{:de}Arbeitstitel: Derbysieg{:}{:en}Working Title: Derby Win{:}

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Dieser Arbeitstitel wurde am Montag bereits mittags erstellt und ich hatte auch nicht vor den zu ändern. Was eher als kleine Motivation gedacht war, entpuppt sich nun quasi als Orakel schlechthin, sodass wir ab jetzt für jeden einzelnen Bericht solche Arbeitstitel verfassen werden.

Und wie vermutlich viele von Euch, bin ich noch hellwach, Dienstagmorgen um 2.30. Mein Körper könnte sicherlich etwas Schlaf gebrauchen, aber der Kopf möchte noch Eindrücke und Bilder sortieren. Und genau daran werde ich Euch nun teilhaben lassen:

Es gab ein bisschen Feuerwerk beim Fanmarsch der Gäste. Das war es eigentlich auch schon mit meinem Bericht zu den Ereignissen vor dem Spiel. Fast schon zu friedlich erschienen mir die Tage vor dem Derby. Alter, kann doch gar nicht sein, dass wir die Vorstadt zu Gast haben und wir irgendwie alle nicht so richtig Bock darauf hatten. Mag sicherlich auch mit der aktuellen Verfassung des hsv und den Erlebnissen vom letzten März zusammenhängen. Und natürlich hat der hsv in der Causa Jatta auch vieles richtig gemacht. Habt ihr wirklich gut gemacht, hsv, ich find Euch trotzdem scheiße, ok?!
Im Stadion dann mein ein erster Dämpfer mit Abschlach. Musste das sein? Wir müssen ja nicht unbedingt die Hotknives spielen und dem Gegner den Tod wünschen, aber so is nun auch wieder nich so toll. Schwamm drüber, die Stadionregie entschädigte mich zu Beginn der zweiten Halbzeit (später mehr dazu).

Kurz vor Anpfiff gab es dann Choreos auf beiden Seiten zu sehen. Die Südkurve mit einer wahnsinnig komplexen Wende-Choreo, bei der den Montagsspielen, der DFL und dem DFB und der Polizei RB Leipzig mitgeteilt wurde, was von ihnen gehalten wird. Die für Kernaussage unnötigen Finger wurden leider etwas zu spät eingezogen, machten das Bild aber nicht weniger beeindruckend. Und ich kann mich dem ersten Statement gegen Montagsspiele (& somit auch dem zweiten Statement in Richtung DFB/DFL) bedingungslos anschließen. Wir mögen vielleicht eine Wahnsinnsquote bei Montagsspielen haben, aber Scheiße bleibt halt Scheiße, auch wenn wir den montäglichen Zwangstango ziemlich erfolgreich mitspielen (ungeschlagen seit 1.910 Spielen).

Die Choreo der Süd in fünf Schritten. Leider habe ich die perfekten Foto-Momente etwas verpasst. ihr werdet aber sicherlich noch auf anderen Seiten diesen weiten Internets besser getimte Bilder finden.

Im Gästeblock gab es dann noch den elenden Versuch sich zum Arbeiterverein zu machen. Ja, geht ruhig arbeiten (wir schlafen dann unter Brücken oder in der Bahnhofsmission – höhöhö!). Dieser Tweet mit einer angemessenen Einschätzung sollte ausreichen:

