Erfahrene Offensivspieler verpflichten – eine gute Idee?

Erfahrene Offensivspieler verpflichten – eine gute Idee?

Auf der Suche nach mehr Torgefahr ist der FC St. Pauli fündig geworden: Nicht zum ersten Mal wurde ein erfahrener Offensivspieler verpflichtet. Wie lief es die letzten Male?
(Titelfoto: Stefan Groenveld)

Erfolg und Misserfolg im Profifußball hängen nicht nur mit den nackten Ergebnissen der Spiele zusammen. Erfolg ist auch immer von den finanziellen Rahmenbedingungen abhängig. Und da ist es natürlich sinnvoll, wenn ein Club Spieler verpflichtet, die bei gutem Verlauf bei ihren Abgängen das Clubkonto füllen. Entsprechend sind Spieler mit Entwicklungspotenzial heiß begehrt. Doch ein Team voll von ambitionierten Jungprofis ist noch lange kein erfolgreiches Team. Es braucht auch Erfahrung. Die hat sich der FC St. Pauli nun unter anderem mit dem 33-jährigen Branimir Hrgota geholt. Es ist nicht die erste Verpflichtung eines erfahrenen (= zum Zeitpunkt der Verpflichtung älter als 27 Jahre) Offensivspielers, die der FCSP in den letzten 20 Jahren getätigt hat. Spielen wir mal etwas rum und werfen einen Blick zurück (sortiert von jung nach alt), der zeigt, dass solche Verpflichtungen voll einschlagen, aber auch gnadenlos schiefgehen können.

Mahir Saglik (28) – 2011-2012

Nach vielen erfolgreichen Jahren bei verschiedenen Clubs in den Regionalligen sammelte Mahir Saglik zwischen 2008 und 2009 Bundesligaerfahrung in Wolfsburg und Karlsruhe. Anschließend folgte ein fettes Ausrufezeichen in der 2. Bundesliga im Trikot des SC Paderborn: 27 Spiele, 14 Treffer, acht Vorlagen. Auch wenn er in der Folgesaison im Trikot des VfL Bochum nicht mehr ganz so erfolgreich war, wechselte Saglik zur Saison 11/12 mit damals 28 Jahren zum FC St. Pauli.

Auf insgesamt fünf Treffer kam er in seiner ersten Saison beim FCSP. Und auch wenn er dabei unter anderem doppelt gegen Hansa Rostock traf, so konnte er doch die Erwartungen nicht erfüllen. Denn Stammspieler und Torjäger wurde Saglik nicht. In der Folgesaison kam er im Verlauf der Hinrunde immer weniger zum Zug und schoss nur ein Tor. In der Winterpause folgte dann die Rückkehr nach Paderborn. Die Rückrunde verlief noch holprig, aber in der Folgesaison konnte er mit 15 Treffern wieder der Torjäger sein, der er auch davor in Paderborn gewesen war. Seine Zeit beim FC St. Pauli bleibt hingegen eher als weniger erfolgreich in Erinnerung.

Maurides (28) – 2023-2025

Ebenfalls 28 Jahre alt war Maruides Roque Junior, als er im Winter der Saison 22/23 zum FC St. Pauli wechselte. Gekommen war er als kopfballstärkster Spieler der polnischen Liga mit der Empfehlung von acht Torbeteiligungen in der Hinrunde 22/23 in der polnischen Ekstraklasa. In seinen zwei Jahren beim FCSP kam dann leider keine einzige Torbeteiligung dazu. Maurides startete recht vielversprechend, doch eine Meniskusverletzung sorgte für einen Ausfall von rund einem halben Jahr. Nach seiner Rückkehr vermochte er nicht mehr überzeugen.

Spätestens als dann öffentlich wurde, dass Maurides nicht fit zum Start in die Saison 24/25 erschien, war das Ende seiner Zeit im Trikot des FC St. Pauli absehbar. Maurides durfte zu Beginn der Sommervorbereitung erstmal nicht mit dem Team trainieren, sondern musste ein individuelles Programm absolvieren. Er kam tatsächlich noch einmal in der Bundesliga zum Einsatz, doch im Winter 24/25 trennten sich die Wege von Maurides und dem FCSP. Erst ging es für ihn leihweise nach Ungarn, wo er mit neun Torbeteiligungen in 16 Spielen aufhorchen ließ. Im Sommer 2025 folgte dann der endgültige Abschied aus Hamburg, Maurides wechselte zurück zu Radomiak Radom und war dort Stammspieler (acht Treffer, vier Vorlagen). Diesen Sommer wechselte er erneut, und zwar zu Dinamo Batumi nach Georgien. Es ist davon auszugehen, dass der inzwischen 32-jährige auch dort erfolgreicher sein wird als beim FC St. Pauli.

