Lage am Millerntor – 04.Januar 2021

Lage am Millerntor – 04.Januar 2021

Ja, dieses „2021 wird alles besser“ klang für uns in der Theorie auch besser als es sich bisher in der Praxis anfühlt. Hilft ja aber alles nichts, packen wir es an. Die erste Lage des Jahres.

+++ Update, 09.30h +++
Als wir von Transfers in der kurzen Winterpause sprachen, war der hier eher nicht eingeplant:
Roger Stilz verlässt den FCSP und wird Sportdirektor beim belgischen Erstligisten Waasland Beveren.
Alles Gute, Roger, vielen Dank für Deine Arbeit hier.

FCSP News

1:2 Niederlage in Fürth

Puh… zugegeben, wir hatten nicht mit einem sehr hohen Sieg gerechnet, realistisch war die Niederlage eingepreist. Aber die Art und Weise war dann doch schon ziemlich schlimm, auch Tim fällt da im Spielbericht nicht mehr viel zu ein.

Da wir ja aber der Blog für Positives Denken sind, möchten wir zumindest kurz festhalten, dass ein Sieg am Mittwoch in Würzburg uns weiterhin von den direkten Abstiegsplätzen entfernt – und vielleicht haben wir ja bis morgen auch wieder genug Optimismus gesammelt, um Euch dann zu erklären, warum der auch eintreten wird.

Pressegespräch mit Adam Dźwigała

So, hinsetzen, fertig machen zum Staunen:

Ich kann sagen, dass es der am besten organisierte Club in meiner Karriere ist.

Adam Dźwigała, FCStPauli.com

Ja, so haben wir auch geguckt. Der Rest des Gesprächs: Vereinshomepage

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Podcasts

Über die Feiertage kann man ja liegen gebliebenes nachholen, Grüße gehen daher zurück an den „Millerntalk“-Podcast des Abendblatts, die mit den letzten drei Gästen Jörg Naroska (NDR), Ralph Gunesch und Thomas Meggle erneut sehr hörenswerte Episoden produziert haben.

Und bei Kiezcorner könnt Ihr Euch noch einen Jahresrückblick auf 2020 geben, angeblich soll es sogar gute Momente gegeben haben. (Podigee)

Fanszene News

Jahresrückblick

Apropos Jahresrückblick: Wir haben den Jahresrückblick mal in einen sportlichen und einen auf den Blog bezogenen Artikel aufgeteilt.
Beim FCSP South End Scum könnt Ihr 2020 auch nochmal auf Englisch Revue passieren lassen und bei Kleiner Tod Euch nochmal im Elend des Dezembers wälzen.

In eigener Sache

Wir haben, wie Ihr hier rundherum sehen könnt, ein neues Layout. Im ersten Schritt ändert sich gar nicht so wirklich viel, allerdings könnten wir die Startseite auch noch etwas peppiger gestalten und mehr wie eine News-Seite aussehen, mit entsprechenden Änderungen am WordPress-Theme. Sagt uns doch gerne mal, wie Ihr das jetzt so findet (größter Unterschied sind erst mal drei Spalten auf der Startseite statt vorher zwei, was insbesondere an Tagen mit mehreren neuen Artikeln recht hilfreich sein dürfte), und wir gucken dann bei Gelegenheit mal, ob und wenn ja wo wir noch nachjustieren.

Tim hat außerdem letzte Woche erneut ein Interview zum Thema Datenscouting anhand des aktuellen FCSP Kaders führen können und wir bieten Euch Ende Januar gemeinsam mit Kehrwieder ein Biertasting. Alle Infos dazu im Artikel, die Biere dazu sind allerdings erst ab Morgen (5.Januar) im Shop bei Kehrwieder erhältlich.

