Lage am Millerntor – 22. Mai 2023

Lage am Millerntor – 22. Mai 2023

Der FC St. Pauli gewinnt in Kiel, die 1. Frauen bieten Spektakel und verlieren, die U23 hält sehr spät die Klasse und die Rugby-Männer müssen absteigen.

FCSP News

4:3 bei Holstein Kiel

„Wild“ trifft es wohl ganz gut.
Am Ende steht ein völlig verdienter Auswärtssieg an der Förde, mit einer teilweise überragenden Phase in der zweiten Hälfte, bei der man es zum Ende hin nochmal unnötig spannend machte.
Außerdem ein bestens aufgelegter Gästeblock und viele strahlende Gesichter.

Die Mannschaft feiert nach dem Spiel vor dem Gästeblock in Kiel. Alle haben sich in einer langen Reihe an den Schultern eingehakt.
„Forza, St. Pauli! Allez!“ – Einfach mal glücklich sein. // (c) Peter Böhmer

Links:

Saisonabschlussfeier nach dem Spiel gegen Karlsruhe

Da seit Samstag feststeht, dass gegen den KSC definitiv zum letzten Mal in dieser Saison gekickt wird, konnten auch die Planungen zum Saisonabschluss finalisiert werden.
Es gibt nach dem Spiel eine Feier im / vor / auf dem Lattenplatz / Knust. // fcstpauli.com

Neues von den Alten

Rouwen Hennings wird nächste Saison nicht mehr für Fortuna Düsseldorf spielen, der auslaufende Vertrag wird nicht verlängert. Aufhören will er aber noch nicht, er sucht noch eine neue Herausforderung. Nach Karriereende will er aber zur Fortuna zurück und als Trainer im Nachwuchsleistungszentrum einsteigen.

Nachdem ich ja schon die italienische Meisterschaft von Leo Østigård mit dem SSC Neapel irgendwie übersehen hatte, will ich nun zumindest den jüngsten Triumph von Viktor Gyökeres korrekt vermelden. Der hat mit Coventry die Aufstiegsspiele zur Premier League erreicht und nach einem 0:0 zuhause gegen Middlesbrough das Rückspiel auswärts mit 1:0 gewonnen. Gyökeres gab die Vorlage zum Tor und darf nun am Samstag (17.45h) in Wembley gegen Luton Town antreten. Der Sieger steigt auf.

Lage der Liga

Freitag

Darmstadt 98 hat am Freitag den dritten Matchball verwandelt und durch ein 1:0 (1:0) gegen den 1. FC Magdeburg den Aufstieg in die 1. Bundesliga geschafft. Matchwinner war, passend zur Saison, Philipp Tietz mit seinem zwölften Saisontor. // Sportschau Highlights

Samstag

Beginnen wir oben: Der 1. FC Heidenheim hat mit einem 1:0 (0:0) gegen den SV Sandhausen den vorletzten Schritt zum direkten Aufstieg gemacht. Der entscheidende Treffer gelang dem FCH durch Niklas Beste in der 68. Minute und war angesichts von 21:3 Torschüssen das überfällige Ergebnis einer deutlichen Überlegenheit.
Während Heidenheim jetzt „nur“ noch einen Sieg vom Aufstieg entfernt ist, geht es für den SV Sandhausen erstmals seit dem Zweitligaaufstieg 2012 wieder runter. Zumindest „Stand jetzt“, denn 2013 war man schon einmal sportlich abgestiegen, wurde aber durch den Lizenzentzug des MSV Duisburg gerettet – wer weiß, die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt. // Sportschau Highlights

Gleich doppelt lange Gesichter gab es nach dem Spiel Eintracht Braunschweig gegen Jahn Regensburg, welches die Gäste mit 1:2 (1:1) für sich entschieden. Braunschweig verpasste somit den erhofften Befreiungsschlag. Beim Jahn hätte Owusu zum verspäteten Helden werden können, der erst einen Elfmeter verschoss, in der 49. Minute aber den Siegtreffer erzielte.
Bringt nur alles nichts, da der Rückstand auf Bielefeld mit drei Punkten und 15 Toren wohl einfach zu hoch ist. Auch Jahn Regensburg dürfte also (wenn man Wunder und das Aufholen dieser Tordifferenz im Spiel gegen Heidenheim ausschließt) den Weg zurück in Liga 3 antreten, aus der man 2017 in der Relegation gegen 1860 aufgestiegen war. // Sportschau Highlights

