Wer ist Maximilian Dittgen? – Ein Spielerprofil

Der FCSP hat Maximilian Dittgen verpflichtet. Er wechselt ablösefrei vom SV Wehen Wiesbaden ans Millerntor und bekommt einen Vertrag bis Ende der Saison 21/22. Dittgen wird den FCSP auf der linken Seite verstärken. Da nur zwei Tage vorher die Verpflichtung von Leart Paqarada bekannt wurde, ist davon auszugehen, dass auf der linken Seite nun ein komplett neues Gespann entstehen wird.

Und auch dieses Mal bleibt mir nichts anderes übrig, als vor dem Blick auf die fußballerischen Skills, einen Blick in die tiefen Untiefen von Instagram zu werfen. Und ich kann Euch nur sagen, dass wir ab jetzt in dieser Rubrik wirklich vorne mit dabei sind. Das liegt aber nicht an Maximilian, nein, es liegt an Anette, seiner Frau und Mutter seiner Tochter (wie auf Insta unschwer herauszufinden ist). Meine Güte, was ich bereits alles bei meiner kurzen Recherche erfahren habe… Maximilian und Anette haben sich vor knapp zehn Jahren auf der Kirmes in Moers kennengelernt (besser geht es nicht!!!). Er hat übrigens ein Tattoo über die gesamte Brust und sie feiern das 6-monatige mit ihrer Tochter! Und mit diesem Bild hätten sie beim Weihnachtsbaum-Spezial auf jeden Fall gewonnen, obwohl der Baum, nun ja, Photoshop lässt grüßen. Da können sogar meine geliebten Ginczek’s einpacken. Und Anette hat auch bereits vor ein paar Tagen verkündet, dass es jetzt woanders hingehen wird:

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Solange du an meiner Seite bist, bin ich bereit jeden Weg mit dir zu gehen egal wie weit & egal wie schwer er ist 🤍— somit lüfte ich auch ein Teil unseres Geheimnisses. WIR ZIEHEN UM… und nicht wie die üblichen Umzüge von der einen Wohnung in die andere in der selben Stadt. Wir beginnen komplett bei 0. Wir verlassen Wiesbaden und unsere Reise geht weiter in eine andere Stadt. Ich sehe dem Ganzen mit gemischten Gefühlen entgegen, denn ich verbinde mit Wiesbaden super viele tolle & emotionale Erlebnisse . Das schönste war natürlich die Geburt unserer Tochter . Andererseits freue ich mich unheimlich auf die neue Erfahrung & vor allem für Max 🙏 Jetzt dürft ihr raten, wohin es für uns geht? Auflösung kommt Sonntag oder Montag aus unserer neuen Heimat 🤍 #newchapter #newstep #newhome #adventure #couplegoals #coupletime #family

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So, genug von meiner Liebelei mit dem Insta-Accounts von Anette und Maximilian. Er ist ja zum Fußballspielen hier. Das praktische daran, dass Dittgen, wie auch Daniel-Kofi Kyereh vom SV Wehen Wiesbaden zum FCSP wechselt: Ich konnte auch dieses Mal wieder ein paar Fragen an Gunnar vom stehblog stellen, der diese abermals mit nun schon gewohnter Fach-Expertise beantwortet hat.

Moin Gunnar, Maximilian Dittgen wechselt vom SV Wehen Wiesbaden zum FCSP. Passt der Wechsel aus Deiner Sicht?
Ich wusste schon bei Kofi Kyereh nicht so recht, woran ich das festmachen soll. Dittgen ist jedenfalls sehr laufstark und einsatzfreudig, das dürfte auch am Millerntor gut ankommen.

Timo Schultz hebt in der Pressemitteilung vor allem seine Geschwindigkeit hervor – Was ist Maximilian Dittgen für ein Spieler auf dem Feld?
Die Geschwindigkeit ist definitiv seine größte Stärke, dazu hat er eine sehr gute Technik, mit der er sich auch immer wieder aus engen Räumen gut befreit. 