Döntjes

Gerry Marsden ist gestorben

Vielleicht klingelt es nicht bei Allen sofort bei diesem Namen, aber Gerry ist eben DER Gerry von „Gerry and the Pacemakers“ und damit verantwortlich für „You’ll never walk alone“ – und auch für „Ferry Cross The Mercy“, welches nach der Katastrophe in Sheffield, bei der 96 Fußballfans starben, u.a. von Paul McCartney neu aufgenommen wurde, zugunsten der Hinterbliebenen.
Gerry Marsden wurde 78 Jahre alt, Ruhe in Frieden.

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Corona Update

In Würzburg gab es vor dem Spiel am Samstag gegen den KSC erneut einen positiven Test. Während vor dem angesetzten Spiel gegen uns ja ein positiver Befund im Funktionsteam zu einer Quarantäne des nahezu kompletten Teams und damit einer Spielabsage führte, war es jetzt ja nur ein Spieler und niemand musste in Quarantäne. (Fragt nicht.)

In England hingegen macht ja die Entwicklung des mutierten Virus Sorgen, die langsam auch bei Festlandeuropa Unruhe erzeugt. Vier Premier League Spiele mussten in dieser Saison bisher abgesagt werden, in den letzten Tagen gab es vermehrt Ärger für Spieler, die mit Fotos in den sozialen Netzwerken zeigten, dass sie das mit den Auflagen nicht so richtig verinnerlicht haben. (Kicker)

Neue Verdienstmöglichkeit für Profis: Rente von der Unfallversicherung

Der Spiegel (SpiegelPlus, Paywall) veröffentlichte am Donnerstag einen Artikel, in dem aufgezeigt wird wie Fußballprofis nach der Karriere von der gesetzlichen Unfallversicherungen eine Erwerbsunfähigkeitsrente beziehen können. Dies ist in erster Linie natürlich für „normale“ Arbeitnehmer gedacht, die ihre Tätigkeit nicht mehr ausüben können – weniger für Fußballprofis, die nach der Karriere als Trainer, Manager o.ä. in einer andere, aber ähnliche Tätigkeit wechseln.
So moralisch verwerflich dies auch sein mag, so legal scheint es auch aktuell zu sein – Beratungsagenturen haben sich inzwischen darauf spezialisiert, gezielt Personen anzusprechen und die Gelder abzurufen. Mit (u.a.) Marcell Jansen und Lothar Matthäus profitieren durchaus prominente Vertreter von dieser Regelung und beziehen die steuerfreien(!) Bezüge.

Kurort St.Pauli

Die Kurverwaltung St.Pauli hat für Euch pandemiebedingt eine kleine St.Pauli-Tour zum selber durchführen erstellt. Geht auf die Seite von Actionbound scannt den QR-Code mit der dazugehörigen App und Ihr könnt Euch knapp zwei Stunden mit dem Smartphone durch den Stadtteil bewegen, bekommt Infos und nebenbei Fragen in Form eines Quiz gestellt.
Schöne Idee!

Investor steigt bei Türkgücü München aus

Hasan Kivran heißt der Mann, der durch sein finanzielles Engagement den steilen Aufstieg von Türkgücü München in den letzten Jahren maßgeblich ermöglicht hat. Wie das aber mit Investments so ist, sollen die sich auch rechnen – und da scheint (vielleicht auch durch die Pandemie) aktuell die Wahrscheinlichkeit wohl nicht mehr so groß zu sein, dass dies kurz- bis mittelfristig gelingt.
Jedenfalls kündigte Kivran kurz vor Weihnachten seinen Ausstieg an, seitdem rotiert man beim Drittligisten auf der Suche nach einer Lösung für die Zukunft. Sollte Kivran sein Geld sofort abziehen und kein Nachfolger gefunden werden, soll wohl die Saison zuende gespielt werden können – zumindest laut Verein, notfalls mit einem Rumpfkader (Kicker).
Beim MDR hingegen wird schon mal vorgerechnet, welche Vereine von einem eventuellen Rückzug vom Spielbetrieb profitieren würden und welche schlechter dastehen.