Und dann ging es auch schon los auf dem Rasen:
Der hsv startete mit Vagnoman auf der rechten Abwehrseite für den schwer verletzten Gyamerah. Ansonsten gab es keine Änderungen im Vergleich zum Spiel gegen Hannover 96. Gründe dafür gab es auch nicht. Zu dominant und erfolgreich hatte der hsv in den letzten Wochen gespielt. In der Grundformation spielte der hsv also in einem 4-3-3, quasi die Lieblingsformation von Hecking, die er auch schon in Gladbach erfolgreich spielen ließ. Hierbei sollte versucht werden die Außenbahnen nach Spielverlagerungen zu überladen (was letztlich zu Beginn gar nicht funktionierte). Wer zu der Formation des hsv mehr wissen möchte, dem kann ich nur die Artikel von Tobias Escher empfehlen (leider auf einer, *hüstel, hsv-Fanpage, daher müsst ihr die Worte Escher, hsv und Taktik schon selbst in eine Suchleiste eintippen)
Folgt man den Ausführungen von Escher, so bekam der hsv in den letzten Spielen eigentlich nur dann ernsthafte Probleme, wenn ein hohes Pressing gespielt wurde. Das ist aber nur schwerlich über 90 Minuten durchzuhalten, sodass sich in den vorherigen Spielen meist immer die individuelle Qualität des hsv am Ende durchgesetzt hat.
Mit diesem Wissen war mir ehrlich gesagt angst und bange vor dem Spiel. Ein dauerhaft hohes Pressing haben wir eigentlich noch nie so richtig hinbekommen. Eher aus der Tiefe auf Umschaltmomente lauernd haben wir diese Saison Qualitäten bewiesen. Der FCSP zeigte jedoch, dass es auch anders gegen den hsv erfolgreich geht und agierte gegen das 4-3-3 mit einer sehr starken Mannorientierung im Zentrum. Die drei Spielmacher des hsv, Fein, Kittel und Kinsombi wurden dabei allesamt in Manndeckung genommen. Ob das nun wirklich ne geplante Manndeckung oder einfach nur beeindruckendes Verschieben und Übergeben unseres Mittelfelds in Raumdeckung war, sei mal dahingestellt (Luhukay meinte auf der PK, das es eher eine Raumverteidigung war – ich bin also doch kein Taktikfuchs!), aber dieser Plan ging wirklich komplett auf. Aber sowas von! Was für eine famose erste halbe Stunde haben wir da bitte auf den grünen Acker gezaubert. Einfach krass, wie wenig der hsv mit seinem Ballbesitz anfangen konnte.

Das 4-3-3 des hsv im Spielaufbau wurde massiv dadurch gestört, dass sämtliche Zentrumsspieler in Manndeckung genommen wurden. Erst nach gut einer halben Stunden „entdeckte“ der hsv, dass die Innenverteidiger unbehelligt mit Ball am Fuß in Richtung FCSP-Strafraum spazieren konnten. Dadurch wurde der FCSP gezwungen seine Mannorientierung etwas zu lösen und allgemein sehr viel tiefer zu agieren (4-5-1), um die Gegenspieler weiter vor sich zu haben.
Klare Mannorientierung im Zentrum.

Und auch offensiv hatten wir was zu bieten. Das lag vor allem an unserem Mut. Also genau der Komponente, die sich so viele von uns beim letzten Derby gewünscht hätten. Statt der vormals häufig gewählten langen Bälle wurde selbst gegen den hsv mutig flach aufgebaut. Beim flachen Aufbau wurden satte fünf Spieler in die vorderste Reihe beordert. Der vertikale Druck auf den hsv war somit enorm und durch die ebenfalls recht starke Mannorientierung der Vorstädter ergaben sich große Räume im Zentrum, die, wenn wir es schafften die erste Reihe des hsv zu überspielen, effektiv genutzt wurden (exemplarisch hierfür ist die erste Chance durch Knoll als Becker im Zentrum freigespielt wurde).
Na klar, so ein Spielaufbau ist nicht ohne Risiko, aber die Räume bei erfolgreichem Überspielen der ersten Reihe sind so enorm. Das lohnte sich.

Mutiger Aufbau des FCSP mit fünf Spielern in vorderster Reihe. Letztendlich konnte der hsv durch seine starke Mannorientierung zu beginn nur sehr wenig Zugriff auf das Spiel des FCSP erhalten.