Und welche seiner Skills auf und neben dem Platz würdest Du als ausbaufähig beschreiben?
Tja, zuweilen hatten wir den Eindruck, dass sich bei ihm innerhalb von einer Szene Bundesliga mit Bezirksliga abwechselt: erst mit einem Tempodribbling am Gegner vorbei, aber dann die Flanke hinters Tor, oder durch zwei Gegenspieler einfach hindurch gegangen, aber dann den Torschuss übers Tribünendach gedonnert, oder starke Balleroberung in der eigenen Hälfte und dann den Pass ins Seitenaus. Als größte Baustelle würde ich seinen Torabschluss nennen, damit hat er mich öfter zur Verzweiflung gebracht – aber immerhin hat er letztes Jahr in der Relegation ein grandioses Tor erzielt, ausgerechnet mit seinem schwachen rechten Fuß.
Neben dem Platz: keine Ahnung. Vor seiner Zeit beim SVWW hat er seine Hochzeitsvorbereitungen von VOX begleiten lassen (Anm. Tim: WHAAAAT?! – *nervöses Geklicke im Internet!), was bei mir ja eher einen kleinen Fremdschämreflex auslöst, und auf Insta sendet er gelegentlich Liebeserklärungen an seine Frau, aber ansonsten ist mir nichts aufgefallen. – Ich hoffe, das befriedigt auch Eure Leser, die mehr Boulevard in diesem Format gefordert haben. 😉  

Dittgen hat in der letzten Saison vornehmlich im linken Mittelfeld agiert, aber auch als linker Außenverteidiger (z.B. im Spiel am Millerntor). In der Vorsaison hat er sogar häufiger als Außenverteidiger gespielt. – Welche Position passt zu ihm am besten?
Bei uns ist es schon eine kleine Tradition, dass offensive Außen zu Außenverteidigern umgeschult werden, und als vorletzte Saison Jules Schwadorf in großer Form war, ist Dittgen zeitweise eine Position nach hinten gerückt, aber ich sehe ihn primär als Offensivspieler. Ein paar Mal hat er auch zentral gespielt, aber das hat mir meistens nicht so gut gefallen. 

Du hattest bei Deinen Antworten zu Daniel-Kofi Kyereh erwähnt, dass Kofi an Maximilian Dittgen nicht vorbeikam. Warum nicht?
Auf der linken Außenbahn ist Dittgen mit seinem starken linken Fuß natürlich im Vorteil gegenüber einem Rechtsfuß wie Kyereh (außer, man hat Ribery und Robben im Kader). Wenn beide zusammen auf den Flügeln gespielt haben, haben sie im Spiel auch mal die Positionen getauscht, aber Dittgen scheint sich auf der linken Seite deutlich wohler zu fühlen. 

Für einen Offensivspieler sind die nackten Zahlen (letzte Saison drei Tore und zwei Torvorlagen) zwar ganz ok, aber nun auch nicht herausragend. Fehlt da die Qualität oder war der Fokus auf Kyereh und Schäffler ausschlaggebend für die Quote?
Wie gesagt, Dittgens Trademark-Torschuss zehn Meter über die Latte war schon fast ein Running Gag, aber bei den Vorlagen bin ich etwas überrascht, da hätte ich aus dem Gefühl heraus mehr gedacht. Interessant wäre eine Statistik zu den vorletzten Pässen vor Toren oder wieviele Chancen über links eingeleitet wurden, unabhängig davon, ob daraus ein Tor entstand. Rein intuitiv, ohne Zahlen zur Hand zu haben, behaupte ich schon, dass Dittgen da ein gewisser Faktor war.

16/17 Regionalliga, dann zwei Jahre 3.Liga, nun 2.Liga – geht da noch mehr?
Schwierig. Einerseits gab es immer wieder Szenen (s. o.), bei denen man sehen konnte, warum er halt nur beim SVWW spielte, aber andererseits hatte ich wiederum den Eindruck, dass er umso besser spielte, je besser der Gegner war. Aber insgesamt bezweifle ich doch, dass es bei ihm auch für die 1. Liga reichen könnte.

Vielen Dank, Gunnar!

Damit hat der FCSP die linke Seite runderneuert. Und das war auch nötig, gab es doch letzte Saison eher wenig Optionen auf dieser Seite, da Buballa eher ins Abwehrzentrum auswich, Conteh dauerverletzt war und Gyökeres sich auch selbst eher als Stürmer sah. Und wenn wir die Antworten von Gunnar berücksichtigen, dann hat der FCSP auch mit Maximilian Dittgen einen Spieler verpflichtet, von dem wir uns einiges erwarten dürfen. Jedenfalls ist der Trend, dass auf den Außenpositionen die Geschwindigkeit nahezu alle anderen Skills aussticht, nun auch beim FCSP angekommen. Das gefällt.

Herzlich Willkommen am Millerntor, Maximilian Dittgen!

// Tim

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