FC St. Pauli – Eintracht Braunschweig: Stimmen und Statistiken

FC St. Pauli – Eintracht Braunschweig: Stimmen und Statistiken

Der FC St. Pauli verliert gegen Eintracht Braunschweig, doch Fabian Hürzeler ist nicht unzufrieden mit der Leistung seines Teams und Jackson Irvine schaut nach vorne – die Stimmen und Statistiken zum Spiel.
(Titelbild: Stefan Groenveld)

Es musste ja irgendwann passieren: Irgendwann musste die Serie mal reißen. Und sie tat es zumindest in so einer Art und Weise, sodass 1.) nicht gleich der Aufstiegs-Hypetrain weggefahren ist und 2.) man durchaus einige positive Dinge aus dem Spiel ziehen kann (wenngleich das Thema Konterabsicherung bei der Videoanalyse oben stehen dürfte). Die Analyse findet ihr hier: Ein Hauch Hinrunde

Trainerstimmen

Schiele: „Druck, Druck, Druck!“

Braunschweigs Trainer Michael Schiele machte direkt zu Beginn seines Statements nach dem Spiel (die volle PK findet ihr hier) deutlich, wie groß der Respekt vor dem FC St. Pauli ist: „Wir kommen zu einem Gegner, der mit doppelt-dreifach-breiter Brust auftreten kann, der einen super Ball spielt, top Abläufe hat.“ Selbst ohne diese warmen Worte in Richtung des FCSP möchte ich behaupten: Schiele hat das Spiel sehr ehrlich eingeschätzt und klargemacht, dass Braunschweig glücklich gewonnen hat (er betonte aber auch, dass sein Team mit Herz verteidigt habe).

Sehr zufrieden zeigte Schiele sich natürlich mit dem frühen Treffer seines Teams. Und auch die Defensivarbeit sei gut gewesen, auch wenn sich der FCSP trotz Rückstand „nicht beirren lassen“ habe. Im zweiten Abschnitt gelang es Braunschweig dann nach Ansicht von Schiele aber fast gar nicht mehr gut Umzuschalten:

„Wenn Anthony Ujah den Ball festmachen konnte, dann sind wir gefährlich geworden, aber das haben wir in der zweiten Halbzeit nicht mehr geschafft. Der Gegner hat riesen Druck, Druck, Druck gemacht auf unser Tor. Wir haben trotzdem gut verteidigt, haben auch das nötige Matchglück gehabt und haben zum Glück ganz spät erst den Anschlusstreffer bekommen.“

Michael Schiele ordnet den Erfolg seines Teams ein.

Hürzeler: „Ein Schritt nach vorne“

FCSP-Trainer Fabian Hürzeler sah ein ganz ähnliches Spiel wie Kollege Schiele („gut im Ballbesitz gewesen, nicht gut in der Konterabsicherung in der ersten Halbzeit.“). Allerdings habe sein Team in der ersten Halbzeit offensiv „zu wenig Tiefenläufe, zu gerade ins Zentrum gespielt“ und sich das Spiel damit „unnötig schwergemacht“. Aber er war auch voll des Lobes für den Gegner: „Braunschweig hat es sehr gut wegverteidigt. Da habe ich meine Mannschaft ähnlich gesehen in den letzten Wochen, mit diesem ständigen Pushen und Füreinander-Dasein.“

Entsprechend sei es auch in der zweiten Halbzeit „nicht einfacher“ gewesen. Und trotzdem habe sich der FCSP „gute und sehr gute Torchancen erspielt“, aber „wir machen leider zu spät den Anschlusstreffer“, so Hürzeler. Sein Fazit: „In der Positionierung mit dem Ball war es ein Schritt nach vorne und darauf werden wir aufbauen.“

Kern-Statistiken

Die Statistiken zum Spiel zeigen ziemlich deutlich, wie überlegen der FC St. Pauli gegen Eintracht Braunschweig war. Erst mit den expected Goals wird klar, dass viele Pässe, viele erfolgreiche Duelle und eine ganze Reihe von Bestmarken nicht immer reichen, um ein Spiel zu gewinnen.

