{:de}Wer ist Tore Reginiussen? – Ein Spielerprofil{:}{:en}Who is Tore Reginiussen? – A player’s profile{:}

{:de}Wer ist Tore Reginiussen? – Ein Spielerprofil{:}{:en}Who is Tore Reginiussen? – A player’s profile{:}

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Der FC St. Pauli hat Innenverteidiger Tore Reginiussen verpflichtet. Der 34-jährige Norweger war seit Anfang Januar vereinlos. Vorher war Tore Reginiussen Kapitän und Stammspieler bei Norwegens Top-Klub Rosenborg Trondheim, spielte regelmäßig in europäischen Wettbewerben und war bis zuletzt norwegischer Nationalspieler. Reginiussen unterschreibt einen Vertrag bis Saisonende (mit der Option auf eine Verlängerung).
(Titelbild: Trond Tandberg/Getty Images/via OneFootball)

Warum wir den Artikel schon fertig haben?
Weil wir Übersetzungsmaschinen bedienen können und letzten Donnerstag vermeldet wurde, dass Reginiussen in die 2.Bundesliga wechselt. Ein kurzer Blick in die Stats zeigte, dass es ein „perfect match“ mit den Bedürfnissen des FCSP sein würde. Auf welchen Zweitligisten das wohl noch so gut passt? Deshalb haben wir die Mühle vorsichtig in Gang gesetzt. Am Sonntag fiel dann auch zum ersten Mal medial explizit der Name FCSP in Verbindung mit Reginiussen und ein gut informierter Kontakt in Norwegen bestätigte uns, dass es ernst sei. Wir legten endgültig mit dem Erstellen dieses Artikels los, hätten aber spätestens am Sonntag ein „Nach MillernTon-Informationen wechselt Tore Reginiussen zum FCSP„-Artikel schreiben können, aber das überlassen wir gerne anderen…

His story so far…

Tore Reginiussen schaffte seinen Durchbruch im Profibereich in der zweiten norwegischen Liga bei Alta IF im Jahre 2005. Sein erstes Spiel machte er an seinem 19. Geburtstag. Direkt in der nächsten Saison wechselte Reginiussen zu Tromsø IL in die höchste norwegische Liga, die Eliteserien. Nachdem er dort vier Jahre als Stammspieler eine tragende Rolle spielte, wechselte er Anfang 2010 zu Schalke 04. Dieser Transfer fiel in die Zeit als Felix Magath auf Schalke quasi allmächtig agierte und innerhalb kürzester Zeit über 30 Spieler holte, von denen nur sehr wenige dort nachhaltig Erfolg hatten. Reginiussen wurde nach nur einem halben Jahr (18 Minuten bei den Profis, sechs Einsätze bei der U23 von Schalke 04) zu US Lecce verliehen, wo er jedoch nach einem halben Jahr und keiner einzigen Minute Spielzeit wieder ging. Wenige Monate nach seiner Rückkehr zu Schalke 04, also im März 2011 ging Reginiussen leihweise bis zum Sommer zurück nach Tromsø.

Zur Saison 11/12 wechselte er dann nach Dänemark zu Odense BK. Dort war Reginiussen Stammspieler, brach sich im Frühjahr 2012 jedoch das Wadenbein und war nach seiner Rückkehr zur Saison 12/13 kein Stammspieler mehr, sodass der Wechsel zurück in die Eliteserien zu Rosenborg Trondheim folgte. Auch dort war er sofort Stammspieler und sogar Kapitän. Im Jahr 2015 (die norwegische Liga spielt die Saison im Kalenderjahr aus) riss sich Tore Reginiussen die Achillessehne, kehrte aber zum Saisonende zurück und feierte mit Trondheim den Double-Sieg. Diesen Erfolg wiederholte Trondheim 2016 (und 2018), mit Reginiussen als Stammspieler, was er bis zuletzt geblieben ist.

