{:de}FC St.Pauli – SV Darmstadt 98 3:2 – Lucky Number Seven{:}{:en}FC St. Pauli – SV Darmstadt 98 3:2 – Lucky Number Seven{:}

{:de}FC St.Pauli – SV Darmstadt 98 3:2 – Lucky Number Seven{:}{:en}FC St. Pauli – SV Darmstadt 98 3:2 – Lucky Number Seven{:}

{:de}

Der FC St. Pauli gewinnt sein siebtes Saisonspiel. Wer die letzte Szene des Spiels gesehen hat, wird sicher das Adjektiv „glücklich“ hinzufügen wollen. War es auch, denn das Spiel hätte wohl ein Unentschieden eher verdient gehabt. Und zweifelsfrei hat es einen Schönheitspreis verdient, auch wenn beide Trainer einmal mehr mit den defensiven Schwächen ihrer Teams zu kämpfen hatten.
(Titelbild: Peter Boehmer)

So schön der Heimsieg gegen Darmstadt auch war, so schön Fußball allgemein auch ist: Es gibt Wichtigeres und der FC St. Pauli und der SV Darmstadt 98 haben ein klares Zeichen gesetzt:

(c) Peter Boehmer

Die Aufstellung

Keine Veränderungen auf Seiten des FC St. Pauli. Ich hatte im Vorbericht maximal mit einer Änderung in der Innenverteidigung gerechnet, damit, dass Tore Reginiussen gegen Serdar Dursun spielen würde. Timo Schultz setzte aber auf Kontinuität und bot zum dritten Mal in Folge die gleiche Startelf auf.

Bei Darmstadt 98 gab es hingegen zwei Änderungen im Vergleich zum letzten Spiel gegen Osnabrück: Für die verletzten Herrmann und Clemens kamen Lars Lukas Mai und Tim Skarke rein. Von der Viererkette rückte Trainer Markus Anfang aber nicht ab. Das hatte ich anders erwartet.

Es war dann eine Art 4-1-4-1, die Darmstadt spielte. Allerdings wurde diese Formation sehr variabel gespielt. Linksverteidiger Holland interpretierte seine Seite etwas offensiver als Mai auf der Gegenseite. Und Marvin Mehlem agierte etwas tiefer als Kempe. Wenn das jemand als 4-2-3-1 oder sogar als 3-3-3-1 bezeichnen möchte, dann wäre das auch ok.

Die 1. Halbzeit

Beide Teams gönnten sich wenig Zeit für unbeschwerten Ballbesitz. Der FC St. Pauli griff in vorderster Reihe wieder auf das altbewährte Mittel der Manndeckung zurück: Daniel-Kofi Kyereh begleitete Sechser Nicolai Rapp konsequent, Marmoush und Burgstaller stellten die Innenverteidiger zu, ohne sie anzulaufen.
Eher abwartend startete der FCSP auf der Außenbahn im Pressing. Zuletzt wurden auch gerne die Außenverteidiger bei Ballbesitz konsequent von Zalazar und Becker angelaufen (gegen Heidenheim zum Beispiel). Das war zu Spielbeginn nicht der Fall, änderte sich aber im Spielverlauf zumindest partiell. Wenn die beiden Achter jedoch nicht anliefen, waren es Marmoush und Burgstaller, die die Außenverteidiger anliefen und dabei den Passweg zurück zum Innenverteidiger im Deckungsschatten zustellten, um den langen Pass zu forcieren.

Ganz kurz blitzte auch das doch recht einzigartige Einrücken der Lilien-Außenverteidiger im Ballbesitz auf (in meinen Notizen steht es mit ! in Minute 13:30). Allerdings habe ich das nur ein einziges Mal wirklich beobachten können, ansonsten war die Viererkette eher breit gestaffelt.

