Lage am Millerntor – 22. Februar 2022

Lage am Millerntor – 22. Februar 2022

Doof, FC St. Pauli. Immer noch.
Zeit, sich auf andere Gedanken zu bringen: Ein Eigentor-Hattrick beispielsweise. Oder Montagshopping in Dänemark. Oder Neues von dem Neuen. Die Lage am Dienstag.

FCSP News

Nichts ist doofer als Hannover

Es fühlt sich immer noch doof an – unseren Quellen nach hat sich der FC St. Pauli aber dazu entschieden, das Team noch nicht vom Spielbetrieb abzumelden sondern vorerst weiter zu machen. „Platz 15 in der Rückrundentabelle, mit schon 14 Gegentoren in diesem Zeitraum die zweitmeisten der Liga kassiert“, der Kicker sucht ebenso nach Gründen wie der NDR: „Das schwer erträgliche Fehlen der Leichtigkeit.“

Tims Analyse „Einfach oder Kopflos“ könnt Ihr nachlesen, das „Nach dem Spiel“-Gespräch von Yannick mit Melanie nachhören. Außerdem gibt es bei Kleiner Tod wieder Text und Bilder

Marcel Beifus in „Reingeluschert“

Dienstag, saure Gurken-Zeit in der Lage, insbesondere nach Niederlagen. Gut, wenn man dann auf solche Artikel zurückgreifen kann: Unser Verteidiger-Talent Marcel Beifus wurde am Wochenende in der VIVA vorgestellt, jetzt ist der Artikel auch separat auf der Vereinshomepage abrufbar.
Es geht natürlich um sein Tor gegen Dresden bei seiner Millerntor-Premiere, die Historie von Boxen in seiner Familie und wie es ihm in Hamburg so ergeht.

Leihspieler Watch

Marvin Senger fehlte bei Lauterns 0:0 in Mannheim erneut aufgrund von Wadenproblemen.
Christian Viet spielte mit dem BVB II beim 1. FC Magdeburg. Er begann auf der rechten Außenbahn, und musste dann mit ansehen, wie Magdeburg in nur fünf Minuten (63. & 67.) den 2:0-Endstand herstellte. In der 69. Minute war sein Arbeitstag dann beendet und er wurde ausgewechselt.

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SpielerVereinEinsätzeStartelfToreVorlagenPlatzverweise
Christian VietBorussia Dortmund U2330233
Marvin Senger1.FC Kaiserslautern6 (+1 DFB-Pokal, +6x U23)51

NvdA/NvdN – Neues von den Alten und dem Neuen

Joseph-Claude Gyau, einst ein sehr verheißungsvolles Talent und als Leihgabe aus Hoffenheim in der Saison 12/13 beim FC St. Pauli aktiv (16 Spiele, eine Torvorlage) hat nun bereits einige Stationen in seiner Karriere hinter sich. Nach seiner Zeit beim FCSP schnupperte er 50 Minuten Bundesliga-Luft in Hoffenheim, ehe es zur Zweit-Vertretung von Borussia Dortmund ging (wo er auch noch einmal zumindest 16 Minuten in der ersten Liga spielte). Es folgten die Stationen SG Sonnenhof-Großaspach und MSV Duisburg ehe er 2019 sein Glück beim FC Cincinatti in der MLS fand. Nun die Rückkehr nach Europa, genauer gesagt in die schwedische Allsvenskan zu Degerfors IF. Wir wünschen viel Erfolg!

Nun gibt es ja aber auch bereits einen fixen Neuzugang für die kommende Saison. Connor Metcalfe wird ab Sommer seine Schnürsenkel für den FC St. Pauli schnüren. Daher rufen wir eine neuen Rubrik aus. Say hello to: Neues von dem Neuen!
Metcalfe wurde am Wochenende beim 3:0-Erfolg von Melbourne City FC gegen die Newcastle Jets in der zweiten Halbzeit eingewechselt und holte sich kurz vor Ende eine Gelbe Karte ab. Die Chance auf mehr Spielzeit gibt es heute ab 9:45 Uhr, wenn das Team zum Nachholspiel gegen die Central Coast Mariners antritt. Allerdings wird gemutmaßt, dass Metcalfe nach seiner Erholungspause Probleme haben könnte an der formstarken Doppel-Sechs vorbei zu kommen. Stay tuned!

FC St. Pauli von 1910 e. V.

Handball

Die 1.Frauen verloren das Heimspiel am Sonntag gegen die HSG FONA mit 28:32 (17:15). Vor 80 Zuschauer:innen in der Halle Budapester Straße konnte die Pausenführung leider nicht gehalten werden, nach gut vier Minuten in Hälfte zwei stand es 17:19 und diese Führung gaben die Gäste nicht mehr her. Erfolgreichste Werferin für Braun-Weiß war Lina Hinze mit zwölf Toren, darunter vier (von vier) Siebenmetern.

