{:de}Hansa Rostock – FC St. Pauli 1:0 – Frust, Enttäuschung und eine zerstörte Maus{:}{:en}Hansa Rostock – FC St. Pauli 1:0 – Frustration, disappointment and a destroyed mouse{:}

{:de}Hansa Rostock – FC St. Pauli 1:0 – Frust, Enttäuschung und eine zerstörte Maus{:}{:en}Hansa Rostock – FC St. Pauli 1:0 – Frustration, disappointment and a destroyed mouse{:}

{:de}

Der FC St. Pauli verliert hochverdient gegen Hansa Rostock mit 0:1. Das Team zeigte eine der schwächsten Saisonleistungen und konnte zu keinem Zeitpunkt offensiv wirklich gefährlich werden. Hansa Rostock hingegen schaffte es, die Schwachpunkte des FCSP offen zu legen. Eine Analyse voller Frust, geschrieben mit Tango tanzenden Fingern.
(Titelbild: Fotostand/Voelker/via ImagoImages/via OneFootball)

Einen Reisebericht des Trips nach Rostock von Debbie gibt es auch zu lesen. Schön ist der nicht.

Die Aufstellung

Ein Trio war neu in der Startaufstellung des FC St. Pauli: Luca Zander, Finn Ole Becker und Afeez Aremu kamen für Adam Dźwigała (Bank), Jackson Irvine (nicht im Kader) und Eric Smith (verletzt) rein.
Bei Hansa Rostock gab es sogar vier Veränderungen. Hanno Behrens, Nico Neidhart, Lukas Fröde und Calogero Rizzuto rückten für Julian Riedel, Björn Rother, Pascal Breier und Haris Duljevic in die Startelf.

Hansa-Trainer Jens Härtel ist bekannt dafür, dass er seine Teams immer enorm gut auf die jeweiligen Gegner einstellt. Entsprechend verwunderlich war, wie schlecht das Team im Hinspiel mit der Spielweise des FC St. Pauli klargekommen ist. Für das Rückspiel hatte man sich dann aber eine passende Formation zurechtgelegt. Das Team lief in einem 3-5-2 auf, also mit jenem System mit dem der FCSP die meisten Probleme im Saisonverlauf hatte. So kam es dann auch…

Aufstellung beim Spiel Hansa Rostock gegen den FC St. Pauli, 2. Bundesliga, 21/22, 02. April 2022
Aufstellung und taktische Muster beim Spiel zwischen Hansa Rostock und dem FC St. Pauli.

Mannorientierung, hohes Anlaufen = Probleme für den FCSP

Die große Stärke des FC St. Pauli ist üblicherweise der Spielaufbau. Hier sind Leart Paqarada und die beiden Achter von zentraler Bedeutung, da sie Verbindungen nach vorne schaffen können. Hansa Rostock wählte deshalb einen sehr einfachen, aber auch enorm erfolgreichen Ansatz: Die beiden Achter wurden eng in Manndeckung genommen (von Behrens und Rhein) und die beiden Flügelverteidiger (Rizzuto und Neidhart) liefen die Außenverteidiger des FC St. Pauli aggressiv an. Hier machte sich dann auch, mal wieder, die gegnerische Dreierkette bezahlt. Denn die Flügelverteidiger können nur dann hoch anlaufen, wenn sie dahinter keine Räume preisgeben. Durch drei Innenverteidiger ist diese Sicherheit vorhanden, weil sie gegen die zwei FCSP-Angreifer problemlos auf die Außenbahn schieben können, wenn der eigene Flügelverteidiger hoch anläuft.