Die Lilien spielten ihr Pressing deutlich aggressiver als der FCSP: Der ballferne Außenverteidiger des FCSP wurde im Anlaufen ignoriert bzw. wurde vom gegnerischen Außenverteidiger an langer Leine bewacht. Alle anderen defensiven Spieler wurden mit hohem Tempo angelaufen.
Zu Spielbeginn zeigte sich der FCSP etwas pressingresistenter und konnte so die ein oder andere gefährliche Situation erspielen. Je länger die Halbzeit lief, umso mehr Übergewicht erspielte sich aber Darmstadt 98. Aus mehr Ballbesitz konnten sich die Lilien aber (noch) keine wirklich zwingenden Chancen erspielen.

Immer aggressiv angelaufen, trotzdem richtig stabil: Leart Paqarada
(Martin Rose/Getty Images/via OneFootball)

Anders der FCSP, der direkt in der zweiten Minute durch Burgstaller bereits die Führung hätte erzielen können. Das holte er dann in der Phase nach, in der Darmstadt gerade am deutlichsten das Spiel diktierte. Das 1-0 des FCSP ist geradezu eine Blaupause für das, was dieses Team aktuell so stark macht:

Durch hohes Pressing (ich habe mir zum ersten Mal in dem Spiel notiert, dass die beiden Achter auf die Darmstädter Außenverteidiger pressten), wurden die Lilien zu einem langen Ball gezwungen, den Ziereis aufnahm und erst einmal kontrolliert zum Torwart spielte. Der legte weiter zu Lawrence, der nach links zu Paqarada schob (dieser Pass war in der ersten Halbzeit einer der Pressingauslöser für Darmstadt), der durch hohes Anlaufen der Lilien zurück zu Lawrence spielte. James spielte dann druckvoll die Linie links runter zu Zalazar, das Pressing von Darmstadt war immer noch hoch. Zalazar aber dribbelte sich um seinen Gegenspieler und schaltete den Turbo an und konnte seine drei (!) Verfolger auf Abstand halten. Es spielte zu Kyereh, der ebenfalls zwei Darmstädter Spieler ausdribbelte und dann, knapp 20m vor dem Tor quer zum freien Becker legte. Der spielte einen überlegten Pass in den Strafraum zu Ohlsson, der dort, warum auch immer, bereits anspielbereit wartete (weil er nach dem Dribbling von Zalazar einfach weiter durchgelaufen ist) und von rechts einen Querpass hereingab, der eigentlich zu nahe ans Darmstädter Tor gespielt ist. SVD-Torwart Schuhen konnte abwehren, aber direkt auf den Oberschenkel von Burgstaller, der dadurch aus drei Metern ins leere Tor einschießen konnte.
„Ballgewinne durch gut getimtes Pressing, Pressingresistenz im Aufbau, starke Dribbler, überlegtes Passspiel auch im letzten Drittel und Stürmer, die genau da stehen, wo sie stehen müssen.“
Das beschreibt das Spiel des FCSP aktuell recht gut.

„Ditschte“ mal wieder einen rein – Das fünfte Mal zum wichtigen 1-0: Guido Burgstaller
(Martin Rose/Getty Images/via OneFootball)

Mit der Führung ging es in die Halbzeit, auch wenn Darmstadt direkt im Anschluss an das Führungstor richtig stark aufspielte. Und obwohl ich bereits in der ersten Halbzeit dachte, dass es ein richtig gutes Fußballspiel sei, sollte die zweite Halbzeit noch viel mehr bieten.

Vorher muss ich aber einmal mehr mein Herz an Eric Smith verschenken. Es ist so stark, was der auf der Sechs spielt. Er ist genau dieser physische Spieler, den der FCSP dort benötigt. Der steht nach nun vier Spielen in der 2.Liga bei unglaublichen 74% gewonnener Defensivzweikämpfe (damit ist er der deutlich stärkste Zweikämpfer der Liga auf dieser Position). Gegen Darmstadt waren es 8 von 11 Duellen, die er gewann. Hinzu kommen viele Klärungen und Interceptions (und dieses Mal auch offensiv richtig Gutes, dazu später mehr). Der Typ ist auf dem Feld total unscheinbar, aber macht so viel Gutes.