Dies liegt wie erwähnt an Arminia Bielefeld, die gegen den SC Paderborn beim 2:2 (2:1) immerhin einen Punkt holten und somit wohl nicht mehr direkt abschneiden können. Die Gesichter waren aber auch hier eher lang und wenig begeistert, denn durch den Ausgleich von Sirlord Conteh (58.), bei dem Keeper Fraisl nicht gut aussah, verpasste der DSC den erhofften Sieg. Mit dem wäre man an Braunschweig und Nürnberg vorbeigezogen. // Sportschau Highlights

Das Abendspiel

Im Abendspiel gewann der Hamburger SV mit 2:1 (1:0) gegen die SpVgg Fürth, die am Mittag dank des Bielefelder Unentschieden auf den Sofa den Klassenerhalt feiern konnte.
In den hektischen Schlussminuten erhielt Bakery Jatta Gelb-Rot für wiederholtes Foulspiel, ehe Fürths Abiama für überhartes Einsteigen noch glatt Rot sah. // Sportschau Highlights

Sonntag

Apropos lange Gesichter: Der 1. FC Nürnberg kam gegen Hansa Rostock nicht über ein 0:0 hinaus und muss so weiterhin ein Zurückfallen auf den Relegationsplatz befürchten. Für die Gäste von der Ostsee hingegen reichte der Punkt zum endgültigen Klassenerhalt.
Kurios wurde es dabei kurz vor der Pause: Zunächst fällt der Nürnberger Keeper Carl Klaus mit dem Ball in der Hand über einen eigenen Verteidiger aus dem Strafraum heraus, was einen Freistoß nach sich zog. Dieser kam über Umwege zu Roßbach, der die Führung erzielte – was aber vom VAR wegen Abseits wieder einkassiert wurde. // Sportschau Highlights

Mit dem 3:3 (1:2) von Fortuna Düsseldorf gegen Hannover 96 gab es ein wildes Spiel mit dem Torverlauf 0:2, 3:2 und dem Ausgleich in der 89. Minute. Dies sorgt dafür, dass Düsseldorf uns nicht mehr aus eigener Kraft einholen kann. Emotionaler Höhepunkt war aber natürlich die Verabschiedung von Rouwen Hennings. // Sportschau Highlights

Es gibt Menschen, die bei Karlsruher SC gegen den 1. FC Kaiserslautern vom „Südwest-Derby“ sprechen. Dieses ging mit 2:0 (0:0) an die Gastgeber. // Sportschau Highlights

Die Tabelle und Entscheidungen

Darmstadt 98 ist aufgestiegen, Heidenheim (in Regensburg) und der HSV (in Sandhausen) machen nächste Woche jeweils bei einem Absteiger den zweiten Aufstiegsplatz im Fernduell unter sich aus, mit der besseren Ausgangsposition für den 1. FCH.
Der FCSP kann mit einem Heimsieg gegen den KSC den 4. Platz sichern.

Im Keller heißt es Abschied nehmen vom SV Sandhausen und (theoretische Rechenspiele außen vor) auch von Jahn Regensburg.
Den Relegationsplatz machen Arminia Bielefeld (34 Punkte / -8) der 1. FC Nürnberg (36P / -18) und Eintracht Braunschweig (36P / -16) unter sich aus. Alle drei verpassten an diesem Wochenende in Heimspielen eine bessere Ausgangsposition und müssen dementsprechend auswärts ran. Bielefeld spielt in Magdeburg, Braunschweig in Rostock und Nürnberg in Paderborn – entscheidet selbst, wer da die besten Chancen hat.

FC St. Pauli von 1910 e. V.

Regionalliga Nord (m/w)

Die 1. Frauen verlieren 5:6 beim ETV

Puh, was für ein Spiel.
4:0 für den (seit letztem Wochenende abgestiegenen) ETV nach 31 Minuten, was das Trainerteam des FCSP zu einem Dreifach-Wechsel bewegte.
Anschließend lief es etwas besser und Julia Hechtenberg (40.) verkürzte zum 4:1-Halbzeitrückstand. Tabea Schütt (54.), Nina Philipp (57.) und erneut Schütt (74.) stellten auf 4:4, den direkt folgenden Führungstreffer für den ETV gleicht Annie Kingman in der 78. Minute mit dem 5:5 erneut aus.
Doch noch immer nicht genug, in Minute 90+2 gelingt dem ETV das 6:5, gleichzeitig das Endergebnis.
Fotos: Matthias von Schramm (Facebook)

