Lage am Millerntor – 02. Februar 2022

Lage am Millerntor – 02. Februar 2022

Während sich der nächste Spieltag gefühlt erst ganz langsam am Horizont abzeichnet (Tickets für Paderborn heute ab 11.00h), geht der kopfschüttelnde Blick aktuell auf die Insel. Die spinnen, die Briten.

FCSP News

Ausbau Trainingsgelände Kollaustraße

Der FC St.Pauli hat für heute Mittag Großes angekündigt, eine Pressekonferenz zum Thema „Neugestaltung des Trainingsgeländes an der Kollaustraße“. Wir werden bei derlei Themen (wie auch bei Transfers) auch weiterhin mit unserem Artikel warten, bis der Verein das offiziell gemacht hat – aber da das inzwischen sowieso schon überall steht, hier der grobe Inhalt:
Das Gelände an der Kollaustraße wird erweitert und zukünftig neben den Profis und der U23 auch das NLZ beherbergen. Dies passiert nicht von jetzt auf gleich sondern ist sicher eher ein Projekt für zwei bis drei Jahre, danach kann dann aber wohl das NLZ-Gelände am Brummerskamp aufgegeben werden.
Alles weitere und die Details dann heute Nachmittag.

Die Stürmersuche neben GB9

„Burgi regelt, klare Sache.“
Den Satz hab ich fast allen Schalkern in meinem Telefonbuch vor dem Pokalspiel gegen den BVB geschrieben und sollte Recht behalten. Aber wer steht ihm dabei eigentlich immer so zur Seite?
Tim hat sich das mal genauer angeschaut und kommt zu dem Schluss: Die Wahl zwischen Makienok, Amenyido, Matanović und Dittgen ist gar keine Qual, sondern eher eine Stärke.

Jackson Irvine auf Rückreise von der Nationalelf

Das Spiel der Socceroos im Oman sah einen späten 2:2-Ausgleich der Gastgeber.
Jackson Irvine spielte durch und hat sich dementsprechend hoffentlich nicht verletzt.

Neues von den Alten

Unser „Adventskalender Türchen 16“ hat eine neue Aufgabe:
Wie der Twitter-Account von Altona 93 mitteilte, unterstützt André Trulsen ab sofort nebenbei den AFC in nicht näher definierter Funktion. Erster Pflichtspielgegner ist heute der Heider SV, am Sonntag geht es zu Phönix Lübeck und nächste Woche Sonntag dann zur U23 des FCSP.

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FC St. Pauli von 1910 e. V.

Pflichtspielauftakt für die U19

„Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin!“
Dies würde die A-Jugend des FCSP außerhalb vom Ligaalltag sicher auch gerne mal sagen, das DFB-Pokalfinale der U19 wäre hier mal ein großes Highlight. Um dies erreichen zu können, muss man aber erst mal für den DFB-Pokal qualifiziert sein und dazu bedarf es entweder einer vorderen Platzierung in der Liga (daraus wird diese Saison eher nichts…) oder eben den Gewinn des Hamburger Pokals.
Heute um 19.00h geht es im Achtelfinale dieses Wettbewerbs gegen einen der größeren noch verbliebenen Fische: Am Bondenwald (Kunstrasen) geht es zum Niendorfer TSV.
Nach drei Jahren Bundesliga ging es für den NTSV im Sommer 2020 zurück in die Regionalliga, wo man nach der Hinrunde Platz 4 (von 7) belegt. Von zehn geschossenen Toren entfallen sieben(!) auf Ibrahim Ali – wenn man den in den Griff bekommt, sollte das also schon die halbe Miete für das Weiterkommen sein.

Das Viertelfinale ist übrigens auch schon ausgelost worden – der Gewinner dieser Partie hat dann Heimrecht gegen den Gewinner des Spiels Nienstedten gegen den HSV.

eSports

Nach einem eher schleppenden Saisonstart hat sich der FCSP in der Virtual Bundesliga inzwischen auf PlayOff-Platz 6 vorgearbeitet. Möglich wurde dies durch die guten Ergebnisse gestern:
Einem 4:4 nach Punkten gegen Paderborn (Sieg, Unentschieden, Niederlage) folgten drei Siege und damit 9:0-Punkte gegen den 1.FC Köln.
Von Platz 3 bis 10 ist es allerdings noch so eng, dass man da jederzeit nach oben oder unten rutschen kann.