Die 2. Halbzeit

Mit Wiederanpfiff ging es direkt so weiter, wie die erste endete: Darmstadt 98 konnte sich ein Übergewicht erspielen und wurde nun, im Gegensatz zur ersten Halbzeit auch etwas zwingender, vor allem durch Standards, aber auch deshalb, da sie die zweiten Bälle größtenteils gewinnen konnten. Das Spiel wurde schnell. Und aufregend. Mir fällt es schwer da eine taktische Umstellung auszumachen, aufgrund derer die zweiten Bälle nun bei Darmstadt landeten.
Allerdings hatte der FCSP in der 57.Minute die große Chance auf das zweite Tor, nachdem Eric Smith mit einem übermenschlichen Pass auf Burgstaller das Darmstädter Pressing in Schutt und Asche legte.
Trotz dieser Chance war Darmstadt auch weiterhin spielbestimmend und hatte die erste große Chance aus dem Spiel heraus in der 59.Minute, nach einer wackeligen Abwehraktion von Ziereis. Aber da es mit dem ersten Pass von Smith nicht klappte, spielte er einfach noch einen zweiten Zauber-Pass und hebelte mit einem Lupfer die Lilien-Abwehrreihe aus – 2:0.

Ein Wahnsinn, was Eric Smith einmal mehr ablieferte.
(Martin Rose/Getty Images/via OneFootball)

Darmstadt blieb aber weiterhin am Drücker, spielte sich schön durch auf der linken Seite und erzielte nur zwei Minuten nach dem FCSP-Tor den Anschlusstreffer. Objektiv betrachtet war das durchaus verdient.
Und zwei Minuten später verliert Ziereis Dursun in seinem Rücken komplett aus den Augen, der dadurch völlig frei einschieben kann – Drei Tore in sechs Minuten, meine Fresse!

Das Tempo blieb hoch, es folgte Chance auf Chance. Wieder zwei Minuten später waren es Marmoush und Kyereh, die bei einem Standard gute Einschussmöglichkeiten hatten (mir fällt gerade auf, dass ich den Freistoss von Kempe an die Latte unterschlagen habe).
Noch viel größer war dann die Chance für Honsak, der im 1-gegen-1 an Stojanovic scheiterte, ebenfalls zwei Minuten später.
Was für ein Fußballspiel war das zwischen Minute 57 und 70?!

Zufrieden konnte Timo Schultz damit nicht sein. Viel zu groß war der Druck von Darmstadt. Er stellte mit der Einwechslung von Tore Reginiussen auf eine Dreierkette um. In der Folge konnte das Spiel etwas beruhigt werden, was sicher im Sinne des FCSP war. Die Stabilität brachte die Dreierkette, aber auch Reginussen selbst, der alle seine Zweikämpfe gewann und eine wohltuende Ruhe am Ball ausstrahlte.

Die Dreierkette brachte aber nicht nur mehr defensive Stabilität, sie hatte auch den schönen Nebeneffekt, dass Reginiussen und Lawrence außen in der Dreierkette etwas offensiver denken konnten. Während die offensiven Aktionen von Reginiussen zwar vielversprechend waren, aber nichts einbrachten, zeigte Lawrence in der 82.Minute sein feines Füßchen und spielte einen langen Ball direkt in den Fuß von Burgstaller (der sonst richtig, richtig starke Pálsson sprang unterm Ball durch). Der fackelte nicht lange und machte das 3-2 für den FCSP. Eine glückliche Führung, auch wenn die zehn Minuten zuvor wieder stabiler waren.

