Lage am Millerntor – 16. August 2022

Lage am Millerntor – 16. August 2022

Das Profiteam des FC St. Pauli legt heute mal einen Tag Pause ein – schauen wir also auf Termine in der Fanszene, Torball, Popcorn, Justus Hollatz, Bier und Schiris in England – und vieles mehr.

FCSP News

3:0 gegen Magdeburg

Die deutliche Überlegenheit des FCSP im Spiel manifestierte sich auch in der kicker „Elf des Tages“, in der mit Johannes Eggestein (Note: 1,5), Leart Paqarada (2) und Manos Saliakas (2,5) gleich drei St. Paulianer vertreten sind. Für Paqarada ist es am 4. Spieltag schon die zweite Nominierung.
Neben den Dreien erhielt auch Jackson Irvine mit 2,5 noch eine bessere Note als 3.

Zur Nachbetrachtung empfehle ich das „Nach dem Spiel“-Gespräch, welches Yannick erneut mit Alex führte: über die Polizei, freie Oberkörper, fehlende Getränke – und natürlich das Spiel.
Außerdem:

Kollaustraße

Heute ist trainingsfrei, morgen (Treffpunkt: 13.00h) und Donnerstag (10.00h) ist öffentliches Training und am Freitag und Samstag wird dann hinter verschlossenen Gartentoren trainiert, ehe am Sonntag die Kogge versenkt werden soll.

Fanszene News

Netzwerk Gegengerade

Kleiner Reminder: Heute! // Facebook

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St. Depri Stammtisch

Am Donnerstag (18. August) ist wieder St. Depri-Stammtisch im Fanladen, mit dem Thema:
„Depression und Körperwahrnehmung“ (Somatische Aspekte der Depression & Körperarbeit; z.B. Umgang mit Schmerzen, Erschöpfung, Antriebslosigkeit etc.) mit den Referenten, Roland und Aljoscha. // Facebook

Projekt Trauer und Fußball

Das Projekt „Trauer und Fußball“ ist Euch vielleicht schon an der ein oder andere Stelle, insbesondere auf Social Media, über den Weg gelaufen. Aktuell ist man in Zusammenarbeit mit KickIn! dabei, Trauerarbeit im Kontext von Profifußball und Fanszenen näher zu beleuchten und führt daher eine Umfrage durch, die etwa sechs Minuten Eurer Zeit benötigt und noch bis zum 19.8. läuft.
Also: Nur zu, helft mit.

FC St. Pauli von 1910 e. V.

VIVA St. Pauli // Debbie und das NLZ

In der Stadionzeitung am Sonntag gab es die Titelstory mit Debbie, die wir Euch natürlich wärmstens ans Herz legen (pdf, Seite 10).

„St. Pauli ist die Familie, die man sich aussucht.“

Debbie in der aktuellen VIVA

Wenn Ihr das pdf dann eh grad aufhabt, schaut doch gleich noch auf Seite 14 vorbei, wo es ein Interview mit Benjamin Liedtke und Fabian Seeger gibt, der Doppelspitze in der Leitung des Nachwuchsleistungszentrums (NLZ). Dieses Interview steht allerdings auch auf der Vereinshomepage separat zur Verfügung: „Rebellution – ein anderer Jugendfußball ist möglich.“

Bezirksliga

Ja, das hat man sich sicher anders vorgestellt, aber es is‘ ja wie’s is‘.
Die 4. Herren des FCSP musste im dritten Spiel bei ihrer erstmaligen Teilnahme in der Bezirksliga die dritte Niederlage hinnehmen. Bei Harburger Türk-Sport stand es zwar lange 0:0, doch in der 81. und 93. Minute holten die Gastgeber sich den 2:0-Sieg. Nächsten Sonntag (10.15h!) soll es an der Feldarena gegen Dersimspor dann aber die ersten Punkte geben.

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Deutlich besser ist die 3. Herren in die Saison gestartet, der 4:2-Sieg bei Uhlenhorst-Adler bedeutet sieben Punkte nach drei Spielen und Platz 3. Hier geht es kommenden Freitag (20.00h) nach Duvenstedt.