FC St. PauliEintracht Braunschweig
21 (7)Torschüsse (auf’s Tor)8 (2)
7Fouls12
67%Ballbesitz33%
719 (85.8%)Pässe (erfolgreich)317 (80.1%)
107 (75.7%)…davon ins letzte Drittel (erfolgreich)29 (62.1%)
38 (47.4%)…davon lange Pässe (erfolgreich)58 (60.3%)
34Ballkontakte gegn. Strafraum12
10deep completions5
56 (71.4%)Defensivduelle (erfolgreich)96 (57.3%)
41 (48.8%)Kopfballduelle (erfolgreich)41 (31.7%)
7.5PPDA18.2
122.3kmLaufdistanz*121.6km
208Sprints*163
*Laufdistanz von Bundesliga.de

Satte 57 Positionsangriffe des FC St. Pauli hat wyscout gegen Eintracht Braunschweig gezählt. Ein nahezu irrwitzig hoher Wert (Saison-Rekord: 43 Angriffe gegen Sandhausen vor ein paar Wochen). Das ist natürlich nur möglich, wenn es entsprechend viel Ballbesitz gibt (67% – nur dreimal mehr in 22/23) und viele Pässe nach vorne gespielt werden: 107 Mal spielte der FC St. Pauli einen Pass ins Angriffsdrittel hinein. Hundertsieben. Ganze 81 davon waren erfolgreich und nur die Anzahl an erfolgreichen Pässen ist bereits mehr, als der FCSP in anderen Spielen insgesamt spielte (bisherige Bestmarke: 70 Pässe).

Und wenn die Anzahl an Pässen ins letzte Drittel hoch ist, dann sind es natürlich die Pässe insgesamt auch. 719 Pässe sind Rekord des FCSP und mal eben 400 mehr als Braunschweig spielte. Der Fokus war dabei klar auf das kontrollierte Kurzpassspiel ausgerichtet. Nur 38 der 719 Pässe, also knapp mehr als fünf Prozent, waren lange Bälle (ich tippe darauf, dass die Hälfte dieser langen Pässe in den letzten 15 Minuten gespielt wurden, könnte das Nachgucken, bin aber zu faul und möchte diese wilde Behauptung einfach so stehen lassen).

Deutschland, Hamburg, 16.04.2023, Fussball 2. Bundesliga 28. Spieltag, FC St. Pauli - Eintracht Braunschweig im Millerntor-Stadion Marcel Hartel (FC St. Pauli) im Zweikampf mit Anton Donkor (BTSV) und Manuel Wintzheimer (BTSV) Copyright: Peter Boehmer DFL regulations prohibit any use of photographs as image sequences and/or quasi-video.
Hartel tunnelt seinen Gegenspieler (und der heißt nicht Schnecke Kalla!)
(c) Peter Boehmer

Eine Statistik zeigt aber auch klar an, dass die große und deutliche Überlegenheit Grenzen hat. Zehn erfolgreiche Pässe nahe am gegnerischen Tor (deep completions) sind gut, aber nur knapp über dem Durchschnitt des FCSP. Und trotz des wenigen Ballbesitzes gelang es Eintracht Braunschweig fünf Pässe in dieser Zone zum Mitspieler zu bringen. Noch deutlicher wird die Stärke (oder auch Schwäche des FCSP) beim Blick auf die expected Goals.

Expected Goals

FC St. PauliEintracht Brauschweig
2.7 / 1.5 / 1.3 / 1.4expected goals (xG)
(wyscout / DFL / fotmob / 538)
0.3 / 1.4 / 0.7 /0.9
0.5xG – 1. Halbzeit0.3
0.8xG – 2. Halbzeit0.5
1.2xG – herausgespielt0.6
0.1xG – Standards0.2
1.8xGOT*1.0
Sämtliche xG-Werte (sofern nicht anders markiert) stammen von fotmob
*xGOT: Expected Goals on Target (xGOT) misst die Wahrscheinlichkeit, dass ein gezielter Schuss zu einem Tor führt, basierend auf der Kombination aus der zugrunde liegenden Chancenqualität Expected Goals (xG) und der Endposition des Schusses im Tor. Dabei werden Schüsse, die platzierter sind und in den Ecken landen, besser gewertet als Schüsse, die direkt in die Mitte des Tores gehen.

Also, naja, so deutlich wird das nicht, wenn man sich die xG-Werte von wyscout (2.7 – 0.3) anschaut. Daher habe ich dieses Mal noch die Werte von 538 ergänzt. Klammert man den wyscout-Wert aus, dann liegt der xG-Wert des FCSP im Mittel bei 1.4 und der von Braunschweig bei 1.0 – betrachtet man die Torchancen, die sich die Braunschweiger erspielten (auch in der zweiten Halbzeit), dann spiegelt ein Wert von 1.4 zu 1.0 den Spielverlauf schon recht gut wider, auch wenn der Aufwand des FC St. Pauli zu Torchancen zu kommen natürlich viel höher war.