Aber natürlich ist die Geschichte des Spiels damit nicht auserzählt. Denn wenn irgendwo der Raum verknappt wird, öffnet er sich woanders auf dem Feld. Eine sehr pragmatische Lösung sind lange Bälle. Die flogen in der ersten Halbzeit auch in Hülle und Fülle gen Simon Makienok. Aber die Positionierung für die zweiten Bälle war alles andere als optimal. Die Achter des FCSP, Hartel und Becker, waren zu tief positioniert, um auf zweite Bälle zu spielen. Eine weitere Option hätte sein können, dass der FCSP in der Offensive enorm in die Breite zieht. Dabei hätte Kyereh vorne aufrücken müssen, um dort eine Dreierlinie zu bilden, die dann die drei Innenverteidiger in die Breite zieht. Das wurde erst in der zweiten Halbzeit versucht.

Der Raum im Spielaufbau war aber grundsätzlich auch im zentralen Mittelfeld vorhanden. Afeez Aremu hatte keinen direkten Gegenspieler und konnte sich frei im Sechserraum bewegen. Hätte es der FC St. Pauli mehr über ihn versucht, dann hätten automatisch die beiden direkten Gegenspieler von Hartel und Becker reagieren oder Hansa hätte sich schnell tiefer stellen müssen, weil die Stürmer hinter den Ball hätten kommen müssen.
Ihr merkt, da ist sehr viel Konjunktiv in diesem Absatz. Afeez Aremu ist und bleibt ein sehr starker Sechser in der Defensive. Das Aufbauspiel, das Erkennen, dass er Räume hat und diese für sich zu nutzen, fehlt ihm bisher noch.

Kein Konzept

Aber selbst wenn es dem FC St. Pauli gelungen wäre zentral die Räume zu nutzen, es hätte nicht das Problem in der Defensivarbeit gelöst (weshalb ich hier betonen möchte, dass Aremu nicht exklusiv für das schlaffe Offensivspiel haftbar gemacht werden kann). Hansa Rostock hat sicherlich das Spiel des FCSP gegen Hannover 96 genau angeschaut und analysiert, wo es Räume in Umschaltmomenten gibt – hinter den Außenverteidigern nämlich. Immer wieder bewegte sich der richtig starke Svante Ingelsson in eben jenen Raum nach Ballgewinn und Hansa konnte darüber mehrfach in der ersten Halbzeit gefährlich werden. Nur dank eines überragenden Nikola Vasilj im Tor ging es mit einem 0:0 in die Pause.

Defensiv anfällig und offensiv zwar mit einigen Szenen, aber meist dann doch eher mit Frage- als Ausrufezeichen war der FC St. Pauli unterwegs. Das wirkte ziemlich planlos in der Offensive. Es war kein klares Konzept erkennbar, was auch Marcel Hartel im Anschluss an die Partie ziemlich deutlich so ins Sky-Mikrofon sagte.
Der FCSP probierte vieles, aber hat nichts so richtig durchgezogen. Dabei wird eine Spielweise meist erst dann richtig stark, wenn sie auch radikal durchgezogen wird. Besonders das Breitziehen der Angreifer wäre womöglich eine gute Option gewesen, wurde aber nicht konsequent umgesetzt. Es klingt sehr abgedroschen und ebenfalls ideenlos in Sachen Analyse, aber: Das Team war ideenlos in der Offensive. Und nicht radikal genug bei der Umsetzung der eigentlich vorhandenen Konzepte.

Rostock, Deutschland 02. April 2022: 2. BL - 2021/2022 - FC Hansa Rostock vs. FC St. Pauli 1.v.re. Nico Neidhart Hansa Rostock macht das Tor zum 1:0
Der Moment des Gegentores: Ein Querpass ditscht durch den FCSP-Strafraum. Am zweiten Pfosten kann Neidhart aus sehr spitzem Winkel das 1:0 erzielen.
(c) Fotostand/Voelker/via ImagoImages/via OneFootball

Der FC St. Pauli nimmt sich selbst aus dem Spiel

Eine Option, die ich mir bereits in der ersten Halbzeit gewünscht hatte, wäre das Zurückfallen von Aremu zwischen die beiden Innenverteidiger gewesen. Dadurch hätten Beifus und Medić Raum gehabt, weil sie weder von den beiden Angreifern (waren nur zu zweit), noch von den Flügelverteidigern (wären von Außenverteidigern gebunden worden) hätten angelaufen werden können. Dieses taktische Verhalten im Aufbau war einer der Schlüssel für den Erfolg des FC St. Pauli beim Spiel in Ingolstadt. Es wäre interessant gewesen zu sehen, wie Hansa darauf reagiert hätte.

