MillernTon-Adventskalender: Tür Nr. 17

MillernTon-Adventskalender: Tür Nr. 17

Hintergründe zum Adventskalender und eine Übersicht der Türchen findet Ihr hier auf dieser Seite.
Eure Lösung schreibt Ihr bitte in die Kommentare zu diesem Artikel, die Freischaltung erfolgt allerdings zusammen mit der Auflösung erst jeweils am Nachmittag, um allen anderen auch weiterhin ein fröhliches Mitraten zu ermöglichen.
Wir bieten Euch in diesem Kalender zwei Schwierigkeitsstufen an. Für Adventskalenderprofis mit einschlägigen Erfahrungen im Rätseln und Singen, sollte normalerweise schon die rein textliche Beschreibung ausreichen, um auf Gesang und Original zu kommen.
Da einige Beschreibungen sehr St.Pauli-spezifisch sind oder auch generell die Lösung vielleicht nicht so einfach ist, verlinken wir zusätzlich am Ende eine Audio-Datei des Fangesangs – in mal besserer und mal schlechterer Qualität.
Schreibt gerne bei Eurer Lösung dazu, wie Ihr drauf gekommen seid und ob Ihr die akustische Hilfestellung in Anspruch nehmen musstet.

Tür 17:

Bei der heutigen Melodie kann ich mit der Tür ins Haus fallen: Es ist nicht eindeutig feststellbar, von welchem Interpret die Originalmelodie hinter dem Fangesang stammt. Trotzdem gehe ich davon aus, dass ein Großteil aller Miträtselnden von dem Lied eine der verschiedensten Versionen kennt.

Bei mir war es so: Nach ewiger Grübelei fiel es mir wie Schuppen von den Augen – ich kenne die Melodie aus dem Film „Stirb langsam III – Jetzt erst recht„. Während ein weiteres Mitglied der deutschen Terroristenfamilie Gruber John McLane durch die Stadt treibt, läuft eine Instrumental-Version im Hintergrund. Anderen geht dies vielleicht so mit Kubricks „Dr. Seltsam oder wie ich lernte die Bombe zu lieben„.

Verkompliziert wird die Suche durch den Umstand, dass der Text zwar aus englischer Feder stammt, jedoch die Melodie von einem irischen Einwanderer aus den USA – und zwar zu einem leicht anderen Text. Glaubt man nun verschiedenen Quellen, wird jeweils dem einen oder anderen der (textliche) Ursprung zugewiesen. Das war ungefähr 1867.

Bei der Antwort lassen wir also mehrere Interpreten gelten.

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Im Text geht es um einen jungen Mann, welcher, scheinbar um sich aus der Verantwortung zu ziehen, eine schwangere Frau mit Kind zurücklässt, um im Krieg zu kämpfen. Er kommt schwer verwundet (ihm fehlt jeweils ein Arm und ein Bein) zurück und muss sich direkt (und zurecht) Vorwürfe der Sitzengelassenen anhören.
Jo! Nie wieder Krieg!

// flippa

Hier gehts zum Gesang!

Auflösung:

„When Johnny comes marching home“ von Patrick Gilmore scheint der Ursprung dieser Melodie zu sein. Auch wenn sie – oder Teile davon – damals ebenfalls bereits in anderen Liedern zu finden war.

Wir halten uns bei der Lösung (und im Text oben) an den Text von Joseph B. Geoghegan. „Johnny I hardly knew ye“, wirft ihm die junge die Dame an den Kopf. Nimmt ihn aber trotzdem wieder auf und pflegt ihn. Hinweis: Dieser Text wurde ursprünglich zu einer anderen Melodie gesungen – es ist verwirrend.

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Die bekanntesten Verisonen des Liedes sind am Millerntor sicherlich die von The Irish Rovers oder den Dropkick Murphys, bei denen der Song auch schon längst den Anstrich eines Antikriegsliedes bekommen hat. Auch die Verwendung der Melodie von The Clash in „English Civil War“ ist gerne mal im FCSP-Umfeld zu hören.

Wenn Dir gefällt was wir hier tun, findest Du hier die Infos dazu, ob und wenn ja wie Du uns unterstützen kannst.

56 thoughts on “MillernTon-Adventskalender: Tür Nr. 17

  1. When Johnny Comes Marching Home – Text geschrieben von Patrick Gilmore (Pseudonym Louis Lambert) – die dazu gehörige Melodie Johnny fill up the Bowl scheint viele Väter zu haben…

    Die von The Clash verarbeitete Version in „English Civil War“ gefällt mir am Besten.

  2. Puh, da war Recherche über den Tip mit dem Soundtrack nötig, auch wenn ich eine Version der Dropkick Murphys im Kopf hörte.

    Es gibt ja tatsächlich mehrere Lösungsvorschläge, da das erste Lied, das auf der Melodie basiert (When Johnny Gomes marching home), 1863 von Patrick Gilmore veröffentlicht wurde. Und dann wurde vier Jahre später „Johnny I hardly knew ye“ von Joseph Geoghegan veröffentlicht, das später irgendwie auf der Melodie von Gilmore basierte. Offenbar sind Melodie des Ersteren mit dem Text des Zweiten verschmolzen und da gibt es tatsächlich viele Varianten, u.a. eben von Dropkick Murphys.

