Lage am Millerntor – 10. Januar 2022

Lage am Millerntor – 10. Januar 2022

Frohes Neues! Hier gibt es die erste Lage des neuen Jahres und bekanntlich kann (fast) alles nur besser werden. Schauen wir mal, wie die Woche des ersten Pflichtspiels sich so anlässt.

FCSP News

Trainingslager in Benidorm / Testspiel gegen Beerschot

Seit gestern ist das Team aus Spanien wieder zurück im Hamburger Schmuddelwetter.
Neben dem (siehe nächster Absatz) frühzeitig und für immer abgereisten Marvin Knoll war auch Philipp Ziereis vorzeitig abgereist, allerdings aufgrund von Vaterfreuden aus sehr schönen Gründen, herzlichen Glückwunsch!.
Von Verletzungen blieb der Kader größtenteils verschont. Jackson Irvine hatte eine leichte Blessur, war beim Testspiel aber schon wieder dabei. Ansonsten sollten alle fit da durch gekommen sein. Lukas Daschner konnte nach seiner Knieverletzung auch voll mitarbeiten und war ebenfalls im Testspiel schon wieder im Einsatz, lediglich Afeez Aremu hat beim Test noch gefehlt.

Besagtes Testspiel gegen Beerschot über vier Mal 30 Minuten gewann der FCSP durch Tore von Christopher Buchtmann (82.) und Maximilian Dittgen (95.) mit 2:0. Zuvor hatte der Tabellenletzte der ersten belgischen Liga auch gegen Heidenheim bereits mit 1:2 verloren.
Jetzt geht es in die Vorbereitung auf Aue, das Erzgebirge ist bekanntlich am Samstag zu Gast am Millerntor.

Marvin Knoll wechselt zum MSV Duisburg

Viel Geschehen auf dem Transfermarkt gab es für den FCSP in der Winterpause (bisher) nicht – und das ist ja grundsätzlich erst mal ein gutes Zeichen, denn gerade Verpflichtungen in der Winterpause (so sie nicht nicht schon als Vorgriff auf die neue Saison getätigt werden) sind ja eher ein Zeichen davon, dass es sportlich nicht lief.
Auf der Seite der Abgänge steht seit dem Wochenende mit Marvin Knoll jetzt ein Eintrag. Er wechselt ein halbes Jahr vor Ende seines Vertrages zum MSV Duisburg in die 3.Liga, trifft dort Aziz Bouhaddouz wieder und soll mithelfen, die Zebras in der 3.Liga zu halten. Tschüss, Knolli, alles Gute!

NDR Wahl zu Nordsportler:innen des Jahres

Die Wahl läuft noch bis heute, 12.00h.
Bei den Teams gibt es einen komfortablen Vorsprung für die Profis, die etwa 1.100 Stimmen mehr als unsere Blindenfußballer:innen haben. Hätte ich mir umgekehrt gewünscht, aber Leben ist kein Ponyhof und so.
Jonathan Tönsing liegt in der Einzelwertung noch knapp 600 Stimmen hinter Einhandsegler Boris Herrmann, vielleicht geht da ja noch was.

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Africa Cup of Nations

Ghana greift heute ins Turnier ein (17.00h gegen Marokko, Sportdigital, u.a. auch über DAZN empfangbar). Daniel-Kofi Kyereh steht im Kader und kam in den letzten Spielen regelmäßig zum Einsatz.
Die weitere Gruppenspiele sind gegen Gabun (Fr., 20.00h) und den Inselstaat und Turnierneuling Komoren (Di, 18.01., 20.00h), womit er mindestens die Spiele gegen Aue, den BVB und sehr wahrscheinlich das Derby verpasst. Im Falle des wahrscheinlichen Weiterkommens (die ersten beiden sowie die vier besten der sechs Gruppendritten erreichen das Achtelfinale) könnte es dann auch noch um das Spiel gegen den SC Paderborn (05.02.) gehen. Sollte Ghana das Halbfinale erreichen (2./3. Februar) gibt es nämlich auf jeden Fall noch ein weiteres Spiel am 6. Februar.