Ruhe war damit noch lange nicht. Die Lilien waren über die gesamten 90 Minuten sehr spielstark, konnte sich aber dann, wenn es ernst wurde zu häufig nicht durchsetzen. Mit mehr als 73% gewonnener Defensiv-Duelle (Höchstwert der Saison) war der FCSP durchaus stabil und ließ gegen offensiv starke Lilien nicht wenig, aber auch nicht viel aus dem Spiel heraus zu (abgesehen von der Phase zwischen Minute 58 und 70).
Mehr Gefahr ging von Standards der Darmstädter aus. Die bisher im Saisonverlauf durchaus vorhandene Stärke des FCSP bei gegnerischen Standards wurde von Darmstadt massiv auf die Probe gestellt. Und diese Gefahr wurde mit jeder Spielminute größer. Einen Vorgeschmack gab der Lattenschuss von Kempe in der 47. und der Kopfball von Höhn nach einer Ecke (53.).
In der 86.Minute war es dann Dursun, der den Ball per Kopf nach einem Freistoss an die Latte setzte, der danach nur einen Meter vor der Torlinie aufsetzte. Der Nachschuss konnte nur knapp verteidigt werden. Noch knapper, und es war eigentlich ein passendes Ende für ein Spiel, dass sich nahezu keine Auszeit nahm, war es dann in der 94.Minute als Ohlsson erst stehend, dann sitzend auf der Linie abwehrte und Höhn anschließend den Ball, abgefälscht durch Stojanović ein drittes Mal in diesem Spiel an die Latte jagte.

Keine Frage, an Ohlsson gab es auch für Darmstadt kein Vorbeikommen – knapp 80% gewonnen Duelle und die doppelte Klärung auf der Linie in der Nachspielzeit bestätigten das.
(Martin Rose/Getty Images/via OneFootball)

Der FC St. Pauli gewinnt also ein mitreißendes Spiel gegen Darmstadt etwas glücklich und holt damit seinen siebten Saisonsieg. Beide Teams hielten genau das, was sie anhand ihrer Statistiken (vorne hui, hinten naja) versprachen. Die xG-Werte liegen dabei, je nach Anbieter teils weit auseinander (Wyscout: 2.9-2.8 – Fivethirtyeight: 2.9-2.2 – 11tegen11: 2.1-2.8 (hier auch schön gesplittet nach Situationen aus dem Spiel und Standards)).

Die „Passmaps“ von 11tegen11 zeigen auch eindrucksvoll das Ungleichgewicht im Spiel beider Teams mit Fokus auf der jeweils linken Seite und damit die Wichtigkeit von Paqarada und Zalazar als Verbinder. Aber sie zeigt auch die Progressivität von Becker.

Nachdem ich die Tore von Guido Burgstaller liebevoll als „hässlich“ bezeichnete (was er mit seinem ersten Tor gegen Darmstadt mal wieder bestätigte), ließ er ein Traumtor in Nürnberg folgen. Nachdem ich ihm vorwarf, dass er nur einfach treffen könne, ließ er nun einen Doppelpack folgen. Das sorgte dafür, dass mir ein piepsieges und lautes „Guido!“ entfleuchte, so wie andere Menschen reagieren, wenn sie einen anderen Guido sehen (den, der Shopping-Touren begleitet). Was kann der Typ eigentlich nicht? Ich sag es euch, ich trigger weiter: Stadtmeister werden kann er nicht.

Immer weiter vor!

// Tim

(alle Statistiken von Wyscout)

Alle Beiträge beim MillernTon sind gratis. Wir freuen uns aber sehr, wenn Du uns unterstützt.

MillernTon auf Threads // BlueSky // Mastodon // YouTube // Facebook // Instagram

{:}{:en}

The FC St. Pauli wins its seventh match of the season. Whoever saw the last scene of the match will certainly add the word „lucky“. Which it was as the match would have rather deserved a draw. And without any doubt, the match deserves to win a beauty pageant even though both coaches had troubles with the weak performance of the defences of their teams. 
(Cover picture by Peter Boehmer)

Even though the home win against Darmstadt was beautiful and even though football, in general, is beautiful: There’s something more important and the FC St. Pauli and SV Darmstadt 98 set a clear mark:

(c) Peter Boehmer

The line-up

There were no changes at the  FC St. Pauli. In my pre-match report,  I only speculated about a change in the central defense so that Tore Reginiussen would play against Serdar Dursun. But Timo Schultz preferred continuity and started with the same starting eleven for the third time.