Ein Kopfballtor gegen Leipzig = viele Grußkarten aus Glasgow
(Robert Michael/AFP/Getty Images/via OneFootball)

Und wenn Du bei einem Top-Team deines Landes spielst und entsprechend häufiger mal den ein oder anderen Titel holst, dann spielst Du natürlich auch europäisch. Fans von Celtic Glasgow ist Tore Reginiussen wohl noch ein Begriff. Denn Ende 2018 köpfte er im Gruppenspiel gegen RB Leipzig spät noch den Ausgleich in der Europa League, obwohl Trondheim bereits ausgeschieden war. Nutznießer dieses Tores: Celtic Glasgow, die ihn daraufhin mit Weihnachtskarten überhäuften.

Neben seiner Klub-Karriere, die definitiv in den letzten sechs Jahren am erfolgreichsten war, ist Tore Reginiussen seit 2008 norwegischer Nationalspieler und machte in dieser Zeit insgesamt 31 Länderspiele. Zuletzt stand er im Oktober 2020 im Play-Off zur kommenden EM (wann auch immer die stattfinden wird) 90 Minuten auf dem Platz.

Was sagen die Statistiken?

Kurz zusammengefasst sagen sie, dass Tore Reginiussen jahrelang einer der besten Innenverteidiger der Eliteserien war. Laut InStat war er 2020 der viertbeste IV der Eliteserien mit einem Instat-Index von 260 (da der Wert universal ist, handelt es sich laut InStat um eine deutliche Verstärkung im Vergleich zu den bisherigen FCSP-IV’s). Auch im Jahr zuvor hatte er ähnlich performed und lag auf dem 4.Platz (ähnliche Zweikampf/Kopfball-Statistiken – Index bei 254). 2018 war er sogar der beste Innenverteidiger der Liga. Und 2017 wurde er zum Spieler der Saison der Eliteserien gewählt. Auch Wyscout zeigt Ähnliches: In der Saison 2020 war er siebt- und 2019 neuntbester IV der Liga. In den Jahren davor war er sogar noch höher gelistet (2018: 3., 2017: 2., 2016: 3).

Nicht nur „für“ sondern auch gegen Celtic im Einsatz
(Ole Martin Wold/AFP/Getty Images/via OneFootball)

Was macht ihn so stark?

Ich würde ihn anhand seiner Statistiken als echten defensiven „Allrounder“ bezeichnen. Reginiussen ist ein guter bis sehr guter Zweikämpfer, gewann im Schnitt über die letzten Jahre in Trondheim rund 70% seiner Zweikämpfe und auch seiner Kopfballduelle (keine Tendenz erkennbar). Aber auch in der Kategorie „Interceptions“ ist Reginiussen immer unter den Top10 der Liga zu finden.

Was kann er besser machen?

Ganz passabel, aber nicht herausragend ist sein Passspiel (wobei die reine Passquote (90%) natürlich kaum Aussagekraft besitzt): Tore Reginiussen spielt im Schnitt fünf Pässe ins letzten Drittel (75% erfolgreich). Das ist ganz okay und die Anzahl in dem Bereich, den auch die aktuellen FCSP-Innenverteidiger aufweisen (seine Quote ist aber besser). Allerdings wird er damit nicht mit James Lawrence mithalten können, der sehr viel progressiver spielt (z.B. in seinem letzten Spiel gegen Aue hat er 12 von 13 Pässen ins letzte Drittel an den Mitspieler gebracht).
Eher so lala ist eine andere Statisitk: Weniger als 40% seiner Pässe gehen nach vorne (der Rest zur Seite oder nach hinten) – Das ist im Vergleich zu den FCSP-Spielern eher unterdurchschnittlich (bei Ziereis/Lawrence sind es mehr als 50%, bei Avevor nur rund 30%). Aber es ist ja auch immer eine Frage der Spielweise eines Teams, ob und wie progressiv Spieler im Passspiel sein sollen. Die Quoten von Reginiussen sind jedenfalls schon gut.

Braucht Tore Reginiussen Zeit zum Eingewöhnen?

