Lage am Millerntor – 09. Mai 2023

Lage am Millerntor – 09. Mai 2023

Das Team des FC St. Pauli befeuert den Hypetrain, wir schauen u.a. auf Auf- und Abstiege und allerlei Rote Karten in der Schweiz und Argentinien.

FCSP News

3:0 in Darmstadt

Ach, auf Auswärtssiege beim Tabellenführer kann man ja auch Tage später noch zurückblicken. In schriftlicher Form ist dies beim South End Scum (Englisch) möglich.
Aufs Ohr kann man sich das hingegen im „Nach dem Spiel“-Gespräch von Casche packen, der mit Matthias vom Hoch und Weit-Podcast sprach, u.a. auch über zarte Aufstiegshoffnungen.

Elf des Tages

Wenn man dem Tabellenführer kurz vor Saisonende den Aufstieg vermiest und mit einem 3:0 die erste Heimniederlage zufügt, kann sich das auch schon mal in der Bewertung wiederfinden. Und so sind mit Adam Dźwigała (Note: 2,5, erstmalige Berufung), Leart Paqarada (2, zum fünften Mal dabei) und Lukas Daschner (2, zum zweiten Mal dabei) gleich drei Kiezkicker in der Elf des Tages beim kicker.
Elias Saad wurde zwar auch mit einer glatten 2 bewertet, kam aber nicht in diese Auswahl.

Believe the Hype

Als offizieller Schaffner des Choo-Choo-Hypetrain lässt Tim es sich natürlich nicht nehmen, die verschiedenen Szenarien des nächsten Haltebahnhofs „1. Bundesliga“ mal in Ruhe durchzuspielen. Fraglich bleibt, warum er bei so viel Optimismus an 15 aufzuholenden Toren verzweifelt. Dafür stellt er mit ausreichender Genugtuung fest, wie wichtig nachträglich noch die Stadtmeisterschaft werden könnte.

Elias Saad

Es ist dem Abendblatt (€) hoch anzurechnen, dass sie einen Artikel über Elias Saad schreiben und auf sämtliche schlechte Wortspiele mit seinem Nachnamen verzichten. Sensationell, quasi, Danke dafür.
Jedenfalls haben Andreas Hardt und Mirko Schneider sich auf Spurensuche begeben und mit Saads ehemaligen Trainern Marco Stier (BU), René Klawon (Buxtehuder SV) und Jens Martens (Norderstedt) sowie HSV Futsal-Spieler Michael Meyer gesprochen.

„Ich habe Elias bei seinem Abschiedsspiel gesagt, er wird den nächsten Schritt schaffen, wenn er Geduld hat und demütig bleibt. Ich bin stolz darauf, wie unglaublich gut er sich entwickelt hat.“

Jens Martens, Eintracht Norderstedt über Elias Saad im Abendblatt (€)

Kollaustraße

Gestern war trainingsfrei, heute und morgen wird jeweils um 11.30h trainiert.
Die weiteren Einheiten am Donnerstag und Freitag finden wie gewohnt unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

FC St. Pauli von 1910 e. V.

Regionalliga Nord

Den Bericht zur Niederlage der 1. Frauen beim TuS Büppel mit vielen Fotos findet Ihr wie gewohnt bei Matthias von Schramm.
Kopf hoch und am Wochenende gegen Burg Gretesch gewinnen!

Rugby Bundesliga

Einen kleinen Rückschlag gab es für die 1. Herren im Abstiegskampf – aber der Blick geht nach vorne, wie die Rugby-Abteilung berichtet:

Mund abwischen, weitermachen. So oder so ähnlich kann man die 64:14 Niederlage unserer 1. Herren bei Germania List wohl zusammenfassen. Und auch wenn die kurzfristigen Ausfälle einiger Spieler nicht hilfreich waren, am gestrigen Sonntag klappte auch so einfach nicht viel bei unseren Mannen. In den Kontakten merkbar zu zögerlich, in der Verteidigung ungewohnt desorientiert und auch die Standards wollten einfach nicht richtig zünden. So betrachtet ein verdientes Ergebnis, an einem Tag, der einfach gebraucht war.