Zu guter Letzt

Noch eine kleine Wohlfühlgeschichte aus Brasilien zum Abschluss, aus der 11Freunde:
Kleiner Verein mit nur einem Fan im Gästeblock steigt aus der (regionalen) 1.Liga in die 3.Liga ab – und dieser eine Fan krempelt den Verein dann auf links und gewinnt ein paar Jahre später einen Pokalwettbewerb, der dann zur Qualifikation am nationalen Pokal berechtigt.
Die Story im Detail: „Der Traum ist wahr“ (11Freunde)

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Bleibt gesund! //
Tim & Maik

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Wenn Dir gefällt was wir hier tun, findest Du hier die Infos dazu, wie Du uns unterstützen kannst.

3 thoughts on “Lage am Millerntor – 04.Januar 2021

  1. Moin zusammen und ein gutes und vor allem gesundes neues Jahr für Euch alle!

    Schön, dass Ihr wieder am Start seid…

    Ein paar kurze Gedanken bezüglich der nicht so schlauen Partyaktionen der Profis auf der Insel:
    Was mich mindestens genauso aufregt, ist das Verhalten der Profis (auch hierzulande) im Rahmen der Spiele.
    Da wird sich ständig bei Toren sowie vor und nach den Partien abgeklatscht, umarmt und geherzt. Sowohl untereinander, als auch mit gegnerischen Spielern, Trainern und Funktionsmenschen. Mir fällt dazu bald echt nichts mehr ein.
    Zum einen ist doch absolut offensichtlich, dass es ständig neue Infektionsfälle innerhalb der Teams gibt. Wie kann man dann bitte so blöd sein, sich selber dauernd diesen völlig vermeidbaren Risikosituationen auszusetzen? Schon im eigenen Interesse. Sind die ernsthaft nicht in der Lage, ihre Emotionen auch nur ansatzweise unter Kontrolle zu halten? Und muss man in der aktuellen Zeit wirklich Hans und Franz die Hand schütteln?
    Zum anderen: was ist denn mit der vielzitierten Vorbildfunktion des Fußballs? So ein Verhalten ist in Zeiten, wo die Menschen zu Hause bleiben und möglichst jegliche Kontakte vermeiden sollen, einfach unterirdisch und bestätigt wieder mal die vielen Vorbehalte, mit denen sich der Fußball aktuell konfrontiert sieht.
    Unser Team(?) ist da leider auch nicht besser. Auch wenn wir derzeit meistens immerhin Torjubelsituationen vermeiden: Nach dem Schlusspfiff wird sich trotzdem erst mal schön an der Nase rumgegrabbelt und dann der gegnerische Trainer abgeklatscht.
    Hilfe…!

    1. Moin und Danke und beste Grüße zurück!

      Ich glaube (ohne es gutzuheißen), dass sich die Fußballer immer noch in einer Bubble wähnen, in der auf dem Platz schon nichts passieren wird.
      Wahrscheinlich ist dies sogar einigermaßen korrekt so, da es durch die regelmäßigen Tests (insb. den vor dem Spieltag) relativ unwahrscheinlich ist, dass jemand da bereits ansteckend ist.
      Im Gegensatz zu 80 Mio anderen Virologen hierzulande wissen wir beide das aber nicht so ganz genau – und können nur mutmaßen.
      Definitiv bin ich aber Deiner Meinung, dass man da anders agieren sollte – und sei es nur aufgrund der Vorbildfunktion, wenn man schon der Meinung ist, dass keine Gefahr droht.

  2. Neue Verdienstmöglichkeit für Profis
    Ein gern bei sozial tatsächlich wichtigen Leistungen angewandter Passus der Politik nennt sich Vermögensprüfung. Wer genug hat, wie der Lothar, der darf auch gern selber seine zahlreichen Unfälle bezahlen.
    Andererseits zeigt dieser unverschämte Vorgang, wie unsagbar viel Geld in diesem Land vorhanden ist. Das sollte alle beruhigen – die Reichen wollen immer nur das Beste für alle.

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