Jackson Irvine und Musik

Wenn eine Seite Beats & Rhymes FC heißt, hat sie erst mal meine Sympathie.
Ende Dezember wurde da ein längerer Text mit einigen Zitaten von Jackson Irvine veröffentlicht. Um Fußball geht es zwar auch, in erster Linie aber um Musik.

Lage der Liga / Geisterspiele

Wie am Wochenende bereits in Liga 1 zu „bewundern“, ist der Profifußball notgedrungen zu Geisterspielen zurückgekehrt. Dies betrifft dementsprechend auch die kommenden Heimspiele des FCSP, neben dem Heimspiel gegen Aue am kommenden Wochenende auch das Pokalspiel gegen den BVB und das Derby bei unserem Hamburger Mitzweitligisten. Der Verein hat die Erstattung für Dauer-/Saisonkarten bereits freigeschaltet, dies gilt auch gleich mit für das Heimspiel gegen Paderborn.

Ob komplette Geisterspiele nach zwei Jahren Pandemie und in Angesicht des Impffortschritts und erprobten Hygienekonzepten bei Freiluftveranstaltungen noch angemessen sind? Eher nicht, würde ich sagen, aber ich bin auch Volllaie. Ich plädiere natürlich auch nicht für ein komplett volles Millerntor, wieso man aber nicht eine individuelle Lösung pro Standort für die fünf Hamburger Profiteams finden kann, entzieht sich meiner Kenntnis sowie meinem Verständnis.
Ich freue mich sehr darüber, dass Kultur mit entsprechendem Hygienekonzept weiter vor Publikum stattfinden darf, verstehe aber nicht, warum beispielsweise die 1.Frauen (theoretisch) ihr Punktspiel in der Regionalliga gegen Meppen II vor bis zu 1.000 Fans am Millerntor austragen dürfte, am gleichen Ort gegen Aue aber eben niemand einem Zweitligaspiel beiwohnen darf.

Noch bekloppter wäre es, jetzt einfach mal bei der Elbphilharmonie anzufragen, ob für die dort zugelassenen 2.000 Menschen (=95% Fassungsvermögen!) denn eine Live-Übertragung eines Fußballspiels möglich wäre – so dumm ist aber zum Glück niemand. (Und die Ergänzung, dass dies natürlich auch in einer Kneipe Eurer Wahl bei entsprechendem Hygienekonzept möglich ist, erspare ich mir dann auch mal…)
Weiterer Link: Kicker Kommentar: „Dieser Hamburger Weg ist absurd“

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FC St. Pauli von 1910 . V.

Nachruf auf Christian Hinzpeter

Reinhold Beckmann hat in der ZEIT einen sehr schönen Nachruf auf Christian Hinzpeter verfasst, den ich Euch hiermit ans Herz legen möchte, wenn Ihr ihn nicht eh schon gelesen habt.

Millerntor Miniatur Modell

Es gibt wieder einen NDR-Beitrag über das Miniatur-Modell des Millerntor im FCSP-Museum. Euern Platz (im alten und/oder neuen Millerntor) könnt Ihr Euch weiterhin über das Museum sichern.

Blindenfußball

Das Team der Blindenfußballer:innen ist bekanntlich amtierender Deutscher Meister – und würde gerne ein Frauen-Blindenfußball-Team gründen. Der Anfang ist gemacht, trainiert wird immer Dienstags, neben Spielerinnen wird natürlich auch Hilfe für das Team drumherum gesucht.