Wurde der Druck des hsv im Pressing zu groß, war der lange Ball aber auch kein schlechtes Stilmittel, da mit fünf Spielern in vorderster Reihe schon ordentlich Druck auf den zweiten Ball erzeigt werden konnte.
Und so tief haben wir auch gar nicht gepresst. Ich würde es eher als gesundes Mittelmaß bezeichnen, bei wir partiell auch mal sehr hoch anliefen.

So kam es, dass wir tatsächlich völlig verdient nach einem schönen Angriff mit 1-0 in Führung gingen. Scheiße, dann hatte ich Stress. Grundsätzlich fühle ich mich ja wohl in der Underdog-Position. Da gibt es so schön wenig zu verlieren. Und dann führste auf einmal. Und das auch noch verdient. Hier gab es also doch was zu gewinnen. Zack, Puls bei 180, spontaner Schweißausbruch bis Spielende, flache Atmung, nur noch stammelnde Kommunikation mit den Nebenleuten. Da war es dann also doch noch, das Derbyfieber.

Die Grundformation bei Ballbesitz FCSP in der ersten Halbzeit. Der FCSP versuchte meist Becker im Zentrum freizuspielen, was teilweise gelang. Ergaben sich keine Flachpassoptionen, so war der lange Ball eine gute Wahl, da die Raumaufteilung für zweite Bälle (und vor allem die Einstellung der Spieler) stimmte.

Und während ich mich gerade damit anfreundete, dass wir doch eigentlich ziemlich gut das Spiel kontrollieren, kam der hsv immer stärker auf. Die Mannorientierung des FCSP im Zentrum führte nämlich dazu, dass beide Innenverteidiger des hsv immer und immer wieder zusammen mit dem Ball bis an unsere Strafraumgrenze spazieren konnten, da schlichtweg niemand für einen Zweikampf zur Verfügung stand (waren ja alle mit Manndeckung beschäftigt).

Gideon Jung mit einem seiner zahlreichen Durchmärsche in der ersten Halbzeit. Der FCSP war daraufhin gezwungen seine Formation etwas raumorienteriter zu gestalten, welches letztlich aber neue Probleme an anderer Stelle schuf.

Auf die zunehmenden Dribblings der Innenverteidiger des hsv reagierte der FCSP mit einer sehr viel stärkeren Raumdeckung und allgemein mit einer viel tieferen Formation, welches sich ganz gut als 4-5-1 beschreiben lässt. Dadurch wurden jetzt aber natürlich Kinsombi, Fein und Kittel von der Leine gelassen und, Alter, die Höllenhunde hatten nur darauf gewartet und brachten ordentlich Chaos in unsere Formation und schafften viele Freiräume, vornehmlich auf den Außenbahnen.
Als der von mir sehnlichst erwünschte Halbzeitpfiff ertönt, frage ich mich mit Blick auf die zweiten 45 Minuten wie wir diesem Druck überhaupt standhalten können. Die Südkurve lieferte die passende Antwort:

(Ich weiß, nicht im Block filmen, weil is kagge, aber immerhin keine Gesichter zu erkennen. Habe das Video trotzdem schon zigmal angeschaut…)

Und wie geil ist bitte die Stadionregie, dass die ‚Antifa Hooligans‘ einfach noch ein zweites Mal abspielen, während die Süd unser Tor verteidigt?! Ja, kostet Geld, sülzsülz, blabla. Wen so eine Choreo nicht pusht, der läuft am Leben vorbei! Besser kann Pyro nicht eingesetzt werden. Der Kessel kochte sofort wieder. Absoluter Siedepunkt. M.E.G.A.