    Wieder viel gelernt und die Wartezeit im Zug überbrückt, solange wir auf den verspäteten Lokführer warten mussten.

  3. Ihr habt mich dort hingeschickt, wo man niemanden hinschicken sollte. Ich habe Dinge gesehen, die kein Mensch sehen sollte. Ich war am dunkelsten, furchteregenstem Ort des Internets und wagemutig wie ich bin habe ich die Antwort von ganz tief da unten hervorgehoben: Aus den YouTube-Kommentaren!

    Unter „The Bomb Run“ vom Prager Philharmonie Orchester schrieb jemand die Antwort:

    Es ist der Yankee Doodle!

    Und den Summe ich jetzt wieder den ganzen Tag vor mich hin. Meine Kollegen werden mich hassen!

    Aber scheiß drauf, Advent ist ja nur einmal im Jahr!

      1. Sorry, dass ich hier ungefragt reingrätsche.
        Yankee Doodle habe ich, wenn ich jetzt nicht völlig daneben liege, ganz anders im Kopf. Und es ist, glaube ich, sogar Bestandteil eines anderen berühmten und sehr brachialen Millerntor-Chants.
        Der kommt bestimmt auch noch als weiteres Rätsel.

        1. Da hast Du natürlich recht. Die vielen Namen der unterschiedlichen Versionen bringen einen ganz durcheinander. Die nächste Tür hat dann wieder eine eindeutige Lösung.

  4. „When Johnny Comes Marching Home“ von Patrick Gilmore unter dem Pseudonym „Louis Lambert“.
    Zugegeben: Ohne Suchmaschine wäre ich da nicht drauf gekommen. Aber wieder etwas gelernt, danke 🙂
    Laut Simpsonspedia soll es auch eine Episode mit dem Titel „G.I. Homer“ geben, in der das Lied gesungen wird.

  5. Das gesuchte Lied ist bekannt unter „Johnny I hardly knew you“. Ich kenne es vom Dropkick Murphys Album „The Meanest of Times“.
    Alles zur Herkunft des Songs würde ich jetzt auch nur bei Wikipedia abschreiben, also will ich hier kein Wissen vortäuschen.
    Haroo! ☘️

  6. Ohne Wikipedia :
    When Johnny come marching home
    (neuere Version wahlweise von Billy Bragg oder The Clash English civil war)

    mit Wikipedia zum absichern
    Der Song ist von 1863——

    und danke für die Erinnerung an Dr. Strangelove

  7. Das ist „When Johnny comes marching home“ geschrieben von Patrick Gilmore unter dem Pseudonym Louis Lambert 1883 während des US-amerikanischen Bürgerkriegs.
    Hat in einer ganzen Menge Filme Verwendung gefunden (daher kenne ich es auch ursprünglich, da Filmmusik ne alte Leidenschaft ist :)), und sogar eingebaut in irgendnen ollen Punkrocksong, der hier auf dem Küchenstick vertreten ist.
    Früher hatte ich nen klassischen Hintergrund vermutet, in den orchestralen Versionen kommt es schon ziemlich überzeugend so rüber 🙂

  8. Heute brauchte ich etwas Recherchehilfe. Den Chant brauchte ich nicht hören, der Hinweis bzgl. „Die Hard with a Vengeance“ reichte schon aus.

    Die Melodie erinnert an „Johnny I Hardly Knew Ye“, was aber laut Recherche wohl nicht ganz richtig ist, denn das Lied hatte laut Wiki anfangs eine andere Melodie und basierte erst später auf der Melodie von „When Johnny Comes Marching Home“.

    Somit müsste als Ursprung dann wohl „When Johnny Comes Marching Home“ von Patrick Gilmore korrekt sein.

  9. Diesmal nur mit Hilfe der Suchmaschine! Aber dank der Hinweise ging es schnell!
    „When Johnny Comes Marching Home“ von Kapellmeister Patrick Gilmore

  10. When Johnny comes marching home ist das. Eine*n Interpret*in musste ich googeln, habe u.a. Patti LaBelle und Dolly Parton gefunden. Als Texter habe ich Patrick Gilmore aka Louis Lambert ausfindig gemacht.

  11. Da bin ich wieder mit einem plan

    WHEN JOHNNY COMES MARCHING HOME

    TEXT VON PATRIC GILMORE DER UNTER DEM PSEUDONYM LOUIS LAMBERT 1863 DAS LIED IM AMERIKANISCHEN BÜRGERKRIEG VERÖFFENTLICHTE

  12. Hmmh, hab irgendwie einen Western vor meinem geistigen Auge bei ‚When Johnny is marching home, hooray‘
    Komm aber grad nicht drauf. Kann auch Nord- gegen Süd gewesen sein.

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