Alle Infos: (Facebook / Twitter)

Fanszene News

USP

In die Aufarbeitung der Sexismus-Vorwürfe gegen USP-Mitglieder war in den letzten Wochen etwas Ruhe eingekehrt, es wurde miteinander gesprochen.
In den letzten Tagen gab es nun zunächst eine interne Mitteilung von USP und daraufhin eine Stellungnahme der Gruppe der Betroffenen. In Letzterer kommt das Aufarbeiten bei USP nicht sonderlich gut weg. Beide Statements sind bisher eher nicht öffentlich und eine Verlinkung erspare ich mir mal, man will es dem Boulevard ja auch nicht zu leicht machen.
Fakt ist: Es gibt noch sehr viel zu tun, die Solidarität gilt weiterhin allen Betroffenen, die sich jedweder Form von sexualisierter Gewalt ausgesetzt sahen. Bleibt zu hoffen, dass mit Vermittlung der AG Awareness und ggf. des Fanladens die Vorfälle sauber aufgearbeitet werden und daraus die richtigen Konsequenzen gezogen werden können.

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Döntjes

11 Leben zu Gast beim Hörfehler

Ich gehe davon aus, dass Ihr alle bereits mindestens in 11 Leben hineingehört habt, zumindest wenn Ihr Podcasts nicht pauschal und komplett ablehnt. Es geht bekanntlich um die sehr hörenswerte Aufarbeitung des Lebens von Uli Hoeneß.
Max-Jacob Ost war jetzt zu Gast im von mir sehr geschätzten Hörfehler-Podcast bei Nick Kaßner. Gut zwei Stunden spricht Max dort nochmal mit etwas Abstand über sein persönliches Mount Everest Projekt. Grundsätzlich kann man das natürlich auch hören, ohne 11 Leben gehört zu haben, Spoiler gibt es dann aber natürlich einige – von daher ist es aus meiner Sicht wirklich eher als „Behind the scenes“ im Nachklapp zu hören, wenn Ihr mit 11 Leben auch wirklich durch seid.

Union Berlin gendert nicht

Der große Aufreger rund um den Berliner „Kultklub“ war letzte Woche medial, dass Präsident Dirk Zingler sich gegen vegane Bratwurst an der Alten Försterei aussprach. Kann man machen, ist dann sicher sehr rückwärtsgewandt – und auch gar nicht so ganz korrekt, denn es gibt sehr wohl veganes oder zumindest vegetarisches Essen dort. Dies wurde u.a. auch beim Textilvergehen festgestellt, wo man dann gleich auch mal zum „Kümmert Euch um Euren eigenen Mist!“-Rundumschlag ausholte. Sofern dies auf diejenigen abzielte, die alle Unioner für den Quatsch ihres Präsidenten haftbar machen wollen, durchaus berechtigt, trotzdem könnte man über diesen Text sehr angeregt diskutieren.

Das alles aber ist doch eher Wurst, denn das Catering regelt dann wahrscheinlich irgendwann wirklich der Markt und selbst wenn es bei Union irgendwann nur noch Maoam und Whopper geben sollte, wäre mir dies wahrscheinlich an mindestens 33 Spieltagen der Saison immer noch egal, da kümmere ich mich dann wirklich lieber um das eigene Stadion.
Kommen wir damit zum wichtigeren Teil, den das Textilvergehen dann per Gastartikel in einem zweiten Beitrag aufgriff, u.a. auch als Antwort oder Diskussionsbeitrag auf den ersten Artikel. Warum spricht Dirk Zingler ungefragt vom Gendern und meint, dass „raue Sprache“ im Stadion normal sei und daher auch als Verein nicht gegendert werden müsse? Und selbst wenn er das so empfindet, warum tut er in diesem sicher sehr polarisierenden Thema so, als würde er wie selbstverständlich für den gesamten Verein sprechen?
Wie auch von Unioner:innen in den letzten Tagen mehrfach geäußert: Da hätte er wohl (mindestens) besser geschwiegen.
Mehr dazu: Tagesspiegel – „Willkommen in den Achtzigern, 1.FC Union!“

Zu guter Letzt

Uralt, aber immer noch wunderschön.

Forza St. Pauli!
// Maik

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One thought on “Lage am Millerntor – 10. Januar 2022

  1. Frohes Neues!
    Es ist nicht notwendig, in Köpenick zu speisen, drei Punkte für den FCSP werden da eine sehr gute Alternative sein 😁

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