Torball beim FC St. Pauli

Neben Blindenfußball gibt es eine weitere Sportart beim FCSP, die explizit für Blinde und Sehbehinderte gedacht ist: Torball, schon seit 2005 eine eigene Abteilung in unserem Verein, mit allerdings deutlich weniger Aufmerksamkeit, obwohl man auch schon mal Deutscher Meister war.
Der NDR hat das Team um Alexandra Ohm begleitet, inkl. Videobeitrag: NDR (4min)

Döntjes

MillernTalk Podcast: Justus Hollatz

Wer sich außer am Millerntor in Sachen Hamburger Profisport auch mal bei den Hamburg Towers aufgehalten hat, wird den Namen „Justus Hollatz“ schon mal gehört haben – er ist nämlich DAS Vorzeigeergebnis der Entwicklung der Towers vom Stadtteilprojekt zu einem Bundesligaverein. 2001 in Hamburg geboren, hatte er auch mal das Angebot ins NLZ zum FCSP zu wechseln, entschied sich aber für die Basketball-Karriere – wohl auch zu Recht.
Inzwischen ist er Nationalspieler und wechselt zur neuen Saison nach Spanien (CB Breogán). Grund für seine Einladung zum Abendblatt-Podcast ist aber natürlich, dass er großer St. Pauli-Fan ist. Es geht um sein erstes Erlebnis am Millerntor, Igor Matanović, Berater und vieles mehr.
Insofern: Hört gerne mal rein.

Your daily popcorn: HSV (HH) und HSV (H)

Ich hatte dies die Tage in dem ganzen Wust um Hannover 96 und Martin Kind schon mal erwähnt, aber im Deutschlandfunk ist es jetzt nochmal ausführlicher erläutert: Warum der Streit zwischen dem eingetragenen Verein und der GmbH auch für die DFL und die 50+1-Regel Folgen haben könnte (DLF: Text & Audio). Kurzform: Der e.V. hat aufgrund der 50+1-Regel ja das Sagen – und wenn ein Gericht dies nun kippen würde… nun ja, dann greift 50+1 de facto nicht mehr.

Von 96 und Kind zum HSV und KlauMiKü. Dessen angebotenen 120 Millionen Euro bei gleichzeitiger Übertragung des Sorgerechts (oder so) hatte der Club ja abgelehnt – u.a. auch deshalb, weil die Forderungen (Anteilsübertragung) aktuell satzungskonform gar nicht umsetzbar wären. Stattdessen plane man nun, die AG in eine KGaA zu ändern – und dann kann ja alles wirklich endlich nur besser werden, klar.
Bis es so weit ist, bewilligt Trikotsponsor Hanse Merkur erst mal einen Kredit über 23 Millionen Euro, damit noch mehr Spieler mit zu hohen Gehälter den Aufstieg versemmeln Entschuldigung: damit die Stadionmodernisierung, wie von der UEFA für die Europameisterschaft gefordert, umgesetzt werden kann. Solltet Ihr dort versichert sein, prüft doch gerne mal mögliche Alternativen.
Kleiner Fallstrick beim Darlehen: Der Versicherer will dieses lt. Abendblatt erst gewähren, wenn mit allen Bürgen Einigung erzielt sei – und einer dieser Bürgen ist die Stadt Hamburg. Ob die dafür tatsächlich bereit steht, nachdem es zuletzt um die Stadionmodernisierung doch einigen Streit gab, bleibt abzuwarten. // Abendblatt (€€), NDR, kicker (Artikel), kicker (Kommentar)

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Schiedsrichter-Diskussion in England

Mit HSV Plus sollte alles besser werden, der Ausgang ist bekannt. Einige denken auch, der Profischiedsrichter sei die Lösung für alles – nachdem der VAR dies offensichtlich nicht ist (und auch gar nicht sein kann).
Jedenfalls eskalierte am Wochenende rund um Anthony Taylor und Thomas Tuchel eine Diskussion in der Premier League, obwohl es doch in England besagten Profischiedsrichter gibt und Taylor zu den zwei besten seines Fachs in England gehören soll.
Die ganzen Details erspare ich Euch, Ihr könnt Sie aber gerne im Artikel bei der Sportschau von Chaled Nahar nachlesen – und entlasse Euch mit beschwingter Musik. // Twitter