Da die Saison in Norwegen Im Dezember endete und Reginiussen sein letztes Spiel Mitte Dezember hatte, ist gar nicht klar, ob er trotz seiner offensichtlichen Stärken, eine Soforthilfe sein kann. Wir bekommen es ja gerade bei Eric Smith mit, dessen letztes Spiel eine Woche vor dem von Reginiussen war und der inzwischen einige Zeit im Aufbautraining verbringt. Daher eher unwahrscheinlich, dass wir ihn direkt auf dem Platz sehen werden. Allerdings hat Reginiussen bei seinen neuen Stationen immer direkt zum Saisonstart einen Stammplatz erobert. Er scheint sich also relativ schnell Eingewöhnen zu können. Aber ob das ohne Vorbereitung und nach acht Jahren beim gleichen Klub wieder der Fall sein wird, ist alles andere als sicher. Könnte also etwas dauern, bis er auf dem Platz steht.

Ist Tore Reginiussen zu alt?

Die Frage drängt sich natürlich auf: Mit 34 Jahren zählt Reginiussen definitiv nicht mehr zu den Spielern, die noch einmal gewinnbringend weitertransferiert werden können. Und viele Spieler haben bereits ein-zwei Jahre zuvor ihr maximales Leistungsniveau nicht mehr erreichen können. Aber das Alter bedeutet nicht zwingend, dass Reginiussen nicht mithalten kann. Und Erfahrung ist grundsätzlich etwas Gutes. Allein in der 2.Liga sind mit Hünemeier (34), Mavraj (34) und Gordon (36) drei Spieler, die klar dagegen sprechen (Hünemeier nach WyScout bester IV der Liga). Zusätzlich war Reginiussen noch vor rund einem Monat Stammspieler und Kapitän von Rosenborg Trondheim und einer der besten IV der Eliteserien. Möglich, dass er sein Niveau von 2016-2017 nicht mehr erreichen kann. Aber er dürfte auch eine Hilfe es ein, wenn er das Niveau des Jahres 2020 erreicht.

OSLO, NORWAY – DECEMBER 02: Tore Reginiussen, Anders Trondsen, Anders Konradsen of Rosenborg celebrates victory after Norwegian Cup Final between Rosenborg v Stromsgodset at Ullevaal Stadion on December 2, 2018 in Oslo, Norway. (Photo by Trond Tandberg/Getty Images)

What else?

Doch Statistiken sind bekanntlich nicht alles, wir freuen uns also sehr, mit Nik Wildhagen jemanden gefunden zu haben, der uns als Kenner des norwegischen Fußballs und Beobachter des FCSP ein paar Fragen zu unserem Neuzugang beantwortete:

Nik, schön wieder mit Dir zu sprechen. Der FC St.Pauli hat Tore Reginiussen vom Rosenborg BK verpflichtet. Da sein Vertrag ausgelaufen war, war er vereinslos. Passt der Wechsel sowohl für ihn als auch für uns?

Nun ja, bei Tore fühlt es sich so an, als hätte er noch eine Rechnung offen in Deutschland. Er war damals eine der vielen Verpflichtungen auf Schalke unter Felix Magath und kurz darauf lief es nicht gut für ihn bei den Königsblauen. Es hat für ihn dort irgendwie nicht hingehauen da er die meiste Zeit dort über verletzt war. Er wechselte dann zurück nach Norwegen und war dort für fast neun Jahre lang ein solider Spieler für Rosenburg. Ich hatte leider nie das Vergnügen, ihn interviewen zu dürfen, aber er scheint ein wirklich netter Typ zu sein. Als es dann letzten Monat offensichtlich wurde, dass sein Vertrag nicht verlängert würde, tauchte eine Story von einem neunjährigen Mädchen auf, die so traurig über seinen Abschied war, dass sie weinen musste. Am nächsten Tag hat Reginiussen sie dann bei ihr zuhause besucht und hat ihr ein Trikot geschenkt und ein bisschen mit ihr geplaudert.