Einzelbewertung

Wie es aussieht hat sich fotmob wieder von sofascore empanzipiert (oder andersherum). Jedenfalls gibt es nun wieder unterschiedliche Ratings der beiden Anbieter. Das bedeutet mehr Tipp- und Rechenarbeit für mich, aber sicher eine ausgewogenere Bewertung.

Recht ungewohnt ist es für mich, dass ich die Liste an Spielern, die in die Tabelle aufgenommen werden, erweitern muss. Denn Fabian Hürzeler wechselt eher selten frühzeitig, tat das aber gegen Braunschweig gleich zweimal mit der Hereinnahme von Afeez Aremu noch während der ersten und jener von Johannes Eggestein zur zweiten Halbzeit.

Teamwhoscored / sofascore / fotmob
FC St. Pauli(6.5 / 6.9 / 6.9) -> 6.8
Eintracht Braunschweig(6.6 / 6.8 / 7.0) -> 6.8
Spieler
Nikola Vasilj(5.5 / 6.0 / 5.7) -> 5.7
Manolis Saliakas(7.0 / 7.5 / 7.6) -> 7.4
Adam Dźwigała (bis 30.)(6.1 / 6.5 / 6.1) -> 6.2
Jakov Medić(7.3 / 7.5 / 8.0) -> 7.6
Karol Mets(6.3 / 6.7 / 7.0) -> 6.7
Leart Paqarada(6.8 / 7.1 / 6.8) -> 6.9
Afeez Aremu (ab 30.)(6.9 / 7.1 / 7.1) -> 7.0
Jackson Irvine(6.7 / 6.9 / 7.2) -> 6.9
Marcel Hartel(7.0 / 7.2 / 7.7) -> 7.3
Connor Metcalfe (bis 45.)(6.5 / 6.9 / 6.9) -> 6.8
Johannes Eggestein (ab 46.)(6.1 / 6.3 / 6.0) -> 6.1
Lukas Daschner(6.7 / 7.4 / 7.4) -> 7.2
Dapo Afolayan(6.6 / 6.9 / 6.9) -> 6.8
Berücksichtigt sind nur Spieler, die mindestens 25 Spielminuten auf dem Feld waren

Eine schlechte(re) Bewertung (als verdient) bekommt Nikola Vasilj, da beide Braunschweiger Torschüsse auf das Tor auch zu Gegentreffern führten. Zudem war er sehr viel seltener mit dem Ball am Fuß gefordert, da Braunschweig eigentlich zu keiner Zeit hoch presste und konnte so auch nur wenig erfolgreiche Pässe spielen.
Die höchste Bewertung bekommt natürlich Jakov Medic aufgrund seines Treffers, aber auch aufgrund seiner 106 Pässe (104 erfolgreich – aber nur 30 davon gingen vorwärts, der Rest waren Quer- und Rückpässe).

Spannender ist da auf jeden Fall das hohe Rating von Manolis Saliakas. Der Blick in seine Statistiken zeigt aber: Saliakas gelang viel. So viel wie bisher noch nie im Trikot des FCSP. Betrachtet man alle Ballaktionen von ihm zusammen, so waren davon genau 81% erfolgreich – das ist persönlicher Rekord und für einen Rechtsverteidiger ein richtig guter Wert.

Extra nachgeschaut, weil es mir im Spiel aufgefallen ist, habe ich die Anzahl an abgefangenen Pässen von Jackson Irvine. Zehn Stück waren es (deutlicher Spitzenreiter dieser Kategorie) und zusammen mit acht (von elf) gewonnenen Defensivduellen war er einer der Garanten für eine zumeist stabile Abwehr (jaja, abgesehen von zwei Kontersituationen).
In der Offensive war von ihm jedoch eher wenig zu sehen. Das lag zum einen an seiner Positionerung, die erst nur defensiv und später sehr weit auf der rechten Seite war (warum eigentlich?), aber ihm gelang aus der offensiveren Position in der zweiten Halbzeit auch nicht so viel wie üblich (1/6 Duelle gewonnen, 1/7 erfolgreiche Pässe im gegnerischen Strafraum).