Auf dem Spielfeld dann trotzdem das befürchtete Bild: Der hsv kommt mit ordentlich Schwung aus der Kabine. Hunt kam für Narey, Jatta rückte auf rechts, Kittel auf links und Hunt ins Zentrum. Sind wir mal ganz ehrlich: Dass der hsv in der Viertelstunde vor und nach der Halbzeit kein Tor erzielt hat, grenzt an ein Wunder. Einfach zu hoch die individuelle Klasse. Kannste nicht 90 Minuten lang verteidigen. Geht einfach nicht. Zumal wir nicht einmal mehr in Umschaltmomente kamen.
Der erste richtige Umschaltmoment endete mit einer gelben Karte für Jung. Ja, das war genau die 62.Minute als van Drongelen den eigentlich guten, aber von Knoll technisch schlampigen Freistoß-Trick galant ins eigene Tor abfälschte. Einfach nur wunderschön wie der Ball ganz langsam, mit aller Ruhe in Richtung Torlinie hoppelte. Kein Torwart, kein Spieler, nix mehr im Weg, nur noch etwas Grün und weiße Farbe trennen ihn vom Netz.
Hoppel… hoppel… hoppelhoppel……. – BÄM!

Danach war dann schon recht deutlich die Luft raus. Klarer Wirkungstreffer, auch im Gästeblock. Zu intensiv hatten beide Teams die 65 Minuten vorher bestritten. Mit der Einwechslung von Harnik kam dann die Methode Brechstange beim hsv zum Vorschein. Genützt hat es hauptsächlich den Umschaltsituationen des FCSP, der hier eigentlich das fünfte, sechste, siebte Tor machen muss.
Aber heute wollen wir mal nicht so sein, denn bekanntlich reicht ja ein niedriger Sieg um Stadtmeister zu werden. Die erste zuhause errungene Stadtmeisterschaft seit Hannibal mit Elefanten die Alpen überquerte, oder so (seit 1959 1960, für die, die es genau wissen wollen).

Was in der Nachspielzeit folgte, war dann noch ein billiger „Sieg oder Spielabbruch“-Versuch vonseiten des Gästeblocks. Aber ebenso lässig wie der Ball über die Linie zum 2-0 trudelte, so managte der Schiedsrichter die Minuten bis zum Abpfiff.

Was bleibt von diesem Spiel ist die Legendenbildung. Mats Møller-Dæhli zum Beispiel hat sich endgültig den Status einer Legende auf dem Platz erarbeitet (neben dem Platz ist er es ohnehin schon). Unglaublich woher der die Kraft für diese Tempoläufe, für das Pressing, für die unermüdlichen Dribblings gegen drei-vier Gegenspieler nimmt.
Mats, Du bist das beste was meinem Verein passieren konnte und ich hoffe sehr, dass Du ihm noch lange erhalten bleibst!

Und hätte ich gewusst, zu was für einem Mentalitätsmonster Daniel Buballa mit so einer kleinen Kapitänsbinde am Arm wird, ich hätte schon viel früher für seine Berufung plädiert. Der geht voran und zieht einige mit. Ganz stark.
Führt diese Liste gerne selber weiter aus. Vielleicht denkt ihr dabei noch an die drei U20-Spieler, die in der Startelf gestanden haben oder an einen Stürmer, der Kopfballtore von knapp über der Grasnarbe erzielt.
Oder an den einen Spieler, der bei den beiden jüngsten Derbysiegen im Kader des Teams stand. Der ist nicht nur Legende, sondern auch Fußballgott.

Nun, wer hätte gedacht, dass wir nach sechs Spieltagen, nach Wutrede und schwierigem Auftaktprogramm als Stadtmeister im gesicherten Mittelfeld der Liga zu finden sind. Und das mit einer steigenden Tendenz. Jos Luhukay hob auf der PK nach dem Spiel noch die hervorragende Arbeit der medizinischen Abteilung und der Athletiktrainer hervor und betonte, dass sein Team nun höhere Belastung standhalten könne als noch vor Wochen (ja, er kann auch loben…). Hier scheint ein Plan aufzugehen und das Ende der Fahnenstange ist möglichweise noch nicht erreicht.
Einen Plan haben wir auch für jeden Gegner und auch das ist bemerkenswert. Echt krass wie sehr die Matchpläne der Spiele gegen Bielefeld, Stuttgart, Dresden und nun gegen den hsv zumindest immer zu Beginn aufgegangen sind. Ein weiterer Fingerzeig, wie wertvoll eine fundierte Spiel- und Gegneranalyse ist (welche ja vor der Saison ausgebaut wurde).

