger werden nun gehört und sind keine kleine verschwindend geringe Minderheit des Vereins.
Eventuell hätte ein neutraler Kapitän das Thema und die Streits kleiner gehalten. Allerdings weiterhin auf die Kosten der Minderheit, der weiterhin ungehörten Minderheit. Und mit dem Verlauf des Konflikts in Gaza wäre auch hier eine Verschiebung der Machtverhältnisse erfolgt, nur hätten sicherlich viele ungehörte Mitglieder den Verein verlassen. Jackson hat uns aufgezeigt, dass nicht alle Israel Hartliner sind, dass es selbst bei St. Pauli eine Meinungspluralität gibt. Jackson hat vielen eine Hoffnung aufgezeigt im Verein was ändern zu können und gemeinsam für Menschenrechte einzustehen. Ich danke Ihm dafür sehr und erhoffe mir weiterhin dass wir Mitglieder noch gemeinsame Lösungen finden können. Das wir wieder als Verein zusammen finden, hinter einer 2 Staaten Lösung.
„…Für genau diese Teile der Fanszene, die sich auf die Seite von Palästina stellen und jede Form von Antisemitismus ablehnen, war Jackson eine Möglichkeit gehört zu werden…“
Dann hätte er sich aber entsprechend positionieren müssen, was er nicht tat. Gehör verschafft haben sich durch ihn eben ganz andere Strömungen.
„…Das wir wieder als Verein zusammen finden, hinter einer 2 Staaten Lösung…“
Ist das überhaupt im Interesse der von dir genannten Minderheit?
Ich finde das er sich sehr wohl passend positioniert hat. Das er auf eine Demo war, wo auch falsche leute waren, kann man Ihn schlecht vorwerfen. Auf so mancher Anti AKW Demo waren auch ganz falsche Kreise dabei.
Es ist so, gerade am Anfang der Thematik hat es sich schnell sehr sehr stark hochgeschaukelt. „Ihr seid alles Antisemiten, Palästina muss die Kontrolle über die Region wieder besitzen, es ist nur Notwehr von Israel, der Staat Israel gehört abgeschafft und die Juden und Jüdinnen müssen in Palästina integriert werden.“ und und und. Zu der Zeit kam wenig sinnvolles bei rum. Mittlerweile sollten alle wissen, dass diese starken Völkerrechtsverletzungen keine Notwehr sind. Alle sollten wissen, dass man den Israelischen Staat nicht einfach in den Palästinensichen Staat integrieren kann. Ich denke, dass auf beiden Seiten ähnlich viele es verstanden haben. Auch wenn einige es wohl nie verstehen werden. Aber die Grundlage um gemeinsam eine Ideallösung zu erarbeiten ist da. Dann ist das die Mehrheitsmeinung, und leute die alles ablehnen aus der Israel oder Palästina Seite sind dann die Minderheit. Das wäre doch mal ein Konzept zur Versöhnung.
Er hat dazu ganz klat Stellung bezogen. Was man nicht hören will, hört man eben nicht.
Wozu hat Jackson Irvine Stellung bezogen. Kannst Du mir ein Zitat und eine Quelle zeigen?
https://taz.de/Vor-der-Saison-in-der-2-Bundesliga/!6202197/
Wollen wir jetzt wirklich kontextlos Links hier reinpacken? Ohne sie zumindest ein bisschen einzuordnen?
Okay, kann ich auch.
https://www.sueddeutsche.de/sport/st-pauli-jackson-irvine-2-bundesliga-transfer-japan-li.3526826
https://www.juedische-allgemeine.de/politik/umstrittener-fc-st-pauli-kapitaen-jackson-irvine-wechselt-nach-japan/
“kontextlos Links”? wie geil, passt auf weite Teile der Diskussion, lass ich mir auf’s T-Shirt drucken!
Ich finde viele Dinge an diesem Text wirklich unsympathisch. Ihr habt euch sehr häufig zum Konflikt geäußert, selten besonders ausgewogen. Warum jetzt schon wieder Nachkarten? Denn nichts anderes ist es, als neutraler Kommentar verpackt, der es nicht ist. Alleine diese Sätze: „Er hat damit eine Spaltung zugelassen. In dem Verein, zwischen den Fans, von dem/denen er vorgab, dass sie ihm so wichtig sind.“ Alles daran ist eine Frechheit und Unterstellung.
Ich bin in vielen Punkten gar nicht mal seiner Meinung, aber er hat hinter den Kulissen eine Menge Gespräche geführt. Er hat auch nicht vorgegeben, dass ihm die Fans wichtig sind, sie waren es. Er war auch nicht verantwortlich für die Spaltung, das haben wir Fans schon ganz alleine hinbekommen, er war maximal ein auslösendes Moment von vielen. Von René Borns spaltender Aktion oder tausend Seiten antideutschen Hasskommentaren im Forum ist bei dir auch keine Rede.
Ich empfinde es als komplett unlauter, wie du damit umgehst. Auch die von dir genannten zwei Lesarten sind einfach nur einseitig. Wie wäre es gewesen mit „Irvine hat den Staat Israel kritisiert für das zehntausendfache Töten von unschuldigen Zivilisten. Ein Konflikt, der von internationalen Organisationen daraufhin überprüft wird, ob er einen Genozid darstellt. Nach persönlichen Angriffen und Hassaktionen von Zionisten und Antideutschen aus dem Fanumfeld hat er sich anschließend solidarisiert mit Organisationen und Bands, die die Hamas feiren und Antisemitismus nicht glaubwürdig ablehnen“.
Ihr hättet es bei Maiks Text dazu belassen sollen…
Hallo Bonito,
danke für Deinen Kommentar, der genau das widerspiegelt und etwas umfangreicher darstellt, was ich mit meinem, vielleicht zu kurzem, Kommentar: „Ich frage mich gerade einfach nur warum?“ auch ausdrücken wollte.
LG
„Alleine diese Sätze: „Er hat damit eine Spaltung zugelassen. In dem Verein, zwischen den Fans, von dem/denen er vorgab, dass sie ihm so wichtig sind.“ Alles daran ist eine Frechheit und Unterstellung.„
Irvine hätte sich einer Diskussion stellen können, zeigen können, dass ihm ein Diskurs mit den Fans wichtig ist. Hat er aber nicht. Das ist Fakt und keine Unterstellung.
Jackson ist ein Medienprofi wählt seine Worte sehr bewusst. Nun hat er wieder geschwiegen, uns gegenüber. Während er sein Leben auf St. Pauli feiert und als cooles Erlebnis präsentiert, sendet er kein Wort des Danks an seine Teamkollegen, den Verein und seine Werte und an uns, die Fans, egal, in welche Richtung wir denken. Das finde ich schon sehr enttäuschend nach all den offenbar leeren Worten in den letzten Jahren, in denen er betonte, wie sehr er sich angeblich mit dem Verein und seinen Werten und den Anhängern identifizieren würde. Jetzt geht’s also nach Japan, dem nächsten Hip Place to be. No, Captain, you are not our Captain.