Stattdessen wurde zur zweiten Halbzeit komplett umgestellt: Mit James Lawrence kam ein dritter Innenverteidiger ins Spiel. Der FC St. Pauli spiegelte die Formation von Hansa Rostock und agierte ebenfalls mit einer Dreierkette. Dabei ging es aber nicht primär um das eigene Offensivspiel, sondern darum die vielen erfolgreichen tiefen Läufe von Hansa auf der Außenbahn zu unterbinden. Das gelang mit Beginn der zweiten Halbzeit. Aber das war auch das einzig Gute an der Umstellung.

Denn es war sicher alles andere als ein spielerischer Hochgenuss, den der FC St. Pauli in der ersten Halbzeit bot. Aber mit der Umstellung auf eine Dreierkette nahm sich der FCSP jegliche Optionen in der Offensive. Das eigene Spiel kam komplett zum Erliegen, weil es keinerlei Entlastung mehr gab, wie Timo Schultz nach dem Spiel sagte. Und in gewisser Weise war das auch ein Geschmack dessen, was passiert, wenn der Sechser zwischen die Innenverteidiger fällt, weil die Formation dann ähnlich ist.

Die folgenden Zeilen tun besonders weh: Die Führung für Hansa Rostock in der 59. Minute war hochverdient. Aufgrund der vielen hochkarätigen Chancen, die es bereits in der ersten Halbzeit für Hansa gab, aber auch aufgrund dessen, dass sich der FCSP zu Beginn der zweiten Halbzeit offensiv gar nicht mehr zeigen konnte.

Eher ungewöhnlich, aber auch wenig verwunderlich dann, dass der FC St. Pauli fünf Minuten nach dem Rückstand eine Rolle rückwärts machte und mit der Einwechslung von Rico Benatelli wieder auf sein 4-4-2 mit Raute umstellte. Mit ihm auf dem Platz konnte der FCSP wieder deutlich mehr Spielkontrolle erlangen. Das lag zum Teil sicher auch daran, dass sich der Gegner nun sehr weit zurückzog, aber Benatelli will halt auch immer den Ball haben und die Räume gab es ja auf der Sechserposition.

Viel, sehr viel Frust

Eine Aufholjagd, ein entschlossenes Stemmen gegen die Niederlage gab es allerdings nicht. Zumindest war es nicht ersichtlich. Und das ist dann sicher der größte Kritikpunkt, den ich hier wenige Stunden nach Abpfiff in meinem Frust nun runterschreibe. Ich muss hier gerade ganz ungewohnt mit meinen Fingern auf dem Touchpad Tango tanzen, weil ich in der 85. Minute meine Computer-Maus zerstört habe. Ich habe sie auf den Tisch geknallt, weil sich Luca Zander (es hätte auch bei vielen folgenden Szenen passieren können) mit der Geschwindigkeit eines nassen Boxsacks zu einem eigenen Einwurf bewegte. Bei Rückstand. Kurz vor Schluss. Gegen Rostock. Das war zu viel für mich.

Denn von einem Aufbäumen, vom Versuch dieses Spiel noch zu drehen, war rein gar nichts zu spüren. Niederlagen kann ich sowieso immer nur ganz schwer ertragen. Bei einem Spiel gegen Hansa Rostock, einem Spiel, bei dem man bereits mit einem Punkt zumindest über Nacht wieder die Tabellenführung hätte übernehmen können, war das aber nicht auszhalten und schlicht schwer enttäuschend. Die Niederlage war nichts anderes als hochverdient. Ihr schuldet mir eine Computer-Maus, FC St. Pauli!