Bierpreis-Diskussion bei West Ham

Man kann Fußballfans ja wirklich viel zumuten. Repression durch die Polizei, Ticketpreise vom Mond, bescheuerte Aktionen am Spieltag im Stadion, den Verkauf sämtlicher Werte, Maskottchen-Bespaßung aus der Vorhölle – aber wehe jemand tastet den Bierpreis an!
So geschehen nun bei West Ham – der ohnehin stattliche Preis von 5,85 GBP für ein Pint wurde auf 7,30 GBP erhöht! Locker mal ein Viertel mehr – und der Verein wusch seine Hände in Unschuld, schließlich sei der Caterer dafür verantwortlich und man selbst nur Mieter.
Immerhin ist man nun an den Caterer herangetreten und verweist auf eine Klausel im Mietvertrag, die die Getränkepreise vergleichbar zu anderen Klubs halten soll. Da die Preise in der Premier League mit 3 GBP (Manchester United) bis 6,35 GBP (Arsenal) allesamt unter den Preisen im Londoner Olympiastadion liegen, besteht für die Hammers also noch Hoffnung. // 11Freunde

Eintracht Frankfurt Frauen

Europameisterschaft, Equal Pay, Equal Play – Die Nationalmannschaft der Frauen im speziellen und Fußball von Frauen allgemein war in der Sommerpause ein großes Thema und es haben sich mal wieder alle gegenseitig versichert, dass nun alles besser wird.
Mag sein, dass dies klappt – dafür braucht es aber eben die Übernahme in den grauen Alltag, sprich: Die Ligen. Da reicht natürlich auch ein ausgesuchtes Premium-Spiel nicht, welches dann ausnahmsweise mal ins große Stadion verlegt wird und sich größtenteils über die Abneigung gegen den Gegner trägt – aber es ist ein Anfang.
Seit Freitag können Dauerkarten-Inhaber*innen der Eintracht Tickets für das Spiel der Eintracht-Frauen gegen Bayern freischalten, seit gestern ist zusätzlich auch der Kauf von Tickets für Mitglieder möglich – und heute startet dann der freie Verkauf. // Twitter

FIFA sperrt Indien

Die FIFA schaut bekanntlich gerne weg, wenn Gastarbeiter beim Bau von Fußballstadien zu Tode kommen. Richtig böse wird sie erst, wenn Regierungen sich in Verbandsdinge einmischen – wie jetzt in Indien geschehen.
Dort hatte das oberste Gericht den Fußballverband aufgelöst und ein Gremium eingesetzt, welches die Satzung des Verbandes ändern und Wahlen organisieren soll.
„Blöd“ nur, dass die FIFA sich damit selbst in Terminnöte bringt, denn im Oktober soll dort die U17-Weltmeisterschaft der Frauen stattfinden – und im Gegensatz zu Staaten, in denen Homosexualität unter Strafe steht und Gastarbeiter sterben, ist ein Land ohne genehmigten Fußballverband eben nicht in der Lage, eine WM zu veranstalten, klar. So stay tuned… // Sportschau

Zu guter Letzt

Torwarttore – man muss sie einfach lieben.
(Okay, sehen die Sunderland-Fans aktuell anders…) // Twitter

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Forza St. Pauli!
// Maik

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3 thoughts on “Lage am Millerntor – 16. August 2022

  1. Moin Maik,
    ich kenn mich in Indien jetzt absolut nicht aus, aber sind dort die Gerichte nicht auch unabhängig von der Regierung? Kommt aus deiner Passage zur Fifa sperrt Indien etwas unklar rüber.
    Auch weil ich denke, dass ne Einmischung von korrupten Regierungen und Dispoten der Fifa nicht viel ausmacht, hingegen von unabhängige Gerichte durchaus 😉
    Gruß Mats

    1. Ja, die Gerichte in Indien dürften unabhängig sein – wobei der FIFA das glaube ich egal ist, Einmischung in die heiligen Belange der Fußballverbände ist immer böse!
      Im verlinkten Artikel der Sportschau sollte das dann klarer werden als bei meiner Kurzfassung.

  2. Tschauner-Vibes…hach, war das schön damals…

    Zu Tuchel und Conte, ich muss sagen, ich fand’s ziemlich lustig…was das jetzt für Wellen schlägt, Memes, Postillon-Meldungen, herrlich. Tuchel mag ich eh nicht sonderlich.

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