Hach, ich könnte noch unzählige dieser Lobeshymnen schreiben. Zumindest bis uns die Klatsche in Osnabrück auf den Boden der Tatsachen zurückholt. Derbyfluch und so. Aber davon wie wir den Fluch brechen lest ihr dann nächsten Montag mehr.

//Tim

Tolle Bilder von Stefan Groenveld findet ihr hier


Wenn Dir gefällt was wir hier tun, findest Du hier die Infos dazu, ob und wenn ja wie Du uns unterstützen kannst.

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This Working title was first drafted on Monday around midday and I didn’t plan to change it. What was planned as a little motivating piece proved to be an oracle so that we will start to have such working titles for all our drafts from now on.

And like many of you, I am awake in the dawn of Tuesday’s morning at 2.30am. My body could clearly need some sleep but my mind is still aiming to sort impressions and pictures. And exactly this is what I will do now and share it with you:

There were some fireworks at the guest’s fan march. That’s all I can add to what happened before the match. The days before the derby appeared to be almost too peaceful. Dude, it’s impossible that we host the suburbs as guests and none of us is amped about that. This might be for sure related to the actual state of the hsv and to what happened last March. And of course, the hsv did a lot right regarding the Jatta case. You did a good job in this regard, hsv, however, I still consider you a piece of shit, okay?!
Inside the stadium, I witnessed the first drawback with Abschlach (translator’s note: a wordplay about butchering the opponent and a famous german band who wrote the hymn played at the Volksparkstadium). Did we really have to do that? We don’t have to play the Hotknives and wish for the opponent’s death but in this way, it isn’t good either. Forget it! The stadium’s directing compensated me at a later stage when the second half started (more about that later).

Shortly before kick-off, there were choreographies performed by both team’s supporters. The south stand did a highly complex turn-over choreography in which Monday night’s matches, the German Football League (DFL), the German Football Association (DFB) and the police got told what FCSP’s supporters think about them. The fingers which were unnecessary for the key message were pulled back a bit too late, however, the whole picture was really impressive. And I can back the first statement against Monday night’s matches (and as such also against the DFB/DFL) to 100%. We might have a highly impressive result rate at Monday night’s matches, however, a piece of shit remains a piece of shit, even if we can dance the forced Monday night’s tangos pretty successful (not beaten since 1.910 matches). 

The south stand’s choreography in five steps. Unfortunately, I missed the perfect moment for a picture. You will for sure find some better-timed pics somewhere on the internet. 

Furthermore, the visitor stand tried rather badly, to claim themselves as a working-class club. Yes, please go to work (we will still sleep under bridges or in the railway missions. – hehehe!). This tweet with an appropriate assessment should be enough to reply:

A bit later, the match kicked-off on the pitch:
The hsv started with Vagnoman as a right fullback, who substituted the heavily injured Gyamerah. Apart from that, there were no changes made compared to the match against Hannover 96. However, there were no reasons for a change either. The hsv performed too dominant and successful during the last couple of weeks. So, the hsv played a 4-3-3 as a basic formation, which is so to speak the most favoured formation of Hecking, a formation, which he already successfully managed in Gladbach. By doing that, he aimed to overload the flanks after field transitions (which, however, did not work at all at the beginning). If you are keen to find out more about this formation of the hsv, I recommend the article by Tobias Escher (sadly, this article can only be found on a *slightly coughing*, hsv-fan page, so you’ll have to enter the words Escher, hsv and Taktik into a search engine yourself)
According to Escher’s elaborations, the hsv only got into troubles during the last matches, when the opponent played a high pressing. But it’s hard to keep this up for more than 90 minutes so that in the previous games the individual quality of the hsv always prevailed in the end.
And having this knowledge, I was, honestly said, really scared before the match. We never managed to keep up a constantly high pressing. Rather lurking from the depths for transition play moments, we have proven qualities this season. The FCSP showed, however, that there are other ways to succeed against the hsv and acted against the 4-3-3 with a powerful man-to-man marking in the centre. All three key players of the hsv, Fein, Kittel und Kinsombi were thereby marked man-to-man. If this was really a planned man-to-man marking or rather a really impressive shifting and handing-over of our midfield doesn’t make a real difference, but this plan entirely succeeded. EN-TIRE-LY! Please, what kind of a famous first 30 minutes did we conjure on the green pitch? Simply blatant, how little the hsv could make use of their ball possession.

