Advents-TorLegenden – Törchen 7

Advents-TorLegenden – Törchen 7

Der MillernTon und das FC St. Pauli – Museum begrüßen Euch ganz herzlich zum diesjährigen Adventskalender. Es geht um Tore und Legenden – und Ihr könnte alle mitraten und am Ende sogar etwas gewinnen.
(Titelbild: Stefan Groenveld)

Alles, war Ihr zur Teilnahme wissen müsst, sowie eine Übersicht aller Törchen findet Ihr in aller Ausführlichkeit hier. Die Kurzform: Wir beschreiben Euch gleich ein Tor aus 111 Jahren Fußball beim FC St. Pauli (und ehrlich gesagt ignorieren wir die ersten Jahrzehnte) und Ihr schreibt die Lösung (Torschütze und Gegner) hier in die Kommentare. Wenn Ihr am Ende etwas gewinnen wollt, hilft eine regelmäßige Teilnahme mit stets dem gleichen Namen und korrekter e-mail Adresse. In die Wertung kommen nur Kommentare, die bis 16.00h am jeweiligen Tag eingereicht werden. Dann nämlich veröffentlicht das Museum auf seinem Instagram-Account die Auflösung, die wir wenige Minuten später hier auch im Artikel zeigen werden – und zusätzlich bekommt Ihr hier im jeweiligen Artikel dann noch ein Telefonat mit einer durchaus direkt beteiligten Person von damals.

Rätsel für den 7. Dezember

Es gab da ja schon eine Vorgeschichte. Nicht nur zwischen den beiden beteiligten Klubs, sondern auch eine Verbindung des Spielers. Der gesuchte Torschütze hatte nämlich Jahre vor dem gesuchten Tor schon einmal einen wichtigen Treffer kurz vor Schluss erzielt, aber nach der Saison.
Nun konnte er, Jahre später, seinen „Fehler“ wieder gutmachen. Denn er befand sich nun auf der anderen Seite. Kurz vor Schluss (also wirklich ganz kurz vor Schluss) kam ein langer Ball in den Strafraum, ein bisschen PingPong, eine scharfe Hereingabe, die auch ein Schuss hätte sein können und dann steht da ein Fuß! Genau da, wo Füße von Mittelstürmern so stehen müssen.
Aber das Tor alleine, es reichte noch nicht. Denn da war ja noch der andere beteiligte Klub, bei dem das Ergebnis auch passen musste. Der befand sich aber nicht in diesem Stadion. Das bedeutete in Vor-Smartphone-Zeiten, dass batterie-betriebene Radios den Weg ins Stadion fanden. Es reichte und entsprechend folgte pure Erleichterung.

Auflösung

Insbesondere für die U30 unter Euch dürfte das heute etwas schwieriger gewesen sein, der überwiegende Teil der Antworten war aber trotzdem weiterhin korrekt.
Die „Vorgeschichte beider beteiligter Klubs“ bezieht sich nämlich nicht auf den FCSP und seinen direkten Gegner an diesem Tag, sondern auf das Fernduell um den Klassenerhalt im Jahre 2000.
Am Millerntor spielte der FCSP zwar gegen Rot-Weiß Oberhausen, der eigentliche Gegner aber waren die Stuttgarter Kickers, die man auf Distanz halten musste. Mit denen war man vor dem letzten Spieltag punktgleich und hatte die um ein Tor bessere Tordifferenz, die Kickers spielten beim bereits lange abgestiegenen KSC.
Für eben diese Kickers hatte einige Jahre zuvor auch Marcus Marin noch gespielt und war in einem der denkwürdigsten Relegations-Duelle beteiligt. St. Pauli empfing im Hinspiel 1991 am Millerntor die Kickers, André Golke traf zur Führung – doch Marin glich in der 88. Minute noch aus. Im Rückspiel kassierte Zander früh Rot, Golke sicherte das 1:1 – ein Entscheidungsspiel in Gelsenkirchen wurde nötig und endete mit Braun-Weißen Tränen. Und ja, dieses Tor fiel so gesehen „nach der Saison“, was einige von Euch wohl irritiert hat. 