At Darmstadt 98, there were two changes compared to the last match against Osnabrück: For the injured Herrmann and Clemens, Lars Lukas Mai and Tim Skarke were substituted. But manager Markus Anfang still stuck to a back four. Well, I expected something different.

It turned out to be some sort of 4-1-4-1, which Darmstadt aimed to play. However, this formation was performed with plenty of variations. Left wing-back Holland interpreted his flank as a bit more offensive than Mai on the other side. And Marvin Mehlem acted a bit deeper than Kempe. But if someone wants to describe it as a  4-2-3-1 or even a 3-3-3-1, I am fine with it, too.

The first half

Both teams did not allow much time for jaunty ball possession. The FC St. Pauli again applied the well-serving mean of man-to-man marking in the first row: Daniel-Kofi Kyereh consistently followed central defensive midfielder Nicolai Rapp, Marmoush and Burgstaller blocked the central defenders without attacking them.
The FC St. Pauli began rather awaiting on the flank in terms of pressing. In the last matches, when in ball possession, Zalazar and Becker consistently attacked the wing-backs (for example against Heidenheim). This wasn’t the case when the match started, however, it changed slightly during the course of the match. But when both eights did not attack, Marmoush and Burgstaller instead moved towards the wing-backs in order to block the pass option back to the central defender and thus enforcing the long pass. 

For a very short moment, the pretty individual moving of Darmstadt’s wing-backs towards the centre when in ball possession appeared. (I took a note marked with a ! in minute 13:30). However, I could only witness it for one time only, for the rest of the time the back four were rather widely positioned.

The Lilies performed their pressing clearly more aggressively than the FCSP: The ball-distant wing-back of the FCSP was ignored when they pressed or was kept on a long lead by the opponent wing-back respectively. All the other defensive players were attacked with high speed.
When the match started, the FCSP showed a bit more pressing-resistance and could thus elicit one or the other dangerous situation. But the longer the first half got, the more overweight was elicited by Darmstadt 98. But from their more of ball possession, the Lilies couldn’t elicit any forcing chances.

Consistently pressed against, nevertheless really stable: Leart Paqarada
(Martin Rose/Getty Images/via OneFootball)

That was different for the FCSP who could have taken the lead in the second minute already. But Burgstaller failed. But he then scored in a phase in which Darmstadt was clearly dominating the match. The 1-0 of the FCSP is almost a blueprint of what makes the team strong currently:

Through a high pressing (for the first time, I actually noted during the match that both eights pressed against Darmstadt’s wing-backs), the Lilies were forced to shot a long ball which was then received by Ziereis and passed to the goalie in a controlled manner. The goalie then passed to Lawrence, who then passed to Paqarada on the left (during the first half, this pass was then a trigger for Darmstadt to press again), who again passed back to Lawrence because he was pressed against. James then played the ball powerfully down the line to Zalazar, however, the pressing of  Darmstadt still remained high. But Zalazar dribbled around his opponent and then ignited the turbo which allowed him to keep his pursuers at a distance. He played to Kyereh, who also „out-dribbled“ two players of Darmstadt and then, almost 20m in front of the goal, passed to the free Becker. Becker then played a thoughtful pass into the box to Ohlsson, who was, for whatever reason, already awaiting the ball there (because he simply rushed to the fore after the dribbling of Zalazar ) and then played a pass from the right side which was actually too near to the goal of Darmstadt. SVD-goalie Schuhen could defend the ball, but only towards the thigh of Burgstaller who could then shot into the net from a distance of three metres only.
„ball wins because of well-timed pressing, pressing-resistance when building-up, strong dribbler, thoughtful passes even in the last third and forwards who are positioned where they belong.“
This describes the play of the FCSP currently pretty well.