Oh, das ist wirklich nett und klingt auch so, als würde er sich um seine Fans kümmern. Gut das zu hören. Er war Kapitän von RBK, hat sowohl in der Eliteserien als auch im Europapokal eine gute Rolle gespielt. Hast Du eine Ahnung warum er nicht in Rosenburg bleibt? 

Nun, Rosenburg hat gesagt, dass es seine Entscheidung sein würde, ob er noch ein weiteres Jahr bleiben wolle. Letztendlich haben sie sich dagegen entschieden, seinen Vertrag noch einmal für ein Jahr zu verlängern, was natürlich für ihn bedeutete, dass er sich nun anderswo um Arbeit umsehen müsse, wenn er seiner Karriere noch ein weiteres Jahr hinzufügen wolle. Vor dem Hintergrund, dass er einen wohl eher teuren Vertrag besaß, war diese Entscheidung wohl eher aus monetären Gründen motiviert und nicht von der Qualität seiner Leistungen auf dem Spielfeld abhängig.

Was sind Tores Stärken auf dem Spielfeld? Der FCSP braucht einen insbesondere kopfballstarken Innenverteidiger. Passt das?

Er ist kopfballstark, hat ein gutes Spielverständnis und kann in Schlüsselsituation den Ball erobern. Zusätzlich ist er noch ein guter Leader auf dem Platz. Wenn man alle diese Dinge zusammen berücksichtigt kann man wohl sagen, dass er einer der besten norwegischen Innenverteidiger im norwegischen Fußball der letzten 15 Jahre gewesen ist. Und noch ein Sahnehäubchen oben drauf: Reginiussen ist auch gar nicht mal so schlecht wenn es darum geht nach Standardsituationen Tore zu schießen. 

Und in welcher Hinsicht hat er noch Luft nach oben?

Er könnte etwas schneller sein, seine Technik könnte er ebenfalls noch verbessern, aber ich glaube kaum, dass er sich in dieser Hinsicht aufgrund seines Alters noch mal massiv verbessern wird. Aber der FC St. Pauli bekommt auf jeden Fall einen sicheren 34-jährigen, der ihnen sofort weiterhelfen kann.

Der FC St. Pauli steckt gerade im Abstiegskampf und wir suchen verzweifelt nach jemanden, der unserer Abwehr Selbstvertrauen verleiht und im besten Fall seine Teamkollegen auf dem Platz anführt. Glaubst Du er kann diese Erwartungen erfüllen?

Ja, definitiv. Reginiussen hat über die letzten Jahre in der Eliteserien gute gespielt und der dortige Spielstil ist nicht so groß verschieden von der 2. Bundesliga in Deutschland. Wenn man alle diese Dinge berücksichtigt, dann ist dies eine großartige Lösung für beide Seiten. Reginiussen hat noch mal die Chance im hohen Alter für ihn international zu spielen und St. Pauli bekommt einen guten Spieler auf der Innenverteidigerposition, der die so stark benötigte Stabilität in die Abwehrkette bringen kann.

Was für eine Persönlichkeit ist Tore Reginiussen? Gibt es da irgendwas was wir über ihn wissen müssen jenseits des Fußballplatzes?

Er scheint ein ruhiger Typ zu sein, der in seiner Freizeit gerne mal Angeln geht. Vor dem Hintergrund dass er aus Finnmark ( dem nördlichsten Teil Norwegens) kommt, ist das nicht wirklich eine Überraschung. Die Leute von dort sind an lange und dunkle Winter und an das kalte Klima gewöhnt. Außerdem sind sie für ihren trockenen Humor und ihre Widerstandskraft bekannt. 

Das klingt doch gut. Vielen Dank für Deine Zeit, Nik und alles Gute!