So. Genug gemosert. Genug gemotzt. Das Spiel ist verloren, die Leistung war scheiße. Zu ändern ist das jetzt nicht mehr. Daher bringt es auch herzlich wenig, sich darüber allzu lange zu ärgern. St. Pauli ist die einzige Möglichkeit und daher richtet sich der Blick einzig und allein nach vorne. Nächstes Wochenende kommt Werder Bremen ans Millerntor. Einfache Mathematik reicht aus, um zu erkennen, dass mit einem Sieg das Träumen weitergeht. Und der jetzige Frust vergessen werden kann.

Immer weiter vor!
// Tim

Alle Beiträge beim MillernTon sind gratis. Wir freuen uns aber sehr, wenn Du uns unterstützt.

MillernTon auf Threads // BlueSky // Mastodon // YouTube // Facebook // Instagram

{:}{:en}

FC St. Pauli deservedly lost against Hansa Rostock with 0:1. The team showed one of the weakest performances of the season and could not really be dangerous offensively at any time. On the other hand, Hansa Rostock managed to expose FCSP’s weak points. An analysis full of frustration, written with fingers dancing the tango.
(Cover picture: Fotostand/Voelker/via ImagoImages/via OneFootball)

There is also a travelogue of Debbie’s trip to Rostock. It’s not pretty.

The line-up

A trio was new in the starting line-up of FC St. Pauli: Luca Zander, Finn Ole Becker and Afeez Aremu came in for Adam Dźwigała (bench), Jackson Irvine (not in the squad) and Eric Smith (injured).

Hansa Rostock even made four changes. Hanno Behrens, Nico Neidhart, Lukas Fröde and Calogero Rizzuto came in for Julian Riedel, Björn Rother, Pascal Breier and Haris Duljevic.

Hansa coach Jens Härtel is known for always adjusting his teams enormously well to their respective opponents. Therefore, it was surprising how poorly the team coped with FC St. Pauli’s style of play in the first leg. However, the team had worked out a suitable formation for the return match. The team played in a 3-5-2, the system with which FCSP had the most problems during the season. And so it came to pass…

Aufstellung beim Spiel Hansa Rostock gegen den FC St. Pauli, 2. Bundesliga, 21/22, 02. April 2022
Line-up and tactical patterns in the match between Hansa Rostock and FC St. Pauli.
 

Man orientation, high pressing = problems for FCSP

FC St. Pauli’s great strength is usually the build-up of play. Here, Leart Paqarada and the two eights are of central importance, as they can create connections to the front. Hansa Rostock, therefore, chose a very simple, but also enormously successful approach: The two eights were closely manhandled (by Behrens and Rhein) and the two wing defenders (Rizzuto and Neidhart) aggressively ran at the FC St. Pauli wing defenders. Here, once again, the opposing three-man defence paid off. Because the wing defenders can only run high if they don’t give away any space behind them. With three centre-backs, this security is available because they can easily push against the two FCSP attackers to the outer lane when their own wing-back runs high.

But of course, the story of the game is not over. Because if space is scarce somewhere, it opens up somewhere else on the field. A very pragmatic solution is long balls. In the first half, they flew in abundance towards Simon Makienok. But the positioning for the second ball was anything but optimal. FCSP’s eights, Hartel and Becker, were positioned too deep to play on second balls. Another option could have been for FCSP to move enormously wide in attack. In doing so, Kyereh should have moved up front to form a three-man line there, which would then pull the three centre-backs wide. That was only attempted in the second half.

However, the space in the build-up to the game was basically also available in the central midfield. Afeez Aremu had no direct opponent and could move freely in the six-man area. If FC St. Pauli had tried to play more through him, the two direct opponents of Hartel and Becker would have reacted automatically or Hansa would have had to move deeper quickly because the strikers would have had to get behind the ball.
You notice that there is a lot of subjunctive in this paragraph. Afeez Aremu is and remains a very strong defensive six. He still lacks the ability to build-up play, to recognise that he has spaces and to use them for himself.