Hamburg, Deutschland, 12.02.2023 - Maurides Roque Junior (FC St. Pauli) wird verwarnt und diskutiert mit Jean Zimmer (1. FC Kaiserlautern) - Copyright: Stefan Groenveld
Wenn man denn so will, dann war das hier, als er Jean Zimmer verstummen ließ, die beste Szene von Maurides im Trikot des FC St. Pauli.
(c) Stefan Groenveld

Aziz Bouhaddouz (29) – 2016-2018

Lange musste der FC St. Pauli suchen, zur Saison 16/17 aber hatte der Club endlich wieder einen Torjäger gefunden. Nachdem Daniel Ginczek den Club Jahre zuvor verlassen hatte und viele Ideen (Chris Nöthe zum Beispiel) nicht aufgingen, sollte der 29-jährige Bouhaddouz in seiner ersten Saison in Braun-Weiß sehr erfolgreich sein. Nach zwei Jahren beim SV Sandhausen (jeweils neun Treffer) erzielte er in seiner ersten Saison beim FCSP 15 Treffer. Und auch wenn die Zeit von Bouhaddouz beim FC St. Pauli nach dieser Saison eher unschön wurde, so möchte ich daran erinnern, dass er mit elf Treffern und fünf Vorlagen einen extrem großen Anteil daran hatte, dass der FC St. Pauli in der Saison 16/17 (Platz 18 nach der Hinrunde) die Klasse hielt.

Die vielen Tore sorgten für Aufmerksamkeit: Bouhaddouz wurde ins marokkanische Nationalteam eingeladen und im Sommer 2017 wurde von lukrativen Angeboten aus dem Ausland berichtet, die der damals 30-jährige gerne angenommen hätte. Doch der FCSP stellte sich quer, wollte seinen Top-Torjäger nicht ziehen lassen. Es folgte eine schwierige Saison. Nur vier Bouhaddouz-Treffer gab es zu sehen. Im Sommer 2018 erlebte er dann einen negativen Höhepunkt, als er bei der Weltmeisterschaft in Russland ein Eigentor erzielte. Seinen Wechselwunsch hatte er kurz nach der WM hinterlegt, rund um den Saisonbeginn stellte er einen Verbleib in Aussicht, knüpfte diesen aber an Bedingungen. Als der Al-Batin FC aus Saudi-Arabien dann 750.000 Euro für Bouhaddouz hinblätterte, dürften alle Seiten froh gewesen sein, dass dieses Kapitel ein Ende fand.

Marius Ebbers (30) – 2008-2013

Bei der Recherche für diesen Artikel hat mich eine Zahl überrascht: Mir war nicht klar, dass Marius Ebbers bereits 30 Jahre alt war, als er im Sommer 2008 zum FC St. Pauli kam. Ebbers hatte zu dieser Zeit bereits einige Saisons gezeigt, dass er in der 2. Bundesliga ein zuverlässiger Torjäger sein kann: im Trikot des MSV Duisburg, des 1. FC Köln und von Alemannia Aachen. Mit dem Wechsel zum FCSP verließ er erstmals in seiner Karriere Nordrhein-Westfalen. Im Zuge des Wechsels erklärte er: „Meine ganze Karriere habe ich im Westen verbracht. Auch das hat sicher eine Rolle gespielt, ich möchte gerne mal etwas Neues kennen lernen. Hamburg als Stadt und St. Pauli als Klub reizen mich schon.“ Es sollte der Beginn einer denkwürdigen Zeit werden.

In seiner ersten Saison beim FC St. Pauli kam er in 24 Spielen auf zehn Treffer, der Peak folgte im Jahr darauf, als Ebbers mit 20 Treffern und neun Vorlagen riesengroßen Anteil am Aufstieg hatte. In der Bundesliga hatte er dann, wie auch bei seinen drei vorherigen Stationen, mehr Probleme mit dem Toreschießen. Ebbers wirkte immer etwas zu gut für die zweite, aber nicht stark genug für die erste Liga. Beim FCSP blieb Ebbers bis zum Ende seiner Profikarriere 2013 und sein Wechsel 2008 ans Millerntor war sicher für alle Seiten eine Erfolgsgeschichte.