Döntjes

Fans in den Stadien

Der Flickenteppich nimmt wieder wildeste Gestalt an. Während es in Bayern 25% der Stadionkapazität (maximal 10.000) sind und in NRW und Sachsen die Vereine inzwischen teilweise vor Gericht ziehen, darf der SV Werder Bremen am Wochenende vor 10.000 Fans spielen.
Für Hamburg gilt (Stand jetzt) nach wie vor 2.000 Menschen bei OpenAir als Obergrenze.
Immerhin: Die beiden nächsten Auswärtsspiele finden in Bayern statt (Regensburg & Ingolstadt), insofern gibt es sowas ähnliches wie Planungssicherheit – auch wenn die Gästekontingente aktuell dort nur 5% betragen, was bei Regensburg dann eben 190 Tickets sind. Diese könnt Ihr beim Kartencenter ab Freitag erwerben bzw. als Fanclub beim Fanladen noch bis einschließlich Morgen (Donnerstag) bestellen.

Raith Rovers verpflichten Vergewaltiger, denn es geht ja nur um Fußball

Es tut mir beim Schreiben dieser Überschrift fast weh, dies zu formulieren, denn so boulevardesque wollen wir normalerweise gar nicht sein.
Doch was der schottische Zweitligist da fabriziert hat, kann auch einfach nicht anders benannt werden, insbesondere aufgrund der Kommunikation des Vereins im weiteren Verlauf.
Es begann alles mit der eher unspektakulären Veröffentlichung eines Transfers am Deadline Day. Der Verein gab die Verpflichtung von David Goodwillie vom Drittligisten Clyde FC bekannt. Was so unspektakulär klingt, erzeugte aber ein gewaltiges Echo, denn Goodwillie ist ein verurteilter Vergewaltiger, der 2017 für schuldig befunden wurde, mit einem Mitspieler bei Dundee United 2011 eine Frau vergewaltigt zu haben, die unter Alkoholeinfluss stand und daher gar nicht in der Lage war, einvernehmlichem Sex zuzustimmen. Goodwillies Karriere, die ihn bis dahin zu Vereinen wie Blackburn, Crystal Palace und Aberdeen gebracht hatte, schien am Ende. Nach fünf Jahren bei Clyde FC nimmt ihn mit den Raith Rovers nun einer seiner ehemaligen Vereine wieder auf und erntet den erwartbaren und berechtigten Shitstorm.
Bestseller Autorin Val McDermid beendete ihre langjährige Unterstützung des Vereins, eine Mitarbeiterin kündigte und die Kapitänin der 1.Frauen trat zurück. Am Ende äußerte sich sogar Schottlands First Minister Nicola Sturgeon.
Moment, „am Ende“? Nein, als das alles schon schlimm genug erschien, setzte der Verein dann noch eins drauf und veröffentlichte dieses offizielle Statement, in dem es mit jedem Satz schlimmer wurde und das schließlich wie folgt endete:

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First and foremost, this was a football related decision.

Raith Rovers

Aye… bleibt zu hoffen, dass die Aufstiegshoffnungen, die Goodwillie ja mit vorantreiben sollte, nun krachend scheitern werden.

Bedford FC: Mit Crypto-Währung die Premier League aufmischen

Ihr habt bisher wahrscheinlich noch nicht viel vom Bedford FC gehört, der in den Tiefen des englischen Amateurfußballs herumdümpelt. Ab kommender Saison allerdings soll der Verein in „Real Bedford“ umbenannt bzw. zumindest von dieser Gruppe übernommen werden, hinter der sich u.a. Bitcoin Podcaster Peter McCormack verbirgt.
Das Ziel? Wie sollte es anders sein, natürlich die Premier League.
Nach evtl. anfangs noch vorhandener Euphorie weicht aber langsam die Erkenntnis, dass das alles irgendwie nicht so richtig super, transparent und „Fan-Owned“ wird, wie es anfangs versprochen wurde. Die lokale Presse ist zumindest ernüchtert und ein ausführlicher Twitter-Thread mit Hintergründen lässt schlimmstes erwarten – Lowlight des ganzen Wahnsinns ist dann der Verkauf von Fischerhüten als NFT für 10.000$. (Twitter)

Ich schrieb es hier ja lange nicht, aber ich möchte den heutigen Tag mit einem Gruß an Justus beschließen: Alle bekloppt!

Forza St. Pauli!
// Maik

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