{:de}(Twitter-)Spielbericht: FC St. Pauli – Karlsruher SC: 0-3{:}{:en}(Twitter-)Match-report: FC St. Pauli – Karlsruhe SC: 0-3{:}

{:de}(Twitter-)Spielbericht: FC St. Pauli – Karlsruher SC: 0-3{:}{:en}(Twitter-)Match-report: FC St. Pauli – Karlsruhe SC: 0-3{:}

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Tja, das war mal ein Sonntag zum Vergessen. Der FC St. Pauli verliert gegen den Karlsruher SC verdient mit 0-3 und befindet sich damit zur Länderspielpause auf einem Abstiegsplatz. Das ist alles andere als erfreulich, dabei fühlte es sich eigentlich in den letzten Wochen so an, als sei das Team einen Schritt weiter. Aber das Spiel gegen den KSC zeigte vor allem, dass es ohne gewisse Grundtugenden auch weiterhin nicht zu Erfolgen in der 2.Liga reicht.
(Titel: Martin Rose/Getty Images/via OneFootball)

„Spielbericht“

Ich habe nicht allzu große Lust, in eine tiefergehende Analyse einzusteigen. Bringt auch nichts, denn der Grund für die Niederlage ist sicher nicht die taktische Grundausrichtung gewesen, sondern die komplett fehlende Aggressivität in der ersten Hälfte und ein KSC, der zweimal zum genau richtigen Zeitpunkt ein Tor erzielte.

Ja, die Verantwortlichen werden sich sicherlich auch weiterhin damit befassen, dass die gegnerischen Teams das Spiel des FCSP recht locker und leicht stören können, wenn sie das Pressing recht hoch ansetzen. Das war bereits gegen Darmstadt 98, besonders aber gegen die SV Elversberg zu „bewundern“. Im Aufbauspiel ist und bleibt das die Schwachstelle im Spiel des FCSP.
Es fehlen Spieler, die sich trauen den Ball trotz hohem Druck weiter mutig zu spielen. Das der Mut fehlt liegt dann auch daran, dass einige Spieler ihre liebe Mühe und Not mit den Ansprüchen im Aufbau an sie haben. Dem Aufbauspiel fehlt es an grundsätzlichen Mustern, die in solchen (Druck-)Situationen Lösungen anbieten und abgerufen werden können. Das kann daran liegen, dass die beiden Flügelverteidiger zu weit hoch schieben und auch aus dem Mittelfeld die Verbindung fehlt. Aber die gestrige schwache Leistung damit zu erklären ist schlicht nicht ausreichend.
Dem FCSP fehlte es an der nötigen Aggressivität. Es ist nicht so, dass der KSC das Maß der Dinge im Pressing ist. Es wäre gestern häufig genug nicht schwer gewesen die erste Pressinglinie kontrolliert zu überqueren. Und selbst wenn das nicht klappt, so wäre es zumindest auch eine Option gewesen, mit einem langen Ball auf den 2.Ball zu spielen. Aber dafür benötigt es eine gewisse Aggressivität, die notwendige Bereitschaft. Die fehlte und das führte dazu, dass der FCSP in der ersten Halbzeit weit unterlegen war.

Ihr kennt es: Einer arbeitet, vier schauen zu.
(Photo by Martin Rose/Getty Images/via OneFootball)

Für mich persönlich ist es unerklärlich, wie ein Team sich überhaupt des Vorwurfs schuldig machen kann, dass es an Aggressivität fehlt. Mir stehen die Haare zu Berge, wenn ich dann nach dem Spiel solche Sätze lesen muss: „Uns hat heute einfach die Überzeugung gefehlt, sowohl mit dem Ball als auch gegen Ball. Wir waren nicht aggressiv und kämpferisch genug, das war einfach zu wenig.“ Diese Worte kamen aus dem Mund von Daniel Buballa. Es kann einfach nicht sein, dass diese Grundtugend, die alle Teams von Sandhausen über Darmstadt bis hin zum KSC seit Jahren in jedem Spiel zeigen, beim FCSP einfach immer wieder fehlt. Das ist zu wenig. Und ich dachte, dass der FCSP da weiter wäre.