Hamburg, Deutschland, 16.04.2023 - Johannes Eggestein (FC St. Pauli) wird von zwei Spielern von Eintracht Braunschweig bedrängt - Copyright: Stefan Groenveld
Johannes Eggestein versuchte viel, konnte die Niederlage des FC St. Pauli aber nicht verhindern.
(c) Stefan Groenveld

Einen Fokus, da sie nur selten hier in der Tabelle auftauchen, lege ich noch auf Eggestein und Aremu:
Johannes Eggestein wurde eingewechselt, damit die Box besser besetzt ist, wie Hürzeler nach dem Spiel erzählte. Diese Rolle füllte er aus, wenngleich dabei nicht so viel herumkam (zwei Ballkontakte hatte er im Strafraum – zum Vergleich: Führend ist Dapo Afolayan mit elf Ballkontakten im Strafraum und vier Torabschlüssen). Nur ein Torschuss (ein zweiter wurde aufgrund einer Abseitsposition nicht gezählt), dazu weder Torchussvorlage, noch Pässe im Strafraum – ein schwerer Stand für Eggestein, dessen Hereinnahme ich trotzdem richtig fand.

Afeez Aremu zeigte genau das, was man von ihm erwarten kann: Defensiv war er in den Zweikämpfen präsent (6/11 Duellen erfolgreich), fing zudem zwei Pässe ab und verhielt sich, das ist aus meiner Sicht ein großer Entwicklungsschritt, im defensiven Umschaltverhalten meist umsichtig (ich schaue da besonders hin, da das in der Hinrunde des Öfteren nicht so gut passte). Offensiv trat er wenig in Erscheinung (sollte er aber sicher aus Gründen der Konterabsicherung nicht), überzeugte aber mit Ballsicherheit (52/56 Pässen erfolgreich, 11/12 ins letzte Drittel).

Stimmen

„Wir haben kein katastrophales Spiel gemacht“ – Nein, Marcel Hartel, das war alles andere als katastrophal. Aber es war eben auch nicht erfolgreich, woran hat ett dänn jehlegn? „Braunschweig hat zwei Tore gemacht und es am Ende gut verteidigt.“ So einfach? „Heute ist es uns einfach nicht gelungen das Spiel auf unsere Seite zu ziehen.“

Interessant ist, dass die Antworten von Hartel mit jeder Sekunde länger vor den Mikros von den üblichen Phrasen abweichen und dahinter sehr viel mehr Infos zu Tage treten. Zum Beispiel ging es bei der Veränderung der Formation laut Hartel nicht nur um die offensive Spielweise (=bessere Besetzung im vorderen Bereich), sondern auch darum defensiv besseren Zugriff zu haben: „Wir wollten die Sechser von Braunschweig besser in den Griff bekommen, dass sie nicht so einfach rauskombinieren können.“
Fast philosophisch wurde es dann am Ende des Gesprächs: So kann die Niederlage „auch ein guter Zeitpunkt sein, dass wir klar in den Köpfen werden“ und ich finde, das ist einer der besten Gedanken, die es zu dieser Niederlage gibt: Strategisch verlieren, um das Derby zu gewinnen. Forza St. Pauli! Danke, Marcel Hartel!

Fußball-Philosophie mit Cello und Dapo!

Deutlich mehr als die üblichen Phrasen gab es auch von Dapo Afolayan zu hören. Zum Beispiel zum Schiedsrichter: „An interesting one from the Referee“ (Eine interessante Sichtweise des Schiedsrichters) sei es gewesen bei der Elfmeterentscheidung („I was right behind the screen and can’t believe it“ (Ich war direkt am Bildschirm und kann es nicht fassen)).
Aber den Grund für die Niederlage suchte er natürlich eher bei sich und seinen Mitspielern: „It was a bit too little, too late“ (Es war zu spät und zu wenig). Kurz danach wurde auch Afolayan philosophisch und erklärte die gute Defensivleistung der Braunschweiger mit einem sicher nicht falschen Ansatz:

„When you give a team a 1-0 lead after 40 seconds, they’ve got something to defend. They were playing against a good team, that we are, so we knew they always gonna sit back to limit chances for us. Again: It was a bit too little, too late from us.“

Dapo Afolayan über die Schwierigkeiten gegen die gute Defensive der Braunschweiger
(Wenn Du einem Team eine 1:0-Führung nach 40 Sekunden schenkst, dann haben sie etwas, was sie verteidigen können. Wir sind ein gutes Team, daher wussten wir, dass sie sich zurückziehen werden und versuchen wenig zuzulassen. Nochmal: Es war zu spät und zu wenig von uns.)