The 4-3-3 of the hsv during the build-up play was massively disturbed by marking every centre player man-to-man. And it took them more than 30minutes until the hsv „realised“ that their central defenders could undisturbedly march with the ball on their feet towards the FCSP penalty box. This forced the FCSP to loosen their man-to-man marking a little bit and thus to generally act much more deeper (4-5-1) to still have their opponents in front of them. 
A clear man-to-man marking in the centre.

And also offensively we had something to offer. This was first and foremost due to our courage. So, exactly the one thing which was clearly wished for by many of us during the last derby. Instead of the before often chosen long balls, even against the hsv there was a courage flat build-up. When building-up flatly, the entire five players were ordered into the first row. Thus, the vertical pressure against the hsv was enormous and the also powerful man-to-man marking of the suburbs created large spaces in the centre, which (if we managed to outplay the first line of the hsv) were used effectively. An example of this is Knoll’s first chance when Becker was played free in the centre.
For sure, such a build-up play isn’t without any risk, but the emerging spaces after the first line is outplayed are enormous. It paid off.

A courageous build-up with five players in the first row. In the end, the hsv could only get little access to the play of the FCSP due to their powerful man-to-man marking. 

If the pressure of the hsv’s pressing got too heavy, the long ball proved to be another rather good mean, as the five fielders in the first row were able to create a lot of pressure for the second ball.
And we didn’t press too deep. I would rather name it healthy mediocre, as we were only partly pressing high.

And so we deservedly took the lead by 1-0 after a beautiful attack. And holy shit, that’s when I started to experience a lot of stress. Overall, I am quite okay with having the role of the underdog. There’s not much to lose. And then, you’re in front. And you deserve it. So, there even was something to win on the table. And all of a sudden, my pulse was at 180, I started to sweat spontaneously until the match was over, I breathed only flatly and was only mumbling instead of communicating decently with the people around me. So it finally set in, the derby fever.

 The FCSP’s basic formation when in ball possession during the first half. The FCSP tried to create spaces for Becker in the centre, which could be achieved partly. When no options to play flat passes emerged, the long ball was a good choice, as the space allocations for second balls (and foremost the players‘ attitudes) were right. 

And while I was just starting to accept that we were actually controlling the match rather good, the hsv started to become more powerful. The FCSP’s man-to-man marking in the centre lead to the situation that both central defenders of the hsv could easily move with the ball towards the edge of our penalty box, as there was simply no player left for duel situations (as they were all busy with their man-to-man marking).

Gideon Jung with one of his plenty movements during the first half. The FCSP was thus forced to play a more space-oriented formation which eventually created new problems at other locations. 

Against the increasing dribbling of the hsv’s central defenders, the FCSP reacted with a much stronger zone marking and generally with a much deeper formation which can be described well as a 4-5-1. However, this lead to putting Kinsombi, Fein und Kittel off-leash and, dude, these bastards were just waiting for this moment and chaotically disturbed our formation and created a lot of free spaces, especially on the flanks.
When the half time whistle set in, I was wondering especially for the second half how we should be able to cope with this pressure. And the south stand delivered the matching answer:

(I know, don’t capture in the stands because it’s shitty, however, there are at least no faces recognisable. Despite all, I did watch the video already plenty of times.…)

And how cool was the stadium directing when they simply played „Antifa Hooligans“ a second time while the south stand was defending our goal?!?! Yes, it costs fines, yadayada, blabla. Whoever isn’t pushed by such a choreography is clearly not getting what life is all about! You cannot deploy pyrotechnics better than that. And the stadium was instantly on fire again. Absolute boiling temperature. M.E.G.A.