Der FC St. Pauli verpflichtet mit Tore Reginiussen also einen Spieler, den man als echten Allrounder auf der Innenverteidigerposition bezeichnen kann. Nik bezeichnet ihn als als „natural leader on the pitch„, Stärken in der Luft. Das können wir gebrauchen. Die Stärken in der Luft, aber auch am Boden sind aus den Statistiken ersichtlich (und Nik hat sie ebenfalls hervorgehoben), nach denen Tore Reginiussen einer der besten norwegischen IV’s des letzten Jahrzehnts war.
Damit reagiert der Klub klar auf die vorhandenen Schwachstellen im Kader, den physischen Nachteilen in der Luft. Und klar ist auch, dass es sich hierbei nicht um eine „kleine Lösung“ handelt. Wenn Tore Reginiussen ähnliche Leistungen wie in den letzten Jahren abrufen kann, wird er, besonders gegen physische Teams, ein Startelf-Spieler sein.

Herzlich Willkommen am Millerntor, Tore Reginiussen!

// Maik & Tim

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FC St. Pauli has signed centre-back Tore Reginiussen. The 34-year-old Norwegian had been without a club since the beginning of January. Previously, Tore Reginiussen was captain and regular player at Norway’s top club Rosenborg Trondheim, played regularly in European competitions and was a Norwegian national player until recently. Reginiussen signs a contract until the end of the season with the option for another year.

(Cover photo: Trond Tandberg/Getty Images/via OneFootball)

Why have we already finished the article? Because we know how to use translation machines and last Thursday it was announced that Reginiussen was moving to the 2nd Bundesliga. A quick look at the stats showed that it would be a „perfect match“ with the needs of FCSP, so we carefully set the mill in motion. On Sunday, the name FCSP was explicitly mentioned in connection with Reginiussen for the first time in the media. So, we finally got down to the business of writing this article.

His story so far…

Tore Reginiussen made his professional breakthrough in the Norwegian second division with Alta IF in 2005, playing his first game on his 19th birthday. The very next season Reginiussen moved to Tromsø IL in the highest Norwegian division, the Eliteserien. After four years as a regular player, he moved to Schalke 04 at the beginning of 2010, at a time when Felix Magath was virtually omnipotent at Schalke, bringing in over 30 players in a very short space of time, very few of whom had any lasting success there. Reginiussen was loaned out to US Lecce after only half a year (18 minutes with the professionals, six appearances with Schalke 04’s U23s), but left again after half a year and not a single minute of playing time. A few months after his return to Schalke 04, in March 2011, Reginiussen went back to Tromsø on loan until the summer.

He then moved to Denmark to join Odense BK for the 11/12 season. Reginiussen was a regular there, but broke his fibula in the spring of 2012 and was no longer a regular on his return for the 12/13 season, so a move back to the Eliteserien to Rosenborg Trondheim followed. There, too, he was immediately a regular and even captain. In 2015 (the Norwegian division plays out its season in the calendar year) Tore Reginiussen ruptured his Achilles tendon, but returned at the end of the season and celebrated the double victory with Trondheim. Trondheim repeated this success in 2016 (and 2018), with Reginiussen as a regular, which he remained until the end.

A header goal against Leipzig equals lots of Christmas cards from Glasgow
(Robert Michael/AFP/Getty Images/via OneFootball)

And if you play for a top team in your country and win one or two titles more often, then of course you also play in Europe. Celtic Glasgow fans are probably still familiar with Tore Reginiussen. At the end of 2018, he scored a late equaliser in the Europa League group match against RB Leipzig, even though Trondheim had already been eliminated. The beneficiary of this goal: Celtic Glasgow, who subsequently showered him with Christmas cards.

In addition to his club career, which has definitely been at its most successful in the last six years, Tore Reginiussen has been a Norwegian international since 2008 and has made a total of 31 caps in that time. The last time he played 90 minutes was in October 2020 in the play-off for the upcoming European Championship (whenever that will be).

What do the statistics say?

In short, they say that Tore Reginiussen was one of the best centre-backs in the Eliteserien for years. According to InStat, in 2020 he was the 4th best centre-back in the Eliteserien with an Instat-Index of 260 (since the value is universal, according to InStat, it is a significant increase compared to the previous FCSP’s centre-backs). The year before he had also performed similarly and was in 4th place (similar tackling/heading stats – index at 254). In 2018, he was even the best centre-back in the division. And in 2017, he was voted player of the season of the elite series. Wyscout also shows similar things: in the 2020 season, he was the seventh-best centre-back in the division and in 2019 the ninth-best. In the years before that, he was listed even higher (2018: 3rd, 2017: 2nd, 2016: 3).