Meine Güte, ich könnte Dapo stundenlang zuhören, wenn er über Fußball spricht. Nun sprach er zum ersten Mal über den Umgang mit Niederlagen: „Losses are good for you to learn, to make that next step. (…) When we loose I always shake the opposition hand to remember that feeling on the oppsite and try to feel that again.“ (Aus Niederlagen kann man Lernen, um den nächsten Schritt zu machen (…) Wenn ich verliere schüttel ich den Gegnern immer die Hand um mich an das Gefühl des Sieges auf der Gegenseite zu erinnern, damit ich versuchen kann es wieder fühlen zu können.)

Daschner direkt (geiler Titel, wenn er mal das Lanz-Format übernehmen sollte)

Ich habe ihn zwar nicht gefragt nach dem Gefühl, aber Lukas Daschner hat mir die Antwort trotzdem gegeben, als er die Situation kurz nach dem 0:2 erklärte: „Da guckt man sich an auf dem Platz und fragt ‚Was ist hier los? Wie verteidigen wir das eigentlich?‘ Es war schon klar, dass Braunschweig versucht über lange Bälle, zweite Bälle Umschaltmomente zu haben, deswegen sollte sowas eigentlich nicht mehr passieren.“ (Er hat so einen leichten Pott-Akzent, der zu diesen Worten unglaublich gut passt).

Immer einen guten Akzent bekommt man von Jackson Irvine in der mixed-zone geliefert: „We dominated the play, they were just ruthless with their counterattacks in the first half.“ (Wir haben das Spiel dominiert, die Gegner waren aber skrupellos bei ihren Kontern in der ersten Halbzeit) und das Wort „ruthless“ hat eine besondere Betonung von ihm bekommen.

Deutschland, Hamburg, 16.04.2023, Fussball 2. Bundesliga 28. Spieltag, FC St. Pauli - Eintracht Braunschweig im Millerntor-Stadion Jackson Irvine (FC St. Pauli) nach dem Spiel enttaeuscht Copyright: Peter Boehmer
Jacksons Lieblingsworte nach der Niederlage gegen Braunschweig: „Ruthless“, „Severe“, „Clinical“
Jacksons Lieblingszuhörer in der mixed-zone? Fängt mit „T“ an.
(c) Peter Boehmer

Irvine: Etwas mehr Disziplin bitte!

Und auch Irvine fand einige „Lessons to learned, all over the pitch“, zum Beispiel bei der Verteidigung von Kontern oder aber beim eigenen Spielstil, der laut seiner Aussage teilweise etwas zu wild gewesen sei („Everyone wants to play free and dynamic, but we need maybe a little bit more discipline in some moments as well“ (Jeder möchte frei und dynamisch spielen, aber in einigen Momenten brauchen wir vielleicht auch etwas mehr Disziplin)).
Trotzdem zeigte sich Irvine nicht unzufrieden mit dem Spiel („We created enough moments to get at least a result today“ (Wir haben genug Möglichkeiten kreiert, um zumindest was Zählbares mitzunehmen)) und, ich wiederhole damit stumpf das Ende des Analyse-Textes, aber es passt einfach so gut und Irvine kaufe ich dieses Statement voll und ganz ab, blickte direkt weiter nach vorne: „Our run is over. But the season is far from over!“ (Unsere Serie ist vorbei, aber unsere Saison ist noch lange nicht vorbei!)

Nein, bei aller Liebe und allem Trotz, aller vermeintlichen Strategie und Philosophie: Verlieren ist scheiße. Das habe ich ganz vergessen aufgrund der ganzen Siege in diesem Jahr. Zwar darf man ruhig mit Stolz darauf verweisen, dass der FCSP erst Mitte April das erste Mal in diesem Jahr überhaupt Punkte abgegeben hat, aber es dürfen dann bitte auch die letzten gewesen sein. Denn alle wissen jetzt wieder, wie ätzend das ist. Forza!
// Tim

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Sofern nicht anders markiert, stammen sämtliche Statistiken von Wyscout.

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2 thoughts on “FC St. Pauli – Eintracht Braunschweig: Stimmen und Statistiken

  1. Danke, Tim, für Deine exzellente Zusammenfassung.
    Die Zusammenspiel zwischen uns und der Mannschaft klappt. Vor und nach dem Spiel. Jackson, Dapo u.a. gelingt es, mich aus einem kleinen Tief wieder herauszuholen!

  2. Irvine ist nach rechts ausgewichen, da mit Aremu, Hartel und häufig auch Paqarada unser Zentrum zu eng wurde. das war aber natürlich nicht hilfreich bei der Strafraumpräsenz.
    Aremu hat in der 89. mit seinem Pass auf Saad gezeigt welchen Wert er auch für unsere Offensive haben kann. Diese Pässe spielt sonst nur Smith.

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