Doch Geschichte wiederholt sich manchmal nur bedingt und so spielte jetzt (im Jahr 2000) Marin für uns – und als kurz vor Schluss das ganze Stadion stand, noch ein Ball weit nach vorne flog, Ivan Klasnic ihn zurück in die Mitte spielte oder schoss und Marin dann einfach goldrichtig stand – da explodierte das Millerntor wie nur selten zuvor und danach.
In Karlsruhe blieb es beim 1:1, später wurden den Kickers sogar noch die Lizenz entzogen – und ein Jahr später stieg der „Absteiger Nr.1“ dann sogar in die Bundesliga auf. Aber das ist ein anderes Törchen.

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Hier seht Ihr das Video des Tores vom FCSP Museum: (Instagram)

Und hier das Telefonat von Tim mit Marcus Marin:

Teilnahmebedingungen:
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Bei Gleichstand richtiger Lösungen/Punkte am Ende entscheidet das Los. Die Kommentare im Blog werden von uns für den Zeitraum des Adventskalenders so eingestellt, dass wir sie einzeln freischalten müssen – und dies tun wir pro Tag natürlich erst dann, wenn die Auflösung erfolgt ist.
Danach darf zwar fleißig weiter kommentiert werden, es gibt aber keine Punkte mehr.
Wir werden unregelmäßig einen Zwischenstand veröffentlichen.

Falls euch dieser Adventskalender vom FCSP-Museum und dem MillernTon gefällt, könnt Ihr uns gerne beide unterstützen.
Wir vom MillernTon lieben das, was wir tun und möchten das gerne weiter in die Professionalität heben. Dafür benötigen wir finanzielle Unterstützung. Alle Infos dazu, wie ihr den MillernTon unterstützen könnt, findet ihr hier.
Wenn ihr ein Museum wie kein anderes für einen Verein wie keinen anderen und seine vielen Projekte supporten wollt, könnt ihr das z.B. über eine Spende oder eine Mitgliedschaft tun.
Danke!

Viel Spaß!
// Maik, Tim & das FC St. Pauli Museum

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Wenn Dir gefällt was wir hier tun, findest Du hier die Infos dazu, wie Du uns unterstützen kannst.

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114 thoughts on “Advents-TorLegenden – Törchen 7

  1. Marin zum erlösenden Ausgleich 2000 gegen RWO bzw. im Fernduell gegen die Stuttgarter Kickers (für die er rd. 1 Jahrzehnt vorher in der Reli gegen uns getroffen hatte) nach überragender Vorarbeit von Ivan Klasnic.
    Für mich wohl DER emotionalste St. Pauli Moment ever, immer noch läuft es mir beim Radiomitschnitt mit Dietmar Schnackenberg kalt den Rücken runter.

  2. Ahh, auf den hab ich gewartet. Das war mein Abi-Tor. Marcus Marin in der allerallerletzten Minute gegen Oberhausen – eigentlich ja gegen die Kickers aus Stuttgart…was dann folgte war Aufstieg.

  3. Moin ihr Herbstmeister: innen,
    Marcus Marin und Rot-Weiß Oberhausen, der andere gesuchte Verein sind die Stuttgarter Kickers.
    Die Relegation knapp zehn Jahre vorher war an Dramatik nicht zu überbieten, mit einem gruseligen Ende auf Schalke, aua.
    Bei dem hier gesuchten Spiel war ich mit meinem kleinen Sohn im Stadion. Ich war nach Spielschluss so fertig, konnte mich gar nicht richtig freuen. Später war klar, auf das andere Spiel waren wir doch gar nicht angewiesen.
    Wir waren ganz unten, und schon fast abgestiegen und in der Saison danach gelang ein grandioser Aufstieg…
    Kommt einem alles sehr bekannt vor… Könnte man alles mal wieder nachmachen 😇

  4. Marcus Marin gg. Oberhausen zum 1:1 in der 90. Minute… Saison 1999/2000… Die Stuttgarter Kickers mit gleichem Ergebnis in Karlsruhe, von wegen Vorgeschichte…

  5. Ganz klar Markus Marin. Ein Millionen Tor, das aber im Nachhinein durch einen Lizenzentzug eines anderen Vereins gar nicht mehr sooo viel Bedeutung hatte. Aber der Moment selbst eine Explosion, ein emotionaler Höhepunkt ungeahnter Größe.. Noch heute fließen Tränen, Dietmars Kommentierung im ndr zu hören… Wahnsinn
    P.S. Natürlich gegen RWO.