Not just “for” but also against Celtic on the pitch.
(Ole Martin Wold/AFP/Getty Images/via OneFootball)

What makes him so strong?

Based on his statistics, I would describe him as a real defensive „all-rounder“. Rerginiussen is a good to very good tackler, won on average over the last years in Trodnheim about 70% of his duels and also his header duels (no tendency discernible). But also in the category „interceptions“ Rerginiussen is always among the top 10 in the division.

What can he do better?

His passing game is quite passable, but not outstanding (although the pure passing rate (90%) is of course hardly meaningful): Tore Reginiussen plays an average of five passes into the final third (75% successful). That’s quite okay and the number is in the same range as the current FCSP centre-backs (but his rate is better). However, he will not be able to keep up with James Lawrence, who plays much more progressively (e.g. in his last match against Aue, he delivered 12 of 13 passes into the final third to his teammate).

Another statistic is rather so-so: less than 40% of his passes go forward (the rest to the side or back) – this is rather below average compared to the FCSP players (with Ziereis/Lawrence it is more than 50%, with Avevor only about 30%). But it is always a question of a team’s style of play whether and how progressive players should be in the passing game. In any case, Reginiussen’s rates are already good.

Does Tore Reginiussen need time to settle in?

Since the Norwegian season ended in December and Reginiussen had his last game in mid-December, it is not at all clear whether he can be an immediate help despite his obvious strengths. We are seeing it with Eric Smith, whose last game was a week before Reginiussen’s and who is now spending some time in rehabilitation training. It is therefore unlikely that we will see him directly on the pitch. However, Reginiussen has always won a regular place at his new stations right at the start of the season. So he seems to be able to settle in relatively quickly. But whether that will be the case again without preparation and after eight years at the same club is anything but certain. So it could take a while until he is on the pitch.

Is Tore Reginiussen too old?

The question naturally arises: At 34, Reginiussen is definitely no longer a player who can be profitably transferred. And many players have already not been able to reach their maximum performance level one or two years earlier. But age doesn’t necessarily mean that Reginiussen can’t keep up. And experience is basically a good thing. In the 2nd division alone, with Hünemeier (34), Mavraj (34) and Gordon (36), there are three players who clearly speak against it (according to WyScout, Hünemeier is the best centre-back in the division). In addition, Reginiussen was still a regular player and captain of Rosenborg Trondheim about a month ago and one of the best centre-backs in the Eliteserien. It is possible that he will not be able to reach his level of 2016-2017. But he should also be a help if he reaches the level of 2020.

OSLO, NORWAY – DECEMBER 02: Tore Reginiussen, Anders Trondsen, Anders Konradsen of Rosenborg celebrates victory after Norwegian Cup Final between Rosenborg v Stromsgodset at Ullevaal Stadion on December 2, 2018 in Oslo, Norway. (Photo by Trond Tandberg/Getty Images)

What else?

But as we all know, statistics aren’t everything, so we are very pleased to have found Nik Wildhagen, a connoisseur of Norwegian football and observer of FCSP, to answer a few questions about our new addition: 

Nik, nice to talk to you again. FC St.Pauli signs Tore Reginiussen from Rosenborg BK. His contract expired, he was a free agent. Is this a good fit for him and for us?

Well, Tore probably feels like he has some unfinished business in Germany. He was one of the many signings Felix Magath brought in at Schalke when things started to unravel for him over at the Royal Blues. Things didn’t work out as he spent most of his time being injured and he then made a return to Norway where he’s been a solid player for Rosenborg for almost 9 years. 
I’ve never had the pleasure of interviewing him, but he seems like a nice guy. Last month when it became clear that his contract at Roseborg wasn’t going to be extended, there was a story of a nine year old girl who was so sad to see him leave that she had to cry. The following day Reginiussen popped up at her door and delivered a jersey to her and have a chat. 