No concept

But even if FC St. Pauli had managed to use the spaces centrally, it would not have solved the problem in the defensive work (which is why I would like to emphasise here that Aremu cannot be held exclusively responsible for the slack offensive play). Hansa Rostock certainly took a close look at FCSP’s game against Hannover 96 and analysed where there were spaces in switching moments – behind the full-backs, namely. Again and again, the really strong Svante Ingelsson moved into just that space after winning the ball and Hansa could be dangerous over it several times in the first half. Only thanks to an outstanding Nikola Vasilj in goal did we go into the break with a 0:0.

FC St. Pauli was defensively susceptible and offensively with some scenes, but mostly with question marks rather than exclamation marks. The offensive was rather haphazard. There was no clear concept, which Marcel Hartel said quite clearly into the Sky microphone after the game.
FCSP tried a lot of things but didn’t really pull anything off. A style of play usually only becomes really strong when it is radically enforced. Especially the spreading of the attackers could have been a good option, but it was not implemented consistently. It sounds very trite and also unimaginative in terms of analysis, but: The team was unimaginative on the offensive. And not radical enough in implementing the concepts that were actually there.

Rostock, Deutschland 02. April 2022: 2. BL - 2021/2022 - FC Hansa Rostock vs. FC St. Pauli 1.v.re. Nico Neidhart Hansa Rostock macht das Tor zum 1:0
The moment the goal is conceded: A cross-field pass whizzes through the FCSP penalty area. At the second post, Neidhart is able to score the 1:0 from a very acute angle.
(c) Fotostand/Voelker/via ImagoImages/via OneFootball

FC St. Pauli takes itself out of the game

One option I had already wished for in the first half would have been to drop Aremu back between the two centre-backs. This would have given Beifus and Medić space because they could not have been tackled by either the two attackers (there were only two of them) or the wing-backs (they would have been tied up by wing-backs). This tactical behaviour in the build-up was one of the keys to FC St. Pauli’s success in the Ingolstadt game. It would have been interesting to see how Hansa would have reacted to this.

Instead, a complete change was made for the second half: With James Lawrence, a third centre-back came into the game. FC St. Pauli mirrored the formation of Hansa Rostock and also operated with a three-man backline. However, it was not primarily about their own offensive play, but about stopping Hansa’s many successful deep runs on the flanks. This was successful at the beginning of the second half. But that was the only good thing about the change.

For it was certainly anything but a playful treat that FC St. Pauli offered in the first half. But with the change to a three-man backline, FCSP took away all options in the offensive. Their own game came to a complete standstill because there was no relief whatsoever, as Timo Schultz said after the game. And in a way, it was also a taste of what happens when the six-man falls between the centre-backs because the formation is then similar.

The following lines are particularly painful: The lead for Hansa Rostock in the 59th minute was highly deserved. Because of the many high-calibre chances that Hansa already had in the first half, but also because FCSP could not show itself offensively at all at the beginning of the second half.

Rather unusually, but also unsurprisingly, FC St. Pauli went into reverse five minutes after going behind and switched back to their 4-4-2 with a midfield diamond with the substitution of Rico Benatelli. With him on the pitch, FCSP regained much more control of the game. This was certainly partly due to the fact that the opponents now retreated very far, but Benatelli always wants to have the ball and the spaces were there on the six.

Much, much frustration

There was, however, no race to catch up, no determined fight against the defeat. At least it was not apparent. And that is certainly the biggest point of criticism, which I am writing down here in my frustration a few hours after the final whistle. I’m having to tango with my fingers on the touchpad because I destroyed my computer mouse in the 85th minute. I slammed it down on the table because Luca Zander (it could have happened in many subsequent scenes) moved with the speed of a wet punching bag to take a throw-in of his own. When trailing. Shortly before the end. Against Rostock. That was too much for me.

There was no sign of a comeback, of an attempt to turn the game around. Defeats are always very hard for me to bear anyway. But in a game against Hansa Rostock, a game in which we could have taken the lead in the standings again at least overnight with just one point, it was unbearable and simply very disappointing. The defeat was nothing but highly deserved. You owe me a computer mouse, FC St. Pauli!