Erfolgreicher war der Auftritt der 1. Männer, die aufgrund der Pandemie bisher alle Spiele verschoben hatten und dafür jetzt einen gut gefüllten Terminplan vor sich haben. Beim TSV Kronshagen gelang am späten Sonntag Nachmittag ein 27:30 (21:12)-Auswärtssieg. Nein, kein Zahlendreher: Neun Tore Rückstand zur Halbzeit, die 2. Hälfte aber mit 18:6 gewonnen! Was war da los?!
Unser rasender Außenreporter Sven stellte schnell Kontakt zu Kapitän Basti her, der voll des Lobes für sein Team war – zumindest für die Pause und die zweite Halbzeit:
„Wir haben die erste Halbzeit total verschlafen, waren viel zu zögerlich in der Deckung und haben vorne nur halbherzig abgeschlossen. In der Kabine haben wir uns einfach gedacht: Wir spielen jetzt für uns, schauen nicht so häufig auf den Spielstand und fighten uns rein. Dann ging es so nach und nach dahin für Kronshagen, die hatten keine Idee mehr gegen unsere starke Abwehr und Sam hat auch richtig viel gehalten.“
Nach 37 Minuten stand es 23:16, eine Minute vor Schluss 26:30 – ein Lauf von 3:14 Toren! Das Kronshagener Trainerteam dürfte in diesen Minuten verzweifelt nach einem Loch im Boden gesucht haben. Erfolgreichster Werfer war Lukas Reese mit sieben Toren.

BliFu Trainingscamp für Frauen

Büschn kurzfristig vielleicht, aber besser spät als nie hier angekündigt:
Das Blindenfußball-Team des FC St. Pauli, auch bekannt unter dem Titel „Deutscher Meister“, veranstaltet am kommenden Wochenende das erste Blindenfußball-Trainingscamp für Frauen. Spielerin, Torhüterin oder einfach nur so interessiert? Hin da.
Kontakt über Facebook oder die Website.

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Döntjes

Haste Scheiße am Fuß, haste die auch am anderen Fuß. Und auch am Kopf

Die Neuseeländerin Meilayka Moore dürfte den 20. Februar 2022 so schnell nicht vergessen. Denn ihr ist im Spiel gegen die USA ein lupenreiner Hattrick in nur 30 Minuten gelungen. Half alles nichts, Neuseeland verlor das Spiel am Ende mit 0:5.
Moment… Ja, richtig, da stimmt was nicht. Das Problem des Hattricks: Es waren drei Eigentore. In einer Halbzeit.

Groundhopping in Dänemark

Diese Freude, als die Montagsspiele (in Liga 1&2) endlich abgeschafft waren und erneut, dass sie es jetzt für die 3. Liga bald sein werden – sehr schön!
Was macht man also jetzt an einem Montag? Genau, man fährt zum Hoppen nach Dänemark. Ambivalenzen aushalten.
Also machte sich eine Dreier-Combo gestern auf „Hannover verarbeiten“-Tour ins nördliche Nachbarland, welches nach wie vor ein Montagsspiel hat und zusätzlich auch eine ganz offizielle Reserverunde, damit die zweiten Teams nicht den normalen Ligabetrieb stören. Diese Reserverunde hat die abenteuerlichsten Anstoßzeiten und so wollten wir um 13.00h SønderjyskE gegen Horsens sehen. So schön diese Reserverunde auch sein mag, so schlecht ist die Kommunikation drum herum, denn es war zumindest im Vorfeld kaum möglich, den Spielort herauszufinden. Am Spieltag selbst veröffentlichte der Verein dann aber doch noch einen Artikel dazu, das Spiel sollte im etwas nördlicher gelegenen Kolding stattfinden. Schneeregen auf der A7 sorgten für eine behutsame Fahrweise, wir kamen trotzdem pünktlich in der „Fynske Bank Arena“ an und sahen eine 2:4-Heimniederlage, bei der das Heimteam gefühlte 90% Ballbesitz hatten und das Spiel zu etwa 95% in der Hälfte der Gäste stattfand, die aber eben etwa fünf Mal aufs Tor schossen. Fußball, faszinierend.

Die Fynske Bank Arena in Kolding und der Cepheus Park in Randers.
Die Fynske Bank Arena in Kolding und der Cepheus Park in Randers.

Tatsächlicher Anlass unserer Reise war dann aber das Abendspiel von Randers FC gegen Viborg FF, welches vor etwa 3.600 Zuschauer:innen im Cepheus Park stattfand. Bemerkenswert dabei, dass beide Orte etwa 40 Kilometer auseinanderliegen und das 12.000 Menschen fassende Stadion trotzdem nur so spärlich gefüllt war, obwohl es ein Derby in der 1 Liga war und z. B. unsere Sitzplatztickets nur etwa 14€ kosteten. Immerhin der Gästeblock war voll. Am Ende stand hier eine 0:1-Heimniederlage – drei Heimniederlagen in zwei Tagen hat man ja auch nicht so häufig, zwei Grounds an einem Montag ebenso wenig.

Außerdem lässt sich festhalten, dass der Umgang mit der Pandemie in Dänemark tatsächlich anders ist. Zumindest wurde weder im Supermarkt noch im Stadion oder auch nur irgendwo jemand (außer uns) mit Maske gesehen.

Stadionverbote für Platzsturm

Bei der 0:1-Heimniederlage des 1. FC Saarbrücken gegen Viktoria Köln kam es zu „verstörenden Szenen“, wie es einige Medien beschreiben (Bilder beim SWR ab 8m14s, Spoiler: Es stehen Leute im Innenraum und wackeln an der digitalen Werbebande).
Jetzt erteilte der Verein fünf bundesweite Stadionverbote für die „Ausübung von Gewaltakten“, will aber auch den „Dialog mit Fangruppierungen fortsetzen, die sich gegen Gewalt im Fußball aussprechen“.
NvdA: Daniel Buballa wurde bei den Gästen in der 63. Minute eingewechselt und konnte sich das dann aus nächster Nähe anschauen.

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Zu guter Letzt

Akrobat schööööön! (Twitter)

Forza St. Pauli!
// Maik

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