Sami Allagui (31) – 2017-2019

Dass die Zusammenarbeit von Sami Allagui und dem FC St. Pauli eine Erfolgsgeschichte war, dürften hingegen nicht viele Leute behaupten. Zur Saison 17/18 kam der damals 31-jährige ans Millerntor – mit der Empfehlung von fünf Jahren in der Bundesliga (26 Treffer). In den zwei Saisons vor seiner Verpflichtung hatte er allerdings aufgrund eines Knorpelschadens nur sehr wenig gespielt beziehungsweise im Anschluss nicht wieder die Rolle ausfüllen können, die er zuvor innehatte. Trotzdem dürfte der FCSP mehr von der Zusammenarbeit erwartet haben, als er bekommen hat.

Denn Allagui sollte in seiner ersten Saison zwar viel spielen, aber die acht Torbeteiligungen in 31 Spielen dürften weit weg von dem gewesen sein, was erwartet werden konnte. Zudem war er aufgrund seiner eher oft wenig auffälligen Spielweise auch eine Art Reizfigur und wurde zum Sinnbild der damaligen Stimmung (Stichwort: Wohlfühloase) rund um den FC St. Pauli. Weil er sich weder mit seinen Leistungen auf dem Platz noch als Lautsprecher neben dem Platz als Führungsspieler etablieren konnte. Nach seiner zweiten Saison endete die Zeit von Allagui beim FC St. Pauli, das Team schaffte es mit ihm als Teil des Mannschaftsrates und Co-Kapitän auf Platz zwölf und neun, inklusive heftiger Derby-Niederlage. Unter anderem endete die Zusammenarbeit deshalb, da der Aufstieg nicht gelang (sein Vertrag hätte sich automatisch verlängert, wenn der FCSP aufgestiegen wäre). Von der Bundesliga war aber vieles beim FCSP, Sami Allagui inklusive, weit entfernt.

Guido Burgstaller (31) – 2020-2022

Nicht nur mit Bundesliga- sondern direkt mit Champions League-Erfahrung kam der damals 31-jährige Guido Burgstaller zum FC St. Pauli, im Sommer 2020 war das. Diese Verpflichtung war wohl einer der größten „WTF?!“-Momente in der Transferhistorie des FCSP. Aber zu Beginn sollte er nicht wirklich das halten können, was sich alle Seiten von diesem Transfer versprachen. Eine schwere Bauchverletzung sorgte dafür, dass er nach gerade einmal zwei Spielen bis nach dem Jahreswecshel ausfiel. Doch nach seiner Rückkehr wurde dann deutlich, wie viel Guido Burgstaller einem Zweitligisten geben kann: GB9 feierte seine Startelf-Rückkehr beim 1:1 gegen Kiel, in der Woche danach erzielte er seinen ersten Treffer für Braun-Weiß und der FC St. Pauli gewann erstmals nach 13 Spielen wieder eine Partie. Es folgte eine fast schon unheimliche Serie von sieben Spielen in Serie, in denen Burgstaller jeweils traf – Rekord für einen FCSP-Spieler.

Auch in der Folgesaison war Burgstaller in Topform. Der FC St. Pauli feierte nach 16 Spielen bereits die Herbstmeisterschaft. Burgstallers Anteil am Erfolg in diesen 16 Spielen: 14 Treffer, vier Vorlagen. Doch wie abhängig der FCSP von einem gut aufgelegtem GB9 gewesen ist, zeigte sich dann in der Rückrunde. Dem Vernehmen nach wollte Burgstaller am liebsten bereits im Winter den Weg zurück nach Österreich antreten, blieb aber beim FCSP. Vier Treffer und drei Vorlagen in der Rückrunde sind nicht unbedingt schlecht, aber bescheiden im Vergleich zu den Zahlen der Hinrunde. Dass dem FC St. Pauli der Aufstieg damals nicht gelang, hatte viele Gründe. Das Formtief von Guido Burgstaller war einer davon. So endete die Zeit von ihm beim FC St. Pauli eher enttäuschend – und irgendwie unvollendet und unangemessen für den Spieler, der im Kalenderjahr 2022 sicher den besten FCSP-Angreifer aller Zeiten verkörperte.

