Lage am Millerntor – 15. Dezember 2021

Lage am Millerntor – 15. Dezember 2021

Ein paar Personalien, ein paar bunte Meldungen, ein bisschen was in eigener Sache – die Lage am Mittwoch.

FCSP News

Freitag bei Holstein Kiel

Kleiner Reminder, dass heute im Kartencenter (Online) der Ticketverkauf für das letzte Spiel des Kalenderjahres ansteht.
Personell gibt es aktuell noch nichts Neues, heute Vormittag aber ist bereits die Pressekonferenz zum Spiel, dann wird da sicherlich noch was kommen.

Update:
Alle Spieler, die gegen Düsseldorf einsatzfähig waren, werden es voraussichtlich auch gegen Kiel sein. Das bedeutet aber, dass Simon Makienok weiterhin ausfallen wird, da er sich nach einem positiven Corona-Test weiterhin in Quarantäne befindet.
Timo Schultz gab auch einen Einblick zur möglichen Rückkehr von Franz Roggow und Lukas Daschner: Roggow wird beim Lizenzkader am Training teilnehmen. Sobald er einsatzfähig ist, wird er aber bei der U23 Spielpraxis sammeln. Daschner macht sehr gute Fortschritte und Schultz betont, dass er mit seiner Art Fußball zu spielen für das Team sehr wichtig sein wird. Für das Kiel-Spiel kommt eine Kader-Nominierung aber zu früh.
Zusätzlich auch ein bisschen Transfer-Talk: Schultz wurde gefragt, ob Finn Ole Becker den Verein im Winter verlassen könnte. Er betonte, dass es weder von Seiten des Vereins, noch von Spielerseite ein Interesse daran gäbe.

Luxus in der Innenverteidigung

Eine Position, auf der wir in der Vergangenheit (auch aufgrund von Verletzungen) häufig Probleme hatten, ist dieses Jahr fast schon überbesetzt: Die Innenverteidigung.
Wie sich das im Detail darstellt, wer von den drei dort bisher regelmäßig eingesetzten Spielern am besten mit wem eingesetzt werden sollte und warum – lest Ihr im Artikel von Tim.

Luca Zander

Kein Innenverteidiger, trotzdem absolute Stütze im Kader, mit einem großen Entwicklungssprung: Luca Zander. Auf dem Vereinskanal spricht er über das abgelaufene Jahr, den aktuellen Spaß am Fußball, Spaziergänge mit seinem Hund und die anstehenden Weihnachtstage. (Facebook)

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Andreas Bornemann in häuslicher Quarantäne

Langsam aber sicher bekommt auch der FCSP nun die Corona-Einschläge im Lizenzteam zu spüren. Nach Timo Schultz, Mathias Hain und Simon Makienok ist mit Andreas Bornemann bereits die vierte Person innerhalb weniger Wochen betroffen. Wir wünschen einen milden Verlauf und gute Besserung.

Lage der Liga

Wer die Hinrunde und die damit einhergehenden Punkte für die gesamte Liga nochmal visualisiert haben möchte, kann dies hier nachholen: (Twitter)

Etwas ungewiss war zuletzt die Corona-Situation bei Erzgebirge Aue, u.a. hatte es Ex-Kiezkicker Sören Gonther erwischt. Der ist inzwischen aber wieder „über den Berg“ und betonte, dass er sehr froh über die Zweifach-Impfung war. Neben weiterhin den besten Genesungswünschen schicken wir auch fröhliche Geburtstagswünsche ins Erzgebirge, unser ehemaliger Kapitän wird heute 35 Jahre alt.
Sportchef Dotchev ist somit der einzige, der sich bei Aue noch in Quarantäne befindet, die Partie gegen Nürnberg kann somit aber stattfinden.

Apropos Aue: Präsident Helge Leonhardt, der mit dem „Tragt Eure DNA zu Wismut Aue und werdet Mütter!“-Gedöns, rüstet sich für den Krieg, oder so: (Twitter)

Sportler des Jahres im Norden

Der NDR ruft zur Wahl auf, gesucht werden das Team, und die Sportlerin / der Sportler des Jahres.
Beim Team stehen sowohl die Profis als auch die Blindenfußballer:innen zur Wahl – da dort aktuell Hansa Rostock führt, sollte man sich wohl für ein Team in Braun-Weiß entscheiden und da die „BliFus“ aktuell deutlich mehr Stimmen haben, wäre das jetzt erst mal meine Empfehlung. Eine mehrfache Stimmabgabe ist allerdings auch möglich…
Bei der Personenwahl führt aktuell Jonathan Tönsing, überlegener Torschützenkönig der Blindenfußball-Saison – das darf dann aus meiner Sicht natürlich auch gerne so bleiben.