  6. Dank Dietmar Schnackenberg noch immer ein Tor mit Gänsehautgarantie.
    Erzielt hat das Tor Marcus Marin gegen RW Oberhausen in der Saison 1999/2000.
    Im zeitgleichen Parallelspiel spielten die Stuttgarter Kickers, Marins Ex-Klub, für die er u.a. in der Bundesligarelegation 1990/91 gegen Braun-Weiss traf, ebenfalls nur unentschieden.
    Damit stiegen die Stuttgarter Kickers aufgrund des Torverhältnisses ab….

  7. Marcus Marin gegen Oberhausen!
    Alter! Das ist mein absoluter Stadionmoment, habs direkt hinterm Tor in der alten Süd erlebt. Mit wildfremden Menschen in den Armen gelegen.

  8. Das war Marcus Marin mit dem erlösenden 1:1 gegen RWO in der 90. Minute. Vorlage Klasnic. Danach Extase. Unvergessen. Nach dem Spiel stand Marin dann plötzlich neben uns im Klubheim und musste unsere gelallten Lobpreisungen ertragen. Hat ihm aber nicht viel ausgemacht. Glaube ich 😁

  9. Am 26.05.2000 schoß Marcus Marin das 1:1 in der 90. Minute gegen RW Oberhausen.
    Ich war live dabei und hab immer noch ein wenig Pipi in den Augen, wenn ich dran denke.

  10. Marcus Marin zum 1:1 gegen RW Oberhausen, 34. Spieltag 99/00. Konnte das Spiel nur vor dem Videotext verfolgen und mit der letzten Seitenaktualisierung sprang das magentafarbene 0:1 in ein schwarzes 1:1. Was für eine Erleichterung.

  11. Boah, das ist lange her.

    Tim war glaube ich in der 5. oder 6. Klasse, als Marcus Marin das 1:1 für uns gegen Oberhausen erzielte.

    Wir blieben damals in der 2. Liga und die Stuttgarter Kickers stiegen ab.

    Als ich in der 5. oder 6. Klasse war, hat Marcus Marin schonmal mitentschieden, welcher der beiden Vereine abstieg. Damals traf es den FC St.Pauli. Marcus Marin schoss als Stuttgarter ebenfalls das 1:1 zum Ausgleich am Millerntor.

  12. Markus Marin gegen Oberhausen zum 1-1 in der letzten Minute der Saison 99/00, dannach Exstase pur. Auf jeden Fall war der andere Verein Stuttgarter Kickers, der parallel gegen den Tabellenletzten Karlsruhe auch nicht über ein 1-1 hinaus kam. Ich weiß noch, wie der Stadionsprecher irgendwann in der zweiten Halbzeit den Ausgleich aus Karlsruhe bekannt gab und damit alle auf dem Platz und den Rängen nochmal richtig gepusht hat. Dass Marin 1991 in der Aufstiegs-Relegation für die Stuttgarter Kickers gegen uns traf wusste ich allerdings nicht.

  13. Saisonfinale 1999/2000: Marcus Marin rettet den FCSP mit seinem Last-Minute-Ausgleich gegen Oberhausen zum 1:1. Das relevante Parallelspiel: KSC vs. Stuttgarter Kickers endet ebenfalls 1:1. Torschütze für Kallsruh Amadou. Warum ich das weiß? Ich war dort und merke gerade, wie viel Shyce ich mir schon angeschaut habe in meinem Life. So. Lösung: Marin 1:1 gegen RWO

  14. Mai 2000 – Marcus Marin am letzten Spieltag gegen RW Oberhausen. Der „echte“ Gegner an dem Tag waren die Stuttgarter Kickers …. mal wieder …

  15. Kifflig, weil vor meiner Zeit als St. Pauli Fan. Die Recherche ergibt 34. Spieltag der Saison 1999/2000, 1:1 gegen RW-Oberhausen. Torschütze: Marcus Marin. Der früher bei den Stuttgarter Kickers gespielt und St. Pauli in der Relegation einen eingeschenkt hat. Liebe Grüße,
    Nils

  16. Puh, das war schwierig (und gemein! 😉 ).
    Bei der Beschreibung des Tores hab ich gleich an Marcus Marin gegen RWO gedacht, und irgendwie war ja auch klar, dass dieses Tor hier noch auftauchen würde. Aber die Hinweise auf die Vorgeschichte zwischen den beiden Clubs schienen nicht dazu zu passen. Bis ich kapiert habe, dass gar nicht RWO gemeint war, sondern die Stuttgarter Kickers als Ex-Club, Fernduell-Rivale um den Nichtabstieg und ehemaliger Relegationsgegner. Also doch: Marin gegen RWO.