Deutschland, Hamburg, 24.11.2021, Fussball 2. Bundesliga 13. Spieltag, FC St. Pauli - SV Sandhausen im Millerntor-Stadion Tor zum 1:0 - Jubel bei Guido Burgstaller (FC St. Pauli)
Das waren Zeiten, ey! Guido Burgstaller im Jahr 2022 war mit das Beste, was wir jemals von Offensivspielern des FC St. Pauli zu sehen bekamen.
Copyright: Peter Boehmer

Gerald Asamoah (31) – 2010-2011

Auch Gerald Asamoah kam vom FC Schalke 04 zum FC St. Pauli, genau wie Guido Burgstaller. Auch Asamoah hatte zwei Jahre zuvor Champions League-Erfahrung gesammelt. Und sein Start im Trikot des FCSP hätte kaum besser sein können: Im Derby wurde er in der 74. Minute eingewechselt und drei Minuten später legte er den Ball Fabian Boll vor die Füße, der zum 1:0 traf und damit für die wohl heftigste Eskalation ever am Millerntor sorgte. Drei Tage später erzielte Asamoah dann als Joker seinen ersten Treffer für den FCSP, beim Sieg in Mönchengladbach – wow!

Seine stärkste Phase hatte er dann, wie auch der Rest des Teams, nach der Winterpause. Vier Treffer und vier Vorlagen gingen auf das Konto von Gerald Asamoah in den ersten fünf Spielen des neuen Jahres, der FC St. Pauli holte elf Zähler aus diesen Partien. Asamoah war inzwischen zum Kapitän des Teams aufgestiegen, konnte dann aber nicht verhindern, dass auf diese elf Zähler in den zwölf Spielen bis Saisonende nur noch ein einziger folgte und der FCSP sang- und klanglos abstieg. Asamoah verließ den Club nach nur einer Saison wieder, er war ohenhin nur verliehen. Was bleibt ist aber natürlich sein Derbytreffer und die Gewissheit, dass auch 31-jährige Spieler einem Club definitiv weiterhelfen können.

Simon Zoller (32) – 2023-2025

Der letzte erfahrene Offensivspieler den der FC St. Pauli verpflichtete, war Simon Zoller. Der FCSP war spielerisch gut in die Saison gestartet, hatte aber an den Spieltagen zwei bis vier keinen eigenen Treffer erzielen können (und auch keinen gefangen). Entsprechend groß dürfte der Druck gewesen sein, noch einen Spieler der Kategorie „Soforthilfe“ für die Offensive zu verpflichten, zumal bereits deutlich war, dass der Rest des Kaders Aufstiegsreife besitzt. Am letzten Tag der Transferperiode im Sommer 2023 überschlugen sich dann die Ereignisse: Simon Zoller war eigentlich bereits mit Fortuna Düsseldorf einig, doch der Transfer platzte auf den letzten Metern, sodass der FCSP seine Chance gekommen sah und ihn kurzerhand ans Millerntor lotste.

Und tatsächlich entwickelte der FC St. Pauli noch Torgefahr – der Beitrag von Somon Zoller dazu war aber extrem gering. Der verletzungsanfällige Zoller kam aufgrund diverser Verletzungen anfangs nur wenig zum Einsatz (insgesamt knapp 100 Spielminuten), später dann gar nicht mehr. In der Folgesaison spielte Zoller dann nur noch eine Rolle, wenn es um das Aufzählen der Ausfälle ging. Natürlich gehört viel Pech dazu und Simon Zoller wollte es ganz anders haben, aber: Dieser Transfer ist als einer der größten Flops ever in die Historie des FCSP eingegangen – und diese Gewissheit ist leider das einzige, was von der Zeit von Simon Zoller beim FC St. Pauli übrig geblieben ist.

Andreas Albers (33) – 2023-2024

„Geiler Transfer, vor fünf Jahren“ waren die Worte, die ich ins Spielerprofil von Andreas Albers schrieb. Der damals 33-jährige hatte in den Jahren zuvor zwar weiterhin gezeigt, dass er Zweitligateams helfen kann, aber seine Leistungen hatten doch stetig abgenommen. Entsprechend nahm er beim FC St. Pauli nicht die Rolle des Stammspielers ein. Trotzdem ist er ein elementarer Teil des Aufstiegs und des Klassenerhalts in der Folgesaison gewesen – und damit ein schönes Beispiel, dass Fußballer nicht nur anhand ihrer Leistungen auf dem Platz bewertet werden sollten.

