#GPdlVSC – Halbfinale 2.Liga

Jawollja, das Halbfinale der 3.Liga & Guests ist erfolgreich und ohne technische Schwierigkeiten im Kasten, die ersten acht Teilnehmer des Finales stehen fest. Weiter geht es jetzt also mit dem Halbfinale für die Champions League der Herzen, die musikalischste 2.Bundesliga aller Zeiten!
(Eurovisionsmelodie abspielen, bitte.)

Der Wettbewerb:
Die meisten werden es inzwischen wissen, aber schnell nochmal die QuickFacts:
– ein Halbfinale für jede Liga, die acht besten Songs mit den meisten Punkten kommen ins Finale
– Finale mit 24 Songs folgt dann etwa Anfang Oktober
– Verkündung des Ergebnisses ab 1.12. in unserem Adventskalender

Das Voting:
Auch diese Woche gilt: Nachdem Ihr Eure blutenden Ohren nach dem Genuss aller Songs wieder gereinigt habt, findet Ihr ganz unten den Link zur Abstimmung. Bitte verteilt per Klick in der Reihenfolge 12 / 10 / 8 Punkte an Eure drei Favoriten – dieses Verfahren haben wir so gewählt, damit nicht immer nur der eigene Verein gewählt wird – und der zwischenzeitlich geäußerte Wunsch, für zehn Titel stimmen zu dürfen, begeistert uns zwar, wir wollten die Hürde aber auch nicht zu hoch legen.
Wir appellieren hier an Eure Fairness, jede*r Teilnehmer*in hat die Gelegenheit einmal abzustimmen. Sollten mehrere Personen eines Haushalts das gleiche Endgerät nutzen, werdet Ihr Mittel und Wege finden, dies zu tun und das ist natürlich auch völlig in Ordnung. Sollten wir über die übermittelten IP-Adressen eine Manipulation feststellen, behalten wir uns vor, das Ergebnis um diese Manipulation zu bereinigen – in erster Linie ist dies aber ein großer Spaß und wir gehen davon aus, dass Ihr das alle auch so seht und keinen all zu verbissenen Ehrgeiz entwickelt. Wir haben auf übergroße Sicherheitsmaßnahmen (e-Mail Authentifizierung etc.) aus Gründen des Datenschutzes und der möglichst simplen Benutzbarkeit verzichtet.

Nun aber: Hier die YouTube – Playlist aller 18 Songs, im folgenden dann die einzelnen Lieder mit den jeweiligen Vorstellungstexten. Vielen Dank an alle Beteiligten – viel Spaß!
Die Abstimmung ist möglich bis kommenden Sonntag, 13.September, 23.59h

(Technischer Disclaimer: Das Einbetten von Videos und auch die Abstimmung mag nicht auf allen Endgeräten und Browsern gleich gut funktionieren. Im Zweifel nutzt bitte Computer / Notebook / Sonstwas – im besten Fall klappt aber auch alles am Smartphone.)

Startnummer 1 – Fortuna Düsseldorf: Die 95ers – „95 Olé“
Für die Fortuna konnten wir niemand geringeren als DJ Opa gewinnen, seines Zeichen die Institution wenn es um F95 und Musik geht, außerdem passenderweise Stadion-DJ. Er führte ein Voting auf Facebook durch und gewann den mit seiner Band einfach mal gleich selbst:
Als wir 2004 mit der Band „Die 95er“ den Song „95 olé“ aufnahmen, sollte das eigentlich nur ein Gag sein. Als Hit war eigentlich „Die einzig wahren Farben“ gedacht, mit illustren Gastsängern wie Bodo von Stunde X und Janie J. Jones aka Peter Hein von den Fehlfarben. Aber am Ende setzte sich „95 olé“ als Stadionhymne beim Einlauf der Mannschaften durch. Endlich mal ein Text, den man sich auch nach drölf Bieren noch merken kann. Als ich den Song mal wechseln wollte, gab es geradezu einen Aufstand. Und so läuft dieses Liedchen auch nach 16 Jahren immer noch vorm Anpfiff.

Startnummer 2 – SC Paderborn: Radio Hochstift – „Im Hochstift biste besser dran“
Ganz ehrlich, die Angst vor dem Paderborner Beitrag war schon da, als wir uns diesen ganzen Quatsch ausgedacht haben. Der Zombie Song („Erhebe Dich und lauf!“) oder dieser furchtbare „Halbzeit – es ist so weit!“-Blödsinn… die Mail von Stephan vom schwarzundblau-Blog wurde also mit zugehaltenen Augen geöffnet.
Naja, und dann hat er es doch geschafft, uns noch negativ zu überraschen:
Als Song werde ich für den SCP den Hochstift-Song ins Rennen schicken. Der Song wird, seitdem es ihn gibt, im Stadion vor jedem Heimspiel gespielt und aus dem Bus nach dem Aufstieg gab es Videos, wie Spieler diesen ebenfalls singen. Reicht das? Sonst würde ich den Halbzeitsong nominieren, da der ja auch einen gewissen Kultfaktor hat.
„Kultfaktor“… puh… ja… nee… na dann: Wir müssen die Regeln hier mit „Vereinsbezug“ zwar etwas strecken, aber um dem Halbzeit-Song zu entgehen sind wir zu Vielem bereit. Also: Der Hochstift-Song, für Partyborn.

Startnummer 3 – 1.FC Heidenheim: Sascha Mesic – „1846 FCH Olé“
Die Nominierung für den Verein von „Bus- und Allesfahrer Frank“ nahm die Fanbetreuung selbst vor – und schickt die offizielle Hymne des FCH ins Rennen.
Die Hymne feiert in diesem Jahr Elfjähriges, denn zum ersten Mal gespielt wurde sie im April 2009. Sie lief beim Heimspiel gegen Waldhof Mannheim am 25. Spieltag der Regionalligasaison 2008/2009. Damals gewann der 1. FC Heidenheim übrigens mit 2:1. Den Text und die Melodie hat Benjamin Leder geschrieben, arrangiert hat es Christian Vaida aus Heidenheim und eingesungen wurde es von Sascha Mesic. Die Verantwortlichen des FCH messen dem Lied eine große Bedeutung für den Verein bei. Für sie ist es identifikationsstiftend und steht für Rituale vor und nach dem Spiel.

Startnummer 4 – Hamburger SV: Abschlach! – „Mein Hamburg lieb ich sehr“
Uns freut es ja sehr, dass Hamburg in diesem Halbfinale gleich mit zwei Beiträgen dabei ist. Und ganz unironisch bedanken wir uns bei Tanja für die wirklich schöne und gewissenhafte Umsetzung des Vorentscheids bei unserem Nachbarn:
Nun, wir haben die HSV-Fans entscheiden lassen. Zunächst nahmen wir auf Twitter Vorschläge entgegen, dann stellten wir die 14 Songs im HSVTalk Podcast vor und ließen dann im Blog abstimmen.
Eindeutiger Sieger: Abschlach mit „Mein Hamburg lieb ich sehr“.
HSV-Fans muss ich also nicht überzeugen, aber auch Anhänger anderer Klubs sollten dem Song durchaus etwas Positives abgewinnen können.
Die erste gute Nachricht: In dem Lied kommt der HSV nicht mal vor. Warum es trotzdem ein HSV-Lied ist? Da ist zunächst mal die Band Abschlach, alles HSV-Fans, teilweise aktiv im HSV e.V., seit Jahren in der Fanszene bekannt und beliebt. „Mein Hamburg lieb ich sehr“ ist der bekannteste Song, auch unter den Fans. Er handelt von Verbundenheit zur Stadt (zur gesamten, nicht nur einem kleinen St.Adtteil), die uns ein Zuhause ist und auch in schlechten Zeiten die Konstante bildet.
Damit sind wir bei der zweiten guten Nachricht: Wenn HSVer das Lied in eurem Stadion singen, dann hat der HSV verloren. Es ist das Lied, das wir singen, wenn wir die Niederlage eingestehen. Was soll ich sagen? Wir haben es in den 10er Jahren so oft gesungen, dass es mittlerweile unser Stadionlied ist und Lotto King Karl abgelöst hat.
Wir sangen „Mein Hamburg lieb ich sehr“ in Fulham, als wir den Einzug ins heimische Europa-League-Finale verpassten. Wir sangen es in Fürth, weil sich zwei Unentschieden nicht wirklich nach einem Sieg anfühlten. Wir sangen es in Karlsruhe, als wir einfach nur erleichtert waren. Und wir sangen es am 12. Mai 2018.
Es war die 82. Minute im Spiel gegen Gladbach, der HSV führte zwar 2:1, aber wir wussten alle, es reicht nicht mehr. Also begann die Nordtribüne: „Ich hab nen harten Tag gehabt und musste nochmal raus…“. Beim ersten Refrain sangen 50.000 Hamburger im Stadion mit, die Gladbacher waren nicht mehr zu hören und wir verabschiedeten uns aus der 1. Liga. Dieser Moment einte mehr HSVer als Marcelo Diaz, Felix Magath und Kevin Keegan zusammen. Nach dem Spiel auf den letzten Metern von der U-Bahn nach Hause begegnete mir jemand im HSV-Trikot: Wir nickten uns zu, grüßten mit „Nur der HSV!“ und gingen unseres Weges. Und sangen an diesem 12. Mai leise vor uns hin:
„Mein Hamburg lieb‘ ich sehr …“

Startnummer 5 – SV Darmstadt 98: Decubitus – „Allez les bleus“
Ja, wir können es schon förmlich hören, wie Ihr Euch schunkelnd ein „Die Sonne scheint…“ einflüstert, um dann irgendwann ekstatisch ein „Olé Olé Ola!“ herauszuschreien. Und tatsächlich war der Interpret, Alberto Colucci sogar zu Gast in der Sendung der Kollegen von Hoch und Weit, die den Darmstädter Vorentscheid präsentierten. Ebenso allerdings, wie Musiker der anderen Teilnehmer und u.a. eben auch Todd von Decubitus, deren „Allez le bleus“ ja auch schon als Gästelied am Millerntor lief. Und eben dieser wurde es dann auch, wie in der Entscheidungsshow feierlich verkündet wurde.
„Allez Les Bleus“ von „DECUBITUS“ entstand im Jahr 1999, ein Jahr nach dem 100-jährigen Vereinsjubiläum. Die Lilien waren passend zum Festjahr in die Viertklassigkeit abgestiegen. Von Jubiläumsstimmung weit und breit keine Spur. Gerald Wrede, Lilienfan seit Ende der 1970-er-Jahre, Plattenladen-Besitzer und selbst Musiker, wollte das nicht akzeptieren und forderte bei fußballinteressierten Darmstädter Bands Lilienlieder für einen Jubiläums-Sampler an. DECUBITUS um die langjährigen Lilienfans und Stadiongänger Jan „Nouki“ Ehlers, Dirk Koppert, Hannes Reuter und Todd Jorgensen lieferten prompt. „Allez Les Bleus“ erschien auf dem privat organisierten und finanzierten Sampler „22 Sahnefilets in Blau-Weiss“. Davon stammten allein 12 „Filets“ aus der Feder von Gerald Wrede. Schnell fand „Allez Les Bleus“ den Weg ins Stadion. Lilienfans sangen die Strophen im Fanblock. Immer öfter und lauter. Das Lied hatte einen Nerv getroffen. Das bemerkte auch der Verein, doch er zögerte „Allez Les Bleus“ im Stadion zu spielen. Grund war der kernige Vorwurf der redaktionellen Unausgewogenheit zugunsten des ungeliebten Nachbarns aus Offenbach gegen den Hessischen Rundfunk (HR). Da die Band eine zensierte Version ablehnte, das Lied bei den Fans aber immer populärer wurde, lief es schlußendlich doch im Stadion… zumindest in Kurzform, denn kurz vor der betreffenden Textzeile wurde das Lied abgebrochen. Mittlerweile hat sich die Situation entspannt. „Allez Les Bleus“ läuft vor jedem Heimspiel, meistens nach der Mannschaftsvorstellung und vor Alberto Colucci. Das Zusammenspiel zwischem dem aggressiv-treibenden „Allez Les Bleus“ und dem poppigen Italo-Kracher „Tor! Lilien Vor!“ zeigt die Darmstädter Diversität in Sachen Musik und macht das „Vor-dem-Spiel-im-Stadion-Erlebnis“ am Böllenfalltor zu etwas Einzigartigem. Nicht ohne Grund landeten beide Songs beim regionalen Vorentscheid auf den Plätzen 1 und 2. Schlussendlich kann es aber nur einen geben. Darmstadt schickt „Allez Les Bleus“ von DECUBITUS ins GPdlVSC-Rennen!

Startnummer 6 – Hannover 96: Vorwärts nach Weit – „Kokenhof der Liebe“
„Unsere User haben sich für einen speziellen Kandidaten entschieden, der wahrscheinlich etwas erklärt werden muss – was schriftlich nicht so leicht ist..“
Ja, Tobi vom Vorwärts nach weit-Podcast schrieb uns diese Zeilen – und Ihr seht uns fassungslos.
In der gestern veröffentlichten Episode von VnW ist aber Sänger Kristian zu Gast, erklärt alles wichtige und die Crew feiert die Nominierung sehr. Wer die 1h55m nicht komplett hören will und einfach nur heiß auf diese Story ist, steigt einfach bei 1h17m50s ein.

Startnummer 7 – Erzgebirge Aue: „Immer wieder Aue“
Für den FC Erzgebirge Aue hatten wir die Wahl zwischen dem „Steigerlied“ und „Immer wieder Aue“ – und entschieden uns aufgrund des beschwingten Schunkelfaktors für Letzteres.

Startnummer 8 – VfL Bochum: Herbert Grönemeyer – „Bochum“
Bei einsachtvieracht ist grad zeitlich alles etwas schwierig, zu mehr als „Nehmt den Herbert“ hat es bei Jannick daher nicht gereicht. Mehr braucht es aber wahrscheinlich auch gar nicht, der Song steht für sich. Und während wir Live-Versionen eigentlich aufgrund der oft verwackelten Handy-Videos nur im Ausnahmefall zulassen wollten – nun, hier ist die Ausnahme.

Startnummer 9 – SpVgg Fürth: Street Life – „Der Kleeblatt-Song“
Für das Kleeblatt übernimmt das Kleeblattecho die regionale Nominierung, die ja nebenbei auch für eine Rückkehr zum einstigen Vereinsnamen kämpfen. Domi schreibt uns:
Das Lied wurde 1991 veröffentlicht. Damals ist man nach vier Jahren in der Landesliga wieder in die Bayernliga aufgestiegen. Das Entscheidungsspiel gegen die Amateure vom Club fand im Städtischen Stadion zu Bayreuth statt. Hier zu sehen. immer wieder sehr emotional!
Neu aufgenommen wurde das Lied dann von den Travelling Playmates. Der Text wurde leicht verändert und mit einem Kurvenlied ergänzt. Letztendlich ist das heute unsere Hymne zum Einlaufen der Mannschaft und der 2.Teil des Lieds die Tormusik. (YouTube)
Aus der Tradition heraus soll aber der Vorgänger der heutigen Version die Ehre erhalten für das Kleeblatt an den Start zu gehen 😉
Vielen Dank schon mal für eure Mühen und Beste Grüße aus Fürth!

Startnummer 10 – SV Sandhausen: Gesangsverein Sandhausen – „SV Sandhausen Hymne“
Gut, manchmal kann es so einfach sein. Schrieb uns zumindest Stefan von CD Sandhausen:
Aus verschiedenen Gründen fallen zwei andere Kandidaten aus der Wertung, von daher bleibt nur unser altbekanntes SVS Vereinslied. Das Lied wurde nach meinen Infos in den 60er Jahren vom Gesangsverein Sandhausen aufgenommen und daher sind Text und Melodie durchaus schon etwas in die Jahre gekommen. Verfasser des Lieds ist mir leider nicht bekannt. Die Anmerkungen bezüglich der SVS Farben schwarz/weiß in Bezug auf die Farben der Nation beziehen sich übrigens auf die Trikotfarben der deutschen Nationalmannschaft, dies sei nur erwähnt weil das schon mal zu Nachfragen geführt hat.
Lokal verankert ist das Lied auf jeden Fall, wie auch die Aufnahme eines Schüler*innenchors von 2016 beweist. An den Start aber geht natürlich das Original:

Startnummer 11 – Holstein Kiel: Erik Cohen – Englische Wochen
Für unseren nördlichen Nachbarn übernimmt 1912fm den regionalen Vorentscheid. Pike schreibt uns zur Nominierung, die sicher aus der Masse an Schunkelsongs heraussticht:
Einigen Leuten dürfte Erik Cohen noch als Jack Letten, Sänger der legendären Kieler Hardcore-Punk-Band „Smoke Blow“, bekannt sein. Auf seinem Album „III“ machte Erik Cohen mit „Englische Wochen“ dem Fußball und vor allem Holstein Kiel eine Liebeserklärung. Das Video spricht für sich.
Ins Holstein-Stadion ging es für den Sänger bereits als kleiner Butscher und trotz vieler Spielzeiten voll Grottenfußball blieb er dabei. Ein ganz paar Jahre später durfte Erik seinen Song dann live auf dem heiligen Rasen vorm Spiel gegen den 1. FC Magdeburg performen.
Eine der der schönsten Liveversion von „Englische Wochen“ stammt vom Wacken Open Air 2018, einen Tag nach Holsteins großartigen 3:0-Sieg im Volkspark. Danach war das Lied immer wieder bei Heimspielen zu hören.

Startnummer 12 – Jahn Regensburg: Mannschaft des SSV, 1967 – „Wir lieben den SSV Jahn“
Für die Domstädter übernahm der Turmfunk, Podcast des SSVH, die Nominierung, inkl. einer Abstimmung auf Facebook. Mit einer knappen Mehrheit siegte der Klassiker, Robert zitiert liebend gerne die folgenden Zeilen:
„Wir lieben den SSV Jahn, wir lieben den SSV Jahn, wir lieben den SSV Jahn, immerzu und jederzeit.
Wir lieben den SSV Jahn und lieben ihn jeden Tag aufs neue.
Wir lieben den SSV Jahn, den SSV, den SSV hält man die Treue.
Wir fahren raus in die Prüfeninger Straße, denn da steht das Jahnstadion. Dorthin gehen wir jeden freien Sonntag, seit vielen Jahren schon.
Und fällt im Jahnstadion ein Tor, dann rufen wir im Chor: „Wir lieben den SSV Jahn […]“

Startnummer 13 – VfL Osnabrück: „Wir sind alle ein Stück, VfL Osnabrück“
In der letzten Saison habt Ihr in unseren VdS/NdS-Gesprächen Harald Pistorius von der NOZ kennengelernt, der mit einigen Mitstreiter*innen den Brückengeflüster-Podcast macht. Wenn das mit dem Timing alles klappt wie geplant, erscheint da diese Woche dann auch eine Folge zu Vereinsliedern.
Für Harald und seine Kollegin Susanne Fetter war aber schnell klar, dass es keinen lokalen Vorentscheid braucht, denn der Vertreter des VfL kann einfach nur dieser Klassiker sein:

Startnummer 14 – FC St.Pauli: Thees Uhlmann – „Das hier ist Fußball“
Wohlweislich haben wir den Vorentscheid für den FCSP ausgelagert – die komplette Spaltung der Fanszene wollten wir nicht alleine verantworten. The Wakes, The Pilgrims, But Alive, L.A.K uvm.
Da hat sich zum Glück der Magische FC-Blog drum gekümmert. Flossi schreibt uns:
Mit “Das hier ist Fußball” veröffentlichte Thees Uhlmann 2010 das Lied, das Jede*r in diesem Verein auswendig mitgröhlen kann. Im Vorentscheid setzte sich Thees ohne Probleme gegen die anderen Kandidaten durch. Man munkelt, dass man mit seiner Nominierungen den ganzen Vorentscheid auch gleich hätte sein lassen können. Textzeilen wie “Tragik ist wie Liebe ohne Happy End und eines sich wirklich sicher, dass St. Pauli die Tragik kennt” und “Bayern besiegt in Chemnitz verloren, man hört noch die Chöre in seinen Ohren” beschreiben perfekt das Gefühl Fan des FC St. Pauli zu sein. Die Ambivalenz zwischen Freud und Leid, Derbysieg und Niederlage in Sandhausen, Aufstiegsträumen und Abstiegskampf verpackt in vier Akkorde.

Startnummer 15 – Karlsruher SC: Sabine Wittwer – „KSC Olé olé!“
Die Nominierung der Wildpark-Bruddler wäre aufgrund von mehreren Mails im Spamverdacht fast gescheitert, aber am Ende wurde dann doch noch alles gut und Niklas konnte uns seine Zustimmung für den Klassiker unter den „Spielerfrauen-Songs“ geben. Also, alle zusammen, mit Sabine:
„Jetzt! Geht’s! Loooohooohoooohoooos! KSC olé, olé, Superteam aus Baden!“

Startnummer 16: 1.FC Nürnberg – Oliver Hartmann: „Die Legende lebt“
Der Glubb hat es ja im Sommer auf dramatische Weise noch verhindern können, ins Halbfinale der 3.Liga zu müssen (und wir sind uns natürlich sicher, dass allein dieser Wettbewerb der Grund dafür war) – und wir haben Clubfans-United dafür gewinnen können, einen Song zu nominieren. Stefan schreibt:
Unsere Wahl fällt hier natürlich auf „Die Legende lebt“, gesungen von Oliver Hartmann. Text und Musik: Mark Bender, Steve Summer & Pete Winter. Songtext: https://www.fcn.de/tradition/club-hymne/
Dieses Lied ist jedem Fan des 1. FC Nürnberg ein Begriff und so gut wie alle kennen den Text in und auswendig. Die Hymne ertönt bei jedem Heimspiel mindestens einmal aus den Stadionlautsprechern – ein besonderer Moment für jeden Fan im Stadion, denn dann werden die Schals hochgehalten und mitgesungen. Fun-Fact: Oliver Hartmann, der Sänger des Liedes, ist eigentlich Fan von Eintracht Frankfurt. Den Auftrag, einen Song für Fans zu schreiben, erhielt er von den Produzenten mit dem er befreundet war. Hartmann hat aber aufgrund der Popularität des Liedes ein gewisses Interesse und Sympathie für den 1. FC Nürnberg entwickelt. So freut er sich über alle Erfolge des 1. FC Nürnberg und fühlt in schwierigen Situationen mit den Fans.

Startnummer 17 – Eintracht Braunschweig: „Wir, wir, wir sind die Eintracht“
Für den Aufsteiger aus Niedersachsen über nimmt Tobi vom Shawshank Podcast die Nominierung:
„Wir, wir, wir sind die Eintracht“ wurde nach dem Aufstieg 1988 von einer Musikgruppe namens „Soundexpress“ veröffentlicht. Das dem Schlager zugeordnete Musikstück ist eines der Kultlieder über die Eintracht, was sicherlich auch am einfachen, leicht mitzusing… äh grölendem Text liegt. Der Klassiker erklingt im Eintracht Stadion nach jedem Heimerfolg der Blau-Gelben quasi als Siegeshymne und hat es in leicht abgeänderter Fassung auch zum regelmäßig intonierten Fangesang geschafft. Hierbei besticht „Wir, wir, wir sind die Eintracht“ vor allem durch den individuellen Text und die individuelle Melodie, die es so beide in keiner anderen Fankurve zu hören gibt.

Startnummer 18 – Würzburger Kickers: Erich Hereth – „Wir hau’n sie alle vom Dalle!“
Unsere Suche nach lokalen Ansprechpartnern blieb leider ähnlich erfolglos wie die Anfrage an die Pressestelle des FWK. Aber das macht ja nichts, wir schicken einfach mal Erich Hereth ins Rennen.

Puh… das war’s. Die 2.Liga. Ohren waschen.
Stimmt ab, votet was das Zeug hält, aber immer dran denken: 12 / 10 / 8 Punkte in der Reihenfolge verteilen, bis Sonntag, 13.September 2020, 23.59h.
Update: Voting abgeschlossen.
Die acht Songs mit den meisten Punkten kommen dann ins große Finale.
Erneut Dankeschön an Elbblick / Nørdlichter für die technische Hilfe beim Voting-Tool.

// Philip, Tim & Maik

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