  17. Marcus Marin. Er hat für die Stuttgarter Kickers kurz vor Schluss am Millerntor das 1:1 geschossen im 1. Relegationsspiel 1991 (19. Juni).
    Das gesuchte Tor war in der letzten Minute des Spiels St. Pauli gegen Rotweiss Oberhausen zum 1:1, das uns am 26. Mai 2000 den Klassenerhalt sicherte.
    Zurück zur Relegation: In Stuttgatr holten wir mit zehn Mann ein 1:1. Dann gab es ein Drittes Relegationsspiel auf neutralem Platz, da es damals noch keine Verlängerung in der Relegation gab: Parkstadion in Gelsenkirchen. Ich war bei den 10.000 mitgereisten St. Pauli-Fans. Wir haben 3:1 verloren und uns auf der Heimfahrt im Sonderzug besinnungslos betrunken.

  18. Marcus Marin am 26.05.2000 zum 1:1 Endstand gegen Rot-Weiß Oberhausen in der 90. Minute.
    Der andere Verein waren die Stuttgarter Kickers, für die Marin gegen uns im Relegationshinspiel am 19.06.1991 in der 88. Minute zum 1:1 Endstand traf. Der Rest ist Geschichte, an die ich mich nicht mehr erinnern kann (oder möchte)…

  19. Mhh, Marcus Marin gg Oberhausen?
    Kurze Recherche ergab, der hat mal für die Kickers aus Stuttgart gg uns getroffen („Fehler“) und uns somit nach der Saison (da Relegation) in die 2. Liga geschossen…ok, doch nicht direkt, da eben im Hinspiel.

    Legendär auch die Radioaufnahme zu dem Tor vom NDR(?)

  20. Puh, ich war im Stadion, kann mich aber nicht ein Stück mehr erinnern, wie das Tor zustande gekommen ist. Wie auch bei der Achterbahnfahrt der Gefühle?
    Klassenerhalt in der 90. Minute des letzten Saisonspiels durch eine um 1 bessere Tordifferenz.

    26.05.2000
    St. Pauli : Oberhausen 1 : 1
    Marcus Marin

  21. Marcus Marin am 26.05.2000 gegen Rot-Weiß Oberhausen.
    Für mich folgte eine durchwachte Nacht und – oh je – am nächsten Tag eine Zufgahrt nach Düsseldorf, die mir als recht anstrengend in Erinnerung geblieben ist. Und den umsitzenden Mitreisenden in olfaktorischer Hinsicht bestimmt auch.

  22. Maaaaarcus Marin zum späten und wichtigen equaliser gegen die Rot weißen aus Oberhausen am letzten Spieltag der Saison 99/00. Klassenerhalt, yoouuuwhhuaa!

  23. Moin.

    Ich würde mal sagen: Marin gg Oberhausen und der andere besagte Verein sind die Kickers aus Stuttgart.

    Aber ganz sicher bin ich mir dieses Mal nicht….

  24. Marcus Marin gegen RW Oberhausen. Letzte Minute, Totenstille auf den Rängen. Wir, Fans und Mannschaft waren so gut wie abgestiegen.
    Letzter Angriff von uns. Wehlmann kommt aus seinem Tor und pusht uns auf der Nordkurve nochmal mit weit hochgerissenen Armen. „ST.PAUUUULI“-Roar plötzlich im ganzen Stadion. Flanke aus dem Halbfeld Richtung Süd, Ivan bringt den Ball irgendwie doch noch nach innen, und Marcus drückt ihn über die Linie. Und dann explodierte das Stadion. Ich bekomme heute noch Gänsehaut.

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