„Somehow scored“ another one – for the fifths time to the important 1-0: Guido Burgstaller
(Martin Rose/Getty Images/via OneFootball)

The lead was conserved for the half-time break, even though Darmstadt was responding very strong straight after the leading goal. And even though I thought during the first half already that I witness a really good football match, it got even better in the second half.

But before we come to that I have again to devote my heart to Eric Smith. His performance as a central defending midfielder is so strong. He is exactly the physical player that the FCSP needs in this position. After four matches in the second division only, his score of won defensive duels is at 74% (with this value he is clearly the strongest duellist of the division on this position). Against Darmstadt, he won eight out of 11 duels. Additionally, there are many more clearings and interceptions (and this time also some very good things offensive-wise, but I’ll get to this later). This lad is so unprepossessing on the pitch but he’s doing so many good things.

The second half

With the starting whistle, the second half started exactly where the first one ended: Darmstadt 98 could elicit an overweight and became a lot more forceful now compared to the first half, especially through set-pieces but also because they could largely win the second balls. The match got fast. And exciting. I cannot analyse a clear tactical reason that caused the second balls to fall for Darmstadt now.
However, the FCSP had a huge chance for the second goal in the 57th minute after Eric Smith played an Uber-pass to Burgstaller which wrecked the pressing of Darmstadt entirely.
Despite this chance, Darmstadt remained to dominate the match and got the first big chance out of their own play in the 59th minute after a weak defensive performance of Ziereis. But as the first pass of Smit wasn’t turned into a goal, he simply played another magical pass and outplayed the Lilies‘ defending line with a lob  – 2:0.

Complete madness what Eric Smith delivered on the pitch.
(Martin Rose/Getty Images/via OneFootball)

But Darmstadt kept its foot on the throttle, played beautifully on the left side and scored just two minutes after the goal of the FCSP the 2-1. It was deserved from an objective perspective.
And just two minutes later, Ziereis completely lost sight of Dursun in his back who then could easily and freely score the 2-2 –  Three goals in six minutes, for fucks sake!

The speed remained high, chance followed on chance. Again, just two minutes later, Marmoush and Kyereh got options to score after a set-piece (and I just realise that I totally forgot to mention the set-piece of Kempe against the bar).
But even bigger was the chance of Honsak, who failed to score after a one-to-one situation against Stojanovic, again just two minutes later.
What kind of football match was that between minutes 57 and 70?!

Timo Schultz couldn’t be fine with that. The pressure of Darmstadt was much too high. With the substitution of Tore Reginiussen he changed to a backline of three. Following that, the match could be calmed down which was clearly in favour of the FCSP. Stability was added through the backline of three, but also through Reginussen himself, as he could win all of his duels and also send a soothing calmness when in ball possession.

But the backline of three did not just add more defensive stability but also the beautiful side-effect that Reginiussen and Lawrence could think a bit more offensive on the outer flank of the backline. And while the offensive actions of Reginiussen were somehow promising but did not add anything to count, Lawrence was able to demonstrate his fine foot in the 82nd minute when he played a long ball to Burgstaller (the otherwise really, really strong  Pálsson jumped underneath the ball). And Burgstaller did not take long to score the 3-2 for the FCSP. A lucky lead, even though the ten minutes before the goal had gotten more stable.

