Lage am Millerntor – 20.Mai 2021

Lage am Millerntor – 20.Mai 2021

Wir haben ja sonst nicht viel zu feiern, in der Regel denken wir also bei Feierlichkeiten freudig an ein paar einzelne Spiele – oder im besten Fall an Aufstiege! Heute vor 20 Jahren, am 20.Mai 2001, schädelte Deniz Baris den Ball ins Tor des Nürnberger Gehäuses von Andreas Köpke und löste eine gehörige Ekstase im Gästeblock und auf dem Heiligengeistfeld aus. Grüße, Deniz!
Und kurz vor Redax-Schluss kam dann noch noch ein wichtiges personelles Update aus dem Fanladen. Tschüss, Justus!

FCSP News

Die Vorbereitung auf das letzte Saisonspiel läuft und allzu viel gibt es nicht zu berichten. Lediglich eine Personalie für das Wochenende ist schon klar: Marvin Knoll ist mit Rückenproblemen aus Herzlake abgereist und wird dementsprechend nicht in Regensburg auf dem Platz stehen.
(Twitter)

Mehr Frauen im Fußball

In Ermangelung einer besser passenden Kategorie belasse ich dieses Thema mal in diesem Bereich: Gestern wurden unter dem Titel „Fußball kann mehr“ acht Forderungen für mehr Frauen im Fußball veröffentlicht. Wie wichtig diese Forderung ist, erkennt man dann auch an der Berichterstattung darüber, denn obwohl es „nur“ neun Unterzeichnende sind, schaffen es viele Medien nicht einmal, zumindest diese Personen komplett aufzulisten oder die Forderungen aufzuzählen oder sich inhaltlich mit dem Thema wirklich auseinanderzusetzen.

Unterzeichnet haben also Almuth Schult (Profi-Fußballerin), Bibiana Steinhaus (Schiedsrichterin), Claudia Neumann (Kommentatorin), Gaby Papenburg (Präsidentschaftskandidatin für den Berliner Fußballverband), Helen Breit (Vorsitzende der Fanorganisation „Unsere Kurve“), Jana Bernhard (Geschäftsführerin der S20 – The Sponsors‘ Voice e.V.), Katja Kraus (Geschäftsführerin Jung von Matt Sports) und Katharina Kiel (Geschäftsführerin talentZONE GmbH) und Sandra Schwedler (Aufsichtsratsvorsitzende FC St. Pauli) (Auflistung alphabetisch nach Vornamen).
Die Forderungen dieser Acht lauten:

  1. Verbindliche Quote für Fußballverbände von mindestens 30% Frauen in Führungspositionen (etwa im Präsidium, Vorstand, Geschäftsführung) bis 2024
  2. Verbindliche Quote von mindestens 30% Frauen in Aufsichtsräten sowie die Besetzung eines jeden (Club-)Vorstandes/Geschäftsführung von allen Männerund Frauen- Profiligen mit mindestens einer Frau bis 2024
  3. Paritätischer Unterbau von Frauen und Männern auf der zweiten Führungsebene bei Verbänden und Clubs bis 2024 (~50% Quote)
  4. Gezielte Programme zur Herstellung der Chancengleichheit von Frauen für die sportnahen Bereiche in den Clubs (Trainerinnen, Scouting, Nachwuchsleistungszentren, Trainerinnenlizenz, Managementprogramme usw.)
  5. Gehaltstransparenz – Gleiche Bezahlung für den gleichen Job auf jeder Hierarchiestufe
  6. Die Veränderung der Rahmenbedingungen, die Frauen und Diversität in der Organisation stärken (Recruiting, Personalentwicklung, Karriereplanung, Female-Mentoring- Programme, Vereinbarkeitsregelungen, Führung in Teilzeit, Infrastruktur am Arbeitsplatz usw.)
  7. Eine geschlechtergerechte, diskriminierungsfreie Sprache auf allen Ebenen des Fußballs
  8. Konsequente Sanktionierung jeder Form von Sexismus und Diskriminierung, auch außerhalb des Platzes und entsprechende Anlaufstellen für Betroffene Gern stehen wir bei der Umsetzung dieser Regeln, der Formulierung notwendiger Satzungsänderungsanträge und der Ausarbeitung konkreter, unterstützender Maßnahmen mit unseren Erfahrungen und dem spezifischen Wissen in unserem jeweiligen Fachbereich zur Verfügung.

Ein lesenswertes Interview zum Thema mit Katja Kraus und Gaby Papenburg gibt es bei der ZEIT.
Das komplette PDF der Forderungen kann man per Dropbox-Link abrufen.

Der FCSP ist hier glücklicherweise zumindest schon mal auf dem Weg, einen Schritt weiter zu sein. Wie in unserer Monatssendung aus Oktober mit Sandra Schwedler und Anna-Maria Hass besprochen, gibt es den Antrag auf eine Frauenquote in den Gremien des Vereins bereits, der auch inhaltlich sogar noch etwas weiter führt als oben beschrieben. Es braucht halt jetzt nur noch die Möglichkeit, diese Mitgliederversammlung denn auch mal durchzuführen.