Alles aber kein Grund zur Panik, auch wenn dieses Ergebnis bedeutet, dass sich unsere Braun-Weißen vor dem letzten Spieltag auf dem Relegationsplatz wiederfinden. Denn nach wie vor liegen alle Trümpfe für den direkten Verbleib in der Bundesliga in unserer Hand. Dramaturgisch wie gemalt, kommt es nun in zwei Wochen, bei uns in Hamburg, zum direkten Duell mit dem Tabellensechsten, RK03 Berlin. Man darf also von einem echten Endspiel um den Verbleib in der Bundesliga reden, denn auch das Schlusslicht Victoria Linden hat mit zwei Zählern Rückstand und einem Spiel weniger, noch reale Chancen auf den Klassenerhalt. Für unsere Jungs heißt es nun also Ruhe bewahren, vernünftig zu trainieren und sich mit aller Kraft auf den 20. Mai vorzubereiten.
Wir bedanken uns bei Germania List für die Gastfreundschaft und dem Schiedsrichter-Team für die nette Leitung des Spiels.

Doppelte Meisterschaft für die Schach-Abteilung

Die Saison ist beendet und am Wochenende gab es doppelten Grund zum Jubeln. In der Oberliga Nord Nord gewann der FCSP II das Derby gegen den Hamburger SK III und sicherte sich so die Meisterschaft in der dritthöchsten Spielklasse.
Eine Liga darunter gewann der FCSP III die Meisterschaft in der Landesliga.

Was das nun genau in Sachen Aufstieg bedeutet? Hier muss ich passen, denn über der Oberliga wäre schon die 2. Bundesliga Nord, in der der FCSP I gerade auf Rang 5 abgeschlossen hat.

Lauf gegen Rechts

Kleiner Reminder: Vor das Pokalfinale der 1. Frauen am Pfingstmontag (29. Mai) hat die Marathon-Abteilung noch den „12. Lauf gegen Rechts“ um die Alster gesetzt.
Gestartet wird am Schwanenwik um 10.00h, Online-Anmeldungen sind aber nur noch bis kommenden Montag (15. Mai) möglich. Wer an dem Tag nicht in Hamburg sein kann, kann auch dezentral teilnehmen. Alle Infos: Lauf gegen Rechts

Ergänzt wird der Lauf durch eine Veranstaltung im Ballsaal Süd, wo Katharina König-Preuss von der Linkspartei und der Publizist Volker Weiß über die extreme Rechte diskutieren. Diese Veranstaltung findet bereits am Dienstag davor (23. Mai) statt. Alle Infos: fcstpauli.com

Hamburger U14 gewinnt Sichtungsturnier

Der HFV konnte mit dem Jahrgang 2009 am Wochenende im Vergleich mit Bremen, Niedersachsen und Schleswig-Holstein eine inoffizielle Norddeutsche Meisterschaft erringen.
Vom FC St. Pauli waren mit Reuel Duah Amoah, Alwin Norlen, Jonas Bärwind und Johann Jaensch vier Spieler dabei, damit stellte man das größte Kontingent der Hamburger Vereine. // HFV

Döntjes

Regionalliga Nord: Auf und Abstieg

Geil, endlich wieder Lower League Nerdkram.

Abstieg in die Oberliga

Die Abstiegsregelung ist „relativ“ einfach: Drei Absteiger sind fix, sollten der SV Meppen und/oder der VfB Oldenburg aus der 3. Liga absteigen erhöht sich diese Zahl jeweils. Außerdem muss ein weiteres Team in die Relegation. Im Extremfall könnten also sechs Teams absteigen.
Während Kickers Emden bereits rechnerisch abgestiegen ist, hat Atlas Delmenhorst nur noch theoretische Chancen auf den Klassenerhalt. Ansonsten ist von Platz 7 bis Platz 17 noch alles in der Verlosung, so also auch die FCSP U23.

Aufstieg in die Regionalliga Nord

Der NordFV hat die Aufstiegsregelung klar ausformuliert und die sich bewerbenden Vereine aus den Oberligen veröffentlicht.
Aufsteigen werden:

  • Meister der Oberliga Niedersachsen
    Beworben haben sich: SC Spelle-Venhaus, U.S.I. Lupo Martini Wolfsburg, Heeslinger SC, TuS Bersenbrück, VfL Oldenburg, 1.FC Germania Egestorf/Langreder
    Den Titel machen allerdings nur noch die beiden Teams in Fettdruck unter sich aus. Der Zweite ist aber dann noch lange nicht raus, weil… siehe unten.
  • Die ersten beiden einer Aufstiegsrunde mit drei Teams (Hamburg = ETV / Schleswig-Holstein, noch offen / Bremen = FC Oberneuland). Diese soll am 27. Mai, 31. Mai und 4. Juni ausgetragen werden.
    Die Bewerber dafür sind bzw. waren:
    • Hamburg: Altona 93 & Eimsbütteler TV.
      (Sowohl Meister Sasel als auch Serienmeister und Tabellenzweiter TuS Dassendorf haben keine Spielgenehmigung beantragt.)
      Durch ein 4:0 beim HSV III (der übrigens aus der Oberliga absteigt) hat der ETV als Aufsteiger am Freitagabend Tabellenplatz 3 gesichert und wird somit an dieser Aufstiegsrunde teilnehmen.
    • Schleswig-Holstein: SV Eichede, SV Todesfelde, FC Kilia Kiel
      Es stehen noch ein paar Spiele an. Der SV Todesfelde hat nur noch theoretische Chancen, zwischen den anderen beiden wird es wohl auf eine Entscheidung am letzten Spieltag (20. Mai) hinauslaufen.
    • Bremen: FC Oberneuland & OSC Bremerhaven.
      Bereits vor dem letzten Spieltag stand der FC Oberneuland als Meister fest.
  • Und dann gibt es noch zwei Relegationsspiele:
    Der erste Nicht-Absteiger (genauer Platz abhängig vom Abstieg aus der 3. Liga, s.o.) muss in ein Hin- und Rückspiel mit dem Tabellenzweiten der Oberliga Niedersachsen (siehe oben).
    Auch diese Spiele sind schon terminiert: 31. Mai / 4. Juni.

Alle bekloppt: FC Basel – FC Zürich

Fantastisch, eine Schlussphase wie ein Gesamtkunstwerk.
Der FC Zürich gewann am Sonntag mit 2:0 in der Schweizer Liga beim FC Basel. Bis zur 86. Minute stand es im Joggeli noch 0:0, die verbleibende Spielzeit ist dann aber eine für die Geschichtsbücher: // YouTube

  • 86. Minute: böse Grätsche von Nikola Boranijasevic (FCZ) – Gelbe Karte
  • 86. Minute: anschließend Rudelbildung, Kasim Adams (FCB) trifft Fidan Aliti mit dem Ellbogen am Kopf – Rote Karte
  • 88. Minute: Bledian Krasniqi (FCZ) kommt nach einem seeeeeeeeeehr leichten Kontakt im Strafraum zu Fall. Strafstoß, kein VAR-Eingriff – 0:1 (es dauert drei Minuten bis zur Ausführung)
  • 94. Minute: Der FCZ kontert – 0:2
  • 96. Minute: Taulant Xhaka (FCB) greift Gegenspieler Antonio Marchesano ins Gesicht und fliegt mit Gelb-Rot runter.
    Auf dem Weg in die Kabine steht ihm Nikola Katic provokant mit beiden Armen in der Luft „im Weg“, Xhaka lässt sich nicht zweimal bitten und lässt sich zu einem Kopfstoß hinreissen, unbemerkt vom Schiedsrichter (und auch nicht im Video).
  • 96. Minute: Der Schiedsrichter ist nämlich gerade damit beschäftigt, Wouter Burger (FCB) und Mirlind Kryeziu (FCZ, Ersatzspieler) vom Platz zu stellen, nachdem diese sich nach gegenseitigem Geschubse an die Gurgel gingen.
  • 102. Minute: Nach Videostudium erhöht sich die Strafe von Gelb-Rot nachvollziehbar auf glatt Rot. Xhaka wird aus der Kabine zurückgerufen und denkt offenbar, er dürfe wieder mitspielen – bis ihm der Schiedsrichter dann endgültig duschen schickt.

Der Verband hat inzwischen das Strafmaß bekannt gegeben: Xhaka wird für sieben Spiele (plus ein Weiteres aufgrund einer Gelbsperre) gesperrt.

Alle bekloppt: Superclásico

River Plate gegen Boca Juniors. Man munkelt, hier seien Emotionen im Spiel gewesen…
Bis zur Verkündung der Nachspielzeit war noch alles im Rahmen. Okay, sieben Gelbe Karten in der ersten Halbzeit sind nicht Nichts, aber es stand noch 0:0 und keiner war vom Platz geflogen.
Doch dann… [hier „Wow, that escalated quickly“-GIF gedanklich einfügen]

Elfmeter für River, der die 1:0-Führung in der 90.+3 bringt. Und im weiteren Verlauf dann sieben(!) Rote Karten. Aber schaut selbst. // YouTube

„Wir Argentinier hassen es zu verlieren, wir lassen uns lieber umbringen.“

River Plate Trainer Martin Demichelis nach dem Spiel

Alle bekloppt: Hertha BSC

Die Süddeutsche Zeitung (€) veröffentlichte gestern einen Artikel, der Fans von Hertha BSC wohl zu den sportlichen Sorgenfalten auch noch schlaflose Nächte aufgrund der finanziellen Situation bereiten dürfte.
Im Kern geht es darum, dass die Lizenz für die kommende Saison arg gefährdet ist. Die finanzielle Situation ist eh nicht rosig, der Deal mit Investor „777 Partners“ scheint überlebensnotwendig. Genau dieser steht aber auch zur Überprüfung an, denn er muss schließlich 50+1 konform sein.
Eine namentlich nicht genannte Quelle aus der DFL wird bzgl. der Lizenzvergabe mit „der schlimmste Fall, den wir je hatten“ zitiert.
Offiziell äußert sich die DFL aber natürlich nicht zu laufenden Verfahren.

3. Liga Watch

Es ist alles angerichtet für ein spannendes Saisonfinish:
Während die SV Elversberg mit entspannten sieben Punkten Vorsprung in die letzten drei Spieltage geht und den Aufstieg schon am Wochenende eintüten kann, liegen dahinter nach dem gestrigen 1:0-Sieg des VfL Osnabrück beim SC Verl gleich drei Teams punktgleich nebeneinander.

Dynamo Dresden, SV Wehen Wiesbaden und eben der VfL Osnabrück – alle mit 63 Punkten und zudem auch nur vier Tore auseinander. Hinzu kommt aber auch noch der 1. FC Saarbrücken, der mit 62 Punkten auch noch alle Chancen hat. Zu verteilen wäre dann noch ein direkter Aufstiegsplatz (so die SVE es denn durchzieht) und ein Relegationsplatz.

Zu guter Letzt

„Schieß den Ball ins Tor und den Schuh in den Korb!“ –
„Alles klar, Coach.“ // Twitter

Forza St. Pauli!
// Maik

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4 thoughts on “Lage am Millerntor – 09. Mai 2023

  1. In Sachen Schachabteilung: Als Mitglied des Vereins, dem FC St. Pauli III am letzten Spieltag noch den Titel abgejagt hat ;-), kann ich mit einiger Sicherheit sagen, dass es in der Oberliga und der 2. Liga nicht erlaubt ist, zwei Mannschaften zu stellen. Deshalb ist der TV Fischbek trotz fehlender Puste auf der Zielgeraden Aufsteiger in die Oberliga, und insofern dürfte aus der Oberliga Nord der Lübecker SV in die 2. Bundesliga Nord aufsteigen.

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