Der FCSP beendet die Saison damit auf Platz 10 und somit nur einen Platz vor den Abstiegsplätzen. Das große Saisonziel steht aber ohnehin nächste Woche an, wenn es am Pfingstmontag um 15.00h an der Hoheluft im Pokalfinale gegen Tornesch darum geht, erstmals in der Vereinsgeschichte den Hamburger Pokal zu gewinnen und damit in den DFB-Pokal einzuziehen. (Tickets)

U23 sichert Klassenerhalt durch spätes 2:1 gegen Hildesheim

Den kompletten Nervenkrimi am letzten Spieltag hat man gerade noch so vermeiden können. Gegen den vor dem Spiel stark abstiegsbedrohten und durch die Niederlage nun final abgestiegenen VfV 06 Hildesheim konnte nach Rückstand noch mit 2:1 (1:1) gewonnen werden, wodurch die U23 vor dem letzten Spieltag gerettet ist.

Das Spiel lässt sich bei Sporttotal.tv in voller Länge nachschauen. Ein direkt verwandelter Freistoß von Franz Roggow (im Video: 1h32m40s) unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff und ein Nachschuss mit viel Willen von Bennet Winter (2h33m19s) kurz vorm Abpfiff, als Hildesheim alles nach vorn warf, sicherten den wichtigen Sieg. (fcstpauli.com)

Rugby-Männer müssen absteigen

Leider nicht von Erfolg gekrönt war die starke Rückrunde der Rugby-Männer in der 1. Bundesliga. Im letzten Saisonspiel musste unbedingt ein Sieg gegen RK 03 Berlin her, doch trotz langer Führung stand am Ende ein 19:24.
Rein sportlich hätte dies trotzdem den Relegationsrang bedeutet, allerdings profitierte Victoria Linden kurz vor Saisonende von einer Umwertung am Grünen Tisch, die einen unverhofften Sieg in einem Spiel beim Tabellendritten Leipzig aus Mitte April bescherte.
Für den FCSP geht es somit leider direkt wieder zurück in die 2. Bundesliga.

Lauf gegen Rechts / Veranstaltung mit Katharina König und Volker Weiß

Nächste Woche Montag geht es wieder zum „Lauf gegen Rechts“ um die Alster (Online-Anmeldung geschlossen, Nachmeldung am Lauftag möglich).
Bereits morgen (Dienstag) findet in diesem Zusammenhang um 19.10h eine Veranstaltung im Ballsaal Süd statt, bei der Katharina König-Preuss (Linkspartei) und Volker Weiß (Historiker und Publizist) über Konzepte und Strategien der extremen Rechten berichten.
Alle Infos: fcstpauli.com

Döntjes

1. Liga Watch

Die ersten Entscheidungen sind gefallen. Aufgrund eines späten Ausgleichs durch den VfL Bochum kehrt Hertha BSC nach zehn Jahren in die 2. Bundesliga zurück. Vorbehaltlich einer Lizenzerteilung, zugegeben.
Wer sich das ganze Elend des Big City Club nochmal geben möchte, kann dies wunderbar in diesem seit November 2021 gepflegten Twitter-Thread tun:

Alternativ gibt es einen 50-minütigen Videobeitrag des RBB, den man mit dem Zitat „eine ellenlange Liste von einem Klopper nach dem anderen“ ganz gut zusammenfassen kann:
„Wilde Jahre in Westend – Der Abstieg von Hertha BSC“
Der Vergleich zum Autounfall, bei dem man nicht wegschauen kann, passt wohl ganz gut.

3. Liga Watch

Sagt Hallo zur SV Elversberg, liebe Zweitligisten! Zum ersten Zweitligaaufstieg der Vereinsgeschichte reichte ein 1:1 gegen den SC Freiburg II am Samstag, weil man da bereits (mindestens) drei Punkte und eine uneinholbar bessere Tordifferenz sicher hatte. Nach den Ergebnissen des Sonntags, war der Aufstieg dann auch rechnerisch durch.

Dynamo Dresden kann heute Abend (in Meppen) noch auf den direkten Aufstiegsplatz springen, den momentan der VfL Osnabrück belegt. Punktgleich dahinter der SV Wehen Wiesbaden, einen weiteren Punkt dahinter der 1. FC Saarbrücken. Diese vier werden so oder so am letzten Spieltag den einen direkten Aufstiegsplatz und den Relegationsplatz unter sich ausmachen, alle vier mit einem Heimspiel gegen ein Team, für das es dann um nichts mehr geht. Saarbrücken verpasste dabei in einem 2:2 beim MSV Duisburg mit insgesamt drei Platzverweisen und kurzzeitig doppelter Überzahl ein besseres Ergebnis.

Die (sportlichen) Abstiegsplätze sind seit diesem Wochenende fix: Durch den 2:0-Sieg von Halle gegen RWE werden neben den bereits vorher abgestiegenen Bayreuth und Zwickau auch der SV Meppen und der VfB Oldenburg absteigen. Zwickau drehte dabei gestern sogar einen Pausenrückstand in Oldenburg noch in einen 2:1-Sieg. Der VfB hätte bei einem (hohen) Sieg zumindest noch eine Resthoffnung auf den Klassenerhalt gehabt.

Regionalliga Watch

Der SSV Ulm folgt dem VfB Lübeck und Preußen Münster in die 3. Liga.
Den letzten Aufstiegsplatz werden Energie Cottbus und (wahrscheinlich) SpVgg Unterhaching in Entscheidungsspielen unter sich ausmachen, auch wenn Letztere ganz evtl. noch zu Gunsten der Würzburger Kickers verzichten.
Die Spiele werden am 7. und 11. Juni stattfinden.

Mindestens zwölf Tote bei Massenpanik in El Salvador

Zwölf Tote und 100 Verletzte lauteten die ersten Zahlen nach einer Massenpanik bei einem Fußballspiel in El Salvador, 40 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt San Salvador. Nach ersten Informationen soll es aufgrund von zu viel verkauften Tickets zu der Massenpanik gekommen sein, als zu viele Menschen gleichzeitig versuchten, Einlass zu erlangen.
Regierung und Verband kündigten eine Aufarbeitung an, die für die Betroffenen natürlich zu spät kommt. // Tagesschau

Deniz Aytekin und Manuel Gräfe

Vorab: Ich habe Manuel Gräfe zu seiner aktiven Zeit für einen der besten Schiedsrichter gehalten und finde sein Vorgehen gegen die Altersgrenze des DFB vollkommen richtig.
That being said: Wie er sich nun schon seit mehreren Monaten auf seinem Twitter-Account verhält und wirklich undifferenziert gegen alles und jeden schießt, hinterlässt einen sprachlos.

Am Wochenende platzte Deniz Aytekin nach der Partie des FC Bayern gegen RaBa Leipzig der Kragen. Während Thomas Müller in der Mixed Zone versuchte, die eigene Niederlage zu erklären, war Aytekin gut hörbar (und eigentlich nicht für die Öffentlichkeit bestimmt) auf Gräfe losgegangen: „[Der] sitzt mit seinen 180 Kilo in Berlin und labert so eine Scheiße“ ist dann wohl der meistzitierte Satz des Wochenendes. // Twitter

Aytekin dürfte vielen Schiedsrichtern aus der Seele gesprochen haben, entschuldigte sich am Sonntag aber trotzdem für seine Wortwahl (kicker).

DFB-Pokalfinale der Frauen, Kritik aus Freiburg

Ein ausverkauftes Müngersdorfer Stadion bei der Partie zwischen dem SC Freiburg und dem VfL Wolfsburg ist ein starkes Zeichen.
Ein weiteres positives Signal ist das Treffen von Fans im Rahmen des Finales, zu dem der DFB mit „F_in – Frauen im Fußball“ aufrief. Dabei merkt man schnell, dass es hier ähnliche Probleme gibt, wie sie der Herrenfußball bei Fanthemen in der Vergangenheit auch immer hatte, insbesondere was die Wahrnehmung der Fans beim DFB anbelangt. Aber auch Klassiker wie die Anstoßzeiten.

Wie weit der Weg allerdings noch ist, haben die Freiburger Fans nach dem Finale aufgeschrieben.
„Wie der DFB aktive Fankultur fast unmöglich macht“ lautet die Überschrift der Supporters Crew, in der beschrieben wird, wie Steh- und Sitzplätze der Fans nicht zusammenhängend geplant wurden, wie Konfetti aufgrund von VIP(!) und Torlinientechnik(!!) verboten wurde und vieles weitere mehr.

Die DFL und Investoren

Am Freitag hatten wir hier aufgeschrieben, warum genau das alles mit dem geplanten Investorendeal der DFL noch nicht so richtig zu Ende gedacht scheint. Hierzu gibt es auch noch keinen neuen Stand.

Am Wochenende hat sich der Vorstand des 1. FC Köln in einem Newsletter an die Mitglieder deutlich positioniert und bei der Kritik am Zeitplan der Haltung des FC St. Pauli angeschlossen. Wie die Sportschau berichtet, lehne man es entschieden ab, über einen Investor externes Geld zu generieren, insbesondere der Zeitplan sei „geradezu absurd“.

Auch die Vereine der 3. Liga, die rein formal ja nicht zur DFL gehören und dementsprechend keinen Einfluss auf Entscheidungen haben, haben sich in einem Brief von 15 Vereinen an die DFL gewandt und eine Beteiligung am Investoren-Deal gefordert (Sportschau).

Sheffield Wednesday Miracle

Die „Wunder von der Weser“ und den ganzen Kram könnt Ihr vergessen, letzten Donnerstag (ichweißichweiß, late to the party und so) ereignete sich folgendes in England.
In den Aufstiegsspielen zur Championship (2. Liga) hatte Sheffield Wednesday bei Peterborough United eine Woche zuvor sang- und klanglos mit 4:0 verloren. Ein erzürnter Fan zerriss vor Wut seine Eintrittskarte und präsentierte dies auf Twitter:

Tja… und wie das dann so ist, dürfte er diese Entscheidung wohl bereut haben, denn das Wunder geschah: Durch Tore in der 9., 25. und 71 Minute ging Sheffield mit 3:0 in Führung und Liam Palmer konnte in 90+8 tatsächlich noch das 4:0 erzielen, Hillsborough explodierte.
In der Verlängerung konnte Peterborough auf 4:1 verkürzen (105.), Wednesday stellte auf 5:1 (112.) zurück. Die Auswärtstorregel gibt es nicht, es ging ins Elfmeterschießen – und der in der Verlängerung eingewechselte Jack Hunt trat dann an zum entscheidenden Elfmeter: // Twitter

Alkmaar

Asterix und Obelix Szenen gab es am Donnerstag in Alkmaar, als die römische Armee (zu erkennen an den schwarzen Jacken mit Kapuze) versuchte, das kleine gallische Dorf über eine Treppe zu erreichen, um an Familien und andere Vereinsoffizielle der Gäste von West Ham zu gelangen. Sie wurden zurückgedrängt. // Twitter

Zu guter Letzt

Heidi Klum, eine von uns. Den Fan eines Vereins im Angesicht der Niederlage (und ganz vielleicht unter Alkoholeinfluss) ein bisschen aufziehen und ärgern und völlig wertfrei mal danach fragen, was er denn dazu sagt.
Besser kann man das eigentlich nur machen, indem man sich nach einer HSV-Niederlage in die S-Bahn ab Pinneberg setzt und die einsteigenden Fahrgäste ganz unschuldig fragt, wie denn der HSV gespielt hat. // Twitter

Forza St. Pauli!
// Maik

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4 thoughts on “Lage am Millerntor – 22. Mai 2023

  1. „Den letzten Aufstiegsplatz werden Energie Cottbus und (wahrscheinlich) SpVgg Unterhaching in
    Entscheidungsspielen unter sich ausmachen, auch wenn Letztere ganz evtl. noch zu Gunsten der
    Würzburger Kickers verzichten.“

    Was soll das denn jetzt? Die Ostmeisterschaft ist jetzt für den DFB also nur noch so viel wert,
    wie eine Vizemeisterschaft in Bayern???
    Wenn die SpVgg Unterhaching nicht an Entscheidungsspielen zwischen dem Ost- und dem
    Bayernmeister teilnehmen kann, steigt der Ostmeister automatisch in die 3.LIga auf. Meister
    müssen nun mal aufsteigen und das NOFV-Gebiet umfasst – sage und schreibe – sechs (!!!)
    Regionalverbände (LFVMV, FLB, BFV, FSA, SFV, TFV).

    Das wäre in dieser Form einfach nur noch lächerlich. Der DFV (heute NOFV) war von 1952 bis
    1990 eigenständiges FIFA-Mitglied und hat als Verband beispielweise Medaillen bei Olympischen
    Fußballturnieren geholt (Gold 1976, Silber 1980, Bronze 1964 & 1972). Hier wird in der NOFV-
    Regionalliga quasi der Amateurmeister eines ganzen Landes ermittelt!

    So langsam muß man sich echt fragen, ob es 1990 nicht für den Ostfußball besser gewesen wäre, als
    Verband eigenständig (eigene Nationalelf, Liga etc.) zu bleiben. Der DFB scheint jedenfalls seit 1990
    mit der Vertretung beider Landesteile überfordert.

    1. Daraus jetzt ein Ost/West-Ding zu machen ist im konkreten Fall unbegründet, imho.
      Es gibt nun mal dieses rotierende Verfahren für fünf Ligen und nur vier Aufsteiger. Im Norden kann bspw. auch der HSV II Meister werden und trotzdem steigt Lübeck auf.

      Wenn Unterhaching auf den Platz verzichten sollte(!) rückt eben der Zweite nach. Würde Cottbus verzichten, wäre das ja da genauso.
      (Ob die RL NordOst einen festen Aufstiegsplatzt bekommen sollte, kann man hingegen gerne diskutieren, aber das ist ja ein anderes Thema.)

      1. In der RL Bayern wird der Meister eines Bundeslandes (Bayern) ermittelt,
        in der RL Nordost spielen sechs (!!!) Bundesländer ihren Meister aus. Allein
        das ist schon eine große Benachteiligung. Daß dieser Meister dann nicht
        automatisch aufstiegsberechtigt ist, ist die zweite. Von Rotation kann man
        auch nicht sprechen, da der Meister der RL West immer aufstiegsberechtigt
        ist. Mit welchem Recht?

        Wäre man bei der alten Regionalliga-Staffeleinteilung geblieben (Nord, Süd,
        West, Ost), hätte man vier Meister und somit vier Aufsteiger. Wie demütigend
        muß es für den Ostmeister sein, nach einer langen und umkämpften Meister-
        schaftssaison gegen irgendwelche Vizemeister oder gar Dritt- und Viertplatzierte
        anzutreten? Meister müssen auch aufsteigen, sonst wird der Meistertitel einfach
        entwertet.

        Man kann auch nicht die RL Nord mit der RL Nordost vergleichen. Schau Dir einfach
        mal den Zuschauerschnitt an. In der RL Nordost spielen zudem allein fünf Vereine,
        die schon mindestens 1x DDR-Meister gewesen sind. Carl-Zeiss Jena beispielweise
        stand sogar schon mal in einem Europacup-Finale. Bei Jeddeloh, Havelse oder
        Drochtersen/Assel sucht man solche Erfolge vergeblich…

        Was auch überhaupt nicht geht: diese Unklarheit ob nun der Bayern-Meister
        Unterhaching eine Drittliga-Lizenz beantragt oder nicht. „Wir äußern uns dazu vor
        dem letzten Meisterschaftsspiel…“ (Zitat Manni Schwabl). Das ist absolut unfair.
        Die Ostvereine mußten bereits mit Beginn der Rückrunde ihre Wirtschaftlichkeit
        nachweisen, was zur bizarren Situation geführt hat, daß Klubs wie z.B. Chemie
        Leipzig zwar um den Meistertitel gespielt haben, aber nicht aufstiegsberechtigt
        gewesen sind.

        Ostdeutschland ist – wie bereits beschrieben – als „DDR“ von 1952 bis 1990
        eigenständiges FIFA-Mitglied gewesen, ist 1976 Fußball-Olympiasieger gewesen
        und wird vom DFB seit 1990 stiefmütterlich behandelt wie das Saarland oder
        irgendein Fußball-Entwicklungsland.

        REGIONALLIGA NORDOST
        DDR-Meistertitel (18)
        RWE 1954, 1955
        FCC 1963, 1968, 1970
        BFC 1979, 1980, 1981, 1982, 1983, 1984, 1985, 1986, 1987, 1988
        CHE 1951, 1964
        CFC/FCK 1967
        Deutsche Meistertitel zur Zeiten des Kaiserreichs 1871-1918 (2)
        VIK 1908, 1911

        REGIONALLIGA BAYERN
        – keine Meistertitel (Zweitvertretungen nicht berücksichtigt)

        Olympics Montreal 1976, Final: POLSKA – GDR (Highlights)

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