Ouh, that’s really kind and it sounds like, that he cares about his supporters. Good to hear that. 
He was the captain at RBK, played a good role in Eliteserien and also in the european cups. Any idea why he did not stay in Rosenburg?

Well, Rosenborg were saying that it was up to him if he wanted to stay for another year. In the end they decided against extending his contract, which meant that he had to look for employment elsewhere if he wanted to extend his career. Given that he was on rather high wages, this decision was mostly influenced by monetary reasons and not the quality of performances he has delivered on the pitch.

What are Tores strengths on the field? FCSP needs a good central back, especially in the air. Does this fit?

He is good in the air, has a good understanding of the game and intercepts balls in key situations. Additionally he is a natural leader on the pitch. All things considered, it is fair to say that he is one of the best central defenders within Norwegian football for the last 15 years. And to put a little cherry on top of all of that, Reginiussen isn’t half bad at scoring goals from set pieces as well. 

And on which aspects is room for improvement?

He could be a little quicker, his technique could be improved, but I think you won’t see massive improvements in those areas given his age. But, what St. Pauli are getting is a secure 34-year-old who can help the team straight away.

FC St.Pauli struggles in our league and we desperately need someone in the back who gives us confidence and in best case, also leads his team mates on the pitch. Do you think he can fulfil these expectations?

Yes, defintely. Reginiussen has done well in the Eliteserien over the last few years and the level of that league and the style of play isn’t all that different from the Bundesliga 2. All things considered this a great solution for both parties. Reginiussen gets to taste international football at an advanced age and St. Pauli get a player who can step up in central defense and bring some much needed security to that backline.

What kind of a person is Tore Reginiussen? Anything we should know about him, offside the football field?

He seems to be a calm guy who enjoys a bit of fishing in his spare time. Given that he is originates from Finnmark (the most northern part of Norway), that doesn’t really come as a surprise. The people from that region are used to long and dark winters and a lot of cold climate. They are known for their dry sense of humor and resilience. 

Sounds good, thanks for your time, Nik, all the best!

So FC St. Pauli signs Tore Reginiussen, a player who can be described as a real all-rounder at the centre-back position. Nik describes him as a „natural leader on the pitch“, strengths in the air. We can use that. The strengths in the air, but also on the ground, are evident from the statistics (and Nik has also highlighted them), according to which Tore Reginiussen was one of the best Norwegian centre-backs of the last decade.

This is clearly the club’s response to the existing weaknesses in the squad, the physical disadvantages in the air. And it is also clear that this is not a „small solution“. If Tore Reginiussen can deliver similar performances as in recent years, he will be a starting eleven player, especially against physical teams.

Welcome to the Millerntor, Tore Reginiussen! 

// Maik & Tim (translated by Arne)

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4 thoughts on “{:de}Wer ist Tore Reginiussen? – Ein Spielerprofil{:}{:en}Who is Tore Reginiussen? – A player’s profile{:}

  1. Wird das jetzt nicht recht voll in der IV? Oder wird das auch nichts mehr mit Lawrence? Und war nicht Dzwigala der IV, der sofort helfen sollte? Geht Knoll noch in der Winterpause? Will man wieder weg von Buballa auf IV, obwohl das doch endlich mal wieder funktioniert als Gefüge?

    Mach doch mal einen Artikel zur Analyse der Situation in der IV

  2. Wolltet Ihr damit davon ablenken, dass Mats Möller Daehli zum 1.FC Nürnberg wechselt? Es gelingt nur bedingt, auch wenn wir einen Verteidiger natürlich dringender brauchen. Oh Mann, Andreas Rettig hatte wohl doch recht, als er über die Wappenküsser gelästert hat…

    1. Warum sollte der Millernton davon ablenken sollen, dass MMD zu Nürnberg geht? Und soll jetzt kein Wechsel hier mehr besprochen werden, bis MMD wieder da ist?

      Abgesehen davon: Willkommen am Millerntor,Tore Regeniussen. Gerne nehme ich weiter zu null-Spiele.

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