There. Enough moaning. Enough grumbling. The game is lost, the performance was shite. It can’t be changed now. That’s why there’s little point in getting angry about it for too long. St. Pauli is the only possibility and that’s why we have to look ahead. Next weekend Werder Bremen come to the Millerntor. Simple mathematics is enough to realise that with a win, the dreaming continues. And the current frustration can be forgotten.

Keep moving forward!

//Tim (translation by Arne)

MillernTon Twitter //
MillernTon YouTube //
MillernTon Facebook //MillernTon Instagram //

If you like what we do here, here you’ll find the information on how to support us.

{:}
Print Friendly, PDF & Email

9 thoughts on “{:de}Hansa Rostock – FC St. Pauli 1:0 – Frust, Enttäuschung und eine zerstörte Maus{:}{:en}Hansa Rostock – FC St. Pauli 1:0 – Frustration, disappointment and a destroyed mouse{:}

  1. Moin Tim, danke für Deine schonungslose Analyse. Trifft sich sehr mit meinen Eindrücken. Hätte Vasilj nicht einen so guten Abend erwischt…..und ganz ehrlich, wir hätten uns auch nicht beschweren können, wäre das erste Tor gegeben worden. Taktisch war unser Team falsch eingestellt (vercoacht!) und es war wenig bis keine Leidenschaft von unseren Jungs zu spüren. Die 1. Halbzeit war durch den vielen Ballbesitz noch ok, aber die 2. war so grottig, dass ich bezweifle, dass wir diese Saison überhaupt noch ein Spiel gewinnen. Mich erinnerte das Spiel etwas an unser DFB- Pokalspiel gegen Dortmund, nur dieses Mal waren wir Favorit. Ich bin sowas von gefrustet. Und das, obwohl ich zu denen gehöre, die gerne in der 2. Liga spielen.

  2. Danke für die gute Zusammenfassung dieser Offenbarung.
    Auch einen Tag später ist das alles nicht besser. Rostock wollte und konnte gar nicht anders als sich um den Strafraum zu stellen und zu kontern. Und während wir noch in der ersten Halbzeit planlos den Ball hin und her geschoben haben (und trotzdem weniger Abschlüsse hatten), war das in der zweiten Halbzeit einfach nur übel. Dazu kommt, dass wir erneut absolut nicht damit klarkommen, wenn der Gegner Aggressivität ausstrahlt, und bereit ist permanent an die Grenzen des Erlaubten und manchmal auch darüber hinaus zu gehen.

    Dazu kommen noch die äußeren Umstände, Und das ärgert mich wirklich mittlerweile: Es ist nicht Hurra und Sonnenschein eine St. Pauli Mannschaft nach Rostock zu begleiten, das wurde gestern erneut vor Augen (und Ohren) geführt. Dafür riskieren die Anwesenden ihre Gesundheit. Und denen da auf dem Platz war das offenbar überhaupt nicht klar. Ansonsten ist dieser fürchterliche Kick in dieser Form nicht zu erklären.

    Und zusammen genommen mit dem leidenschaftslosen Auftritt beim Derby finde ich das alles echt ungeil. Ich finde jedenfalls, dass sich die Protagonisten ernsthaft hinterfragen sollten. Mit dem Trainer an allererster Stelle.

    Und damit das ganz klar ist: Man kann Derbys verlieren, oder in Rostock. Kein Problem, das ist Sport. Da habe ich gar keinen Stress damit. Hier geht es aber um das „Wie“. Niemand kann mir nach gestern erzählen, dass hier alles in die Waagschale geworfen wurde. Und das war beide Male ernüchternd.

    Eigentlich bräuchte ich genau jetzt ne Länderspielpause. Fertig geärgert.