Diese Worte beziehen sich auf die erste Halbzeit, denn spätestens mit der Einwechslung von Dittgen, Lawrence und Daschner bekam der FCSP mehr auf die Kette und war fortan bis Spielende feldüberlegen und erspielte sich einige vielversprechende Situationen, deren Erfolg jedoch meist mit dem vorletzten Pass endete. In dieser Phase fiel dann aber auch wieder ein Tor aus der Rubrik „mangelhafte Abwehrarbeit“. So ist es also passiert, dass nach Schäffler, Dursun und Terodde nun mit Philipp Hofmann wieder einmal der eine Stürmer des Gegners gegen den FCSP traf, dessen Kreise es besonders zu stören galt. Auch das ist zu wenig bzw. zu viel, was der FCSP dem Gegner anbietet.

Das war der Spielbericht. Es fehlte die Aggressivität. So einfach kann es manchmal sein.

Der Twitter-Spielbericht

Jede Person, die es mit dem FCSP hält, hat ja seine/ihre eigene Herangehensweise, um mit solchen Niederlagen umzugehen. Ein gutes Spiegelbild dieser Verhaltensweisen ist Twitter. Ich persönlich verkrieche mich bei Niederlagen immer gerne und nörgle in mich hinein. Meine aus Frust heraus geborenen Gedanken halte ich für qualitativ nicht so wertig, dass sie auch die Welt von Twitter betreten sollten. Aber die Verhaltensweisen sind verschieden. Entsprechend gibt es Personen, die ihren Emotionen freien Lauf lassen. Diese Emotionen lassen sich bei einer deutlichen Niederlage in vier Phasen unterteilen:

Phase 1 – Den Gegner maßlos unterschätzen

Gute Vorbereitung ist alles. Da wird dann auch niemand kalt erwischt, wenn er oder sie den „Tabellenvorletzten“ zum ersten Mal seit dem letzten Aufeinandertreffen spielen sieht. Aber hey, soo professionell muss man als Fan ja gar nicht sein (aber man darf den Verantwortlichen dann natürlich erst recht gerne komplette Unfähigkeit unterstellen, wie die späteren Phasen zeigen).
Sollte doch eigentlich klar sein, dass die Tabelle gerade zu Beginn der Saison etwas mehr lügt und daher auch mal der Tabellen-17. ganz gut kicken kann und bisher ein wenig Pech mit den Ergebnissen hatte (ganz ohne Eigenwerbung möchte ich auf den Vorbericht zum Spiel verweisen und darauf, dass der KSC eben nicht das Fallobst ist, was viele anscheinend erwartet haben).

Phase 2 – Früher war alles besser (oder genauso schlecht)! Das habe ich schon immer gewusst!

Der FCSP liegt hinten, das Spiel läuft nicht – da sitzt der Frust tief. Und es wird ebenso tief in den Erinnerungen gekramt und es werden Personen rausgeholt, die es entweder besser (Diamantakos, EWALD!) oder genauso schlecht (Luhukay) gemacht haben (teilweise ausformuliert in Verbindung mit Phase 3&4, wow!). Ohnehin ist das „Experiment“ nach sechs durchaus vielversprechenden und nun einem beschissenen Ligaspiel „in die Hose gegangen“, aber das haben einige ja „sofort von Anfang an gesagt“ (aber auf die hört ja keiner!).

Phase 3 – Der soll den entlassen, damit der den anderen entlassen kann. Und der, der den entlassen hat, soll auch entlassen werden!!!1!11!

Es steht 0-3, Zeit für breit angelegtes Streufeuer.
Ziel: Irgendwie alle Verantwortlichen, die namentlich bekannt sind. Göttlich? Dem scheint das doch zu gefallen, dass der FCSP seit Jahren scheiße spielt! Bornemann? Muss freigestellt werden, damit Schultz entlassen werden kann!!! Sonst steigen wir bereits (Achtung, es folgt eine mir unbekannte Sonderregel) im Dezember ab. Der Vorgang „Wir entlassen den Sportchef, damit wir den Trainer entlassen können“ hat ja damals mit Kauczinski und Stöver blendend funktioniert. Aber das müsste ja Göttlich machen, dem das doch seit Jahren zu gefallen scheint, dass der FCSP scheiße spielt!!! Keine Frage: FCSP-Twitter wäre auf diesen Positionen viel besser geeignet.

Phase 4 – Der „Hamburger Weg“

Genau, ist richtig: Erst selber noch schlechter vorbereitet auf den KSC als die FCSP-Defensive auf Philipp Hofmann und dann auch noch früher gehen. Wer kennt die Deppen nicht, die zu einem Meeting erst unvorbereitet und viel zu spät erscheinen und dann noch früher gehen wollen, weil sie ja noch nen Termin haben. Das ist jedenfalls wohlgelebte Praxis beim gerade erst unterlegenden Herausforderer um die Stadtmeisterschaft, genannt „Hamburger Weg“. Und das darf da auch gerne bleiben.

So. Genug rumgealbert: Nein, wir sollten nicht alles in Frage stellen nach der Niederlage. Der FCSP hat gestern verdient verloren, klar. Aber es war nicht alles schlecht an diesem Spiel (vor allem nicht in der 2.Halbzeit), so wie auch nicht alles gut war im Spiel gegen Nürnberg oder bei der Stadtmeisterschaft. Ja, die Defensivarbeit muss zwingend verbessert werden. Das hat Timo Schultz auch schon nach dem Derby deutlich zum Ausdruck gebracht. Aber was haben wir erwartet vor der Saison? Das wir mit dem neu zusammengestellten Kader und dem neuen Trainerteam sofort alles und alle überrollen mit 1910:0? Sicher nicht. Wir sollten da allen die nötige Zeit geben, den Verantwortlichen das Vertrauen schenken, ihnen den Kredit geben, den sie verdient haben. Daher: Mund abputzen und weiter an den Schwachstellen arbeiten! Fang aber bitte damit an, dass wir nicht noch einmal mit ansehen müssen, wie dem Team die „nötige Aggressivität“ fehlt.

// Tim

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Well, that was just another Sunday to forget. FC St. Pauli loses deservedly against Karlsruhe SC with 0-3 and is thus situated at a relegation spot during the international break. This is far from cheering us up, although, it actually felt during the last couple of weeks that the team had made some progress. But the match against KSC did first and foremost show that without certain basic virtues, there will be no successes in the second division.
(Cover picture: Martin Rose/Getty Images/via OneFootball)

„Match-report“

I am not particularly keen to enter into deep analyses. This wouldn’t make any sense though as the reason for this defeat was for sure not based in the wrong tactical approach but the entire lack of aggressiveness during the first half and a KSC which managed to score two goals at the exact right time. Yes, the people in charge will certainly have to deal with the fact that the opponents can easily disturb the play of FCSP by playing a fairly high pressing. This was already to „admire“ against Darmstadt 98, and particularly against SV Elversberg when building-up was and remained the weak spot of the FCSP’s play.
There’s a lack of players who have the courage to play a courageous pass even when under high pressure. But the lack of courage is also due to the fact that some players have their dear troubles to deal with the demands they’re facing when building-up. The built-up play is clearly lacking some basic patterns which offer solutions to such (pressing-)situations and which can be accessed then. This might be due to the fact that both wing-backs are moving up too high and that the connection to the midfield is also missing. But to explain yesterday’s weak performance in this way is simply not enough.
The FCSP is lacking the necessary aggressiveness. It’s not true that KSC is the gold standard with regards to teams playing pressing. Yesterday, it wouldn’t have been too difficult to get behind the first line of pressing in a controlled manner. And even if that would not have worked, it would have been an option to play a long ball and to aim for the second ball then. To do that, it needs a certain aggressiveness and the necessary willingness. But this was lacking and led to the fact that FCSP was inferior during the first half.

You all know it: One is working and four are gazing.
(Photo by Martin Rose/Getty Images/via OneFootball)

To me personally, it is unexplainable how a team can even dare to get blamed for a lack of aggressiveness. It makes my hair stand on when I have to read sentences such as the following after a match: „Today, we lacked the conviction, both with and against the ball. We weren’t aggressive enough, this was simply too little.“ These words left the mouth of  Daniel Buballa. It actually can’t be true that these basic virtues, which every team including Sandhausen, Darmstadt and KSC show in every single match, are completely lacking at FCSP. This is too little. And I actually thought that the FCSP had moved on.

These words refer to the first half only because at latest when Dittgen, Lawrence and Daschner were substituted, the FCSP got better and controlled the match from then on, they managed to create some promising situations which, however, were usually stopped with the penultimate pass. But exactly during this phase, another goal of the category „lack of defence work“ was conceded. So it happened that after Schäffler, Dursun and Terodde, Philipp Hofmann was another forward of the opponents who scored against FCSP although everyone knew that particularly this type of player must be defended. That’s also too little or too much what the FCSP is offering their opponents respectively. That’s all for the match report. A lack of aggressiveness. It’s as simple as that.

The Twitter-match-report

Every single person cheering for the FCSP has their own way of how to deal with such defeats. A good reflection of such behaviours is Twitter. I personally hide away after such losses and niggle to myself. I consider my thoughts originating from frustration of lesser quality so that I better hide them from Twitter. But the ways of behaviour differ. Accordingly there are some persons who give free rein to their emotions. These emotions can be categorised into four different phases:

Phase 1 – To underestimate the opponent massively.

Good preparation is key. So, nobody is taken by surprise when they see the penultimate of the division’s table playing for the first time after they met last. But hey, as a fan you don’t have to be as professional. (But you’re apparently allowed to tell the people in charge that they’re utterly incompetent, as the later phases will show) 
It should actually be clear that the division of the table is lying a bit more, especially at the start of the season, so that the 17th of the table is actually capable to play good football but was maybe a bit unlucky result-wise so far (without any self-advertisement, I would like to point to the pre-match report and especially to the fact that KSC isn’t by far just fair game which, however, was expected by some).

Phase 2 – Everything used to be better (or as bad)! I always knew it!

The FCSP is behind, the match isn’t running smoothly, thus, frustration kicks in. And thus, people dig in their memories and point to certain persons who did it either better (Diamantakos, EWALD!) or at least as bad (Luhukay) which is then partly framed with aspects of phase 3&4, wow!). Of course, the whole experiment went tits up now after six, however, promising and just one rubbish matches, but some knew it „from the very beginning“ (But they’re not listened to!).

Phase 3 – He should fire him so that he could sack the other one. And the one who sacked the other guy should be fired as well!!!!1!11!

The score is 0-3, so it’s time for a huge shitstorm. 
Goal: To blame everyone in charge that can be named. Göttlich? He seems to like it that the FCSP is playing rubbish for years now! Bornemann? Has to be sacked, so that Schultz can be fired!!! Otherwise, we’ll get relegated (Attention, what follows is an unfamiliar but special rule) in December already. The operation „to sack the director of sports, so that the manager can be fired as well“ did work out pretty well with Kauczinski and Stöver once. But this would have to be done by Göttlich, who apparently enjoys that the FCSP is playing utter rubbish!!! Of course: FCSP-Twitter would be the better solution for such roles.

Phase 4 – The „Hamburg Path“

Exactly true: First they were much worse prepared for KSC than the FCSP-defence against Philipp Hofmann but now they’re leaving early. Who doesn’t know such goofs who appear to a meeting rather unprepared and too late but then also want to leave early because they still have another appointment. However, this is a well-performed practice at the just failed challenger of the town championship which is known as „Hamburg path“. And it can stay like this for sure.

So. Enough is enough. We shouldn’t query everything after yesterday’s defeat. FCSP rightfully lost yesterday, of course. But it wasn’t all bad in yesterday’s match (especially during the second half) but the same is true for the opposite for example during the match against Nuremberg or during the town championship. Yes, the defence has to be improved dramatically. This was already mentioned by Timo Schultz after the derby. But what did we expect before the season? That we’re going to easily beat every single opponent with the new compiled squad and the newly appointed team of managers by 1910:0? Of course not. We should give everyone the time necessary and gift the people in charge the trust and the credit they deserve. Thus: Clean your snouts and work on the weaknesses! But please start to work, so that we don’t have to witness again that the team is lacking the „necessary aggressiveness“.

// Tim (Translated by Arne)

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20 thoughts on “{:de}(Twitter-)Spielbericht: FC St. Pauli – Karlsruher SC: 0-3{:}{:en}(Twitter-)Match-report: FC St. Pauli – Karlsruhe SC: 0-3{:}

  1. Moin Tim,
    Du sprichst mir (wieder einmal) aus er Seele!
    „Aber was haben wir erwartet vor der Saison? Das wir mit dem neu zusammengestellten Kader und dem neuen Trainerteam sofort alles und alle überrollen mit 1910:0? Sicher nicht. Wir sollten da allen die nötige Zeit geben, …… Daher: Mund abputzen und weiter an den Schwachstellen arbeiten! “
    Mich nervt es auch, dass wir mit unseren erstklassigen Möglichkeiten dauernd tabellarisch hinter scheinbar zusammengekauften Rumpelgruppierungen stehen. Aber lieben wir diesen Verein nicht gerade deshalb so sehr?
    Es macht ihn so wahnsinnig menschlich 🙂
    Einzig dieses Thema „fehlende Aggressivität“ nervt. Zu häufig bei der Mannschaft Grund für Niederlagen.
    Schimpftiraden und Trainerentlassungen werden hier auch nichts bringen. Ich schmeiß ja auch nicht meinen Mann raus, weil er morgens aussieht, als hätte er die ganze Nacht durchgesoffen 🙂
    Es ist eine Entwicklung, die sinnvoll ist und wir sollten uns alle darüber einig sein, dass es einen langen Atem braucht, um diese Phase gemeinsam durchzustehen.
    Vielleicht sollten wir als denkende Fans damit anfangen, solche Twitter-Kommentare gar nicht kommentieren/lesen. Ich will mich mit solchen Leuten nicht identifizieren und kann es auch gar nicht, das kostet nur unnötig Zeit und Energie. Irgendwie kommt mir das wie der permanente mediale Blick auf Trumps tägliche Ausscheidungen vor. Macht schlechte Laune, ist erwartet und schwierig zu ändern.
    „Hopfen und Malz verloren“, würde meine grandiose Großmutter Eugenie Klanner sagen.

    Forza Dirk

  2. Eiserne Regel: Direkt vor, während und nach den Spielen keinesfalls den Hashtags #fcsp und #fcspgrkntrpp folgen, sondern in der eigenen Blase bleiben.

  3. Da siehst Du mal, Tim, wie wir uns alle Sorgen um Deine gute Laune machen….Kaum wirst Du emotional, wird hier viel kommentiert 🙂

  4. Hi Tim,

    ich habe mal eine generelle Frage. Jetzt weniger auf das Spiel gestern bezogen, sondern auf das System, Spielweise und Personal

    Nun spielen wir unter Schulle mit Dreierkette und haben Makienok als kopfballstarken Verwerter vorne drinnen. Ist es nicht besser ein System zu spielen, welches die Flügelpositionen überlastet? So kannst du dein Augenmerk auf 1 gg. 1 Duelle auf die Außenbahnen lenken um zur Grundlinie zu kommen und eine Brandbombe nach der anderen in den Strafraum zu schlagen ? Oder auch selber abzuschließen.

    Die Dreierkette ist für mich ein System was den flachen Ball im Zentrum bevorzugt. Was wir mit unseren Spielern in dieser Saison sehr gut spielen können. Kyereh, Zalazar, Becker oder Daschner haben das durchaus gezeigt.
    Die Außenbahnspieler werden aber häufig nur durch Seitenverlagerungen in 1 gg. 1 Duelle gebracht oder müssen aus dem Halbfeld flanken um kopfballstarke Spieler einzusetzen.

    Was ich sagen möchte. Macht es nicht eher Sinn wenn du mit Makienok vorne drinnen spielst auf 4-4-2 oder 4-5-1 umzustellen um die Außen zu stärken ?

    Forza Marc

  5. Danke für den Bericht. Für mich mal wieder die beste Auseinandersetzung nach dem Spiel.
    Ich stimme Dir zu, dass das große Problem gestern die fehlende Aggressivität war. Und das stimmt auch mich nachdenklich.
    Allerdings bin ich mir nicht so sicher wie Du, dass es nichts mit unserer taktischen Grundausrichtung zu tun hat.
    Du schreibst ja zu recht, dass unsere Schwachstelle der Aufbau aus dem Abwehrverbund ist. Aber genau das scheint der Trainer ja als Taktik vorzugeben.
    Bei jedem „Abschlag“ von Robin, wenn sich unsere Abwehrspieler 5 Meter rechts und links neben ihm platzieren, hab ich mittlerweile immer schon ein ungutes Gefühl im Magen. Ballverlust oder langer Ball, den man auch ohne die Sorge des Ballverlusts sofort hätte haben können, sind zu oft die Folge.
    Ich befürchte mir müssen uns schon taktisch anders oder wenigstens flexibler aufstellen, sonst sind wir mit Pressing und Aggressivität zu einfach zu schlagen.
    Und Standards müssen wir einfach besser ausführen.
    Puh back to the basics.
    Und ja verarbeiten von Niederlagen gutes Thema:
    Geht es euch auch so, dass ihr trotz allem anderen (bei mir z.b. drittes Kind kommt in ein paar Wochen es gibt noch viel zu tun, corona nervt einige Leute allerdings noch mehr etc.) trotzdem in der Nacht wach liegt und über St Pauli nachdenkt und euch ernsthaft Sorgen macht.
    Bitte .. hoffentlich geht das nicht nur mir so 😉

    1. Wenn ich als Blinder hier mal über Farben reden darf: Ich glaube, dass dieses System einfach Zeit braucht und Rückschläge eingepreist sind. Wir dürfen da nur nicht ungeduldig werden.
      (Und das ist natürlich unabhängig von fehlender Agressivität zu betrachten, eher auf das von Dir erwähnte „Abschlag“-Szenario.)

      Nachts wach liegen: Aus dem Alter bin zumindest ich inzwischen raus. Allerdings hält meine Familie an Spieltagen auch meist weiträumig Abstand von mir,nach Niederlagen dann auch noch etwas länger nach Abpfiff 🙂

  6. Dank Dir mal wieder für den Bericht! 🙂
    Sich an undifferenzierten und unsachlichen Kommentaren abzuarbeiten ist ein super Mittel nach Niederlagen! 😀

    Bester Anfang für einen Kommentar zum Spiel:
    Leider konnte ich noch keine Bilder sehen…
    …aus Deinen Worten und Schulles PK lese bzw. höre ich heraus, dass es schon beim Aufbau und danach bei den zweiten Bällen gehakt hat:
    Spielsituationen auch unter Druck kontrolliert zu lösen und Aggressivität beim zweiten Ball.

    Da kommt es mir fast so vor, als wenn durch den (medialen) Fokus auf die vorherige Gegentorzahl, der „Mut zum Fehler“ (der ja oft zu Gegentoren führte) der „Zögerlichkeit“ / „Verunsicherung“ gewichen ist?
    Zögerlich beim Spiel „von Hinten raus“ bis hin zur „Zögerlichkeit“ beim zweiten Ball (rauf oder zustellen?)?

    Sollte dies der Fall gewesen sein, dann gehe ich mal davon aus dass unser Trainerteam da ein Mittel findet. Was Maik schreibt: Fehler passieren, Lernprozesse werden angestoßen und Rückschläge sind eingepreist.

    1. Ja, genau, Fehler passieren. Wenn jetyt bereits 20 Spiele absolviert wären und es auch weiterhin so wäre, dann können wir anfangne zu mosern 😉

  7. Bei FIFA20 verliere ich immer mit einer 3421/343-Formation gegen Teams, die in einer 4231-Startformation antreten.

    In spiele FIFA nicht in der TV-Perspektive;
    sondern End-to-End,
    Ground-Level,
    Profi-Modus.
    Alles wie auf’m richtigen Bolzplatz also, zumindest perspektivisch 😉 lol

    Vielleicht hätte Schulle gestern schon früher umstellen müssen. Am besten gleich in der
    Halbzeit. Manchmal tut es auch ein simples 442 mit zwei verschiedenen Mittelstürmer-
    Typen gegen so kompakte Gegner. Und ja: meinetwegen auch ruhig mal Kick’n’Rush.

    Ich hatte gestern das Gefühl, daß sich die Karlsruher St.Pauli vorher ausgekuckt hatten.
    Das letzte Spiel vor der LS-Pause, die niemand braucht. Diesen Termin werden sie sich im Kalender ganz fett markiert haben. Sie mit 4 Punkten, wir mit 7. Außerdem immer noch irgendwie berauscht auf Stadtderby-Droge.

    Die ersten beiden KSC-Tore waren auch sehr Eishockeyhaft: abgefälscht, dem Goalie die Sicht nehmen, den Ball einfach mal mit voller Wucht aufs Target schlagen, ganz unbekümmert eben. Bei unserem magischen FC hingegen jedenfalls gestern viel klein-klein.

    Erinnerte alles irgendwie an unsere Erstrunden-Auftritte im Pokal. Auf jeden Fall sollte man TS aber diesen Lernprozeß auch zugestehen. Bin ansonsten schon auf den Test gegen Werder gespannt. Ein Hoch auf Deine Spielberichte! Die unbekannte Windows-Frau liest sie mir immer vor…

    1. Ja, das war auf jeden Fall bereits auf einer Ebene mit dem Pokalspiel in Elversberg (wobei das eigentlich noch schlehcter war). Ich bin übrigens auch der Ansicht, dass eine Viererkette am Sonntag besser gepasst hätte und das es auch grundsätzlich besser passen könnte, wenn Burgstaller und Lawrence richtig fit sind.

  8. Danke dir – ich musste herzlich lachen beim Twitter-lesen (in diesem Kosmos bin ich sonst nicht unterwegs). Bei dieser friedfertigen Niederlage, ganz entspannt zu Null Punkten gekommen, muss mensch da gleich so unflätig nörgeln? Ich denke nicht.

    Jetzt wird erstmal fleißig die Dreierkette weiter eingeübt, Schulle wechselt beim nächsten Mal noch ein bisschen früher (wenn nötig) und alle bekommen vorm Spiel ab sofort ein Päckchen Cayenne-Pfeffer zur Anwendung je nach Neigung.
    Die kommenden 6 Spiele werden wieder Fußball!

  9. I was so frustrated by yesterday’s match. There’s been much entertaining play and promising momentum despite the consistent run of drawn results, which has been encouraging considering this season brings a new manager, all the new faces, various injuries, and further corona chaos. Then yesterday, the boys completely didn’t show up to play. At all.

    There was no sense of urgency or aggressiveness in the first half. Knoll, Benetelli, and Paqarada were ineffective and should have been subbed at halftime. Only after Lawrence, Dittgen, and Daschner came on did we look like we could turn the momentum but we still never looked threatening.

    1. Hi Peter, Thanks and greetings!
      Yes, the game was completely disappointing, especially in the first half – but there are days like these, especially for a young and new team.
      Let’s hope, that we don’t see too many of them in the near future, they have already proved that they can do it better.
      Cheers!

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