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Fanszene News

Adventskalender

Gestern ging es um Marius Ebbers und sein 3:0 gegen den FC Augsburg in unserer letzten Aufstiegssaison. Und wenn Ihr jetzt auch seit gestern in Eurer Erinnerung kramt, welche „Ebbe Sand“-Strophen es denn so alles gab: Bitteschön.

Heute hingegen suchen wir ein Tor, welches eine Niederlage leider nicht verhindern konnte.

In eigener Sache

Tim hat das gestern schon mal ausformuliert, daher muss ich das jetzt nicht mehr tun: (Twitter-Thread)

Wir freuen uns wirklich sehr, dass der MillernTon als Gesamtkonstrukt aus Blog, Monatssendung und den Vor/Nach dem Spiel-Gesprächen so gut angenommen und bereits zahlreich unterstützt wird.
Um Euch als Unterstützer:innen an den Entwicklungen und Plänen etwas mehr teilhaben zu lassen, würden wir gerne einen e-Mail Newsletter für diejenigen ins Leben rufen, die uns finanziell unterstützen. Dabei ist die Höhe der Summe egal, schickt einfach eine Mail an maik(at)millernton.de und ergänzt den Klarnamen bzw. den Namen der Person der Zahlung, damit wir das ggf. zuordnen können, wenn der aus der e-mail Adresse nicht ohnehin hervorgeht.
Der komplette Content des MillernTon bleibt kostenfrei, wir wollen auf die Art und Weise nur die Gelegenheit haben, uns ab und an auch mal direkt bei Euch zu bedanken und Euch ein paar Infos darüber zu geben, was hier hinter den Kulissen so passiert und woran wir gerade arbeiten. Das wird auch kein Spam, die Erscheinungsweise dürfte eher so zwischen monatlich und einmal im Quartal pendeln.

Geldstrafe für Pyro-Aktion gegen Hansa Rostock

Happy Hour beim DFB, aufgrund der verringerten Stadionkapazität gab es 25% Ermäßigung auf die Pyro-Strafe. Wie man es da trotzdem versäumen konnte, die Summe irgendwie auf 19.100€ festzulegen, wird uns aber ein Rätsel bleiben.
(Bitte erwartet hier keine ernsthafte Auseinandersetzung mit diesem Thema. Diese Strafen für Vorfälle, wo wirklich nichts passiert ist, sollten einfach weiterhin „eingepreist“ werden, solange man sie nicht beim DFB komplett abschaffen kann.)

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Döntjes

„Fußball kann mehr“ zieht Fazit und verändert sich personell

Die Initiative „Fußball kann mehr“ hat vor einem halben Jahr das Thema Geschlechtergerechtigkeit in Führungspositionen verstärkt in die Öffentlichkeit gebracht. Neun Frauen mit unterschiedlichen Verbindungen zum Profifußball (Almuth Schult, Bibiana Steinhaus, Claudia Neumann, Gaby Papenburg, Helen Breit, Jana Bernhard, Katja Kraus, Katharina Kiel und Sandra Schwedler) haben „Acht Forderungen für mehr Frauen im Fußball“ aufgestellt.
Jetzt ziehen sie gemeinsam ein Fazit und sechs von ihnen werden diese Initiative jetzt „institutionalisieren“.

Nicht mehr dabei sein werden dann Bibiana Steinhaus (ehemalige Schiedsrichterin), Helen Breit („Unserer Kurve“) und Sandra Schwedler (Aufsichtsratsvorsitzende des FC St. Pauli). Klar ist auch, dass auch diese drei selbstverständlich weiter für mehr Geschlechtergerechtigkeit im Fußball allgemein und im Profifußball im Besonderen kämpfen werden, nur nicht mehr innerhalb der anstehenden Institutionalisierung der Initiative.

Das Fazit gliedert sich in sechs Punkte, die ich hier ungekürzt zitiere:

  • Vereine und Verbände sind für Geschlechtergerechtigkeit sensibilisiert. Vereinzelt sind bereits Veränderungsprozesse initiiert und strategisch eingebettet. Die Tragweite der Herausforderung und der Aufwand, der betrieben werden müsste, um systemische Hürden abzubauen, wird jedoch weiterhin vielerorts verkannt.
  • Dort, wo bereits vereinzelt eine Frau in Führung ist, darf sich keine allgemeine Zufriedenheit einstellen. Die tatsächliche Öffnung von Führungsetagen für Frauen und die Breite der Aufgabengebiete müssen kritisch reflektiert werden. Dies ist die Basis für die Entwicklung langfristiger Strategien hin zu fairen Zugängen von Frauen zu allen Aufgaben- und Kompetenzbereichen.
  • Trotz eines gewissen Problembewusstseins gibt es bei den meisten Akteuren*innen weder eine konkrete Zielsetzung noch eine Strategie, wie Diversität Normalität werden kann. Folglich sind die dafür notwendigen Prozesse mit messbaren Schritten vielerorts noch nicht in die Wege geleitet. Und es fehlt der unbedingte Wille, mehr Frauen in die Umsetzung dieser Prozesse miteinzubeziehen.
  • Das Bewusstsein für den Zusammenhang zwischen der aktuellen Glaubwürdigkeitskrise und dem Ansehensverlust des Fußballs in Verbindung und fehlender Diversität ist nur bedingt vorhanden.
  • Der Fußball ist nur mit Frauen in Entscheidungsfunktionen zukunftsfähig. Die Herstellung von Geschlechtergerechtigkeit und die Förderung von Diversität dürfen deshalb nicht in ebenso dringend notwendigen Nachhaltigkeitskonzepten untergehen oder auf die lange Bank geschoben werden.
  • Zudem braucht es eine aktive Rolle der DFL und des DFB bei der Umsetzung konkreter Maßnahmen zu mehr Diversität. Dazu gehört die operative Unterstützung der Vereine und Verbände ebenso wie entsprechende Kontrollinstrumente.

Die Pressemitteilung schließt mit den Worten:

Es ist noch viel zu tun. Auf allen Ebenen des Fußballs braucht es Menschen, die diese Veränderungen mit Überzeugung vorantreiben und den Beharrungskräften entgegenwirken. Auch in der Zukunft werden wir in unseren jeweiligen Funktionen für Geschlechtergerechtigkeit und die Umsetzung unserer Forderungen kämpfen. Und freuen uns über alle Menschen, die sich diesem Engagement anschließen.

Initiative „Fußball kann mehr“

Mehr zum Thema findet Ihr auch in der ZEIT, wo ein Interview mit Almuth Schult und Katja Kraus erschienen ist.

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DFL macht Nachhaltigkeit zum Lizensierungskriterium

Na, dann schauen wir mal, wie das konkret umgesetzt wird.
Klingt soweit alles okay, aber es ist halt noch sehr viel „Bekenntnis zu…“, „Geplant sind…“, „konkrete Kriterien werden entwickelt“ im Text. Klar, so ein schwerer Tanklaster wie die DFL ist kein wendiges Fahrrad, da kann man leider die sofortige Umsetzung solcher Punkte wohl nicht erwarten, auch wenn der Vorlauf zu diesem Thema nach der Taskforce eigentlich auch hätte ausreichen sollen.
Zur neuen Saison soll es also eine Pilotphase geben, im Jahr drauf dann „die erste lizenzierungsrelevante Auditierung“ inkl. Auflagen und Sanktionen.
Ein erster Schritt ist also gemacht, schauen wir gespannt auf die nächsten Schritte und die dann konkretere Umsetzung.

Missbrauchsvorwürfe beim FC Barcelona

In der Süddeutschen Zeitung wurde ein Artikel veröffentlicht, der sich mit Missbrauchsvorwürfen in der Nachwuchsabteilung des FC Barcelona beschäftigt, ausgelöst durch einen am Wochenende in Spanien erschienenen Bericht (€).
Während die Vorwürfe sich größtenteils auf die 80er und 90er Jahre beziehen, hat das Thema dadurch einen aktuellen Bezug, dass man den Beschuldigten gerade erst wieder zum Verein zurückgeholt hat.
(Twitter)

Zu guter Letzt

Da guckt man ein Mal nicht hin… (Twitter)

Forza St. Pauli!
// Maik

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