  3. Da es ja nicht einzelne Mamschaftsteile waren, die abfielen sondern irgendwie bei allen Hamdlungsschnelligkeit und die letzten Prozentpunkte Engagement fehlten, stellt sich die Frage, was in den Laenderspielpausen gemacht wird. Ist ja nicht das erste Mal. Sind ja nicht alle weg. Wobei Kofi gestern schon merklich abfiel gegenüber seinen sonstigen Leistungen

  4. Moin Tim,
    Danke für deine Analyse, die leider aus meiner Sicht genauso zutrifft.
    Das war schon schwer zu ertragen.
    Und sei froh dass du das Spiel am PC geschaut hast und nicht auf dem Handy (ich spreche aus Erfahrung)

  5. Moin Tim,
    hätte hätte hätte…
    Wirklich ne gute Zusammenfassung hier von Dir, und schade um Deine Maus!
    Ganz ehrlich von mir hier, Dein Traum vom Aufstieg ist für mich seit gestern eher ein Alptraum! Erspar Dir bitte schon für Deine CompiHardware solche träumerische Gedanken. Ich habe gerade für nächsten Sonnabend ein richtig schlechtes Gefühl! Hoffe jetzt wenigstens zu Hause auf bedingungslosen Einsatz Unserer Boys gegen die Wiesenhofer.
    Gestern habe ich mich übrigens auch über Unser AFM Radio geärgert, welches aus Unserem Vereinsheim via Sky Unseren „Gruselkick“ kommentiert hat, denn damit war die Übertragung um fast ne Minute hinter der Live Übertragung im FreeTV! Muss das sein, ich hätte da gerne sofort ne (Rück)Meldung an Unser Sonst So starkes AfM (Sehbehinderten)Radio geben wollen, habe aber kein Fratzenbuch und sie bei Twitter nicht gefunden. Vielleicht kannst Du mein Anliegen wegen gestern denen mal mitteilen.
    Mir reicht am Ende der Saison übrigens immernoch Platz IV, bloß keine Geld oder KonzernVereine in der nächsten Saison mit heftigen Niederlagen am Millerntor…
    Gleich geht es für mich nach Atlas DEL Unsere 1. Frauen Supporten, der nasse „Boxsack“ von gestern sei hiermit vergessen.
    Sankt Pauli ist die einzige Möglichkeit, Forza

      1. Moin Tim,
        Unsere 1. Frauen wurde heute in DEL mit reichlich FanGesängen zum Souveränen ZwoNull begleitet und danach richtig fein verabschiedet. Außerdem gab es sogar dort mit großem Erfolg Unsere Spendenaktion durch die „Zuschauerverpflegung“ für die Ukraine.
        Finde übrigens, dass Unsere Girls in Brown hier aecht viel zu kurz kommen im Vergleich zur viel zu teuer bezahlten Herrenmannschaft(en). FrauenPower und Forza Sankt Pauli
        (St. Pauliatrie Oldenburg)

  6. Hallo!
    Unabhängig von den taktischen Geschehnissen geht bei uns alles den Bach runter, sobald ein Gegner uns mit Härte und Aggressivität entgegentritt. Unsere Truppe ist meiner Einsicht nach viel zu brav, selbst ein Medic lässt sich dadurch beeindrucken. Wenn man sich kaum wehrt und eine Niederlage wie gestern im Prinzip hinnimmt, geht bei mir der Puls in den ungesunden Zustand. Trotzdem: Wir sind noch gut dabei, haben es selbst in der Hand, deswegen immer weiter vor, die Heimspiele gewinnen und auswärts weniger ängstlich auftreten.
    Danke für eure Arbeit und beste Grüße
    Frank

  7. Danke für den guten Bericht! Grundsätzlich muss man aber auch mehr die einzelnen Spieler unter die Lupe nehmen.

    Medic: seit Monaten haarsträubende Fehler in jedem Spiel
    Daschner: hoffnungslos überfordert
    Dzwigala, Matanovic, Benatelli: warum nicht mehr Einsatzzeit?
    Becker: Tragische Saison. Ich finde seine Auftritte eigentlich ganz gut
    Kyereh: warum hat der durchgespielt?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert