Lage am Millerntor – 18. Dezember 2023

Lage am Millerntor – 18. Dezember 2023

Mit nur einem Punkt aus dem letzten Spiel und damit dem 2. Tabellenplatz geht es für den FC St. Pauli in die Winterpause. Die Lage am Montag.

FCSP-News

1:1 gegen den SV Wehen Wiesbaden

Ich hatte in diesem Kalenderjahr exakt ein Heimspiel verpasst: die Heimniederlage gegen Eintracht Braunschweig.
Insofern schwante mir Böses, als der Corona-Test gestern morgen immer noch einen gaaaaaanz leicht positiven Ausschlag zeigte und mir klar wurde, dass der eigentlich für mich vorgesehene Platz auf der Pressetribüne (Tim war auch verhindert) leer bleiben würde.

Insofern, immerhin: Nicht verloren!
Okay, Spaß beiseite. Großer Scheiß natürlich.

  • 1910 zu 2 Torschüsse
  • 99% gewonnene Zweikämpfe
  • xG 5,0 zu 0,5

So oder zumindest so ähnlich lauteten die Statistiken – tatsächlich waren es wohl 26:5 Torschüsse und 71% Ballbesitz.

Meine Erleichterung war groß, als ich die Führung zur Kenntnis nehmen durfte. Ich hatte mich nämlich um einen Zugang zum Pay-TV-Anbieter gekümmert und das AFM-Radio dazu gepegelt – doch nach der sogenannten „Halbzeit-Analyse“ im TV war ich duschen gegangen. Und bei meiner Rückkehr führten wir! Ich habe ein Tor geduscht!
Die freudige Verkündung im Familien-Chat wurde aus dem Stadion mit „Dann geh nochmal…“ beantwortet, was ich unterließ. Ich bin also doch schuld.
Scheiße übrigens auch, wenn dann der Tor-Alert auf dem Handy schon eine Minute vorher verkündet, dass man gleich den Ausgleich sehen wird. Ich hatte den bewusst angelassen, in der festen Überzeugung, da gleich noch ein nervenschonendes 2:0 aufleuchten zu sehen. Tja, nun…

Warum ich das alles erzähle? Weil ich keine Lust habe, wirklich über Fußball zu schreiben. Also lasse ich das, verweise auf Tims Spielbericht „Hinrunde in a nutshell“.

Zwei Wiesbadener Spieler in Rot-Schwarz am Boden, Dapo Afolayan in Weiß fällt über einen von ihnen und der Ball ist auch noch dabei.
Klar zu sehen: Kein Elfer… // (c) Stefan Groenveld

ELFMETER!!! (?)

Im Stadion legt sich Aufregung ja oft schnell wieder und nur manchmal denke ich dann später noch daran, mir einzelne Szenen erneut anzuschauen. Da die Bilder beim Pay-TV-Anbieter sich aber noch recht lange um die Szene drehten, als Dapo Afolayan im Strafraum vor der Nord zu Fall kam, gab ich mir den Originalkommentar zu der Szene nochmal – und es wurde ganz klar ein Strafstoß gefordert.
Nun kann man darüber diskutieren, ob es ein Foul war, wobei die Tendenz hier schon recht deutlich zu „Ja“ geht. Catic geht zu Boden und kreuzt Dapo, während Vukotic klar den Ball spielt. Für mich kommt der entscheidende Kontakt aber außerhalb des Strafraums, daher war dann auch kein VAR-Eingriff möglich.
Und auch wenn der Kontakt auf der Linie gewesen sein sollte, so kann ich mit „keine klare Fehlentscheidung“ auch gut mitgehen.

Die weiteren Links:

Termine, Termine, Termine

Die nächste Runde in den diversen Europapokalen wird heute in Nyon ausgelost. Den FC St. Pauli interessiert dies diese Saison bekanntlich nur bedingt, allerdings hat die DFL angekündigt, noch in dieser Woche, nach der Auslosung, die nächsten Liga-Spieltage zu terminieren. Gleiches gilt dann hoffentlich auch für den DFB und seinen Pokal.

+++ Update +++
Der DFB-Pokal ist dann schon mal terminiert:
– Dienstag, 30. Januar, 20.45h: FCSP – Fortuna Düsseldorf
(also direkt im Anschluss an das Ligaspiel bei der Fortuna am Wochenende zuvor)

Lage der Liga

Freitag

Schalke 04 ging gegen die SpVgg Fürth zweimal in Führung, gewann nicht und war am Ende trotzdem glücklich, zumindest einen Punkt mitgenommen zu haben. Am Ende stand ein 2:2 (1:0), bei dem man die letzten zehn Minuten nach Gelb-Rot für Derry Murkin in Unterzahl bestreiten musste.
Wild war dabei insbesondere die Phase ab der 73. Minute, als S04 zunächst durch Karaman in Führung ging, in der 77. durch Asta und einen Abwehrblackout den Ausgleich kassierte und dann eben noch den harten, aber vertretbaren Platzverweis (80.) hinnehmen musste.
Für Schalke ist es mit sieben Punkten aus drei Spielen trotzdem ein versöhnlicher Jahresabschluss, gleiches gilt für Fürth, die nun sieben Ligaspiele in Folge ungeschlagen sind und dabei immerhin fünf Siege holten. // Sportschau-Highlights

„Hermann Löns, die Heide, Heide brennt!“
Gleich dreimal dengelte dieser fröhliche Gesang über die Stadionlautsprecher des SC Paderborn, während die im Gästeblock befindlichen Fans des Hansa Rostock betreten zu Boden schauten oder die Pyrotechnik für die nächste Unterbrechung suchten.
Bereits zweimal waren die Spieler von Schiedsrichter Wolfgang Haslberger in die Kabine beordert worden, nachdem Raketen vom Gästeanhang auf den Rasen geschossen wurden und es wohl auch im Bereich um den Gästeblock im Stadionumlauf Unfrieden gab.
Sportlich war Paderborn klar besser, die entscheidende Szene ereignete sich in der 62. Minute, als Hansa-Keeper Kolke den durchgebrochenen Ansah nur noch mit dem langen Bein und einem Foul stoppen konnte. Zwar wurde zunächst auf Elfmeter und damit „nur“ Gelb entschieden, völlig zurecht aber bestimmte VAR Katrin Rafalski den Tatort als „außerhalb“ und die Entscheidung hieß also Rot und Freistoß. Den konnte der eingewechselte Nils Körber zwar parieren, aber nur direkt vor die Füße von Obermair, der zum 2:0 einschob. Am Ende stand ein 3:0 (1:0) auf der Anzeigentafel, was angesichts des Chancenverhältnisses noch als schmeichelhaft für die Kogge bezeichnet werden kann. // Sportschau-Highlights

Samstag

Wenigstens sind wir nicht die einzigen, die Punkte liegen lassen: Hertha BSC kam gegen den VfL Osnabrück nicht mal in Führung, konnte die aber daher immerhin auch nicht wieder verlieren. Und so endete die Partie 0:0.
Komödiantisches Highlight war dann Florian Niederlechner, der nach einem harten Einsteigen an der Mittellinie von Schiri Patrick Ittrich zunächst mit Gelb und nach VAR-Eingriff mit Rot bedacht wurde. Selbstverständlich zu Unrecht, wie er meinte, und beim Verlassen des Platzes noch ein klar vernehmbares „Scheiß Videobeweis!“ in die Fernsehkamera schrie.
(Hier gab es noch ein Nachspiel, siehe „Döntjes“.) // Sportschau-Highlights

Der 1. FC Magdeburg erlebte gegen Fortuna Düsseldorf ein Déjà-vu: Wie schon beim DFB-Pokalspiel vor ein paar Tagen ging man in Führung und verlor dann doch. Dieses Mal betrug die Führung sogar zwei Tore und hatte auch zur Halbzeit Bestand. Während im Pokal der eingewechselte Niemiec spät zwei Tore erzielte, traf dieses Mal Vermeij doppelt, hatte aber (mit dem zusätzlichen Torschützen Appelkamp) die Partie auch schon in der 75. Minute gedreht. // Sportschau-Highlights

Zu dem Zeitpunkt stand es beim 1. FC Nürnberg gegen den Hamburger SV noch 0:0, am Ende aber hatten die Gäste die drei Punkte beim 0:2 (0:0) eingetütet und Rang 3 verteidigt. Chancen hatte es vorher schon auf beiden Seiten genug gegeben, die größte nach knapp einer Stunde für Nürnberg. Hayashi lief allein auf das Hamburger Tor zu, lupfte den Ball über Heuer Fernandes an die Latte und Mikelbrencis wollte per Kopf klären und traf dabei „nur“ den eigenen Innenpfosten.
So war es Robert Glatzel vorbehalten, in der 80. Minute die Führung zu erzielen, nachdem Hübner sich bei einer Chance verschätzt hatte. In der Nachspielzeit erzielte Dompé den Endstand. // Sportschau-Highlights

Das Abendspiel

Über die Partie Holstein Kiel gegen Hannover 96 und den VAR-Einsatz könnte man eigene Artikel schreiben, aber ich will Euch nicht langweilen. Am Ende stand ein 3:0 (3:0) für Holstein, das den Störchen die Herbstmeisterschaft beschert. Hannover fing gut an, zerfiel dann aber noch in der ersten Hälfte in seine Einzelteile, inklusive dem Tor zum 2:0, welches direkt vom Anstoß weg fiel.
Der zweifache Torschütze Fiete Arp musste allerdings mit Adduktorenbeschwerden ausgewechselt werden. // Sportschau-Highlights

Sonntag

Der Karlsruher SC hat sein fünftes Spiel in Serie ohne Niederlage bestritten. Darunter waren zwar „nur“ zwei Siege, aber einer davon eben gestern mit 3:2 (2:1) gegen die SV Elversberg. Dabei ging der KSC gleich zweimal mit zwei Toren Vorsprung in Führung (Torschütze zum 3:1: Igor Matanović mit seinem 4. Saisontor), kassierte jeweils den Anschlusstreffer – aber eben nicht mehr. // Sportschau-Highlights

Ein Lebenszeichen mit Ausrufezeichen senden und den Gegner mal gleich mal mit in den Schlamassel ziehen. So geschehen gestern bei Eintracht Braunschweig gegen den 1. FC Kaiserslautern und dem 2:1 (1:1) Heimsieg. Dabei gingen die Gäste sogar in Führung (Eigentor Krauße, 14.), ließen sich dann aber auskontern. Beim ersten Mal ging es noch gut, als Rayan Philippe allein aufs Tor zulief, beim zweiten Mal (36.) machte er es besser.
Ab dann aber lief es besser für die Eintracht, die Führung durch Johan Gomez (62.) war bereits verdient und hielt bis in die Nachspielzeit. Dann aber lag der Ball zum Ausgleich im Tor… doch der VAR erkannte zurecht, dass Ragnar Ache dabei aus dem Abseits kam. // Sportschau-Highlights

In eigener Sache

Social Media

Das artet ja langsam in einen eigenen Job aus – wahrscheinlich leisten sich Firmen und Vereine deswegen Leute, die das auch beruflich machen.

Unser Twitter-Account befindet sich ja bereits in der virtuellen Abschiedsschleife und postet nur noch die Artikel-Links. Darüber hinaus gibt es Instagram für die Fotos, wobei wir uns hier insbesondere bei Stefan Groenveld und Peter Böhmer bedanken, ohne deren tolle Bilder wir da deutlich schlechter aussehen würden.
Facebook gibt es auch noch, für all die alten Menschen, unter uns, die das tatsächlich noch benutzen. Übrigens wachsen wir da tatsächlich gegen jeden Trend immer noch (gaaaaaaanz laaaaaangsaaaaaam…) und haben erst kürzlich die 5.000er-Marke geknackt. Sachen gibts…

Bleiben die Kurznachrichtendienste, die sich aktuell um die Nachfolge von Twitter prügeln. Mastodon war der erste, ist vielleicht aufgrund der dortigen Strukturen und Möglichkeiten weiterhin der sympathischste – aber man muss wohl so ehrlich sein, dass man damit nicht die Massen erreicht.
BlueSky war der nächste Versuch. Weniger nerdig, stark an Twitter angelehnt, vielversprechend, aber auch im Zweifel abhängig von den wilden Ideen einer einzelnen Person. Außerdem: Immer noch nicht offen für alle, immer noch „invite only“.

Seit ein paar Tagen gibt es mit Threads den nächsten Wettbewerber, aus dem Hause Meta (Facebook / Instagram). Gleiche Einschränkung bezüglich der Inhaberschaft, auch wenn diese durch den Konzern etwas breiter verteilt sein dürfte.
Großer Vorteil: Wer einen Instagram-Account besitzt, kann da ganz niedrigschwellig starten und den Account nutzen. Im Gegensatz zu Instagram aber kann man dort aber eben auch Text ohne Fotos veröffentlichen und auch Artikel verlinken. Bereits 570 Follower*innen sind es bei uns nach dem Wochenende, über 18.000 beim Verein (der dafür bisher gerade einmal ein „Moin!“ benötigt hat).
Die Frage, wer das Rennen um die Twitter-Nachfolge gewinnt, könnte sich jetzt recht schnell erledigen.

FC St. Pauli von 1910 e. V.

Eric da Silva Moreira

Sowohl an diesem als auch am letzten Wochenende wurde in zahlreichen Stadien die U17-Weltmeister bei den Heimspielen ihrer Klubs im Stadion geehrt. Beim FC St. Pauli ist dies gestern nicht passiert – nicht, weil man nicht wollte, sondern weil Eric da Silva Moreira gestern bei der ZDF-Sportgala in Baden-Baden weilte.
Dies erfuhr man im Text auf der Vereinshomepage, der am Wochenende erschien. Was man nicht erfuhr, war irgendwas zu seiner Zukunft, abgesehen vom im Sommer anstehenden Abitur. Bleibt zu hoffen, dass hier doch noch irgendwie ein gemeinsamer Weg gefunden wird, auch wenn es aktuell eher nicht danach aussieht. // fcstpauli.com

Junioren-Bundesliga

Eine 4:2 (3:0)-Niederlage ist nichts, wofür sich die U17 schlecht fühlen muss. Nachdem Johann Walter (70.) und Nick Schmidt (86.) den glatten Halbzeitrückstand auf 3:2 verkürzt hatten, rotierte vielleicht sogar ganz kurz die Hoffnung auf einen Punktgewinn in den Köpfen – wurde von RaBa Leipzig aber postwendend mit dem 4:2 (87.) zerstört.

So stehen nach 18 (von 26) Spielen zehn Punkte auf dem Konto, der Rückstand zum rettenden Ufer beträgt bereits sechs Punkte, wobei Chemnitz auch noch drei(!) Nachholspiele hat. Insofern also wahlweise viel Glück für den FCSP, dass dies die letzte Saison der Junioren-Bundesliga in der bisherigen Form ist, und man als NLZ-Team in dem neuen Format nächste Saison eh dabei ist. Oder aber, man hat dies bereits so frühzeitig in die Planungen einbezogen, dass bereits diese Saison noch viel konsequenter mit der individuellen Förderung begonnen wurde, bei der man auf die nackten Ergebnisse nicht so viel Rücksicht nimmt.

Das nächste Punktspiel steht erst Mitte Februar an, die U19 startet hingegen bereits Ende Januar – mit dem Derby.

Fanszene-News

Proteste gegen den DFL-Investoreneinstieg

Wir haben uns am Samstag ausführlich in einem Kommentar dazu geäußert, was die DFL sich da letzte Woche geleistet hat und warum insbesondere das Verhalten von Martin Kind mindestens mal fragwürdig ist und sich als Sargnagel für 50+1 erweisen könnte: „Ein Sturm zieht auf!“.
Proteste gab es entsprechend auch in den Stadien, nahezu überall wurde in den ersten zwölf Minuten geschwiegen. Ausnahmen, wie RaBa Leipzig, bestätigen die Regel.

Tapeten in der Südkurve:
"DFL, Funktionäre und andere falsche Schlangen - haben die Demokratie kinderleicht umgangen"
Die Buchstaben "kind" sind in grün farblich hervorgehoben.
Protest auf der Süd. // (c) Stefan Groenveld

Dabei gab es einige Wortspiele mit „Kind“ und ansonsten diverse Protestformen, die ab und an auch zu Unterbrechungen führten. Sei es der Klassiker Pyrotechnik (Hansa), geworfene Tennisbälle (Nürnberg und Union), jahreszeitgemäße Schokotaler (Gladbach und Bochum) oder Fußbälle(!) bei Hertha.

Museumspodcast

Eine neue Episode der „FCSP-Geschichte(n)“: „Hansi, ich spür’s!“
1h47m über die Musik am Millerntor. Wie kam Hell’s Bells ans Millerntor und seit wann und warum gibt es Fangesänge?

Döntjes

Unentschieden trotz deutlicher Überlegenheit

Hat zufällig gestern noch jemand die Partie des Liverpool FC gegen Manchester United gesehen? Absolute Überlegenheit des Heimteams, 34:6 Torschüsse, 70% Ballbesitz, 12:0 Ecken – aber Fußball ist Ergebnissport, wem sag ich das nach gestern? Auch den Spielern um van Dijk, Mo Salah, Darwin Nunez und Luis Diaz gelang kein Sieg. Jürgen Klopp also auf den Spuren von Fabian Hürzeler.
Immerhin gelang ihnen auch kein Tor, sie mussten also zumindest keinen Ausgleich hinnehmen.

Brentford – Aston Villa

Wo wir gerade in der Premier League sind:
Ich will nicht sagen, dass man sich die ersten 70 Minuten des Spiels FC Brentford gegen Aston Villa getrost hätte sparen können, schließlich führte der Außenseiter zu Hause mit 1:0.
Die letzten 20 Minuten (plus Nachspielzeit) aber hatten es dann in sich:

  • 71. Minute: Rote Karte, Ben Mee (Brentford), grobes Foulspiel an Bailey (nach VAR-Eingriff)
  • 77. Minute: 1:1, Alex Moreno (Villa)
  • 80. Minute: Gelbe Karte Leon Bailey (Villa)
  • 85. Minute: 1:2, Ollie Watkins (Villa)
    Anschließend ein provokanter Torjubel, stehend im Tornetz, der einen intensiven kommunikativen und körperlichen Austausch beider Teams und eine hitzige Schlussphase hervorrief. Watkins hatte früher selbst für Brentford gespielt und fühlte sich von einem einzelnen Fan provoziert, gegen den sich sein Jubel gerichtet haben soll. (Telegraph (€))
  • 86. Minute: Gelbe Karte Ezri Konsa (Villa)
  • 86. Minute: Gelbe Karte Saman Ghoddos (Brentford)
  • 87. Minute: Gelbe Karte Jhon Duran (Villa)
  • 88. Minute: Gelbe Karte Vitaly Janelt (Brentford)
  • 90. Minute: Gelbe Karte Frank Onyeka (Brentford)
    zwölf Minuten Nachspielzeit werden angezeigt
  • 90. +1: Gelbe Karte Neal Maupay (Brentford)
    Dieser hatte Villas Keeper Martinez angerempelt, Martinez reagierte allerdings, als wäre er gerade auf dem Ingolstädter Weihnachtsmarkt verprügelt worden.
  • 90. +5: Maupay wird jetzt umgekehrt leicht von Martinez gerempelt und fällt konsequenterweise ähnlich dramatisch. Es entwickelt sich die nächste Rudelbildung, mit den folgenden Auswirkungen:
  • 90. +7: Rote Karte Boubacar Kamara (Villa)
    Er hatte in der Rudelbildung Yarmolyuk ins Gesicht gegriffen und dieses leicht nach hinten gedrückt
  • 90. +7: Gelbe Karte Emiliano Martinez (Villa)
  • 90. +7: Gelbe Karte Yegor Yarmolyuk (Brentford)

In den letzten fünf Minuten der Nachspielzeit passierte dann nichts nennenswertes mehr, Schiedsrichter David Coote pfiff ab und war dann sicher auch erleichtert, als er endlich in der Kabine saß.

Riot Report: FC Ingolstadt – SV Sandhausen

Ehrlich, wenn man mich nach verdächtigen Spielen für Ausschreitungen am Wochenende gefragt hätte, wäre ich da nicht unbedingt auf diese Partie gekommen. Mag aber auch an meiner Naivität liegen.
Jedenfalls gab es laut Donaukurier auf dem Ingolstädter Christkindlmarkt am Samstagvormittag eine Auseinandersetzung zwischen Fans beider Vereine. Diese endete für einen 23-jährigen FCI-Fan mit einer Gehirnerschütterung, während die wohl mit PKWs angereisten SVS-Fans von der Polizei in einer Tiefgarage aufgespürt und aus der Stadt eskortiert wurden.
Sportlich verpassten sie nichts, der SVS ging in Ingolstadt mit 4:0 unter.

Riot Report: Kogge away

Wie komme ich denn jetzt elegant… naja, egal: Hansa Rostock.
Unsere Freunde von der Ostsee waren am Freitag in Paderborn zu Gast, beteiligten sich, wie viele andere Fanszenen auch, an den Protesten gegen die DFL und deren Investoren-Deal. Aber dabei beließ man es nicht und „schaffte“ es so sogar in die 20.00h-Tagesschau am Samstag. Für einen Zweitligisten ja durchaus auch ne Leistung.

Und so ganz langsam verliert auch die Vereinsführung die Geduld. Vereinsboss Robert Marien, sonst ein deutlicher Freund relativierender Worte, kündigte an, identifizierte Personen „mit aller Härte zu sanktionieren“ (NDR). Neben der fast schon traditionellen Zerstörung all dessen, was mit sanitären Anlagen zu tun hat, gab es auch körperliche Angriffe auf Ordnungsdienst und Polizei und es wurden diverse weitere Gegenstände wie beispielsweise die elektronischen Einlasskreuze zerstört. Hansa ist ja inzwischen sehr routiniert darin, Stellungnahmen zum Verhalten der eigenen Fans zu verfassen.

Weniger an sowas gewöhnt ist man offensichtlich beim SC Paderborn, wo man die detaillierte Schilderung der Vorkommnisse dann in einem gemeinsamen Statement mit der Polizei veröffentlichte… nun ja.

Und wo wir grad schon bei verrückten Ideen sind: Welches Tier fällt Euch bei Paderborn ein?
Klar… ein Marder.
Warum? Na, wegen „Marderborn“.
Wie, nicht klar? Ich weiß es doch auch nicht.

Morddrohung gegen Patrick Ittrich

Ich schrieb ja oben schon beim Spiel der Hertha gegen Osnabrück, dass die Rote Karte gegen Niederlechner noch ein Nachspiel hatte. Dieses ereignete sich auf dem Social Media-Account von Schiedsrichter Patrick Ittrich, dem von einem User per Direktnachricht noch während des laufenden Spiels zunächst „Ich werde Dich töten“ und etwas später noch „Du bist eine Schande für den deutschen Fußball“ übermittelt wurde.
Ja, Verrohung der Sitten, auch dumme Menschen können das Internet benutzen und so – aber mal ehrlich, denkt diese Person denn so gar nicht nach, was sie da schreibt? Ittrich kündigte jedenfalls eine Anzeige gegen den User an.

Zu guter Letzt

Vorzeitige Ejakulation // Twiiit

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6 thoughts on “Lage am Millerntor – 18. Dezember 2023

  1. Moin,

    einmal völlig off-topic, aber weil ich solche Sätze wie „einen gaaaaaanz leicht positiven Ausschlag“ nach bald vier Jahren Corona immer noch aus meinem Umfeld zu hören bekomme, auch hier der sachdienliche Hinweis: Der Test kann nur 1 oder 0, negativ oder positiv. Ein noch so dünner Strich ist genauso positiv wie ein fetter Strich und sagt nichts über Virenlast o.Ä. aus. Ist wie beim Schwangerschaftstest – du bist nicht nur „gaaanz leicht schwanger“.

    Abgesehen davon: Möglichst schnelle Genesung ohne Nachwehen, damit du die Feiertage bestens genießen kannst.

  2. Moin, weiß irgendjemand was es gestern mit der „Kolinski wünscht frohe Weihnachten“-Werbebande auf sich hatte?
    Klar, das kommt von der Prime Video-Serie „Discounter“, aber warum sollte für so eine doch eher nischige Serie Werbung im Millerntor gemacht werden?

    1. der Hauptdarsteller hat zum Derby einen kurzen Clip veröffentlicht wo er aus seinem Supermarkt kommt und sagt das heute Derby ist und hier nur einer Gewinnt oder so ähnlich und dabei eine St. Pauli Flagge an den Supermarkt hängt. Ist ja aber wieder ein paar Tage her deswegen erinnere ich es nicht ganz genau. 🤎🤍❤️

  3. (Es ist zwar zum Kalender, aber da ich nichts spoiler, ist es wohl ok hier zu schreiben)

    Ich find es echt spannend, was man bei der Adventskalenderrecherche so mitbekommt! Der namentlich genannte Wolfgang Frank war mir zuvor noch kein Begriff, aber interessant, dass er scheinbar einige Grundlagen gelegt hat, womit gewisse Klopps und Tuchels dann weiter gemacht haben.
    Danke mal wieder zwischendrin! Und danke für die psychologische Betreuung der Adventskalenderverzweifelten 😉

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