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Fanszene News

Fanladen: Justus hört auf

Puh… das dürfte für viele ein Schock sein: Justus verlässt zum 1.August den Fanladen.
13 Jahre sind allerdings in diesem Job eine verdammt lange Zeit und dementsprechend wurde es wohl auch Zeit, sich neuen Aufgaben zu widmen und sich die Wochenenden nicht mehr mit mit langen Auswärtsfahrten zu „verschönern“, zumindest nicht mehr beruflich.
Um so erfreuter bin ich natürlich, Euch schon mal dahingehend beruhigen zu können, dass Justus zumindest dem MillernTon erhalten bleibt. (Twitter)

Magischer Sonderzug

Sonntag gibt es ja den virtuellen Sonderzug nach Regensburg. Wenn Ihr momentan noch denkt, Ihr sitzt da dann gemütlich vor einer Zoom-Konferenz – dann lasst Euch eines besseren belehren, denn es wird dank gather.town sehr interaktiv und ich durfte schon mal etwas testen.
Und dran denken: Der Zug fährt nur hin, die Rückfahrt verbringt Ihr dann bei unserer Saisonabschlussfeier vor YouTube (und könnt Euch dann auch noch virtuell von Justus verabschieden).

Podcasts

Während Michael ja schon gestern seine letzte Folge für diese Saison mit dem „Nach dem Spiel“-Gespräch zu Hannover 96 veröffentlichte, hat Yannick heute früh sein letztes „Vor dem Spiel“-Gespräch veröffentlicht und stimmt Euch schon mal langsam auf Regensburg ein.
Im Kiezcorner („Auswärtsfahrt ans Millerntor“) sprechen Fynn und Flyppo über das neue Auswärtstrikot, das Spiel gegen Hannover und vieles mehr und kündigen außerdem schon mal an, dass nächste Woche die große Abschlussfolge mit Yannick erscheinen wird. Im Verzäll Nix Podcast wird (ab Minute 35) natürlich auch wieder auf den letzten Spieltag zurückgeblickt, auch hier gratuliert man dem Nachbarn ausführlich zum Klassenerhalt. Glückwunsch zur 100.Episode!
Und den kompletten Blick auf den Spieltag bekommt Ihr dann wie immer beim 2Bundesliga-Pod (English).

Und dann noch was „Out of St.Pauli“: Die Rasenfunk-Folge vom letzten Wochenende hatte ich schon empfohlen, weil es dort um die Vorwürfe gegen das NLZ bei Union Berlin ging. Beim Hörfehler Podcast war das Thema schon letzte Woche behandelt worden, das reiche ich hiermit gerne noch nach.

Döntjes

Dauerkarten für die neue Saison in der Schweiz

Während in England die Zuschauer seit dieser Woche wieder zumindest anteilig wieder die Stadien betreten dürfen, ist dies in den meisten anderen Ländern noch nicht wieder oder nur zu einem Bruchteil der Fall, wie beispielsweise auch am Wochenende im Volkspark oder in München, wo jeweils 250 Menschen in die Arena dürfen. Die Hoffnungen richten sich auf die neue Saison, klar.
In der Schweiz sind die Vereine bereits dabei, Dauerkarten für die nächste Saison zu verkaufen – und appellieren hierbei an die Solidarität der Fans. Wer also für diese Saison eine Dauerkarte besaß, bestimmt den Preis für die neue Saison selbst, da er sie diese Saison ja nicht nutzen konnte. Teilweise (wie beim Meister YB Bern) wird mit 20% ein Mindestpreis festgelegt, teilweise gibt es andere Lösungen. Es gab auch hier natürlich sehr unterschiedliche Möglichkeiten der Erstattung für die laufende Saison.
Klar ist: Wie auch in Deutschland sind die Vereine finanziell unvorbereitet in die Pandemie geschlittert und müssen nun auf ihre Fans hoffen. (NZZ)

Aufstieg in die 3.Liga

Für die Regionalliga Nord ist der TSV Havelse nun auch ganz offiziell als Vertreter für die Aufstiegsspiele (12./19.Juni) nominiert. Gegner wird der Vertreter der Regionalliga Bayern sein, hier spielen Schweinfurt, Bayreuth und Aschaffenburg in einer 3er-Runde mit Hin- und Rückspiel den Vertreter aus, im ersten Spiel besiegte der FC Schweinfurt 05 die SpVgg Bayreuth mit 2:1, Samstag tritt Schweinfurt in Aschaffenburg an.
Im Westen führt inzwischen zwar Rot-Weiss Essen mit zwei Punkten vor BVB II, allerdings haben die Dortmunder noch zwei Nachholspiele.
Und im Südwesten liegt SC Freiburg II sieben Punkte vor SV Elversberg und hat sogar noch ein Nachholspiel, bei noch vier ausstehenden Spieltagen dürfte das wohl gelaufen sein.

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Bleibt gesund!
// Maik

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