And on the pitch, the feared-for picture emerged: The hsv returned with a lot of momentum from the locker room. Narey was substituted for Hunt, Jatta moved to the right, Kittel to the left and Hunt into the centre. And to be frankly honest: That the hsv did not score a goal during the fifteen minutes before and after the break is almost a miracle. The individual capabilities are much too high. You cannot defend them for the entire 90 minutes. It’s simply impossible. Particularly, as we were no longer able to elicit transition play moments.
The first real transition play moment ended with a yellow card for Jung. Yes, it was exactly the 62nd minute, when van Drongelen was gallantly re-directing the brilliant but technically faulty free-kick by Knoll into the own goal. It was simply marvellous how the ball was bumping slowly and entirely relaxed toward the goal-line. No goalie, no other fielder, nothing in the way, only a little bit of green and white colour separate it from the goal-net. Bumpin‘, bUmpin‘, BUmpin‘ – BAM!

And after that, the momentum was clearly gone. A clear and effective hit, also in the visitor stand. Both teams had contested the 65 minutes before too intensively. With the substitution of Harnik, the hsv now applied their crowbar method. But this only played in favour for the FCSP and their transition play moments, in which they clearly had to score their fifth, sixth and seventh goal of the match.
But don’t be to judgemental today, as we all know, a rather low win is enough to become the town’s champions. The first win of a town’s championship at home since Hannibal crossed the Alps with his elephants or something alike (since 1959, for everyone who wants to know it exactly).

What followed in the extra time was a typical but cheap trial for a match abandonment by the visitor stand. But in the same relaxed way as the ball bumped towards the 2-0, the referee managed to kill the time until the final whistle.

And all that remains from this match is the creation of legends. Mats Möller Daehli, for example, did ultimately accomplish to become himself a legend on the pitch (he was already a legend when not on the pitch). It’s unbelievable where all his power for the speed attacks, the pressing and the sheer untiring dribbling against three or four players is coming from. Mats, you are the best thing which could happen to my club and I really hope that you will stay for a very long time!

And if I would have known what a mentality monster Daniel Buballa would become with this captains armband on his arm, I would have canvassed much earlier for him. He is moving to the front and encourages others to follow him. Very powerful.
And please, complete this list yourselves. Maybe, you’d think of the three U20 players which appeared in the starting squad or a striker who scores goals with his head only a little above the turf. Or think of the one player who was in both squads when we recently won the derbies. He’s not only a legend but also a football god.

Who would have thought that we will appear as the town’s champions in the midtable after six matches after a tempered address of the manager and a hard season’s beginning? And all that with an increasing tendency? At the post-match press conference, Jos Luhukay commended the brilliant work of the medical department and the athletics coaches and emphasized that his team is now able to cope even higher pressures than a couple of weeks ago. (Yes, he’s capable to commend at all…) There’s a plan working and we did not reach the end of the pole so far.
And we also have special plans for every single opponent and this is also remarkable. It is astonishing, how the match plans of the matches against Bielefeld, Stuttgart, Dresden and also against the hsv worked out well, at least during the very beginning of each match. Another indicator, how valuable a sound analysis of the match and the respective opponent is (with a special department which was initiated before the season).

Well, I could write on and on with these hymns of praise. At least until the defeat against Osnabrück will get us and our fantasies back to the earth again. The derby-curse, you know. But how we successfully beat the derby-curse can be read in next Monday’s article.

//Tim (translated by @Parneq)

Marvellous pictures from Stefan Groenveld can be found here.


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