Andreas Albers wurde mal passend als „Kapitän der 1B-Mannschaft“ beschrieben. Er ist sich vermutlich bereits bei seinem Wechsel zum FC St. Pauli darüber im Klaren gewesen, dass seine primäre Rolle nicht die am Wochenende auf dem Rasen sein wird. Vielmehr ging er als Vorbild voran, mit der richtigen Einstellung im Training und mit einem offenen Ohr für seine Mitspieler. Albers verkörperte so etwas wie die personifizierte gesunde Team-Chemie und wie schwer der Verlust eines solchen Typen im Kader des FCSP wog, wird nie zu klären sein. Aber die Team-Chemie war in der ersten Saison nach dem Karriereende von Albers gestört. Während also bei anderen Offensivspielern die zwei Treffer in zwei Jahren von Albers zu einem absolut vernichtenden Urteil führen würden, ist die Sache bei ihm anders. Allein beim Schreiben darüber huscht mir ein Lächeln über das Gesicht.

Alex Meier (35) – 2019

Gelächelt hat auch Alexander Meier ziemlich viel, als er Anfang 2019 im zarten Alter von 35 Jahren zum FC St. Pauli wechselte. Schließlich ergab sich für ihn nochmal die Chance auf viel Spielzeit und eine wichtige Rolle auf dem Rasen. Die hatte er davor lange nicht mehr, auch weil eine schwere Knöchelverletzung ihn eigentlich bereits in Richtung Karriereende geschubst hatte. Doch plötzlich tat sich eine Gelegenheit beim FCSP auf, dem Club, für den er in der Saison 01/02 sein Bundesligadebüt gefeiert hatte. Henk Veerman hatte sich kurz zuvor schwer verletzt, es war bereits klar, dass dieser lange ausfallen würde. Entsprechend suchte der FC St. Pauli einen Spieler, der kurzfristig helfen konnte. Das sollte Meier schaffen – allerdings auch wirklich nur kurz.

Nach einem Kurzeinsatz zum Auftakt gegen Darmstadt Ende Januar folgte an einem Montagabend das Spitzenspiel gegen Union am Millerntor. Meier traf doppelt, erzielte den Siegtreffer in der Nachspielzeit. Besser konnte ein Comeback in der alten Heimat nicht aussehen. Auch in den Folgewochen war Alex Meier mittendrin und torgefährlich: Treffer in Köln, Siegtreffer gegen Ingolstadt und Paderborn. Es lief richtig rund. Doch wie ihr alle natürlich wisst, sollte diese Saison am 10. März 2019 eine ziemlich beschissene Wendung nehmen. Meier war Teil des Teams, welches das Derby am Millerntor krachend mit 0:4 verlor, gefolgt von einer ebenso niederschmetternder 0:4-Niederlage in Sandhausen. Plötzlich saß Jos Luhukay auf der Bank und ganz bald auch Alex Meier, der am Saisonende nur noch Joker war.

Es kann klappen, aber…

Nun ist mit Branimir Hrgota ein weiterer Spieler ans Millerntor gewechselt, dessen Karriere sich bereits auf der Zielgeraden befindet. Die Vergangenheit hat jedenfalls gezeigt, dass bei solchen Transfers alles möglich ist. Von Spielern, die dem FC St. Pauli nochmal zu neuen Höhen verhelfen und solchen, die gar nicht (mehr) die Rolle einnehmen können, die ihnen zugedacht war, bis hin zu jenen, deren Transfers einfach als Flop bezeichnet werden muss. Alles ist möglich, auch für Hrgota.

// Tim

Alle Beiträge beim MillernTon sind gratis. Wir freuen uns aber sehr, wenn Du uns unterstützt.

Das Verfassen von Kommentaren ist nur nach Registrierung möglich. Bitte bei Bedarf eine E-Mail mit Klarnamen und gewünschtem Username an Maik@MillernTon.de schicken.

MillernTon auf BlueSky // Mastodon // Facebook // Instagram // Threads // WhatsApp // YouTube

Schreibe einen Kommentar