But this didn’t add any calmness. The Lilies were very strong throughout the entire 90 minutes, but too often failed to assert themselves when things got serious. With more than 73% of won defensive duels (the highest value of the season), the FCSP was definitely stable and allowed not much to the offensive strong Lilies straight out of the game (apart from the phase between the 58th and 70th minute).
But more danger was caused by the set-pieces of Darmstadt. The so-far clearly existing strength of the FCSP against set-pieces of the opponents was massively challenged by Darmstadt. And this danger got bigger with every added minute. An appetizer was already offered by the shot against the bar of Kempe in the 47th minute and the header of Höhn after a corner ball in the 53rd.
In the 86th minute it was Dursun, who hit the bar with a header after a free-kick and the ball then just dropped one metre in front of the goal-line. The rebound could only be defended barely. And it got even a little more bare, which was actually a well-fitting end for a match which did not leave much time for respite, in the 94th minute when Ohlsson at first while standing and then while sitting defended on the line before Höhn then shot a ball which was slightly touched by Stojanović against the bar – for the third time in the match.

No doubt, there was no chance for Darmstadt to beat  Ohlsson. Almost 80% of won duels and defending the ball twice on the line clearly confirm that.
(Martin Rose/Getty Images/via OneFootball)

So, the FC St. Pauli wins a thrilling match against Darmstadt somewhat lucky and thus earns its seventh win of the season. Both teams confirmed what their statistics predicted: strong in the front, weak at the back. The xG-values are thereby – depending on the provider – varying largely (Wyscout: 2.9-2.8 – Fivethirtyeight: 2.9-2.2 – 11tegen11: 2.1-2.8 (they also split their results beautifully according to the match situation: out of the play or after a set-piece)).

The „Passmaps“ of 11tegen11 impressively show the imbalance of the play of both teams with a focus to the left side and thus the importance of Paqarada and Zalazar as a connector. But they also show the progressiveness of Becker.

After I called the goals of  Guido Burgstaller in a lovely manner „ugly“ (which he confirmed again with his first goal against Darmstadt), what followed was a dream-goal against Nuremberg. After I blamed him to only be able to score one goal per match, he now scored twice. This caused me to make a high-pitched and loud „Guido!“ just in the manner that others show for a different Guido (the one who accompanies shopping tours in the German television show).  Is there anything this guy isn’t capable of? I tell you something and I further trigger it: He cannot become town-champion.

Keep on pushing to the front!

// Tim (Translated by Arne)

(all statistics sourced from Wyscout)

MillernTon Twitter //
MillernTon YouTube //
MillernTon Facebook //MillernTon Instagram //

If you like what we do here, here you’ll find the information on how to support us.

{:}
Print Friendly, PDF & Email

4 thoughts on “{:de}FC St.Pauli – SV Darmstadt 98 3:2 – Lucky Number Seven{:}{:en}FC St. Pauli – SV Darmstadt 98 3:2 – Lucky Number Seven{:}

  1. Eric ?
    Vielen Dank für die Analyse und die Liebe. Das war ein heißer Ritt, nix für schwache Nerven. Hätten wir vor Ort sein dürfen, hätte sich mal wieder das Stadiondach gehoben, wir hätten in Bier geduscht und wären heute nicht nur immer noch sauglücklich sondern auch komplett stimmlos.

    Ich hoffe, Guido liest auch diese Deine Analyse wieder!

  2. Vielen Dank für deine Analyse!

    Wie schätzt du denn die Lage um Burgi ein – bei Transfermarkt steht, dass er bei uns Vertrag bis 30.06.2023 hat – meinst du, da ist eine Ausstiegsklausel für die erste Liga oder so drin und wenn er jetzt so weitermacht ist er nächstes Jahr wieder weg? Er glättet grade so ein bisschen die Wunden, die Mats hinterlassen hat in meinem Herzen und das fände ich wirklich richtig, richtig schade.

    LG!

    1. Ich habe keine Ahnung von dem Vertrag, daher kann ich nur mutmaßen:
      Ich gehe nicht davon aus, dass Guido wieder mit einem anderen Team als dem FCSP in die erste Liga gehen wird. Und ich gehe auch nicht davon aus, dass er den Verein vorzeitig verlassen wird, wenn seine Leistunge auch weiterhin so sind.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert